Ja, ich will? Eheschließungen auf euren Welten

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    • @ Elatan

      Die Frage, die sich mir hier eher aufdrängt, wie der Verlobte sich sicher sein kann, dass er der Vater des Kindes ist.
      Und umgekehrt, wie will er zwischen eigenen und fremdgezeugten Kindern überhaupt unterscheiden ohne Gentest?
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • In Valeka ist eine Ehe eine Gemeinschaft zum Familiegründen. Heiraten darf man nur, wenn man fähig und willens ist, das auch zu machen. Das bedeutet jetzt zwar nicht, dass man nach einem Jahr ohne Kind automatisch geschieden ist oder so (wer will nachweisen, dass sie es nicht probieren?), aber z.B. alte Frauen, Schwule, Lazath-Ammen (die können keine Kinder zeugen, sondern tragen sie nur im Beutel rum) oder nachgewiesen Unfruchtbare dürfen schlicht gar nicht heiraten.
      Wenn man aber heiraten darf und will, dann geht man zum Amt und unterschreibt. Gut, die meisten Leute gehen zu einem Tempel auch noch.
      Eine Ehe unterscheidet sich vom Zusammenleben ohne Ehe rechtlich in vier Punkten:
      ~ Ehepartner sind erbberechtigt und kriegen Witwenrente.
      ~ Ehemänner müssen einen Grund haben, eine Vaterschaft zurückzuweisen, während unverheiratete Männer das einfach so können (da ist die Beweispflicht umgedreht)
      ~ Ehepartner sind einander finanziell verpflichtet.
      ~ Ehepartner dürfen harte Entscheidungen treffen, z.B. bei Koma, haben Auskunftsrechte und das Schweigerecht.
      Zeug wie Schande ist da nirgendwo zu finden. Eine Scheidung ist auch ohne grosses Theater möglich - man geht zum Amt und vielleicht auch zum Tempel.
      Don't diagnose and drive.

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    • RedScorpion schrieb:


      Was passiert wenn das Kind prä-oder postnatal stirbt?


      Wenn das Kind stirbt, ist die Ehe nicht richtig geschlossen und man ist nicht verheiratet. Oft wird der Tod des Kindes als Omen angesehen, dass man nicht zusammengehört und keine Ehe führen sollte.

      Nemedon schrieb:


      Die Frage, die sich mir hier eher aufdrängt, wie der Verlobte sich sicher sein kann, dass er der Vater des Kindes ist.
      Und umgekehrt, wie will er zwischen eigenen und fremdgezeugten Kindern überhaupt unterscheiden ohne Gentest?


      Das kann der Verlobte nicht. Er kann höchstens den Verdacht haben und wenn er Glück hat, gibt es sogar andere, die seinen Verdacht bestätigen. Er kann dann seine Verlobte/Frau vor Gericht anklagen, dass sie ein fremdes Kind als sein eigenes ausgibt und ihm somit schadet (weil er es ja mit durchfüttern muss z.B.). Wenn sie nicht bereits ein gemeinsames Kind haben, ist es dann jedoch (logischerweise) auch kein Ehebruch.
      Außer Betrieb.
    • Ich denke die Frage nach der Eheschließung zu beantworten ist generell sehr schwer, da es Ehe ja nur in unserer Welt gibt und diese sich ja entwickelt hat. In anderen Welten, wie bspw. meiner ist die Entwicklung der Völker eine ganz andere und die Liebe, wenn es sie gibt vill. eher Zweckbezogen oder "anders", eben nicht wie bei uns.
      Deshalb halte ich Eheschließungen für fragwürdig, denn dann müsste sich eine Welt ja ähnlich unserer entwickelt haben, was ich für sehr unwahrscheinlich halte.

      Weltenwandler
    • Ich denke die Frage nach der Eheschließung zu beantworten ist generell sehr schwer, da es Ehe ja nur in unserer Welt gibt und diese sich ja entwickelt hat. In anderen Welten, wie bspw. meiner ist die Entwicklung der Völker eine ganz andere und die Liebe, wenn es sie gibt vill. eher Zweckbezogen oder "anders", eben nicht wie bei uns.
      Deshalb halte ich Eheschließungen für fragwürdig, denn dann müsste sich eine Welt ja ähnlich unserer entwickelt haben, was ich für sehr unwahrscheinlich halte.


      Zweckehen sind Ehen. Es gibt sie auf diesem Planeten, also "bei uns". Es gibt selbst in Deutschland Zweckehen.

