[Welten - Wichteln] ENDLICH IST ES SOWEIT!

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  • [Welten - Wichteln] ENDLICH IST ES SOWEIT!

    So! Es ist punkt 0 und ich habe endlich auch den letzten "Wichtellink" verschickt! Jeder kann jetzt seine Post abrufen und kriegt ein Geschenk nach hause geliefert :)

    Ich bin mit dieser Aktion sehr zufrieden, da wirklich viele Leute mit gemacht haben und niemand leer ausgegangen ist.
    Dafür möchte ich mich bei allen Teilnehmern bedanken, einmal dafür dass sie überhaupt mit gemacht haben :festknuddel: und dafür dass sie es auch wirklich durchgezogen haben :umarm:

    Ich möchte auch besonders Teria danken, die als Hilfswichtel eingesprungen ist :kuschel:

    Ich bin fest entschlossen, in einem Jahr wieder eine Wichtelei zu veranstalten und vielleicht machen dann ja sogar noch mehr Leute mit! Mir hat es auf jedenfall viel spass gemacht, auch wenn das organisieren teilweise etwas stressig war (sorry für mein antreiben... %-) :peitsch: )

    Aber jetzt zu dem was uns wirklich interessiert *ähem* ;D

    GESCHENKE! :sabber:

    Postet doch bitte hier euren Wichtellink, um den anderen euer Geschenk zu zeigen! Mal sehen ob ihr herausfindet, wer euch beschenkt hat ;) Frohes raten.

    everengine.de/wichteln/minne111/

    Das ist übrigends mein Link, vielen dank Gerbi (ich als organisator weiss natürlich schon alles vorher... ha-ha ;)) für dieses coole Vieh ;D
    Ich weiss zwar nicht ob ich das ding irgendwo sinnvoll unterbringen kann, aber herzhaft gelacht habe ich auf jeden fall! *g*

    *läuft mal mit (ähem..) aufgeblasenem rüssel durch die gegend*

    Gibst du mir den Namen nochmal in Lautschrift? :hmm:
  • Ich hab was für Ingnir bekommen, 6 Haustiere:klatsch:
    everengine.de/wichteln/heinrich334

    edit:
    dann auch mal meinen Text:
    Hallo Heinrich!
    Da man ‚Wichteln’ hierzulande auch als ‚Krabbelsack’ bezeichnet, hatte ich die naheliegende Idee, dir etwas Tierisches zu basteln, und weil es im Krabbelsack dunkel ist, sind 6 Tiere für Ingnir draus geworden. :-)

