[Xooi][ii] Sammel- & Bastelthread

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    • Joshuah schrieb:

      könnte es auch sein, dass eine Gründer*in auch aus Ngiana stammt?
      Von Xoiis Seite kein Problem, aber Ngiana ist da sehr dagegen.^^ Höchstens in sehr verfremdeter Form. (Auch die Erde ist ja vertreten durch Schalenwelten - aber genügend Abstand muss sein.)

      Hab ein paar mögliche Bastelthemen im Kopf, werde aber wahrscheinlich nicht so weit kommen.

      ~

      Sprachen
      (das ist vermutlich für andere nicht so interessant.)

      Das alte Problem, dass eine Hauptsprachfamilie irgendwie keinen Namen hat, weil ich sie 2008 einfach "issoyanisch" genannt hab und nie was besseres gefunden. Naja, mal sehen. In (runden Klammern) sind Regionen, wo die Sprache gesprochen wird, in [eckigen Klammern] Personen. Fett markierte Sprachen sind in bisher von Xooi gebastelten Teilen wichtig oder sonstwie schon fix eingebaut.

      1.
      1a
      1a.1 - Chalanisch (Mespay) [Geme]
      1a.2 - Ulatisch [Dyun-Lü]
      1b
      1b.1 - Yaturienisch (Yaturie) [Aurimo Duvilo]
      1b.2 - Xzulonisch (aus Kã Nlak) [Duvilo Imigmo (née Imigmo Lez-Anjn)]
      1b.3 - Rontoningos-Dialekt (Roughlands) [Mahrait Tolzil, Orange Varréz, Rivio Varréz]
      1b.4 - Silraw-Dialekt (aus Silraw, Bubadi, Xooi-Standard) [James Rontonin, Alcruho V Ruvencrit]
      1b.5 - Jenkinnisch
      1c
      1c.1 - Deshnianisch [Avarno "the Emperor" Vassoul]
      1c.2 - Biatu-Sprache?
      1d - Zadankossisch [Xoréo Abrao]

      2.
      2a - Nlakisch (aus Kã Nlak) [Tari Tamzöchz]
      (hat eine Vielzahl von Dialekten, aber die kenn ich noch nicht)

      3. Moyu- Sprachen
      3a
      3a.1 - Moigizen (aus Kã Nlak, Bon)
      3a.2 - Kemanassisch (aus Kã Nlak, Hondog)
      3b
      3b.1 - Moc Yeng
      3b.2 - Ra'-Luyng-Sprache [Ēr]

      4.
      4a - Anglodeutsche Sprachen
      4a.1 - Deutsch [Quentap]
      4a.2 - Englisch [Lox Thife, Orange Varréz]
      4b - Lettisch
      4c - Letlagisch (mit starkem Einfluss von 1 und 2)

      5.
      5a - Altvisinnisch [Quentap, tote Sprache]

      Die Herkunftswelt Kã Nlak bringt nicht nur das Nlakische, sondern auch etliche Dialekte aus Gruppe 1 mit, z.B. der Dialekt, der in Xzulo gesprochen wird. Aus der dort ansässigen Gruppe-1-Sprache stammen die Nachnamen die mit Vorsilben Te-, Les-, Lez-, Ves- beginnen; aus dem Nlakischen selbst z.B. alle Nachnamen, die auf -zöchz oder -zöchts (je nach Eindeutschung) enden. Hier ist vor allem wichtig (für mich^^) zu beachten, dass, nur weil die Welt Kã Nlak heißt, dort nicht nur nlakische Sprachen gesprochen werden, sondern viele andere auch. Bzw. generell, dass die Sprachfamilien zwar getrennt als Sprachfamilien sind, aber nicht getrennt als Herkunftswelten - da hat es sich schon jahrhundertelang vermischt, das sind keine isolierten Welten.

      Wie nah die Sprachen aus Gruppe 1 miteinander verwandt ist, kann ich im Moment schwer abschätzen. Aber zumindest weiß ich jetzt nach über 15 Jahren endlich, wie "Varréz" ausgesprochen wird - das Z ist (ebenso wie in "Ztoy", "Ztórna", "Lez") nämlich meist als ein /ɕ/. :)

      Die meisten in Xooi gebräuchlichen Vornamen orientieren sich in Schreibweise an Gruppe 1, egal welcher Herkunft; Nachnamen kommen jedoch aus allen möglichen Gruppen. In Visinnur extrem häufig sind jenkinnische Nachnamen mit Endungen auf (-houst, -haust, -voust, -toust), und aus Gruppe 1 kommend die Endung -in, die aber auch Nachnamen mit anderer Herkunft angehängt wird (Gruppenzwang.^^). Altvisinnische Namen gibt es nur noch wenige - Beispiele dafür sind die Vornamen "Marevesel", "Fedusel", "Richtainne" und natürlich der Nachname "Quentap". "Mahrait" leitet sich wohl von "Margaret" ab aus dem Englischen; genuin englische Vornamen gibt es nur eine Handvoll, z.B. "James" und genaugenommen auch "Orange"; englische Namen werden (auch weil sie den Sprecher*innen aus Gruppe 1 eh fremd sind) generell als geschlechtsneutral betrachtet. "Orange" wurde auch in 1 assimiliert zu "Oranni", bei "James" bin ich mir nicht sicher, ob es da etwas ähnliches gibt - "Gaimo", "Gaimassi"?

      Nlakische Namen gelten oft als schwer aussprechbar und werden daher auch sehr häufig in andere Sprachen umgeformt, entweder in Gruppe 1 oder in deutsch/englisch. Aus Blirgßz' Biãdrksijzilugiz' (gesprochen etwa Blirgssts Bjandrkschjdschlugdsch) wird eingedeutscht Blir Beikenschlug oder in Gruppe 1 vllt Bilir Baidarthiulog oder irgendetwas in der Art - falls sie nicht einfach die deutsche Form übernehmen.

      Joa, das war jetzt etwas arg trocken, sorry. :-[ Die Sprachen sind für mich so ein bisschen ein Knoten, an dem einige Fäden hängen - etwa die Herkünfte der Charaktere, und natürlich wie Sachen ausgesprochen werden, oder was mit einem Nachnamen in-world mitschwingt (theoretisch relevant, falls ich mal ein Rollenspiel hinkriegen sollte).
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    • So, dann widme ich mich mal genauer einigen der Gründer*innen von Xooi. (Note to self: Aufpassen, nicht zuviel festzulegen, wo ich eigentlich eher spekulieren muss, bzw. was auch in-world mehr Gerüchte sind.)

      ~

      Avarno Vassoul ist einer von mehreren Erben eines Finanzimperiums. Dabei handelt es sich um einen interstellaren Mega-Konzern, der von der Ausbeutung auf zig Welten profitiert, mit Waffen handelt, und dementsprechend auch seine Finger in der Politik so einiger Welten hat. Nachdem der Konzern nach einem Todesfall unter mehreren Erb*innen aufgeteilt wird, gehen sich diese gegenseitig an den Hals. Avarno Vassoul muss sich quasi eine Privatarmee aus Leibwächter*innen zusammenstellen, um den Anschlägen seiner Geschwister und Cousins zu entgehen (bzw. teilweise auch deren Manager, denn die Geschwister selbst kriegen davon teilweise nichts mit, da sie in ihrer eigenen Superreichen-Bubble leben). Avarno handelt definitiv auch kriminell, aber hat auch einen Funken Idealismus, der zum Scheitern verurteilt ist - sein Zweig des Konzerns stoppt halt mal den Waffenhandel an eine lokale Diktator*in, aber dafür handeln andere mehr, und es bringt nichts, außer dass er Verluste schreibt.

      Die systematische Zerstörung einer relativ großen Welt (hier mal Rà-Lùyng-Welt genannt) durch diverse Konzerne zermürbt Avarno schließlich, und er geht mit seinem Erbe auf Selbstzerstörungskurs, versucht in den Bürgerkrieg aktiv vor Ort einzugreifen, stürzt auch tatsächlich ein paar Diktator*en - aber es nützt nichts, es kommen neue nach, und die Rà-Lùyng-Welt erlebt schließlich einen Supergau, der sie komplett zerstört. Avarnos Erbe geht dabei großteils drauf, er sucht mit seinen Leibwächter*innen und Rà-Lùyng-Flüchtlingen einer radikalen Rebellenfraktion das Weite, inszeniert seinen eigenen Tod und geht ins Exil.

      Etliche Welten weiter lässt sich die ganze Truppe nieder, irgendwo in einer englischsprachigen Welt, am Rande der Gesellschaft (eine Gegend ähnlich den Roughlands später in Xooi). Er bekommt den Spitznamen "the Emperor", weil er trotz all seinen Bemühen über seine Rolle als Boss nie so ganz hinwegkommt - er verhält sich immer noch so, als würde ihm alles gehören oder er für alles verantwortlich sein.

      Vassoul ist eher kleingewachsen und hat schütteres braunes Haar. Er ist autistisch und seine Gestik ist eher monoton.

      Ēr ist ursprünglich eine Rà-Lùyng Kurtisane, die versucht, sich im Bürgerkrieg ihrer Welt irgendwie durchzuschlagen; sie arbeitet für zwei verschiedene Diktator*innen und unterstützt gleichzeitig als Spionin noch zwei oder drei Rebellenfraktionen - ihre wahre Loyalität könnte sie zu dem Zeitpunkt vermutlich selbst nicht mehr benennen. Als durch Avarno Vassouls Eingreifen der ohnehin schon krasse Weltbürgerkrieg spezifisch in ihrer Gegend noch einmal mehr eskaliert, ermordet sie u.a. ihren derzeitigen Arbeitgeber und schlägt sich zur Rebellenfraktion Vassouls durch; als die Rà-Lùyng-Welt schließlich komplett kaputtgeht, flieht sie gemeinsam mit dieser Truppe. Sie wird zu einer der engsten Vertrauten Vassouls.

      In der Rà-Lùyng-Welt ist es relativ häufig, dass Personen zwei Körper besitzen - typischerweise sind das Zwillinge, die telepathisch verbunden zur Welt kommen, und dann als 1 Person aufwachsen. Ēr ist so eine Person; ihre Körper sind beide sehr groß und hager; aufgrund eines davon könnte sie als semi-trans bezeichnet werden, aber Rà-Lùyng kategorisieren das anders. Nach der Flucht ins Exil verbringt sie viele Jahre auf Reisen, hält aber den Kontakt zu den Ex-Rebellen und Vassoul und Orange aufrecht.

      Orange ist ursprünglich eine Leibwächterin von Avarno Vassoul und langjährige Vertraute. Während dem Ende des Weltbürgerkrieges in der Rà-Lùyng-Welt ist sie hauptsächlich als Spionin und Kundschafterin unterwegs; sie hatte eine wichtige Rolle dabei, dass überhaupt eine Flucht möglich war.

      Orange hat eine Begabung dafür, weit zu reisen, d.h. nicht nur in Welten, die zusammenhängen, oder sich ähnlich sind, sondern in total verschiedene Settings. Aufgrund dieses Talents wird sie von einer Gruppe Interstellarer Reisenden aufgegriffen und ihr die Möglichkeit in Aussicht gestellt, sich ihnen anzuschließen - diese nimmt sie nie gänzlich an, aber sie gewinnt dadurch Kontakte, die anders nie möglich gewesen wären; so freundet sie sich mit Ztórna Giaz und Milwigazia Elala an, beide praktisch Göttinnen im Vergleich zu allen, die Orange davor kannte; Elala etwa ist eine halbe Million Jahre halt. Orange wird (wie viele andere auch) beobachtet, da sie zumindest in Ansätzen auch dazu geeignet wäre, ein ähnliches Leben zu führen, daraus wird aber letztlich nichts. (Wie meistens.)

      Orange hat flammend-oranges Haar, davon kommt auch ihr Name. Über ihre Herkunft ist nichts bekannt. Sie hat später einen leiblichen und einen adoptierten Sohn, und übernimmt von letzterem rückläufig den Nachnamen Varréz (den dann auch ihr leiblicher Sohn bekommt. It's complicated.^^)

      ~

      Vassouls Muttersprache ist Deshni /'dø:ɕɲ/, sein Konzern ist interstellar und vielsprachig; er spricht viele weitere Gruppe-1-Sprachen mehr oder weniger flüssig, außerdem später noch Englisch und Rà-Lùyng.

      Oranges Muttersprache ist Englisch, darüber hinaus spricht sie einige Gruppe-1-Sprachen, natürlich auch Deshni und lernt im Laufe ihres Lebens noch viele weitere Sprachen.

      Ēr spricht zunächst nur Rà-Lùyng und lernt im Laufe ihres Lebens auch etliche andere Sprachen zu verstehen, spricht viele davon aber selbst nicht oder nicht flüssig.

      ~

      Okay, was bleibt jetzt offen:
      - Wo/wie ist die Welt, in die Vassoul ins Exil gegangen ist, in Relation zu Silraw (einem interstellaren Hub, der vor allem dem Zugvolk untersteht), und in Relation zu den anderen Gründer*innen? Da müsste ich über die erst mehr herausfinden... ich weiß aber gar nicht, wie sehr ich mich da festlegen will. Mir scheint, ich hab teilweise eher schon zuviel gesagt.

      ~~~~~

      Kleine Skizze eines xooischen Gebiets:

      Hle Uk Taw ist die Hauptstadt von Tawruo, einem von mehreren am Paraboloid verteilten Gebieten, in denen Deshni gesprochen wird. Die Stadt wurde von Vassoul und Ēr gegründet, und beherbergte zu Anfang auch den Großteil der Population, die von der Rà-Lùyng-Rebellengruppe noch übrig war.

      Tawruonische Kultur zeichnet aus, dass die Leute - im Gegensatz zu den meisten Einwanderern nach Xooi - ihre Vergangenheit nicht vergessen wollen. Kriege um untergegangene Welten sind hier Teil des Alltags; nicht, dabei geht es ihnen nicht um Feindseligkeiten, sondern um Empathie und einer Grundhaltung, die den Frieden nicht als Selbstverständlichkeit ansieht. Dazu kommt eine etwas Anti-Individualistische Haltung; in deshnianischen Kulturen ist das Wohl des Kollektivs wichtiger. Relativ gesehen jetzt zu anderen Regionen Xoois, und das heißt nicht, dass individuelle Bedürfnisse ignoriert würden, aber es werden z.B. künstlerische Leistungen eher als ein Resultat einer Gruppe angesehen als das einer Einzelperson.

      Hle Uk Taw hat - ungewöhnlich für Xooi - ein Militär. Dieses dient weniger der Verteidigung (das ist aufgrund des Schutzzaubers nicht nötig) sondern um ein gewisses Bewusstsein zu erhalten für die Vergangenheit - oder für die Gefährlichkeit/Brutalität des Multiversums? Ich tu mir da gerade schwer, das besser zu beschreiben, es ist mir ja auch selbst etwas fremd diese Einstellung. Vielleicht spielt dieses Militär außerdem in ii noch eine größere Rolle. Aber ich weiß nicht, wie genau ich das basteln will - da treffen einander widersprechende Weltenlogiken aufeinander. Und ich muss es irgendwie schaffen, den Spagat in meinem Kopf durchzuziehen, dass das eben so sein darf. :kopfkratz:
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    • Spam Spam Spam! :fluecht:

      Hab gerade noch ein geplantes Bastelthema offen - weil ich mir vorgenommen hab, auch mal was für mich Schwierigeres anzugehen. Und Schwieriges aufschieben ist meist nicht so eine gute Strategie.

      Magische Technologie vs. Irdische Technologie

      Binarität

      Elektronik basiert zu großen Teilen auf Schaltern, an/aus, und verschiedenen Kombinationen davon; Zahlen werden natürlich binär dargestellt, usw. usf. - Magische Technologie ist nicht nur nicht daran gebunden, so zu arbeiten, sondern sogar richtig schlecht dafür geeignet.

      Bereits das irdisch Allertrivialste - ein mechanischer Lichtschalter - ist nicht so einfach. Denn es gibt keine Magie, die Zustände eines mechanischen Gegenstands direkt abprüfen kann; ohne zusätzliches Interface (dazu später) ist das kaum möglich - nicht unmöglich, natürlich, aber die Zuverlässigkeit eines mechanischen Schalters, der z.B. mit der Hand umgelegt werden kann, ist gering.

      Die Adresstheoretiker*innen, weithin bekannt dafür, alles immer komplizierter zu machen, kennen das "Binaritätsproblem" - es ist magisch einfacher, z.B. eine bestimmte Farbe (wie rot, gelb, grün, lila, ...) zu verwenden, als eine binäre Information (rot, nicht-rot). Das ist natürlich kontextsensitiv: Wenn nur zwei Farben zur Verfügung stehen, (z.B. schwarz oder weiß) tritt dieses Problem auf, wenn nur zwei verwendet werden, aber mehr theoretisch verfügbar wären, ist es bereits weniger schlimm. Magie hängt zwangläufig damit zusammen, wie sie (von sapienten Wesen) verwendet wird. (Eins könnte sogar sagen, per Definition, aber das ist naturgemäß umstritten.) Daher ist magische Technologie unscharf, und so etwas wie das Binaritätsproblem gilt noch nicht einmal für alle Anwender*innen gleichermaßen. Böse Zungen sagen, es sei überhaupt erst eine Erfindung der Adresstheoretiker*innen, die es damit geschafft hätten, allen anderen das Leben schwer zu machen. ;D Da es nunmal jetzt beschrieben und erforscht wurde, geht es nicht mehr so leicht weg.

