Die Schöpfungsgeschichte oder Woher kommt die Welt?

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    • Herr Littelmann schrieb:

      Irgendwann jedoch kam er auf eine Frage, die ihn sehr beschäftigte und er begann zu grübeln. Es ist bis heute nicht hinreichend geklärt, was es denn überhaupt für eine Frage ist, aber es heißt, wenn jemand auf die Lösung der Frage kommen würde, dann würde der Riese Umir die Schüssel austrinken und das wäre das Ende der Welt. Aus diesem Grunde ist es auch streng verboten, über die letzte Frage nachzudenken.
      Ich würd mal sagen, die Antwort ist 42 ;)

      Hoffentlich denkt jetzt Umir nicht wirklich über die Frage nach dem Sinn des Lebens, dem Universum und dem ganzen Rest nach.
      Ich will nicht für nen Weltuntergang verantwortlich sein.
      Wenn dir was nicht passt, dann aendas
    • Hihi, nenn mich erläuchtet!* ^^

      1) Vielleicht einen Kometen, der durch das unendliche All flog. Sind ziemlich trocken, die Biester.

      2) Die Schüssel hatte er bei sich, weil er wusste, dass Kometen Durst verursachen. Sie besteht aus einem undefinierten organischen Material, welches aus einem sehr unwahrscheinlichen Zusammenstoß von herumfliegenden Gedankenfetzen resultiert.

      3) Das Geschirr natürlich!


      *Kommt von Lauch...
      Was uns nicht umbringt, macht uns hart. Was uns umbringt, macht uns tot.
      - Terry Pratchett
    • @ Herr Littelmann: :lol: Das ist die wohl ungewöhnlichste und zugleich amüsanteste Schöpfungsgeschichte, die mir bisher untergekommen ist. :thumbup:

      Ich wollte die Gelegenheit einmal nutzen um die älteste überlieferte Schöpfungsgeschichte (ca. 8.000 Jahre alt) die auf meiner Welt Iri kursiert zu erzählen. Der Legende nach, soll sie dem Volk von Iri damals direkt von den weisen Gesandten gelehrt worden sein, die ihnen von den Tan'Rit, den mächtigen Fünf, geschickt wurden.

      Vom Anfang
      Am Anfang war Xechxa ein kleiner Funke. Der Funke wuchs zu einem gigantischen Feuer, das sich weiter und weiter ausbreitete. Und mit dem Feuer weiteten sich die Grenzen, die das Reale von dem nicht Realen trennen. Unaufhaltsam trieb Xechxa mit ihren Flammen das nicht Reale weiter fort und bemerkte dabei gar nicht wie es Realen immer leerer und kälter wurde, da sie sich immer weiter Verteilte um das nicht Reale zurückzudrängen.
      In diesen Raum, dem Universum in dem nur noch wenige Feuer glühten trat Xetro, das Chaos. Er nahm einige der Feuer und verwandelte sie in Materie, den Stoff aus dem alle Welten, Monde und Dinge geformt sind. Als Xetro schon fasst alle Feuer verbraucht und den einst leeren Raum reichlich mit jedweder Art von Materie gefüllt hatte, trat Creo, die Ordnung hervor.
      Creo nahm die Materie und formte daraus unter anderem die Welt Iri und den Mond Cynan'Octa. Aus den Resten formte sie noch sieben andere Welten und die Sonne Cyranaxaya die sich daraufhin selbst entzündete.
      Zuletzt trat Zetix, die Entstehung hervor. Er sah die Welt Iri,die wie die anderen kahl, leer und ohne Leben war. Dies stimmte ihn traurig und er weinte. Aus seinen Tränen wurde das Meer, das alles überschwemmte und nur eine Riesiege Insel genannt Chantinaxaya übrig ließ. Doch durch die Tränen war auch seine Essenz in die Meere gelangt und so entstand dort das Leben.
      Xechxa fügte einen Teil ihrer Wärme in die Welt ein. Einen Ozean aus flüssigem Feuer im Inneren der Welt, damit das Leben es warm hätte.
      Xetro nahm das Leben, so wie zuvor auch das Feuer genommen hatte und verwandelte es, sodass aus dem Leben zuerst die Tiere des Wassers, dann die der Erde und zu guter Letzt die der Luft wurden. Und damit es ihm nicht langweilig wurde, verfügte er, dass alle Wesen niemals gleich bleiben sollten. Doch nicht nur alle Wesen sollte sich verändern auch alle Welt sollte sich immerfort wandeln. Darum Teilte er Chantinaxaya in sieben Stücke, die Kontinente, die nun auf dem Ozean aus flüssigen Feuer treiben und sich immer neu anordnen sollten. Diese nannte Rachon, Izza, Szeta, Chazz, Cyr, Setezz und Soratezz. Trieben sie auseinander brach das flüssige Feuer zwischen ihnen hervor, trieben sie zusammen bildeten Gebirge.
      Creo nahm sich eine Art von Wesen, die Irit heraus und schenkte ihnen das Wissen. Außerdem schuf sie Ch A, die absolute Logik auf das er die Irit anleiten würde ihr Wissen gut zu nutzen.
      Zetix der sah, das ihr Werk fast vollendet war, gab den Irit Kreativität. Außerdem schuf er Shiraz, die Intuition, auf sie ein Gegengewicht zur Logik darstelle und die Irit anleite ihre Kreativität gut zu nutzen.
      Nun, da ihr Werk vollbracht war, legten die Götter die Geschicke der Welt in die Hände der Irit. Doch es sollte immer einer von ihnen Wacht halten über die Welt und so beschlossen sie sich abzuwechseln bei dieser Aufgabe, wodurch die Jahreszeiten entstanden. Beginnend im heißen Sommer mit Xechxa, gefolgt vom unsteten Herbst mit Xetro und dem ruhenden Winter mit Creo, bis das Jahr mit dem neu erwachen des Lebens im Frühling mit Zetix endet und von Neuem beginnt.
      Und aus der Energie des ewig wiederkehrenden Kreislauf des Wandels entstand zur guter letzt Choraika, die Zeit.