    Augen-Lich

    Der Augen-Lich, den man auch Fhaing oder Totvogel nennt, ist ein Raubvogel, der in den Sümpfen Ingnirs lebt, und bei dem die Evolution einige seltsame Wege gegangen ist.
    Mit dem Begriff ‚Lich’ verbindet man in erster Hinsicht ein mächtiges untotes Wesen, daß aus eigenem Willen starb, um so mehr Macht zu erlangen.
    Der Fhaing ist jedoch auf keinen Fall ein untotes Wesen, er hat seinen Namen nur aufgrund seiner ungewöhnlichen Schlüpfweise.
    Fhaing sind androgyne Lebewesen, die mit vier Jahren ausgewachsen sind, und sich mit etwa sechs Jahren auf die Suche nach einem Partner machen.
    Nach der Paarung treibt der Instinkt die beiden Fhaing auseinander, während in jedem von ihnen ein Ei heranreift. Ein Teil der Vögel, meist die besser genährten Exemplare, trägt Zwillinge aus. Da die Sterberate der Tiere vor der gelungenen Fortpflanzung gering ist, ist das Überleben der Gattung gesichert.
    Jedes Ei hat eine gallertartige Hülle und wird nicht gelegt, sondern vom Vogel wochenlang mit sich herumgetragen. Sobald das Ei eine bestimmte Größe und damit Reife erlangt hat, zieht sich der Elternvogel an einen sicheren Platz zurück und produziert einen chemischen Botenstoff, der seine Hautzellen so lange zur Verdickung anregt bis der Fhaing daran stirbt. Zu dem Zeitpunkt ist seine Haut schon so stabil, daß sie eine wärmeisolierende Schicht bildet, die die Temperatur der Umgebung annimmt und den toten Vogel samt Ei so für die Wärmesensoren anderer Tiere unsichtbar macht. Für das Fhaingküken, das bereits einen kräftigen, spitzen Schnabel besitzt, beginnt nun die wichtigste Wachstumsphase. Es bohrt sich ein Atemloch, durch das es in regelmäßigen Abständen Luft holt, das aber jedesmal sorgfältig wieder verschlossen wird. Während das Küken nun innerhalb von drei Wochen heranwächst, höhlt es die schützende Schale von innen her aus, bis diese nur noch eine Hülle ist und ihm keine Nährstoffe mehr bietet.
    Dann bricht das Küken aus dem schützenden Kokon aus und unternimmt seine ersten Streifzüge, kehrt jedoch noch mehrere Male zu der isolierenden Hülle zurück, um sich darin vor anderen Raubtieren zu verbergen.
    Wenn es die gefährliche Zeit des Heranwachsens übersteht, ist aus dem Lichvogel ein geschickter Jäger geworden. Gefressen werden zum einen andere Vögel und deren Eier und zum anderen die Bewohner der Randzonen und der Oberflächenregionen der Sumpflöcher, von denen die meisten ein paar Zentimeter tief im Schlamm oder schlammigen Wasser leben und ab und zu an die Oberfläche kommen, um Luft zu holen oder schneller von A nach B zu kommen. Besonders zu nennen wären Schlickschnecken, Schlammläufer, Lungenfische und Morastkalmare.
    Fhaing haben eine Jagdtaktik, die ihnen nur wenige nachmachen können:
    Sie besitzen sozusagen eine eingebaute Taschenlampe. In der vorderen Schädelhöhle sitzt das Lumonidum, das Organ, das den Fhaing eine Art Sehen ermöglicht, und direkt mit seinen ‚Augen’ verwachsen ist.
    Wenn der Fhaing auf der Jagd ist, bläht sich ein Hautsack direkt über seiner Stirn mit Gasen auf, und durch deren Kontakt mit Drüsensekreten kommt es zu einer Lichtreaktion. Die Augeninnenhöhle reflektiert und verstärkt dieses Licht, und durch bewegen der Augenmuskeln und Nutzung der Pupille als Linse kann der Fhaing gezielt steuern, wohin er den Strahl seines Augenlichts lenken will. Der Lichtkegel trifft auf ein Hindernis, reflektiert die Strahlung, und die spezialisierten Nervenzellen im und um den Augenbereich melden die Ergebnisse ans Gehirn weiter.
    In der Regel kreist der Augen-Lich so lange über seinem Revier bis er eine lohnende Beute erspäht hat, und behält sein Opfer so lange im Visier, bis er es durch einen gewagten Sturzflug gefangen hat. Mit dieser Taktik ist er sehr erfolgreich.
    Da seine Beutetiere gegen seine Jagdtaktik bisher noch keine ausreichenden Schutzmechanismen entwickelt haben, hat der Lich-Vogel bisher ohne Probleme überlebt. Einzig die Schlickschnecken haben in den letzten Jahrzehnten begonnen, sich beim Aufenthalt in freiem Gelände mit dem einen oder anderen abgefallenen Blatt zu bedecken. Wann jedoch ein Angriff kommt, können die Schlickschnecken nicht ahnen, denn wie die meisten Tiere können das auf sie gerichtete Licht nicht wahrnehmen. Und zur Wärmeortung oder zur Erfassung durch Elektroortung schwebt der Fhaing zu hoch über dem Wasser.

    Otremore

    Ein Nahrungskonkurrent des Fhaing ist der ingnirsche Otremor, der links und rechts am Hinterkopf je drei schlanke tentakelähnliche Fortsätze hat, die ungefähr halb so lang sind wie sein schmaler, mit gummiartigen Schuppen besetzter Körper. Mit Hilfe der Schwimmhäute an seinen breitgefächerten Pfoten und Füßen kommt er im Sumpf gut voran. Bei der Orientierung helfen ihm Sinneshärchen, die zwischen den Schuppen seines Kopfes hervorragen. Diese hochempfindlichen Sinneshärchen ermöglichen ihm die Ortung der elektrischen Felder der anderen Sumpfbewohner im Umkreis von ca. drei Metern.
    Ist eine Beute erspäht, schleicht sich der Otremor an und setzt seine Kopftentakel ein, mit denen er Stromstöße erzeugen kann. Er wirft den Kopf nach unten, wodurch die Tentakel schwungvoll nach vorne geschleudert werden und das Opfer berühren. Kleine Tiere sind sofort tot, andere sind betäubt und müssen mehrmals getroffen werden. Läßt es die Größe der Beute zu, so packt der Otremor sie, holt noch einmal tief Luft und verschwindet zum Schmausen in der Tiefe des Sumpflochs.

