[Palaststern] Sammelthread

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Weltenbastler-Olympiade (WBO) 2021 - Startschuss
    Die diesjährige Olympiade beginnt am 25 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Joshuah schrieb:

      Es ist ein bisschen wie im Arabischen, in dem es nur 'a', 'i' und 'u' gibt. Wenn ich also 'kutub' ('Bücher') einfach 'kotob' ausspreche, versteht der Araber trotzdem 'kutub', merkt aber, dass es komisch klingt - denn er oder sie kennt kein 'o', jedenfalls nicht, wenn er nur Arabisch kann.
      Also in der Hauptsprache gibt es nur 'a' und 'i', aber wenn Fremde [oder Sprecher von Dialektvariationen] 'ä' oder 'e' sagen, wird es als 'i' wahrgenommen?

      Das 'ä' klingt dem 'a' [meiner Meinung nach] ähnlicher als dem 'i'; wäre es demnach nicht wahrscheinlicher, es eher als 'a' zu hören?


      Joshuah schrieb:

      Der Artikel heißt 'Ril', der Akkusativ davon ist 'Rig'.
      Bedeutet das, dass es nur ein grammatikalisches Geschlecht gibt, oder dass die Artikel Geschlechtsunabhängig sind [wie im Englischen bzw Deutschen Plural]?
      Weltenthreads | Weltenliteratur
      Fleischrechte für Fisch!
      WB-Chat | "Squisus vult!"
    • Chrontheon schrieb:

      Das 'ä' klingt dem 'a' [meiner Meinung nach] ähnlicher als dem 'i'; wäre es demnach nicht wahrscheinlicher, es eher als 'a' zu hören?
      Guter Punkt. Ich würde sagen, dass das A dieser Sprache ziemlich dunkel ausgesprochen wird, damit man es besser vom Nicht-A unterscheiden kann.


      Chrontheon schrieb:

      Also in der Hauptsprache gibt es nur 'a' und 'i', aber wenn Fremde [oder Sprecher von Dialektvariationen] 'ä' oder 'e' sagen, wird es als 'i' wahrgenommen?
      Als Nicht-A. Aber transkribiert wird es mit "i". Theoretisch könnte man es auch "u" aussprechen, aber Plage des Nordens haben keine Lippen, wie gesagt. Menschen könnten das so machen, und es würde verstanden werden, auch wenn es bescheuert klingen würde.

      Und ja, der Artikel ist gleich für alle Geschlechter, wie im Arabischen und Hebräischen.
    • Joshuah schrieb:

      Ich würde sagen, dass das A dieser Sprache ziemlich dunkel ausgesprochen wird
      Also das, was weiter hinten im Mund entsteht?


      Joshuah schrieb:

      Als Nicht-A. Aber transkribiert wird es mit "i". Theoretisch könnte man es auch "u" aussprechen, aber Plage des Nordens haben keine Lippen, wie gesagt. Menschen könnten das so machen, und es würde verstanden werden, auch wenn es bescheuert klingen würde.
      Die Zunge trägt aber mehr dazu bei als die Lippen. Es ist möglich, 'i' und 'u' [oder eine Annäherung dessen] auszusprechen, ohne die Lippen zu verwenden/ändern -- auch, wenn es unter Verwendung der Lippen einfacher ist.

      [Es fällt mir aber auch ein bisschen schwer, die Sichtweise von jemandem einzunehmen, der mit so wenigen Vokalen aufgewachsen ist.]
      Weltenthreads | Weltenliteratur
      Fleischrechte für Fisch!
      WB-Chat | "Squisus vult!"
    • Chrontheon schrieb:

      Also das, was weiter hinten im Mund entsteht?
      In der Tat, klanglich passt nämlich der hier gut zu meiner Vorstellung:
      de.wikipedia.org/wiki/Ungerundeter_offener_Hinterzungenvokal


      Chrontheon schrieb:

      Die Zunge trägt aber mehr dazu bei als die Lippen. Es ist möglich, 'i' und 'u' [oder eine Annäherung dessen] auszusprechen, ohne die Lippen zu verwenden/ändern -- auch, wenn es unter Verwendung der Lippen einfacher ist.
      'i' definitiv, beim 'u' ist ohne Lippen wohl tatsächlich nur eine Annäherung möglich, jedenfalls meinen persönlichen Experimenten nach - was aber nichts heißen muss. Du darfst mir gern das Gegenteil beweisen, wenn es Dir so wichtig ist wie es scheint, und z.B. ein Video bei Youtube hochladen, in dem Du Deine Herangehensweise demonstrierst. Einfach auf 'nicht gelistet' stellen, und mir den Link per dm schicken. Musst Du aber nicht.

