[Palaststern] Sammelthread

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    • Joshuah schrieb:

      Es ist ein bisschen wie im Arabischen, in dem es nur 'a', 'i' und 'u' gibt. Wenn ich also 'kutub' ('Bücher') einfach 'kotob' ausspreche, versteht der Araber trotzdem 'kutub', merkt aber, dass es komisch klingt - denn er oder sie kennt kein 'o', jedenfalls nicht, wenn er nur Arabisch kann.
      Also in der Hauptsprache gibt es nur 'a' und 'i', aber wenn Fremde [oder Sprecher von Dialektvariationen] 'ä' oder 'e' sagen, wird es als 'i' wahrgenommen?

      Das 'ä' klingt dem 'a' [meiner Meinung nach] ähnlicher als dem 'i'; wäre es demnach nicht wahrscheinlicher, es eher als 'a' zu hören?


      Joshuah schrieb:

      Der Artikel heißt 'Ril', der Akkusativ davon ist 'Rig'.
      Bedeutet das, dass es nur ein grammatikalisches Geschlecht gibt, oder dass die Artikel Geschlechtsunabhängig sind [wie im Englischen bzw Deutschen Plural]?
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    • Chrontheon schrieb:

      Das 'ä' klingt dem 'a' [meiner Meinung nach] ähnlicher als dem 'i'; wäre es demnach nicht wahrscheinlicher, es eher als 'a' zu hören?
      Guter Punkt. Ich würde sagen, dass das A dieser Sprache ziemlich dunkel ausgesprochen wird, damit man es besser vom Nicht-A unterscheiden kann.


      Chrontheon schrieb:

      Also in der Hauptsprache gibt es nur 'a' und 'i', aber wenn Fremde [oder Sprecher von Dialektvariationen] 'ä' oder 'e' sagen, wird es als 'i' wahrgenommen?
      Als Nicht-A. Aber transkribiert wird es mit "i". Theoretisch könnte man es auch "u" aussprechen, aber Plage des Nordens haben keine Lippen, wie gesagt. Menschen könnten das so machen, und es würde verstanden werden, auch wenn es bescheuert klingen würde.

      Und ja, der Artikel ist gleich für alle Geschlechter, wie im Arabischen und Hebräischen.
    • Joshuah schrieb:

      Ich würde sagen, dass das A dieser Sprache ziemlich dunkel ausgesprochen wird
      Also das, was weiter hinten im Mund entsteht?


      Joshuah schrieb:

      Als Nicht-A. Aber transkribiert wird es mit "i". Theoretisch könnte man es auch "u" aussprechen, aber Plage des Nordens haben keine Lippen, wie gesagt. Menschen könnten das so machen, und es würde verstanden werden, auch wenn es bescheuert klingen würde.
      Die Zunge trägt aber mehr dazu bei als die Lippen. Es ist möglich, 'i' und 'u' [oder eine Annäherung dessen] auszusprechen, ohne die Lippen zu verwenden/ändern -- auch, wenn es unter Verwendung der Lippen einfacher ist.

      [Es fällt mir aber auch ein bisschen schwer, die Sichtweise von jemandem einzunehmen, der mit so wenigen Vokalen aufgewachsen ist.]
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    • Chrontheon schrieb:

      Also das, was weiter hinten im Mund entsteht?
      In der Tat, klanglich passt nämlich der hier gut zu meiner Vorstellung:
      de.wikipedia.org/wiki/Ungerundeter_offener_Hinterzungenvokal


      Chrontheon schrieb:

      Die Zunge trägt aber mehr dazu bei als die Lippen. Es ist möglich, 'i' und 'u' [oder eine Annäherung dessen] auszusprechen, ohne die Lippen zu verwenden/ändern -- auch, wenn es unter Verwendung der Lippen einfacher ist.
      'i' definitiv, beim 'u' ist ohne Lippen wohl tatsächlich nur eine Annäherung möglich, jedenfalls meinen persönlichen Experimenten nach - was aber nichts heißen muss. Du darfst mir gern das Gegenteil beweisen, wenn es Dir so wichtig ist wie es scheint, und z.B. ein Video bei Youtube hochladen, in dem Du Deine Herangehensweise demonstrierst. Einfach auf 'nicht gelistet' stellen, und mir den Link per dm schicken. Musst Du aber nicht.

      Edit: Nachdem ich noch ein bisschen experimentiert habe, muss ich sagen, dass ein 'u' mit entspannten Lippen tatsächlich möglich ist! Allerdings nicht mit von den Zähnen abgespreizten Lippen, sodass diese freiliegen. Plage des Nordens haben ja freiliegende Zähne, ich denke, dass so die beste Annäherung möglich ist - unter Vorbehalt, ich habe mich ja schonmal geirrt ^.^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joshuah ()

    • Joshuah schrieb:

      In der Tat, klanglich passt nämlich der hier gut zu meiner Vorstellung:
      de.wikipedia.org/wiki/Ungerundeter_offener_Hinterzungenvokal
      Da hab ich an das richtige gedacht! :D

      Joshuah schrieb:

      'i' definitiv, beim 'u' ist ohne Lippen wohl tatsächlich nur eine Annäherung möglich, jedenfalls meinen persönlichen Experimenten nach - was aber nichts heißen muss. Du darfst mir gern das Gegenteil beweisen, wenn es Dir so wichtig ist wie es scheint, und z.B. ein Video bei Youtube hochladen, in dem Du Deine Herangehensweise demonstrierst. Einfach auf 'nicht gelistet' stellen, und mir den Link per dm schicken. Musst Du aber nicht.

      Edit: Nachdem ich noch ein bisschen experimentiert habe, muss ich sagen, dass ein 'u' mit entspannten Lippen tatsächlich möglich ist! Allerdings nicht mit von den Zähnen abgespreizten Lippen, sodass diese freiliegen. Plage des Nordens haben ja freiliegende Zähne, ich denke, dass so die beste Annäherung möglich ist - unter Vorbehalt, ich habe mich ja schonmal geirrt ^.^
      Ich glaube nicht, dass eine solche Demonstration notwendig ist. Ich war einfach neugierig und hab, wie du jetzt auch, einfach ein bisschen experimentiert. Wobei das 'u' [das Freiliegende] sich bei mir schon noch ein bisschen vom 'u' mit entspannten Lippen unterscheidet. Ich hab meiner Wahrnehmung nach also auch hier nur eine Annäherung, bzw einen neuen 'u'-Vokal.


      Ich muss schon sagen, es ist interessant, wohin man kommt, wenn man Einschränkungen wie Lippenlosigkeit in den Sprachenbau einbezieht. Ich wollte mich selbst noch mehr mit sowas beschäftigen.
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    • Hejho,
      Nun hab eich endlich die Zeit gefunden mir das alles mal durchzulesen.
      Ich muss sagen die Idee der verschiedenen Zauberstabformen find eich echt klasse.

      Zum Thema deiner Sprache:
      Ich selbst habe mich, aus diversen Gründen, auch schon das eine oder andere mal damit befasst wie Laute etc. verwendet werden/ wahrgenommen werden und möchte hier einmal meinen Respekt ausprechen.
      Man legt sich schon eine ziemliche Einschränkung auf, wenn man eien Sprache komplett ohne die Labiallaute aufbauen will.