    Schlickschnecken
    Es handelt sich dabei um riesige platte Nacktschnecken, die sich meist auf der Oberfläche treiben lassen oder sich mit ihren kräftigen fühlerartigen Fortsätzen von Pflanze zu Pflanze ziehen. Mit Hilfe der Fühler können sie auch an seichten Tümpelrändern entlangstaken. Droht Gefahr, rollt sich eine Schlickschnecke blitzschnell zu einer luftdichten Kugel zusammen, peitscht mit ihren Fühlern um sich, bis sie sich um die Zweige der nächsten Pflanze wickeln, und schleudert sich dann mit einer für dieses kleine Tier gewaltigen Muskelanstrengung in Sicherheit.

    Schlammläufer
    Das sind kleine Insekten, deren Beine nichts anderes als kleine Boote aus Chitin sind. Sie setzen ihre Stummelflügel als Propeller oder Außenbordmotor ein. Daß sie dabei das Wasser genug aufwühlen, um Räuber auf sich aufmerksam zu machen, wird durch die erreichte Schnelligkeit einigermaßen ausgeglichen.

    Ingnirische Lungenfische
    bewegen sich mit ihren Paddelflossen von Tümpel zu Tümpel. Sie sind jedoch schneller als die Lungenfische der Erde, können länger an Land bleiben und haben nie gelernt, sich Nester aus Schleim zu bauen, um Trockenzeiten zu überstehen. Einfach deshalb nicht, weil es auf Ingnir keine Austrocknungsgefahr gibt, und die Luftfeuchtigkeit stets hoch und relativ konstant ist. Sie haben sogar spezielle Drüsen entwickelt, über die sie Duftstoffe abgeben und dadurch mit ihren Artgenossen in Kontakt treten können.

    Morastkalmare
    ähneln unseren Kalmaren vom Aussehen her, und bewegen sich fort, indem sie dem Schlamm Wasser entziehen und es von sich weg spritzen. Sie sind Kaltblüter, die ihre Körpertemperatur stets der Umgebung anpassen. Gegen ihre Feinde im Wasser ist das ein guter Schutz, dem Fhaing ist das jedoch herzlich egal.
    -10,5 23 ∑ π
  • *hat eine Untergruppierung für seine Mechler bekommen*

    [Edit] Und da ich es irgendwie leid bin mich bei jedem immer durch die Seiten durchzuklicken poste ich ganz einfach den Text. :-)

    Vor etwa 300 Jahren haben sich ein paar Mechler zusammen getan, die in dem Archiv arbeiteten, in dem die verbotenen Technologien aufbewahrt werden. Sie konnten nicht mehr sehen, wie die Technologien ungenutzt im Archiv verschwanden und bauten heimlich ein zweites Archiv, in das sie Kopien der eingehenden Technologien brachten. Dort versuchten sie auch, diese Technologien nutzbar zu machen.
    Das ganze konnte aber nicht ewig gut gehen. Einem aus ihrer Mitte gefielen die Machenschaften dieser Gruppe immer weniger und verriet sie. Daraufhin fand ein Untergrundkrieg statt. Die Mechler verloren diesen Krieg jedoch, da ihre Technologie nicht so weit war wie die der Technutzer. Also wurde Code9 begründet. Diese Gruppe durfte über Technologien verfügen, die sonst keiner nutzen durfte. Mit der Gründung von Code9 begann eine Hetzjagd auf die Technonutzer, bei der fast alle starben.
    Aber ein paar hatten es geschafft unterzutauchen. Sie bekamen Kinder, die sie in die Technologien einwiesen. Somit leben die Nachkommen immer noch weiter und haben sich hauptsächlich auf Tarnung und Spionage spezialisiert. Und auch Code9 existiert bis heute, da es immer wieder den ein oder anderen unvorsichtigen Technonutzer gibt, der den Mechlern klar macht, dass sie immer noch existieren, und Code9 somit immer noch benötigt wird.
    Please remember the impotence of proof reading before posting.
  • RE: [Welten - Wichteln] ENDLICH IST ES SOWEIT!