      Edit: Nachdem ich noch ein bisschen experimentiert habe, muss ich sagen, dass ein 'u' mit entspannten Lippen tatsächlich möglich ist! Allerdings nicht mit von den Zähnen abgespreizten Lippen, sodass diese freiliegen. Plage des Nordens haben ja freiliegende Zähne, ich denke, dass so die beste Annäherung möglich ist - unter Vorbehalt, ich habe mich ja schonmal geirrt ^.^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joshuah ()

    • Joshuah schrieb:

      In der Tat, klanglich passt nämlich der hier gut zu meiner Vorstellung:
      de.wikipedia.org/wiki/Ungerundeter_offener_Hinterzungenvokal
      Da hab ich an das richtige gedacht! :D

      Joshuah schrieb:

      'i' definitiv, beim 'u' ist ohne Lippen wohl tatsächlich nur eine Annäherung möglich, jedenfalls meinen persönlichen Experimenten nach - was aber nichts heißen muss. Du darfst mir gern das Gegenteil beweisen, wenn es Dir so wichtig ist wie es scheint, und z.B. ein Video bei Youtube hochladen, in dem Du Deine Herangehensweise demonstrierst. Einfach auf 'nicht gelistet' stellen, und mir den Link per dm schicken. Musst Du aber nicht.

      Edit: Nachdem ich noch ein bisschen experimentiert habe, muss ich sagen, dass ein 'u' mit entspannten Lippen tatsächlich möglich ist! Allerdings nicht mit von den Zähnen abgespreizten Lippen, sodass diese freiliegen. Plage des Nordens haben ja freiliegende Zähne, ich denke, dass so die beste Annäherung möglich ist - unter Vorbehalt, ich habe mich ja schonmal geirrt ^.^
      Ich glaube nicht, dass eine solche Demonstration notwendig ist. Ich war einfach neugierig und hab, wie du jetzt auch, einfach ein bisschen experimentiert. Wobei das 'u' [das Freiliegende] sich bei mir schon noch ein bisschen vom 'u' mit entspannten Lippen unterscheidet. Ich hab meiner Wahrnehmung nach also auch hier nur eine Annäherung, bzw einen neuen 'u'-Vokal.


      Ich muss schon sagen, es ist interessant, wohin man kommt, wenn man Einschränkungen wie Lippenlosigkeit in den Sprachenbau einbezieht. Ich wollte mich selbst noch mehr mit sowas beschäftigen.
      Weltenthreads | Weltenliteratur
      Fleischrechte für Fisch!
      WB-Chat | "Squisus vult!"
    • Hejho,
      Nun hab eich endlich die Zeit gefunden mir das alles mal durchzulesen.
      Ich muss sagen die Idee der verschiedenen Zauberstabformen find eich echt klasse.

      Zum Thema deiner Sprache:
      Ich selbst habe mich, aus diversen Gründen, auch schon das eine oder andere mal damit befasst wie Laute etc. verwendet werden/ wahrgenommen werden und möchte hier einmal meinen Respekt ausprechen.
      Man legt sich schon eine ziemliche Einschränkung auf, wenn man eien Sprache komplett ohne die Labiallaute aufbauen will.

      Ich muss zugeben dass ich auch eine ganze weile damit zugebracht habe zu versuchen einen Lippenlosen U-Laut zu produzieren und kläglich daran gescheitert bin.


      Einige Fragen habe ich aber noch:
      Wie genau muss man sich diese "Blutschrift" oder "Wundenschrift" vorstellen, gibt es vielleicht schon graphische darstellungen?

      Und weißt du wie die Personen die diese Schrift entwickelt haben auf die Idee dazu kamen?

      Wenn man davon ausgeht dass eine Schrift eigentlich meistens so angelegt ist das sie sich gut auf das zu beschreibende Material übertragen lässt, dann liegt die Frage nahe, worauf die ersten Schreibenden so geschrieben haben.

