[Universen 2] Die Kosmologie von 2a und 2b

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    Weltenbastler-Olympiade (WBO) 2021 - Startschuss
    Die diesjährige Olympiade beginnt am 25 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • [Universen 2] Die Kosmologie von 2a und 2b

      Das Multiversum und die Macht

      Das Multiversum. Eine unendliche Ausdehnung zahlloser Universen, Zeitlinien, Dimensionen und Zwischenräume. Und wer weiß was noch. In den einzelnen Universen finden sich Sterne und Planeten, Spezies und Zivilisationen. Außerhalb ist die Leeere, das unendliche Nichts und gelegentlich mal die eine oder andere Kreatur.
      Und die Macht. Die Macht ist ... etwas. Niemand kann sagen, was eigentlich genau. Sie scheint kein Bewusstsein zu haben, sie breitet sich einfach aus, nicht durch den Raum sondern durch die Ebenen der Realität. Ist sie in eine Ebene vorgedrungen, dann ist sie überall und hat alles andere verdrängt, deshalb hat sie nie jemand gesehen.
      Universen, in die sie eindringt, werden also vollkommen zerstört. Ein einzelnes Universum wird schnell zum Opfer der Macht, deshalb haben sich die Universenpaare, die ihr widerstehen können, im Multiversum durchgesetzt. Jedes Universenpaar wird begleitet von kleineren Dimensionen, die auf diese Art ebenfalls geschützt sind.

      Universenpaare

      Ein Universenpaar besteht aus zwei Universen, die miteinander verbunden sind (und einem Haufen von kleinen Pseudouniversen, Taschendimensionen, übergelegten Ebenen usw.) Diese Verbindung kann stärker und schwächer werden, ganz abreißen oder so stark werden, dass die Universen zu einem verschmelzen, das damit der Macht für immer widerstehen kann (nehmen wir an). Die Partneruniversen beeinflussen sich zumeist unterschiedlich stark. Eines hat mehr Einfluss auf das andere, so viel, dass die Gedanken seiner Bewohner viele seiner Aspekte formen. Das beeinflussende Universum bezeichnen wir mit dem Buchstaben a, das beeinflusste mit dem Buchstaben b. Damit die Verbindung stabil bleibt, muss sich immer mindestens ein kulturschaffendes Wesen aus a in b aufhalten und als Anker fungieren.

      2a und 2b

      Die (soweit wir wissen) ersten, die das Multiversum kartografiert haben, nannten ihre Welt Universum 1. Später, als sie das Konzept der Universenpaare (oder Zwillingsuniversen, wie man es in 2b gerne nennt) entdeckten, erweiterten sie den Namen auf 2a. Das erste fremde Universenpaar, das sie entdeckten, wurde zu den Universen 2, 2a und 2b.
      Wie die meisten a-Universen hat 2a einige bewohnte Planeten, die aber weit voneinander entfernt liegen. Nur wenige nehmen im Laufe der Geschichte je Kontakt miteinander auf. Wie die meisten b-Universen hat 2b zahllose bewohnte Planeten, von denen einige direkte Nachbarn sind. Jeder bewohnte Planet in 2a hat seine eigene Einflusssphäre in 2b, die Versionen anderer bewohnter 2a-Planeten enthalten kann. Uns interessiert speziell die Einflusssphäre der Erde, denn in diesem Universenpaar befindet sich auf der Erde der Anker.