      "Ehe" hat sich nicht einmalig entwickelt, Ehe ist ein Begriff. Vom Levirat über die Vielehe bis zur Katalogehe gibt es viele Institutionen, die auch ein Hochzeitszeremoniell beinhalten und die eine Beziehung beinhalten. Statusehen und Geldehen sind vielleicht keine Liebesbeziehungen, aber sie sind trotzdem Ehen.

      Ob es auf meinen Welten Ehen gibt, kann ich nicht sagen. Die Funktionen von Ehe sind nicht alle dekorativ: Ehen können ein Visum ermöglichen, sie können gemeinsames Wohnen legitimieren, durch Ehe wird die gegenseitige Obhut (Besuchsrecht im Krankenhaus) und die Obhut über evtl. vorhandene Kinder geregelt (Sorgerecht). Ehe kann auch für's Finanzamt interessant sein und für Lebensversicherungen und für Beerdigungen etc.

      Wenn es auf meiner Welt Beziehungen mit offizieller Legitimierung (oder mit kultureller Narrative von "ewiger Liebe") gibt, dann werde ich die nicht Joiswhdfouhfe nennen, sondern Ehe. Und dann beschreiben, was diese Ehe ausmacht.
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Ja, hast schon irgendwie recht, aber ich habe das ja eig. auch nur auf freiwillige Lebensbünde bezogen und Ehe dahingehend definiert. Die Frage, die sich mir im Hintergrund gestellt hatte, war die, ob es denn Liebe so in einer anderen Welt gibt.
    • Wenn es Lebensformen gibt, die sich um ihre Brut kümmern und diese auch eine längere Zeit begleiten (großziehen), dann sind "Ehen" oder Äquivalentes schon recht wahrscheinlich. Im Tierreich gibt es bei manchen Säugetieren + Dinosauriern Vögeln ebenfalls Paarbindungen für ein ganzes Leben. Als eingespieltes Team klappt das Überleben + Kinderversorgung einfach besser.

      Mir fallen ad hoc nur zwei Möglichkeiten ein, in denen eine Paarbildung nicht von Nöten wäre:
      1.) Eine erwachsene Lebensform schafft es ohne Probleme sich sowohl um die eigenen Bedürfnisse (Ernährung, Schutz etc.), als auch um die des Nachwuchses zu kümmern. Vermutlich hätte diese Lebensform dann entweder keine ernsthaften Feinde, oder aber stellt die unangefochtenen Top-Praedatoren in ihrer Welt.
      2.) Eine staatenbildende Spezies, ähnlich Insekten. Allerdings bezweifle ich, dass die individuelle Intelligenz in dem Fall gefördert würde, was wiederum die technische + kulturelle Entwicklungsgeschwindigkeit arg ausbremsen dürfte.
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    • Nemedon schrieb:

      Wenn es Lebensformen gibt, die sich um ihre Brut kümmern und diese auch eine längere Zeit begleiten (großziehen), dann sind "Ehen" oder Äquivalentes schon recht wahrscheinlich. Im Tierreich gibt es bei manchen Säugetieren + Dinosauriern Vögeln ebenfalls Paarbindungen für ein ganzes Leben. Als eingespieltes Team klappt das Überleben + Kinderversorgung einfach besser.

      Mir fallen ad hoc nur zwei Möglichkeiten ein, in denen eine Paarbildung nicht von Nöten wäre:
      1.) Eine erwachsene Lebensform schafft es ohne Probleme sich sowohl um die eigenen Bedürfnisse (Ernährung, Schutz etc.), als auch um die des Nachwuchses zu kümmern. Vermutlich hätte diese Lebensform dann entweder keine ernsthaften Feinde, oder aber stellt die unangefochtenen Top-Praedatoren in ihrer Welt.
      2.) Eine staatenbildende Spezies, ähnlich Insekten. Allerdings bezweifle ich, dass die individuelle Intelligenz in dem Fall gefördert würde, was wiederum die technische + kulturelle Entwicklungsgeschwindigkeit arg ausbremsen dürfte.
      Wer sagt denn, dass man sich bei der Kreierung eigener Spezies o.ä. an diese Möglichkeiten halten muss? Ich halte das doch für eine sehr starke Beschränkung! Wieso sollten Wesen in bspw. meiner Welt (oder deiner oder sonst einer) sich unbedingt wie Tiere fortpflanzen oder gar Liebe brauchen. Es könnte doch genauso gut sein, dass bestimmte Mechanismen schon "vorprogrammiert" sind. Außerdem: Warum muss der Tod in einer Welt, die nicht die unsrige ist unbedingt existieren? Muss er? Dadurch, dass wir das fragen können: Nein, muss er nicht! Und darum ist eine Fortpflanzung vielleicht auch nicht sinnvoll? Wer weiß - nicht immer alles so "eingeschränkt" sehen ... (Ich hoffe, der Beitrag war jetzt nicht zu aggressiv geschrieben, denn für mich liest er sich so: Er ist aber keinesfalls so gemeint!)