      Oder ist es vielleicht gar so, dass sich die Schrift aus einer Orakeltradition o.ä. Herausgebildet hat?


      Tut mir leid, falls diese Fragen etwas lenkend wirken, es ist auf keinen Fall meine Intention dir irgendwelche Ideen vorzugeben.

      Das sind lediglich meine Ideen und Denkansätze die bei mir aufkamen, die ich dann in Form von Fragen verpackt habe :-[
    • Hallo Torfi, find ich ja klasse, dass Du auch vorbeischaust ^.^

      Ich will mich mal Deiner Fragen annehmen:

      Torfi schrieb:

      Man legt sich schon eine ziemliche Einschränkung auf, wenn man eien Sprache komplett ohne die Labiallaute aufbauen will.

      Ich muss zugeben dass ich auch eine ganze weile damit zugebracht habe zu versuchen einen Lippenlosen U-Laut zu produzieren und kläglich daran gescheitert bin.
      "Lippenlos" ist ja nicht ganz treffend. Mit entspannten, also nicht gespitzten, Lippen geht das tatsächlich, was ich ja nicht für möglich gehalten habe. Wenn man die Lippen abspreizt, also von den Zähnen weg, so dass diese freiliegen (das sieht sicher ziemlich dämlich aus), ist ein 'u', soweit ich das bislang sehe, nicht möglich. Da kommt dann wirklich nur ein seltsamer Nuschellaut raus, den ich klanglich auch ziemlich bescheuert fand.


      Torfi schrieb:

      Wie genau muss man sich diese "Blutschrift" oder "Wundenschrift" vorstellen, gibt es vielleicht schon graphische darstellungen?
      Ich hab schon ein, zwei Zeichnungen davon gemacht, weiß aber nicht mehr wo sie sind. Probleme habe ich noch mit der Anzahl der möglichen Zeichen, da muss ich mich mal richtig hinsetzen und das ausarbeiten.
      Auf die Idee grundsätzlich kam ich, als ich mir die Art in Erinnerung gerufen habe, wie man z.B. in Brasilien Kautschuk erntet:
      youtube.com/watch?v=OlpJ2FwoO74 (ab 0:45)
      youtube.com/watch?v=xbIvx8ty6Wg (ab 7:48)

      Man macht schräge, oberflächliche Schnitte in die Rinde, sodass die Milch daran hinunterfließt. Wenn man das sehr gut macht, fließt die komplette Milch natürlich nur am Ende des Schnittes hinaus, und das ist auch der Sinn der Sache. Aber was wäre, wenn der Schnitt nicht tief genug wäre? Die Milch würde sich auf dem Weg langsam sammeln und dann irgendwann statt dem Schnitt weiter zu folgen an der Seite nach unten fließen. Das würde heißen, dass dann ein Tropfen sich seinen Weg über die Rinde suchen würde.
      ... Und ein Buchstabe wäre jetzt eine Abbildung eines solchen Tropfens, der aus seiner vorgegebenen Bahn austritt und einen besonderen Weg einschlägt - pro Buchstabe einen anderen.

      Torfi schrieb:

      Und weißt du wie die Personen die diese Schrift entwickelt haben auf die Idee dazu kamen?
      Naja, wie schon gesagt war das Bild, dass man Schnitte - nicht in die Rinde von Kautschukbäumen, sondern - in Haut abbildet, aus der dann Blut austritt und sich den Körper hinab seinen Weg sucht. Aber viel mehr weiß ich leider noch nicht.


      Torfi schrieb:

      Wenn man davon ausgeht dass eine Schrift eigentlich meistens so angelegt ist das sie sich gut auf das zu beschreibende Material übertragen lässt, dann liegt die Frage nahe, worauf die ersten Schreibenden so geschrieben haben.
      Das ist ein wesentlicher Faktor, ja. Auch darüber weiß ich noch nichts - ob das nur ein morbides Bild ist, dem man sich beim Design der Schrift bedient hat (so wie ich das tue), und man nicht ernsthaft versucht hat, z.B. Gefangenen Sachen in die Haut zu "Schreiben", oder ob die Herkunft des Ganzen genau umgekehrt ist - kommt Zeit, kommt Rat.