      Ich muss zugeben dass ich auch eine ganze weile damit zugebracht habe zu versuchen einen Lippenlosen U-Laut zu produzieren und kläglich daran gescheitert bin.


      Einige Fragen habe ich aber noch:
      Wie genau muss man sich diese "Blutschrift" oder "Wundenschrift" vorstellen, gibt es vielleicht schon graphische darstellungen?

      Und weißt du wie die Personen die diese Schrift entwickelt haben auf die Idee dazu kamen?

      Wenn man davon ausgeht dass eine Schrift eigentlich meistens so angelegt ist das sie sich gut auf das zu beschreibende Material übertragen lässt, dann liegt die Frage nahe, worauf die ersten Schreibenden so geschrieben haben.

      Oder ist es vielleicht gar so, dass sich die Schrift aus einer Orakeltradition o.ä. Herausgebildet hat?


      Tut mir leid, falls diese Fragen etwas lenkend wirken, es ist auf keinen Fall meine Intention dir irgendwelche Ideen vorzugeben.

      Das sind lediglich meine Ideen und Denkansätze die bei mir aufkamen, die ich dann in Form von Fragen verpackt habe :-[
    • Hallo Torfi, find ich ja klasse, dass Du auch vorbeischaust ^.^

      Ich will mich mal Deiner Fragen annehmen:

      Torfi schrieb:

      Man legt sich schon eine ziemliche Einschränkung auf, wenn man eien Sprache komplett ohne die Labiallaute aufbauen will.

      Ich muss zugeben dass ich auch eine ganze weile damit zugebracht habe zu versuchen einen Lippenlosen U-Laut zu produzieren und kläglich daran gescheitert bin.
      "Lippenlos" ist ja nicht ganz treffend. Mit entspannten, also nicht gespitzten, Lippen geht das tatsächlich, was ich ja nicht für möglich gehalten habe. Wenn man die Lippen abspreizt, also von den Zähnen weg, so dass diese freiliegen (das sieht sicher ziemlich dämlich aus), ist ein 'u', soweit ich das bislang sehe, nicht möglich. Da kommt dann wirklich nur ein seltsamer Nuschellaut raus, den ich klanglich auch ziemlich bescheuert fand.


      Torfi schrieb:

      Wie genau muss man sich diese "Blutschrift" oder "Wundenschrift" vorstellen, gibt es vielleicht schon graphische darstellungen?
      Ich hab schon ein, zwei Zeichnungen davon gemacht, weiß aber nicht mehr wo sie sind. Probleme habe ich noch mit der Anzahl der möglichen Zeichen, da muss ich mich mal richtig hinsetzen und das ausarbeiten.
      Auf die Idee grundsätzlich kam ich, als ich mir die Art in Erinnerung gerufen habe, wie man z.B. in Brasilien Kautschuk erntet:
      youtube.com/watch?v=OlpJ2FwoO74 (ab 0:45)
      youtube.com/watch?v=xbIvx8ty6Wg (ab 7:48)

      Man macht schräge, oberflächliche Schnitte in die Rinde, sodass die Milch daran hinunterfließt. Wenn man das sehr gut macht, fließt die komplette Milch natürlich nur am Ende des Schnittes hinaus, und das ist auch der Sinn der Sache. Aber was wäre, wenn der Schnitt nicht tief genug wäre? Die Milch würde sich auf dem Weg langsam sammeln und dann irgendwann statt dem Schnitt weiter zu folgen an der Seite nach unten fließen. Das würde heißen, dass dann ein Tropfen sich seinen Weg über die Rinde suchen würde.
      ... Und ein Buchstabe wäre jetzt eine Abbildung eines solchen Tropfens, der aus seiner vorgegebenen Bahn austritt und einen besonderen Weg einschlägt - pro Buchstabe einen anderen.

      Torfi schrieb:

      Und weißt du wie die Personen die diese Schrift entwickelt haben auf die Idee dazu kamen?
      Naja, wie schon gesagt war das Bild, dass man Schnitte - nicht in die Rinde von Kautschukbäumen, sondern - in Haut abbildet, aus der dann Blut austritt und sich den Körper hinab seinen Weg sucht. Aber viel mehr weiß ich leider noch nicht.


      Torfi schrieb:

      Wenn man davon ausgeht dass eine Schrift eigentlich meistens so angelegt ist das sie sich gut auf das zu beschreibende Material übertragen lässt, dann liegt die Frage nahe, worauf die ersten Schreibenden so geschrieben haben.
      Das ist ein wesentlicher Faktor, ja. Auch darüber weiß ich noch nichts - ob das nur ein morbides Bild ist, dem man sich beim Design der Schrift bedient hat (so wie ich das tue), und man nicht ernsthaft versucht hat, z.B. Gefangenen Sachen in die Haut zu "Schreiben", oder ob die Herkunft des Ganzen genau umgekehrt ist - kommt Zeit, kommt Rat.


      Torfi schrieb:

      Oder ist es vielleicht gar so, dass sich die Schrift aus einer Orakeltradition o.ä. Herausgebildet hat?
      Interessanter Gedanke! Das würde die Zufälligkeit der "Quelle" mit dem Prinzip von Skizzen verbinden, wenn man sagt, dass Orakel versucht haben, ihre Ergebnisse einfach abzuzeichnen, als Gedankenstütze - und dann haben sie besonders häufig vorkommenden Bildern Namen gegeben. Dann könnte man sagen, dass eine etwas praktisch veranlagte Person die Namen auf den Anfangslaut reduziert hat, und angefangen hat, sie einfach als Schrift zu verwenden.

      Über Religiösität, Aberglaube etc. bei der Plage des Nordens habe ich noch nicht wirklich nachgedacht. Ich weiß allgemein nicht allzuviel über sie. Außer:

      Sie stammen vom "dunklen Kontinent" westlich von Aveska. Sie haben vor Jahrtausenden dessen Klima durch finstere Magie so zerstört, dass er im allgemeinen unbewohnbar wurde. Das hat sie dazu veranlasst, von ihrem Kontinent in den Norden von Aveska zu flüchten, was gleichbedeutend mit einer Invasion der dort ansässigen Völker war.
      Die Chisanadai wurden nach Süden in das heutige Chisana verdrängt (es gehörte auch damals schon zu ihrem Reich, aber so kamen eine große Zahl Flüchtlinge dorthin), die Ptao wurden erst- und einmalig in ihrer Geschichte aus ihren unterirdischen Festungen vertrieben, und schlussendlich wurde das gesamte Volk der Plage des Nordens von der Göttin Chis, die die Nationalgottheit der Chisanadai ist, verflucht - als Strafe für ihre Grausamkeit gegenüber den Chisanadai. Die Folge davon war, dass die Plage des Nordens (und auch alle anderen Erdbewohner) den Namen des Volkes der Plage vergaßen und sie zu den "Senna" degenerierten, gebückt gehenden, dümmlichen, aber sehr gewalttätigen Kreaturen.
      Die Plage in den eroberten Ptao-Festungen wiederum überkam ein besonderer Fluch, der sie zu dem machte, was Gelehrte als die "östlichen Kerkerliche" kennen, untote Kreaturen, die an die alten Ptao-Festungen gebunden sind. Sie scheinen ihre Intelligenz weitgehend bewahrt zu haben, sind allerdings in einer Weise verstört, dass sie scheinbar nicht mehr in der Lage sind, eine als solche erkennbare Gesellschaft zu bilden. Sie tun nichts, als ziellos durch die unterirdischen Räume und Gänge zu streifen und zu warten. Dennoch sind sie aggressiv und äußerst mächtig, was der Grund ist, weshalb die Ptao es nie geschafft haben, ihre Festungen zurückzuerobern.
      Am leichtesten getroffen hat es die Plage, die zum Zeitpunkt des Fluches Vampire waren - sie haben nur den Namen ihrer Spezies vergessen, sonst, außer einen sonstigen leichten Gedächtnisverlust, der bei jedem etwas anders ausgeprägt war/ist, ist ihnen eigentlich nichts passiert.