      Inspiration:
      Spoiler anzeigen
      Meiner Erfahrung nach ticken andere Leute nicht so, aber ich kann mir absolut nichts merken, was eine strikte Dichotomie ist. War die Eselsbrücke, die ich mir gemerkt habe, so gemeint, dass es analog ist, wie bei der Eselsbrücke, oder genau andersrum?? Dafür bräuchte ich ja eine weitere Eselsbrücke. Und so weiter. Gahh. Verdammte Adresstheorie.^^
      Weitere Inspiration dafür ist die (meines Wissens umstrittene?) Frage, ob negative Autosuggestion funktioniert, oder ob ~das Unterbewusstsein~ Modifyer wie "kein", "nicht", ... richtig versteht.


      Die Lösung für Lichtschalter lautet, es nicht mechanisch zu halten, sondern an die Anwender*in zu koppeln. D.h. es gibt z.B. ein Ontif für "Vorzimmerlicht", und dieses wird aktiviert - und was passiert, hängt einfach davon ab, was die Anwender*in gerade möchte. Das klappt für nahezu alle Personen ganz gut - nur die Leute am Institut für Adresstheorie haben aus irgendeinem mysteriösen Grund ständig Probleme mit Lichtschaltern. ;D

      Konsequenz davon ist aber, dass Technologie nach einem Opt-in-Prinzip funktioniert. D.h. bevor der Lichtschalter reagiert, muss sich die Anwender*in sozusagen dem Lichtschalter erst vorstellen, bzw. sich "einloggen". Für Alltagsgegenstände passiert das aber automatisch - es erfordert lediglich die Kenntnis über das zugehörige Ontif-Symbol, und dieses befindet sich anstelle eines mechanischen Schalters dann an der Wand. (inkl. einer haptischen Version für blinde Personen. Möglich wäre theoretisch auch, eine Glocke hinzuhängen, die angeschlagen wird, und deren Ton dann gedanklich nachgeahmt wird, aber das ist für die meisten Leute ungewohnt und funktioniert daher schlecht.)

      Interfaces

      Damit sind wir schon beim nächsten Punkt angelangt. Während das Problem der Ein-/Aus-Schalter durch Ontifs gelöst wird, stoßen wir bei komplexen Eingaben schnell an deren Grenzen. Ein stelle sich eine magische Tastatur vor: Ein Ontif für jeden Buchstaben? Da könnte ich ja gleich mit der Hand schreiben. Gut, es mag mit etwas Übung auch recht schnell gehen - in etwa so, wie Stenographie, im Tempo - aber es ist nicht gerade praktisch. Für Texte geht das noch, aber für "Mauszeiger"? Wenn ich einen ganz bestimmten Punkt auf einem Spielfeld bezeichnen will, komme ich mit Ontifs nicht weit. Was nun? :kopfkratz:

      Ein solches Interface könnte auf einer Ebene funktionieren, die etwas persönlicher ist. Die Anwender*in verwendet den Ontif-Stift des Geräts, um sich ins System einzuklinken, und kann dann ihre eigenen Methoden festlegen - z.B. räumliche Vorstellung (auf Punkt gucken) in Verbindung mit einer Handgeste.

      Was mich ein bisschen stört, ist die Mächtigkeit dieser Technologie. Das einfachste Gegenmittel wäre natürlich, zu sagen, dass es alles fehleranfällig ist. Ein massiver Unterschied zu irdischer Technologie ist, dass jede Maschine im Prinzip ein Unikat ist, das - vor allem mit der Zeit, durch häufige Verwendung - gewisse Eigenheiten entwickelt; auf manches besser anspricht, auf manches schlechter...

      Aber wie z.B. Textverarbeitung funktioniert... da hängt ja noch mehr dran als nur User-Interface. Womit wir zum nächsten Problem kommen, das vielleicht die größte Einschränkung darstellt:

      Speichern

      Magische Technologie kann nicht speichern. Punkt.

      Okay, ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Was speichern kann, sind Menschen (bzw. sapiente Anwender*innen allgemein). Und deren Gedächtnis ist ... notorisch unzuverlässig, insbesondere bei Dichtomien. (f..ing Adresstheorie ey!) Aber es hat auch noch die schöne Eigenschaft, dass der Akt des Erinnerns die Erinnerung jedesmal verändert.

      Wie löse ich das stattdessen? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Möglicherweise brauche ich ein ... Magus-ex-Machina? Ähh. Das alte Issoy-Konzept hatte ja Flaschengeister für genau diesen Zweck - reiner Geist (mind) in Gasform, das trainiert werden kann, sich in bestimmter Weise zu verhalten. Mit der Idee hab ich das Problem, dass sie im Kontext davon, wie ich Magietheorie heute denke, irgendwie keinen Sinn macht.

      Da muss ich wohl erst betrachten, was Information in diesem Setting überhaupt ist. (Das Wort "Setting" hat hier auch noch mitzureden: Xooi funktioniert ein bisschen anders, als Xoii, geschweige denn andere Welten...) Es ist ja offensichtlich möglich, dass etwas irgendwie ist. Die Stadt Quentapur liegt in Visinnur, das ändert sich nicht; diese Information ist also Teil des Weltgebildes. Gut, sowohl "Visinnur" als auch "Quentapur" sind soziale Konstrukte, auf physischer Ebene ist eine Stadt ja einfach eine Anhäufung von Gebäuden, die von Bewohner*innen als zusammenhängend gesehen werden, und Ländergrenzen sind noch arbiträrer. Schlechtes Beispiel also.
      "Rot ist eine Farbe". Qualia sind ein philosophisches Schlachtfeld, aber die Existenz der Farbwahrnehmung lässt sich zumindest schon irgendwie festhalten, und dass sich Leute darauf verständigen, was "rot" ist, geht auch (zumindest unter denjenigen, die Farben sehen. Okay, ich habe sofort das Bedürfnis, Leute mit divergenter Farbwahrnehmung zu basteln...)
      Meine Güte. "Eins ist eine Zahl"? Ne, ich denke zu kleinteilig - Magie ist nicht Informatik.^^

      Soziale Konstrukte sind ja in gewisser Hinsicht "kollektive Erinnerungen". Spielregeln sind zwar nicht unbedingt weltweit einheitlich, können aber ähnlich genug sein, dass die Unterschiede im Detail nicht mehr so ein Problem sind. Was passiert, wenn alle Leute tot sind, die sich an die Regeln erinnern? -- Magie ist zeitlos. :freak: Tot oder nicht spielt eigentlich keine Rolle, aber was zukünftige potentielle Leute denken, hingegen schon. WTF.

      Langsam hab ich das Gefühl, dass es auf "es funktioniert halt irgendwie" hinauslaufen könnte. Zumal ich mir sicher bin, dass unterschiedliche philosophische und magietheoretische Strömungen auf Xooi koexistieren und Dinge unterschiedlich interpretieren.

      Auf einer praktischen Ebene ... wohnt allen Dingen Erinnerung inne? Ein Stein erinnert sich, dass er ein Stein ist, und verhält sich standesgemäß steinern. :D Und ein RTS-Spielbrett erinnert sich daran, ein RTS-Spielbrett zu sein. Tautologien sind mächtiger als erwartet.^^ Aber ich glaube, das passt durchaus zur mereologischen Magietheorie, die keinen prinzipiellen ontologischen Unterschied zwischen Atomen, Steinen, Menschen, Gedanken und Welten macht - sind alles nur Teile von größeren Ganzen und Ganze zusammengesetzt aus Teilen.

      ~

      Wie wird nun einem Stein beigebracht, ein Spielstein zu sein? Da will ich nicht zu sehr ins Detail gehen fürs Erste - Alchemie ist die unterste Ebene (da geht es noch um Eigenschaften, die Steine zu Steinen machen), aber eingebaute Verhaltensweisen fallen nicht mehr in das Gebiet der Alchemie - da muss ich also ein eigenes Fach dafür bestimmen, das natürlich auch zahlreiche Spezialgebiete aufweist.

      Und weil Xooi nicht nur ein Setting zum philosophischen Kopfzerbrechen sein soll, sondern auch für quirky Alltagssituationen gut sein soll, sag ich mal, dass "verzauberte" Gegenstände ein Ablaufdatum haben, und nach einer gewissen Zeit ein erratisches Verhalten entwickeln - umso mehr, je öfter sie verwendet werden, und das auch noch abhängig davon, wie und von wem, weil manche Personen destruktiver denken als andere. :diablo:

      (z.B. ist die Lebensdauer von Technologie an Philosophie-Instituten (u.a.) geringer als anderswo. :pfeif: )

      Jedenfalls, aus einer Alltagssicht will ich Dinge, die kaputtgehen, die sich einfach mal so störrisch verhalten, wie der durchschnittliche Drucker im frühen 21.Jhdts, oder Windows.^^

      ~

      Aber die oben genannte Einschränkung zu Speichern möchte ich auch nicht ganz verwerfen: Reine Information ist tatsächlich schwer zu speichern, denn kodiert wird ja Erinnerung und vor allem Verhaltensweisen, d.h. eine gewisse Art der Interaktion mit der Welt. Ein E-Book wäre also ein Ding der Unmöglichkeit; Daten werden also auf Papier gespeichert, oder - wenn eins darin talentiert ist - per Mnemotechnik.

      Das bringt Schwierigkeiten für:
      - Buchdruck
      - Textverarbeitung
      - Komplexe Algorithmen, Excel-Sheets (Nope!)
      - telepathische E-Mails (bedürfen Papier, guter Mnemotechnik und etwas Glück)

      Das ist großteils in meinem Sinne. Mechanische Schreibmaschinen (unmagisch) hätten ihren Reiz - vielleicht fällt mir auch eine Möglichkeit ein, die magisch zu verbessern, ohne davon abzugehen, dass das mechanische Tippen selbst nichts Magisches aktivieren kann. Denkbar wäre etwa, dafür alchemisch bearbeitetes Papier zu verwenden, das wiederum magisch High-Tech ist und Formatierung automatisch verschönert. Das würde eine weirde Kombination aus Low-Tech und High-Tech ergeben, die zumindest schon mal anders ist als irdische Technologie. :D

      Da hab ich noch so viel zu basteln... eh bloß abchecken, ob und wie jede erdenkliche irdische Technologie in Xooi funktioniert. :faint:
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    • Ha, da bebastelst Du etwas, was auch mir unheimlich wichtig ist, nämlich wirklich im Kleinen zu erklären, wie Magie eigentlich funktioniert, und was ihr Wesen ist. Zumindest versteh ich Deinen Post so ^.^

      Nicht dass ich ihn zu 100% verstehe (eher zu 10% xD), aber es scheint mir so, als ob Deine Magie sehr wild und schwer zu beherrschen ist. Das ist echt interessant! Ich bin sehr gespannt, wie sich Deine Magietheorie noch entwickelt (ich glaub Du hast ja schonmal einen längeren Post über Magietheorie geschrieben, ich müsste mir den auch noch mal zu Gemüte führen. Aber ich schätze mal, dass der veraltet ist?)

      Und was mir gerade noch einfällt: es scheint momentan nicht so, dass sich Deine und meine Magietheorie besonders ähneln, wenn ich von den Punkten ausgehe, die ich verstehe. Das find ich ganz gut muss ich sagen ^.^
    • Joshuah schrieb:

      nämlich wirklich im Kleinen zu erklären, wie Magie eigentlich funktioniert, und was ihr Wesen ist
      Davon wollte ich eigentlich wieder weg.^^ Das war früher mein Ziel, und das hat dann irgendwann nur noch Fragen aufgeworfen und mich anderweitig vom Basteln abgehalten. Als ich dann draufgekommen bin, dass ich mehr oder weniger dabei gewesen war, Mereologie neu zu erfinden, war dann klar: Okay ich kann jetzt entweder versuchen, mich jahrelang in das einlesen, und dann weiterbasteln, oder ich gehe wieder einen anderen Weg.

      Zurück zum Start hat dann bedeutet, wieder bei der Praxis anzusetzen. Alles alte Material fällt in-world jetzt unter "umstrittene philosophische Ansätze". Aber das Wesen hätte ich da eh nicht gefunden, da gehört ja schließlich die Praxis fix dazu.

      Joshuah schrieb:

      ich glaub Du hast ja schonmal einen längeren Post über Magietheorie geschrieben, ich müsste mir den auch noch mal zu Gemüte führen. Aber ich schätze mal, dass der veraltet ist?
      Nicht nur einen. ;D :pfeif: Und ja, sind alle veraltet, wobei ich wahrscheinlich bei keinem einzigen Gedanken sagen könnte "das gilt jetzt definitiv aber nicht.".

      ~

      Was ist überhaupt Magie? Ich bin ein bisschen ein Magietheorie-Nerd und damit meine ich die irdischen Magietheorien - wie eine komplett fiktionale Welt ihre Magie erklärt, ist komplett frei und kann daher für mich sowohl hochinteressant als auch langweilig sein. Ich mag es, wenn Magie nah an der menschlichen Psyche liegt, und nah an der Metaphysik; wenn sie an dem Punkt liegt, wo ein Individuum mit der Welt rundum interagiert...

      Aber Xooi ist natürlich auch ein begrenztes Setting mit seiner eigenen Logik. Die Magie Xoois ist also nicht die Magie, sondern ein Ausschnitt davon, und dessen sind sich die Bewohner*innen auch bewusst.

      Wenn ich's wirklich auf den Punkt bringen müsste, würde ich sagen, Magie ist die Art und Weise, wie ein Wesen auf die Welt um es herum verändert. Die Definition inkludiert dann aber auch praktisch jede Alltagshandlung, daher werden aus praktischen Gründen die banalen physischen Interaktionen exkludiert. Für manche Allgemeine Magietheoretiker*innen gehören aber selbst diese noch dazu, denn die Frage "wie kann ich eigentlich meinen Arm bewegen nur durch bloße Willenskraft" auch nicht so trivial ist.^^ Da ich Xooi aber in erster Linie in einem Kontext von Fantasywelten des frühen 21.Jhdts betrachte (eh klar) meine ich mit "magisch" oft auch einfach die Abweichung zum irdischen Verhalten der Welt, weil ich ja mit irdischen Leuten rede und nicht mit Akademiker*innen der Uni Quentapur. ;) Was natürlich bedeutet, dass ich letztlich keine klare Definition habe. Ein Projekt, dass ich wieder aufgeschoben hab, war, Einführungs-Vorlesungen zu basteln, wie sie an xooischen Universitäten gehalten werden könnten - mit möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven.

      Allgemeine Magietheorie (AMT) hat in Xooi in etwa den Stellenwert der irdischen Physik, es geht also darum, wie die Welt(en) eigentlich funktionier*en. Ebenso wie ein Profi-Rennfahrer keine Ausbildung in Physik braucht, brauchen Profi-Magie-Anwender*innen keine AMT. Im Gegensatz zu irdischer Physik ist AMT aber eher eine Geisteswissenschaft.

      Joshuah schrieb:

      aber es scheint mir so, als ob Deine Magie sehr wild und schwer zu beherrschen ist.
      Huh. Eigentlich überhaupt nicht.^^

      Aber du hast recht, mein aktuelles Basteln geht immer stärker in diese Richtung. Das hat aber mehr out-world-praktische Gründe, weil ich das Setting nicht durch eine zu übermächtige Magie in Richtung Science-Fiction/Cyberpunk katapultieren will. Ich finde es sympathisch, wenn Dinge einfach mal nicht funktionieren, kaputtgehen, schlecht designt sind. Ich mag es auch, wenn es etwas ist, das geübt werden muss. Dann kann ich meine Charaktere auch scheitern lassen oder frustriert sein lassen, weil das Licht ausgefallen ist. Das haucht der Welt irgendwie mehr Leben ein. :kopfkratz:

      Das, was ich im letzten Post gebastelt habe, ist eigentlich etwas dubios, und wird definitiv nicht genau so bleiben. Dass Magie keinen physischen Zustand abprüfen kann, geht zwar gefühlt in eine richtige Richtung, aber als harte Regel ist es Bullshit. Es fühlt sich falsch an, einen mechanischen Schalter umzulegen, um Magie auszulösen - aber die Magie wird ja nicht vom Schalter ausgelöst, sondern wurde vorher schon gewirkt; der Schalter ist dann effektiv ein "magischer Gegenstand". :autsch: (Dafür brauche ich eine bessere Bezeichnung, uff.)

      Die Künstlichkeit von Xooi erlaubt es mir prinzipiell, einfach ISSO zu sagen - wie Magie funktioniert, wurde quasi dann arbiträr festgelegt und die Welt hält sich dran. Aber das finde ich dann doch total unbefriedigend. :-/ Es stellt sich die Frage, wie diese Regeln zustandegekommen sind. Mir wäre wesentlich lieber, wenn Xoois Magie ein theoretisches Fundament hat, das auch erklären kann, warum andere Settings sich davon unterscheiden.