      Torfi schrieb:

      Oder ist es vielleicht gar so, dass sich die Schrift aus einer Orakeltradition o.ä. Herausgebildet hat?
      Interessanter Gedanke! Das würde die Zufälligkeit der "Quelle" mit dem Prinzip von Skizzen verbinden, wenn man sagt, dass Orakel versucht haben, ihre Ergebnisse einfach abzuzeichnen, als Gedankenstütze - und dann haben sie besonders häufig vorkommenden Bildern Namen gegeben. Dann könnte man sagen, dass eine etwas praktisch veranlagte Person die Namen auf den Anfangslaut reduziert hat, und angefangen hat, sie einfach als Schrift zu verwenden.

      Über Religiösität, Aberglaube etc. bei der Plage des Nordens habe ich noch nicht wirklich nachgedacht. Ich weiß allgemein nicht allzuviel über sie. Außer:

      Sie stammen vom "dunklen Kontinent" westlich von Aveska. Sie haben vor Jahrtausenden dessen Klima durch finstere Magie so zerstört, dass er im allgemeinen unbewohnbar wurde. Das hat sie dazu veranlasst, von ihrem Kontinent in den Norden von Aveska zu flüchten, was gleichbedeutend mit einer Invasion der dort ansässigen Völker war.
      Die Chisanadai wurden nach Süden in das heutige Chisana verdrängt (es gehörte auch damals schon zu ihrem Reich, aber so kamen eine große Zahl Flüchtlinge dorthin), die Ptao wurden erst- und einmalig in ihrer Geschichte aus ihren unterirdischen Festungen vertrieben, und schlussendlich wurde das gesamte Volk der Plage des Nordens von der Göttin Chis, die die Nationalgottheit der Chisanadai ist, verflucht - als Strafe für ihre Grausamkeit gegenüber den Chisanadai. Die Folge davon war, dass die Plage des Nordens (und auch alle anderen Erdbewohner) den Namen des Volkes der Plage vergaßen und sie zu den "Senna" degenerierten, gebückt gehenden, dümmlichen, aber sehr gewalttätigen Kreaturen.
      Die Plage in den eroberten Ptao-Festungen wiederum überkam ein besonderer Fluch, der sie zu dem machte, was Gelehrte als die "östlichen Kerkerliche" kennen, untote Kreaturen, die an die alten Ptao-Festungen gebunden sind. Sie scheinen ihre Intelligenz weitgehend bewahrt zu haben, sind allerdings in einer Weise verstört, dass sie scheinbar nicht mehr in der Lage sind, eine als solche erkennbare Gesellschaft zu bilden. Sie tun nichts, als ziellos durch die unterirdischen Räume und Gänge zu streifen und zu warten. Dennoch sind sie aggressiv und äußerst mächtig, was der Grund ist, weshalb die Ptao es nie geschafft haben, ihre Festungen zurückzuerobern.
      Am leichtesten getroffen hat es die Plage, die zum Zeitpunkt des Fluches Vampire waren - sie haben nur den Namen ihrer Spezies vergessen, sonst, außer einen sonstigen leichten Gedächtnisverlust, der bei jedem etwas anders ausgeprägt war/ist, ist ihnen eigentlich nichts passiert.

      Emotionsmäßig sind sie das, was wir als "kalt" bezeichnen würden. Sie haben keine Emphatie, und spüren deshalb kein Mitleid, und freuen sich auch nicht mit jemand anderem. Angst kennen sie als starke Erregung und Vermeidungsdrang, aber sie werden von ihr nicht so gequält wie wir. Was sie kennen wie wir, sind Schmerz, vor dem sie sich fürchten, sie haben einen Sinn für Schönheit, sind künstlerisch ziemlich engagiert, und auch Sexualität genießen sie ungefähr wie wir.

      Ihre Gesellschaft ist allerdings, geprägt von ihrer egozentrischen Art, ein ewiger Machtkampf. Mein ursprünglicher Gedanke war, sie auf dem, was ich über Psychophaten gehört habe, basieren zu lassen, also dass sie Macht über andere als berauschend empfinden. Irgendwie habe ich das in der letzten Zeit als doof empfunden, das einfach zu kopieren. Mal sehen was mir noch einfällt.


      Torfi schrieb:

      Tut mir leid, falls diese Fragen etwas lenkend wirken, es ist auf keinen Fall meine Intention dir irgendwelche Ideen vorzugeben.
      Überhaupt kein Thema, ich bin ja froh über interessante Gedanken ^-^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joshuah ()

    • Hi ^.^ Ich hab auch mal wieder was kurzes. Ich hab grade nicht so viel Energie, deshalb kann ich leider keine riesige Abhandlung schreiben. Naja, ich hoffe es macht trotzdem Spaß.

