[Xooi][ii] Sammel- & Bastelthread

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    • Ja, Ztórna zu erklären macht nicht so viel Sinn.^^

      Joshuah schrieb:

      Also behält sie ihre magische Macht, egal in welcher Welt sie sich befindet?
      Ich glaube, eine voll entwickelte Welt hält genug aus, dass sie dort nicht so viel Einfluss hätte. Xooi ist ja ein "Neubau".^^

      Joshuah schrieb:

      Ich hab in der letzten Zeit auch ein bisschen über ihren möglichen Status als Göttin nachgedacht. Es treffen ja die Merkmale der olympischen Götter auf sie zu, oder (ich bin da auch kein Spezialist für, aber sie ist wohl unsterblich (kann sie durch Unfälle sterben oder getötet werden?), und extrem mächtig - was ist mit ewiger Jugend?)?
      Oh, sie kann schon sterben, nur halt nicht so leicht. Alle sterben irgendwann. :)

      Joshuah schrieb:

      Womit ich beim Thema Moral von quasi-göttlichen Wesen wäre. Welche für Werte vertritt sie eigentlich?
      Sie ist keine Philosophin und hält sich meistens aus Angelegenheiten raus, weil ihr klar ist, dass ihr Eingreifen meist mehr Schaden als Nutzen bringen würde? Mehr weiß ich auch nicht.

      Es gibt außerdem noch mehr Akteure von ähnlicher Mächtigkeit. Unter diesen herrscht auch so ein bisschen ein Konsens, sich nicht gegenseitig anzugreifen, weil da womöglich was kaputt gehen könnte, z.B. die eine oder andere Welt.

      Ztórnas Schutzzauber auf Xooi ist aber immerhin stark genug, um solche Leute (inklusive sie selbst) abzuhalten - aber natürlich hat das niemand getestet. Ich denke, da lässt sich schon ein bisschen etwas wie Moral herauslesen, dass sie Dinge gerne verteidigt.

      Joshuah schrieb:

      Hm, das ist traurig. Sie könnte ja ihre Angst überwinden, und zusammen mit ihren Schwestern eine Art Lobby bilden, die versucht, Ztórna dazu zu bringen, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Die gründen dann die Ztórna-Giaz-Daughters-Convention, mit Konzerten und dickem Buffet ;p
      ^^
      Ich glaube, zum gegenwärtigen Zeitpunkt (also wenn ich jetzt Schreiben oder Rollenspielen anfangen würde) hat sie keine weitere Tochter getroffen. Vielleicht passiert das sogar nie. Das Multiversum ist groß.

      Joshuah schrieb:

      Hm, aber sie altert nicht "gewöhnlich", oder?
      Sie war zum frühesten Zeitpunkt, an den sie sich erinnern kann, erwachsen, und ist seitdem ein paar Jahrzehnte physisch gealtert. Wer weiß, was passiert, wenn sie stirbt - vielleicht kriegen wir da ne Dr.Who-mäßige Regenerationsszene und dann haben wir eine neue Elenni? Keine Ahnung.^^

      Ich hab mir ja erst vor kurzem Gedanken über Lebensdauern und Sterben bei Xooi gemacht, und bin dort zu dem Schluss gekommen (glaub ich), dass Weltenlogik letztlich das Sagen hat, und dass die meisten Welten im Setting ähnliche Logik haben, was das angeht. Einige der Agent*innen von Xoii scheinen ziemlich alt zu werden, aber das war's dann auch schon. Ztórna und ähnliche gehören da nicht mehr zum engeren Setting.

      Joshuah schrieb:

      Gibt es in Deinem Weltensstem irgendwelche Leute, die das mal definiert haben, was es heißt, Mensch zu sein?
      Sicher. Aber sie sind sich genausowenig einig dabei wie wir auf der Erde.^^


      Joshuah schrieb:

      "Setting" heißt "mögliches Setting für Geschichten", also Geschichten von konkreten Charakteren, die in der jeweiligen Welt leben, und dann eben vielleicht auch fremde Welten bereisen? Ein Charakter in ii würde dann vielleicht eine in Xooi unbekannte Welt bereisen, und ein Xooi-Charakter hätte damit, wenn das Setting nicht aufgebrochen wird, erst einmal "nur" die in Xooi bekannten fremden Welten zur Auswahl, wenn sie oder er denn verreisen möchte.

      Ich denke, das kommt ungefähr hin, allerdings dann doch nicht ganz, weil: Eine Person, die Xooi verlässt, um in eine Welt zu reisen, die in Xooi wohl bekannt ist - z.B. Silraw - ist dann nicht mehr in Xooi und dementsprechend vergrößert sich die Auswahl sofort. Eine Person, die nach Xooi einreist, um dort zu leben, tendiert dazu, andere Welten teilweise zu vergessen, wenn sie nicht gerade selbst lange dort gelebt haben. Erzählungen aus anderen Welten werden in Xooi entweder übersehen oder als Fiktion betrachtet (was ja nichtmal falsch ist manchmal, die Grenzen sind fließend). Es gibt kein hartes "Ich weiß nichts von anderen Welten und wenn es mir jemand sagen würde, wäre ich vollkommen überwältigt", sondern es ist ganz alltäglich. Wenn es zu sehr aus dem eigenen "Radius" ist, wird es kaum wahrgenommen.

      Es gibt ja diesen Effekt, dass eins manchmal Dinge, die immer schon um einen rundum waren, erst wahrnimmt, nachdem irgendjemand darauf aufmerksam gemacht hat. Das wäre die eine Möglichkeit.

      Die andere wäre, etwas zwar zu registrieren, aber irgendwann schulterzuckend weiterzumachen. So wie Leute, die irgendwas krasses über Quantenphysik lernen, dann einen Tag eine Wand anstarren und sich vorstellen, dass da ... kA, viel leerer Raum mit Teilchen/Wellen drin ist ... aber dann irgendwann sagen, ok, geht mich letztlich nichts an, das Mittagessen muss auf den Tisch, mir egal, ob die Karotte aus Quarks besteht. :P

      Tatsächlich ist die Magietheorie an den xooischen Universitäten teilweise (manche Richtungen) durchaus darauf ausgelegt, auch Welten erklären zu können, die nicht so funktionieren wie Xooi. Aber es gibt auch Professor*innen, die das dann als Humbug bezeichnen, und trotzdem angesehen bleiben.

      Joshuah schrieb:

      Ah, okay. Ich versteh unter "Parallelwelt" eigentlich nur eine andere Welt, die eben auch existiert. Vielleicht ist das auch das falsche Wort (hm, es scheint, dass dieser Begriff keine einheitliche Definition hat).
      Ach, Definitionen... :weissnicht:
      Ich dachte halt, wenn "Parallelwelt" einfach irgendwelche anderen Welten sind, dann sind ja praktisch alle Welten im Forum parallel (mit Ausnahme von ein paar Metawelten vielleicht noch) und dann wird das Wort irgendwie nutzlos.^^

      Joshuah schrieb:

      Aha! Also je höher die Schale, desto weniger verlässlich ist eine von dort stammende Information über die Kernwelt. Oder besser: Eine Schalenwelt ist eine Welt, die zu X (<100) Prozent mit der Kernwelt übereinstimmt. Sie kann sich auch wandeln. Ist das so richtig (wahrscheinlich nicht, aber ich bin sehr lernwillig ^.^)?
      Eine Schalenwelt kann auch 0% Übereinstimmung mit der Kernwelt haben, aber mehr mit anderen Schalen. Ich habe da keine klare Definition, wo das aufhört. Dass Gegenden aus der Kernwelt in Schalen auftauchen, liegt daran, dass Leute halt oft von ihren eigenen Häusern träumen, und diese Träume verklumpen dann... aber es kann ebenso eine Welt mit komplett eigener Geographie sein, in denen ähnliche Themen auftauchen, oder Namen, Ideen...

      Joshuah schrieb:

      Okay, also das Zugvolk fährt mit der Außenweltbahn dann quasi von der Kernwelt aus immer weiter Richtung äußere Schalen, wenn ich das recht verstehe? Die Bahn an sich ist aber von plötzlichen Wandlungen der sie umgebenden Welt abgeschirmt?
      Das Zugvolk besitzt seine eigenen mächtigen Schutzzauber. Das Netz, auf dem die Züge fahren, ist fast unvorstellbar groß und verbindet Welten mit komplett inkompatibler Logik - aber in den Zügen sind Leute sicher, jedenfalls in der "metaphysischen Gegend" von Silraw und Xooi.

      Ich hab das immer mal wieder geändert, aber nach aktuellem Stand dauert die Reise von Xooi nach Silraw etwa 7-10 Tage, je nach "Wetterlage", sozusagen. Wer in Xooi einsteigt (da gibt's mehrere Startbahnhöfe, die auch einen Einfluss auf die Dauer haben), fährt erstmal ein paar Tage durch Schalenwelten mit seltsam anders aussehenden, aber immer noch irgendwie vertrauten Gegenden, dann wird es weirder. Es kann aber auch einen Tag lang nur durch einen gleichförmigen Tunnel gehen. Um Silraw herum ist ein riesiges flaches Ödland, eine Trümmerhalde mit Bruchstücken aus anderen Welten.

      Ich bin nicht in die Geheimnisse des Zugvolkes eingeweiht ;) , aber ich stelle es mir so vor, als wäre es ein Sternenschiff, das für jeden Flug eine neue Route durch den Weltraum plant, immer neue Konstellationen und mögliche Gefahren einplant, und dann dieser festgelegten Route folgt. Es ist also nicht so, dass sich die Schalenwelten notwendigerweise so sehr verändern, da bleibt vieles auch gleich, aber die Route ändert sich.

      Die Schienen müssen nicht jedesmal neu gelegt werden. Da gibt es wohl schon ein kompliziertes Netz voller Abzweigungen. Die kompetenten Lokführer*innen wissen, wie die Weichen gestellt werden müssen, damit sie am Ziel ankommen - würden sie die falschen Strecken nehmen, würden sie wochen- bis jahrelang im Kreis fahren, ohne an einer sicheren Haltestelle anzukommen.

      Joshuah schrieb:

      Moment, und sie benutzen diese Außenweltbahn? Also sie scheint ja sicher zu sein, aber für mich wär das glaub ich wie mit der Achterbahn zur Schule fahren, nur ruhiger (ist sie denn ruhig?) xD
      Wie schon gesagt, die ist sehr zuverlässig. Aber so lange, wie die Fahrt dauert, ist das ein langfristiges Pendeln - etwa, um in den Ferien Verwandte zu besuchen. Oder Kinder werden in Xooi in ein Internat geschickt, während die Eltern in Silraw (oder noch weiter weg) wohnen.

      Solche Fernzüge haben relativ bequeme Schlafwagen, Schlafzimmer, und natürlich auch ganze Wohnungen, immerhin lebt das Zugvolk ja auch in den Zügen.

      Was nötig ist, um ein Ticket zu bekommen, ist ganz unterschiedlich, je nachdem, in welcher Welt du zusteigst - ich denke, das Zugvolk hat bei der Gründung von Xooi einen Pakt geschlossen, die dortige Geldeigenschaft anzuerkennen. Aber es ist sowieso nicht auf solches Einkommen angewiesen, sie sind vermutlich Entdecker*innen und ihre oberste Direktive dürfte sein, Welten zu verbinden.

      (Eine zentrale Inspiration fürs Zugvolk ist übrigens nach wie vor die Zugfahrszene aus Chihiros Reise ins Zauberland - da geht es aus einem bis dahin überschaubaren Setting plötzlich in endlose Weiten hinaus, die mir zumindest wie andere Welten scheinen.)