      ABER ich muss aufpassen, dass ich nicht tief im Sumpf der Theorie versinke, und auch mal losgelöst davon einfach basteln kann. ;)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jundurg ()

    • Hey Jundurg ^.^

      Jundurg schrieb:

      Davon wollte ich eigentlich wieder weg.^^ Das war früher mein Ziel, und das hat dann irgendwann nur noch Fragen aufgeworfen und mich anderweitig vom Basteln abgehalten.
      Ja, ab einem gewissen Punkt ist es wichtig, es gut sein zu lassen find ich. Sogar die physikalischen Theorien der echten Welt sind noch nicht vollständig (es wurde ja gerade erst ein Warpantrieb ohne exotische Materie vorstellbar, zwar immer noch unerreichbar, aber zumindest besagte Materie ist aus der Gleichung draußen (derstandard.de/story/200012509…tgeschwindigkeit-entdeckt). Naja, ist aber ein anderes Thema), und das will etwas heißen. Schließlich arbeitet nicht nur ein*e einzige Weltenbastler*in daran, sondern Massen an Physiker*innen. Wie soll dann ein einzelner Mensch ein vollständiges System für eine Fantasiewelt schaffen, das jede noch so kleine Eventualität abdeckt?

      Jundurg schrieb:

      Huh. Eigentlich überhaupt nicht.^

      Ich bin wohl von dem Prinzip ausgegangen "Wenn etwas simples wie ein Lichtschalter schon so fehleranfällig ist, dann muss sich diese Anfälligkeit bei komplexen Anwendungen vervielfachen" - aber vielleicht ist das mein Fehler.

      Hm, wenn ich so darüber nachdenke, Du hast gesagt, dass Magie unfähig ist, Zustände zu speichern - bedeutet das auch, dass der verzauberte Zustand eines magischen Gegenstandes an sich auch nicht für die Ewigkeit ist, und er irgendwann unbrauchbar, oder zumindest reparaturbedürftig wird?

      Jundurg schrieb:

      Ich finde es sympathisch, wenn Dinge einfach mal nicht funktionieren, kaputtgehen, schlecht designt sind. Ich mag es auch, wenn es etwas ist, das geübt werden muss. Dann kann ich meine Charaktere auch scheitern lassen oder frustriert sein lassen, weil das Licht ausgefallen ist. Das haucht der Welt irgendwie mehr Leben ein.
      Da gehts Dir wie mir ^.^ Ich schätze, das ist auch von Menschen zu erwarten, schließlich gibt es auch massenweise schlechte Technik in der echten Welt - ähnlich werden Menschen sicher auch mit Zauberei umgehen.
    • Joshuah schrieb:

      Ich bin wohl von dem Prinzip ausgegangen "Wenn etwas simples wie ein Lichtschalter schon so fehleranfällig ist, dann muss sich diese Anfälligkeit bei komplexen Anwendungen vervielfachen" - aber vielleicht ist das mein Fehler.
      Ahh verstehe. Danke für den Hinweis, da wird mir nämlich selber klar, dass da wohl ein Unterschied liegt. Ich vermute, dass Magie näher dran ist an menschlichen Gedanken als an Maschinen.

      Aber je mehr ich nachdenke, desto weniger Ahnung hab ich. Irgendwas ist an meinem Ansatz falsch. :kopfkratz: Frustrierend, aber auch spannend.^^

      ~

      Wider besseren Wissens geh ich mal wieder an die Grundlagen... :schreck:

      Für den puristisch-mereologischen Ansatz besteht alles einfach nur aus Ganzen und Teilen. Der Buchstabe R, das Konzept von Gedanken, ein Arm, ein Stein, die Zahl 2, die Welt Xooi, Menschen, Bewusstsein - alles Teilmengen vom Universum, alle weiter unterteilbar, enthalten sich teilweise gegenseitig oder nicht...
      Das ist der Ansatz der Weltformel, und wohl der abstrakteste Zugang - und der unproduktivste.^^

      Darauf aufgebaut: panpsychische Deutung, in der jeder Teil Bewusstsein hat und alles sich gegenseitig wahrnimmt (via Interaktion) - das war der Ansatz, den ich anfangs verfolgt hatte (und von dem ich zum puristischen gekommen bin). In diesem Modell unterscheiden sich Menschen von Steinen im wesentlichen durch Komplexität auf einer Ebene der Konzepte.

      Dessen Gegenmodell wäre, dass alles, was Bewusstsein hat, sich ähnlich ist, es aber Dinge gibt, die keines haben. Subjekte können von Objekten klar getrennt werden, indem Objekten etwas fehlt. Die Interaktion zwischen Dingen wäre aber immer noch gleichzusetzen mit Wahrnehmung, und es gilt Gegenseitigkeit, d.h. die Betrachtung verändert sowohl das Objekt als auch das Subjekt.

      Weg von der puren Mereologie: Da wäre der alchemische Ansatz trennt zwischen Dingen und Attributen; Attribute sind wahrnehmbar, Dinge sind aus ihnen zusammengesetzt. Mit diesem Ansatz können wir die Farbe eines Dinges isolieren und getrennt vom Rest verändern, um ein neues Ding zu erhalten. Eigentlich ist das immer noch mereologisch, aber es wird locker angegangen und es muss nicht mehr erklärt werden, was der Unterschied zwischen einem Stein und der Zahl 2 ist - Zahlen sind was anderes als Dinge, fertig.

      Wenn es um Komplexität geht, stoßen wir hier schnell an Grenzen; und das Wie der Magie aus Menschensicht ist auch nicht klar. Dafür müssen wir also wohl den Spieß umdrehen, und bei der Psyche beginnen.

      Mereologische Psyche? Bewusstsein, Gedankenwelt, Wahrnehmung, das ist ein Gewirr ohne festen Kern, die Identität einer Person eine nützliche Fiktion. Was ist mit Traumwelten? Wie steht die Traumwelt in Relation zum Körper und zur Umwelt? Es ist kompliziert.

      Ich habe das Gefühl, dass ich auf unterschiedlichen Ebenen unterschiedliche Annahmen voraussetze und deswegen zu Widersprüchen komme. :kopfkratz:

      Nehmen wir einen Tisch. Dieser steht in einer Küche in der physischen Welt. Zwei Leute träumen unabhängig voneinander von dieser Küche, und in deren Traumwelten steht nun ebenfalls der Tisch - bzw. Kopien davon. Nach dem Aufwachen erzählen die beiden anderen Leuten von ihrem Traum, und in der Erzählung steht wiederum ein Tisch, und in der Vorstellung der Zuhörer noch einmal ein Tisch.

      Was ich über die Schalenstruktur der Welt festgelegt habe, ist, dass all diese Tische nicht verschwinden, sondern auf einer gewissen Ebene weiterexistieren (bzw. einfach nur existieren ohne Zeit). Wer den Weltenkomplex von außen betrachtet sieht also eine Kernwelt (die physische Küche mit dem ursprünglichen Tisch) und eine Unzahl an Doppelgänger-Welten (zusammengesetzt aus Träumen, Gedanken, Fiktion, ...). Wenn ich alle diese nach arbiträren Parametern auf Achsen auftrage, sodass ähnliche sich näher stehen, entsteht ein Cluster, in dem die Kernwelt mehr oder weniger schwer zu erkennen ist.

      Das beschreibt das Verhältnis zwischen physischer Realität und Träumen von dieser, aber z.B. auch das Verhältnis zwischen Canon und Fanfiction - würde von einem großen Fandom das Original gelöscht werden, ließe sich aus vielen tausend Fanfictions akribisch ein gemeinsamer Nenner suchen und damit eine Rekonstruktion des Originals begonnen - aber diese Rekonstruktion wird vermutlich fehlerhaft sein.

      Was ich mit "Schalenwelten" meine, ist letztlich genau das - Anhäufung von Varianten. Es gibt nun mehrere Varianten wie der Lebensalltag mit diesem Modell interpretiert werden kann:

      1) Es gibt eine Kernwelt, und diese unterscheidet sich qualitativ von den Schalenwelten. Sie bildet eine Art Gravitationsschwerpunkt, und wenn Schalenwelten (Parallelwelten) ihr zu nahe kommen, gehen sie darin auf. Das Vergehen der Zeit korreliert mit einer kontinuierlichen langsamen Verschiebung dieses Schwerpunkts.

      2) Es gibt keine Kernwelt. Leute gehen einfach nur davon aus, dass sie in der Kernwelt leben, aus Praktikabilitätsgründen.

      3) Es gibt eine Kernwelt, und diese unterscheidet sich qualitativ von den Schalenwelten. Im Gegensatz zu 1 können Schalenwelten nicht in der Kernwelt aufgehen, sich aber untereinander verbinden und verklumpen. Es entstehen Fan-Canons.

      Ich glaube, ich muss eigentlich allen dreien rechtgeben, und baue die Synthese:

      Schalenwelten gehen teilweise in Kernwelten auf (und bilden diese) und teilweise nicht; der Großteil geht ineinander auf und bildet durch Verklumpung neue, "dickere" Schalenwelten - und diese können irgendwann auch neue Kernwelten werden.

      Was genau bestimmt, ob Welten ineinander aufgehen oder voneinander wegstreben, das ist jetzt die zentrale Frage. Intuitiv scheint mir, dass Ähnlichkeit der Hauptfaktor ist, allerdings müsste ich dann unterscheiden zwischen unterschiedlichen Arten von Ähnlichkeiten; ich glaube, so:

      - Der Traum von der Küche ähnelt der echten Küche, ja. Aber er ist immer noch ein Traum, und ähnelt anderen Träumen auf dieser Ebene wesentlich mehr als der echten Küche.

      Mit anderen Worten, Kernwelten sind ihren Abbildern immer erst einmal unähnlich, weil sie Kernwelten sind; deren Abbilder zueinander aber sehr ähnlich, weswegen sie verklumpen. Es entsteht eine "Schale" aus Abbildern, die sich um die Kernwelt legt - neu dazukommende Abbilder legen sich dort an, wenn sie ähnlich "dicht" sind, oder bilden eine weitere Schale, wenn sie es nicht sind.

      ~

      Tabula rasa: Eine Welt, frisch erschaffen, mit einer Bewohnerin, Olidi. Olidi zieht in der neuen Welt ein, geht schlafen und hat das allererste Mal einen Traum <1> davon. Nach dem Aufwachen bleibt ihr davon eine Erinnerung <2>, die sie aufschreibt <3> und anderen Leuten später erzählt <4>.

      Von der Qualität her ist ein Traum das schwerste Kaliber - ein Traum ist im Allgemeinen nicht von der Realität zu unterscheiden, nur in speziellen Fällen (wenn etwas sich falsch verhält). Deswegen spreche ich auch von Traumwelten. Die Erinnerung davon bleibt in Olidis Kopf, verändert sich und verblasst. Sie hat noch eine gewisste Plastizität. Die Verschriftlichung davon hat davon nichts mehr (bzw. deren sinnlicher Anteil wird beim Lesen neu erzeugt), und die Erzählung ebenfalls nicht (wird neu erzeugt). Fiktive Welten.

      Ähnlichkeitsachsen:

      a) Träume sind einander ähnlich, weil sie Träume sind.

      b) Träume und Erinnerungen einer Person sind sich ähnlich, weil die Person sie auf eine bestimmte Art erlebt.

      c) Fiktionen sind einander ähnlich, weil sie Fiktionen sind. (?)

      d) Unterschiedliche Vorstellungen über eine Fiktion sind einander ähnlich, weil sie den selben Ursprung haben.

      e) Fiktionen einer Person sind einander ähnlich, weil eine Person sich auf bestimmte Art und Weise Sachen vorstellt.

      ...

      Für die Betrachtung der Schalenwelten ist a, die Traumqualität, das wichtigste. Das würde heißen, dass zwei miteinander inkompatible Träume (Küche hat einmal 3 und einmal 5 Wände) eher miteinander verschmelzen, als eine Fiktion und ein Traum, die sich über die Zahl der Wände einig sind. Fiktionen verschmelzen eher untereinander.

      Fiktionen und Träume unterscheiden sich voneinander vor allem darüber, wie sie erlebt werden, oder? Mit graduellen Unterschieden - voller Traum ohne Wahrnehmung des Wachkörpers auf der einen Seite, dann Tagtraum oder Phantasie (Wahrnehmung von Wachkörper und von Vorstellung gleichzeitig), und schließlich abstrakte Geschichte ohne dass sich eins etwas vorstellt. Plastizität wäre also das Kriterium, und ich denke das hängt auch zusammen damit, wieviel Aufmerksamkeit wo ist, aber theoretisch ist es auch möglich, zwei Ebenen gleichzeitig wahrzunehmen, und trotzdem viel Plastizität zu erhalten. Ist Typsache, manche können das eher als andere.

      Welten von ähnlicher Plastizität verklumpen eher miteinander.

      ...

      Okay, wie komm ich davon jetzt wieder zurück zu Magie? Ich bin ja schon meilenweit abgedriftet...

      In Träumen gibt es keinen echten Unterschied dazwischen, seinen eigenen Arm zu bewegen, und einen Gegenstand per Telekinese zu bewegen - nur einen gedanklichen. Der Arm wird als "meins" wahrgenommen, der Tisch hingegen als Objekt. Den Tisch zu bewegen heißt, ihn als "meins" umzudeklarieren, bzw. den Traum als ganzes als "meins" zu verstehen.

      Es besteht ein "Besitzverhältnis". Und - darin liegt der Schlüssel? Die Welt Xooi gehört auf einer fundamentalen Ebene ihren Bewohner*innen, die dementsprechend darauf Einfluss ausüben. Naja, das ist die soziale Ebene. Technischer: Es besteht bei Dingen in Xooi die Möglichkeit, dass Bewohner*innen diese temporär speziell für sich "in Besitz nehmen". Dafür gibt es Beschränkungen:

      1) Gewohnheit & Vorstellungskraft - Dinge dazu zu bringen, sich auf eine Art zu verhalten, die eins noch nie gesehen hat, ist schwer. Eigene Annahmen über die Realität müssen systematisch hinterfragt werden.

      2) Komplexität & Vorstellungskraft - Dinge dazu zu bringen, sich auf eine komplexe Art zu verhalten, die schwer zu visualisieren ist, ist schwer.

      3) Besitzverhältnisse - Dinge, die jemand anderes (gerade) besitzt, entziehen sich dem Zugriff. Dazu gehören auch Körper anderer Menschen. Ebenso gibt es viele Dinge, die einer abstrakten Allgemeinheit gehören und daher auch nicht nach Belieben verändert werden können. Wie das genau funktioniert, ist eine große Baustelle. :)

      4) Zeit & Konzentration - an sich kann Magie dauerhaft sein, aber Besitz ist es ja nicht. Baustelle.

      5) Zusammensetzung des Objekts - oh nein, schon wieder Mereologie.^^ Aber eh klar: Sich gedanklich klarzumachen, dass eine unklar definierte Menge an ganz verschiedenen Gegenständen einem gehört, ist schwieriger, als wenn es ein Ding ist. Das hat eine stark persönliche Komponente, und ist daher wieder an Vorstellungskraft geknüpft.

      6) Selbstverständnis - Wenn ich sage, der Berg gehört zu mir, brauch ich schon ein massives Ego.^^ Okay, weniger scherzhaft: Wenn ein Berg zu jemanden gehört, dann ändert das auch was an der Person, sie wird dabei ja ... bergig? Wie auch immer, es ist eine Wechselwirkung.

      ...

      Ich mag das Wort "Besitz" nicht, da brauche ich noch einen Ersatz. Früher hab ich "Fokus" gesagt. Aber ich will etwas, was mich selbst an den Kern erinnert, den ich oben beschrieben habe. Ich besitze meinen Arm auch, wenn ich keine Aufmerksamkeit darauf lenke. "Eigentum" ist besser -> "Eigenes". Aneignung.

      Dauerhaftigkeit: Alchemie macht es möglich, die Attribute eines Eigenen dauerhaft zu verändern. Was als "Attribut" gilt, ist recht frei, nur sollte es konzeptionell einfach sein. Alchemie arbeitet darüber hinaus mit dem Übertragen von Attributen von einem Ding zum anderen.

      Das Eigene dauerhaft verändern gilt in Maßen: Der eigene Körper ist dagegen normalerweise resistent. Warum? Weil er der Welt gehört?

      -> Magie ist wirkbar auf Objekte, die angeeignet werden können, aber davor und danach nicht Eigene sind. Magie (als Akt) ist temporär.

      Ich denke aber, dass einer Welt das, was in ihr ist, Eigen ist. Im Prinzip lässt sich hieraus das Vorhandensein einer Weltlogik und damit auch ein verbindender Standard physikalischer Gesetze ableiten. Das lässt sich aber schachteln:

      Eine Welt könnte verstanden werden als bestehend aus ihrer Körperlogik und ihrer Geistlogik. Körperlogik bestimmt, wie sich Dinge und Körper verhalten, dass physikalische Gesetze gelten, wann sie nicht gelten, und ob Dinge angeeignet werden können. Geistlogik bestimmt, wie Leute auf der Welt fühlen und denken können.

      Das ist jetzt aber zu sehr Descartes, bäh. Der einzige Grund, warum ich eine Körper-Geist-Trennung momentan habe, ist, weil Personen mehrere Körper haben: Einer in der Kernwelt und einer in der Traumwelt. Aber das lässt sich sicher ohne Dualismus auch hinkriegen. Sollte mich jetzt aber weiter nicht kümmern.