      - Gedankenlesen -

      Geistmagie ist generell ein großes Thema, mit einer komplexen Geschichte, wie bei allen Formen von Magie. Aber ich möchte hier nur kurz (wie gesagt) auf das Gedankenlesen aus der Entfernung durch die Interpretation von Informationen aus jemandes Aura eingehen.

      In Monvet, Jeirtalar und vielen anderen zivilisierten Staaten Westaveskas ist es verboten, die Gedanken oder Gefühle eines anderen ohne dessen Erlaubnis auf magischem Wege herauszufinden. Es gibt aber Ausnahmen: In der Kriegsführung, in der Verbrechensbekämpfung und im Falle eines Geistmagiers, der einen entsprechenden Zauber so gut beherrscht, dass er oder sie schlecht 'wegsehen' kann. Es ist wie, wenn wir so gut lesen können, dass wir bei einem Blick auf eine Zeitungsüberschrift diese schlecht nicht-lesen können.

      Es gibt Gegenzauber gegen das Gedankenlesen, die die Aura eines Menschen so verzerren, dass Gedankenlesen entweder klar fehlschlägt oder dass alternative Ergebnisse zustande kommen. So kann jemand einem Geistmagier statt seinen tatsächlichen Gedanken Gedanken an Vögel und Schweine vorsetzen. Dieser jemand sollte sich aber über die Glaubwürdigkeit seiner Alternative Gedanken machen. Außerdem folgen menschliche Gedanken oft einer charakteristischen Dramaturgie, die schwer verwechselt und so auch schwer nachgestellt werden kann. Aufzeichnungen von Gedankengängen machen deshalb Sinn einzusetzen, anstatt eigens verfasste oder gar improvisierte. Natürlich kann man auch einfach versuchen, nicht an wichtige Dinge zu denken, wenn man den Eindruck hat, man könnte gelesen werden, aber das ist, wie man weiß, noch einmal eine ganz andere Schwierigkeit. Im Zweifelsfall ist es also gut, ein reines Gewissen und keine wichtigen Informationen zu kennen... Wohl der Person, auf die das zutrifft.
      Problematisch allerdings ist immer, auf welche Art und wie Stark die eigene Aura verzerrt wird, sollte man einen Gegenzauber gegen Gedankenlesen anwenden. Es ist wichtig, dass man nur die äußeren Schichten seiner Aura verzerrt, da sie die unscharfe Grenze des Geistes zur Außenwelt ist - man verändert also ab einem gewissen Punkt den eigenen Geist mit einem Zauber, der dafür nicht gedacht war, was sehr zerstörerisch für die eigene Psyche sein kann.

      So, das wärs mal für heut ^.^
    • Joshuah schrieb:

      Falle eines Geistmagiers, der einen entsprechenden Zauber so gut beherrscht, dass er oder sie schlecht 'wegsehen' kann.
      Muss man dann in aufwändigen, bürokratischen Verfahren nachweisen, dass man wirklich nicht einfach "wegsehen" kann.
      Oder wie wird das geprüft?


      Joshuah schrieb:

      Problematisch allerdings ist immer, auf welche Art und wie Stark die eigene Aura verzerrt wird, sollte man einen Gegenzauber gegen Gedankenlesen anwenden. Es ist wichtig, dass man nur die äußeren Schichten seiner Aura verzerrt, da sie die unscharfe Grenze des Geistes zur Außenwelt ist - man verändert also ab einem gewissen Punkt den eigenen Geist mit einem Zauber, der dafür nicht gedacht war, was sehr zerstörerisch für die eigene Psyche sein kann.
      Das gefällt mir sehr gut. Schönes Konzept!
    • Hallo Glafo ^.^ nett dass Du schreibst!