      Vom Ende
      Wenn alle Feuer erloschen sind und auch die Sterne nicht mehr glühen, wenn alle Materie verwandelt wurde und es nichts mehr zu ordnen gibt, wenn alle Welten zerfallen sind und kein Leben mehr geschaffen werden kann, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Götter sterben und das nicht Reale sich den Raum zurücknimmt, bis nur noch ein kleiner Funke übrig ist, aus dem Xechxa wiedergeboren wird.

      Gruß Askira

      PS: Nun ja, ich muss zugeben der obrige Text ist nicht ganz der älteste bekannte Schöpfungsmythos, sodern eher so eine Art Weltentstehugsgeschichte 2.0, nachdem die erste Version, leider keiner verstanden hatte.
    • Herr Littelmann schrieb:

      Alles begann am Anfang.

      Nacht war es und kalt - nichts wirklich Außergewöhnliches. Chaos und Kreativität flogen als unkoordinierte Fetzen ungebundenen Geistes durch das unendliche Nichts.
      Dann gebahr die Mutter Nacht einen Sohn, den Riesen Umir. Und Umir sprach die ersten Worte der Geschichte: "Ich habe Hunger!" Nachdem er das gesprochen hatte, aß er etwas, doch er verschluckte sich daran. Er hustete. Kurz bevor er zu ersticken drohte (und das wäre ja wirklich eine erschreckend kurze Mythologie gewesen), schaffte er es aber, das Bröckchen aus seinem Halse in eine Schüssel mit Wasser zu husten.
      Und der Riese Umir betrachtete den Brocken und befand, dass er sehr interessant aussah. Da stellte er sich vor, wie es denn wäre, wenn auf diesem Bröckchen Leben wäre. Pflanzen und Tiere, und er ersann all dies mit der Fantasie eines Kindes, denn ein Kind war er. Und so geschah es.

      Irgendwann jedoch kam er auf eine Frage, die ihn sehr beschäftigte und er begann zu grübeln. Es ist bis heute nicht hinreichend geklärt, was es denn überhaupt für eine Frage ist, aber es heißt, wenn jemand auf die Lösung der Frage kommen würde, dann würde der Riese Umir die Schüssel austrinken und das wäre das Ende der Welt. Aus diesem Grunde ist es auch streng verboten, über die letzte Frage nachzudenken.
      Während der Riese also vor sich hindachte und hin und wieder versonnen die Schüssel anstupste, wurden aus seinen Gedanken die Götter geboren, welche nun fortan im Ewigen Haarwald leben sollten. Doch die Götter zankten. Sie zankten darüber, welche Farbe das Meer habe, wer eine Pflanze zuerst entdeckt hatte oder wer mit dem Abwasch dran war und durch irgendeinen dummen Zufall entstand dabei auch der erste Mensch. Man munkelt, dass es eigentlich nur eine Wette war, wer das Paradoxon zu lösen vermochte, eine Lebensform zu schaffen, die sich selbst irgendwann vernichten würde. Das Ergebnis steht noch aus.

      Und so geschah alles. Theorien, wonach der Mensch vom Affen abstammen sollte oder die Welt eigentlich nur ein riesiger Klumpen Dreck im All war, der zufällig die Nähe einer Sonne streifte, sind absolut lächerlich. Die Wahrheit ist viel realistischer.



      Füge noch in Nebensätzen ein, wo die Schüssel herkommt und das Wasser und das Essen und es ist perfekt! :rofl:
      Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
      -Elk (20.10.18, 23:02)



      Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.
    • PS: Nun ja, ich muss zugeben der obrige Text ist nicht ganz der älteste bekannte Schöpfungsmythos, sodern eher so eine Art Weltentstehugsgeschichte 2.0, nachdem die erste Version, leider keiner verstanden hatte.