      ~

      Yay, mehr über's Zugvolk herausgefunden. :D
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    • Linie 55

      Gründungsmitglied 55 ist ja eine recht unscheinbare Person, die meist im Hintergrund blieb. Es hatte aber angeblich einmal angeregt, dass es in Xooi eine Bahnlinie geben sollte, die alle Stationen weltweit abfährt, in einer noch auszuarbeitenden praktikablen Reihenfolge. Während den Gründungsjahren war das Planen natürlich schwierig, da überall ständig neue Linien hinzukamen. 55 lebte in dieser Zeit auf einem Wohnzug, der bereits quer durch Xooi unterwegs war, und regelmäßig in den Orten hielt, in denen andere Gründungsmitglieder lebten, aber auch immer mal wieder auf Erkundungsfahrt ging.

      Es ist nicht bekannt, ob 55 nach dem Ableben der ersten Generation der Gründer*innen noch weiter unterwegs war, oder ob es sich irgendwo zur Ruhe niedergelassen hatte - entweder in einem kleinen Bahnhof in Xooi oder in einer anderen Welt. Vielleicht ist 55 auch schon dem Ruf des Reellen Zuges (der fahrenden letzten Ruhestätte des Zugvolks) gefolgt.

      In Xooi wurde jedenfalls zu seinem Andenken die Linie 55 eingerichtet, die mit einer einzelnen Zuggarnitur tatsächlich alle mit dem Zug erreichbaren Stationen in einem großen komplizierten Zyklus abfährt.

      Eine Redewendung, um auszudrücken, dass eins nicht weiß, wo etwas liegt, ist zu sagen "das liegt an der Linie 55" - und wenn etwas lange dauert, dann "wird es fertig, wenn die 55 vorbeifährt".

      L55 ist beliebt, und wenn der Zug gerade in der Nähe ist, gibt es immer Leute, die mal einen halben Tag lang mitfahren. Er fährt auch auf vielen Straßenbahnlinien (alle mit der richtigen Spurweite, das sind vielleicht sogar eh alle), bleibt aber nie lange in einer Gegend - das wäre ja langweilig. Im Zug selbst kann jederzeit gefragt werden, wann er ungefähr an einer bestimmten noch so obskuren Haltestelle ankommen wird - wenn die Antwort "in 5 Wochen am Tunderstag um 1 Uhr früh" genehm ist.

      (Das ist eh eine angenehme Zeit: Um 1 Uhr stehen die meisten Leute auf, das ist am frühen Vormittag.)

      Natürlich werden manche Verbindungsstrecken öfter befahren, aber dann fährt der Zug eher als Schnellzug durch und bleibt nicht überall stehen. Schließlich gilt es ja einen Plan einzuhalten. ;D
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    • Die Reise geht nach Tawruo.

      ~

      Tawruo ist ein Land südöstlich von Visinnur, in dem Deshni gesprochen wird. Von den drei mir bislang bekannten deshni-sprachigen Gebieten ist es wahrscheinlich das wärmste, da eines der beiden anderen (aber ich weiß noch nicht welches) wahrscheinlich ein arktisches Klima hat. Tawruo hat Wüsten, mediterrane Wälder - vielleicht auch Dschungel - sowie ausgedehnte warme Sumpfgebiete.

      Die Hauptstadt Hle-Uk-Taw habe ich schon kurz skizziert, aber ich habe noch keine genaue Vorstellung davon. Ich weiß, dass sie in einem warmen Flussdelta liegt; vermutlich gibt es hier Krokodile und andere gefährliche Tiere, die innerhalb der Stadtgrenzen aber zahm sind. Es gibt domestizierte Krokodile, die dafür sorgen, dass wilde Krokodile nicht in die Stadt kommen.

      Hle-Uk-Taw besitzt eine große Akademie der Kampfmagie bzw. Militärakademie; auf verschiedenen dazu erkorenen Schlachtfeldern werden regelmäßig Kämpfe ausgetragen. Die Bevölkerung hält ihre militärische Vergangenheit hoch (viele Siedler*innen der ersten Generation waren früher Soldat*innen.)

      Dass Xooi eine friedliche Welt ist, hindert die Tawruoner von Hle-Uk-Taw nicht daran, sich auf Waffen zu spezialisieren - sie betreiben es eben als Kunstform; es gilt als erstrebenswert, wenn eine Waffe schön, effizient und schmerzarm/nonlethal ist. Darüber, wie sehr Waffen wehtun sollen, gibt es verschiedene Auffassungen, die vermutlich damit zu tun haben, dass Leute unterschiedlich drauf sind - einige sehen es als Tugend an, Schmerzen zu ignorieren, einige als Tugend, keine Schmerzen anzurichten, und andere sind schlicht eher masochistisch.^^

      Die Stadt Kexg (Köchg) liegt auf einer rautenförmigen Halbinsel im Nordwesten Tawruos, umzingelt von einem stets ziemlich stürmischen Meer, das es darauf angelegt zu haben scheint, unpassierbar zu sein. Kexg ist als Ganzes ein großer Kegelturm, in etwa so wie in dem Bruegel-Gemälde Turmbau zu Babel, nur fertiger.^^

      In Kexg wird versucht, neue Formen der Alchemie zu entwickeln. Es gibt in den Obergeschoßen Labore mit gefährlichen Substanzen; vom Turm weg führen in alle Richtungen Kabel und Schläuche, die von oben herabhängen und dann in Leitungen durchs Land gelegt sind. Dadurch werden Substanzen geleitet, die dann teilweise außerhalb der Stadt in Teiche gefüllt werden. Auch xooischer Rauch wird in verschiedenen Varianten hergestellt.

      ~

      (Herumüberlegen)

      Ich habe hier also die Vorstellung von einer Stadt, die "Chemieabfälle" produziert, aber gleichzeitig das Gefühl, dass das in Xooi wenig Sinn macht. Vielleicht ist es wie in Hle-Uk-Taw, das sich auf Krieg spezialisiert hat in einer durchwegs friedlichen Welt. Hat eins sich in Kexg auf Verschmutzung spezialisiert? :kopfkratz:

      Naja, ich wollte eine Idee, die mittlerweile eine Dekade am Buckel hat, wieder aufgreifen, nämlich die Maù Gaihrà. (Ich glaube, das war WBO 2010?) Die sind, wie ich gerade nachlese, nicht wirklich eine Idee, die nach Xooi passt, also ... entweder ich ändere sie total um, oder es handelt sich um Wesen in einer anderen Welt, und das xooische Äquivalent funktioniert anders. Oder ich schmeiß sie gleich wieder raus...

      Vorgestellt hatte ich mir: Von Kexg führen Milchkabel weg, in denen alchemische Abfälle in Sumpfgebiete geleitet werden. Dort entwickeln sich daraus Pseudolebewesen, die wie geisterhaft-milchige Schemen aussehen, mit einer flüssigen, variablen Form. Maú-Ga-Ihra wären also eine künstliche Lebensform, die in unbewohnten Gebieten gezüchtet wird. Aber so irgendwie gefällt mir das gar nicht. :meh: Zu creepy für Xooi, zu glibberig für Jundurg.

      Was könnten denn überhaupt so Abfälle sein? Bislang ist die Alchemie ja eine recht saubere Angelegenheit. Eventuell wird bei manchen Stoffen so oft an Attributen gedreht, dass sie am Ende zwischen diesen fluktuieren und sich seltsam verhalten. Aber warum sollte eins diese wegleiten, statt sie zu vernichten?

      oh WAIT. Kabel führen in 2 Richtungen! Wenn die Kabel nach Kexg leiten, statt davon weg, dann funktioniert es vielleicht besser? Wurden in den Sümpfen wilde Mau-Ga-Ihra ausgesetzt, aus anderen Welten, und deren Ausscheidungen dann für Experimente in die Stadt geleitet? Das macht vielleicht mehr Sinn, nur gefallen mir die Mau-Ga-Ihra selbst immer noch nicht. Mir gefällt einfach nur die Ästhetik eines hohen Kegels von dem Leitungen wegführen. Woher hab ich das überhaupt? o_0 Ich misstraue dieser Idee, je länger ich darüber nachdenke. Ok, erstmal wieder weg damit. :schmoll:

      ~

      Kexg als Zentrum für Alchemie ... muss vielleicht nicht sein. Es könnte aber ein Luftschiffhafen sein. Hmm, Sturm und Luftschiffe vertragen sich nicht besonders.^^ Ein U-Boot-Hafen? Gibt es unter Tawruo ein Netzwerk von Kanälen, durch das überallhin gefahren werden kann? Oder unterirdische Städte? Reicht der Kegel gar noch tief in den Boden hinein?

      Hm. Wetterkontrolle würde es wohl auch möglich machen, Schiffe mit ihrem eigenen Wetter auszustatten - also dass der Sturm ums Schiff herumgeht, bzw. vielleicht sogar vom Schiff aus gesteuert wird. Ist Kexg also das Zentrum der tawruonischen Flotte, mit Schiffen, die sowohl am Meer als auch durch die Luft fahren können? Ich stelle mir ein Schiff vor, dass auf einer wettergesteuerten Welle nach oben in die Luft geschossen wird, Segel ausbreitet, und sich zum Luftschiff umbaut. o_0 Kexg als Zentrum der tawruonischen Wetterkontrolle klingt nicht so falsch.

      ( ... hm, vielleicht wird in Kexg Frische massenproduziert, und (atembare) Frischluft/Frischrauch weggeleitet, damit auch in Orten Unterrauchs oder Unterwasser geatmet werden kann - das klingt halt nach einem ziemlichen Sicherheitsproblem; wenn da ein Kabel reißt, erstickt ein Dorf. NE. )

      edit: Kexg könnte trotzdem Frische produzieren, dann aber gleich für die ganze Welt. Aber eigentlich sind dafür Bäume zuständig (Photosynthese, oder was immer das xooische Äquivalent dazu ist).

      Eine Stadt mit Meteorologie-Fokus könnte - gerade wegen der Kegelförmigkeit - auch cool in Szene gesetzt werden, wenn sie permanent das Zentrum eines Orkans bildet. Heftige Startbedingungen für Luftschiffe. o_0 Aber wäre zumindest ästhetisch was Eindrucksvolles. Nebenbei bemerkt ist die Stadt auch mit normaler (unterirdischer) Zuganbindung versehen. Ich weiß noch nicht genau, wie die Routen von Tawruo aussehen. Es gibt jedenfalls mit Tirdim eine Grenzstadt, die bereits im visinnischen Netzplan zu finden ist. :)

      Naja, ich denke ich schließe hier mal, ich hab gerade nicht so die guten Ideen.
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    • Hallo Jundurg ^.^

      Ich find gar nicht, dass die Ideen schlecht sind! Und ehrlich gesagt sind das Seiten von Xooi, die ich so noch gar nicht gekannt habe. Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass es Waffen gibt und Schlachten stattfinden.

      Jundurg schrieb:

      viele Siedler*innen der ersten Generation waren früher Soldat*innen.
      Aha, also Leute, die ursprünglich aus anderen Welten nach Xooi gekommen sind, und dort eben im Militär waren? Das ist ein interessanter Twist irgendwie, also dass Soldat*innen in eine explizit friedliche Welt kommen, deren Frieden sogar von einem mächtigen Zauber aufrechterhalten wird, sie aber ihre "militärische Kultur" (oder so ._.) für so wichtig erachten, dass sie sie sogar in Xooi noch pflegen. Mich würden da echt die Hintergründe interessieren.
      Und was denken die anderen Leute in Xooi über Militär? Ich mein, eigentlich braucht ja keiner dort Militär, so wie ichs verstanden hab.