      ~

      Alchemie besteht aus folgenden Komponenten:
      - Aneignung eines Objekts
      - Destillierung eines Attributs
      - Verändern des Attributs
      - Verhandeln zwischen Objekt und Welt (Übergeben? Übereignung?)

      D.h. die Welt muss das veränderte Objekt dann auch akzeptieren, nachdem es nicht mehr Eigen der Alchemist*in ist.

      Temporäre Magie (wie Dinge bewegen) hat ein ähnliches Schema, wobei die Übereignung de facto wegfällt - das Objekt ist einfach nur woanders. Theoretisch würde Übereignung zum Thema werden, wenn durch Bewegungsmagie ein Sofa in eine Wand hineinversetzt wurde, aber das wäre schon sehr advanced.

      Das sind die einfachen Fälle, aber Komplexität und Informationen sind ja das Problem, aufgrunddessen ich diese Reise durch die Metaphysik begonnen habe.

      Für Komplexität greife ich nochmal auf mereologische Sicht zurück und sage, dass wenn mein Arm mein Eigen ist, der Knochen das Eigen meines Armes sein kann - Transitivität; das wäre die natürliche Transitivität, aber wenn etwas künstlich angeeignet wird, gibt es eben auch künstliche Transitivität. Dabei wird Magie gewirkt um ein Ding eines anderen Dinges Eigen zu machen, und damit eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.

      Moment! Hab ich doch gesagt, dass Eigen bedeutet, dass es ein Subjekt gibt, das sich etwas zueigen macht? Wie soll ein Stein denn das machen, wenn er keine Psyche hat? Tja, genau DA liegt das Problem. :faint:

      (Fortsetzung folgt.)
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Jundurg ()

    • Da kommt vermutlich niemand mehr mit, aber ich denke einfach weiter - wenn alles gut geht, komme ich irgendwann an einen Punkt, wo ich sinnvoll kürzen und zusammenfassen kann.

      Hypothese:
      Es muss verschiedene Arten von Eigen geben. (Eigen-schaften? :autsch: )

      Da wäre z.B. mein Arm. Der ist mir ein Eigen, und ich bewege ihn auch jetzt gerade. Wenn ich hingegen schlafe, habe ich darauf keinen Zugriff mehr (Ich fühle ihn nicht, und während REM-Phase verhindert die Muskellähmung außerdem, dass er versehentlich herumbewegt wird.) Er ist aber immer noch mein Arm, aber auf eine passive Weise. Diese passive Bindung ist sogar sehr stark.

      Der Farbstift in meiner Hand ist mir indirekt eigen, weil meine Hand mir eigen ist und ich ihn über meine Hand bewege. Genau genommen trifft das auch schon auf die Hand zu, da sie ja über Nerven bewegt wird. Xooi ist zwar prinzipiell nicht strikt an irdische Biologie gebunden, aber ich will, dass das grundsätzlich auch in unserer Welt funktioniert.

      Dieses "indirekt" - ist es nicht eigentlich wieder eine Teil-Ganzes-Beziehung?

      Ich mag den Körper-Geist-Dualismus nicht; finde es viel spannender, wenn Körper auch fixer Bestandteil des Geists sind, bzw. wenn es da keine Trennung gibt. Daher lehne ich eine Perspektive ab, bei der ein Geist im Gehirn an den Fäden zieht, und der Körper dann strampelt wie eine Marionette. Der Arm ist nicht einfach nur etwas Draufgepapptes, sondern ein echter Teil der Person(en). Ich könnte es "konstatierend-eigen" nennen, um den Arm vom Farbstift zu trennen, aber eigentlich stelle ich mir diese Trennung als Fake vor. (kA, ob "konstatierend" überhaupt das richtige Wort ist. :-/ )

      Wesentlicher für die Betrachtung von Magie ist ja, dass der Arm dauerhaft zur Person gehört, während der Stift temporär kontrolliert wird. Aber wenn keine "Magie" im Spiel ist, wird doch die Hand bewegt, und der Stift bewegt sich mit. Verdammt.^^

      Jundurg schrieb:

      Hab ich doch gesagt, dass Eigen bedeutet, dass es ein Subjekt gibt, das sich etwas zueigen macht? Wie soll ein Stein denn das machen, wenn er keine Psyche hat?
      Die einzige Lösung, die mir im Moment einfällt, sind abstrakte Subjekte, die von Magier*innen geschaffen werden. (D.h. Servitoren im Sinne der Chaosmagie. Dazu kann ich mir später mal nachlesen, wie das dort eigentlich definiert wird.)

      Das wirkt halt ein bisschen, wie mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wenn ich gleich ein unabhängiges Bewusstsein schaffen muss, nur damit eine Kaffeemaschine arbeiten kann. Gut, wenn ich die panpsychische Deutung nehme, dann hätte die Kaffeemaschine sowieso schon eins, und es müsste nur angepasst werden. Aber ich glaube, das gefällt mir so noch nicht.

      ~

      Damit hab ich also zum Weitermachen später:

      1) Worin besteht der prinzipielle Unterschied, einen Gegenstand per "Bewegungsmagie" zu verschieben vs. durch Muskelkraft?

      2) Welche Arten von Eigen gibt es?

      3) Wie/wo/wodurch existiert Magie, die unabhängig von Leuten weiter funktioniert?
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    • Jundurg schrieb:

      1) Worin besteht der prinzipielle Unterschied, einen Gegenstand per "Bewegungsmagie" zu verschieben vs. durch Muskelkraft?
      Auf Bewusstseinsebene gibt es denk ich keinen nennenswerten Unterschied. Ich denke nicht daran, dass ich diese bestimmten Muskeln in genau der richtigen Weise bewege, sondern ich denk "Arm da rüber" und es läuft automatisch. D.h. es wird delegiert an einen unbewussten Teil von mir, der dann die Muskeln koordiniert. Und genau so wäre ja auch die Idee bei der magischen Kaffeemaschine, die per Ontif Kaffee macht - einmal gelernt, läuft der Automatismus von selbst.

      Nur wo diese Information liegt, bzw. was denn gelernt hat, ist ja die Frage, von der ich ausgegangen bin. (Ich muss verdammt aufpassen, dass ich mich nicht in sinnlosen Fragen verliere, daher versuche ich jetzt, mich rückzuorientieren auf Fragen, wo ich tatsächlich das Gefühl habe, eine Antwort zu brauchen.)

      Ich geh jetzt ernsthaft mal nachlesen, wie das bei der Chaosmagie gelöst wurde.^^ Das Liber Null ist so schön kompakt.

      ~

      "summoning or creation of such partial beings" ... oh warte. Hm, ich habe bisher nicht darüber nachgedacht, dass bereits existierende Wesen verwendet werden könnten; bin immer von frisch erschaffen ausgegangen. Aber ein Pool aus bestehenden semilebendigen Automatismen würde helfen. Wie eine Art Hefeteig; jedes neue magische Gerät nimmt sich ein bisschen was davon, und der Rest bleibt weiterhin verfügbar (und wächst nach).

      Die ursprüngliche Quelle aller Automatismen ist trotzdem der (z.B.) menschliche Geist. D.h. komplexere Vorgänge werden vermutlich allmählich aus einfacheren gezüchtet.

      Gahhh, ich mag einfach keine der Bezeichnungen, die ich habe - Servitor ist negativ vorbelastet, Programm zu informatisch, Automatismus, Subroutine, klingt alles zu technisch. Geist ist zu gespenstisch, und "Dämon" bringt auch andere Assoziationen dazu. Vielleicht bleib ich einfach beim "Teig". :pfeif: Aber hoffentlich bleibe ich nicht zu sehr an einem Begriff kleben. (... klebrig, wie Teig, get it? :autsch: )

      Irdischer Okkultismus tickt anders und bringt natürlich viel mehr Show rein. Eigentlich gut, ich bin ja immer zu abstrakt. Also da wird eifrig durch alle möglichen Methoden nach einem Teig gesucht, dem dann einen Namen, ein Symbol und alle möglichen Eigenschaften gegeben. Ich finde den Gedanken eigentlich schön, dass da ein gewisser Aufwand dahintersteckt, überhaupt erst zu einem Teig zu kommen. Einfach nur einen Zauber selbst üben, solange, bis er automatisch läuft, und dann irgendwo drankleben, klingt eher langweilig.
      Hm, ein Teig hat Zutaten, und muss ordentlich geknetet werden, bevor er ins Backrohr kommt... das Backrohr wäre dann eine Art Abhärtungsprozess, schließlich soll die Kaffeemaschine ja nicht spontan ihre Rezepte ändern, sondern so bleiben, wie sie geliefert wurde.

      ~

      Gegenstand verschieben mit Arm:

      Intention -> Automatismus
      (Automatismus und Arm sind beide eigen der Person)
      Arm bewegt sich in Welt
      (Gegenstand und Arm sind beide in Welt)
      Gegenstand bewegt sich mit Arm mit.

      Gegenstand verschieben mit Bewegungsmagie (ohne Übung):

      Intention -> Gegenstand
      Der Gegenstand wird angeeignet.
      Gegenstand bewegt sich gemäß der Vorgabe von Intention und Welt.

      Gegenstand verschieben per Ontif:

      Intention > Ontifikator
      Ontifikator -> Automatismus
      Automatismus -> Gegenstand
      Gegenstand wird vom Automatismus angeeignet.
      Gegenstand bewegt sich gemäß der Vorgabe der Welt, des Automatismus und der Intention der Person, die ontifiziert hat.

      Der Witz ist hier, dass der Automatismus der Anwender*in nicht eigen ist.

      Jundurg schrieb:

      2) Welche Arten von Eigen gibt es?

      Passiv - A ist B auch dann noch zu eigen, wenn B davon gar nichts mitbekommt.
      Aktiv - A ist B zu eigen, solange B das bewusst wahrnimmt und aufrechterhält.

      Beides davon lässt sich auch andersrum lesen:
      Passiv - A (unter anderem) macht B überhaupt erst zu B.
      Aktiv - A beeinflusst B, solange B sich A zu eigen macht.

      Damit etwas angeeignet werden kann, muss es logischerweise vorher fremd gewesen sein, also als außerhalb des Selbst wahrgenommen, nicht zu einem gehörig. Irgendwie muss es auch wahrnehmbar sein.

      Ist Magie in Xooi also deswegen möglich, weil Xooi kollektiv den Menschen(ähnlichen) eigen ist? Bewegungsmagie ist ja offensichtlich nicht in jeder Welt möglich (in unserer z.B. nicht, so weit wir wissen); bei Träumen ist bereits klar, dass sie möglich sein muss, insoweit der Traum der Träumer*in sowieso zu eigen ist.

      Dann müssten die Dinge der Welt auch den Automatismen zu eigen sein - passt, die sind im allerweitesten Sinn ja auch menschenähnlich.

      Alternativ kann ich mereologisch herangehen. (oh noooooo :schreck: ) Passives Eigen heißt, etwas ist ein Teil von etwas Größerem: Der Traum ist Teil der Träumer*in, die Welt ist Teil der Gesamtheit ihrer Bewohner*innen; aktives Aneignen ist immer dann möglich, wenn eins Teil von etwas Größerem ist, das das Objekt bereits angeeignet hat. Das ist nun aber immer der Fall, denn wir sind alle Teil des Multiversums.

      Dadurch wird Magie wieder zum mereologischen Problem. Verdammt. Also, was darf wie zusammengesetzt werden? Ist "Rathaus + Zahl 3 + ich + du + ein Drittel der Wasserstoffatome in diesem Raum" eine sinnvolle Zusammensetzung, mit der gearbeitet werden darf? :dafuer: :dagegen:

      Stopstopstop, das lasse ich den Philosoph*innen. Ich kann mich darauf ausreden, was ich bereits über Welten und zusammenklumpen weiß. Träume klumpen zusammen, und das Ergebnis ist ein größerer Traum, der dann logischerweise auch mehreren Leuten teilweise zu eigen ist (nämlich allen Personen, deren Träume dazu beigetragen haben).

      Dieses "Klumpen" ist ein Prozess, der dazu führt, dass eine Welt als Einheit entsteht, eine Art verbindlicher Kontext, der in sich selbst geschlossen ist. Dinge darin gleichen sich einander an - wenn sie nicht gerade jemandes passives Eigen sind, dann orientieren sie sich an der Welt als Ganzem, anstatt beliebiger mereologischer Zusammensetzungen. Mit anderen Worten, ich habe einen (noch genauer definierbaren) Prozess, der den mereologischen Unfug einschränkt auf ein Minimum, mit dem sich arbeiten lässt.

      Jetzt weiß ich nicht, ob ich damit einen Schritt weiter bin, oder mich nur wieder im Kreis gedreht hab. Ich vermute letzteres. :meh:

      Im besten Fall weiß ich jetzt, wo ich suchen muss, wenn ich wissen will, was Aneignung ermöglicht: Dem Prozess der Verklumpung von Traumwelten.
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Ich würde gerne langsam Klammer zu machen, und das Thema Magietheorie wieder schließen. Also werde ich versuchen, mir noch einmal Übersicht zu verschaffen.

      Eigenkeitslehre

      Passives Eigen

      Als passive Eigen einer Person (oder eines Objekts) werden Dinge bezeichnet, welche kontinuierlich zu ihr gehören. Die Summe aller passiven Eigen erzeugen insgesamt eigentlich erst die Person (oder das Objekt).
      Es lässt sich unterscheiden:
      - temporäre passive Eigen: z.B. Gedanken, Trauminhalte, ...
      - definierende passive Eigen: z.B. Körperteile, Persönlichkeitsanteile, ...
      - undefinierend-dauerhafte Eigen: z.B. ein einzelnes Haar, ein Sandkorn, manche Kleidungsstücke
      weiters:
      - irrationale passive Eigen: Nicht oder nur schwer fassbar, z.B. Teile des Bewusstseins selbst
      - rationale passive Eigen: Gut oder relativ einfach fassbar, z.B. der Arm als fassliches Konzept, das bewegt wird

      Die Übergange (insb. zwischen definierend und undefinierend) sind fließend, und es wird von verschiedenen Leuten eifrig weiter unterteilt, manche Systeme haben da vermutlich mehrere dutzend Kategorien von passiven Eigen.

      Aktives Eigen

      Etwas ist ein aktives Eigen einer Person, wenn es temporär angeeignet wurde, z.B. durch bloße Wahrnehmung (schwach), oder durch einen bewussten Akt ("Meins!" ;) ).
      Es gibt Bedingungen, unter denen Objekte leichter oder schwerer angeeignet werden können. Das hat mit ihrer Art von passivem Eigen zu tun, z.B. ist ein definierend-passives Eigen einer Person A für Person B praktisch unmöglich anzueignen. Durch das Aneignen verändert sich immer sowohl das Angeeignete (auch dessen passive Eigen) als auch die Aneignende.

      Magie kann gewirkt werden auf:
      - aktive Eigen, wenn das Aneignen klappt und sonst nichts dagegenspricht
      - temporäre passive Eigen, wenn sie rational sind und als solche erkannt werden
      - undefinierend-dauerhafte Eigen, je weniger sie definierend sind
      - andere passive Eigen - teilweise nur sehr schlecht oder nur nach jahrelanger Übung

      ~ ~ ~

      Bastelansatz

      Ich muss aufpassen, mich nicht zu verzetteln. Daher:

      Tendenzen

      Xooi ist eine künstlich geschaffene Welt, deren Schöpfer*innen noch am Leben sind. An so vielen Stellen sage ich "das ist so, weil die es so wollten" - nur bei Magie erlaube ich mir das nicht? Tatsächlich glaube ich, dass die Gründer*innen im Bereich der Magie nicht besonders gründlich (no pun intended) waren, und großteils übernommen haben, womit sie aufgewachsen sind. Aber sie kommen aus unterschiedlichen Welten. D.h. es würde für mich reichen, eine grobe Richtung zu wissen, und bereits in nahegeliegenen Nachbarwelten (z.B. Silraw) gelten bloß ähnliche, aber nicht identische Regeln.

      Freiheiten

      Ich möchte mir für Magietheorie den Satz "When in doubt, make shit up!" ans Herz legen. Welten sind komplex und Magiesysteme sind in der Realität nicht so sauber, hübsch symmetrisch gegliedert. Überall gibt es Grauzonen und Ausnahmen, und über jede Ausnahme hat in Xooi jemand eine Doktorarbeit (oder etwas Äquivalentes) geschrieben! Daran forschen tausende Magietheoretiker*innen in-world. Für mich kann gelten, dass etwas auch mal einfach funktioniert oder nicht funktioniert, und warum, darüber wird gestritten.

      ~ ~ ~

      Welten, Schalen, Träume

      Die Art und Weise, wie Welten ungeplant entstehen, ist enorm komplex, und es gibt zwar Regeln, aber es geht auch recht chaotisch zu, weil tausende Faktoren mitspielen. Eine Faustregel, die in 90% der Fälle eine gute Vorhersage macht, klappt dann hin und wieder doch nicht, weil ein Störfaktor reinspielt.