      Ein paar ketzerische Fragen, halt dich fest. :)
      Was ist denn die Quelle der Mythe? Wo wird sie erzählt? Und an welche Leute ist sie gerichtet? Die ganze Welt? Eine Religionsgemeinschaft?
      Es lässt sich herauslesen, dass der älteste bekannte Schöpfungsmythos dementsprechend irgendwie die Realität widerspiegelt. Wie kommt das? Warum hätten die Gottheiten(?) als erstes ihre Geschichte unters Volk gemischt? Warum ist die Wahrheit für die Allgemeinheit wichtig? Warum glauben die an Evolution und Kontinentalverschiebung... bzw. warum ist es den Erzählenden (wer auch immer die sein mögen) so wichtig, mit der echten, authentischen Entstehung der Welt reinen Tisch zu machen? Wozu brauchen die Leute dieses Wissen? Und wie wirkt sich das aufs Weltenfeeling aus? Iri macht einen genre-mäßig "synthetischen" Eindruck, wo die Aspekte der Gentechnik auf eher moderne Gesellschaften schließen lassen. Nur wozu genau diese Glaubensinhalte? Warum ist es nicht von Geographen und Biologen entdeckt worden, sondern gehört zu den frühesten Geschichten deiner Welt (wenn es nicht sogar die früheste ist)? War die Zielgruppe dieser "wahren" Entstehungsmythe überhaupt daran interessiert, dass es sieben Kontinente gibt? Lebten die schon so ... verbunden, dass die Welt nicht entdeckt werden musste?
      Wie hätten die Leute diese zweite Version des Mythos geglaubt? Das klingt doch nicht nach etwas, was jemand glauben will. Genaue Erläuterungen der Kontinentzahl (und der Plattenverschiebung, die Berge erschafft--- das ist doch kein leicht verständliches Konzept in einer Gesellschaft wo, sagen wir, die "ärmeren Schichten" der Bevölkerung ohne Papier auskommen müssen).
      Skeptisch bin ich auch gegenüber der Idee, dass dieser Entstehungsbericht (denn es hat viel von einem Bericht) überall auf der Welt verbreitet wurde oder Anhänger hatte. Warum würde eine Version 2.0 erstellt werden? Haben Gottheiten das Vorwissen der Sterblichen überschätzt? Brauchte der Mythenstoff mehr pepp, war das ganze zu trocken und unpersönlich? Mussten der Klerus die Mächte erfinden, um das, was wirklich passiert ist, mythisch zu verklären? War der erste Mythos noch weniger mythisch, noch mehr wie ein Tatsachenbericht? Hat ihn deshalb die bildungsferne Bevölkerung nicht verstanden?

      Hoffe du nimmst mir die Fragen nicht übel. Nur um ein großes Lob loszuwerden: Die eigensprachlichen Begriffe, die du hast, sind vielversprechend...am Anfang haben sie mich ein wenig genervt, das gebe ich ehrlich zu, aber sie haben ihren eigenen Charakter und widerspiegeln also die Gedanken, die du dir darum gemacht zu haben scheinst. Sehr schön. :) Weißt du schon, wie das alles ausgesprochen wird?
    • @Askira: Auch wenn Merlin der Ketzer irgendwie recht hat mit seinen ganzen Fragen, muss ich zugeben, dass mich dein Mythos hinreichend zufriedenstellt. ;)
      Natürlich ist die Idee alt, die vier Elemente, die vier Jahreszeiten, die vier Charaktertypen (Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker und Zyniker*) miteinander zu verknüpfen. Aber deine Geschichte besticht durch eine gewisse Ästhetik. Besonders der Gedanke, dass schließlich alles wiederkehren wird, gefällt mir. Leben läuft sowieso immer zyklisch ab (darum lernen die Menschen auch nie aus ihren Kriegen), da ist das nur ganz logisch.
      Aber eine Sache, die Merlin so angesprochen hat, muss ich auch noch mal hier anführen: Du hast ja sehr schön Darwin mit Schöpfung vermischt, aber ich wage zu bezweifeln, dass die Leute vor 8k Jahren das schon so wussten. Kläre mich auf, wenn ich falsch liege. ;)


      *Falls schon jemand mahnend den Zeigefinger erheben sollte: Dies möchte ein Scherz sein. Haha!
      Was uns nicht umbringt, macht uns hart. Was uns umbringt, macht uns tot.
      - Terry Pratchett
    • Auch wenn es vermessen erscheint, dass ich gleich zwei Mal hintereinander etwas poste, hier noch einmal die überarbeitete Fassung des Schöpfungsmythos' von Anderswo:

      Alles begann am Anfang.

      Nacht war es und kalt - nichts wirklich Außergewöhnliches. Chaos und Kreativität flogen als unkoordinierte Fetzen ungebundenen Geistes durch das unendliche Nichts.
      Dann gebahr die Mutter Nacht einen Sohn, den Riesen Umir. Und Umir sprach die ersten Worte der Geschichte: "Ich habe Hunger!" Nachdem er das gesprochen hatte, aß er einen vorbeifliegenden Kometen, doch er verschluckte sich daran.* Er hustete. Kurz bevor er zu ersticken drohte (und das wäre ja wirklich eine erschreckend kurze Mythologie gewesen), schaffte er es aber, das Bröckchen aus seinem Halse in eine Schüssel mit Wasser zu husten. Falls sich an dieser Stelle jemand fragen sollte, warum der Riese eine Schüssel bei sich hat, dann sei ihm gesagt: Natürlich wusste er, dass Kometen trocken sind. Jeder weiß das! Die Schüssel selbst besteht aus irgendeinem undefinierten organischen Material, welches aus dem sehr unwahrscheinlichen Zusammenstoß irgendwelcher Teilchen entstand.
      Der Riese Umir betrachtete den Brocken und befand, dass er sehr interessant aussah. Da stellte er sich vor, wie es denn wäre, wenn auf diesem Bröckchen Leben wäre. Pflanzen und Tiere, und er ersann all dies mit der Fantasie eines Kindes, denn ein Kind war er. Und so geschah es.