      Emotionsmäßig sind sie das, was wir als "kalt" bezeichnen würden. Sie haben keine Emphatie, und spüren deshalb kein Mitleid, und freuen sich auch nicht mit jemand anderem. Angst kennen sie als starke Erregung und Vermeidungsdrang, aber sie werden von ihr nicht so gequält wie wir. Was sie kennen wie wir, sind Schmerz, vor dem sie sich fürchten, sie haben einen Sinn für Schönheit, sind künstlerisch ziemlich engagiert, und auch Sexualität genießen sie ungefähr wie wir.

      Ihre Gesellschaft ist allerdings, geprägt von ihrer egozentrischen Art, ein ewiger Machtkampf. Mein ursprünglicher Gedanke war, sie auf dem, was ich über Psychophaten gehört habe, basieren zu lassen, also dass sie Macht über andere als berauschend empfinden. Irgendwie habe ich das in der letzten Zeit als doof empfunden, das einfach zu kopieren. Mal sehen was mir noch einfällt.


      Torfi schrieb:

      Tut mir leid, falls diese Fragen etwas lenkend wirken, es ist auf keinen Fall meine Intention dir irgendwelche Ideen vorzugeben.
      Überhaupt kein Thema, ich bin ja froh über interessante Gedanken ^-^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joshuah ()

    • Hi ^.^ Ich hab auch mal wieder was kurzes. Ich hab grade nicht so viel Energie, deshalb kann ich leider keine riesige Abhandlung schreiben. Naja, ich hoffe es macht trotzdem Spaß.

      - Gedankenlesen -

      Geistmagie ist generell ein großes Thema, mit einer komplexen Geschichte, wie bei allen Formen von Magie. Aber ich möchte hier nur kurz (wie gesagt) auf das Gedankenlesen aus der Entfernung durch die Interpretation von Informationen aus jemandes Aura eingehen.

      In Monvet, Jeirtalar und vielen anderen zivilisierten Staaten Westaveskas ist es verboten, die Gedanken oder Gefühle eines anderen ohne dessen Erlaubnis auf magischem Wege herauszufinden. Es gibt aber Ausnahmen: In der Kriegsführung, in der Verbrechensbekämpfung und im Falle eines Geistmagiers, der einen entsprechenden Zauber so gut beherrscht, dass er oder sie schlecht 'wegsehen' kann. Es ist wie, wenn wir so gut lesen können, dass wir bei einem Blick auf eine Zeitungsüberschrift diese schlecht nicht-lesen können.

      Es gibt Gegenzauber gegen das Gedankenlesen, die die Aura eines Menschen so verzerren, dass Gedankenlesen entweder klar fehlschlägt oder dass alternative Ergebnisse zustande kommen. So kann jemand einem Geistmagier statt seinen tatsächlichen Gedanken Gedanken an Vögel und Schweine vorsetzen. Dieser jemand sollte sich aber über die Glaubwürdigkeit seiner Alternative Gedanken machen. Außerdem folgen menschliche Gedanken oft einer charakteristischen Dramaturgie, die schwer verwechselt und so auch schwer nachgestellt werden kann. Aufzeichnungen von Gedankengängen machen deshalb Sinn einzusetzen, anstatt eigens verfasste oder gar improvisierte. Natürlich kann man auch einfach versuchen, nicht an wichtige Dinge zu denken, wenn man den Eindruck hat, man könnte gelesen werden, aber das ist, wie man weiß, noch einmal eine ganz andere Schwierigkeit. Im Zweifelsfall ist es also gut, ein reines Gewissen und keine wichtigen Informationen zu kennen... Wohl der Person, auf die das zutrifft.
      Problematisch allerdings ist immer, auf welche Art und wie Stark die eigene Aura verzerrt wird, sollte man einen Gegenzauber gegen Gedankenlesen anwenden. Es ist wichtig, dass man nur die äußeren Schichten seiner Aura verzerrt, da sie die unscharfe Grenze des Geistes zur Außenwelt ist - man verändert also ab einem gewissen Punkt den eigenen Geist mit einem Zauber, der dafür nicht gedacht war, was sehr zerstörerisch für die eigene Psyche sein kann.

      So, das wärs mal für heut ^.^
    • Joshuah schrieb:

      Falle eines Geistmagiers, der einen entsprechenden Zauber so gut beherrscht, dass er oder sie schlecht 'wegsehen' kann.
      Muss man dann in aufwändigen, bürokratischen Verfahren nachweisen, dass man wirklich nicht einfach "wegsehen" kann.
      Oder wie wird das geprüft?


      Joshuah schrieb:

      Problematisch allerdings ist immer, auf welche Art und wie Stark die eigene Aura verzerrt wird, sollte man einen Gegenzauber gegen Gedankenlesen anwenden. Es ist wichtig, dass man nur die äußeren Schichten seiner Aura verzerrt, da sie die unscharfe Grenze des Geistes zur Außenwelt ist - man verändert also ab einem gewissen Punkt den eigenen Geist mit einem Zauber, der dafür nicht gedacht war, was sehr zerstörerisch für die eigene Psyche sein kann.
      Das gefällt mir sehr gut. Schönes Konzept!
    • Hallo Glafo ^.^ nett dass Du schreibst!

      Glafo schrieb:

      Muss man dann in aufwändigen, bürokratischen Verfahren nachweisen, dass man wirklich nicht einfach "wegsehen" kann.
      Oder wie wird das geprüft?
      Ja, ich hatte das ganz vergessen zu schreiben. Man muss es nachweisen können, wenn denn so ein Fall zustande kommt. Aber es ist unwahrscheinlich, dass einem das gelingt - um dieses Maß an Übung zu haben (und die Voraussetzungen dafür - eigentlich ist Zaubern anstrengend und unintuitiv, zumindest für nichtmagische Völker), muss man nicht einfach ein guter Geistmagier sein, sondern ein echter Virtuose. Aber wie misst man das? Und es sind nicht viele Leute auf diesem Level, in der gesamten Magiergesellschaft wohl nicht mehr als 500 denke ich.
    • Joshuah schrieb:

      Außerdem folgen menschliche Gedanken oft einer charakteristischen Dramaturgie, die schwer verwechselt und so auch schwer nachgestellt werden kann.
      Die Erklärung, dass eine verzerrte Aura aufdecken kann, wenn jemand versucht zu manipulieren, gefällt mir als Begründung. Bei der hier will ich nachhaken - wie Leute denken, ist bei irdischen Menschen zumindest ja enorm verschieden. Keine Ahnung, was ich dafür als bestes Beispiel anführe, manche denken mehr in Bildern, andere hören beim Denken ihre eigene (oder andere) Stimmen per Default, z.B. auch beim Lesen... bei mir ist es oft mehrspurig, würd ich sagen, einmal mehr vokalisierte Gedanken, dahinter eine nichtvokalisierte Ebene, wo ich langfristiger denke, und dann noch 1-2 Ebenen für Musik z.B.