      Jundurg schrieb:

      es gilt als erstrebenswert, wenn eine Waffe schön, effizient und schmerzarm/nonlethal ist.
      Hm, interessant. Dann kann so eine Waffe vielleicht betäuben, oder jemanden in Schlaf versetzen? Tolle Idee find ich!
      Und was Du schreibst lässt auch Raum für Xooische Schmerzinduktoren für Masochist*innen ;p

      Ach, ich les jetzt erst Deinen Text über Hle-Uk-Taw in dem Post, den Du verlinkt hast. Also Militär als Erinnerungskultur?

      Jundurg schrieb:

      Kexg ist als Ganzes ein großer Kegelturm, in etwa so wie in dem Bruegel-Gemälde Turmbau zu Babel, nur fertiger.^^
      Ist ja witzig, dieses Gemälde war auch Inspiration für mein Jeirtalar. Ist ja auch ein dolles Ding, das muss an dieser stelle gesagt sein ^.^ Aber Jeirtalar ist viel düsterer.

      Jundurg schrieb:

      Wetterkontrolle würde es wohl auch möglich machen, Schiffe mit ihrem eigenen Wetter auszustatten - also dass der Sturm ums Schiff herumgeht, bzw. vielleicht sogar vom Schiff aus gesteuert wird. Ist Kexg also das Zentrum der tawruonischen Flotte, mit Schiffen, die sowohl am Meer als auch durch die Luft fahren können? Ich stelle mir ein Schiff vor, dass auf einer wettergesteuerten Welle nach oben in die Luft geschossen wird, Segel ausbreitet, und sich zum Luftschiff umbaut.
      Wow, das klingt echt abgefahren! Und in einer guten Art find ich.

      Auch Deine Idee, diesen Turm im Zentrum eines Orkans zu haben find ich cool. Das beflügelt zwar ehrlich gesagt alles meine Fantasie, ich würd mich hier aber mal drauf beschränken, Dir zu sagen, dass ich das spannend und ganz doll finde ;D
    • Ach schlecht fand ich nur, dass ich irgendwie mehrere vage Ideen hatte, aber keinen gemeinsamen Nenner gefunden habe für die Stadt Kexg. Hle-Uk-Taw ist zwar noch nicht viel bebastelt, aber fühlt sich eher richtig an. Ich glaube, am meisten macht es mir Probleme, wenn ich ganz altes Weltenmaterial (2010) versuche aufzugreifen, aber merke, dass es mir überhaupt nicht mehr passt. Am ehesten würde ich das gerne überschreiben, das hält besser als löschen. Mal sehen.

      Joshuah schrieb:

      Aha, also Leute, die ursprünglich aus anderen Welten nach Xooi gekommen sind, und dort eben im Militär waren? Das ist ein interessanter Twist irgendwie, also dass Soldat*innen in eine explizit friedliche Welt kommen, deren Frieden sogar von einem mächtigen Zauber aufrechterhalten wird, sie aber ihre "militärische Kultur" (oder so ._.) für so wichtig erachten, dass sie sie sogar in Xooi noch pflegen. Mich würden da echt die Hintergründe interessieren.
      Ich glaube, das Aufrechterhalten einer alten Kultur passt gar nicht so nach Xooi, fällt mir gerade auf. Eher ist es so, dass Soldat*innen, die nach Xooi kamen, sagten, was können wir gut? Na dann lass uns mal Militär perfektionieren. Xooi ist ja eine Welt, in der "groß gedacht" werden soll, laut den Gründer*innen, und es kann eben nicht nur Kunst und Wissenschaft sein, sondern auch anderes. In Tawruo ist es dann die Erforschung des Krieges als einer Konstante der Menschheit. Und sowas wie Kriegskunst?

      Joshuah schrieb:

      Und was denken die anderen Leute in Xooi über Militär? Ich mein, eigentlich braucht ja keiner dort Militär, so wie ichs verstanden hab.
      Schwer zu sagen. Ich glaube, es muss eine Grundsatzdiskussion gegeben haben, dass von Xooi aus keine Militäreinsätze auf anderen Welten gemacht werden - dafür bräuchten sie die Zustimmung des Zugvolks, und die haben sie nicht. In Xooi selbst gibt es keine echten bewaffneten Konflikte.

      Der Aspekt Waffenentwicklung fällt unter Wissenschaft; die Schlachten selbst können sowohl Unterhaltung, Kunst als auch Sozialstudie sein. Manche kämpfen auch einfach gerne, und dies unter kontrollierten Bedingungen zu tun, ist ideal - eine Art LARP, nur dass der Fokus vielleicht nicht so sehr auf dem So-Tun-Als-Ob liegt, sondern schon "echt" gekämpft wird, aber mit nonlethalen Waffen, je nach Kampf vorher vereinbarten Regeln (inkl. Safewords^^) und medizinischer Versorgung, falls doch etwas passieren sollte.

      ~

      Kexg - Zentrum des Orkans ist wahrscheinlich noch die beste Idee, und es ist ein Hafen für Sturmschiffe. (Luftschiffe, die bei normalen Winden nicht fahren können?^^) Was ist sonst der Fokus der Stadt? Vielleicht ... Geschwindigkeit. Hier legen die Leute es drauf an, richtig schnell und hoch zu fliegen. Im Inneren gibt es mehrere Stockwerke von Gärten. Mehr brauche ich vielleicht erst noch nicht, ich kann ja mal Tawruo grob skizzieren.

      Gaalgomaan. Stadt im Nordosten. Über die weiß ich momentan nur, dass sie eine hohe Bevölkerungsdichte hat? Liegt am Rand des Einzugsgebiets des Fokodejtaw.

      Fokodejtaw - ein Vulkan, der Realitätsverwerfungen ausspeiht? Nein, ich habe noch keine konkrete Vorstellung.^^ In seiner Umgebung wandelt sich die Landschaft nach jedem Ausbruch, d.h. wo vorher eine Wüste war, ist danach ein Wald, oder so. Das Ganze ist aber stabil genug, dass Xooi nicht bedroht ist, und es auch für Menschen eher ungefährlich ist, im Vulkangebiet zu reisen. Eins kann sich dabei aber in Landschaften aufhalten, die nur noch temporär da sind, und eigentlich schon vom letzten Ausbruch "überlagert" wurden, aber noch für eine Weile weiterexistieren und mit etwas Geschick besucht werden können.

      Maú-Ga-Ihira - eine Gruppe von Leuten, die sich einer speziellen Art der "Pantomime" im weitesten Sinn verschrieben haben, bei denen die Gestalt sich kontinuierlich flüssig ändert - die Leute sind also von mehreren Schichten Nebelwolken umgeben, deren Form sie steuern können. Sie können daher auf einer Bühne auch viele Meter groß erscheinen, auch wenn sie eigentlich nur in der Mitte einer solchen Wolke stehen und die Bewegungen lenken. Der Name der Gruppe bezieht sich ursprünglich auf eine Lebensform, die es auf einer der entfernteren Herkunftswelten gab, die ansonsten nur noch als Gruselgeschichte erhalten hatte.

      Zahnklippen bei Tirdim - unnatürlich scharfe Klippen an einer Rauchmeerküste; das Gestein ist durchsichtig und bricht das Licht vielfältig. Über die Zahnklippen führen Kletterrouten

      Rauchlagunen und Rauchwälder - Westküste von Tawruo; hier ist das Rauchmeer sehr flach, und es gibt viele Inseln. An den Küsten pflanzen Leute Bäume im Rauchmeer, die dort natürlich kein Licht kriegen würden - deswegen werden sie entweder woanders hochgezogen und verpflanzt, es wird Licht hingeleitet, oder einfach ein Teil des Meeres "hellgelegt", bis der Baum die entsprechende Höhe hat. Es gibt auf diese Weise riesige Wälder, die unterrauch stehen.

      Die Südküste (inklusive dem Flussdelta, in dem Hle-Uk-Taw liegt) ... ist wohl auch eine Rauchmeerküste? Der Fluss würde also weniger "münden" als vielmehr unterrauchs weiterfließen. Das alte Problem, wie ich Rauchmeere und Wassermeere in einer Welt kombiniere... Naja, ein andermal.^^

      ~

      Insgesamt bastle ich Tawruo für mein Gefühl zu sehr als "the Other", die Fremde, der "Orient". Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, wie es ist, dort zu leben. Das ist schade, und daher muss ich mal Charaktere kennenlernen, die von dort sind, oder - vielleicht für mich als zeitlebends festverwurzelte Mitteleuropäer*in leichter denkbar - dorthinziehen.

      Warum würde jemand nach Hle-Uk-Taw ziehen? Um Kampfmagie zu studieren? Es ist aber natürlich auch eine Großstadt, und die dortige Universität sicherlich auch eine der größeren von Xooi. Um Deshni zu lernen. Bestimmt gibt es auch eine lokale Musikkultur, und Sport der nicht so martialisch daherkommt. Vielleicht ist die Stadt sogar ein guter Ort, um eine Familie zu gründen - weil es in Nachbarschaften ein besseres Solidaritätsgefühl gibt als in manchen Gegenden Visinnurs? Wenn eins nichts dagegen hat, dass die Kinder mit zahmen Krokodilen spielen.^^ Weniger sture Bürokratie, vor allem wenn es um Ästhetik geht.

      Wer Teil von großen Projekten sein will, die längere Zeit dauern und von vielen Einzelpersonen gemacht werden - im Gegensatz zur individualistischen Künstler*in mit Vision - ist in Tawruo besser aufgehoben als in Visinnur. Gut eingespielte Ensembles und Orchester. In Gālgomān gibt es riesige permanent bespielte Opernlandschaften; die Musik folgt vordefinierten Regeln oder wird während der laufenden Vorstellung komponiert, dann müssen die neuen Noten angekarrt werden, damit Leute weiterspielen können; wenn eine Schicht Musiker*innen Pause macht, kommt die nächste; die Anlage ist so groß, dass eins nur immer einen Teil hören und sehen kann.

      ~

      Über Musik von Xooi habe ich mir seit Neubau noch nicht so viele Gedanken gemacht, weil ich dann immer überlege "ah und wie klingt das genau?" und den Druck auf mir spüre, dann selbst etwas komponieren zu müssen - und das geht dann schief, weil ich nicht die Lust hab, die Arbeit von einem ganzen Volk alleine zu machen. Ist ja auch unsinnig.^^ Also werde ich abstrakter bleiben.

      Ich glaube, dass in Xooi die 17edo-Stimmung weit verbreitet ist neben der bei uns klassischen 12edo. (Also 17 gleichmäßige Schritte in der Oktave) Verschiedene Musikstile haben auch ein ganzes Instrumentarium in einer bestimmten Stimmung, natürlich auch noch in vielen anderen neben 12edo und 17edo. Vielleicht hab ich auch mal Lust, Orchester zu basteln. Neulich hatte ich zumindest schon mal Idee von extrem hoch gestimmten "Piccolo-Violinen", die nur funktionieren, weil die Saiten alchemisch reißfest gemacht wurden, und dann eben sehr dünn und stark gespannt. Und bei der Charakter-Challenge hatte ich auch noch eine Person dabei, die professionell "Trompetenwerk" spielte. Eine Art Kreuzung aus Blechblasinstrumenten und Orgel? ^^ Und natürlich auch wichtig, Instrumente, die von vielen gemeinsam gespielt werden. Musikalische Teamarbeit. :) (Als Inspiration denke ich an die baskische Txalaparta und an westafrikanische Pattern, bei denen eine Person immer genau die Schläge zwischen denen der anderen Person spielt...)

      (Den Link zum Xenharmonic Wiki hab ich grade erst gefunden und argh ich muss da erstmal Zeit verbringen^^)
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    • Ich habe hier schon zum Kalender und Tag-/Nachtzyklen gebastelt, und will das ausbauen. :)

      Letztes Mal war ja das Problem, dass ich gesagt habe, dass Zyklen im Norden (am Pol des Paraboloids) kürzer sind (absolut in Stunden gemessen) als im Süden, aber dass ich keine konkrete Vorstellung hatte, wie das aussieht. Wenn nämlich das Sonnenlicht um das Paraboloid rotiert - so wie bei uns eben der Tag um den Planeten herum wandert - dann würden die größere Zahl der Drehungen im Norden ja bewirken, dass eine Spirale entsteht, und diese immer weiter gedehnt wird - bis nur noch Zwielicht übrigbleibt. Geht also nicht.