    Ich hab den "Fels der vier Gesichter" bekommen, der im Gebiet der Ishia steht.

    everengine.de/wichteln/shay092/

    Hm, da hat mir gerade jemand ganz fies ein neues Volk untergejubelt. ;)
    Irgendwie passt das ja zu nix, was ich bis jetzt geplant hatte. Jetzt werde ich mir eine erklärung ausdenken müssen.

    Bis jetzt hab ich nicht den blassesten Schimmer von wem das ist.

    edit: Gute Idee, Lakyr:
    Der Fels der vier Gesichter

    In den Weiten der nördlichen Ebenen Apaconors, im Stammesgebiet der Grasmeer-Ishia, dort wo sich kein Baum, kein Strauch, kein Hügel erhebt, wo nur flaches Land sich erstreckt so weit das Auge reicht, unterbricht ein Gebilde aus Stein die Eintönigkeit: Eine steinerne Säule, eine Felsnadel, so hoch wie drei ausgewachsene Männer und von einem Umfang, dass es vier Männer braucht, sie an ihrer Basis zu umfassen. Wie ein Baum verwurzelt in der Erde steht diese Säule in der Landschaft wohl schon seit Urzeiten, verwittert und abgeschliffen von Wind und Regen und mit Flechten und Moosen bewachsen. Jedoch lässt sich noch immer problemlos erkennen, dass der Fels einst von kunstfertiger Hand bearbeitet und gemeißelt wurde.
    Die Säule weist grob gesehen eine quadratische Grundfläche auf, jede Seite ist exakt einer Himmelsrichtung zugewandt. Je ein mannshohes Gesicht ist in jede Seite der Säule eingemeißelt. Die Gesichter tragen fremdartige Züge: Die Nasen wirken klein und flach, die Augen sind mandelförmig und stehen leicht schräg, die Stirnen sind hoch gewölbt und kahl, geschmückt von Diademen und Stirnreifen, deren genauere Details sich nicht mehr ausmachen lassen. Die Ohren sind lang nach unten gezogen und tragen tellergroße räderartige Gebilde mit Speichen an den Ohrläppchen. Auf den ersten Blick wirken die vier Gesichter einander ähnlich, wenn nicht gar gleich, jedoch merkt man bei genauer Betrachtung, wie sich die Gesichtszüge zu verändern beginnen: Die Augen in den dunklen Höhlen scheinen den Betrachter zu verfolgen und die Mundwinkel beginnen sich zu verziehen. Das nach Süden blickende Gesicht nimmt einen grimmigen, wütenden Ausdruck an, auf der Ostseite verzieht sich das Gesicht zu einem schalkhaften freudigen Grinsen, während das westliche Gesicht von Trauer und Verzweiflung ergriffen ist. Das Gesicht im Norden bleibt jedoch stets von träger Gelassenheit geprägt.
    Nicht einmal die Ältesten der Ishia können sich an die Erbauer der Säule erinnern, geschweige denn an den Zweck dieses Objektes. Eine Kultur, die schon längst vergangen war, als die Ishia einst dieses Land besiedelten, muss die Säule errichtet und ihr Geheimnis mit sich in die Vergessenheit genommen haben.
    Nur selten einmal kommen die Ishia an diesen Ort. Besonders in gewittrigen Nächten sieht man fahle Lichter und Blitze die Säule entlang wandern. Die Weisen sagen, Geister kämen dann aus den Mündern der Gesichter und verbreiteten die Stimmungen der vier Gesichter (Wut, Fröhlichkeit, Traurigkeit, Gleichgültigkeit) unter den Menschen.
    Wenige Ishia benutzen den Fels der vier Gesichter als eine Art Orakel, indem sie mit verbundenen Augen um die Säule herum wandern, währenddessen ihre Frage stellen und an dem Gesicht, dem sie schließlich gegenüberstehen eine Tendenz für die Zukunft festzustellen versuchen.


