Ursula K. LeGuin

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    • Original von Jerron
      Ha! Auch hier wurde Ged zu einem Weißen umgefärbt! %-)


      Das fiel mir auch als erstes auf - das wird die Autorin wieder zu einem langen Text auf ihrer Homepage hinreißen, sie hat ja schon im Zusammenhang mit der Realverfilmung ausführlich darüber geschrieben, dass sie sich bei den verschiedenen Hautfarben der Charaktere viel gedacht hat.
    • Original von Eugenie Pearworth
      Die Ghibli-Studios sollten selbst viel bessere Ideen haben, als in Erdsee enthalten sind, denke ich. Alle Filme, die ich bisher gesehen habe, und das sind einige (tw. auch mit Untertiteln) sind unglaublich einfallsreich und spannend, sehr viel mehr als die Buchvorlage .


      Ich hoffe, du meinst damit die Earthsea-Buecher ;)
      Denn die Vorlage fuer den letzten Gibli Film, aka Howl's Moving Castle, ist einfach grenzgenial und - sorry - nun wirklich nicht schlechter als der Film. imho ;D. (Der Film ist auch super, aber halt doch an einigen Stellen der Handlung etwas "Hae?!". Stichwort (vorsicht Spoiler!):
      Ach uebrigens, ich bin der Prinz vom Nachbarland


      Aehm... aeh... aber wie dem auch sei: Wenn Ghibli die Handlung so sehr veraendert wie beim Wandelnden Schloss, dann besteht ja noch Hoffnung fuer Earthsea ;D Also wuerde ich mich an deiner Stelle freuen, dass sei bestimmt ein schraeges, cooles Feuerwerk draus zaubern :)
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • *auch lanze für erdsee brech*

      Ich fand die Bücher sehr gut - gerade weil sie ganz anders sind, als man es von einem Fantasybuch doch irgendwie erwartet. Natürlich ist das Buch streckenweise etwas monoton, andererseits wird auch eine gewisse Stimmung vermittelt, die ich so noch nicht erlebt habe. Diese raue Erdsee liegt irgendwie über dem kompletten Plot und auch wenn man wenig über die Welt Erdsee an sich erfährt, so merkt man doch, dass sie eine große Rolle spielt, weil die Menschen ganz anders miteinander umgehen, aufgrund der vielen Inseln usw.

      Besonders interessant fand ich übrigens das Magie-System - eiens der besten, was ich so kenne.

      Das Büch "Vermächtnis der Erdsee" (Kurzgeschichten) find ich bislang aber ziemlich dürftig. Ich les lieber die Romane, das kann sie meiner Meinung nach besser.
    • Ich hab heute ganz zufällig im Internet nachgeschaut, was es schon Neues von dem Film gibt, und das gefunden. :)

      Link

      Beim ersten Mal ansehen, war ich etwas verwirrt, aber irgendwo hab ich gehört, dass nicht das erste, sondern das dritte Buch verfilmt werden sein soll, und dazu passt es (obwohl ich keine Ahnung habe, wo einige Szenen hineinpassen). ???
    • Ich schätze, die meisten Seeszenen wurden an Land verlegt, daher auch das lamaähnliche Tier statt der Weitblick. Aber an die Gefangenname von dem Prinzen (?) und die komischen Rauschmittel kann ich mich schon erinnern, und die werden gezeigt (wenn auch das Piratenschiff ein Wagen ist). Aber das Mädchen kann ich nicht einordnen.
      Auf alle Fälle bin ich schon auf den Film gespannt. :)
    • Schade, in diesem Thread gehts bisher nur um Erdsee. Viel besser gefallen mir nämlich die SF-Sachen von Frau Le Guin. Planet der Habenichtse, Das Wort für Welt ist Wald, City of Illusions und andere Stories aus dem Hainish-Universum, sowie ihre Kurzgeschichten in dem Band "The winds twelve quarters".

      Meiner Meinung nach ist Erdsee zwar auch gut, kann aber niemals gegen die SF Sachen anstinken.
    • Dem kann ich mich anschließen. In der Pandora-Ausgabe 1 (Sehr empfehlenswert!) ist zudem ein sehr interessanter Artikel von ihr zu Genres und dem Wirrwarr diesbezüglich zu finden (Falls es wen interessiert ;) )
      "Ist nur ein Messer im Latissimum dorsi. Geht ihm gut. Sag ihm ein paar aufmunternde Worte. Sag ihm, er soll ihr den Kopf abhacken."
    • Was ist da noch mal drinnen ? Rocannons Welt, das zehnte Jahr und was noch?
      Hainish fand ich gut, wenn man sich auf die geschilderten Figuren und ihre Konflikte einlassen kann, was jemandem der an Space Opera gewöhnt ist evtl nicht gelingt.

      Was ich euch definitv allen ans Herz legen würde ist "Planet der Habenichtse" und die dazugehörige Kurzgeschichten "The Day before the Revolution" und "The ones who walk away from Omelas"...das gehört auf jeden Fall in meine Literatur- Top Ten, und es sieht nicht so aus als ob es einen Platz bald zu räumen hätte.