      Es gibt verschiedene Arten, Welten zu kategorisieren; das Standardmodell von Mego Low Tamll verwendet zwei Achsen der Stabilität und der ... Personengravitation? Aber es geht auch komplett anders. Ich probiere mal:

      Flüchtigkeit (~ Stabilität)

      Träume sind - theoretisch - die flüchtigsten Welten; sie verschwinden nach dem Aufwachen. (Es gibt verschiedene Betrachtungsweisen, die dieser Aussage widersprechen können, etwa ist der Trauminhalt oft gar nicht so flüchtig, weil er irgendwo herkommen muss, und Spuren hinterlässt, oder die Traumartigkeit selbst könnte als konstant betrachtet werden...)
      Auf der anderen Seite der Skala sind Welten, die so statisch sind, dass Magie nicht funktioniert, oder - spekulativ - auf denen Leben unmöglich ist.

      Diffusionstyp und Integrationstyp (?)

      Beschreibt, in welcher Weise sich eine Welt zu extrem ähnlichen Welten verhält: Klumpen sie zusammen, oder nicht? Hier gibt es schier unzählige Faktoren. Diffusion meint, in welcher Weise Ideen/Dinge von einer Welt ausgehen; Integration meint, welche Art von Ideen/Dinge von einer Welt aufgenommen werden.

      Traumwelten sind oft sehr integrativ gegenüber manchen Elementen der Schale, d.h. Leute träumen manchmal von den selben Orten, die es in ihrer Kernwelt nicht gibt. Kernwelten sind typischerweise sehr wenig integrativ, haben aber oft Ausnahmen für wenige "auserwählte" Einflusswelten.

      Schalenwelten definieren sich dadurch, dass sie Elemente der Träume, Ideen, Gedanken, Geschichten der Bewohner*innen einer Kernwelt aufnehmen und dadurch wachsen. Der Umstand, dass es sehr leicht ist, in sie einzudringen, heißt auch, dass sie einen natürlichen Schutzschild um die Kernwelt bilden, denn wenn eine potentielle Gefahr auftaucht, wird sie sehr leicht von einer Schalenwelt absorbiert. Je "dicker die Schale", desto schwerer ist eine Welt von außen zu bereisen.

      Die Erde ist nach diesem Modell eine Welt mit extrem dicker Schale. Invasoren aus anderen Welten schaffen es nie in die Kernwelt, sondern sie bleiben in Geschichten, Träumen und Phantasien hängen. ;) Xoois Schale ist dick genug für die meisten Bedrohungen, aber es gibt Lücken - mit Absicht, denn die werden natürlich gebraucht, um Reisen zu ermöglichen.

      Formbarkeitstyp (?)

      Das ist keine klar definierte Kategorie; die Zusammensetzung der Welt - wie sich die Dinge zueinander verhalten - spielt hinein, Verhältnis zu anderen Welten, Art und Zahl der Bewohner*innen...
      "Was für Magie funktioniert wie gut?" ist die Frage, um die es hier geht, und da gibt es keine allgemeine Formel dafür. Einige Welten folgen sehr starr ihren (z.B. physikalischen) Regeln, und dann ist es praktisch unmöglich, sich einen Stein anzueeignen, denn er gehorcht nur den Regeln der Welt. Eine Welt kann auch ein definiertes eigenes Magiesystem haben, und dann wird (nahezu) alles obsolet, was oben über passive und aktive Eigen geschrieben wurde. In der Praxis ist es oft schwer zu sagen, was vorliegt - eine Welt wie Xooi ist z.B. enorm stark davon geprägt, welche Grundannahmen ihre Schöpfer*innen hatten, darüber, wie das Multiversum und Magie funktioniert. D.h. es gibt einen Spielraum zwischen "das sind allgemeingültigere Regeln" und "das sind spezifische Regeln, die wir für allgemeingültig halten".

      Aus Perspektive des Zugvolks, die Millionen von Welten bereist haben, sind allgemeingültige Regeln eine Fiktion von viel zu optimistischen Magietheoretiker*innen. Aber weitgereiste Leute erkennen trotzdem oft Muster wieder, und viele Welten bilden einen Cluster, in dem alles relativ ähnlich läuft.

      Xooi hat viele seiner Regeln (die bestimmen, wie Aneignung funktioniert) von Vorgängerwelten geerbt. Selbst die Visionäre unter den Gründer*innen wollten mit ihrer neuen Welt vertraut sein, und nicht etwas komplett anderes versuchen. Insgesamt ist die Magie in Xooi etwas mächtiger als in den meisten Einwanderungswelten (wie Kã Nlak), und etwas weniger mächtig als in Silraw. Und manche Gründer*innen kommen sogar aus Sci-Fi-Settings, die haben überhaupt keine Magie oder ein separates Magiesystem.

      ~ ~ ~

      Naja aber. Was nun?

      Was ist jetzt mit Magie und Speichern von Information? Ich liege falsch, wenn ich schreibe "das und das geht überhaupt nicht", sondern es ist relativ, und weltbezogen. Ich habe ein Gefühl für Xooi, und was leichter oder schwerer mit Magie zu bewerkstelligen ist, das ist ja wenigstens ein Anfang. Und ich hab das starke Bedürfnis, Magie ein bisschen inkompatibel mit Informatik zu machen, also sage ich, dass die Art, wie Information gespeichert wird, viel näher daran ist am menschlichen Geist als an einem (binären) Speicher, und allein das hat ja schon genügend Konsequenzen. :)
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    • Ha, okay, damit kann ich was anfangen ^.^ Ich hab nach Deinen letzten Posts gedacht, ich warte mal, bis Du ein geordnetes Ding a'la "so isses jetzt ungefähr" raushaust, bevor ich groß versuche, etwas nachzuvollziehen (ich habe z.B. diese Eigenheitslehre bis zu Deinem letzten Post jetzt nicht wirklich begriffen). Ich will aber auch nicht groß Fragen stellen, weil Du ja sagst, Du willst das Thema jetzt mal abschließen ^.^
    • Sprache - Chalanisch - Eins bis Zehn

      Ich hab ein bisschen Sprache gebastelt - nur ein kleines bisschen an der Oberfläche; die Zahlen von 1-10, die ich schon im Vorgängerprojekt hatte, ein bisschen umgeformt. Heute morgen hab ich unter Dusche damit bis 230 oder so gezählt.^^ Das Ergebnis ist eine upgedatete Version chalanischer Zahlen:

      rad - pù - hri - nün - dey - iiè - naong - ngyi - uoy - tya
      und dann weiter
      tya-rad (11), tya-pù ... phtya (20), phtya-rad, phtya-pù, ... hritya (30), nüntya (40), deytya (50), ... ray (100), rayh-rad, rayh-pù, ... phray (200), ... hrirayh-nüntya-ngyi (348), ... yaz (1000)

      Also alles sehr regelmäßig. Hauptsächlich hab ich mit Ausspracheregeln und Schreibweisen herumgespielt. Chalanisch ist eine tonale Sprache, von der ich bis jetzt 5 Töne kenne, ich glaube aber es gibt auch noch einen sechsten, für den ich keine Schreibweise habe.

      (Vokal ohne weitere Markierung)= flacher Ton, einfach nur gehaltene Tonhöhe. Nach anderen Tönen oft neu angesetzt.
      Y + Vokal = fallender Ton. Mehrere fallende Töne hintereinander verketten sich, d.h. der erste davon ist beinahe flach
      Vokal + Y = steigender Ton. Auch hier können sich längere Linien bilden.
      Vokal mit Akzent ` = stürzender Ton, kurz, oft mit Glottal Stop am Ende. Meist einfach nur tief und kurz.
      Vokal mit Trema (äöü...) = fallend+steigend hintereinander

      Es fehlt noch die Kombination steigend+fallend, die könnte ich theoretisch mit ´ schreiben, das wäre noch frei, aber im Prinzip hab ich mich noch nicht festgelegt.

      Ich kann nicht genügend Vietnamesisch, um das wirklich gut vergleichen zu können, aber ich glaube, es ist zumindest relativ ähnlich (Vietnamesisch hat ja 6 Töne, aber ich glaube es hat noch einen, der irgendwie abgehackt ist, den hab ich nicht ganz verstanden.^^)

      Bei den Vokalen selbst bin ich mir noch nicht ganz sicher, was es gibt. "U" ist notorisch schwer zu fassen, und kann alles von ü über ö zu ư oder ơ sein - ich bin jetzt gerade aber zu faul, das IPA zu konsultieren.

      Sonst habe ich noch nicht viel aus dem Chalanischen. Chalan-Goy wird in dieser genaueren Schreibweise korrekt "Chyalan-Gouy" geschrieben, und Xooi ist "Xyo-iy", oder "Xyõ-iy", falls ich das õ als nasales o eigens einbaue. Den `-Ton mag ich irgendwie nicht - vielleicht sollte ich meinem Instinkt folgen und die 2 ("pù") durch etwas anderes ersetzen - aber ich bin es schon so gewohnt, ich zähle schon seit Jahren so. :meh: Auf jeden Fall vorkommen tut der `-Ton bei den Rà-Luyng, deren Sprache womöglich, da es ursprünglich keine lateinische Umschrift hatte, chalanisch transkribiert wird.

      ~

      Zahlen sind ja, soweit ich weiß, relativ stabil innerhalb von Sprachfamilien, also dachte ich mir, dass ich mich an die anderen in Xooi gesprochenen verwandten Sprachen über diese Brücke annähern könnte.

      Der nächste Verwandte ist das Ulatische; ich glaube sogar, dass es weniger einfach nur verwandt ist, sondern eher so etwas wie ein direkter Vorläufer. D.h. "Chalanisch" ist eigentlich ein Dialekt des Ulatischen, der sich auf Xooi durchgesetzt hat (und sich langsam von seiner Herkunftssprache wegentwickelt, da diese ja nur auf anderen Welten gesprochen wird).

      Die Zahlworte dürften also fast gleich sein. Ich glaube, beim "u" wird stärker unterschieden zwischen (deutschem) ü und (deutschem) u. Ich glaube, ich müsste Ulat also Uulat schreiben, um das klar zu machen.

      Okay, mal sehen...

      Sprache123456789101001000
      (Chalan)radhri
      nündeyiiènaongngyi
      uoy
      tya
      ray(h)
      yaz
      (Uulat)raodhrenündeyiièdnaongngyiuoytyaray(g)yoz
      (Jenkin)hadpnncrinowundaijettnoijrruwutzarehaus
      (Yaturie)radbuicrinowendezetzieruvevitearrearus
      (Rontoningos)ratbucrinowundéiyeitnaongzervevtearxaurus

      In Rontoningos mischen sich diverse Einflüsse zusammen. Die Tabelle ist einfach mal ein bisschen improvisiert; es wird ein bisschen erschwert dadurch, dass nicht alle der selben Rechtschreibung folgen. Das "s" in "aus" (Jenkin) wird genauso gesprochen wie die "z" überall sonst. Das ist anstrengend... aber Sprache ist eben kompliziert. Ich werde wahrscheinlich nur selten daran basteln, aber ich hab gern zumindest ein bisschen ein Gefühl für Unterschiede, da ich ja auch Ortsnamen und Personennamen in den jeweiligen Gegenden brauche.

      (Und ja, ich konnte es nicht lassen "uwu" einzubauen. Sue me.)
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    • Ich mag Basteln, aber hab keinen wirklichen Plan, was. :pfeif:

      ~

      Zu den Tönen des Chalanischen: Ich glaube, ich mache es kompliziert: Das Trema (ä, ö, ü, ...) steht sowohl für fallend-steigend als auch für steigend-fallend. In der Hochsprache kommt beides vor, und eins muss einfach auswendig wissen, wie es ausgesprochen wird. :diablo: Es gibt aber keinen Fall, wo es unterschiedliche Bedeutung hätte, und in vielen Dialekten fällt es zusammen, und es wird nur eine Variante gesprochen. Somit hat das Chalanische jetzt mal offiziell 5 Töne, mit einem kleinen "ja, aber" beim 5. Ton.

      Hintergrund ist, dass ich selber mir gar nicht mehr sicher bin, mit welchem Ton ich das ü im Namen Dyun-Lü ausgesprochen hab. :pfeif: Bei dem Namen ist es überhaupt noch so, dass das "y" auch noch leicht hörbar ist - das "d" wird leicht palatalisiert. Aber egal, das lass ich einfach sich natürlich entwickeln. (D.h. meine eigene Aussprache ändert sich manchmal minimal, und das bau ich dann vllt ein oder nicht.)

      ~

      Ich überlege noch, wieviel ich vom alten Material (Issoy) nach Xooi übersiedeln will. An sich habe ich jede Menge Platz am Paraboloid, aber natürlich passen manche Ideen nicht so gut hinein, und ich würde sie dann eher auf Vorgängerwelten platzieren. Ein paar Charaktere haben ihre Herkunft dort, und die will ich dementsprechend berücksichtigen.

      Der Kontinent Soalun - das meiste, was darauf liegt, würde ich sagen, gehört eher in die Welt Kã Nlak, aber ich habe von dort bereits das Land Xzylo nach Xooi verpflanzt, also können weitere folgen. Sogar die Bezeichnung "Soalun" selbst könnte ich mir vorstellen - die Frage ist, wie passt es dazu...

      Das ist ein bisschen die Frage, wie ich Xooi weiterentwickeln will. Will ich eine große Welt, in der es auch mal Gegenden gibt, die "ähnlich aber anders" sind - d.h. z.B. sich im Wesentlichen von Visinnur dadurch unterscheiden, dass dort nicht deutsch, sondern eben deshni gesprochen wird, aber kulturell ähnlich ticken, eben "xooisch". Oder will ich fortsetzen, was ich mit den Roughlands begonnen habe, und sagen "andere Sprache, anderer Bastelstil". Das ist halt dann ein höherer Standard.

      (Ein bisschen erinnert mich das wieder an den Unterschied zwischen Age-of-Empires und Starcraft - also einmal ganz viel Auswahl, alles überlappt sich, das andere mal nur 3, aber total verschieden.)

      Okay, höhere Standards sind Mist, ich funktioniere mit Perfektionismus nicht.^^ Also sag ich mal, ich kann aus dem Vorhandenen mischen, und schauen, dass ich eben nicht zu sehr nur kopiere, bzw. wenn ich das tue, mir halt auch dessen bewusst bin und mir was dabei denke. Egal was. :autsch:

      Vorerst sage ich mal, dass es Soalũn und Taslu und Moyu, ... auf Xooi vielleicht gibt, aber es sind dann natürlich Gründungen mit einer wesentlich jüngeren Geschichte. Und vielleicht gibt es sie nicht, dann sind es Herkunftswelten oder Gegenden auf Herkunftswelten, z.B. eben auf Kã Nlak, das durchaus eine recht große und vielfältige Welt sein könnte, vielleicht sogar eine, die ich mal komplett separat (eigene Weltenlogik) basteln könnte.

      ~

      Ich hatte neulich einen Traum, in dem tatsächlich ein magietheoretisches Problem vorkam. Gut, es war etwas nach 4 Uhr morgens, insofern weiß ich nicht, wie kohärent der Gedanke war... es ging darum, dass ein magischer Apparatus zusammenbrach, weil ein Attribut nicht mehr richtig existierte - und zwar existierte es nicht mehr, weil es nur noch ein einziges Ding in der Welt gab, das es hatte, sprich, es war nicht mehr verallgemeinerbar.

      Das ist ne recht weirde Logik, aber ich könnte mir vorstellen, das irgendetwas in der Art tatsächlich passieren könnte, Magie die in sich zusammenklappt weil ein Konzept nicht mehr sinnvoll fassbar ist, aufgrund eines Paradigmenwechsels.

      "Vorsicht ist geboten! Der Wetterbericht sagt für Sonntag einen großen Paradigmenwechsel an!" ;D

      ~

      Und gerade vorhin hatte ich noch die Erkenntnis, dass individuelle Träume eigentlich so etwas wie Schalen von Schalenwelten bilden - d.h. Träumende befinden sich sozusagen im Orbit um die schon verklumpteren Schalen; das wäre nämlich eine weitere Begründung, warum sie nicht per default in den Schalenwelten selbst träumen. Aber gut, das ist auch nur ein kleines Detail, falls ich etwas mehr Profiträumer*innen basteln möchte.

      ~

      So, ich schließe den Post, ohne wirklich viel gebastelt zu haben. Weiß gerade nicht, wohin ich als nächstes gehen möchte. Vielleicht suche ich mir mal nen Prompt.^^
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    • Ich denke doch noch weiter über Magietheorie nach. Aber mehr so alltagsbezogen. :)

      Zum Beispiel: Wie sieht es in der Schule aus? Wenn z.B. eine Prüfung abgelegt werden soll, die beinhaltet, eine Teetasse mit Bewegungsmagie durch die Luft zu jonglieren... dann würde jede weitere Person, die im selben Raum sitzt, und die Sache beobachtet, ebenfalls einen (leichten) Einfluss auf die Tasse haben. Und das ist nur der unbeabsichtigte Fall - mit voller Absicht eine Prüfung einer anderen Person zu sabotieren, ohne dass es irgendjemand merken könnte, wär ja auch möglich!