      Glafo schrieb:

      Muss man dann in aufwändigen, bürokratischen Verfahren nachweisen, dass man wirklich nicht einfach "wegsehen" kann.
      Oder wie wird das geprüft?
      Ja, ich hatte das ganz vergessen zu schreiben. Man muss es nachweisen können, wenn denn so ein Fall zustande kommt. Aber es ist unwahrscheinlich, dass einem das gelingt - um dieses Maß an Übung zu haben (und die Voraussetzungen dafür - eigentlich ist Zaubern anstrengend und unintuitiv, zumindest für nichtmagische Völker), muss man nicht einfach ein guter Geistmagier sein, sondern ein echter Virtuose. Aber wie misst man das? Und es sind nicht viele Leute auf diesem Level, in der gesamten Magiergesellschaft wohl nicht mehr als 500 denke ich.
    • Joshuah schrieb:

      Außerdem folgen menschliche Gedanken oft einer charakteristischen Dramaturgie, die schwer verwechselt und so auch schwer nachgestellt werden kann.
      Die Erklärung, dass eine verzerrte Aura aufdecken kann, wenn jemand versucht zu manipulieren, gefällt mir als Begründung. Bei der hier will ich nachhaken - wie Leute denken, ist bei irdischen Menschen zumindest ja enorm verschieden. Keine Ahnung, was ich dafür als bestes Beispiel anführe, manche denken mehr in Bildern, andere hören beim Denken ihre eigene (oder andere) Stimmen per Default, z.B. auch beim Lesen... bei mir ist es oft mehrspurig, würd ich sagen, einmal mehr vokalisierte Gedanken, dahinter eine nichtvokalisierte Ebene, wo ich langfristiger denke, und dann noch 1-2 Ebenen für Musik z.B.

      Was ich mir dafür vorstellen könnte, wäre, dass deine Magier*innen quasi die 15 häufigsten Grundformen, wie Leute so denken, mal lernen müssen, wie wär das?

      Und wenn Leute oft "mehrspurig" denken, vielleicht können gute Geistmagier*innen ja sozusagen auch "mehrspurig zuhören", so wie Leute, die es hinkriegen, zwei Gesprächen gleichzeitig zu folgen, oder einem Gespräch und einem Video und einer Musik. :kopfkratz:

      Joshuah schrieb:

      Es gibt aber Ausnahmen: In der Kriegsführung, in der Verbrechensbekämpfung und im Falle eines Geistmagiers, der einen entsprechenden Zauber so gut beherrscht, dass er oder sie schlecht 'wegsehen' kann. Es ist wie, wenn wir so gut lesen können, dass wir bei einem Blick auf eine Zeitungsüberschrift diese schlecht nicht-lesen können.
      Hm, die Ausnahme macht einerseits Sinn, kann aber bestimmt auch ausgenutzt werden - vielleicht sucht sich eine Organisation gezielt halb ausgebildete Geistmagier*innen heraus, schickt sie in ein bestimmtes Gebiet zur Spionage, und wenn sie erwischt werden, dann haben sie eine legale Ausrede...

      Ah, sehe gerade noch deinen vorigen Post.^^

      Wie wird das gehandhabt, wenn Leute beim Planen einer Straftat beobachtet werden, die sie aber nie ernsthaft ausführen? Gedankenfreiheit?
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Hallo Leute ^.^ Ich beantworte mal die Fragen. Ich werd aber nicht so tief drauf eingehen, vor allem nicht auf den zweiten Punkt, weil das grad ein bisschen viel wäre (es gibt aber interessante Fragen: wie sieht das die Kirche zum Beispiel? Das beeinflusst dann, wie das im Weißrosenthron gehandhabt wird, und je nach Region auch wieder etwas anders. Und in Chisana? Und überhaupt, wie bei den ganzen nichtirdischen Völkern?)

      Jundurg schrieb:

      wie Leute denken, ist bei irdischen Menschen zumindest ja enorm verschieden. Keine Ahnung, was ich dafür als bestes Beispiel anführe, manche denken mehr in Bildern, andere hören beim Denken ihre eigene (oder andere) Stimmen per Default, z.B. auch beim Lesen... bei mir ist es oft mehrspurig, würd ich sagen, einmal mehr vokalisierte Gedanken, dahinter eine nichtvokalisierte Ebene, wo ich langfristiger denke, und dann noch 1-2 Ebenen für Musik z.B.

      Was ich mir dafür vorstellen könnte, wäre, dass deine Magier*innen quasi die 15 häufigsten Grundformen, wie Leute so denken, mal lernen müssen, wie wär das?