      Gestern Nacht hatte ich eine Idee: Tage wandern nicht rund um das Paraboloid, sondern steigen vom Rand zum Pol auf. Die Tag-/Nacht-Streifen werden aber, je länger sie wandern, immer dünner, bis am Pol schließlich allmählich Zwielicht entsteht. An einem Breitengrad gibt es damit eine fixe Länge des Tag-Nacht-Zyklus (zum Beispiel, 24 Stunden), südlich davon sind es mehr, nördlich weniger. Aaaaber das geht auch nicht, wie ich gerade festgestellt habe, denn damit sich das ausgeht, müssen die dünneren Streifen langsamer wandern, und Tage wären dann erst recht wieder gleich lang. :meh:

      Dennoch, dass die Tage von Süden nach Norden wandern, mag ich schonmal. Natürlich sind die Streifen nicht ganz eben, sondern liegen schief, und die Achse könnte dann auch wieder rotieren.

      Wenn die Tage und Nächte im Süden wirklich länger sind, entsteht ein Muster - es wird sich immer mal wieder synchronisieren, d.h. es gibt einen Zeitpunkt, da geht am ganzen Paraboloid gleichzeitig die Sonne auf, dann enstehen Verwerfungen, Streifen... und wieder Reset. (Ich hab das gerade mit Tonleitern simuliert, die in Vierteln, Triolenvierteln und Achteln parallel laufen.)

      Alternativ sind die Zyklen überall gleich lang, aber die Streifen bewegen sich schneller im Süden und sind breiter. Ich glaube, von der Ästhetik mag ich das, aber der Mindfuck würde halt fehlen - bis auf das, dass es im Süden dann genaugenommen mehrere Tage später ist als im Norden - bei unserer Erde geht das ja nur mit einem Tag, hier wären es tatsächlich schon ... ein Dutzend? ^^
      Die Breite der Streifen hätte vor allem den Effekt, dass im Süden Nächte viel dunkler werden können, und in Polnähe dann mehr Zwielicht herrscht - was ja ästhetisch auch einigermaßen passen würde.

      Was passiert, wenn die Streifenschieflage jetzt auch noch rotiert? Gah, meine räumliche Vorstellungskraft streikt jetzt. :hmm: :faint:

      Ich vermute: Wenn eins an einer Stelle lebt, wo die Streifen gerade nach unten gehen, dann sind die Zyklen dort kürzer als auf der gegenüberliegenden Seite des Paraboloids; es gleicht sich aber alles wieder aus, weil den kürzeren Tagen ja auch wieder längere folgen.

      Ich bin ja an nichts gebunden, also es kann was rotieren, muss aber nicht, und es kann aber auch eine Achse komplett woanders im Raum stehen - die Rotationsachse des Rotationsparaboloids ist halt die naheliegendste Stelle, etwas zu machen, aber vielleicht war das für die Designerin James Rontonin nicht kompliziert genug.^^

      OK, stop.
      Wenn ich unterschiedlich lange Zyklen habe, dann folgt daraus logisch, dass es sich alles in regelmäßigen Abständen synchronisiert.
      4+4+4 = 3+3+3+3, d.h. wenn die Dauer im Verhältnis von 4:3 steht, vergehen an einem Ort 3 Tagnachtzyklen, wenn an anderer Stelle 4 vergehen, und es beginnen dann wieder 2 Tage zur gleichen Zeit. Wenn die Verhältnisse weniger harmonisch sind, dauert es entsprechend länger, bis sie wieder aufeinandertreffen. Wenn ich Flächen habe, bei denen die Zyklenlängen in einer Richtung kontinuierlich zu- oder abnehmen, dann entstehen Muster und Verzerrungen.

      Eine Möglichkeit wäre natürlich, auf die Kontinuität zu verzichten - dann hätte ich natürlich am Paraboloid scharfe Zyklusgrenzen, wo es auf einer Seite Mittags und auf der anderen Mitternacht sein kann. Ich glaube nicht, dass mir das so wirklich gefällt.

      Nochmal weirder: Tag-Blasen wandern einfach irgendwie auf dem Paraboloid herum in eigenen Bahnen, spalten sich manchmal auf und vereinigen sich ein anderes Mal wieder. :freak: Dann wäre es an manchen Stellen vielleicht sogar immer Nacht, und anderswo immer Tag?

      Ein Gebiet wie Visinnur müsste also nur in Schusslinie einer regelmäßig kommenden Tagblase liegen, die vom Rand aufwärts wandert. An anderen Stellen kommen Tagblasen etwas seltener vorbei, oder auch unregelmäßig?

      WTF... das Eigenartige ist, es ist so extrem weit hergeholt, aber gleichzeitig sind Tagblasen jetzt auch gar nicht so unsinnig, weil das Licht der Sonne ja schließlich irgendwie durch den leeren Weltraum geleitet wird und dann irgendwo in einem Bereich auftrifft - macht Sinn, wenn der rund ist.

      Vielleicht gibt es am Paraboloid mehrere Tagblasen, die jeweils ihre eigenen Bahnen haben, und diese zyklisch abfahren; an manchen Stellen kommen 2 verschiedene vorbei, da gibt es also 2 ineinandergehende Tag-Nacht-Zyklen; an anderen Stellen ist es immer dunkel, an manchen immer hell, weil eine Blase dort fast steht. Wenn es designt ist, kann es natürlich so gemacht werden, dass Blasen sich nie treffen, oder sich immer treffen ... dass sie in harmonischen Zahlenverhältnissen zueinander stehen.

      Okay - ich hatte gehofft, etwas Normaleres zu basteln, aber ... passiert. ;D Keine Ahnung, ob das jetzt in Xooi so läuft oder nicht, das halte ich mir frei.^^
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    • Ich bin im Moment gesundheitlich etwas angeschlagen; wenn ich bastle, dann setz ich mich einfach nur an meinen Netzplan und füge ein paar Ortsnamen ein, immer mal wieder zwischendurch.

      In den letzten Monaten dürfte er sich an der Stationenzahl so etwa verdoppelt haben. :o Viele bislang lose benetzte Gebiete sind jetzt mit Dörfern aufgefüllt worden, zusätzlich hat sich an fast allen Rändern etwas erweitert; insbesondere das Gebirgsgebiet im Süden ist neu dazugekommen.



      Eigentlich müsste ich jetzt alles ordentlich auseinanderrücken, so dass wieder korrekt um die Großstädte Ballungsgebiete erkennbar sind, während in dünner besiedelten Gebieten weniger Orte sein sollten. Aber automatisch lässt sich das nicht machen, da müsste ich also viel manuell herumschieben, da habe ich im Moment nicht so Lust drauf. Im Zweifelsfall ist es eben ein Netzplan und die Dimensionen stimmen nicht mit der Wirklichkeit überein...

      Von der Anzahl der Stationen müsste ich ungefähr bei der Hälfte der Gemeindenanzahl Niederösterreichs liegen - wenn das ganze etwa so groß sein soll wie Deutschland, und etwa so viele Orte haben sollte wie Bayern ... hab ich noch viel vor mir.^^ Aber ich kann es auch jederzeit so stehen lassen. Solange ich Spaß am Ortsnamen-Erfinden habe, erweiter ich halt, wo geht. :)
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    • (Geographie, laut gedacht...)

      Spoiler anzeigen

      Beim Erweitern des Netzplanes denke ich ein bisschen darüber nach, was sich an und hinter den jeweiligen Rändern von Visinnur befindet.

      Im Norden führt eine Linie nach Biatu und endet dort; das war schon in sehr frühen Versionen des Netzplans so, die dortigen Dörfer gehören zu den ältesten Einträgen am Plan. Über Biatu (sprich: Bžat') weiß ich immer noch nur sehr wenig. In früheren Versionen war es ein englischsprachiges Gebiet, sogar das einzige überhaupt. Das ist jetzt, wo ich weiß, dass Englisch in vielen Gegenden Xoois gesprochen wird, nicht mehr so wirklich wichtig.

      Da ich außerdem an den Dimensionen gedreht habe, liegt Biatu nicht mehr so nah am Nordpol... aber durchaus schon in einer sehr kalten Gegend. Also nicht, dass sich Wetter unbedingt an die Breitengrade halten müsste, aber die Nordgrenze von Visinnur ist generell als Übergang in eine kältere Klimazone angedacht.

      Aber was ist dann jenseits von Biatu? Ist da einfach nur diese eine Stadt und ein paar Dörfer rundum, die irgendwie nicht mehr zu Visinnur gehören? Oder gehört es eh zu Visinnur?

      (Okay, "gehört zu" ist in Xooi eine relativ weiche Angelegenheit. Es gibt überlappende Grenzen; Orte darin können zu mehreren Gebieten gezählt werden, je nachdem, worum es geht. Sprach- und Kulturgrenzen sind nicht überall so hart.)

      Na gut. Derzeit hab ich 3 deshi-sprachige Gebiete, nämlich Tawruo, Romiki und Quatd. Da ich merke, dass die Gegend bei Tirdim nicht so nah an Tawruo sein kann, würde ich sagen, das ist noch ein weiteres. Tawruo habe ich schon gebastelt. Bei den anderen überlege ich, eines in die Arktis zu setzen.
      Weiters hatte ich die Idee, ein anderes Land, das ich ursprünglich südlich von Visinnur hatte, ebenfalls auf den Pol zu packen, vllt sogar mit dem zu verschmelzen.

      Die "Yaturie" war in älteren Versionen mal: a) Pseudo-Frankreich, b) das Land der abstrakten Kunst und c) hatte lauter doofe Namen, inklusive "Yaturie". Ich will den "Frankreich"-Aspekt subverten, indem ich es in die Arktis verfrachte; der Fokus auf abstrakter Kunst und Philosophie bleibt (sonst kann ich es ja gleich rausnehmen) und der Name "Yaturie" wird erstmal weggelassen. Stattdessen siedle ich das im deshi-sprachigen Land Quatd an. Vielleicht ist Yaturie dort ein Fluss, oder der Name einer Philosophie, oder sonstwas, das leg ich später mal fest. Vielleicht reiße ich die beiden Ideen aber auch wieder auseinander.

      Nun denn.


      Quatd

      Quatd ist eisig kalt, dicht besiedelt, voller moderner Hochhäuser, verfügt über ein eigenes effizientes Schlittennetzwerk. Es nimmt eine große Fläche ein, die den Nordpol einschließt; einige Gebiete bestehen aus Eiswüste, viele andere sind jedoch genauso dicht besiedelt wie die Metropolregionen anderswo in Xooi. Wer in Quatd aufwächst, kann mit Wärmezaubern umgehen, ohne nachzudenken. Diese sind so aufgebaut, dass sie Menschen warm halten, und ein normales Leben ermöglichen, ohne allerdings ständig das Eis wegzuschmelzen. In den Städten sind viele Gebäude u.a. aus Eis gebaut, also wäre das eine schlechte Idee.

      Einige Gegenden von Quatd sind auch etwas wärmer; es gibt einen See, um den herum es etwas wärmer ist.