      Die Erzählmacht

      Die Kraft, die das Universum 2b gemäß den Gedanken der Bewohner 2as gestaltet, hat viele Namen. Wir wollen sie hier als Erzählmacht bezeichnen, weil das die Art ist, wie sie bewusst eingesetzt wird. Eingesetzt werden kann sie nur vom Anker oder jemandem, dem der Anker diese Fähigkeit gibt, ansonsten waltet sie unbewusst und automatisch als Funktion des Universums.
      Der Anker von 2b wird als Erzählerin oder Erzähler bezeichnet. Wer die Erzählmacht führt, kann alles entscheiden, das noch nicht feststeht. Die genauen Grenzen dieser Macht sind schwer zu bestimmen, zumal es Politik der Erzähler*innen ist, sich so wenig wie möglich einzumischen.
      Es gibt jedoch ein paar bizarre Fälle und Unklarheiten. So kann es vorkommen, dass ein Einfluss von 2a so stark ist, dass ein dadurch existierendes Wesen in 2b seinerseits das Universum 2b unbewusst beeinflusst, also eine Pseudo-Erzählmacht besitzt. Wie das funktioniert, ist nicht bekannt, zumal der Einfluss nicht einmal eine besonders gute Erzählung sein muss.

      Was bedeutet das nun?

      Nun, konzentrieren wir uns vorerst auf die Erde, die aufgrund der Positionierung des Ankers am stärksten mit ihrem Gegenstück verbunden ist. Die Erde in 2a hat als größte kulturschaffende Spezies Menschen, die sich selbst in verschiedene Gruppe einteilen, nach wechselnden Kriterien. Entsprechend sind auch in 2b Menschen stark verbreitet. 2a hat des weiteren ein paar andere kulturschaffende Spezies, wie Drachen, Zwerge (genau genommen eine weitere Menschenart), Klingenkiefer (zivilisierte Fische) und einige andere, die heutzutage vor den großen Staaten der Menschen verborgen leben. Hinzu kommen die durch Magie zivilisierten Tiere, die so genannten Veränderten, und die wenigen extraterrestrischen Wesen, die die Erde erreicht haben.
      All diese Arten gibt es auch in 2b, zusammen mit vielen weiteren. Der Einfluss von 2a bewirkt auch, dass sich in 2b Wesen entwickeln, die es in 2a nicht gibt, die aber im Bewusstsein der Bewohner eine wichtige Rolle spielen. So gibt es in 2b eine Menschenart, die es in 2a nicht gibt, die Elfen, oder eine andere Version der Drachen, die von den Drachen 2as abweicht, die Drakons. Und natürlich Dinge, die in 2a gar kein reales Gegenstück haben, wie Feenwesen und Geister.
      Das funktioniert auch im Kleinen. Geschichten, die in 2a erzählt werden, versuchen, auch in 2b zu geschehen. Sie können selten exakt so passieren, wie sie erzählt werden, da sie zur bereits bestehenden Realität 2as passen müssen, sind aber oft dennoch wiedererkennbar. Gleichzeitig entstehen an den Grenzen zwischen verschiedenen Einflüssen vollkommen neue Aspekte, die in 2a weder real noch fiktiv existieren.
      Umgekehrt kann auch 2b 2a beeinflussen. Da 2a aber generell die stabilere Wirklichkeit hat, wirkt 2bs Einfluss meist nur auf das Bewusstsein der Bewohner. Manchmal ist schwer festzustellen, ob etwas erst in 2a erfunden wurde oder erst in 2b entstand, zumal die Verbindung nicht unbedingt der linearen Zeit folgen muss.

      Reisen zwischen den Welten

      Der/die Erzähler*in wird für gewöhnlich von seinem/ihrem Vorgänger*in ausgewählt und über eine speziell dazu geschaffene Verbindung aus 2a nach 2b geholt. Das ist nicht immer der Fall, zumindest ein Fall ist bekannt, in dem eine Bewohnerin von 2a für die Rolle ausgewählt wurde, nachdem sie bereits auf anderem Weg nach 2b gelangt war.
      Solange die Verbindung zwischen den Welten stabil ist, gibt es viele Wege um von 2a nach 2b zu kommen. Manche davon sind fest eingerichtete Portale in Tempeln, Gräbern oder auch mal dem Keller einer Schule, andere sind besondere Gegenstände, die oft aus 2b stammen, wie Spiegel, Bücher oder eine von diesen Plastikspiralen, die Treppen hinunter laufen. Manche sind temporär und tauchen von Natur aus in Höhlen oder Gewässern auf oder werden künstlich erschaffen, meist durch Magier.
      Die Reise von 2b nach 2a kann sich schwieriger Gestalten, denn wer in 2b über ein geheimnisvolles Portal stolpert, landet eher in einem anderen Teil von 2b oder einer Taschendimension als in 2a. Aber die festinstallierten Portale funktionieren weitestgehend auch umgekehrt und es gibt einige Wesen (meist Götter), die die Macht besitzen, Portale zwischen den Welten zu öffnen. Manchmal wird eine Zwischenstation benötigt, so fungieren einige Taschendimensionen als Zwischenwelten zwischen 2a und 2b. Es gibt außerdem eine Bahnlinie, die durch die Leeere fährt. Allerdings fährt sie auf der Astralebene, es ist daher nur Wesen von 2b möglich, sie zu besteigen, und sie kommen in 2a ohne ihren Körper an.