      Und wenn Leute oft "mehrspurig" denken, vielleicht können gute Geistmagier*innen ja sozusagen auch "mehrspurig zuhören", so wie Leute, die es hinkriegen, zwei Gesprächen gleichzeitig zu folgen, oder einem Gespräch und einem Video und einer Musik.

      Ich werde diesen Punkt, also die Vielschichtigkeit menschlichen Denkens, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so genau bebasteln (also die Abbildung dessen in Palaststern-Dingen). Ich habe ohnehin die Erfahrung gemacht, dass ich bei solchen Detailgeschichten besser den "Überbau", in diesem Fall die ganzen magischen Mechanismen, grob fertig haben sollte, um dann Details genau auf die Grobe Situation flexibel abstimmen zu können. Aber was ich auf jeden Fall sagen kann, ist, dass die Menschliche Psyche in Palaststern (ohne dass sie vorher manipuliert wurde)
      genauso funktioniert wie bei uns.

      Jundurg schrieb:

      Wie wird das gehandhabt, wenn Leute beim Planen einer Straftat beobachtet werden, die sie aber nie ernsthaft ausführen? Gedankenfreiheit?

      Monvet und Jeirtalar:

      Aus einem Standardkommentar zum Strafgesetzbuch der Republik Monvet:
      "Durch die Geschichte Monvets, einer Geschichte von erbarmungsloser Unterdrückung und Revolution, ist die Freiheit der Gedanken ein hohes Gut - daher auch das Gesetz gegen das Gedankenlesen an sich. Es wird dem sprechfähigen Wesen ein freier Geist zugestanden, der in seiner Imagination, aus welchen Motiven auch immer, tun und lassen kann, was er will, wohl der Tatsache gewiss, dass das tatsächliche Brechen von geltendem Recht entsprechende Strafe nach sich zieht - seine Motive mögen unrein sein, auf erlebtes Unrecht reaktionär, oder gar edel. Wie aus dem Gesetzestext ersichtlich dehnt sich diese Freiheit auch auf Sklaven und Ausländer aus, wenn ein Sklavenbesitzer auch keine Rechenschaft darüber ablegen muss, weshalb er Sklaven straft (Ausnahmen sind bekanntlich schwere Verletzungen und Tötungen). Es gibt natürlich auch in diesem wichtigen Punkt der Gedankenfreiheit 'Ausnahmen', das sind dann Fälle von starkem öffentlichem Interesse - und per Definition ist auch hier nie der Gedanke die Straftat."

      In Jeirtalar ist die Situation sehr komplex, aber die hohe Dichte an hervorragenden Sehern hat eine gewisse politische Ehrlichkeit hervorgebracht - die natürlich Konfliktpotenzial birgt.
      Ich würde sagen, dass es auch dort grundsätzlich erlaubt ist, eine Straftat zu planen. In der Praxis gibt es dann wohl oft sehr komplizierte Situationen, wo spektakulärerweise rauskommt, dass Person X Person Y abgrundtief hasst, Person Z ein völliger Psychopath ist, o.Ä. - und die Fälle selbst sind sehr verwickelt (kann man das Wort hier benutzen? ich glaub ja). Das ist aber ein Thema, das noch viel gründlicherer Ausarbeitung bedarf, ich bin nicht der Meinung, dass das sehr gut durchdacht ist.

      Nun sind Monvet (Ein von Menschen dominierter Staat, ein bisschen wie Deutschland, aber doch ganz anders) und Jeirtalar (Der "Turm der Magier", eigentlich ein riesiges Teil, so Turmbau-zu-Babel-mäßig, in einer unterirdischen Raumtasche, mit einer riesigen Stadt direkt davor, also auch in der Raumtasche drin) zwei Staaten, die zwar recht unterschiedlich sind, aber natürlich nicht für die ganze Erde stehen. Kein Staat kann für die ganze Palaststern-Erde stehen, vielleicht exemplarisch für einen gewissen Kulturkreis, aber nicht einmal das schafft zumindest Monvet.

      Soho, das wärs für jetzt ^.^
    • Hallo Leute ^.^ Ich hab mal wieder was kurzes, zwei Schriftproben, und Gedanken zu den Kirchenleuten, und was die so für Buchstaben haben (speziell im Richtermythos). Ich hoffe ich hab das verständlich erklärt ._.