      Ich habe oben das Wort "Eiswüste" verwendet, und genau diese Idee wollte ich eigentlich umdrehen. Also: Quatd ist das Gegenteil einer Eiswüste. Es gibt hier alles, nur kein Ödland; es gibt Eis-Metropolregionen, und Eis-Wälder in denen Eisfarne in den Himmel wachsen. Quatd hat eine eigene Flora und Fauna, die nach etwas anderen Regeln funktioniert als anderswo.
      Vielleicht gibt es auch Eisvulkane und Eislava. :fluecht:

      Auf alchemischer Ebene: Das, was Pflanzen zum Wachsen brauchen, ist in Quatd quasi in Eis und Schnee verpflanzt (no pun intended) worden. Das ist etwas Ähnliches wie "Frische", das Xooi-Äquivalent von Sauerstoff, "das was geatmet wird". Ich könnte es "Fäule" nennen? Hmmm...

      Ich glaube, das "d" in Quatd ist eher stumm. Es hat wohl etymologische Gründe, das es dasteht. Aber viele sprechen es auch aus, vor allem Leute, die nicht von dort sind. Das Deshni, das in Quatd gesprochen wird, unterscheidet sich wohl genügend von dem in Tawruo, das es als eigene Sprache gezählt werden kann -> Quatdeshni.^^

      In meiner bisherigen Vorstellung ist das Land circa qua(t)dratisch. :autsch:

      Schlitten - vielleicht sind die Spuren alchemisch behandelt, so dass sie unnatürlich glatt sind; wenn sie eben sind, fährt ein Schlitten quasi unbegrenzt weiter, wenn er einmal angestoßen wurde. In den Städten kann zusätzlich noch mit der Schwerkraft ein bisschen gespielt werden.

      Ich hab jetzt mal zwei Metropolregionen: Eine mitten im Eis, und eine rund um den See. An den See verfrachte ich das, was ich in früheren Weltversionen schon gebastelt hatte, also das Land der abstrakten Kunst. Im Eis ist die Metropolregion, die sich einer effizienten Wissenschaft verschrieben hat, und der kühlen Rationalität; Privatsphäre ist dort nebensächlich, und Individualismus gilt als nettes Extra, das aber nicht für sich erstrebenswert ist - denn die wahre Kunst ist ebenso wie die Mathematik objektiv, oder sollte es zumindest sein.

      Dementsprechend ist Musik in Quatd eine sehr mathematische Disziplin; einfach mal ein Lied trällern gilt als banal und vernachlässigbar; Emotion ist zwar eine Möglichkeit, aber eher als "Reaktion des beschränkten menschlichen Geists auf die wahre Kunst" und nicht als Ziel.

      Diese radikale Sicht hat mehrere Wurzeln; einerseits der Transhumanismus des Gründers Duvilo Imigmo; die Philosophie des Jenkinnisch-Quatdeshniers von Apoustinnes Labonno, die eher eine Kunstphilosophie war, sowie das kommunale, anti-individualistische Denken, das für deshni Kultur (wie auch in Tawruo) charakteristisch ist.

      In Quatd gibt es kaum traditionelle Familien; Kinder werden gemeinsam aufgezogen.
      Was ich über die Extreme der Gesellschaft skizziert habe, sind aber genau das: Extreme. Tendenzen. Es ist also nicht so, dass Kinder von klein auf darauf gedrillt werden, abstrakte Kunst vorzuziehen - vielmehr sind das die vorherrschenden kulturellen Werte; wer damit nicht gut kann, wandert eventuell aus; umgekehrt ziehen Leute von ganz Xooi nach Quatd, die sich für eine pure, abstrakte Kunst interessieren.

      Beziehungen werden in Quatd meist sehr explizit geschlossen. Es werden zwar keine Verträge aufgesetzt, aber es wird zu Beginn und immer wieder verhandelt, was die Beziehung für die Beteiligten Personen bedeuten soll; eine monogame romantische Bindung wie sie in unserer Welt verstanden wird gilt als absurd, warum sollte jemand alle Eigenheiten einer Beziehung zusammenschmeißen und normieren?

      Es ensteht hier ein Paradoxon: Die anti-individualistische Gesellschaft lässt standardmäßig mehr Platz für individuelle Bedürfnisse als es anderswo normal ist. Nicht nur enge Beziehungen, sondern auch lose Freundschaften werden ausgehandelt und es werden die Bedingungen, unter denen sie klappen, diskutiert, durchaus auch als ganzer Freundeskreis.

      Das ist für Leute von außerhalb sehr befremdlich. Wer von Visinnur nach Quatd zieht, wird ordentlich anecken dabei, einfach irgendetwas anzunehmen - was nicht vereinbart wurde, gilt nicht. Wer jemanden nach Hause einlädt, muss erst festlegen, welcher Art der Besuch sein soll. Natürlich gibt es da schon eine gewisse Anzahl an Schablonen, aber diese werden genau als solche verstanden: Default-Möglichkeiten, die v.a. den Umgang mit Fremden erleichtern, die aber diskutiert und verändert werden sollen. Und was genau eine solche Schablone (sagen wir mal "künstlerisch-intime Freundschaft") per default beinhaltet, ist in Büchern nachzulesen (für Fremde sehr zu empfehlen, um sich zurechtzufinden), und unter Umständen auch nummeriert, es gibt also eine "Künstlerisch-intime Freundschaft Typ B3". Wie sehr solche Schablonen verwendet werden, ist aber unterschiedlich - manche bevorzugen auch, jedesmal bei Null zu beginnen, und eine neue Beziehung Schritt für Schritt durchzudenken.

      (Ich hab jetzt selbst ein komisches Gefühl dabei, wenn ich das formuliere. Irgendwie habe ich da Ideen, die mir sehr sympathisch sind, zusammengeworfen mit solchen, die mir sehr unsympathisch sind - und kann jetzt beim besten Willen nicht mehr sagen, ob ich mich in Quatd wohlfühlen würde.)

      Es gibt regionale Unterschiede. Mancherorts sind Leute besonders bei sexuellen Beziehungen sehr genau am Verhandeln; andernorts ist das etwas lockerer, dafür sind berufliche Beziehungen ganz streng geregelt. In manchen Gegenden wird Kunst als ein gemeinsames Forschungsprojekt angesehen, und in manchen Gegenden als individuelles Ziel der Entmenschlichung. (Letzteres ist mehr die radikale Denke von Duvilo Imigmo und Apoustinnes L.)

      (Anm.: Ich muss "Duvilo Imigmo" nervigerweise immer ausschreiben, da es ja auch noch Aurimo Duvilo gibt, dessen Ex-Partner, von dem Imigmo den Nachnamen geklaut hat, weil sein Herkunftsname (Lez-Anjn) ein banaler Allerweltsname war, und nicht so gut zum Berühmtsein geeignet - das versucht Imigmo aber eher zu verstecken. ;) In Quatd werden Nachnamen den Vornamen vorangestellt, deswegen Duvilo Imigmo.)

      ...

      Ich glaube fast, ich werde einen Teil der Sachen, die ich ursprünglich für dieses (Duvilo Imigmos) Gebiet gebastelt habe, nach Jenkin verlegen - dort passen manche Sachen besser hin. Mal sehen. Ich will jedenfalls die Freiheit haben, alte Assoziationen etwas aufzubrechen und neue zu erstellen - da entstehen interessante Reibungen. :)

      ~

      Potentielle baldige Bastelthemen:
      - Orchester und Stimmungen in Xooi
      - Metropolregionen von Quatd
      - Eisflora und Eisfauna
      - Verbindung Visinnur-Quatd (Transarktische Bahn)
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    • Hm, das ist ein echt interessanter Ort, diese Stadt Quatd, und sie hat eine fast noch interessantere Kultur. Ich kann mich ehrlich gesagt kaum entscheiden, ob ich der Eislava oder doch der "künstlerisch-intimen Freundschaft Typ B3" den Vorrang gebe xD. Also ich hab auch viele Fragen, und ich merke gerade, dass ich Dich unten ganz schön löchere. Naja ._.

      Jundurg schrieb:

      In Quatd gibt es kaum traditionelle Familien; Kinder werden gemeinsam aufgezogen.
      Aber es gibt zumindest ein paar traditionelle Familien? Gibt es auch irgendwo niedergelegte Definitionen von Eltern-Kind-Beziehungen? Ich frage mich auch generell, wie es ist, dort aufzuwachsen. Wird den Kindern in den "Kindergärten" (Wie wird die Institution genannt, die für die Erziehung der Kinder zuständig ist?) erklärt, dass sie am besten erst einmal Erzieher*innen konsultieren solle, wenn sie mit irgendjemandem eine Freundschaft eingehen wollen, damit sie schonmal ein Gefühl für diese Art von klaren Absprachen bekommen?

      Jundurg schrieb:

      Dementsprechend ist Musik in Quatd eine sehr mathematische Disziplin; einfach mal ein Lied trällern gilt als banal und vernachlässigbar; Emotion ist zwar eine Möglichkeit, aber eher als "Reaktion des beschränkten menschlichen Geists auf die wahre Kunst" und nicht als Ziel.
      Was ist dann der "Zweck" der Quatdischen (ist das das richtige Wort?) Musik? Vielleicht um bestimmte Statements zu setzen? Hmm, Du sprichst auch von "wahrer Kunst", ich schätze es gibt darüber bestimmte Standpunkte, die die Quadter*innen (Wie nennen sich die Bewohner von Quadt eigentlich?) anwenden, um "wahre Kunst" zu beschreiben?

      Nun ja ^.^
    • Ich mach da mal noch ein bisschen weiter.

      La Ucui ist die Hauptstadt von Quatd und eine Eismetropole, Zentrum eines ausgedehnten Städteclusters.

      La Ucui wird /laø'cyi/ gesprochen (wie immer nur dann, wenn ich das mit dem IPA richtig hingekriegt hab. ;) ) Leute, die mit dem hart gesprochenen "c" Probleme haben, würden wohl "Lla Ötschüi" sagen.

      Die Stadt wird dominiert von geraden Straßen; Häuserblöcke sind teilweise in Sechsecken angeordnet, bei denen aber Seiten abgeschnitten werden, damit Straßen geradeaus weiterführen können; andere Teile haben rechteckige Blöcke. Es gibt eine klare Trennung zwischen den Hauptstraßen und den Gassen; Hauptstraßen sind breite, geradlinige Alleen mit Eisbäumen, zwischen denen Schneeballhörnchen herumspringen; auf ihnen fahren breite Schlitten in regelmäßigen Abständen; manche fahren langsam und bleiben nie stehen, andere verhalten sich eher wie Straßenbahnen. Das hängt von der jeweiligen Straße ab. Die Eisbäume stehen alle zueinander im selben Abstand und werden sorgfältig getrimmt.

      Die Gassen sind schmal und stets leicht kurvig. Sie bieten kleine Durchschlüpfe zwischen den Häusern eines Häuserblocks, sodass auch innen liegende Häuser leicht erreicht werden können. Viele der Gassen haben ein individuelles Flair - das widerspricht ein wenig der LaUcuischen Mentalität, bei der Individualität nicht so viel zählt; aber es muss bedacht werden, dass Gassen insbesondere auch der Ort sind, in denen Kinder eines Blocks die meiste Zeit verbringen, und die haben bei der Gestaltung tatsächlich viel zu sagen. :)

      Die Stadtalleen hingegen sind vor allem effiziente Wege, von A nach B zu gelangen. Wer sich auf den Hauptstraßen bewegt, sollte sich leise verhalten wie in einer Bibliothek - die Schlitten gleiten geräuschlos, und die meisten Leute wollen die Möglichkeit haben, in ihren Gedanken versunken zu sein. In La Ucui wird mehr geforscht als produziert; es beherbergt die größte Universität von Quatd; diese befindet sich in einem sechseckigen Gebäude, das jeden Tag abends um 60° im Uhrzeigersinn gedreht wird. La Ucui hat nicht direkt ein Zentrum, auf dass eins deuten könnte, aber die Universität ist einer der Punkte, die das Zentrum sozusagen aufspannen.