      Seelen

      Dafür gibt es einen Grund. Lebewesen in 2b haben nachweislich Seelen. Lebewesen in 2a haben solche Seelen nicht. Es ist natürlich möglich, dass sie etwas ähnliches haben, das nur nicht nachweisbar ist, aber das können wir unmöglich wissen. Dinge wie in Astralprojektion, Reinkarnation und Geistererscheinungen sind daher in 2b definitiv möglich, in 2a aber eher fragwürdig. In 2b gibt es mehrere Totenreiche und einige der umgebenden kleineren Dimensionen erfüllen dieselbe Funktion. Soweit wir wissen, ist es nie gelungen, eine Seele vollkommen zu zerstören. Es gibt aber die Theorie, dass sie sich auflöst, wenn es in keiner Form mehr irgendwelche Erinnerungen an sie gibt. Das ist, offensichtlich, nicht überprüfbar.

      Magie

      Die landläufige Definition von Magie ist in 2a, eine Aktion, die eine bestimmte Reaktion hervorrufen soll, ohne dass zwischen beiden eine Verbindung besteht. Definitionsgemäß funktioniert diese Magie nicht. Die versteckt lebenden Völker 2as verstehen unter Magie aber etwas anderes, nämlich die Manipulation von Elementarteilchen, die sie Magionen nennen, um Raum, Zeit und Materie zu verformen. Diese Magie ist recht gut beherrschbar (wenn auch nicht völlig) und wird an einigen Orten viel genutzt.
      In 2b ist Magie ebenfalls die Manipulation von Magionen, nur gibt es mehr Möglichkeiten, wie man das tun kann, und das Verhalten der Magionen ist sehr viel chaotischer. Dinge, die in 2a Blödsinn sind (schreibe eine magische Formel auf ein Blatt Papier und du erhältst einen magischen Effekt), können in 2b tatsächlich funktionieren - müssen es aber nicht unbedingt.
    • Ha, endlich was zu Deinen Welten! Ich habe mich auch mal auf Deiner Website umgeschaut, und es gibt ja auch Bücher, die in 2b spielen, und Tiermenschen, find ich ja großartig ;p

      Sehr interessant diese 'Erzähl-Verbindung' zwischen 2a und b, das erinnert mich natürlich gleich an die unendliche Geschichte, oder ein Konzept aus dem SCP-Universum, nachdem es sein könnte, dass diese Welt, in der wir leben, eigentlich fiktiv ist (wobei 2b ja nicht fiktiv ist, aber es gibt ja so Parallelen).

      Also wird die Verbindung zwischen 2a und 2b durch den Anker, also den/die Erzähler*in aufrechterhalten? Das bedeutet, es muss Leute geben, oder vielleicht auch nur den Anker, der/die von der Gefahr durch die "Macht" weiß, und so von der Wichtigkeit der Verbindung? Woher wissen die das? Gab es in grauer Vorzeit jemanden aus einem fremden, zerstörten Universum, der wissenderweise 2a besucht und das System 'eingerichtet' hat, um vielleicht eine neue Zuflucht zu finden?