      Weltenwandler
    • Auf mich wirkte dein Beitrag keineswegs aggressiv. Und ich gebe dir völlig recht, dass man in fantastischen Welten so manche Regeln über Bord werfen darf (und sollte). Da kann man auch ohne Weiteres die Liebe ausradieren. Und den Rest erklärt man ggf. einfach mit ISSO.
      Ich bezog mich zuvor auf Welten, die sich an gewisse Gesetzmäßigkeiten halten wollen. Z.B. in SF-Welten versuchen manche Autoren ihre Kreationen nachvollziehbar zu halten. In einem solchen Fall wird man eine "eingeschränktere Sichtweise" tatsächlich an den Tag legen. Es kommt halt auf die Welt und ihr zugrundeliegendes Konzept an.

      Weltenwandler schrieb:

      Wieso sollten Wesen in bspw. meiner Welt (oder deiner oder sonst einer) sich unbedingt wie Tiere fortpflanzen oder gar Liebe brauchen.
      *Schmunzel* Selbst in meiner Welt gibt es Ausnahmen von der gewohnten Fortpflanzung. :eyebrow: Schau mal hier. :P
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
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    • Der Thread hat mich erst auf die Idee gebracht, dass meine oft zwei Hochzeiten feiern könnten. Danke ^^

      Erstmal wird im Kreis der "normalen Menschen", sprich mit gewöhnlichem Freundeskreis und der Familie, gefeiert, wie auch immer das je nach Kultur, in der man lebt, aussieht.

      Ich kann mir aber vorstellen, dass viele im Kreis anderer Seelengebundener ebenfalls feiern wollen, aber nur wenn beide dazugehören oder der "Normalsrerbliche" das Geheimnis seines Partners kennt. Man kann diesen Brauch auch durchführen, wenn man in der "realen Welt" nicht verheiratet ist. Entweder weil man nicht möchte oder das Land und die Kultur, in der man lebt, es nicht erlaubt, wie etwa bei gleichgeschlechtlichen Paaren.

      Auch hier kennt man Traditionen und das Symbol des Bands ist besonders wichtig. Statt beispielsweise Ringe auszutauschen verbindet man die Hände der beiden mit bunten Bändern. Die rechten Hände der Liebenden sind miteinander verbunden, die Linke ist an die Pfote des Tiergeists gebunden. Wichtig ist, dass sich diese Verbundenheit nicht scheiden lässt, da die Bänder symbolisch für Seelenverwandtschaft stehen und im Ritual bestätigt werden muss, dass die Entscheidung aus freiem Willen geschieht und gut überlegt ist. Nochmals darf nur in dieser "Gesellschaft" geheiratet werden, wenn der Partner verstirbt und eine Trauerzeit eingehalten wird. Man muss aber Lebzeit ein symbolisches Armband als Erinnerung an den Partner tragen, um zu zeigen, dass die Verbindung nicht einfach vergessen ist. Bzw. kann man dazu nicht gezwungen werden, man "tut es eben".
      Das Mindestalter ist unterschiedlich von Region zu Region, liegt aber meist zwischen 16 und 18, denke ich.

      Priester gibt es keine, die Bänder legen die besten Freunde des Paars an, ähnlich der Trauzeugen und das Paar kniet einander gegenüber. Im Gegensatz zu vielen Hochzeiten in bekannten Kulturen, zieht man sich nicht schön, sondern sehr bescheiden an, um zu zeigen, dass das Paar im Mittelpunkt steht und nicht der Prunk und nicht die Geschenke. Hier sind sowieso, wenn überhaupt, nur Kleinigkeiten erwünscht. Da es keine Mitgift und/oder nur Geschenke gibt, für die sich der Aufwand nicht lohnt, ist auch ziemlich sichergestellt, dass man eine Liebesheirat eingeht. Für Besitz, Kindersegen bei heterosexuellen Paaren und alles andere ist die "reale Welt" zuständig.
      Bei dem Gewand denk ich an ein sehr schlichtes langes Kleid für die Frauen und einfache Hemden und Hosen für die Männer, nur nicht prunkvoll, allerdings nicht in Weiß, Farbe weiß ich noch nicht, aber Weiß steht für Jungfräulichkeit und das soll auch eine Angelegenheit der alltäglichen Welt bleiben. Jungfräulichkeit geht hier offiziell keinen was an, Treue allerdings ist ausdrücklich erwünscht, wenn man erst einen Bund eingeht.
      Manche legen in der Zeremonie noch symbolisch ein Schloss um die Bänder an.