    Ich muß übrigens ein Wort aus dem Text rausnehmen. Die Säule muß wohl von den Vorfahren der Mai San stammen, aber dann ist ihr Reich nicht "längst" vergangen, als die Ishia in das Gebiet kommen, sondern vielelcht gerade mal 100 Jahre oder so. Reicht auch ;)
    Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?
  • everengine.de/wichteln/teria029/

    - ich komm bloß nch nicht dran, weil ich erst noch eine passende Acrobat Reader Version finden muß... *in CDswühl*

    [edit]
    Dann setz ich die Geschichte mal hier rein, sie ist ganz schön lang! *froi*

    Der Geistervogel
    oder wie die Könige Ryondars zu ihrem Wappentier kamen

    Man schrieb das Jahr 900 ndL, als Ostars und Denivas Mutter starb.
    Es war ein lauer Frühlingsmorgen und die Sonne hatte Guillis’ bleiches Gesicht einen zarten Schimmer von Leben aufgehaucht, während sie ihre letzten Atemzüge machte. Seit Wochen hatte sie das Bett nicht mehr verlassen und kein Heiler hatte ihren Schmerzen Einhalt gebieten können. Gegen die Krankheit, die Guillis heimsuchte, waren sie alle machtlos.
    Schließlich hatten sich die Familienangehörigen nach und nach von Guillis verabschiedet, als klar wurde, dass sie ihre Augen nicht mehr öffnen würde, doch Ostar weigerte sich seine Mutter gehen zu lassen. Als Jäger konnte er nicht akzeptieren, dass seine geliebte Mutter durch etwas sterben sollte, das er nicht sehen und somit auch nicht bekämpfen konnte.
    Doch sein Trotz reichte nicht aus, um die Mutter im Diesseits zu halten. Mit einem letzten Aufbäumen ihres ausgezehrten Körpers verließ sie die Welt der Sterblichen für immer.
    Ostar, der seit Tagen nicht mehr von ihrer Seite gewichen war, schrie verletzt auf und verfluchte das Schicksal, das ihm seine Mutter entrissen hatte. Schluchzend brach er vor ihrem Bett zusammen und weinte bis er keine Tränen mehr hatte. Als er sich wieder aufrichtete, um seine Mutter ein letztes Mal in das einstmals so schöne Gesicht zu blicken, streifte sein Blick die Fensterbank. Er erstarrte in der Bewegung.
    Ein Vogel hatte sich darauf niedergelassen; ein Vogel den er kannte, aber noch nie in einem weißen Federkleid gesehen hatte. Seine roten Augen blickten ihn spöttisch an – fast so, als wollte er sich über den weinenden Sohn lustig machen. Dann richtete sich der Blick der rotglühenden Augen auf Guillis und mit einem durchdringenden Schrei stieß er sich vom Fensterbrett ab und verschwand in den Wolken.
    Ostar glaubte nun zu verstehen: es war dieser unselige Vogel gewesen, der dieses Leid über seine Mutter gebracht hatte. Und wenn er es sich recht überlegte, dann hatte er ihn in den letzten Wochen bereits mehrmals im Zimmer seiner Mutter gesehen. Er war nur immer zu besorgt um sie gewesen, um den Vogel wirklich zu erkennen.
    Schwerfällig, aber entschlossen, stand er auf und trat noch ein letztes Mal zu seiner Mutter ans Bett. Er drückte ihr einen, von den vergossenen Tränen, salzigen Kuss auf die Stirn, bevor er heiser flüsterte: „Ich hole dir deine Seele zurück Mutter. Dieser Vogel soll sie nicht bekommen.“
    Mit diesem Schwur auf den Lippen wendete er sich ab und verließ das Zimmer seiner toten Mutter. Jeder, der ihm in der Burg begegnete, schreckte unweigerlich vor ihm zurück, denn sein aufgedunsenes Gesicht und die rotgeränderten Augen, die entschlossen und wütend zugleich dreinblickten, verhießen nichts gutes.
    So widersprach ihm auch niemand, als er seine Männer zu den Waffen rief und zum Aufbruch mahnte. Selbst sein Vater traute sich nicht ihm zu widersprechen, als er den Grund für seines Sohnes Reise erfuhr. Wenn er jünger gewesen wäre, hätte er ihn wahrscheinlich sogar begleitet, aber seine Tochter brauchte ihn. Er konnte sie – der gesamten Familie beraubt – nicht einfach zurück lassen. Und sie mit auf die Suche nach dem Geistervogel zu nehmen, war undenkbar.