      Und was mich noch interessieren würde: Es gibt oder gab ja auch das Universum 1. Sind wir das? War das auch ein Universenpaar, oder einzeln, und damit gefährdet durch die Macht? Fragen über Fragen ^-^

      Auf jeden Fall schön, etwas Input zu 2a und b zu haben, das waren bislang immer nur kryptische Bezeichnungen ^-^
    • Schön, dass es dir gefällt.

      "Die Unendliche Geschichte" war tatsächlich in einigen Punkten Inspiration für 2b. Am deutlichsten wird das im Roman "Die Dunkelheit", den ich aber immer noch nicht vollendet habe.

      Es gibt tatsächlich Leute in 2a und 2b, die von der Macht wissen. Woher dieses Wissen ursprünglich kommt, habe ich noch nicht ausgebastelt. Es gibt aber interdimensionale Entitäten, die durchaus gemerkt haben werden, dass die Macht schon Universen zerstört hat. Aus Universen geflohen sind auch schon einige, aber wenn man vor der Macht fliehen will, muss man vorher von ihr wissen, denn wenn sie da ist, ist es zu spät. Es gibt allerdings noch ein seltsames Phänomen, Kreaturen, die Grenzer genannt werden und die im Grunde kleine Tropfen von Macht sind, die in ein b-Universum eindringen und dort inkarnieren. Diese Wesen können in ihrem Weltenpaar zwischen den Welten wechseln und wissen, dass da draußen etwas ist, zu dem sie gehören und zu dem sie erst wieder kommen können, wenn die Verbindung zwischen den Welten zerstört ist.

      Universum 1 sind nicht wir. Und ja, das ist ein Universenpaar. Diejenigen, die sich die Bezeichnungen ausdachten, haben erst andere a-Welten entdeckt und erst später von ihrer eigenen b-Welt erfahren, aber natürlich gab es auch in ihrem Universum Leute, die davon schon immer wussten.
    • Gegenstücke

      Naturgemäß gibt es Dinge, die in 2a und 2b existieren. Viele Planeten und Spezies zum Beispiel und auch grundlegende Dinge wie Materialien und Kräfte. Diese Gegenstücke sind nicht immer exakt gleich. Je weiter man sich von den Grundlagen entfernt, desto größere Abweichungen gibt es. Landmassen, Völker und Individuen können schon sehr unterschiedlich sein und können auch unterschiedliche Namen haben.
      Sehen wir uns ein Beispiel an. In 2a gibt es Europa. Auf den ersten Blick ist es unser Europa, was nicht unserem Europa entspricht, ist weitestgehend versteckt. in 2b haben wir Taurania. Es ähnelt Europa, ist aber größer, widersprüchlicher und irgendwie auch einfacher. Es gibt weniger Länder und sie sind alle ein bisschen merkwürdig. Und es gibt keine Frösche. Frösche gelten in Taurania allgemein als Fabelwesen.
      Der Süddoofland-Bund ist ein direktes Gegenstück der Bundesrepublik Deutschland, hat aber nur vier Bundesländer und ein Parlamentsgebäude, das gebaut wurde um Politik anzuziehen und zu bündeln. Ob es das wirklich tut, kann niemand sagen, aber irgendwie bewirkt es, dass das Parlament neben Menschen auch Spinnen und Tausendfüßer als Mitglieder hat.
      Aber auch Orte, die unsere Welt nicht hat, existieren sowohl in 2a als auch in 2b. Der Afrikarand ist eine Insel in 2a, die von einem Volk von Papageien bewohnt war, dann von Fledermäusen und schließlich von Drachen entdeckt wurde. Nach der Eroberung durch die Alonokatzen kam es zu einer Rückeroberung durch die Drachen und während all der Zeit gab es unterirdisch eine Dinosaurierzivilisation. Heute besteht der Afrikarand aus mehreren verbündeten Einzelstaaten und hat mit Alacka den größten Weltraumhafen der Erde.
      Der Umringte Kontinent in 2b liegt etwa an derselben Stelle, ist ein gutes Stück größer und hat weniger einzelne Staaten. Dennoch gibt es dort Entsprechungen zu allem, das es auf dem Afrikarand gibt, nur etwas anders. Im Krater von Ctonia leben Raubsaurier und Echsenmenschen, ein Volk von Drachen wurde von den Alonokatzen vertrieben (die allerdings noch da sind und einen der Staaten regieren) und Belacka hat den größten Weltraumhafen der Erde. Es gibt aber auch einiges, das der Afrikarand nicht hat, wie eine Stadt, die aus einem einzigen Baum besteht, eine verschneites Land im Norden, Holzmenschen und Rankendrachen im Dschungel et cetera.
      Auch einzelne Personen haben Gegenstücke. Manchmal recht exakte, manchmal stark abweichende. So ist Shirron ein veränderter Königstiger und Owen Steinzahn ein anthropomorpher bengalischer Tiger. Beide sind aber reiche Geschäftsleute mit Spezialisierung auf Medien und in ihrer Persönlichkeit recht ähnlich, nur existiert Shirron in 2a und Steinzahn in 2b.
    • Die Zeitlose Dunkelheit