      Ich denke, je nachdem in welchem Land man feiert, nimmt die Feier Züge der hiesigen Kultur an. Daher gibt es noch oft den üblichen Hochzeitskuss und so.
      Früher war diese Feier bei vielen Tiergeistgebundenen auch nur Mann und Frau vorgesehen, bei vielen Gemeinschaften hat sich das geändert, längst nicht bei allen.
    • 1402 Tage später...

      °'°'°'°'°'°'°'°'°'°'
      Dieser Beitrag enthält Informationen über die LBW.
      Da ich die Namen in dieser Welt aus der Sprache ableiten will, und die
      Sprache noch nicht weit genug gebastelt ist, sind bisher für alle Namen
      Platzhalter verwendet. Diese Platzhalter werden, sobald möglich, durch
      die echten Namen ersetzt.

      Mara schrieb:

      1. Gibt es Ehe? (Ethnofasel am Rande: gibt es fast überall auf der Erde)
      Sowohl in Lyz, als auch im Wüstenreich, als auch bei den Waldstämmen gibt es eine Art der Ehe.

      Mara schrieb:

      2. Wer darf wen heiraten und warum? Standesunterschiede, Liebeshochzeit, Politik, nur zwei auf einmal oder Polygynie/Polyandrie/Polyalles? Warum heiratet man überhaupt und lebt und schläft nicht einfach so miteinander? Muss man die Verwandtschaft bei der Partnerwahl bis in den Siebten Grad meiden oder die matrilaterale Kreuzcousine ehelichen?
      Wer darf wen heiraten?

      Lyz: Adelige heiraten Adelige und Bürger heiraten Bürger. Ehen zwischen Adel und Bürgertum sind nur in den unten erwähnten Ausnahmen möglich. Vorgeschlagen werden die Partner von den Eltern, die Verlobten müssen ihrer Verlobung jedoch zustimmen. Sind die Eltern verstorben, spricht man selbst mit den Eltern des-/derjenigen, den/die man gern heiraten würde. Sind auch deren Eltern tot, findet das Verlobungsgespräch nur zwischen den zu Verlobenden statt, wobei hierbei oft der Rat eines Geistlichen eingeholt wird.

      Wüstenreich: Adelige Männer heiraten Adelige Frauen, in Ausnahmen auch bürgerliche Frauen. Bürgerliche Männer heiraten Bürgerliche Frauen, ohne Ausnahme. Die Ehen werden hier auch durch die Eltern arrangiert, wobei die Kinder kaum eine eigene Entscheidung haben. Nur, wenn sie sich 100%ig gegen die Ehe sind, werden sie nicht verlobt. In dem Fall befinden sie sich bis zur tatsächlichen Hochzeit in einem Zustand zwischen Kindheit und Erwachsensein.

      Waldstämme: Nach dem Erwachsenenritual sucht sich die Frau den Mann aus. Ist er einverstanden, wird geheiratet. Keine Standesunterschiede.

      Polygamie?

      Lyz: Nein, Ehen sind hier rein monogam. Die einzigen Ausahmen sind in wenigen polytheistischen Konfessionen, die nur in der fünften Zeitlinie existieren.

      Wüstenreich: Offiziell nicht, doch kann es in den Herrscherhäusern vorkommen, dass ein Mann, der keinen männlichen Nachkommen hat, eine Zweitfrau dafür nimmt.

      Waldstämme: Nein.

      Warum heiraten?
      Lyz/Wüstenreich/Waldstämme: Die Ehe wird als Einheit zwischen Mann und Frau gesehen, durch die die Erblinie beider fortgesetzt wird. Sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe sind gesellschaftlich und kulturell nirgendwo anerkannt.

      Verwandschaft und Partnerwahl?
      Lyz (Adel): Ehen zwischen zwei Adeligen sind nur möglich, wenn ihre Clans nicht auf weniger als vier Generationen miteinander verwand sind. Kann eine Ehe auf diese Weise nicht mehr gewährleistet werden, tritt die oben genannte Ausnahme der Ehe zwischen dem Adeligen und einer Bürgerin in Kraft, wobei die Bürgerliche durch die Hochzeit in den Adel gehoben wird.