    So sah Ivor tatenlos zu, wie sein Sohn hinauszog, um den Vogel zu töten, der die Seele seiner Mutter gestohlen hatte.
    Jahre zogen ins Land, in denen er nichts von seinem Sohn sah oder hörte. Er schien wie vom Erdboden verschluckt zu sein, denn niemand wusste wo der Sohn des Königs abgeblieben war. Ivor begann daran zu zweifeln, dass der Vogel wirklich die Seele seiner geliebten Frau mit sich genommen hatte und er wünschte sich nichts sehnlicher, als seinen Sohn wieder an seiner Seite zu wissen. So ließ er überall im Land verkünden, dass sein Sohn nach Hause kommen sollte, denn er fühlte sein Ende nahen und wollte im Kreise seiner Lieben sterben.
    Seine Tochter Deniva hatte bereits einen Ehemann gewählt und er wünschte, dass auch sein Sohn in den Hafen der Ehe einlief, um das Geschlecht der ryondarischen Könige zu sichern. Doch es sollten abermals zwei Jahre vergehen, bis der Ruf des Königs seinen Sohn erreichte und er endlich wieder auf die Burg zurückkehrte.
    Lange hatte Ostar mit sich gerungen ob er vor die Augen seines Vaters treten konnte, denn er hatte den Vogel selbst nach Jahren erbitterter Suche nicht finden können und es stand zu befürchten, dass er sein kurzes Vogelleben bereits ausgehaucht hatte und somit die Seele seiner Mutter für immer verloren war. Seine Männer waren über all die Jahre tapfer bei ihm geblieben, doch schließlich hatte er eingesehen, dass er sie nicht länger ihren Familien vorenthalten konnte. So waren sie gemeinsam an den Hof des Königs zurückgekehrt, wo sie jubelnd empfangen wurden.
    Ostar stellte sich der jubelnden Menge und machte gute Miene zum bösen Spiel, doch als er seinem Vater gegenüber trat, fiel er vor ihm auf die Knie und bat ihn in aller Form um Vergebung. Der König gewährte sie ihm – ohne weiter darüber nachzudenken, denn für ihn zählte einzig und allein die Tatsache, dass er seinen Sohn wieder in die Arme nehmen konnte.
    Und als ob nichts gewesen wäre, vermählte er ihn noch am selben Tag mit Kestara Selyr.
    Ostar war viel zu überrascht, um sich dieser Vermählung zu widersetzen und in den müden Augen seines Vaters erkannte er, dass er auch gar keine andere Wahl hatte. Zu lange hatte er ihm Sorgen bereitet und ihm die so sehnsüchtig erwartete Hochzeit jetzt auszureden, hätte wohl seinen sofortigen Tod zur Folge gehabt.
    So fügte sich Ostar in sein Schicksal, während er immer noch mit sich haderte. Dass er die Seele seiner Mutter nicht hatte retten können, lag wie eine Zentnerlast auf seinen Schultern und es verging kein Tag, an dem er sie nicht um Vergebung bat.
    Doch von alldem ahnten seine Frau, sein Vater und seine geliebte Schwester nichts. Für sie stand die Vergangenheit unverrückbar fest und so kümmerten sie sich nicht weiter darum. An manchen Tagen hasste er sie richtiggehend dafür, weil ihnen das Schicksal von Guillis Seele so wenig bedeutete. War er denn der einzige, der sie wirklich geliebt hatte?
    Er sollte diese Frage niemals beantwortet bekommen, denn bis zum Tod seines Vaters sprach dieser niemals wieder von seiner einstmals so geliebten Frau. Erst am Sterbebett vertraute er seinem Sohn an, dass er nicht glaubte, dass der Vogel die Seele seiner Frau mit sich genommen hatte. Ostar solle Frieden finden und endlich aufhören sich selbst Vorwürfe zu machen. Doch bevor er seinem Sohn dieses Versprechen abnehmen konnte, hauchte er sein Leben aus. So blieb Ostar erneut allein und verletzt zurück.
    Sollten die Worte seines Vaters wirklich zutreffen? Sollte er sein Leben einem Ziel gewidmet haben, das er gar nicht erreichen konnte, weil es nicht existierte?
    Ostar wusste nicht was er glauben sollte, doch tief in seinem Unterbewusstsein weigerte er sich seinem Vater zuzustimmen.

