Könnt ihr mir helfen meinen eigenen Spielleitungs-Stil zu finden?

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    Weltenbastler-Olympiade (WBO) 2021 - Startschuss
    Die diesjährige Olympiade beginnt am 25 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Könnt ihr mir helfen meinen eigenen Spielleitungs-Stil zu finden?

      Huhu,
      vor zwei Jahren habe ich zum ersten mal eine Runde geleitet und fand es ganz fürchterlich. So sehr, dass ich der Idee komplett abgeschworen habe. Tja, gestern hatte ich plötzlich den starken Impuls es noch mal zu probieren und das hat mir viel über mich und meine Qualitäten verraten: Ich darf nicht planen, da verkopfe ich nur zu sehr! Ich will mir adhoc irgendwas aus meinem kreativen Kopf ziehen. Ich glaube für atmosphärische Umgebungen und witzige Charaktere funktioniert das sehr gut. Das wären also meine Stärken. Aber im Grunde jedes Spielleiter-Video das ich je gesehen habe und ich habe viele gesehen, sind Leute die große kohärente Welten bauen und die sich Bösewichte und epische Plotlines überlegen und das kann und will ich einfach nicht. Das ist viel zu schwer und aufwändig für mich. Ich will mir 30 min vorher ausdenken was ich meinen Spielerinnen vorsetze. Dann hab ich Spaß ohne zu überdenken.
      Ich will mich trauen und lernen wie ich Spielleiten kann.
      Habt ihr Tipps, Videos, Blogs oder eigene Erfahrungen für mich, die mir mit meiner Art helfen würden? :)

      Edit: Ist das überhaupt clever danach zu fragen? Ist nicht gerade meine These, dass ich einfach machen muss?? Ich bin noch nicht so gut darin auf mich zu vertrauen. Wen wundert's ist ja auch ne neue Herangehensweise für mich.
      Nein, ich glaube ich will einfach über improvisatorisches Rollenspielleiten reden und will gar nicht explizite Tipps. ^^
      Notiz an mich: Wenn du versuchst Dinge kohärent und homogen zu machen, geht es dir nicht gut. Dann solltest du nicht basteln. Deine Welt muss albern, neugierig, erotisch, niedlich, grausam und kuschelig bleiben!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tö. ()

    • Ich habe über die Jahre immer häufiger immer weniger schriftlich niedergelegt, bevor gespielt wurde. Je nach Regelwerk und Spielstil muß zwar gewisse Vorbereitungen gemacht haben - allerdings kann man das oft generell machen, also nicht speziell für ein Abenteuere oder eine Sitzung.
      Zum Schluß bestanden die Abenteuer meist auf einer kurzen Plot-Zusammenfassung mit den wichtigsten Eckdaten.

      Es hilft, bestimmte, wiederkehrende Aufgaben und Probleme vorab zu regeln.
      Gegnerkarten: erstelle mal eine Sammlung fertiger, interessanter Gegner auf Karteikarten.
      Clue-Cues: eine Sammlung von Stichpunktartigen Ereignissen, Zusammenhängen und/oder Aussagen auf Karteikarten können selbst zufälligen Begegnungen schnell Tiefe verleihen.
      Lerne, schnell Notizen zu machen!!!
      Wenn man erzählt, sollte man unbedingt nebenbei wichtige Dinge wie Namen und Orte schriftlich festhalten - spätestens am Ende der Sitzung.
      und das wichtigste: have fun !!
      Die Spieler merken, wenn dir die Story selbst Spaß macht. Improvisieren funktioniert meiner Meinung nach genauso gut, wie umfangreiche Planung - macht in Dokus oder Blog nur nicht so viel her, weil alles in der Sitzung passiert und man sich dazu nicht so äußern kann. Die Abwesenheit entsprechender Blogs/Plays auf einschlägigen Plattformen liegt wohl eher daran, als an geringer Praktikabilität.
      www.das-drachenland.de
      www.hotel-apocalypse.net
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      - "To make an apple pie from scratch you must first invent the universe." Carl Sagan

      "Mehr pseudo als Mary geht nicht."
    • Ich will überhaupt keine Story. Das müsste ich ja wieder planen und berücksichtigen. Ich glaub sowas wie Monster of the Week und Dungeon Crawling wär ganz gut für mich. Deshalb hab ich mir auch "Electric Bastionland", also ein sehr simples OSR-System geschnappt, was es mir erlaubt möglichst leicht verrückte Ideen für Orte, Charaktere und Monster einzubauen.
      Notiz an mich: Wenn du versuchst Dinge kohärent und homogen zu machen, geht es dir nicht gut. Dann solltest du nicht basteln. Deine Welt muss albern, neugierig, erotisch, niedlich, grausam und kuschelig bleiben!
    • Ich kann hier eigentlich gar nichts beitragen, weil ich nie geleitet habe. Aaaaber wir hatten in unserer Gruppe viel Spaß mit Zufallsgeneratoren, sei es für Haustiernamen oder Dorfbewohner oder Loot. Gemeinsam haben wir vor allem die Generatoren aus dem DSA Bereich mit Content befüllt: rpgenerator.net (nicht nur DSA-tauglich abgesehen von den Kategorienamen für Kulturen ;))