      Der Boden von La Ucui ist flach - die ganze Gegend ist eine Ebene - aber die Höhen der Häuser sind insgesamt geneigt, sodass eine Seite der Stadt höhere Gebäude hat als andere, und sich insgesamt eine schiefe Ebene darüberlegen lässt. Auf der "unteren" Seite grenzt die Stadt an ein größeres Waldgebiet, das von überall aus gut zu erreichen ist; Erholung ist schließlich notwendig für Effizienz.^^

      Da es die puristische Ästhetik stören würde, gibt es an der Oberfläche nur ein Verkehrsmittel - Schlitten - dennoch ist La Ucui an das xooische Zugnetz angebunden; die Züge fahren allerdings im gesamten Gebiet unterirdisch, sogar relativ tief. Neben den Tunneln, in denen Züge fahren, gibt es auch noch eine ausgedehnte "Unterwelt" - die Schattenseite von La Ucui, wo Leute über die Stränge schlagen, und der normierten Oberwelt für eine kurze Zeit entkommen. Wie das gehandhabt wird, ist unterschiedlich - für manche Leute ist es unschicklich, darüber zu reden, für andere dagegen selbstverständlich; es ist auch nicht so, dass dort der totale Kontrollverlust zelebriert würde - es werden dort auch Kampfsportarten ausgeübt, oder Konzerte mit "extremer" Musik, selbst nach LaUcui-Verhältnissen; oben ist die Musik überwiegend leise und absurd komplex, unten ist sie extrem laut, schmerzhaft übersteuert, und immer noch absurd komplex. ;D Wenn es etwas gibt, aud das LaUcuiner*innen stolz sind, dann ist es ihre Fähigkeit, komplexe Gebilde zu schaffen und zu durchblicken.

      Für Besucher*innen der Stadt auch legendär ist die Spielkultur; es gibt viele logische Brettspiele (der Art von Schach oder Go), von denen einige aber noch mal mehr Gedächtnis und Konzentration verlangen, denn eine Figur auf dem Brett befindet sich dann möglicherweise noch in einem von 50 Zuständen, die massive Auswirkungen auf die Strategie haben - aber das ist nicht zu sehen, sondern aus dem Verlauf bisheriger Züge zu erschließen. Manchmal müssen für den nächsten Spielzug auch Gleichungen im Kopf gelöst werden.^^
      Es gilt als unästhetisch, nützliche Information auf Spielkarten zu drucken, deswegen sind diese oft einfärbig oder zweifärbig grau (ebenso wie das meiste Eis draußen), und leichte Farbtonunterschiede bedeuten große Unterschiede. (Easteregg für Leute die auf einem bestimmten Treffen waren. ;) )
      Bei vielen Spielen geht es aber weniger darum, zu gewinnen, als schön zu spielen. Der Ablauf sollte sich in gewissen Bahnen bewegen und wer am Ende gewinnt, entscheidet sich oft schon in den ersten Zügen, weil alles andere eben unästhetisch wäre.^^

      In La Ucui hat sich eine Art Klassensystem herausgebildet, das sich aber eher auf die Ästhetik bezieht; also vielleicht wäre "Subkulturen" das bessere Wort. Es gibt Minimalist*innen, die gerne materielle Dinge weglassen, und stattdessen komplexe Gebilde im Kopf behalten - dazu passend eine Musik, die aus wenigen kurzen Formeln besteht, die aber zusammen ein komplexes, durchaus mehrstündiges Gebilde erzeugen können. Manche ziehen es überhaupt vor, sich Dinge nur vorzustellen, und trainieren dafür ein Leben lang.

      Als Gegensatz dazu gibt es "Archivar*innen", deren Ziel es ist, in einer Bibliothek aus gesammelter Lebenserfahrung zu wohnen; wenn sie jemand etwas fragt, wissen sie keine Antwort, aber sie wissen genau, in welchem Regal sie suchen müssen, um sie zu bekommen. Sie sind auf der Straße auch daran zu erkennen, dass sie z.B. Mäntel mit unüberschaubar vielen Taschen tragen, da sie immer alles dabeihaben wollen.

      Aus Duvilo Imigmos Idee, das Menschliche hinter sich zu lassen, hat sich ebenso eine Subkultur entwickelt; dort wird ganz bewusst Kunst gemacht, die eins selbst ästhetisch nicht fassen kann, die überfordert, mit dem Ziel, durch diese Überforderung eine Weiterentwicklung zu erreichen. Dieser Zirkel ist natürlich voll von ziemlich eingebildeten Persönlichkeiten.^^ Aber manches, was sie schaffen, wird mit der Zeit dann durchaus in den Kanon LaUcuinischer Kunst aufgenommen.

      Es gibt dann auch noch Leute, die mit feinen Farbabstufungen experimentieren, sowohl in der Musik, als auch in ihrer Mode: Ihre Kleidung sieht für ungeübte Augen vielleicht sehr ähnlich aus, aber dieser Ärmel ist gerade ein bisschen länger und ein bisschen rötlicher, der Stoff an einer Stelle etwas dicker - es wird genau ausgearbeitet wie ein abstraktes Gemälde.

      Typisch für La Ucui ist, dass sich diese Subkulturen stark voneinander abkapseln, und teilweise in einem Häuserblock fast eine Monokultur herrscht, oder, - häufiger - zwei Subkulturen den Block unter sich aufteilen.

      ~

      Ok, das ist viel mehr geworden, als ich dachte. :D Was mich gerade etwas irritiert, dass ich ausgerechnet im Herbst eine Eismetropole bastle, wo mir doch gerade ständig kalt ist. ._. Ups.

      edit: Oh, Posts haben sich überlappt. Ich antworte gerne später, muss mich jetzt auf Mathe umstellen...
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    • Yay, Fragen! :hops:
      (Ich glaube, dass Quatd ein Land ist und keine Stadt, ist nach dem letzten Bastelbeitrag schon klar.^^)

      Joshuah schrieb:

      Aber es gibt zumindest ein paar traditionelle Familien? Gibt es auch irgendwo niedergelegte Definitionen von Eltern-Kind-Beziehungen? Ich frage mich auch generell, wie es ist, dort aufzuwachsen. Wird den Kindern in den "Kindergärten" (Wie wird die Institution genannt, die für die Erziehung der Kinder zuständig ist?) erklärt, dass sie am besten erst einmal Erzieher*innen konsultieren solle, wenn sie mit irgendjemandem eine Freundschaft eingehen wollen, damit sie schonmal ein Gefühl für diese Art von klaren Absprachen bekommen?
      Ich hab mir bislang wenige Gedanken gemacht, ich hab erstmal losgebastelt.

      "Traditionell" kann natürlich viel heißen; ein "Vater-Mutter-Kind"-Ding gibt es aber halt in Quatd einfach nicht; es interessiert niemanden, mit wem die schwangere Person davor Sex hatte. (Das ist auch im Chalanischen Kulturkreis so, dort gibt es aber Kleinfamilien.) Ebenso ist Privatbesitz nicht etwas, das standardmäßig an Kinder vererbt wird, sondern höchstens als bewusster Akt. Die Person, die ein Kind geboren hat, hat natürlich dazu eine besondere Bindung, aber sie ist genauso mitverantwortlich für das Kind aus dem Nachbarhaus.

      Erzieher*innen - hmm, ich hab da noch gar keine konkrete Vorstellung. Gute Frage! Ich denke, dass das eine Position ist, die öfter mal durchgewechselt wird, und weniger ein Beruf, den ein paar Leute ausüben. Ich stelle es mir so vor, dass die Kinder einer Gasse in La Ucui z.B. von einem Mathestudierenden aus dem 5.Obergeschoß abends/vormittags mal Grundschulmathe beigebracht kriegen, und andere Fächer von Leuten aus der Nachbarschaft. Eine solche Struktur gibt es auch in anderen Teilen Xoois, insbesondere in Tawruo und Romiki (Deshni-Kulturkreis), in Quatd ist das ganze aber strukturierter, da ja über die Art der Beziehungen mehr nachgedacht wird.
      Es gilt aber allgemein als Norm, dass die Bewohner*innen einer Gasse zur Erziehung der Kinder dieser Gasse Beiträge leisten. Nicht alle können das, nicht alle wollen das, aber es finden sich normalerweise Leute. Spezifisch in La Ucui gibt es aber wohl auch fest etablierte städtische Schulen und Lehrpläne, in der See-Region von Quatd ist es aber lockerer und da kann durchaus ein Großteil der Bildung/Erziehung in der Nachbarschaft geschehen; die "Klassen" sind dann jeweils auch im Alter durchmischt und wer halt gerade schon mit einem Thema mitkommt.

      In La Ucui dürfte musikalische Ausbildung auch sehr früh beginnen und sehr intensiv sein - Sprachen dagegen weniger; aufgrund der Homogenität der Häuserblöcke ist es leichter, Leute zu finden, die ein spezifisches Spezialthema unterrichten können (wie ein bestimmtes Instrument) als eine Fremdsprache, die sie vielleicht selbst nie besonders gut gelernt haben, weil sie eh nur in La Ucui wohnen. Bzw. Fremdsprachen werden nur auf spezifische Themen hin gelernt, und weniger breit gestreut - d.h. Leute können sich in einer anderen Sprache holprig über ihr Expertenthema unterhalten, aber es fehlt ihnen das Vokabular, um über das Wetter oder eine Mahlzeit zu reden.

      Die sozialen Normen lernen - ufff noch so eine schwere Frage. :D Naja, wie läuft das bei uns? Es wird eben vorgelebt. (Als autistische Person sag ich mal ... ich versteh manche sozialen Normen bis heute nicht, und wünsche mir manchmal ein Handbuch darüber, wie allistische (nicht-autistische) Leute ticken^^)
      Beziehungen unter Kindern sind bestimmt noch nicht so formell. Aber ich glaube, ältere Kinder lehren auch jüngere Kinder (das ist sowieso ein Teil des Bildungssystems) und da dürfte auch viel passieren.

      Was Familienstruktur angeht - wenn in der Gasse 3 Leute ungefähr zur selben Zeit ein Kind bekommen, dann tun sich die vermutlich zusammen, und ziehen zumindest in die unmittelbare Nachbarschaft, wenn nicht sogar in die selbe Wohnung. (Gut, wie Wohnungen aufgebaut sind, und wie sehr sie voneinander abgetrennt sind, ist nochmal ein eigenes Thema - eins kann davon ausgehen, dass die Leute eines Hauses sich oft sehr gut kennen und sich als Familie betrachten, egal, ob sie verwandt sind) Die Kinder einer Generation sehen sich wohl als Geschwister. Und Familiennamen dürften nach den Gassen gehen, da einigen sich vermutlich die Leute einer Gasse darauf, welchen Namen sie ihren Kindern geben wollen. (Das kann auch alle paar Jahrzehnte mal gewechselt werden.)

      Joshuah schrieb:

      Was ist dann der "Zweck" der Quatdischen (ist das das richtige Wort?) Musik? Vielleicht um bestimmte Statements zu setzen? Hmm, Du sprichst auch von "wahrer Kunst", ich schätze es gibt darüber bestimmte Standpunkte, die die Quadter*innen (Wie nennen sich die Bewohner von Quadt eigentlich?) anwenden, um "wahre Kunst" zu beschreiben?
      Quatdisch? kA, ich improvisiere bei so Wörtern meist anfangs. Quatder Musik vllt? Also "Quatdeshni" ist jetzt die Sprache, aber "Quatdeshniisch" zischelt mir zuviel.^^ Quatdnisch? Quatdnisch.