      Die Zeitlose Dunkelheit ist ein Verteidigungsmechanismus des Universums 2b und hüllt Teile der Welt ein, die auf irgendeine Art beschädigt wurden. Die größte denkbare Beschädigung ist natürlich eine Entfernung von 2a. Deshalb tritt die Dunkelheit vor allem und am weitesten verbreitet auf, wenn es keine/n Erzähler/in gibt. Dies geschah das letzte Mal 1979. Zu dieser Zeit breitete sich die Dunkelheit wie ein schwarzer Nebel über das Universum aus und verschluckte nahezu alles.
      Hätte niemand die Erzählmacht übernommen und die Verbindung aufrechterhalten, dann wäre die Dunkelheit leer gewesen und hätte die Welt nicht vor der Macht schützen können. Weil aber Pharano diese Rolle übernahm und dann an die ausgewählte Erzählerin Christina weitergab, konnte die Zeitlose Dunkelheit eine Verbindung zu dieser zukünftigen Erzählmacht herstellen, die die Welt am Leben erhielt.
      Aus diesem Grund war es im Inneren der Zeitlosen Dunkelheit nicht dunkel und tatsächlich bemerkten die meisten Wesen gar nicht, dass sich etwas verändert hatte, jedenfalls nicht sofort. Innerhalb der Zeitlosen Dunkelheit verging die Zeit an verschiedenen Orten unterschiedlich. Auf der Erde, wo ja der Anker hätte sein sollen, waren die unterschiedlichen Gebiete am kleinsten. Auf diese Weise wurde die Welt fragmentiert, Reisen zwischen verschiedenen Orten wurden schwieriger oder völlig unmöglich. In Süddoofland etwa vergingen nur ungefähr dreißig Jahre, im gar nicht soweit entfernten Gilmid Jahrhunderte, auf dem Umringten Kontinent Jahrtausende. Da es da Walnussgebirge vorher gar nicht gab, nimmt man an, dass dort Millionen von Jahren vergangen sein müssen. Nach dem Ende der Dunkelheit mussten die Bewohner von 2b ihre Welt quasi neu entdecken, während in 2a keine zwei Monate vergangen waren.
      Während der Zeitlosen Dunkelheit erschufen zahlreiche Götter Nebensonnen, um die fehlende Synchronizität ihrer Gebiete mit der Erdrotation auszugleichen, Zeitreise war sehr viel einfacher und viele Dinge entstanden mehrfach unabhängig voneinander, weil sie in verschiedenen "Zeitzonen" gebraucht wurden.
      Abseits der Erde hatte die Dunkelheit ebenfalls starke Auswirkungen, das aber auf größere Gebiete. So vergingen auf dem ganzen Einhornplaneten hundert Jahre, auf seinem Mond aber drei Millionen.
      Etwas Zeitlose Dunkelheit existiert noch, an den Rändern des erforschten Universums. Was darin liegt, lässt sich von außen nicht sagen.
    • Zeitreise