      Die Sache mit dem Aneignen muss ich also noch einmal durchüberlegen. Im Traum geht es ja mehr oder weniger nur darum, sich dessen bewusst zu werden, dass eine Sache einem bereits eigen ist, in der größeren Welt draußen sind das zwei unabhängige Faktoren - aber gerade da wird es, denk ich, doch interessant. Es scheint, als käme ich nicht darum herum, da gewisse Regeln festzulegen, darüber, wie die Interaktion mehrerer Personen auf ein Objekt funktioniert, im Resultat und in der Wahrnehmung.

      Auf Wahrnehmungsseite:

      - Ich glaube, es muss für entsprechend geübte Magier*innen stets möglich sein, sich genaue Information darüber zu verschaffen, ob ein Objekt ihnen eigen ist, einer anderen Person eigen, oder niemandem (bzw. nur sich selbst). Damit wäre ich bei einer Art magischen Wahrnehmung. Anfühlen würde sich das ... intuitiv, genauso wie ich bei persönlichen Gegenständen weiß, dass sie mir gehören. (Natürlich ist diese Intuition überhaupt nicht perfekt, da es ja zu Verwechslungen kommen kann.)

      - Hinterlassen Personen Spuren? Kann ich einen Stein am Straßenrand ansehen und fühlen, dass dieser vor kurzer Zeit mal mit Magie durch die Luft bewegt wurde? Und kann ich vielleicht sogar fühlen, von wem?

      Ich denke, dass das alles in Xooi möglich ist, aber nicht unbedingt so einfach. Es braucht eine Menge Fingerspitzengefühl, um die "Spur" dieses Steins nicht sofort durch die eigene zu überdecken. Und um eine Einzelperson zu identifizieren, muss ich diese schon sehr gut kennen - also bei einem nahen Kernfamilienmitglied besteht noch eine geringe Chance dafür.

      Und wenn ich einen Stein bewegen will, aber eine andere Person auch, dann wird das sich auch irgendwie anfühlen. Unbemerkt eine Prüfung sabotieren - das geht wohl nicht (es sei denn, es werden Weltgrenzen gebrochen, weil da jemand aus ii ist), und bemerkt sabotieren wohl nur schwer. Dafür, dass das so ist, muss ich festlegen, dass das Aneignen wesentlich schwieriger ist, als dass es zufällig passieren könnte.

      (Das hat auch den Vorteil, dass es dann keine 1-jährigen Kleinkinder gibt, die durch die Wohnung laufen und mit Magie Gegenstände aus den Regalen fliegen lassen. ;) )

      ~

      "Aneignung" klingt schon so - es wird etwas temporär wirklich eigen gemacht. Es ist tatsächlich schwerer, Magie auf jemandes Lieblingsstofftier zu wirken, als auf einen Ball, der einfach nur 10 Jahre lang unter dem Sofa gelegen hat, und an den sich niemand erinnert.

      In der Grundschule wird Magie daher erst einmal mit Gegenständen geübt, die den Kindern selbst gehören, und niemanden sonst. Der erste Lernschritt läuft eher auf einer Ebene von "das gehört mir schon", und da geht es darum, diesen Fakt bewusst zu erfassen, und aus diesem Erfassen heraus praktisch anzuwenden.

      Danach geht es ums Aneignen selbst - wie könnte das funktionieren?

      Hm, ich kann da Alltagsphilosophie betreiben und sagen, da gebe ich z.B. einem Ding einen Namen, dann gehört es mir. Oder ich "akzeptiere" es? Oder ich denke mir irgendeinen Grund aus, warum es mehr mit mir zu tun hat, als mit anderen.

      Meh. Ich glaube, das ist zu simpel, und hat ein bisschen was Esoterisches. Eine "Du musst einfach nur an dich Glauben!!!" Magie will ich absolut nicht basteln, da ich diesen Denkstil im Alltag nicht ausstehen kann. :autsch:

      Mehr zurück zum ersten Schritt? Eine Erkenntnisbasierte Magie wäre mir ja lieber. Demnach wäre Magie auf einen beliebigen Stein wirken mehr davon geprägt zu sagen "es gibt keinen Grund, dass dieser Stein nicht gerade meinem Willen folgen sollte" und weniger "dieser Stein ist mir wichtig".

      Ein bisschen kann ich das offen lassen - Menschen sind grundverschieden und demnach ist auch das Erleben von Magie nicht bei allen gleich. Es lässt sich aber wohl sagen, dass eine gewisse Portion Klarheit im Kopf wichtig sind, und dass Depression das Magiewirken deutlich erschwert, und Dissoziation ... zu weirden Ergebnissen führen kann.

      (Jetzt stelle ich mir eine Magier*in vor, die einen Stein durch die Luft geworfen hat - aber ihn dann nicht los wird, er klebt gedanklich fest und lässt sich nicht loslassen. Irgendwie kreisen die Gedanken immer wieder um den Stein, und der Stein bleibt nicht ruhig am Wegrand liegen, sondern rollt herum... :schreck: )

      ~

      Ergebnis heute:

      * Magie erfordert einen klaren Kopf, ist erkenntnisbasiert, und ist nicht so leicht, dass sie versehentlich ausgeübt würde.
      * Magier*innen können wahrnehmen, wenn ihnen jemand anderes reinfunkt.
      * Magie-Prüfungen in der Schule benötigen Extra-Know-How/Vorbereitung, um störungslauf ablaufen zu können.
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    • Ich habe so das Gefühl, dass ich bald wieder Bastelfokus wechseln werde (zurück zu Ngiana), daher will ich schauen, noch schnell ein paar Sachen hier anzureißen, da ich nicht weiß, ob ich an beiden Welten parallel basteln kann. Vielleicht doch, aber mal sehen.

      ~

      Die Stadt Rontoningos

      Die Stadt habe ich zuletzt 2019 hier bebastelt, ist aber basteltechnisch seit den frühesten Versionen der Welt fixer Bestandteil. Ein paar Sachen will ich im Vergleich zu 2019 ändern, daher schreibe ich jetzt teilweise ab, und teilweise neu.

      -> here we go:

      Die Stadt Rontoningos liegt im Süden Xoois an einem breiten Gebirgstal; auf der östlichen Seite beginnen die Roughlands, an der nordwestlichen Seite noch einige andere gebirgige Gegenden, die nicht englischsprachig sind; entlang des Tales liegen noch einige andere größere Orte; gesprochen wird in dieser von mir noch nicht benannten Gegend hauptsächlich Silraw-/Rontoningos-Dialekte, also im Wesentlichen die Lingua Franca der Gründer*innen Xoois, aber auch Englisch.

      Sowohl die Stadt selbst als auch der James River (auch "River James" oder einfach nur "the River") im Tal sind nach der "Architektin von Xooi", James Rontonin, benannt, die für das Design des Paraboloid und dessen "Sonnensystem" geehrt werden sollte. Die Benennung erfolgte noch zu ihren Lebzeiten, allerdings war sie selbst nicht besonders glücklich darüber, da sie keinen Personenkult um sich mochte; durchgesetzt hatte den Namen wohl Rivio "Baron" Varréz, der eine zentrale Figur in der Stadtgeschichte einnimmt.

      Die Stadt untergliedert sich geographisch in mehrere Gegenden, die sich nach ihrer Lage unterscheiden lassen. (Es gibt wohl auch noch kleinere Ortsteile, für die ich mir mal Namen überlegen sollte.)

      Hier ist eine grobe Skizze:


      Oben links der Kern der Stadt. Nord- und Südhügel sind ziemlich steil und felsig, die Stadt ist beidseitig in die Hänge gebaut, wobei die jeweiligen Gipfel leicht bewaldet sind. Der Bach Ratãn (oder wie auch immer der jetzt genau heißt) fließt in mehreren Wasserfällen die Schlucht dazwischen hinunter und mündet schließlich in den breiten James River. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses liegt die "Mauerstadt", und in einem weiteren Tal südlich liegt noch eine breit ausgedehnte Vorstadt, in der gut die Hälfte der Bevölkerung lebt, die aber weniger spektakulär ist - dort ist schlicht mehr Platz für Wohngebiet, während es im Zentrum doch eher eng ist.

      Mauerstadt

      Die Mauerstadt ist benannt nach ihren Stadtmauern, die nicht um die Stadt herum führen, sondern quer mittendurch, und insgesamt ein Labyrinth bilden. Dabei gibt es sowohl in den Zwischenräumen unten kleine Straßen, als auch auf den Mauern. Die Gegend ist eher flach - nach Osten hin geht es noch ein Stück den Hügel hinauf, dort befinden sich zahlreiche Parks, Sportanlagen und Museumsgebäude - etwa auch eines der größeren Weltenmuseen Xoois; da die Bevölkerung der Stadt sehr divers ist, haben sich allerlei Geschichten und Andenken angesammelt, die von fremden Herkunftswelten berichten.

      Die labyrinthische Struktur der Mauerstadt wird von den Bewohner*innen gerne metaphysisch und spirituell gedeutet. Das clasht ein bisschen damit, dass die oberen Teile der Mauerstadt ein beliebter Ort für die Ausrichtung diverser Turniere (z.B. Priesterball) sind, und damit wenig philosophisch. Aber vielleicht ist es auch kein Widerspruch, und körperliche und geistige Betätigung ergänzen sich...

      Westufer und unterer Teil des Südhügels

      Hier befindet sich die Universität, die Gebäude des Stadtrats, sowie das Anwesen der Familie Varréz, das mittlerweile auch ein öffentlich zugängliches Gebäude ist, aber insgeheim auch eine Basis für Xoii-Magier*innen beherbergt. In der Nähe des Hauptbahnhofes findet sich außerdem eine kleine Enklave, die dem Zugvolk gehört, in dem sich alienhafte Botschafter*innen aus anderen Welten niedergelassen haben - das ist jedoch nichts Offizielles, es handelt sich tatsächlich eher um Flüchtlinge, die nicht mehr in ihre Heimatwelten zurückfinden können, die aus der Not eine Tugend gemacht haben.

      Südhügel und Grünlichtviertel

      Der Südhügel besteht aus einem oberirdischen und einem unterirdischen Teil. Der oberirdische Teil gehört zum Ortskern und ähnelt dem Nordhügel, dazu später also mehr. Der unterirdische Teil hingegen bildet einen separaten Stadtteil: Das Grünlichtviertel von Rontoningos gilt als das inoffizielle Herz der xooischen BDSM-Szene; hier gelten je nach Straßenzug (d.h. in größeren Tunneln) andere Verhaltensregeln. Es gibt z.B. nudistische Bezirke und solche, in denen Maskierungs-/Kostümierungspflicht herrscht; viele Tunnel sind für Minderjährige nicht zugänglich. Alle möglichen Phantasien werden hier ausgelebt, bei Weitem nicht nur sexuelle - einige Gegenden könnten auch als dauerhafte LARP-Zonen beschrieben werden; es gibt berühmte Schauspieler*innen, die über viele Monate lang eine populäre Rolle spielen. Die Grenze zwischen Fiktion und Realität ist, wenig überraschend, recht fließend. Und da es in Rontoningos ja tatsächlich relativ obskure Alien-Immigranten gibt, ist auch nicht immer klar, ob die Person vor einem eine Maske trägt, oder halt tatsächlich so aussieht wie z.B. eine Klingon*in.^^

      Wie bei BDSM charakteristisch wird Consent großgeschrieben, und Vergehen werden streng geahndet - den betreffenden Personen wird der Einlass in die kleineren Seitengassen dann verwehrt. Über die Einhaltung wacht u.a. auch Ztórnas Schutzzauber, bzw. auch zahlreiche Agent*innen von Xoii, die in der Stadt leben, halten eine schützende Hand über die Stadt.

      Die Haupttunnel sind feierlich beleuchtet - es ist auch nicht überall grünes Licht üblich, im Gegenteil hat jeder unterirdische Bezirk seinen eigenen Stil, aber eines der besser zugänglichen (nahe an der Außenwand) Grätzeln ist dafür bekannt und so wird da etwas verallgemeinert. Der Südhügel ist komplett ausgehöhlt, und es gibt zwischen den engeren Tunneln auch immer mal wieder 5 Stockwerke tiefe Höhlen. Viele der Wände sind prunkvoll geschmückt durch Goldschmiedekunst und alchemisch aufgepeppte Wandbemalungen (sanft leuchtende Graffiti) - deren Sujets natürlich auch je nach Grätzel aufreizender sein können, oder auch abstrakte Gemälde. Manche xooiweit angesehenden bildenden Künstler haben mit Graffitis in den Tunneln angefangen.

      edit: Auf Nachfrage von Tö gibt es auch noch ein Blaulichtviertel. ;D Dort ist es ruhig, leise, sanftes blaues Licht strömt durch die Gänge - in manchen Räumen ist es auch etwas heller, aber nie grell; mancherorts klingt leise Musik, anderswo weißes Rauschen oder dunkles Grollen/Schnurren. Leute zelebrieren ASMR und flüstern; seltsame neonfarbene Pilzflechten wachsen an den Wänden und ranken sich um Bücherregale. Ein guter Ort, sich von den Partys, Schlagzeugkonzerten und sonstigen Excitement im Rest der Stadt zu Erholen, und ein Rückzugsort für viele neurodivergente Personen. :)

      Nordhügel und Stadtkern

      Die steile Klamm des Ratãnn mit ihren vielen kleinen Wasserfällen bildet das Herz der Stadt. Die Gegend ist sehr vertikal; Häuserzüge stehen übereinander, die Däche der einen Häuser bilden die (schmalen!) Terrassen der Wohnungen darüber. Es ist üblich, dass Eingänge an der Innenseite des Berges liegen; es gibt nur ganz wenige Straßen, die an Außenseiten entlanggehen, eher einige, die über "Aquädukt"-Brücken die beiden Hügel verbinden. (Da fließt auch tatsächlich Wasser; es ist eine Lieblingsbeschäftigung der rontoningoser Stadtplaner*innen, sich immer neue Wege auszudenken, Teile des Baches irgendwohin umzuleiten, und nahezu jede Gasse hat ihren eigenen kleinen hübschen Wasserfall).

      Die Hauswände sind üblicherweise in hellen ("mediterranen"?) Farben, beige und weiß, aber es gibt immer einzelne Gebäude, die komplett herausfallen, z.B. tiefschwarz sind, manche sogar in Vantablack oder ähnlich extremen Farbtönen; ein paar vantablacke Türme am Südhügel tragen zum Stadtbild bei.

      Es gibt eine ganze Menge Türme; diese sind üblicherweise aus grauem Ziegel oder Steinquadern errichtet, und überragen zwar ihre jeweiligen Nachbarhäuser, jedoch niemals die Hügelkuppen. Auf einigen der Türme befinden sich Bühnen voller Schlaginstrumente; an bestimmten Festtagen finden dort stadtweit hörbare Schlagzeugkonzerte statt, selten auch nachts, was bedeutet, dass der Ortskern als Wohngegend jetzt nicht unbedingt so beliebt ist - dauerhaft in Rontoningos ansässige Personen haben es aber in den anderen Stadtteilen ruhiger.

      Die starke Steigung im Ortsgebiet wird durch große mehrspurige Rolltreppen und zahlreiche Aufzüge zugänglicher gemacht. Gerade der Ortskern ist dennoch für Rollstuhlfahrer*innen nicht immer so leicht zu durchqueren; dieser Umstand bringt der Stadt auch regelmäßig Kritik ein - das ist jedoch relativ, im Vergleich zu vielen irdischen Städten steht Rontoningos gut da.

      Hochplateau

      Oberhalb der letzten Wasserfälle geht das Tal von Rontoningos in eine ausgedehnte Hochebene über; ein Karsthochland voller Dolinen; es gibt noch verstreute Häuser, vor allem Farmen. Flora und Fauna sind vielfältiger und hinter ein paar Hügeln beginnt das Siedlungsgebiet der rontoningischen Murmeltiere - eines der dichtest besiedelten Murmeltier-Gebieten Xoois. Ein Familienmitglied der "roten Varréz", Evisto Ges-Tapclaar Varréz, hat die ersten Murmeltierkolonien hier angesiedelt; xir hatte großes Interesse daran, den Murmeltieren mathematische und magische Tricks beizubringen, und so findet sich hier eine der wenigen xooischen Tierarten, die einfache Magie ausüben können. Das Betreten des Gebiets ist - natürlich auch, um die Ruhe der Tiere zu gewährleisten - nur bedingt möglich. Wer doch darin spaziert (oder auch in einer der öffentlich zugänglichen Regionen rundum) muss damit rechnen, dass die Murmeltiere gelegentlich mal gigantische Luftsprünge machen, oder gemeinsam viel zu schwere Felsen auftürmen, um ein mathematisches Problem physisch darzustellen.