      Was ich mir dafür vorstellen könnte, wäre, dass deine Magier*innen quasi die 15 häufigsten Grundformen, wie Leute so denken, mal lernen müssen, wie wär das?

      Und wenn Leute oft "mehrspurig" denken, vielleicht können gute Geistmagier*innen ja sozusagen auch "mehrspurig zuhören", so wie Leute, die es hinkriegen, zwei Gesprächen gleichzeitig zu folgen, oder einem Gespräch und einem Video und einer Musik. :kopfkratz:

      Joshuah schrieb:

      Es gibt aber Ausnahmen: In der Kriegsführung, in der Verbrechensbekämpfung und im Falle eines Geistmagiers, der einen entsprechenden Zauber so gut beherrscht, dass er oder sie schlecht 'wegsehen' kann. Es ist wie, wenn wir so gut lesen können, dass wir bei einem Blick auf eine Zeitungsüberschrift diese schlecht nicht-lesen können.
      Hm, die Ausnahme macht einerseits Sinn, kann aber bestimmt auch ausgenutzt werden - vielleicht sucht sich eine Organisation gezielt halb ausgebildete Geistmagier*innen heraus, schickt sie in ein bestimmtes Gebiet zur Spionage, und wenn sie erwischt werden, dann haben sie eine legale Ausrede...

      Ah, sehe gerade noch deinen vorigen Post.^^

      Wie wird das gehandhabt, wenn Leute beim Planen einer Straftat beobachtet werden, die sie aber nie ernsthaft ausführen? Gedankenfreiheit?
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Hallo Leute ^.^ Ich beantworte mal die Fragen. Ich werd aber nicht so tief drauf eingehen, vor allem nicht auf den zweiten Punkt, weil das grad ein bisschen viel wäre (es gibt aber interessante Fragen: wie sieht das die Kirche zum Beispiel? Das beeinflusst dann, wie das im Weißrosenthron gehandhabt wird, und je nach Region auch wieder etwas anders. Und in Chisana? Und überhaupt, wie bei den ganzen nichtirdischen Völkern?)

      Jundurg schrieb:

      wie Leute denken, ist bei irdischen Menschen zumindest ja enorm verschieden. Keine Ahnung, was ich dafür als bestes Beispiel anführe, manche denken mehr in Bildern, andere hören beim Denken ihre eigene (oder andere) Stimmen per Default, z.B. auch beim Lesen... bei mir ist es oft mehrspurig, würd ich sagen, einmal mehr vokalisierte Gedanken, dahinter eine nichtvokalisierte Ebene, wo ich langfristiger denke, und dann noch 1-2 Ebenen für Musik z.B.

      Was ich mir dafür vorstellen könnte, wäre, dass deine Magier*innen quasi die 15 häufigsten Grundformen, wie Leute so denken, mal lernen müssen, wie wär das?

      Und wenn Leute oft "mehrspurig" denken, vielleicht können gute Geistmagier*innen ja sozusagen auch "mehrspurig zuhören", so wie Leute, die es hinkriegen, zwei Gesprächen gleichzeitig zu folgen, oder einem Gespräch und einem Video und einer Musik.

      Ich werde diesen Punkt, also die Vielschichtigkeit menschlichen Denkens, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so genau bebasteln (also die Abbildung dessen in Palaststern-Dingen). Ich habe ohnehin die Erfahrung gemacht, dass ich bei solchen Detailgeschichten besser den "Überbau", in diesem Fall die ganzen magischen Mechanismen, grob fertig haben sollte, um dann Details genau auf die Grobe Situation flexibel abstimmen zu können. Aber was ich auf jeden Fall sagen kann, ist, dass die Menschliche Psyche in Palaststern (ohne dass sie vorher manipuliert wurde)
      genauso funktioniert wie bei uns.

      Jundurg schrieb:

      Wie wird das gehandhabt, wenn Leute beim Planen einer Straftat beobachtet werden, die sie aber nie ernsthaft ausführen? Gedankenfreiheit?

      Monvet und Jeirtalar:

      Aus einem Standardkommentar zum Strafgesetzbuch der Republik Monvet:
      "Durch die Geschichte Monvets, einer Geschichte von erbarmungsloser Unterdrückung und Revolution, ist die Freiheit der Gedanken ein hohes Gut - daher auch das Gesetz gegen das Gedankenlesen an sich. Es wird dem sprechfähigen Wesen ein freier Geist zugestanden, der in seiner Imagination, aus welchen Motiven auch immer, tun und lassen kann, was er will, wohl der Tatsache gewiss, dass das tatsächliche Brechen von geltendem Recht entsprechende Strafe nach sich zieht - seine Motive mögen unrein sein, auf erlebtes Unrecht reaktionär, oder gar edel. Wie aus dem Gesetzestext ersichtlich dehnt sich diese Freiheit auch auf Sklaven und Ausländer aus, wenn ein Sklavenbesitzer auch keine Rechenschaft darüber ablegen muss, weshalb er Sklaven straft (Ausnahmen sind bekanntlich schwere Verletzungen und Tötungen). Es gibt natürlich auch in diesem wichtigen Punkt der Gedankenfreiheit 'Ausnahmen', das sind dann Fälle von starkem öffentlichem Interesse - und per Definition ist auch hier nie der Gedanke die Straftat."

      In Jeirtalar ist die Situation sehr komplex, aber die hohe Dichte an hervorragenden Sehern hat eine gewisse politische Ehrlichkeit hervorgebracht - die natürlich Konfliktpotenzial birgt.
      Ich würde sagen, dass es auch dort grundsätzlich erlaubt ist, eine Straftat zu planen. In der Praxis gibt es dann wohl oft sehr komplizierte Situationen, wo spektakulärerweise rauskommt, dass Person X Person Y abgrundtief hasst, Person Z ein völliger Psychopath ist, o.Ä. - und die Fälle selbst sind sehr verwickelt (kann man das Wort hier benutzen? ich glaub ja). Das ist aber ein Thema, das noch viel gründlicherer Ausarbeitung bedarf, ich bin nicht der Meinung, dass das sehr gut durchdacht ist.

      Nun sind Monvet (Ein von Menschen dominierter Staat, ein bisschen wie Deutschland, aber doch ganz anders) und Jeirtalar (Der "Turm der Magier", eigentlich ein riesiges Teil, so Turmbau-zu-Babel-mäßig, in einer unterirdischen Raumtasche, mit einer riesigen Stadt direkt davor, also auch in der Raumtasche drin) zwei Staaten, die zwar recht unterschiedlich sind, aber natürlich nicht für die ganze Erde stehen. Kein Staat kann für die ganze Palaststern-Erde stehen, vielleicht exemplarisch für einen gewissen Kulturkreis, aber nicht einmal das schafft zumindest Monvet.