      Irgendwann jedoch kam er auf eine Frage, die ihn sehr beschäftigte und er begann zu grübeln. Es ist bis heute nicht hinreichend geklärt, was es denn überhaupt für eine Frage ist, aber es heißt, wenn jemand auf die Lösung der Frage kommen würde, dann würde der Riese Umir die Schüssel austrinken und das wäre das Ende der Welt. Aus diesem Grunde ist es auch streng verboten, über die letzte Frage nachzudenken.
      Während der Riese also vor sich hindachte und hin und wieder versonnen die Schüssel anstupste, wurden aus seinen Gedanken die Götter geboren, welche nun fortan im Ewigen Haarwald leben sollten. Doch die Götter zankten. Sie zankten darüber, welche Farbe das Meer habe, wer eine Pflanze zuerst entdeckt hatte oder wer mit dem Abwasch dran war und durch irgendeinen dummen Zufall entstand dabei auch der erste Mensch. Man munkelt, dass es eigentlich nur eine Wette war, wer das Paradoxon zu lösen vermochte, eine Lebensform zu schaffen, die sich selbst irgendwann vernichten würde. Das Ergebnis steht noch aus.

      Und so geschah alles. Theorien zufolge, wonach der Mensch vom Affen abstammen sollte oder die Welt eigentlich nur ein riesiger Klumpen Dreck im All war, der zufällig die Nähe einer Sonne streifte, sind absolut lächerlich. Die Wahrheit ist viel realistischer.

      *Sind wirklich sautrocken, die Biester...
      Was uns nicht umbringt, macht uns hart. Was uns umbringt, macht uns tot.
      - Terry Pratchett
    • Herr Littelmann schrieb:

      Und so geschah alles. Theorien zufolge, wonach der Mensch vom Affen abstammen sollte oder die Welt eigentlich nur ein riesiger Klumpen Dreck im All war, der zufällig die Nähe einer Sonne streifte, sind absolut lächerlich. Die Wahrheit ist viel realistischer.


      Ha, ich wusste es! Da bleibt nur zu verfolgen, welcher Gott nun seine Wette gewinnt : )

      ​​
      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Hoffe du nimmst mir die Fragen nicht übel.

      Nein, nein, ganz im Gegenteil, das bedeutet ich habe das erreicht worauf ich abgezielt habe. Aber ich will die Fragen nicht unbeantwortet lassen. Ich denke die meisten Fragen lassen sich wohl klähren wenn ich kurz erzähle wie diese Schöpfungsgeschichte eigendlich entstanden ist.

      Vor etwa 8.000 Jahren begab sich nämlich folgendes:
      Damals begann gerade die Epoche, die in der modernen Archeologie als die Zeit der großen Völkerwanderungen bekannt ist. In dieser Zeit verließen die ersten Wagemuigen Irit ihren heute als Rachon bekannten Urspungskontinent um zu sehen ob es jeseits des großen Wssers noch mehr Land gab auf dem man leben konnte. Kultur und Religion steckten damals noch in den Kinderschuhen. Einige Nachfahren einer dieser wagemutigen Gruppen verschlug es irgendwann auf den südlichsten Kontinent, heute als Setezz bekannt und wollten dort ein neues Dorf Gründen. Doch an der Stelle wo sie standen und es eben noch überall nicht als Urwald und Supflandschaft gab erschien Plötzlich um sie herum eine mächtige Stadt aus steinernen Palästen die mit Materialien verziehrt waren die kein Irit je erblickt hatte. Ohne Frage musste dies das Werk von Göttern sein. Als sie in das größte und Prächtigste Gebäude traten fanden Sie dort tatsächlich fünf Götter vor die gerade ihren untergebenen, den Weisen anweisungen gaben. Zu mindest wirkte es so, denn die Siedler verstanden kein Wort von dem was die Götter sprachen. Aber die Weisen leherten sie in der Halle des Wissen die Sprache der Götter damit sie ihre Fragen an sie vorbringen konnten.
      Daraufhin setzten sich die Weisen mit den Göttern, die sich selbst als die Tan'Rit bezeichneten zusammen und beratschlagten mehrere Tage lang bis sie den Siedlern ihre Antwort in Form der Schöpfungsgeschichte unterbreiteten.