      Ich parodiere hier die Neue-Musik-Szene, in der ich mich studienbedingt ja etwas auskenne. Spezifisch denke ich bei "komplexer wahrer Kunst" als erstes Mal an die 1950er-Jahre und den Serialismus, Pierre Boulez (Le marteau) und Karlheinz Stockhausen. Zwar stimmt das Klischee nicht, da würde einfach nur Musik ausgerechnet (wir haben an der Uni mal Boulez´ serialistische Musik analysiert, und da ist jede Menge Freiraum innerhalb der vordefinierten Regeln, und damit wird feinsinnig umgegangen), aber die generelle Denkweise nehm ich hier mal aufs Korn. Ist mir auch nichtmal selbst ganz soo fremd, wenn ich ehrlich bin, hat schon Stil.^^

      Kunst (v.a. Musik) in Quatd hat strengen Formen zu folgen; wie diese genau aussehen, ist variabel - es ist ja die Aufgabe der Künstler*innen, gute neue Formen zu entdecken. Wenn in einem Kunstwerk einfach alle Parameter zueinander passen, wie die Zahlen in einem magischen Quadrat, dann ist es gut. Aber "Parameter" kann hier alles mögliche sein, je mehr, desto besser - was das zusammenpassen natürlich immer schwieriger macht.

      Was der Zweck dieser Kunst ist, darüber gibt es geteilte Meinungen; die La-Ucui-Transhumanist*innen wollen die Limitierungen des menschlichen Geists sprengen, (ja, sie sind ein bisschen eine Sekte.^^) andere einfach nur richtig geile Kunst machen. :D Ich meine, darüber lässt sich über ganz Xooi hinweg Debatten führen - und die gibt's natürlich auch regelmäßig, bei entsprechenden Ausstellungen/Messen/Festivals/Symposien. Grade in La Ucui wird Kunst auch analysiert und ganze Bibliotheken unterschiedlicher Sichtweisen über manche Werke geschrieben. ;)
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Wow, das ist eine coole Kultur, die du da bastelst.

      Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich gern da wär :D

      Jundurg schrieb:

      (Ich hab jetzt selbst ein komisches Gefühl dabei, wenn ich das formuliere. Irgendwie habe ich da Ideen, die mir sehr sympathisch sind, zusammengeworfen mit solchen, die mir sehr unsympathisch sind - und kann jetzt beim besten Willen nicht mehr sagen, ob ich mich in Quatd wohlfühlen würde.)
      Das gilt für mich irgendwie für alles davon :)

      Die Eiswälder, Eisvulkane und so find ich genial, das würde ich super gerne mal sehen. Hat mich ein bisschen an die Stadt der Träumenden Bücher erinnert, da gibt es eine riesige unterirdische Landschaft aus Kristallen.

      Aber das:

      Jundurg schrieb:

      wahre Kunst ist ebenso wie die Mathematik objektiv, oder sollte es zumindest sein.
      und das:

      Jundurg schrieb:

      Beziehungen werden in Quatd meist sehr explizit geschlossen. Es werden zwar keine Verträge aufgesetzt, aber es wird zu Beginn und immer wieder verhandelt, was die Beziehung für die Beteiligten Personen bedeuten soll
      schrecken mich dann doch eher ab. Das Konzept objektiver Kunst find ich sehr spooky und das mit den Beziehungen klingt sehr anstrengend auch wenn es sicher praktisch ist, dass jeder weiß, worum es geht und es da keine Missverständnisse gibt.

      Fahren die Schlitten eigentlich von allein, oder werden die gefahren?

      Und am besten gefällt mir auf jeden Fall die Spielkultur! :D
      Ich meine schön spielen ist für mich echt super wichtig. (Gewinnen ist auch schön, aber naja ...)
    • Ach soo, Quatd ist ein Land, sorry ._. "Metropolregion" hat mich sofort an Tokyo erinnert, was ich immer so als Stadt im Kopf hatte, und ich hab dann fälschlicherweise Quatd für eine Stadt gehalten (und ich hab Deinen Spoiler völlig überlesen am Anfang o.O, ich bin irgendwie grade ein ziemlicher Blindfisch).

      Jundurg schrieb:

      Was Familienstruktur angeht - wenn in der Gasse 3 Leute ungefähr zur selben Zeit ein Kind bekommen, dann tun sich die vermutlich zusammen, und ziehen zumindest in die unmittelbare Nachbarschaft, wenn nicht sogar in die selbe Wohnung. (Gut, wie Wohnungen aufgebaut sind, und wie sehr sie voneinander abgetrennt sind, ist nochmal ein eigenes Thema - eins kann davon ausgehen, dass die Leute eines Hauses sich oft sehr gut kennen und sich als Familie betrachten, egal, ob sie verwandt sind) Die Kinder einer Generation sehen sich wohl als Geschwister. Und Familiennamen dürften nach den Gassen gehen, da einigen sich vermutlich die Leute einer Gasse darauf, welchen Namen sie ihren Kindern geben wollen. (Das kann auch alle paar Jahrzehnte mal gewechselt werden.)
      Das macht echt Sinn. Vorraussetzung ist natürlich, dass die Leute ohnehin sehr viel Kontakt pflegen. Streit gibt es ja kaum in Xooi, so wie ich das verstanden habe, da müsste dieser Lebensart dann eigentlich nicht viel im Weg stehen. Und dass die Erziehung gewissermaßen 'dezentral' abläuft, also nicht in 'Kindergärten', sondern mal von Person X, mal von Person Y, ist auch interessant (und irgendwie gefällt es mir, ich bin da jedenfalls mehr ein Freund von als von 'Jugendheimen'. Obwohl das auch schön sein kann, wenn eben nichts schlimmes passiert. Naja).

      Jundurg schrieb:

      Quatdisch? kA, ich improvisiere bei so Wörtern meist anfangs. Quatder Musik vllt? Also "Quatdeshni" ist jetzt die Sprache, aber "Quatdeshniisch" zischelt mir zuviel.^^ Quatdnisch? Quatdnisch.
      Na Hauptsache nicht "Quatd'sch" xD

      Und was diese Musik betrifft, dann ist das schon irgendwie sehr fremdartig für mich (tatsächlich ist der Ansatz von Schönberg und Konsorten, und dieser "Serialismus" mir äußerst fremd). Also ist Quatdnische Komposition eine Art von Bewältigung einer geistigen Herausforderung, statt die Suche nach einem subjektiv so empfundenen Wohlklang, soweit ich es verstehe? Dann ist ja auch die Aufführung vielleicht gar nicht zwingend das Ziel, eine Komposition kann ja auch gedacht und vielleicht aufgeschrieben für sich stehen, oder? Also ich versuche das gerade nur weiterzudenken.
    • Glafo schrieb:

      Das Konzept objektiver Kunst find ich sehr spooky und das mit den Beziehungen klingt sehr anstrengend auch wenn es sicher praktisch ist, dass jeder weiß, worum es geht und es da keine Missverständnisse gibt.
      Ja, objektive Kunst ist schon hart formuliert. ;D Und da lässt sich viel darum diskutieren und philosophieren. Damit es "Meisterwerke" geben kann, muss es irgendwelche Kriterien geben, anhand derer sie beurteilt werden; sind diese arbiträr oder gibt es doch irgendwelche übergeordnete Muster? Quatdnische Philosophie geht der Frage nach. - Ein weniger hartes Beispiel wäre die Naturtonreihe; die existiert einfach, wie mathematische Zusammenhänge es eben tun. Auch Grundlagenforschung zu Tonalität wäre also etwas, das in La Ucui im akademischen Bereich gut aufgehoben ist.

      Die Beziehungen - naja, ist seltsam. Bei festen Beziehungen bevorzuge ich tatsächlich klare Regeln und hasse Missverständnisse. Bei losen Beziehungen - zu fremden, gerade erst kennengelernt - weiß ich nicht so genau, wie das funktionieren soll.^^ Aber es gibt ja bei uns auch das "Siezen", eine (von außen betrachtet abstruse) Konvention, sich mit Leuten erst einmal zu verständigen, ob sie eine höflich-respektvolle oder vertraute Anrede akzeptieren. Vermutlich ist die Sprache Quatdeshni mit solchen Dingen angereichert - das würde es ein wenig erleichtern. :kopfkratz: Für Fremde vermutlich trotzdem oder erst recht schwer.

      Glafo schrieb:

      Fahren die Schlitten eigentlich von allein, oder werden die gefahren?
      Die Frage ist gar nicht so leicht.^^ Wenn die Reibung mit dem Boden fast null ist, würde ja jede Person, die auf einen Schlitten aufsteigt oder abspringt, ihn in eine Richtung stoßen - nach irdischer Physik. Das "Problem" ist nun, dass die Regeln irdischer Physik in Xooi bei solchen Angelegenheiten mehr ein Vorschlag sind als ein Gesetz. Wenn es erwünscht ist, dass Schlitten sich einigermaßen vorhersehbar verhalten, wäre es gut, wenn sie gesteuert sind, und sich nicht einfach irgendwie bewegen, abhängig davon, wer gerade aufgesprungen ist. Andererseits ist es aber auch gut, wenn sie sich bis zu einem gewissen Grad steuern lassen, um z.B. ein sicheres Auf- und Absteigen möglich zu machen.

      Also sag ich mal: Sie fahren automatisch, werden aber von den Leuten, die mitfahren, teilweise mitgesteuert. Das Ganze ist extrem tricky und ich werd mich jetzt mal nicht wieder in Magietheorie verirren, aber: La Ucui hat top-notch Ingeneur*innen, die das designt haben und warten.^^

      Glafo schrieb:

      Und am besten gefällt mir auf jeden Fall die Spielkultur!
      Vorsicht, dort gibt es auch hardcore "wahre objektive Kunst" Leute, die über ästhetische Spielweisen philosophieren. ;)

      Glafo schrieb:

      Wenn biologische Elternschaft unwichtig ist und Erzieher durchwechseln, haben dann Kinder trotzdem noch Bezugspersonen wie auf der Erde. Da sind Kinder ja von Geburt an sehr auf ihre Eltern oder Bezugserzieher o.ä. fixiert.
      Klar. Das entwickelt sich von selbst - diejenigen, die sich unmittelbar nach der Geburt um ein Baby kümmern, werden vermutlich anfangs am wichtigsten sein - und vielleicht bleibt das auch, aber es muss nicht. Stell dir eine Gasse in La Ucui als eine (Ur-)Großfamilie vor, mit ein paar lieben Onkeln_Tanten und Geschwistern, die sich um dich kümmern, und ein paar, die mehr ihr eigenes Ding drehen und die du nicht viel zu sehen kriegst, bis du älter bist und vielleicht ähnliche Interessen aufkommen.

      (Jetzt schreib ich "eine Gasse in La Ucui" aber eigentlich könnte die Gasse genausogut in Hle Uk Taw, Tawruo sein. Ähnliche Kultur. Und selbst in Visinnur gibt es manche (Dorf-)Gemeinden, in denen es nicht so unähnlich zugeht. :) Das ist nicht so wirklich Quatd-spezifisch, dort kommen nur die regulierten Beziehungen dazu und die Homogenität der Häuserblöcke.)

      Joshuah schrieb:

      (und ich hab Deinen Spoiler völlig überlesen am Anfang o.O, ich bin irgendwie grade ein ziemlicher Blindfisch).
      Hihi, also ein Spoiler, der tut, was er soll, nämlich was abdecken. XD


      Joshuah schrieb:

      Streit gibt es ja kaum in Xooi, so wie ich das verstanden habe, da müsste dieser Lebensart dann eigentlich nicht viel im Weg stehen.
      Oh, äh ... doch, natürlich gibt es Streit! Beziehungskonflikte und Drama gibt es genauso wie bei uns, der Unterschied liegt primär bei:
      a) keine oder wenig systemische Gewalt, die Konflikte befeuert
      b) es eskaliert nicht so sehr; ein Beziehungskrach endet nicht in körperlicher Gewalt, sondern lediglich in Kummer.
      Das sind Tendenzen, vereinzelt kann es das schon auch geben, aber der Schutzzauber sorgt dafür, dass Gewaltspiralen nicht die Norm werden, oder dass irgendeine Gruppe oder Einzelperson andere systematisch ausbeutet/unterdrückt. Aber dass Leute sich zerstreiten und jahrzehnte nicht mehr miteinander reden - gibt's.