      Lyz (Bürgertum): Die Partner dürfen auf vier Generationen nicht verwand sein. Das bedeutet aber nicht, dass sie versuchen, so nah wie möglich zu heiraten.

      Wüstenreich: Cousins ersten und zweiten Grades, sowie nähere Verwandte sind tabu. Ein männlicher Adeliger kann notfalls aufs Bürgertum ausweichen, Bürger müssen bei unzureichender verwandschaftlicher Distanz auf die Ehe verzichten (was nur in sehr isolierten Dörfern vorkommt, wenn überhaupt).

      Waldstämme: Regelungen gibt es, die Frauen werden sich jedoch hüten, nahe verwandte zu heiraten.

      Mara schrieb:

      3. Wer hat die Entscheidungsbefugnis? Die Leute selber, ihre Eltern, eine Priesterschaft...
      Lyz: Die Eltern/andere Verwandte/Geistliche schlagen die Partner vor, die jedoch die Verlobung aus freiem Willen bestätigen müssen. "Erzwungene" Ehen sind ungültig und müssen nicht einmal annuliert werden.

      Wüstenreich: Beim Adel verloben die Eltern, sind diese verstorben, übernehmen Kleriker ihre Aufgabe. Beim Bürgertum entscheiden ebenfalls die Eltern bis zu ihrem Tod, danach liegt es an den Kindern selbst. Wer die eigenen Eltern ermordet, verliert das Heiratsrecht.

      Waldstämme: Die Initiative liegt bei der Frau, der Mann muss jedoch zustimmen.

      Mara schrieb:

      4. Jetzt wird's spannend... wie läuft das denn so ab? Werden Gänse verschenkt, Bräute entführt, Salz geworfen, Hände gebunden, Ringe verschenkt oder Haare geschnitten und warum?
      Lyz: Die Familie der Frau gibt ihr eine Mitgift in die Ehe mit. Die Eheschließung findet in einer Kirche oder im Freien statt, letztere Option wird meist im Sommer und/oder bei einer Anzahl an Gästen gedacht, die nicht in die Hallen der Kirchen passt. Sowohl im Adel als auch im Bürgertum ist es üblich, dass der ganze Clan dabei ist - oder zumindest ein repäsentativer Teil. Das Brautpaar trägt während der Zeremonie weiß, die Frau zusätzlich Juwelen (wenn sich die Familien es leisten können). Es werden "Zwillingsringe" getauscht, zwei identische Ringe (die sich nur in der Größe unterscheiden können), die jedoch einzigartig im Vergleich zu anderen Ringen sind. Eingraviert sind meist die Namen beider Partner und - wenn die Familien es sich leisten können - die Eheversprechen.

      Wüstenreich: Hier ist die Eheschließung teil des Prozesses des Erwachsenwerdens [siehe: Zweiundvierzigstes Speedbasteln Volljährigkeit (Erwachsen erwachen)]. Die eigentliche Hochzeitszeremonie beinhaltet das Treueversprechen der Frau, gefolgt vom Eheversprechen des Mannes. Abschließend übergibt die Frau dem Mann den Siegelring der Familie, woraufhin er ihr eine Halskette anlegt.

      Waldstämme: Hat die Frau sich einen Mann ausgesucht, und dieser die Verlobung angenommen, gehen die beiden umgehend zum Dorfältesten. Dieser bindet die Handgelenke der Verlobten aneinander und gibt ihnen den Segen der Natur. Optional können sie sich noch Eheversprechen, was sie meist tun.

      Mara schrieb:

      5. Die Konsequenzen. Wer lebt wo, was ist mit den Kindern, kann man sich auch wieder trennen, wird die Ehefrau zum Ahnengeist der Familie ihres Mannes?
      Lyz/Wüstenreich/Waldstämme: Die Familien leben zusammen, die Kinder werden von beiden erzogen, wobei im Wüstenreich der Vater und bei den Waldstämmen die Mutter das letzte Wort hat. Scheidungen gibt es nicht.

      Elatan schrieb:

      Wenn das Kind stirbt, ist die Ehe nicht richtig geschlossen und man ist nicht verheiratet. Oft wird der Tod des Kindes als Omen angesehen, dass man nicht zusammengehört und keine Ehe führen sollte.
      Wie lang muss das Kind überleben, damit die Ehe bestehen bleibt?
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