      Vor etwa einem Jahr hatte ein kleines Dorf names Tan'Rit (es heist so weil es als der Ursprungsort des Tan'rit Kultes gilt), das inzwischen einem Gentechnikkonzern als Enklave diente ein Problem. Oder besser gesagt dessen Einwohnerschaft hatte ein Problem. Dieses Problem bestand aus den fünf gerade ausgebrochenen Opfern eines fiesen Genexperimentes, die ziemlich angesäuert auf Rache aus waren. Und da Probleme selten alleine kommen gesellten schnell noch ein paar mehr dazu. Denn als nur noch die Lehrerschaft übrig war und die Fünf Experimentieropfer (im beisein besagter Lehrerschaft) darüber beratschlagten ob man sich denen nun auch noch Rächen oder laufen lassen sollte fand sich die gesammte Gruppe inklusive der Enklave plötzlich etwa 8.000 Jahre in der Vergangeneit wieder. Das währe wohl zunächt erst mal keinem aufgefallen wenn nicht plötzlich eine Horde Urzeit-Irit im Eingang des Rathausews gestanden hätte. Da wohl offensichtlich länger mit diesen Urzeitleuten zusammeneben musste brachten die Lehrer ihnen erwst einmal die allegemeine Handelssprache bei. Nur um sich dann erneut mit einem unerwarteten Problem konfrontiert zu sehen. Nämlich der Frage nach dem Umniversum dem Leben und dem ganzen Rest (sowie der Tasäche dassich die Fragesteller mit der Antwort 42 nicht zufrieden gaben ;) ). Also musste eine Schöpfungsgeschichte her.
      Die erste Version stammte aus der Feder Lehreerschaft und war eine streng wissenschaftliche Abhandlung zu den Themen Astrophysik, Geologie und Genetik. Das verstanden allerdings nicht einmal die fünf selbsternannten Götter, die der einfachheit halber die namen ihrer Vorlagen* übernommen hatten. Außerdem wollten die Fünf auch eine Rolle in der Schöpfungsgewschichte spielen. Und so wurde eine Zweite (gehofft) Urzeit-Irit tauglichre Version mit Götterbeteiligung erfunden.

      Wozu brauchen die Leute dieses Wissen? War die Zielgruppe dieser "wahren" Entstehungsmythe überhaupt daran interessiert, dass es sieben Kontinente gibt? Das klingt doch nicht nach etwas, was jemand glauben will. Genaue Erläuterungen der Kontinentzahl (und der Plattenverschiebung, die Berge erschafft--- das ist doch kein leicht verständliches Konzept in einer Gesellschaft wo, sagen wir, die "ärmeren Schichten" der Bevölkerung ohne Papier auskommen müssen).

      Tja und genau das ist der Grund, warum Schullehrer keine Schöpfungsmythen erfinden sollten. :dozier:
      Später wurde die Schöpfungsgeschichte von Klerikern noch ein wenig nachgebessert und religionstaugicher gemacht. (Es wurde unter anderem der Absatz zur Plattentecktonik gestrichen ;))

      *Die Legenden über die Tan'Rit hatten den Gentechnikkonzern auf die Idee gebracht herauszufinden ob es solche Wesen tatsächlich geben und wenn ja, wie man sie kreiren könnte und das man die "Herstellungsformel" bei erfolg bestimmt gut verkaufen könnte.

      Weißt du schon, wie das alles ausgesprochen wird

      Jup, aber ich glaube das würde hier jetzt zu weit offtopik führen. Ich werde dazu aber mal einen Post in meinem Weltenthreat machen.

      So, ich hoffe ich konnte alle Klärheiten beseitigen.
      Gruß Askira
    • @ Herr Littelmann: Überzeugt mich, deine Schöpfungsgeschichte. Gibt es die Möglichkeit diesem Kult irgendwie beizutreten ?

      und wo wir gerade dabei sind:

      Herr Littelmann schrieb:

      Zum Beispiel die Frage, warum man eine Rolle Klopapier nie so anfangen kann, dass nichts kaputt geht. Oder so. ;)
      Rate wem dies heute morgen gelungen ist ;) Oder ist das jetzt zuviel Information? :fluecht:

      @Topic: Ich wähle mal einen Schöpfungsmythos aus, den ich sehr gerne mag: ( Jetzt etwas überarbeitet und hoffentlich besser ^^)

      Der Schöpfungsmythos der Mezhai ist spürbar an Daenerys Targaryen angelehnt. Aber mir hat dieses "Mutter" -Geschreie der befreiten Sklaven eben gut gefallen :-[



      Spoiler anzeigen
      Einst, vor langer Zeit, schenkten die alten Götter dem
      Treiben ihrer Kinder keine Beachtung mehr.
      Und eines Tages löschten sie ihre heiligen Feuer, oben in Helonqua und zogen weiter. Sumi jedoch, der große Richtergott des alten
      Sarapunts sah ein letztes Mal hinab auf
      die alte Welt, auf Sarapunt, auf die
      San, auf die Karhesi. Doch sah er, dass einen Stamm gab, der grausam und blutig
      geworden war, als die Götter nicht mehr über das Menschengeschlecht
      wachten. Dies war das Reitervolk der
      Irrike.

      Der grausige König der Irrike zu jener Zeit war der
      gefürchtete Amenaza und seine Königin
      und Geliebte war die stolze Mezhar, deren Blutrünstigkeit noch viel bekannter
      war, als ihre große Schönheit.