      Soho, das wärs für jetzt ^.^
    • Hallo Leute ^.^ Ich hab mal wieder was kurzes, zwei Schriftproben, und Gedanken zu den Kirchenleuten, und was die so für Buchstaben haben (speziell im Richtermythos). Ich hoffe ich hab das verständlich erklärt ._.


      Das sind also die beiden relevantesten Schriften im Reich des Weißrosenthrons. Thronische Buchstaben, Pinsel und Tinte auf Leder (Also der dunklere Untergrund), dann Kirchenthronisch (die Richtermythos-Variante), so ungefähr sieht ein kleiner Teil des Referenzmythos (der übrigens ein Kodex ist, keine Schriftrolle) in der Zitadelle der Weisung (Sozusagen der Vatikan der Kirche...) aus. Schreibrohr und Tinte auf hellem Pergament. Es kommen möglicherweise noch Buchstaben hinzu bei den thronischen Buchstaben, 16 sind etwas wenig - aber da muss ich mal gucken was Sinn macht.

      Die Schrift der Kirche wurzelt in den traditionellen thronischen Buchstaben, die man auf dem Leder sieht. Man sieht vielleicht, wie die Mönche der Kirche diese Buchstaben genommen und in dieses besondere Konzept gequetscht haben, dass Strukturen immer an links liegenden senkrechten Linien angelagert sind.
      Anhand der Anzahl der senkrechten Linien kann man sich orientieren: so viele Buchstaben sind da, alle anderen Linien sind entweder schräg oder waagerecht. die senkrechten
      Linien (Blöcke) die gar nichts berühren sind Diakritika.
      Man hat es für nötig befunden, vorhandene Buchstaben mittels Diakritika zu vervielfachen, um den Verlust von Buchstaben, die nicht für dieses Konzept geeignet waren, zu
      kompensieren. (zum Beispiel dieses Viereck, es sähe in diesem Konzept genausoso aus wie ein L).
      Warum überhaupt dieses Konzept? Das Konzept mit der Hilfslinie oben, über die nur diakritische Haken (das ist dieses Dreieck über der Hilfslinie im Wort rechts unten) und Wortanfänge über sich zulässt, gewährleistet die Eindeutigkeit im Hinblick auf die Worttrennungen. Um mehr Redundanz hinzuzufügen, gibt es die "Nummer" links oben an der mythischen Wortglyphe, die die Anzahl der Buchstaben der Wortglyphe darstellt (hier: 4, 2, 2, 4), und das Nummernsiegel links neben der Initiallinie, die die Nummer des Wortes innerhalb seines Verses anzeigt. (Der Richtermythos kennt Bücher, Kapitel und Verse. Jeder Vers hat eine festgeschriebene Anzahl an Wörtern.) Das insgesamt macht ein geschriebenes Wort im Mythos zur "mythischen Wortglyphe"
      Warum Redundanz? Inspiration ist die Tradition der Juden, Buchstaben auf Torarollen zu zählen, um die Äquivalenz der Abschrift zum Original zu verifizieren.

      Der Schreiber meiner Kirche vergleicht also während des Schreibens anhand der Rechtschreibung des Wortes die Anzahl der Buchstaben, das Nummernsiegel links oben an der mythischen Wortglyphe, und die Nummer des Wortes innerhalb des Verses, sowie die graphische Äquivalenz seiner Seite zu der Seite im Mythos. Ist das Wort, das ich gerade schreibe, exakt an der Stelle, an der es auch im Mythos steht (Ich sollte an dieser Stelle sagen, dass der Referenzmythos in der Zitadelle d. Weisung vor ein paar tausend Jahren komplett standardisiert worden ist. Eine Abschrift ist also ein exaktes Replikat, ein Faksimile, wenn man so will)?
      Das alles gewährleistet wiederum die Konzentration des Schreibers, die notwendig ist, auch über 25 Seiten hinweg fehlerlos abschreiben zu können.
      Um eventuelle Fehler beim Abschreiben kompensieren zu können, wird ein Mythos allerdings nur (loser) Bogen für Bogen abgeschrieben, und alle guten Bögen werden dann zum fertigen Buch gebunden.

      Puh, das war eine schwere Geburt. Mir geistert diese Sache schon lange im Kopf herum, also bitte verzeiht, wenn ich nicht die dollste Präsentation abliefere hier. Naja. Und wenn es langweilig zu lesen ist, gibts ja wenigstens was zum Gucken ^.^
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    • Hallo Leute ^.^ Ich hab mal wieder was. Es ist natürlich wieder nicht vollständig, aber ich finds halt cool ^-^ Und es existiert auch schon lang in Palaststern, aber ich bin nie dazu gekommen, es mal ausführlich vorzustellen (oder nur zu erwähnen o.o)



      NEUNJAHRSKRIEGER

      Was sind Neunjahrskrieger? Kurz gesagt sind es durch magische Artefakte, die sogenannten Neunjahrskartuschen, veränderte Menschen, die eigentlich anlässlich des großen Krieges gegen die Urzea (der jetzt schon über 2000 Jahre her ist) helfen sollten, gegen eben diese die Oberhand zu gewinnen. Das gelang leider nicht, aber die Urzea haben durch interne Streitereien den Antrieb verloren, weiter gegen die Menschen zu kämpfen. Heute sind sie ziemlich resigniert, einige warten auf ihren nächsten großen Kriegsherren, der alle Stämme von Vel- und Gol-Urzea vereint, aber das ist wohl so schnell nicht zu erwarten. Aber naja, Neunjahrskrieger. Wichtig ist noch zu wissen, dass die Neunjahrskartusche auch ohne Kraftquelle einen Neunjahrskrieger unbegrenzt in einem intakten Zustand halten kann - er ist also eigentlich unsterblich, Unfälle und Tötungen ausgenommen.

      DER URSPRUNG DER NEUNJAHRSKRIEGER

      Neunjahrskrieger sind designt als militärisches Instrument, und sind die Erfindung des gewaltigen Magos Ervelos des Artefaktmeisters. Ervelos hatte ursprünglich die Idee, den "perfekten" oder zumindest einen hervorragenden militärisch einsetzbaren Golem zu schaffen. Bis zu seinem Verschwinden in der Endschlacht der gewaltigen Magoi hat er dieses Vorhaben nicht verwirklicht, und es ist nicht bekannt, ob nicht doch ganz kurz vor seinem Verschwinden seine Vorstellung wahr wurde. Er hatte jedenfalls nichts dergleichen verlautbaren lassen.
      Doch eine Station auf diesem Weg war die Entwicklung der Neunjahrskrieger, über die er den Satz geprägt hat "Solange sie laufen, sind sie großartig, aber die vielen kandierten Früchte, die für sie draufgehen, sind die Sache nicht wert." Auch war er sehr unzufrieden über die Art, mit denen man ihnen beibringen musste, wer eigentlich ihr "Meister" war, oder was sie zu tun hatten. Sie sind eben doch immer noch mehr Mensch als Golem, weshalb sie Ervelos zwar als seine Erfindung am Herzen lagen, er sie jedoch (wenn auch ungern) als Fehlschlag betrachten musste.