      Zeitreise ist schwierig. Die größte Hürde ist der enorme Energieaufwand, der nötig ist, um die Richtung der Zeit zu ändern. Wenn Zeitreise stattfindet, werden dazu natürliche Phänomene genutzt, denen diese Energie eben von Natur aus zur Verfügung steht. So gibt es die schon erwähnten Reste der Zeitlosen Dunkelheit, die Zeitreise erlauben.
      Ein Mineral namens Kantokrak kann, unter anderem, Zeit verzerren, wenn es durch Magie aktiviert wird. Es kann Zeit lokal begrenzt beschleunigen, verlangsamen oder auch rückwärts laufen lassen. Eine richtige Zeitreise ist das aber noch nicht.
      Wirklichkeitsknoten sind unsichtbare Löcher in der Realität, durch die ein Strom von Seltonen fließt, Teilchen (oder doch Wellen?) von denen eigentlich niemand weiß, was sie sind. Wer da hinein gerät, kann durch die Zeit reisen, das aber ohne Kontrolle. Es kann außerdem passieren, dass man in einem völlig anderen Universum landet.
      In 2a ist es einer Gruppe von Magiern einmal gelungen, einen Wirklichkeitsknoten für kontrollierte Reisen zu nutzen. Das hatte leider einen gefährlichen Nebeneffekt und sie mussten das Projekt aufgeben. (Der Magionenstrom, der die Verbindung zwischen Start- und Zielpunkt war, führte zu einer Rückkopplung, da die in die Vergangenheit gereiste Magie ja weiterhin existierte und damit hätte das ganze Ding explodieren können.)
      Im Universum 2b gibt es auch einige zuverlässigere Zeitportale und sogar Leute, die von Natur aus durch die Zeit springen können. Und natürlich sind einige Gottheiten zu Zeitreisen in der Lage.
      Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Zeitreisen. Die Zeitreise innerhalb einer Zeitlinie ist die einfachere. Hier reist man schlicht in die Vergangenheit oder Zukunft. Alle bisher genannten Methoden tun das üblicherweise. Die Zeitreise ist damit Teil dieser Zeitlinie und erlaubt es nicht, die Zeitlinie zu verändern.
      Die andere Art von kommt zustande, wenn man die natürlichen Phänomene mit Gewalt verbiegt, um eine Zeitreise zu erlauben. Dies tun üblicherweise komplexe künstliche Zeitmaschinen, wie die Blüte der Zeit oder der Zeitkreisel. In diesem Fall wird bei der Ankunft in der Zielzeit die Zeitlinie gespalten. Eine Zeitlinie ist die bisher bekannte, in der sich weiterhin nichts ändert. In der anderen sind nun die Zeitreisenden. Natürlich waren sie schon immer Teil dieser Zeitlinie und können daher auch dort nicht wirklich etwas verändern, ihre Anwesenheit sorgt aber dafür, dass diese Zeitlinie anders ist, als die, die sie kennen, was sie als Veränderung wahrnehmen.
      Eine Zeitlinie umfasst dabei immer das Universum der Zeitreisenden und alle damit verbundenen Universen, also das a/b-Paar und die dazugehören Kleindimensionen.
      Einen besonderen Fall stellt das Zeitreisevirus dar, das aus der DNA natürlicher Zeitspringer hergestellt wurde um andere Personen zu Zeitspringern zu machen. Wie sich herausstellte, spalten diese neuen Zeitspringer die Zeitlinie, fügen sie aber auch wieder zusammen. Wenn sich Dinge und Personen in den entstandenen Zeitlinien an unterschiedlichen Orten befinden, kann das dazu führen, dass sie in der zusammengefügten Zeitlinie doppelt existieren. Das Virus konnte zum Glück vollkommen ausgelöscht werden. Nehmen wir an.
      Woher die nötige Energie kommt um bei einer Zeitreise ein komplettes neues Universenpaar zu erschaffen, ist unbekannt. Einige Theorien besagen, dass es in einem unendlichen Multiversum auch unendlich viel ungenutzte Energie gibt, die dafür zur Verfügung steht. Andere glauben, dass die Energie aus endenden Universen stammt. Und dann gibt es die Theorie, dass die Energiequelle, die dabei angezapft wird, nichts anderes ist, als die Macht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skelch I. ()