      Amenaza hatte ihr die Herzen tausender Frauen zu ihren schneeweißen
      Füßen gelegt, die von sich behaupteten
      schöner zu sein, als die Barbarenkönigin. Die Köpfe hunderter Krieger, die es gewagt
      hatten ihr zu spotten und sie ob ihres roten Haares als Hexe zu verleumden hatte ihr geschenkt und aus der Haut der
      Kinder ihrer Schwester hatte er ihr
      einen Umhang gemacht, da sie ganz
      zerfressen war vor Neid auf die Fruchtbarkeit ihrer Schwester.

      Da richtete der alte Gott über Amenaza und verurteilte den
      König zum Tode und verdammte sein Blut und seinen Samen, sodass seine Linie mit ihm enden würde.

      Doch die stolze Mezhar beugte sich nicht dem Urteil der
      schwindenden Götter und schwor ihrem geliebten König, dass sie seine Blutlinie
      fortführen würde.

      So bestieg Mezhar Amenazas noch warme Leiche, um ihm ein
      letztes Geschenk abzuringen, das erste, welches nicht vor Blut triefte. Und Mezhar empfing den Samen Amenazas,
      während die alte Welt und Amenazas Leiche erkalteten.

      Lange jedoch wölbte sich Mezhars Bauch nicht. Da die Irrike unfruchtbare Frauen für wertlos
      hielten, ließen sie die einstige Königin in der weiten Wüste zurück, die einst
      fruchtbares Land gewesen war.

      Die Hitze der Wüste brannte allen Stolz, allen Hochmut und
      alle Eitelkeit aus ihr heraus.

      Doch in ihr glomm noch immer der Funken ihres letzten Wunsches, Amenaza einen Sohn zu gebären. Und so machte
      Mezhar sich demütig auf die Suche nach
      Helonqua, der verlassenen Heimstatt der alten Götter und bereiste alle vier
      Ecken der Welt. Und fand doch nichts.

      Und der Funke der Hoffnung drohte zu verlöschen in ihr.

      Doch gab es 4, die auf der Suche waren. Dies waren die 4
      Götterkinder, Töchter und Söhne Helonquas, zurückgeblieben, um das Sterben der
      Welt aufzuschreiben. Ezi, Bashwe, Kaiqe und Orzuwi waren sie genannt. Diese 4 Kometen, diese 4
      Sucher, suchten nach der Rettung der Welt. Sie fanden sie in Mezhar. Sie entfachten den sterbenden Funken in dem
      Bauch der verlassenen Königin erneut mit ihrer Zauberei.

      Dann führten sie Mezhar in die fünfte Ecke der Welt, hoch
      oben, nach Helonqua, wo die erkalteten Feuerstellen der alten Götter
      lagen. In der Feuerstelle Sumis aber,
      der als letzter Helonqua verlassen hatte, glomm noch ein schwacher Funke. Die 4 Sucher betteten die schwache Mezhar
      neben der Feuerstelle und entfachten das Feuer ein letztes Mal mit dem Holz der
      Tollkirsche und dem Holz des Holunders.

      Und als das Feuer mächtige Flammen in den Himmel schlug, da
      wiesen sie Mezhar, dass heilige Feuer zu trinken.

      Und Mezhar trank es ohne Furcht und es verbrannte ihren Mund
      und ihre Lungen nicht.

      Das heilige Feuer Sumis aber brannte alles verbliebene
      Schlechte aus Mezhar und Amenazas Samen entflammte. Was in ihr blieb war das reine Licht und die
      reine Schönheit des Menschengeschlechts. Die sündige Königin Mezhar wurde zu
      dem Funken, der die erkaltete Welt neu entzündete und Hoffnung gebar.


      Innerhalb von 40 Tagen und 40 Nächten schwoll Mezhars Bauch
      an und sie war voller Freude.

      Und als der Morgen dämmerte und die kleine, alte Sonne fern
      am Horizont aufging, da begannen Mezhars furchtbare Wehen. Doch auch, wenn die Schmerzen kaum
      auszuhalten waren, so war sie voller Freude. Denn sie wusste, sie würde neues Leben in einer sterbenden
      Welt gebären.

      Und Mezhar gebar schließlich. Aus ihrer Bauchhöhle wurden die 3
      Weltendrachen, die neuen Götter, zur Hälfte Mensch zur Hälfte aus heiligem Feuer geboren. Dies waren " Inizhar" , das Licht im Regen

      Onrezhar, das Licht im Wind

      und A-urizhar, das Licht in der Dunkelheit .Dies sind die drei mächtigen
      Weltendrachen,

      Mezhars Kinder, entstanden noch aus der
      Asche der alten Welt.

      Und an diesem Tag hauchten sie der Sonne neues Leben ein.
      Sie hauchten auch dem Mond und den Sternen neues Leben ein. Und es wurde wieder warm auf der kalten Welt.

      In der neuen Welt gab es keine Sklaverei und es herrschte Reichtum und Überfluss. Da die drei Weltendrachen der Welt jedoch
      fern waren und für ewig über den Himmel kreisten, blieb Mezhar auf der Erde
      zurück, um über die Menschen in Gnade und Güte zu herrschen. Sie vereinte die
      die vielen Stämme der Menschen zu einem großen Stamm.