      Im Folgenden möchte ich beschreiben, wie es zu ihrer Entwicklung kam:
      Eine der Schwierigkeiten, auf die er stieß,war, der Pseudoseele, die einen Golem lenkt, ein gewisses Maß an Intelligenz und Autonomie zu verleihen. Ervelos steckte, wie bei jedem seiner vielen Projekte, seine ganze Weisheit in dieses Problem, aber zumindest im ersten Anlauf war es ihm nicht möglich, das Problem zu lösen - also versuchte er einen anderen Ansatz, den gegenteiligen, wenn man so will.
      Statt einem Golem ohne Intelligenz die Intelligenz zu versuchen einzuflößen, könnte man auch ein Wesen, das bereits Intelligenz und Autonomie besitzt, mit den Stärken und Vorzügen eines Golems ausstatten. Um das zu bewerkstelligen, entwickelte er eine Methode, einen menschlichen Krieger in ein golemartiges Konstrukt umzuwandeln.

      Die Stärken eines Golems definierte Ervelos wie folgt:
      - hohe Körperkraft
      - hohe Widerstandskraft gegen viele Arten von Angriffen
      - völliger Gehorsam
      - das Fehlen eines Selbsterhaltungstriebes, zumindest in bestimmten, vom Meister definierten Situationen.

      Die Schwächen eines Golems, die ohnehin bekannt waren, also die mangelnde Beweglichkeit (die Ervelos bereits in einem früheren Projekt gelöst hatte), und äußerst schlechte Reaktionsschnelligkeit (die für ihn immer noch ein Problem war), traten bei einem gut ausgebildeten, jungen und gesunden menschlichen Krieger natürlich nicht auf.

      Also fing er schließlich an, die seiner Meinung nach für ein militärisches Instrument ungeeigneten Eigenschaften an menschlichen Kriegern zu definieren, was für ihn vor allem die Gefühle des Menschen, die ihm im Kampf nicht halfen, waren, sowie seine Neigung dazu, aufgrund von Emotionen taktisch unklug zu handeln, sei es im kleinen oder großen Maßstab. Gemäß dieser ganzen Betrachtung begann er also, eine Lösung zu entwickeln, um diese ganzen Vorgaben zusammenzubringen.

      Die Gefühle des Menschen werden zu 80% in seinem Herzen verwirklicht, also kam Ervelos auf die kühne Idee, schlicht das Herz des zu Transformierenden zu entfernen, um dann mithilfe eines geeigneten Implantats die Körperfunktionen aufrechtzuerhalten - Die Idee der Kartusche an sich wurde geboren. Die Entwicklung dauerte Monate, allein bis Ervelos schließlich eine Verzauberung entwickelt hatte, die dem Geist des Menschen auf eine Art und Weise Stabilität gab, sodass der Verlust des Herzens den Geist nicht einfach zerriss (was eigentlich der Fall ist, wenn einem Menschen das Herz entfernt wird). Weitere Monate vergingen, bis er Wege fand, dem Transformanden seine alte Kraft zurückzugeben, und noch einmal zwei Jahre, bis seine Erfindung schließlich dem Transformanden ein deutlich höheres Maß an Beweglichkeit, Kraft und Reaktionsschnelligkeit geben konnte, als er vor seiner Transformation besaß. Die letzte Version der Kartusche gab dem Transformanden schließlich die Fähigkeit, Blitzmagie zu wirken sowie die nahe Präsenz anderer Lebewesen zu erspüren.

      Eine Kraftquelle im Innern der Kartusche ersetzte nun die mannigfaltigen, wilden Emotionen eines gewöhnlichen Menschen durch im Wesentlichen eine einzige, die sowohl Ervelos selbst, wie auch die späteren Neunjahrskrieger einfach als 'Pflichtbewusstsein' bezeichneten. Jene Kraftquelle ist die kandierte Frucht des Baumes von Vulandra, und sie ist in der Lage, die Kartusche, und damit den Krieger neun Jahre mit Kraft zu versorgen, bis sie versiegt und der Krieger in einen komaartigen Zustand verfällt. Es ist nun möglich, den Krieger aufzubewahren, um später eine neue Frucht in seine Kartusche einzusetzen, damit er weitere neun Jahre seine Pflicht tun kann.

      DAS WESEN EINES NEUNJAHRSKRIEGERS

      Also wenn das einzige, das ein Neunjahrskrieger fühlt, sein Pflichtbewusstsein ist, wie weiß er denn, was seine Pflicht ist? Es ist im Grunde sehr einfach, weshalb es auch eigentlich das Problem an dieser Erfindung ist: Der Grund, weshalb ein Mensch sich in einen Neunjahrskrieger transformieren lässt, wird vom entstandenen Neunjahrskrieger als seine - einzige - Pflicht betrachtet. Das hat die ersten Neunjahrskrieger, also die Krieger, die sich haben transformieren lassen, um gegen die Urzea zu kämpfen, auch so effektiv gemacht: Sie hatten ein sehr klares Ziel, nämlich ihre Ländereien gegen die Urzea zu verteidigen. Nachdem der Krieg vorbei war, zogen sich die überlebenden Neunjahrskrieger in ihre Festungen zurück und warteten auf den nächsten Angriff der Urzea, der sehr lange nicht stattfand. Ihre Kartuschen wurden dann nach neun Jahren kraftlos. Irgendwann hat man neue Früchte von Vulandra erworben, und so begann dann für die Kriegeraristokratie des fernen Ostens die ewige Rolle des wartenden Bollwerkes gegen die Urzea - was im Übrigen nicht heißt, dass sie nie Krieg geführt hätten.

      Die Neunjahrskrieger selbst sind emotional sehr kühl und still, und ähneln, gemäß ihres Ursprungs, fast Golems, die die meisten Befehle, die der von ihnen akzeptierte Befehlshaber an sie richtet, ausführen. Dadurch aber, dass sie eigentlich ihrer speziellen Idee einer Pflicht dienen, brauchen sie aber keinen Befehlshaber oder "Meister", und werden diesen auch verraten, sobald sie davon überzeugt sind, dass das ihrer Pflicht entspricht.
      Neunjahrskrieger sind also von ihren Emotionen 'befreite' Menschen, die wie besessen von einem bestimmten Vorhaben sind. Selbstverständlich verstehen sie alles, was mit ihnen geschieht - wie es auch ein ganz normaler Mensch tun würde - und so wissen sie natürlich auch, dass sie neun Jahre Lebenszeit haben. Sie erkennen die, aus ihrer Sicht, Notwendigkeit, ihre Lebeszeit möglicherweise verlängern zu müssen - ja nach 'Pflicht' - um diese auch darüber hinaus erfüllen zu können. Und so haben Neunjahrskrieger seit dem Anfang ihrer Existenz versucht, Systeme zu schaffen, in denen sie konstant mit vulandranischen Früchten versorgt werden konnten, um so diesen großen Nachteil auszugleichen. Sprich, sie benötigen Personen odeer Automaten, die sie rechtzeitig mit neuen Früchten versorgen - oder sie kümmern sich einfach gegenseitig darum.

      Im Laufe der Jahrhunderte wurden immer mehr Neunjahrskrieger getötet, und so wurden wieder Kartuschen frei, und es wurden auch neue Kartuschen aus verborgenen Lagern des Artefaktmeisters Ervelos geborgen, sodass neue Menschen sich der Transformation unterzogen, um oftmals ihre ganz eigenen Ziele verfolgen zu können, ungeachtet des Preises, den sie dafür zahlen mussten.