      Das sind also die beiden relevantesten Schriften im Reich des Weißrosenthrons. Thronische Buchstaben, Pinsel und Tinte auf Leder (Also der dunklere Untergrund), dann Kirchenthronisch (die Richtermythos-Variante), so ungefähr sieht ein kleiner Teil des Referenzmythos (der übrigens ein Kodex ist, keine Schriftrolle) in der Zitadelle der Weisung (Sozusagen der Vatikan der Kirche...) aus. Schreibrohr und Tinte auf hellem Pergament. Es kommen möglicherweise noch Buchstaben hinzu bei den thronischen Buchstaben, 16 sind etwas wenig - aber da muss ich mal gucken was Sinn macht.

      Die Schrift der Kirche wurzelt in den traditionellen thronischen Buchstaben, die man auf dem Leder sieht. Man sieht vielleicht, wie die Mönche der Kirche diese Buchstaben genommen und in dieses besondere Konzept gequetscht haben, dass Strukturen immer an links liegenden senkrechten Linien angelagert sind.
      Anhand der Anzahl der senkrechten Linien kann man sich orientieren: so viele Buchstaben sind da, alle anderen Linien sind entweder schräg oder waagerecht. die senkrechten
      Linien (Blöcke) die gar nichts berühren sind Diakritika.
      Man hat es für nötig befunden, vorhandene Buchstaben mittels Diakritika zu vervielfachen, um den Verlust von Buchstaben, die nicht für dieses Konzept geeignet waren, zu
      kompensieren. (zum Beispiel dieses Viereck, es sähe in diesem Konzept genausoso aus wie ein L).
      Warum überhaupt dieses Konzept? Das Konzept mit der Hilfslinie oben, über die nur diakritische Haken (das ist dieses Dreieck über der Hilfslinie im Wort rechts unten) und Wortanfänge über sich zulässt, gewährleistet die Eindeutigkeit im Hinblick auf die Worttrennungen. Um mehr Redundanz hinzuzufügen, gibt es die "Nummer" links oben an der mythischen Wortglyphe, die die Anzahl der Buchstaben der Wortglyphe darstellt (hier: 4, 2, 2, 4), und das Nummernsiegel links neben der Initiallinie, die die Nummer des Wortes innerhalb seines Verses anzeigt. (Der Richtermythos kennt Bücher, Kapitel und Verse. Jeder Vers hat eine festgeschriebene Anzahl an Wörtern.) Das insgesamt macht ein geschriebenes Wort im Mythos zur "mythischen Wortglyphe"
      Warum Redundanz? Inspiration ist die Tradition der Juden, Buchstaben auf Torarollen zu zählen, um die Äquivalenz der Abschrift zum Original zu verifizieren.

      Der Schreiber meiner Kirche vergleicht also während des Schreibens anhand der Rechtschreibung des Wortes die Anzahl der Buchstaben, das Nummernsiegel links oben an der mythischen Wortglyphe, und die Nummer des Wortes innerhalb des Verses, sowie die graphische Äquivalenz seiner Seite zu der Seite im Mythos. Ist das Wort, das ich gerade schreibe, exakt an der Stelle, an der es auch im Mythos steht (Ich sollte an dieser Stelle sagen, dass der Referenzmythos in der Zitadelle d. Weisung vor ein paar tausend Jahren komplett standardisiert worden ist. Eine Abschrift ist also ein exaktes Replikat, ein Faksimile, wenn man so will)?
      Das alles gewährleistet wiederum die Konzentration des Schreibers, die notwendig ist, auch über 25 Seiten hinweg fehlerlos abschreiben zu können.
      Um eventuelle Fehler beim Abschreiben kompensieren zu können, wird ein Mythos allerdings nur (loser) Bogen für Bogen abgeschrieben, und alle guten Bögen werden dann zum fertigen Buch gebunden.

      Puh, das war eine schwere Geburt. Mir geistert diese Sache schon lange im Kopf herum, also bitte verzeiht, wenn ich nicht die dollste Präsentation abliefere hier. Naja. Und wenn es langweilig zu lesen ist, gibts ja wenigstens was zum Gucken ^.^
      Bilder
      • Alphabet_Thronisch.jpg

        984,2 kB, 3.636×3.190, 4 mal angesehen
      • Schriftprobe_Kirchenthronisch.jpg

        485,06 kB, 3.481×2.799, 4 mal angesehen