      Dass manche solche Generatoren als kreativitätstötend betrachten, ist mir bewusst. Aber vielleicht kannst du fürs Spiel ja auch Würfeltabellen mit deinen Ideen befüllen, wie Würfel dir deine Welt, aber als „Würfel dir dein Abenteuer“.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yrda ()

    • Ich habe Zufallstabellen nie genutzt, bis gestern, weil ich schnell Imput brauchte auf dem ich Ideen generieren konnte. Deshalb wäre es ne super Idee ein paar Würfeltabellen aus verschiedenen Spielen zusammenzusuchen und irgendwann eignene hinzuzufügen.
      Ich hab total viel Spaß alberne Charaktere zu erfinden und albern zu Schauspielern, deshalb will ich versuchen mich von Rakugo inspirieren lassen. Ich finde den Minimalismus großartig und will gerne lernen wie man ein Tuch (und einen Fächer) als Props benutzt. :D
      Notiz an mich: Wenn du versuchst Dinge kohärent und homogen zu machen, geht es dir nicht gut. Dann solltest du nicht basteln. Deine Welt muss albern, neugierig, erotisch, niedlich, grausam und kuschelig bleiben!
    • Also um mal als Spielerin zu reden: ich mag eh keine Weltrettungsplot und bin mit kleinen Abenteuern durchaus zufrieden und ich mag es, wenn man Zeit hat, innerhalb der Grippe zu agieren. Wir haben schon Spieleabende damit verbracht, Familienprobleme zu klären, Romanzen zu entwickeln oder und gegenseitig an die Kehle zu gehen, während der Spielleiter grinsend daneben saß und nichts zu tun hatte :lol:

      Andererseits mag ich aber auch gerne Rätsel und Kriminalfälle - das braucht zum Meistern dann doch mehr Vorbereitung und gegebenenfalls Material
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Ich persönlich habe auch einen Stil, wo ich gerne viel improvisiere. Wir haben eine Reihe von Videos zu Spielleiten etc.:

      youtube.com/watch?v=rxGEVbAQ7S…OevRO7vMTA30fSYqz6wp0eRzg

      Denn man kann Improvisieren vorher vorbereiten und hinterher nachbereiten :) Ich glaube ich wäre sogar quasi sowas wie eine "Expertin" nach geltendem deutschen Talkshow-Recht, weil ich Bücher drüber geschrieben habe XD Naja. Vielleicht kann die da ja was weiterhelfen.
      Iä Iä.
    • Moin, ich leite jetzt seit fast 10 Jahren.
      Anfangs hab ich mir auch alles aufgeschrieben und geplant, aber man lernt schnell die goldene Regel
      "Keine Planung überlebt den Erstkontakt mit den Spielern"
      Es fühlt sich frustierend an "zuviel" Arbeit in etwas zu stecken was sowieso niedergerissen wird (Sorry klang vielleicht etwas dramatisch xD )

      Bei kleinen Abenteuer oder Monster of the Week muss man finde ich nicht viel planen aber eben ein wenig.
      Gefahr muss den Helden vermittelt werden und verschiedene Lösungsansätze müssen sehr-

      Ich würde dir dazu raten es mit der "To do-Liste" zu versuchen.
      Schreib dir auf was dir gerade einfällt und verbinde diese Dinge.
      Wenn es besonders gut läuft dann machen das deine Spieler unbewusst für dich.

      Zb:

      - Vampir
      - Silberschwert
      - Waldlichtung

      Vampir ist klar ein Monster bzw. Antagonist. Je nach Setting und Gemütszustand deiner Spieler wollen sie vielleicht etwas über diesen Vergangheit herrausfinden. Dort kommt deine Lichtung ins Spiel. Vielleicht ein Wohnhaus wo besagte Waffe zu finden ist.
      Es gibt aber auch Spieler welche lieber direkt auf das Schloss zustürmen. Lass sie durch besagte Lichtung laufen und die Waffe im Schloss finden.

      So hast du deine Ideen immernoch untergebracht aber warst fixibel.

      Diese Methode hilft mir vorallem wenn ich plötzlich leiten soll
      Jede Welt fängt mal klein an. Auch Khorapan
      "Das ist meine Welt, es gibt viele aber diese ist meine"
    • Hi,
      spannendes Thema, ich habe noch nicht so viel Erfahrung mit dem Thema, hab erst einmal eine Runde geleitet, schreibe aber grad an meinem zweiten Abenteuer.
      Beide spielten tatsächlich nicht in Ikwawin und bis die Welt an einem Punkt ist, dass das passieren kann, wird wohl auch noch etwas Zeit vergehen :D

      Ich denke was Improvisation angeht kann es entweder sehr helfen, die Welt schon sehr gut und genau zu kennen oder grade nicht.
      Das eine erlaubt einem ohne viel Planung und Notizen relativ frei zu spielen, da man die Welt eben gut verinnerlicht hat.
      Es gibt auch das andere Extrem, die Rocketbeans haben das mit "Ultracore" (oder so ähnlich) ganz gut gemacht find ich.
      Da wird den Spielern im Wesentlichen erlaubt, frei zu improvisieren und irgendwelche Behauptungen über die Welt aufzustellen bzw. Dinge einfach zu tun und wenn es nicht komplett gegen das Gesamtkonzept läuft wird es einfach in den Canon integriert.
      Super spannendes Prinzip find ich.
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