      Auch haben sich ganze neue Orden von Neunjahrskriegern mit ähnlichen "Missionen" gebildet, jeder mit seiner eigenen, eigenartigen Kultur, auf der einen Seite sehr menschlich, und doch unmenschlich. Keiner dieser Orden besteht allerdings nur aus Neunjahrskriegern, um die Möglichkeit, dass alle Krieger gleichzeitig ausfallen, auszuschließen. Manche Orden haben ihre gemeinsamen Vorhaben auch in Bücher geschrieben und Debattieren gern über die für alle Beteiligten passende Verfolgung dieser Vorhaben.

      Auch ist unter diesen Orden die philosophische Frage präsent, ob ein Mensch oder ein Neunjahrskrieger sich besser als Anführer eignet - im Normalfall fällt jedoch die Wahl auf einen Neunjahrskrieger, da dieser unbelastet von seinen Gefühlen ein Kommando führen kann. Andererseits hat es ein Neunjahrskrieger schwer, Untergebene, die nicht selbst auch Neunjahrskrieger sind, als Anführer für ihre Mission zu begeistern, da er die Gefühlswelt eines normalen Menschen nicht (mehr) nachvollziehen kann.

      Neunjahrskrieger essen nicht mehr, da der Verdauungstrakt ohnehin durchtrennt ist. Sie nehmen allerdings Wasser zu sich, das sich durch die Systeme der Kartusche noch verteilen kann.

      ÄUSSERLICHES

      Die Optik eines Neunjahrskriegers ist vergleichbar eines vertrockneten Leichnams, jedoch ist die Haut deutlich dunkler, Richtung blau (Ein bisschen wie die Draugr aus Skyrim, aber der Krieger hat dickere Muckis natürlich ^.^). Sie liegt eng an der Muskulatur an, wodurch sie optisch hervorragend zur Geltung kommt. Die Kraft der Kartusche hat seine Muskeln wachsen und seine Haare ausfallen lassen.

      Die Kartusche selbst ersetzt nicht nur das Herz, sondern auch den gesamten Brustkorb, und man könnte sie leicht für einen bronzenen Brustpanzer halten. In ihrer Mitte befindet sich die Klappe, unter der sich die kandierte Frucht des Baumes von Vulandra befindet. Sie wird selbstverständlich fest mit einem speziellen Mechanismus versiegelt, und es dauert einige Minuten, diesen zu öffnen.

      Neunjahrskrieger tragen normale Rüstungen und Waffen, oder was sie eben bevorzugen. Ervelos selbst hatte zwar Pläne für passende Ausrüstung, hatte sie aber nicht weiter verfolgt, weil er das Projekt am Ende als Ganzes für einen Fehlschlag hielt.

      VERSCHIEDENES

      Interessant ist, dass Neunjahrskrieger die Weltbühne nie betreten hätten, hätte sich die Kriegeraristokratie des fernen Ostens nicht in ihrer Verzweiflung während des großen Urzeakrieges an Ervelos gewandt. Eigentlich war ihre Vorstellung, dass Ervelos ihnen mächtige Waffen und Rüstungen zur Verfügung stellen würde, doch stattdessen wollte er seine Neunjahrskrieger endlich in einem großen Krieg in Aktion sehen, und die Urzea waren Gegner, gegen die sie ihr Potential wohl voll würden ausschöpfen können. Das war auch tatsächlich der Fall, aber wie man weiß, war selbst ihr Einsatz nicht genug, um die Urzea empfindlich zu schlagen - wie oben schon erwähnt.

      Neunjahrskartuschen an sich sind eine beliebte Handelsware, aber gehören zu den teuersten magischen Artefakten von ganz Aveska, wenn man z.B. von besonderen Einzelstücken außerkosmischen Ursprungs absieht.

      Nach etwa 750 Jahren nach ihrer Einführung waren ein Teil der damals in Umlauf befindlichen Neunjahrskartuschen unbrauchbar, und ihr Schöpfer Ervelos war bereits mit den anderen gewaltigen Magoi verschwunden. So wandte sich die Kriegeraristokratie erst erfolglos an die Zauberergesellschaft, die die Funktionsweise der Kartuschen nicht verstand, und dann verzweifelt an die Weisen des Nordens. Nachdem die Weisen des Nordens die Neunjahrskartuschen repariert hatten, fragten die Krieger nach ihrer Funktionsweise. Die Weisen antworteten, dass es Wissen gebe, das Menschen besser nicht besitzen sollten.

      Ich weiß gar nicht, wie die Transformation eigentlich vonstatten geht ^.^ Sie ist aber ziemlich narrensicher, die Kartusche selbst funktioniert sozusagen out-of-the-box, und nachher liegen dann die Körperteile auf dem Boden die nicht mehr gebraucht werden. Es sollte aber schon eine Betäubung vorher vorgenommen werden.

      Auch weiß ich nicht, wie viele Kartuschen und Krieger es eigentlich gibt. Aber auf jeden Fall genug, sich einen eigenen Orden auszudenken ^.^

      NACHTRAG

      Edit: Es soll Menschen gegeben haben, die sich der Transformation unterzogen haben, um ihre Emotionen hinter sich zu lassen. Dieser Ansatz ist sehr interessant, weil dieser Wunsch, wie gesagt, dann zur "Mission" des entstandenen "Kriegers" wird (die Bezeichnung "Krieger" ist hier natürlich nicht mehr zutreffend). Das Herz verwirklicht "nur" 80% der Gefühle des Menschen, der Rest wird durch die restlichen Innereien verwirklicht. Der "Krieger" wird also versuchen, Wege zu finden, seine Restemotionen auszuschalten. Je nach Wissen und persönlichem Gusto wird er also nach Aberglauben handeln, Alchemisten oder Ärzte konsultieren, oder - da er auch keine Angst vor dem Tode mehr kennt - sein Leben beenden, oder an einem möglichst unzugänglichen Ort einfach warten, bis die Kraftquelle seiner Kartusche versiegt.

      Eine etwas andere Variation dieses Wunsches ist, ohne von Gefühlen 'belastet' zu werden, die persönlichen Vorhaben verwirklichen zu können. Das macht den entstandenen "Krieger" zu einem Menschen, der völlig kalt und gewissenlos die Ziele verfolgt, deren Erreichung er durch die Transformation gehofft hat besser verfolgen zu können. Ein Händler, dem Geld über alles geht, wird also zu dem, was wir unter einem kalten, herzlosen Geschäftsmann verstehen würden.

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      Tja, das war eine schwere Geburt.. Ich hoffe sehr, dass das Spaß gemacht hat zu lesen ^.^ Man kann sich sicherlich denken, woher ursprünglich die Inspiration dieser Krieger kommt ;-))

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    • Joshuah schrieb:

      Tja, das war eine schwere Geburt.. Ich hoffe sehr, dass das Spaß gemacht hat zu lesen ^.^ Man kann sich sicherlich denken, woher ursprünglich die Inspiration dieser Krieger kommt ;-))
      Nee, ehrlich gesagt bin ich mir da nicht sicher. Ich meine, Golems als Inspiration, klar, die hast du ja schon genannt. Ansonsten fällt mir da noch die Goldene Armee aus Hellboy ein. Und Iron Man. Aber ist das die Inspiration? Ich weiß es nicht. Bin aber neugierig.