      Edit: Mir ist das dritte Buch wieder eingefallen, war wohl "Stadt der Illusionen" das ich schon auf Englisch gelesen hatte, auf daher in Hainish ignoriert habe. Auch ne ausgeflippte Zukunfstvision an der man seinen Spass haben kann.
    • Ich bin etwas verwundert/"schockiert", dass hier im Weltenbastler-Forum noch absolut keine Meldung zum Tode von Ursula K. Le Guin kam, die am 22. Januar im Alter von 88 Jahren starb. Ich habe zwei, drei ihrer Bücher gelesen und fand sie und die Welt Erdsee recht schön, aber sah mich auch nicht wirklich dazu in der Lage, einen ihr würdigen Nachruf zu schreiben, weshalb auch von mir nichts kam. K. Le Guin hat keine unbedeutende Zahl von Autoren/Weltenbastlern beeinflusst und ich behaupte einfach mal, mit ihr ist eine ganz große unserer Zunft gegangen. :-/

      Vielleicht mögt ihr, von denen bestimmt einige mehr und bessere Worte über sie und ihre Welt sagen können, sich nochmal zu Wort melden und sagen, was euch an ihrem Werk so gefiel und was euch vielleicht prägte. Bei mir war es im Prinzip dieses Konzept einer alten Sprache, die zum Zaubern notwendig ist. Ich fand das in ihrer Welt immer gut, wollte es aber für meine nicht haben, da zum Einen sehr viele das Konzept auch übernommen haben, und zum Anderen es nicht wirklich in meine Welt gepasst hätte. Sie regte mich aber zum Nachdenken über meine Magie an, was dann letztendlich dazu führte, dass meine Magier mitunter durchaus "alte Sprachen" für ihre Zauber verwenden, dies aber nicht daran liegt, dass diese Sprachen tatsächlich "magischer" wären als andere. Aber ich schweife ab. ;D :)
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
    • Ich bin auch echt alles andere als ein Le Guin Kenner, aber ich habe wirklich schöne Kindheitserinnerungen an ihre Erdsee-Romane. Die hat mir mein Vater vorgelesen, als ich vielleicht 8 Jahre alt war. Neben Narnia, dem Hobbit, und Anne McCaffrey war das meine Einführung in das Fantasy-Genre. Also aus meiner ganz persönlichen Sicht auf jeden Fall eine der ganz Großen. Sehr traurig, dass sie nicht mehr da ist...
      Ich glaube, für eine französische Hure ist Elatan ein bisschen zu provinziell.

      Kann man eigentlich mit Fäkalien töpfern? -- Tö.


      Über meine Welt Lacerta:
      Die Welt Lacerta -- Das Reich Fálorej
    • Ich muss gestehen, dass ich zwar von ihr was gelesen habe - aber da war ich noch ziemlich jung, und ich kann mich nicht mehr so richtig daran erinnern. :-[

      Daher steht sie jetzt mal weit oben auf der Liste der Autor*innen, deren Bücher ich in nächster Zeit mal lesen möchte.

      Der Bitte um einen würdigeren Nachruf von jemand, der das besser kann, schließe ich mich an. ;)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ich weiß es schon seit ein paar Tagen, aber ich kann keinen längeren Nachruf schreiben. Ursula K. LeGuin war eine der ersten Fantasyautorinnen, die ich entdeckt habe. Zwischen der Sprachgewalt von Evangeline Walton und der Poesie von Patricia A McKillip ging sie ein wenig unter; ihre Geschichten waren schlicht und schön, aber - für mich mit meinen popeligen 17 Jahren - nicht sensationell. Erdsee begann sehr klassisch mit einem dummen Jungen, der in der Schule gemobbt wurde, entwickelte sich zu einer Suche nach dem eigenen Selbst und wurde dann metaphysisch. Das war zumindest ungewöhnlich. Ihr feministisches Engagement ist an mir vorbeigegangen, und ihre späteren Bücher zwischen Feminismus und ökologischem Bewusstsein leider auch, denn ich las damals nur Bücher aus dem Goldmann-Verlag, aber LeGuin erschien bei Heyne, und das war - meiner äußerst begrenzten Erfahrung nach - doofe Science Fiction. Sie war einfach schon zu erwachsen für mich. Ich habe sie immer nur aus der Ferne mitbekommen, aber in späteren Jahren hatte ich immer vor, mehr von ihr zu lesen. Das hole ich nun nach.

      Über ihren Tod bin ich nicht besonders geschockt, weil ich erstens fast nichts von ihr wusste und zweitens 88 Jahre schon ein gutes Alter sind. Andere mussten viel früher gehen. Aber sie war eine der ganz Großen mit einer ganz eigenen Stimme, und ich glaube, ihre Wortmagie sitzt so tief in mir drin, dass sie sich auf Araun ganz selbstverständlich ebenfalls angesiedelt hat.

      Sie wird mir fehlen. Aber ihre Bücher sind ja noch da, und das ist das beste Vermächtnis, das man sich wünschen kann.

      Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle, überall sonst für Tolino und als gedrucktes Buch im Buchhandel. :)