      Die Intelligenz der Murmeltiere ist selektiv und weird, für Menschen nicht wirklich nachvollziehbar; eine Verständigung mit Menschen ist fast völlig unmöglich, die Murmeltiere reagieren nicht auf Sprache (also auch nicht so, wie z.B. Hunde) und leben eher in ihrer eigenen gedanklichen Parallelwelt, verständigen sich untereinander durch Pfiffe, die für Menschen ununterscheidbar sind. Mathematiker*innen wandern manchmal durchs Plateau und scheitern daran, die Algorithmen der Murmeltiere zu verstehen. :kopfkratz:

      Umgebung

      Am James River flussaufwärts (nach Süden) führt die Hauptverkehrsstrecke noch bis zur Stadt Ztoy, dahinter beginnen Roughlands; ebenso lässt sich auch das Gebiet hinter den östlichen Bergen diesen zurechnen. Die Hochebene westlich von Rontoningos ist zwar ein ähnliches Gebiet, aber davon geographisch etwas getrennt, und nahezu unbewohnt. Flussabwärts nach Norden geht es aus dem Gebirge hinaus "Richtung Zivilisation" - zumindest würden es z.B. Visinnier*innen so nennen, für die ist Rontoningos paradigmatischer Teil des "wilden Südens". :D

      ~

      So. Jetzt haben tatsächlich die intelligenten Murmeltiere nochmal Einzug in Xooi gefunden. Ich dachte eigentlich, dass die bei der Neufassung der Welt für immer rausgeflogen wären.^^ Es ist halt schon eine der absurderen Ideen, aber irgendwie gehört's zu Rontoningos auch noch dazu.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jundurg ()

    • Ich hab grad mehrere Ideen im Hinterkopf, aber zu keiner wirklich viel. Außerdem bin ich noch krank - weiß nicht, wieviel ich heut gerade weiterbringe. Aber spontan kann ich ja mal ein bislang halbgares Konzept beschreiben, und ein paar vor einer Weile notierten Ideen hervorkramen...

      Die Föderale

      Die Föderale entstand ursprünglich als scherzhafter Gegenentwurf zur Zentrale von Alphas Schlaufe. ;) Es ist auch irgendwie auf einer Meta-Ebene anzusiedeln, allerdings eben überhaupt nicht zentral. Sie liegt auf verschiedene Welten verteilt und folgt daher keiner einheitlichen Rolle. Ein Teil von ihr gehört zu Xoii, andere Teile aber überhaupt nicht.

      Die meisten Leute, die in Xoii "für die Föderale" arbeiten, verwenden diesen Begriff nicht, manche aber scherzhaft, wenn sie genervt sind, dass letztlich doch alle ihr eigenes Ding drehen. Viele Einzelpersonen kennen zunächst mal nur wenige andere, aber wenn sie länger dabei sind, gibt es doch so einen gewissen Grundstock an Leuten, die - spezifisch in Xoii - doch weithin bekannt sind.

      Jimo-Elenni Giaz (sie/ihr)

      Die meisten Leute von Xoii haben irgendetwas von Elenni gehört, viele haben sie am Anfang ihrer "Karriere" als ii-Agent*innen getroffen. Sie ist eine von unzähligen Töchtern von der großen Zauberin Ztórna Giaz, die ja ganz wesentlich bei der Erschaffung von Xooi mitgewirkt hat. Ztórna hatte irgendwann im Laufe ihres jahrtausendelangen Lebens beschlossen, dass sie Kinder haben sollte, war aber nie so wirklich tief drin; also hat sie sich einmal eine Tochter ausgedacht und diese per copy-paste auf hunderte Welten gesetzt. Bei der Erschaffung von Xooi wurde auch wieder eine solche Tochter geschaffen und quasi als ihre Stellvertreterin zuständig für den Schutzzauber eingesetzt. Es ist nicht bekannt, wie sehr sich die Töchter von Ztórna ähneln, da sie sich untereinander meist nie getroffen haben. Vielleicht heißen sie alle Jimo-Elenni, vielleicht haben sie verschiedene Namen, die auf ihre jeweiligen Welten passen.

      Elenni ist streng genommen kein Mensch, identifiziert sich aber als Mensch. Sie hat vage Erinnerung daran, eine Kindheit gehabt zu haben, weiß aber nicht, ob die jemals stattfand, oder ob sie direkt als junge Erwachsene begonnen hat. Das verstört sie selbst, sie überspielt es aber und hat sich natürlich auch schon daran gewöhnt. Sie wünscht sich, Eltern gehabt zu haben, aber weiß nicht, ob sie nicht froh sein sollte, sich diverse Dinge erspart zu haben.

      Sie hat Angst davor, eines Tages einer anderen Tochter von Ztórna zu begegnen, die eine echte Kindheit hatte. Selbst altert sie nur sehr langsam - aus ihrer eigenen Perspektive ist sie etwas über 40 Jahre alt, aber strenggenommen so alt wie die Welt (d.h. über 200? Ich weiß nicht, wo genau ich momentan die Gegenwart ansetze.^^) Sie überspringt eben immer mal wieder Jahre, wenn nichts aufregendes passiert.

      Für ii ist sie eine Art Mädchen für alles - dafür zuständig, dass die richtigen Leute an den richtigen Orten zur richtigen Zeit sind, und auch meist diejenige, die Neuankömmlingen (also solche, die bislang nur Xooi kannten) erst einmal erklärt, was Sache ist.

      ~

      So, jetzt hab ich ein bisschen das Problem, dass ich im Zuge der Charakterbastelchallenge Ende 2019 schon einige Leute "aus der Föderale" gebastelt hab - und ich mag sie sehr, habe aber nichts wirklich hinzuzufügen. Das ist so der Moment, wo ich sage "so, und da müsste ich jetzt eine Geschichte schreiben anfangen" aber darauf habe ich wenig Lust. Auch ein Rollenspiel hab ich überlegt - viele der Charaktere sind voller Gimmicks als wären sie Player Characters - da ist Blir Beikenschlug mit ihren Heilseifen und Taschenchemielabor aus knetbaren Glasflaschen, oder Yinus Tolderaubin mit selbstgebackenen magischen Keksen, die öfter mal Rettung in letzter Sekunde sind...

      Anscheinend hatte ich damals auch noch eine "Schule von ii" als Institution skizziert. Ich glaube, das ist ein seitlicher Ableger der Hexenschule von Tāri Tamzöchz (einer Gründerin von Xooi, die sich niemals fest in Xooi niederließ). Ich glaube, dass die Schule ein Ort ist, der irgendwie in einer festeren Schalenwelt um Xooi angesiedelt ist. Dort werden die Leute ausgebildet, die sich aus freien Stücken für ein Leben an den Grenzen der Realität entscheiden.

      Meine momentane Vorstellung für die Leute aus Xoii / ii ist, dass es Leute sind, die in irgendeiner Weise aus der Norm fallen, bzw. genauer, sich entfremdet fühlen von ihrer Umgebung. Das ist einfach was, wo ich mich besser reinversetzen kann. Ich will auch mehr Charaktere basteln, die ein kompliziertes Verhältnis zu sich selbst haben - Jimo-Elenni mit ihrem Background als Nicht-so-wirklich-Mensch ist da ein Anfang...

      Dazu auch noch: Bewohner*innen der Schalenwelten, die von dort kommen. Wenn die mit der Kernwelt interagieren, hat das auch eine existenzielle Ebene für sie - sind sie überhaupt genauso real?

      Und noch eine Ebene weiter draußen gibt es die Dreamborn / Traumgeborenen, die überhaupt erst in Träumen entstanden sind, und irgendwie zu einer dauerhafteren Existenz gekommen sind - auch meistens in der Schale, aber auch z.B. in der Kleinwelt Silraw leben viele Traumgeborene. Da verschiebt sich auch noch mal die Grenze zwischen pluralen Identitäten und Existenzebenen/Welten, denn so können auch Headmates von Personen zu einem eigenständigeren Leben kommen. Das ist, wo Xoii langsam in }{ übergeht...
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Hei Jundurg ^-^

      Jetzt hab ich gerade gemerkt, wie viel Xooi-Material Du im Slowbastel-Bereich hast, da hab ich nie groß reingeschaut ;p

      Auf Deinen letzten Post bezogen: Also diese Ztórna Giaz hat, ich vermute auf magischen Wege (?), hunderte "Töchter" geschaffen (copy&paste heißt, dass sie praktisch alle gleich sind?). Hatte sie zu einigen auch eine richtige Beziehung? Und was heißt "Mutterschaft" für sie (oder bin ich da falsch und sie betrachtet ihre Töchter eher wie magische Experimente oder irgendetwas anderes)?
      Und was mich natürlich auch interessiert, ist, wie hat sie das eigentlich gemacht? Hat sie mit dem Finger geschnippt und sie sind erschienen? ;p Ich stell mir sowas total kompliziert vor, wenn es denn Magie oder Alchemie oder was auch immer war.
      Hm, Du sagst auch, dass Jimo-Elenni Giaz, also eine ihrer Töchter, streng genommen kein Mensch ist. Aber was ist sie dann?

      Übrigens, die Idee mit magischen Keksen ist großartig ^.^ fragt sich bloß was sie tun, aber sie scheinen ja echt nützlich zu sein ;p

      Und irgendwie versteh ich Dein Weltensystem immer noch nicht ganz ._. ich versuch mal irgendwie, alles zu harmonisieren, was ich so im Kopf hab wenns okay ist :3
      Xooi an sich ist ja die Schöpfung der Gründer*innen. So weit, so klar. Dann gibt es noch die Zusatzebene ii, in der von Xoois Schutzzauber rekrutierte Personen leben - aber diese Personen ("Agent*innen") selbst reisen auch in wieder andere Welten, wenn sie es für ihre jeweilige Mission tun müssen. ii ist auch der Name für ein Setting, das die Reisen dieser Personen mit einschließt, soweit ich es verstanden habe, aber die Welt/Ebene "ii" ist wirklich nur der neue Wohnort der vom Schutzzauber Xoois rekrutierten Personen, gewissermaßen ihre "Operationsbasis". Aber Du beschreibst es auch einfach als zweite Realitätsschicht, also teilen Xooi und ii denselben Raum? Dann gibt es noch das Konzept der Schalen, von Traumwelten, und es gibt auch ganz grundsätzlich noch ganz andere Parallelwelten (soweit ich es verstanden habe).
      Ist es nun folgendermaßen: Xooi ist eine Kernwelt. ii ist eine niedrige Schale. Träume sind höhere Schalen. Andere Welten sind eigene Kernwelten, mit ihren eigenen Schalen, ein bisschen wie Planeten mit Atmosphärenschichten. Je weiter weg von einer Kernwelt man sich begibt, desto irrealer werden die Dinge (und man selbst auch?).

      Aber was heißt Realität eigentlich in diesem Zusammenhang? Stabilität vielleicht?
      Und wenn Xooi ein Paraboloid ist, schwebt er dann, wie die Erde, irgendwie im Raum, und man könnte Raumflüge unternehmen, wie in der echten Welt? Und teilt sich dieser Paraboloid dann den Raum mit anderen Strukturen, vielleicht anderen Welten (das würde ja vielleicht bedeuten, dass man mit einem bemannten Raumflug Reisen in andere Welten unternehmen könnte)?

      Fragen über Fragen ^.^
    • Neu

      Hey hi^^

      Joshuah schrieb:

      Auf Deinen letzten Post bezogen: Also diese Ztórna Giaz hat, ich vermute auf magischen Wege (?), hunderte "Töchter" geschaffen (copy&paste heißt, dass sie praktisch alle gleich sind?). Hatte sie zu einigen auch eine richtige Beziehung? Und was heißt "Mutterschaft" für sie (oder bin ich da falsch und sie betrachtet ihre Töchter eher wie magische Experimente oder irgendetwas anderes)?
      Und was mich natürlich auch interessiert, ist, wie hat sie das eigentlich gemacht? Hat sie mit dem Finger geschnippt und sie sind erschienen?
      Elenni selbst vermutet, dass die anderen alle gleich sind; anscheinend wurde so etwas angedeutet (oder es ist in ihrer (fake) Erinnerung enthalten, dass das so ist).

      Magie ist nur ein Wort - Ztórna hat ihre Töchter erfunden, so wie wir uns einen Charakter ausdenken, aber weil sie Ztórna ist, konnte sie das halt direkt viel realer machen. Mit Magietheorie ist das nicht mehr wirklich zu erfassen. Ztórna macht keine magischen Experimente, das braucht sie nicht. Vielleicht hat sie so etwas in ihrer Jugend mal gemacht, falls sie so etwas hatte - die läge halt so viele tausend Jahre zurück, dass das niemand mehr nachvollziehen kann, weil sie seitdem zuviele Welten bereist hat, mit ihrer je eigenen Logik - solche Personen haben tendentiell irgendwie keine echte Herkunft mehr, bzw. einander völlig widersprechende Narrative, etwa wie Sagengestalten.

      Was bedeutet Mutterschaft für Ztórna - tja, das ist die Frage.^^ Das ist etwas, was Elenni nachts um 4 den Schlaf raubt. Warum gibt's mich überhaupt? ;( Eine echte Beziehung hatte sie zu ihrer Mutter nicht wirklich, hin und wieder begegnet sind sie sich anfangs schon, bis Ztórna irgendwann das Interesse an Xooi verloren hat. Kann sie sich überhaupt "Tochter" nennen? Die Leute um sie herum tun es, und Ztórna anscheinend auch, aber ...

      Ich geb lauter vage Antworten, die mehr Fragen aufwerfen.

      Stell dir vor ... eine kleine Gruppe von Dorfkindern wollen ein Baumhaus bauen. Und überlegen tagelang, wie das aussehen soll (mit ganz tollen unrealistischen Ideen^^) und dann begegnen sie zufällig am Straßenrand einem professionellen Tischler, der hört sie an und sagt "ach wisst ihr was, ich bau euch das, das klingt ja lustig.". Und dann verbringt er einen Nachmittag mit ihnen im Wald, und am Ende ist da ein Baumhaus. Danach reist er ab, und sie sehen ihn höchstens noch mal auf der Straße vorbeifahren und winken, aber irgendwann hat er sie vergessen.

      So ungefähr ist das Verhältnis der restlichen Gründer*innen von Xooi zu Ztórna. Sie war zufällig in der Gegend und hat etwas gemacht, was für sie ein kleiner Gefallen ist, nichts besonderes, bäm, Welt mit Schutzzauber.^^ In dem Beispiel wären die Kinder vllt 4 Jahre alt und der Tischler 50, also *unvorstellbar alt* :alt: . Und für Ztórna ist ein Jahrhundert halt auch mehr wie ein Wochenende. Und Xoois Magietheorie ... das ist doch Kinderkram, ui, die können schon bis 10 zählen!

      Joshuah schrieb:

      Du sagst auch, dass Jimo-Elenni Giaz, also eine ihrer Töchter, streng genommen kein Mensch ist. Aber was ist sie dann?
      Das ist eine rein philosophische Frage - gehört zum Menschsein dazu, aufgewachsen zu sein, selbst Lebenserfahrung gelernt zu haben, Persönlichkeit entwickelt, ... oder reicht es, einfach in die Existenz zu ploppen? An sich unterscheidet Elenni sich nicht durch irgendetwas besonderes von Menschen, aber sie zieht das selbst in Zweifel. Aus dem selben Grund werden auch Traumgeborene nicht unbedingt als Menschen angesehen.

      Ich sag aber dazu, dass es auch in Xooi schon keinen festen Begriff gibt, was "Mensch" überhaupt heißt, geschweige denn im weiteren Setting. Es läuft eher auf Selbstidentifikation hinaus.

      Joshuah schrieb:

      Übrigens, die Idee mit magischen Keksen ist großartig ^.^ fragt sich bloß was sie tun, aber sie scheinen ja echt nützlich zu sein ;p
      Ich habe keine Ahnung. XD

      Joshuah schrieb:

      Dann gibt es noch die Zusatzebene ii, in der von Xoois Schutzzauber rekrutierte Personen leben - aber diese Personen ("Agent*innen") selbst reisen auch in wieder andere Welten, wenn sie es für ihre jeweilige Mission tun müssen. ii ist auch der Name für ein Setting, das die Reisen dieser Personen mit einschließt, soweit ich es verstanden habe, aber die Welt/Ebene "ii" ist wirklich nur der neue Wohnort der vom Schutzzauber Xoois rekrutierten Personen, gewissermaßen ihre "Operationsbasis". Aber Du beschreibst es auch einfach als zweite Realitätsschicht, also teilen Xooi und ii denselben Raum?
      Ich formulier das selbst auch immer so schwammig, und verwende "ii" nicht immer gleich. :pfeif: Es ist halt ein graphisches Wortspiel auf die römische 2, das sich aufdrängte, als ich den Weltennamen Xooi überlegt hab.

      Es ist zunächst mal wie bei Urban Fantasy Kinderliteratur. Die normale Welt, und die verborgene Geheimwelt, in der Magie real ist und andere Regeln gelten. Aber die magischen Wesen leben natürlich unerkannt unter uns.^^

      Es ist nur so verwirrend, weil Xooi selbst schon Magie hat und andere Welten kennt. Die verborgene Geheimwelt ii liegt eben zum Teil einfach auch auf dem selben Ort - darum dann "Xoii" - aber dazu gehören auch andere Settings, ebenso wie Xooi selbst ja auch mit anderen Welten in Kontakt steht. Aber es gibt solche, die mehr zu Xooi passen, und solche, die eigentlich eher zu ii gehören. Von außen betrachtet (und das tun wir ja) ist es ein fluides Wirrwarr. Aus der Innenperspektive einer Einzelperson kann das wesentlich einfacher aussehen, weil sie ja nicht mitkriegt, was da noch so ist, sondern nur das für sie relevante.