      Haben die Neunjahrskriger noch eine Lunge, oder wird die ebenfalls durch die Kartusche ersetzt? (da fällt mir als Stichwort noch die Eiserne Lunge ein, aber das ist ja doch nochmal was gänzlich anderes - und natürlich Herz-Lungen-Maschinen)
    • Hallo Yrda ^.^ danke für Dein Interesse :-))

      Golems waren gar keine Inspiration, das hat sich nur so ergeben ;p Die Parallele mit Iron Man auch. Aber nein, natürlich die Space Marines aus 40k ^.^ gleiches Prinzip: Alles ist hoffnungslos overpowered in 40k, normale Menschen sind dagegen sehr schwach (es sei denn man führt Millionen davon aufs Schlachtfeld, dann ist das wieder ausgeglichen). Und der 40k-Imperator dachte sich, na dann mache ich aus schwachen Menschen Übermenschen - die Space Marines. Nicht dass er das Prinzip nicht noch bei 20 anderen Gruppen von Übermenschen angewandt hätte ;p

      Aber ich wollte definitiv etwas schaffen, das auch in Palaststern hineinpasst. Es ist immer toll, wenn man sich inspirieren lassen kann, aber bis es soweit gediehen ist, dass es irgendwie etwas eigenes wird, dauert das.

      Yrda schrieb:

      Haben die Neunjahrskriger noch eine Lunge, oder wird die ebenfalls durch die Kartusche ersetzt? (da fällt mir als Stichwort noch die Eiserne Lunge ein, aber das ist ja doch nochmal was gänzlich anderes)
      Nee, alles bis hinten an die Wirbelsäule ist weg. Sie ersetzt im Prinzip alles in diesem Bereich, und macht so auch den Verdauungstrakt unbrauchbar, wie gesagt. Er wird einfach inaktiv und von der Magie der Kartusche konserviert.

      Edit: Ups, also ja, sie beherbergt tatsächlich einen Lungenersatz ^.^
    • Ich find "Neunjahrskrieger" einen richtig schönen Begriff. Die Beschreibung als Golems oder menschliche Kampfmaschinen ließ mich zuerst fragen, was dass denn mit 9 Jahren zu tun haben soll, und die Erklärung, dass das eben die Dauer ist, bis das Ablaufdatum erreicht ist (falls ich das so bezeichnen sollte^^), fügt dann alles zusammen. Argh, weiß grad nicht, wie ich das ausdrücken soll. Vielleicht: Ich finde es schön, dass sie nach einer bestimmten Eigenschaft benannt sind, die auf den ersten Blick nicht zentral erscheint, aber doch eine große Wichtigkeit hat.

      Joshuah schrieb:

      Eine etwas andere Variation dieses Wunsches ist, ohne von Gefühlen 'belastet' zu werden, die persönlichen Vorhaben verwirklichen zu können. Das macht den entstandenen "Krieger" zu einem Menschen, der völlig kalt und gewissenlos die Ziele verfolgt, deren Erreichung er durch die Transformation gehofft hat besser verfolgen zu können. Ein Händler, dem Geld über alles geht, wird also zu dem, was wir unter einem kalten, herzlosen Geschäftsmann verstehen würden.
      Ufff, das klingt nach einer sehr ... ähem ... sympathischen Entscheidung.^^

      Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es auch einen Reiz hat für Leute, die ein bestimmtes Lebensprojekt abschließen wollen, ohne abgelenkt zu werden. (Zum Beispiel eine Philosoph*in, die ihre Große Mathematische Theorie von Allem schreiben möchte?)

      Wie bist du denn auf kandierte Früchte als Energiespender gekommen? (Und wie ist das in-world gelaufen? Ich hoffe ich hab da jetzt nicht einfach eine Erklärung überlesen.)
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Hey Jundurg :)


      Jundurg schrieb:

      Ich find "Neunjahrskrieger" einen richtig schönen Begriff.
      Dankeschööön, ich find ihn auch gut ;p Aber vor allem klanglich irgendwie. Vielleicht wechsle ich auch zu "Neunjahrkrieger", nehm also das S weg. Mal gucken, aber freut mich sehr, dass er gefällt!


      Jundurg schrieb:

      Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es auch einen Reiz hat für Leute, die ein bestimmtes Lebensprojekt abschließen wollen, ohne abgelenkt zu werden. (Zum Beispiel eine Philosoph*in, die ihre Große Mathematische Theorie von Allem schreiben möchte?)
      Genau, das ist auf jeden Fall auch ein guter Grund, vor allem, weil man ja so - unter Umständen - mehr Lebenszeit hat. Jemand könnte sich im Alter der Transformation unterziehen, um definitiv noch mindestens neun Jahre rauszuholen, mit der Aussicht auf noch mehr - die betreffende Person ist ja unsterblich, und muss sich "nur" um die Energiequelle kümmern. Aber es ist schon ein Kunststück, an eine Kartusche heranzukommen.

      Jundurg schrieb:

      Wie bist du denn auf kandierte Früchte als Energiespender gekommen? (Und wie ist das in-world gelaufen? Ich hoffe ich hab da jetzt nicht einfach eine Erklärung überlesen.)
      Es sind ja wohlgemerkt die kandierten Früchte des großen Baumes von Vulandra. Vulandra selbst ist ein Zaubererstaat, ähnlich wie sein 'Gegenstück' und ewiger Rivale Jeirtalar. Einst hat ein Zirkel von Zauberern besagten Baum entdeckt und sich bei ihm niedergelassen - das war die Geburtsstunde des Staates Vulandra (ich weiß immer noch nicht woher dieses Wort 'Vulandra' stammt, aber ich finds schön ^.^). Der Baum selbst ist magisch, und magisch nutzbare Kraft ist unter anderem in den Früchten konzentriert. Diese faustgroßen, bunten und kugelrunden Früchte werden zu allerlei Sachen verarbeitet, aber sie werden auch kandiert und getrocknet, um sie haltbar zu machen, um so über Jahre ihre magische Kraft zu erhalten. Solche Früchte sind dann wiederum eine teure Handelsware, und Vulandra exportiert sie in gewissen Mengen - davon ist dann also die Kriegeraristokratie des Ostens abhängig, weil natürlich ihre Kampfstärke davon abhängt.

      Ja, wie bin ich darauf gekommen? Ähm, das ist eine ziemlich alte Idee, diese magischen Früchte sind älter als meine Idee mit den Neunjahrskriegern. Die Inspiration für sie sind die "Magical Balls" aus dem Manga/Anime DoReMi. Das ist so ein Magical-Girl-Anime, den hab ich mir als kleines Kind angeguckt. Diese Magical Balls waren in so länglichen Spendern, und jeder von ihnen war, so wie ich es verstanden habe, in der Lage, den Hexen, um die es da ging, einen Wunsch zu erfüllen, dann war seine Kraft aufgebraucht (ich hab jetzt mal gegoogelt, und es ist wohl noch irgendwie komplizierter, aber auf jeden Fall werden beim Zaubern diese kleinen bunten Murmeln namens "Magical Balls" verbraucht)



      Ich hoffe ich konnte ein bisschen Licht ins Dunkel bringen ^.^ Fragen sind natürlich immer willkommen!