      Doch das Menschengeschlecht war schwach.

      Sie ließen sich von den Verheißungen der neuen Welt
      verführen und verließen den Schutz der Mutter. Einige wurden Räuber, wie die
      Irrike es einst gewesen waren. Doch
      andere erbauten Velinter, die größte Stadt der neuen Welt, die Brutstätte der
      Sünde, erbaut aus Gold und Marmor, aus Jade und Rubin.

      Dort vergaßen die Menschen die Heiligkeit der Bäume Holunder
      und Tollkirsche. Ebenso ehrten sie die drei Weltendrachen nicht länger.

      In ihrer Güte ließ Mutter Mezhar ihre Kinder walten und selbst Herren über ihr Schicksal
      sein.

      Je weniger Menschen aber die unsterbliche Mezhar und die
      drei Weltendrachen ehrten und je mehr ihren Schutz verließen, desto schwächer
      brannte das ewige Feuer in Mezhars Bauch.
      Irgendwann war es so schwach,
      dass Menschen wieder Menschen bekämpften
      und die Mezhai, die noch immer in die Mutter vertrauten, wurden
      gebeutelt und gestraft von immer neuen Raubzügen des sündigen Velinters.

      Anishi aber, einer der maßlosen acht Könige Velinters,
      erinnerte sich an die große Gnade Mezhars und war erfüllt von Schrecken über
      seine Taten, denn er hatte Tempel geschändet, Frauen vergewaltigt und Kinder
      erschlagen.

      So versuchte er 40 Tage und 40 Nächte die anderen Könige zu überzeugen mit ihm zurückzukehren zur
      Mutter Mezhar und das Land der Mezhai zu verschonen. Dies waren uneinsichtig und lachten über König
      Anishi.

      So ritt er allein zu dem großen Tempel am Meer, wo Mutter
      Mezhar über ihre Kinder wachte und kniete vor ihr nieder und bot ihr seine Hand
      an, um ihre Kinder zu retten. So heiratete Anishi die Mutter der Drachen,
      Mezhar.

      Mutter Mezhar und König Anishi führten die Mezhai im großen Zug von Anewa ein in Velinter, als Kinder der Drachen und
      Kinder Anishis.

      Dies rettete die Mezhai und unter dem Einfluss Mezhars wurde
      das sündige Velinter ein Hort des guten Glaubens und eine Flamme der Hoffnung
      in der Welt.

      Denn die Hoffnung vergeht nie. Dies ist das Geschenk
      Mezhars, der Mutter der Drachen und der neuen Welt, der Sünderin, die gereinigt
      wurde, die der Funke war, der die Flamme der Hoffnung und der Gnade in den
      Menschen auf ein Zweites zu entzünden vermochte.
      "Wenn man im Supermarkt 'ne Melone zurückgeben will, ist der ganze Tag vorbei. "
      -Marge Simpson
    • @Askira: Das ist eine Antwort, die mich vollkommen zufriedenstellt. Die Sache mit der Zeitreise klingt plausibel und besitzt gleichzeitig auch diese gewisse Ironie, welche reale Geschichten immer zu begleiten scheint (Ich wette, inworld findet niemand diese ganze Sache auch nur annähernd komisch!). ;D

      Nur in einer Sache musst du mir noch mal helfen. Habe ich das richtig verstanden, dass der besagte Gentechnikkonzern Wesen erschaffen wollten, welche den Tan'Rit entsprachen? Und als die Urzeitmenschen dann diese Wesen sahen, schufen sie den Kult um die Tan'Rit? Was ist Ursache und was ist Wirkung? Zeitreisen sind irgendwie anstrengend... :-/

      @Knochen: Beim ersten Mal hatte ich gar nichts verstanden. Beim zweiten Mal fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Du kennst die Geschichte! War da nicht mal irgendwas mit einem gewissen Jesus, der auch für Hoffnung und Gnade stand und die Bösen nicht richtete, den Guten aber eine Chance gab, in seinem Himmelsreich zu leben? ;)

      Aber fein auch die neue Geschichte, die du um die alte Vergebungslehre gestrickt hast und fein auch die Mutter als bereuende Sünderin. Das sind wirklich ein paar sehr symbolische Details. Gott als Mutter fehlt mir in der Bibel immer. Das Patriarchat hat sich ein bisschen zu sehr festgesetzt in unserer Mythologie. Du bekommst von mir einen :thumbup: und wenn du das ganze noch einmal in eine lesbare Form gießt, dann gibt's noch einen. ;D

      Und könntest du bitte noch ein paar Worte zu den alten Göttern verlieren?
      Was uns nicht umbringt, macht uns hart. Was uns umbringt, macht uns tot.
      - Terry Pratchett
    • @ Herr Littelmann: Ist es jetzt lesbarer ? ^^
      Und von Jesus habe ich mal gehört ja. Hätte aber nie an ihn gedacht, als ich diesen Mythos geschrieben hab. Niiiiie ;)