      Momentan denke ich, wenn ich "ii" sage, meist an ein viel größeres Setting, das nicht mal immer mit Xooi zusammenhängen muss. Es ist eher meine Kategorie als eine, die in-world Sinn macht - alles, das irgendwie mit Xoii zu tun hat, kann ich erstmal da hineinpacken.

      Die Schalen selbst sind in Xooi durchaus bekannt, aber nur als graue Theorie. Für die Eingeweihten - also Xoii - ist das aber etwas, mit dem tatsächlich interagiert werden kann. Wer allerdings in die Außenweltbahn nach Silraw steigt, sieht aus dem Fenster in Schalenwelten. Das Zugvolk steht so zwischen den Welten, dass es nie ganz zu Xooi gehört, es bildet die Schnittstelle.

      "Parallelwelt" impliziert für mich Parallelität, also Ähnlichkeit; also neben einem echten London gibt es auch noch das London von Dr.Who und das London von Neil Gaimans Büchern, und so fort. Dem entsprechen Schalenwelten, da gibt es Abbilder von Dingen und Kopien. Aber Xooi und Mittelerde sind z.B. nicht parallel und daher keine Schalenwelten. Mittelerde ist eine ganz weit außen liegende Schalenwelt von unserer Welt (weil Fiktion von hier), und Mittelerde-Fanfiction dann wieder eine Schale darum herum. Ich verwende hier einfach nur bildliche Sprache, weil es mir leichter fällt, das ganze wie eine Galaxie mit Sonnensystemen und Planeten und Monden oder so vorzustellen, als ganz abstrakt. Wäre ich Mathematiker*in, würde ich vermutlich ganz anders drüber schreiben.^^

      Joshuah schrieb:

      Ist es nun folgendermaßen: Xooi ist eine Kernwelt. ii ist eine niedrige Schale. Träume sind höhere Schalen.
      ii ist keine Schale. Wer in Xoii lebt, lebt in der Kernwelt und einer ... "Extended Edition" davon? Argh, es ist nicht ganz so einfach. Vielleicht wäre es sogar einfacher, zu sagen, Xoii ist die Kernwelt, und Xooi ein Ausschnitt davon? So wie die Welt, die wir wahrnehmen, immer nur ein Ausschnitt ist - für mich z.B. ist Mitteleuropa und das Internet alles, was existiert, quasi. Natürlich nicht wirklich, aber es ist eine Illusion, die den Alltag bewältigbar macht. Und so wie wir hin und wieder daran denken können, dass es da draußen noch viel viel mehr gibt, können Leute in Xooi das auch, aber sie machen es halt kaum. Aus den Augen, aus dem Sinn.

      Joshuah schrieb:

      Je weiter weg von einer Kernwelt man sich begibt, desto irrealer werden die Dinge (und man selbst auch?).
      Kommt ungefähr hin. Ist halt nur alles sehr metaphorisch, und theoretisch. In der Praxis ist immer alles komplexer, und das schöne Modell klappt zusammen. Aber als Modell brauchbar.

      Joshuah schrieb:

      Aber was heißt Realität eigentlich in diesem Zusammenhang? Stabilität vielleicht?

      Ich hab dazu früher mal "stabiler" und "instabiler" gesagt, um Welten zu kategorisieren, also ja, ist eine Möglichkeit. Das drückt dann aus, wie wahrscheinlich es ist, dass Fakten verlässlich sind, dass das Haus auch heute noch da steht, wo es gestern war. Daran gemessen sind Träume natürlich extrem instabil, da kann ich schonmal am Ende des Gesprächs mit einer anderen Person reden als am Anfang, ohne dass es mir überhaupt auffällt. (Mir viel zu oft passiert. Und nichts nerviger, als wenn die Gesprächspartner*in sich in eine Blumenvase verwandelt. :autsch: ) Und unsere Welt scheint sehr stabil zu sein. Jedenfalls gehe ich davon aus, wenn ich diese Zeilen schreibe, dass ich sie auch später unverändert vorfinde, wenn nicht gerade die Forensoftware spinnt oder ein schlafwandelndes Jundurg etwas editiert.^^

      Joshuah schrieb:

      Und wenn Xooi ein Paraboloid ist, schwebt er dann, wie die Erde, irgendwie im Raum, und man könnte Raumflüge unternehmen, wie in der echten Welt? Und teilt sich dieser Paraboloid dann den Raum mit anderen Strukturen, vielleicht anderen Welten (das würde ja vielleicht bedeuten, dass man mit einem bemannten Raumflug Reisen in andere Welten unternehmen könnte)?
      Das Paraboloid wurde ja designt als Körper, diese Welt zu tragen; der Raum darum herum wurde auch designt. Es ist - soweit ich bisher weiß - ein sehr kleines Universum; klein genug, dass die Sonne, die sich im Inneren des Paraboloids befindet, wenn sie "unten" hinausscheint, durch Raumkrümmung am Himmel herunterleuchten kann. D.h. es müsste wohl gerade so viel Platz im Universum sein, um eine Entfernung zur Sonne hinzukriegen. :kopfkratz:

      Nach aktuellem Bastelstand gibt es in diesem Mini-Universum außer dem Paraboloid und eventuell ein paar Himmelskörpern (wie dem Mond, oder Mini-Leuchtkörper als Sterne) nichts, also keine anderen Welten. Ich habe früher einmal überlegt, dass am "Rand des Universums" quasi ein fließender Übergang in die Traumweltzone liegt, aber das Konzept ist mit der Überarbeitung und Umnennung in Xooi erstmal rausgeflogen, no pun intended.

      Es kann aber andere Welten geben, in denen das so funktioniert - Silraw dürfte so eine Welt sein, die Stadt steht einfach in einem Wüstenödland, und wer sich zu Fuß weit genug entfernt, landet in einer Schalenwelt.

      Die Außenweltbahn, die von Xooi wegführt, fährt einfach entlang einer normalen Zugstrecke, aber ganz unmerklich ändert sich die Realität. Statt im Bahnhof Quentapur stehen zu bleiben, ist es plötzlich der Bahnhof Quetschapur. Und die Leute vor dem Fenster sind nicht so real, wie sie scheinen, ... also besser nicht aussteigen! Nach 2 Stunden hält der Zug dann vielleicht in Quietschtapir, und der Bahnhof sieht fast so aus, wie der in der Kernwelt, aber alle Fenster haben die Form von Entenküken. Das Zugvolk ist imstande, durch diese verrückten Welten zu navigieren, ohne dieses wären die Reisenden aufgeschmissen. Es verändert sich ja auch alles jedesmal wieder.

      Weil diese Bahn buchstäblich die Welt verlässt, ist es etwas, an das Leute, die ganz in Xooi leben, nur selten denken - sie sind es gewohnt, die Grenzen ihrer Welt zu ignorieren. Das ist graduell, manche Leute pendeln auch nach Silraw, diese stehen dann mit einem Fuß schon fast in Xoii. Fließende Übergänge, die das Erklären schwer machen.

      Danke fürs Fragen. Wenn ich's noch fünf Mal erkläre, hab ich's irgendwann vielleicht selbst genug verstanden, um es leichter fassen zu können. XD
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    • Neu

      Hei Jundurg ^.^ vielen vielen Dank fürs ausführliche Antworten!

      Ztórna Giaz ist also ein völlig übermächtiger Charakter. Ich hab so die Vermutung, dass das einer von diesen Charakteren ist, bei denen es wichtig ist, dass nicht erklärt wird, woher sie ihre Kräfte haben, wie sie ihre ganzen Kunststücke vollbringen, wo ihre Grenzen sind usw. Einfach weil das Mysterium dadurch verlorengehen würde. Lieg ich damit richtig?

      Jundurg schrieb:

      Mit Magietheorie ist das nicht mehr wirklich zu erfassen. Ztórna macht keine magischen Experimente, das braucht sie nicht. Vielleicht hat sie so etwas in ihrer Jugend mal gemacht, falls sie so etwas hatte - die läge halt so viele tausend Jahre zurück, dass das niemand mehr nachvollziehen kann, weil sie seitdem zuviele Welten bereist hat, mit ihrer je eigenen Logik
      Also behält sie ihre magische Macht, egal in welcher Welt sie sich befindet? Das hieße ja im Prinzip, dass sich die von ihr besuchten Welten erstmal ihrem Willen beugen, und erst sekundär gälte (komisches Wort ._.) dann die dort vorherrschende Magietheorie. Das wäre wirklich erstaunlich, es würde ja heißen, dass sie so eine Art übergeordnetes Regulativ des gesamten Weltensystems sein könnte.

      Jundurg schrieb:

      solche Personen haben tendentiell irgendwie keine echte Herkunft mehr, bzw. einander völlig widersprechende Narrative, etwa wie Sagengestalten.
      Das erinnert mich ein bisschen an die Aussage vom Joker aus "the killing joke": "I prefer it to be multiple choice", als es um seine Hintergrundgeschichte ging.

      Ich hab in der letzten Zeit auch ein bisschen über ihren möglichen Status als Göttin nachgedacht. Es treffen ja die Merkmale der olympischen Götter auf sie zu, oder (ich bin da auch kein Spezialist für, aber sie ist wohl unsterblich (kann sie durch Unfälle sterben oder getötet werden?), und extrem mächtig - was ist mit ewiger Jugend?)?

      Ich habe auch gerade erst die Star-Trek (TNG) Folge "Willkommen im Leben nach dem Tode" gesehen, in der sich Q als Gott vorstellt. Picard sagt daraufhin recht gehässig "Sie sind nicht Gott". Auf die Aussage Q's, dass man nach dem Tod die Ewigkeit zusammen mit ihm verbringt, antwortet Picard "so grausam kann das Universum nicht sein". Womit ich beim Thema Moral von quasi-göttlichen Wesen wäre. Welche für Werte vertritt sie eigentlich?


      Jundurg schrieb:

      Eine echte Beziehung hatte sie zu ihrer Mutter nicht wirklich, hin und wieder begegnet sind sie sich anfangs schon, bis Ztórna irgendwann das Interesse an Xooi verloren hat. Kann sie sich überhaupt "Tochter" nennen?
      Hm, das ist traurig. Sie könnte ja ihre Angst überwinden, und zusammen mit ihren Schwestern eine Art Lobby bilden, die versucht, Ztórna dazu zu bringen, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Die gründen dann die Ztórna-Giaz-Daughters-Convention, mit Konzerten und dickem Buffet ;p

      Jundurg schrieb:

      Ich geb lauter vage Antworten, die mehr Fragen aufwerfen.
      Aber es sind interessante Fragen ;D


      Jundurg schrieb:

      Das ist eine rein philosophische Frage - gehört zum Menschsein dazu, aufgewachsen zu sein, selbst Lebenserfahrung gelernt zu haben, Persönlichkeit entwickelt, ... oder reicht es, einfach in die Existenz zu ploppen? An sich unterscheidet Elenni sich nicht durch irgendetwas besonderes von Menschen, aber sie zieht das selbst in Zweifel. Aus dem selben Grund werden auch Traumgeborene nicht unbedingt als Menschen angesehen.
      Hm, aber sie altert nicht "gewöhnlich", oder? Aber klar, ist eine philosophische Frage, darüber hatte ich gar nicht nachgedacht. Ich war noch ganz in meiner eigenen Denke, ich glaube ich habe nicht mal eine klare Definition von "Mensch", merke ich gerade. Es gibt natürlich eine Palaststern-Arbeitsdefinition, aber so generell...
      Gibt es in Deinem Weltensstem irgendwelche Leute, die das mal definiert haben, was es heißt, Mensch zu sein?


      Jundurg schrieb:

      Ich formulier das selbst auch immer so schwammig, und verwende "ii" nicht immer gleich. Es ist halt ein graphisches Wortspiel auf die römische 2, das sich aufdrängte, als ich den Weltennamen Xooi überlegt hab.

      Es ist zunächst mal wie bei Urban Fantasy Kinderliteratur. Die normale Welt, und die verborgene Geheimwelt, in der Magie real ist und andere Regeln gelten. Aber die magischen Wesen leben natürlich unerkannt unter uns.^^
      Okay, damit kann ich was anfangen ^-^


      Jundurg schrieb:

      Es ist nur so verwirrend, weil Xooi selbst schon Magie hat und andere Welten kennt. Die verborgene Geheimwelt ii liegt eben zum Teil einfach auch auf dem selben Ort - darum dann "Xoii" - aber dazu gehören auch andere Settings, ebenso wie Xooi selbst ja auch mit anderen Welten in Kontakt steht. Aber es gibt solche, die mehr zu Xooi passen, und solche, die eigentlich eher zu ii gehören. Von außen betrachtet (und das tun wir ja) ist es ein fluides Wirrwarr. Aus der Innenperspektive einer Einzelperson kann das wesentlich einfacher aussehen, weil sie ja nicht mitkriegt, was da noch so ist, sondern nur das für sie relevante.
      Okay, also Xooi und ii teilen sich zumindest teilweise denselben Raum (ich sprech jetzt aber nicht vom Setting 'ii' sondern von der verborgenen Welt). Die Agent*innen ii's bereisen auch noch andere Welten, die in Xooi selbst teilweise unbekannt sind. Xooi an sich interagiert aber selbst auch mit anderen Welten.

      Nun gibt es Welten, die Du mehr in das Setting (also jetzt mein ich das Setting) 'ii' einordnen würdest als in Xooi (als Setting), und umgekehrt.

      "Setting" heißt "mögliches Setting für Geschichten", also Geschichten von konkreten Charakteren, die in der jeweiligen Welt leben, und dann eben vielleicht auch fremde Welten bereisen? Ein Charakter in ii würde dann vielleicht eine in Xooi unbekannte Welt bereisen, und ein Xooi-Charakter hätte damit, wenn das Setting nicht aufgebrochen wird, erst einmal "nur" die in Xooi bekannten fremden Welten zur Auswahl, wenn sie oder er denn verreisen möchte.

      Hab ich das so richtig? Hoffentlich schon ._.


      Jundurg schrieb:

      "Parallelwelt" impliziert für mich Parallelität, also Ähnlichkeit; also neben einem echten London gibt es auch noch das London von Dr.Who und das London von Neil Gaimans Büchern, und so fort. Dem entsprechen Schalenwelten, da gibt es Abbilder von Dingen und Kopien. Aber Xooi und Mittelerde sind z.B. nicht parallel und daher keine Schalenwelten. Mittelerde ist eine ganz weit außen liegende Schalenwelt von unserer Welt (weil Fiktion von hier), und Mittelerde-Fanfiction dann wieder eine Schale darum herum. Ich verwende hier einfach nur bildliche Sprache, weil es mir leichter fällt, das ganze wie eine Galaxie mit Sonnensystemen und Planeten und Monden oder so vorzustellen, als ganz abstrakt. Wäre ich Mathematiker*in, würde ich vermutlich ganz anders drüber schreiben.^^

      Ah, okay. Ich versteh unter "Parallelwelt" eigentlich nur eine andere Welt, die eben auch existiert. Vielleicht ist das auch das falsche Wort (hm, es scheint, dass dieser Begriff keine einheitliche Definition hat).

      Jundurg schrieb:

      Kommt ungefähr hin. Ist halt nur alles sehr metaphorisch, und theoretisch. In der Praxis ist immer alles komplexer, und das schöne Modell klappt zusammen. Aber als Modell brauchbar.

      Jundurg schrieb:

      Das drückt dann aus, wie wahrscheinlich es ist, dass Fakten verlässlich sind, dass das Haus auch heute noch da steht, wo es gestern war. Daran gemessen sind Träume natürlich extrem instabil
      Aha! Also je höher die Schale, desto weniger verlässlich ist eine von dort stammende Information über die Kernwelt. Oder besser: Eine Schalenwelt ist eine Welt, die zu X (<100) Prozent mit der Kernwelt übereinstimmt. Sie kann sich auch wandeln. Ist das so richtig (wahrscheinlich nicht, aber ich bin sehr lernwillig ^.^)?


      Jundurg schrieb:

      Die Außenweltbahn, die von Xooi wegführt, fährt einfach entlang einer normalen Zugstrecke, aber ganz unmerklich ändert sich die Realität
      Okay, also das Zugvolk fährt mit der Außenweltbahn dann quasi von der Kernwelt aus immer weiter Richtung äußere Schalen, wenn ich das recht verstehe? Die Bahn an sich ist aber von plötzlichen Wandlungen der sie umgebenden Welt abgeschirmt? Verstehe ich das überhaupt richtig, dass sich Schalenwelten abrupt ändern können (Du hast ja angedeutet, dass Traumwelten entfernte Schalenwelten sind)?


      Jundurg schrieb:

      manche Leute pendeln auch nach Silraw
      Moment, und sie benutzen diese Außenweltbahn? Also sie scheint ja sicher zu sein, aber für mich wär das glaub ich wie mit der Achterbahn zur Schule fahren, nur ruhiger (ist sie denn ruhig?) xD


      Auch vielen Dank für die Beantwortung der anderen Fragen! Ich bin jetzt nicht auf alles eingegangen, aber z.B. Deine Erklärung, wie der Raum aussieht war sehr einleuchtend ;D übrigens, wie funktioniert eigentlich der Tag-Nacht-Wechsel fällt mir grad ein.. Naja, irgendwo muss mal Schluss sein. Ciaoii ^.^