      Dass Leute in einer Gasse in La Ucui aufwachsen, mit der sie später nicht mehr viel zu tun haben wollen, ist gar nicht so selten - das liegt aber an der strikten Trennung der Subkulturen; wenn du da nicht hineinpasst, hast du Pech. Das ist in anderen Gegenden aber kaum ein Problem.

      Joshuah schrieb:

      Na Hauptsache nicht "Quatd'sch" xD
      Badummtssssssss

      Argh, da bin ich direkt reingelaufen.^^

      Joshuah schrieb:

      Und was diese Musik betrifft, dann ist das schon irgendwie sehr fremdartig für mich (tatsächlich ist der Ansatz von Schönberg und Konsorten, und dieser "Serialismus" mir äußerst fremd). Also ist Quatdnische Komposition eine Art von Bewältigung einer geistigen Herausforderung, statt die Suche nach einem subjektiv so empfundenen Wohlklang, soweit ich es verstehe?
      Ach Mist, jetzt hab ich schon wieder selbst ein Stereotyp befeuert, das ich eigentlich kritisieren will... :pfeif:

      Denk vielleicht statt an Schönberg mal an große Meister der Rennaissance, deren Musik auch oft enorm komplex ist und sehr strengen Regeln folgt; vielleicht an die polyphonen Werke von J.S. Bach, oder - um mal einen weniger eurozentrischen Fokus zu nehmen - hochkomplexe polyrhythmische und/oder polymetrische Musik aus Südindien, Westafrika, ...

      -> Es ist keine Erfordernis von komplexer Musik, dass sie dissonant ist. Es haben sich lediglich einige der Leute, die ohnehin schon zuerst ohne System die Grenzen der Tonalität erforscht hatten, im 20.Jhdt auch ganz besonders für komplexe Formen interessiert. Genauer gesagt haben sie sich teilweise den strengen Systemen zugewandt, weil sie angesichts der sich plötzlich auftuenden unüberschaubaren Möglichkeiten der Atonalität erst einmal überfordert fühlten, und irgendetwas brauchten, um sich festzuhalten.

      Nun denn - in Quatd gibt es nicht nur eine Art Musik, aber es wird an verschiedenen Ecken an Komplexität und Grundlagen geforscht. Manche gehen bewusst in die Dissonanz, andere nicht. Zu meiner Frankreich-Assoziation gehört genauso die Spektralmusik...

      Meine Güte, bei dem Thema fällt es mir schwer, bei Xooi zu bleiben.^^ Aber gut, ist ja auch teilweise daraus entstanden, diverse Sachen in meiner Umgebung irgendwie zu verarbeiten. Vielleicht schreibe ich auch noch mehr über Duvilo Imigmo, der wahrscheinlich unter allen Gründer*innen von Xooi derjenige ist, dem ich am wenigsten gern persönlich begegnen würde. ;) Es gibt da so einen Punkt, wo künstlerisch-visionär auf sektiererisch-fanatisch trifft...

      Joshuah schrieb:

      Dann ist ja auch die Aufführung vielleicht gar nicht zwingend das Ziel, eine Komposition kann ja auch gedacht und vielleicht aufgeschrieben für sich stehen, oder? Also ich versuche das gerade nur weiterzudenken.
      Ja, das ist tatsächlich eine mögliche Konsequenz, die manche ziehen. Aber eher selten.^^
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    • Neu

      Romiki - "schiefes Land", "Land der Schräge", "Slantlands", gespr. "Romeke"

      Romiki ist (neben Tawruo und Quatd) das dritte große Deshnisprachige Gebiet in Xooi. Es liegt im Süden und grenzt an den gezackten Rand des Paraboloids, und grenzt auf der einen Seite an einen Teil der Roughlands und auf der anderen an die südliche chalanische Schlammwüste. Beide Nachbarsprachen (also Englisch und Chalanisch) werden auch in Romiki von vielen gesprochen.

      Ich will mich hier landschaftlich austoben und eine alte Idee umsetzen: Ein ganzes Land, das eine einzige Schräge bildet, in einer Dimension, die über gewöhnliche Gebirge hinausgeht. Damit das geht, muss es natürlich irgendwo eine Klippe geben - die naheliegendste Stelle wäre natürlich der Rand des Paraboloids, aber das scheint mir auch etwas eine langweilige Lösung zu sein. Ropidts Welt hat am linken Rand der Scheibe eine gigantische Kerbe, die bis zum Rand hinausläuft (dort drin läuft der Fluss ins Eis hinaus), und so etwas ähnliches könnte ich mir auch für Xooi vorstellen.

      Jetzt ist es aber so, dass ich mir beim südlichen Teil des Paraboloids ohnehin nicht so ganz sicher bin, wie das funktioniert. Der Schwerpunkt eines Paraboloids liegt ja an irgendeiner Stelle in der Mitte, und wenn sich jemand anfängt, südlicher zu bewegen, müsste der Boden eigentlich stetig ansteigen. Das ist einerseits das, was ich möchte, andererseits finde ich es eben langweilig, wenn das die Lösung wäre. Außerdem führt eine durch physikalischen Schwerpunkt ermittelte Schwerkraft auch im Polbereich zu Anomalien. Von daher wäre mir lieber, wenn die Schwerkraft Xoois immer orthogonal zur jeweiligen Krümmung geht - und Romiki eben tatsächlich eine langgezogene Klippe ist. :)

      Zu einer Klippe gehören natürlich 2 Seiten - auf der einen Seite eine große schiefe Fläche - die Slantlands (Romiki), und auf der anderen Seite eine steile Felswand, die ein paar Kilometer nach unten abfällt. Es bietet sich an, dass die flache Seite in die Roughlands übergeht und die steile zur Schlammwüste (die eher wie ein Meer funktioniert, nur nicht so flach). Das muss aber nicht so sein, und ich denke, wenn die Grenzen komplexer ist, hat das auch seinen Reiz. Ich sage mal, die Roughlands sind nordwestlich, die Schlammwüste östlich; wenn die Klippe nun NW->SO verläuft, dann gibt es da auch noch andere Grenzen, und das ist, denk ich, gut so. Ich skizziere das mal.



      Ich habe mich nun doch entschieden, dass die schräge Seite nach Osten zur Schlammwüste führt, und die steile Wand zu den Roughlands. Die Kante ist wesentlich weniger gerade als dargestellt, wobei es gerade Strecken gibt - die Grundform von Romiki ist tatsächlich trapezförmig. Da die Klippe in die Roughlands führt, die selbst sehr gebirgig sind, fällt es dort weniger auf - die Wand stürzt nicht einfach in eine einzige Schlucht, sondern geht teilweise in andere Gebirgszüge über.

      Romiki selbst ist relativ flach, nur eben geneigt - wie steil genau, hmm... bei 30° Neigung haben wir nach 10 km Strecke schon 5,8 km Höhe erreicht, das ist ziemlich extrem... 20° reichen bestimmt. Die Frage ist, wie hoch ist zu hoch. Mount Everest hat so seine 8k Meter über dem Meeresspiegel, aber bei einer künstlich erbauten Welt gibt es eigentlich keine Begrenzungen, außer ästhetische. (Und die Frage, was mit der Klippe dann passiert, also ob das stabiler Fels ist oder ob hier ständig Bergrütsche abgehen...)

      20° führen, wenn ich richtig rechne, nach 100 km zu einer Höhe von ca. 36400 Metern. Da Romiki jetzt nicht unbedingt so klein sein soll, würde ich mal sagen, dieses Trapez ist noch deutlich langgezogener, die Klippe vielleicht 4 mal so lang. :) Was die "Seehöhe" betrifft, gilt zu bedenken, dass Xooi keinen Ozean hat, und jedes Meer eine eigene Höhe; ich stelle mir außerdem vor, dass es auf der unteren Seite von Romiki sehr tief ist, das Paraboloid dort also eine leichte Delle hat;

      In Romiki gibt es, so die Idee, kaum Berge. Es ist - wie die meisten Gegenden im Süden - dünn besiedelt. Die Kultur ähnelt der von Tawruo, aber ohne militärische Komponente.

      Ich weiß noch nicht wirklich, was Romiki sonst so ausmacht. :pfeif: Ich denke, es zeichnet sich vor allem durch landschaftliche Schönheit aus - viele Blumenwiesen, kleine Seen (natürliche Stauseen, anders geht es bei der Schräglage ja nicht), Wälder entsprechend der unterschiedlichen Höhenstufen, Wasserfälle, ausgedehnte flache Felslandschaften oder Steinwüsten. Geschickte Botaniker*innen können anhand der Gräser, die sie am Wegrand finden, gut abschätzen, in welcher Gegend von Romiki sie sich befinden - es gibt sehr viele verschiedene, und es wird bewusst darauf geachtet, dass sie sich nicht zu sehr gegenseitig verdrängen; die Wetterkontrolle unterstützt das, indem sie manche Gegenden feuchter macht als andere, und auch die chemische Zusammensetzung der Luft variiert. Manche Regionen haben einen starken Eigengeruch, der aber für bestimmte Pflanzen gerade ideal ist. (Ähnliches gilt auch für die angrenzende Schlammwüste.)

      Alle bewohnten Gebiete sind mit Zügen erschlossen (im Gegensatz sowohl zu den Roughlands als auch der südlichen Schlammwüste; wer nach Westen reist, steigt auf den Klippen in Luftschiffe um, wer nach Osten will, in schlammtaugliche "Schneckenboote". (Spontan ausgedacht, muss ich mir erst überlegen, was das genau ist. ;) )

      Wer gerne spektakulär reist, für den ist natürlich die Klippenbahn ideal, die hat auch noch so manche Brücke in absurden Höhen (weil die Klippen eben nicht ganz gerade sind). Auch in 36 km Höhe gibt es in Romiki kaum Schnee - manche Gegenden haben größere Schneefelder, andere nicht - Wetterkontrolle eben.

      ~

      Jetzt hab ich noch keine einzige Stadt gebastelt; ich könnte wieder so vorgehen wie bei Quatd und nicht mehr gebrauchtes geographisches Material von älteren Weltentwürfen verändert einbauen. Ich improvisiere mal...

      Die Hauptstadt von Romiki ist ... Rembip'oi. Sie liegt weit im Norden, wo die Klippe noch nicht so hoch ist; nicht direkt an der Klippe, aber auch nicht so weit weg. Rembipi ist eine "Weltstadt", trotz ihrer vergleichsweise niedrigen Bevölkerungszahl; es gibt eine Universität, Opernhäuser, Konzertsäle, Theaterbühnen, Spielfelder für xooische Sportarten. In Rembip'oi wird gerne kombiniert - bei Sportereignissen wird auch parallel Musik gespielt und manchmal findet auch neben dem Spielfeld Theater statt.

      Eine weitere wichtige Stadt ist Hrolosh, das komplett in einer (ziemlich dicken, quaderförmigen) Brücke liegt, die in einem weiten Fünftelkreis (?) über einen viele Kilometer tiefen Abgrund an der Klippe gespannt ist. Kein guter Ort für Leute mit Höhenangst. Auf der Brücke ist ein breiter Fußweg und die Fahrspuren der Bahn und Straßenbahn; etwas weiter in Romiki drinnen (auf dem Plateau) findet sich ein Luftschiffhafen; es ist ein Grenzort zu den Roughlands. In Hrolosh gibt es jährliche Poesie-Festivals.
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