      Die alten Götter, das waren die Götter Velinters (laut dem Mythos wird Velinter erst später gegründet, aber der wirft die Tatsachen ziemlich wild durcheinander), die Götter Sarapunts, wie Anhelo die Hortensienfrau oder Sumi der Richtergott, das Steinmasken-Pantheon, der rote Pferdegott der Brüderstämme Irrike und San, der Sonnengott der Regenleute. Da gabs n Haufen Götter inder Gegend.
      Worauf der Mythos sich aber bezieht, ist dass es zu dieser Zeit einige Veränderungen gab - durch einen heftigen Vulkanausbruch erkaltete die Welt tatsächlich und auch andere Naturkatastrophen häuften sich. Eigentlich schon genug für Endzeitstimmung, aber zur Zeit der Entstehung des Kultes war auch gerade der Krieg der Götter gegen Aridan, die Heimstatt der Musen vorbei (eine komplizierte Geschichte). Der wurde durch das Eingreifen der Corur beendet, die den Musen den Großteil ihrer Macht nahmen, weil sie diese missbraucht hatten und verbannten alle Götter von der Welt, weil diese einen recht sinnlosen Kreig angezettelt hatten. Seitdem können Musen höchstens noch Dinge inspirieren und nicht mehr selbst erschaffen und die Götter können die Geschehnisse auf der Welt nur noch durch Priester beeinflussen. Das ließ dann einigen Raum für neue Götter und neue Geschichten.
      Fun-Fact nebenbei: Die letzte Mezhar (als Hohepriesterin im Großen Tempel am Meer) verkaufte wohl ihr Volk als Sklaven nach Velinter und heiratete einen so garnicht reuigen König Anishi ;) Irgendwelche Idealisten haben das dann vermutlich umgedichtet.
      "Wenn man im Supermarkt 'ne Melone zurückgeben will, ist der ganze Tag vorbei. "
      -Marge Simpson
    • @Knochen/Herr Littelmann
      Das ist wohl typisch Mythen... sie ähneln sich oft und dann lässt sich darin viel aus anderen Mythen erkennen. :thumbup:

      @Askira
      Danke für deinen Antworten. Die erklären auf jeden Fall einiges. :)
      Eines hat mich im ersten Absatz verdutzt: Kultur und Religion steckten damals noch in den Kinderschuhen? Wäre früher auch alles schwarzweiß gewesen, wie in den Filmen?
      Religion und Kultur sind auch in der Steinzeit existent gewesen. Im Fall der Religion sogar stark ausgeprägt, denn bei wenig komplexer Infrastruktur können sich sehr vielfältige Entstehungsmythen bilden.

      Was die Kausalitätsschleife, nach der Knochen fragt, angeht: die Tan'Rit glauten doch gerade deshalb an diese "Götter", weil sie ihren Gottheiten glichen, oder? Also wird der Gentechnik-Konzern sich mit und ohne "Zeitreise" so gehandelt haben (eigentlich Parallelwelt-Reise in eine Parallelwelt, die mit der Heimatwelt identisch ist, nur weiter "vorne" im "Lauf der Zeit"?). Oder missverstehe ich das?
      Wie kam diese Zeitreise überhaupt zustande?
      Die erste Version stammte aus der Feder Lehrerschaft und war eine streng wissenschaftliche Abhandlung zu den Themen Astrophysik, Geologie und Genetik. Das verstanden allerdings nicht einmal die fünf selbsternannten Götter, die der einfachheit halber die namen ihrer Vorlagen* übernommen hatten. Außerdem wollten die Fünf auch eine Rolle in der Schöpfungsgeschichte spielen. Und so wurde eine Zweite (gehofft) Urzeit-Irit tauglichere Version mit Götterbeteiligung erfunden.

      Das verstehe ich wieder nicht ganz. Wurden die Lehrer nicht gerade von den Experimenten zusammengepfercht? Wurde nicht gerade von den Versuchskaninchen diskutiert, ob die Lehrer leben oder sterben sollen? Und wenn du "Kultur" steckt in den Kinderschuhen sagst, würde das nicht bedeuten, dass die Tan'Rit noch nicht in der Lage sind, den Forschenden und ihren Schöpfungen gefährlich zu werden?
      Warum sollten die Lehrer überhaupt eine Geschichte für die Eindringlinge schreiben? Warum ausgerechnet die Lehrer? Warum ein Ursprungsmythos für die Eindringlinge? Das die Urzeit-Irit den Weisen ihrer Gottheiten glauben, ist noch verständlich, aber warum würden die Forschenden sich reinhängen und "die Wahrheit" schreiben? Warum würden sie das überhaupt versuchen? Und würden die Tan'Rit nicht gleich bemerken, dass dies nicht die Götter sein können, wenn der Mythos unbegreiflich bleibt? Und warum brauchen die Tan'Rit einen Schöpfungsmythos von ihren Gottheiten? Haben sie nicht schon einen?
      Warum sollte ein Gentechnikkonzern sich vornehmen, "Anubis und Bastet" zu erschaffen, auch wenn das "voll die coolen Gottheiten von früher" waren? ;)
      Interessant ist das, was du erzählst, auf jeden Fall. Es wirft nur so viele Fragen auf... ;D