    • Jundurg schrieb:

      Skelch I. schrieb:

      komplexe künstliche Zeitmaschinen, wie die Blüte der Zeit oder der Zeitkreisel.
      Was verbirgt sich hinter den beiden Beispielen? :)
      Die Blüte der Zeit ist eine genmanipulierte Pflanze, die das Volk der Florent im Universum 2b verwendet, um Zeit zu manipulieren und so jede Schlacht zu gewinnen. Mit dieser Waffe erobern sie fremde Planeten, ohne dass jemand sie daran hindern kann. Auch die wenigen irdischen Staaten, die über eine Raumflotte verfügen, können sie zunächst nicht aufhalten. Eine Agentin des Zivilisierten Reiches schafft es aber, zur Blüte vorzudringen. Sie kann sie nicht zerstören, aber sie reist damit in die Vergangenheit und zerstört die noch jüngere, verletzliche Blüte dieser Zeit. Das ist natürlich eine andere Zeitlinie, tatsächlich die Hauptzeitlinie mit der ich mich befasse, die in der die Florent gewinne ist die dystopische Zukunft, der "wir" zum Glück entgangen sind.

      Der Zeitkreisel hingegen ist eine mechanische Zeitmaschine, die von Anfang an nur den Zweck hatte, die Vergangenheit zu ändern. Gebaut wurde sie von zwei Superschurken des Sauriertals in 2a. Da sie, als das Ding endlich funktionierte, zu alt waren um selbst noch damit zu reisen, schickten sie sie in die Vergangenheit zu ihren jüngeren Ichs. Diese wiederum nutzten die Maschine um Details in ihrer eigenen Vergangenheit zu verändern und reich und mächtig zu werden. Der Haken dabei war natürlich, dass bei jedem Einsatz eine neue Zeitlinie entstand. So wurden nicht sie reich und mächtig, sondern ihre Gegenstücke in der neuen Zeitlinie. Die wiederum keine Ahnung vom Zeitkreisel hatten (sie hatten es ja nie nötig gehabt, einen zu erfinden) und ihre Gegenstücke für Hochstapler hielten. Diese wiederum bauten den Zeitkreisel so um, dass sie damit gezielt zwischen Zeitlinien reisen konnten und kehrten wieder nach Hause zurück.
    • Joshuah schrieb:

      Also ich persönlich habe ja, bis auf wenige Momente in meiner "Laufbahn", nie etwas an Zeitreisen finden können, aber ich finde, dass Du das wirklich gut in Szene setzt, und mich wirklich ein Stück weit begeisterst! Das will etwas heißen, bei einem 'Zeitreise-Muffel'.
      Mir missfällt es eigentlich immer, wenn man in irgendeinem Setting tatsächlich die Vergangenheit verändern kann. Nicht nur wegen der vielen entstehenden Logiklücken, sondern vor allem auch wegen des gewaltigen Zerstörungspotentials. Man könnte auf einen Schlag gnze Zivilisationen auslöschen, sogar ganz aus Versehen. Jede*r in einer solchen Welt müsste beständig damit rechnen, plötzlich nie existiert zu haben. Also habe ich für mich ziemlich früh festgelegt, dass das nicht möglich ist. Die Zeitlinienspaltung kam dann später dazu, damit ich trotzdem "Was passiert, wenn ich X ändere"-Geschichten haben kann.
      Denn das ist eigentlich der Zweck von 2a und 2b: dass man darin jede Art von Geschichte erzählen kann.