    Und so zogen die Jahre ins Land.
    Während er und seine Frau kinderlos blieben, schenkte seine Schwester zuerst einem Sohn und dann einer Tochter das Leben. Ostar liebte seinen Neffen Castal, als wäre er sein eigener Sohn und so kümmerten er und seine Frau sich rührend um den kleinen Jungen, als die kleine Lariel auf die Welt kam.
    Deniva hatte schon während der Schwangerschaft immer wieder Probleme gehabt, so dass klar war, dass es keine leichte Geburt werden würde. Um so erleichterter waren die Burgbewohner, als nach zwei bangen Tagen endlich verkündet wurde, dass Mutter und Tochter wohlauf seien. Dennoch bekamen die beiden viele Wochen lang nur ihre engsten Vertrauten zu Gesicht. Selbst ihr Bruder und ihre Schwägerin hatten keinen Zutritt zu ihren Gemächern.
    Doch da diese vollauf damit beschäftigt waren sich um den kleinen Castal zu kümmern, fiel ihnen das weiterhin kaum auf.
    Letztendlich war es dann aber doch soweit. An einem strahlenden Sommertag traten Deniva und ihr Mann vor die Bewohner der Burg und ließen ihre kleine Tochter Lariel hoch leben.
    Doch der Jubel verebbte, als sie des kleinen Mädchens ansichtig wurden.
    Ihre Haut war so weiß wie die Wolken am Himmel und überhaupt wirkte sie recht dünn und kränklich. Erst als sie den ersten Schock überwunden hatten und sich ihrer Treue wieder bewusst wurden, brach großer Jubel aus.
    Auch Ostar und seine Gemahlin beglückwünschten die jungen Eltern zu ihrer kleinen, bildhübschen Tochter. Mit Nachdruck versicherten sie, dass sie schon noch kräftiger werden würde und dem Königshaus viele Nachkommen schenken würde.
    Deniva und ihr Mann nahmen diese Glückwünsche zurückhaltend entgegen und wollten schon wieder die Sicherheit ihrer eigenen Gemächer aufsuchen, um sich auszuruhen, als das kleine Mädchen in Denivas Armen doch noch die Augen öffnete.
    (Bisher hatte es trotz des Lärms so ausgesehen, als ob die Kleine seelenruhig schlafen würde.)
    Gleichzeitig hörte man ein lautes Krächzen in der Luft und die Bewohner der Burg, die sich schon wieder ihrer täglichen Arbeit hatten zuwenden wollen, suchten mit neugierigen Blicken den Himmel ab. Ein Raunen ging durch die Menge, als sich ein weißer Rabenvogel mit stechend roten Augen auf Denivas Schultern niederließ.
    Ostar keuchte erschrocken auf. Die Augen seiner Nichte waren so glutrot wie die des weißen Vogels. Doch was noch viel schlimmer war: er glaubte den Vogel auf Denivas Schulter zu erkennen. Er glich dem Vogel, der die Seele seiner Mutter gestohlen hatte, bis auf die letzte Feder.
    Als Ostar sich schließlich von seinem ersten Schrecken wieder erholt hatte, überschlug sich seine Stimme fast, als er nach Pfeil und Bogen rief. Einer seiner Männer war auch sofort an seiner Seite und reichte sie ihm, doch Denivas Mann ging energisch dazwischen.
    Er verbot Ostar dem Vogel auch nur eine Feder zu krümmen. Er habe der kleinen Lariel das Leben gerettet. Die Kleine hatte nicht angefangen zu atmen, als sie den Bauch ihrer Mutter verlassen hatte. Hebammen und Eltern hatten schon befürchtet, dass sie sterben würde, bevor sie auch nur gelebt hatte. Doch dann war der weiße Vogel gekommen und hatte seinen durchdringenden Schrei hören lassen.
    Die kleine Lariel war davon aufgewacht und hatte in sein Kreischen miteingestimmt.
    Egal was der Vogel einst einmal getan hatte oder nicht; nun verdankte das Königshaus ihm eine Tochter und so würde jeder bestraft werden, der auch nur die Hand im Bösen nach ihm ausstreckte.
    Ostar glaubte seinen Ohren nicht zu trauen und protestierte aufs Heftigste, doch er konnte gegen die Entscheidung des Königs nichts tun. Verzweifelt und in seiner Ehre verletzt, schloss er sich in seine Gemächer ein. Er wütete gegen sich selbst und wusste nicht mehr was er tun sollte. Es kam ihm so vor, als hätte er seine Mutter ein weiteres Mal verraten.
    Weder seine Frau, noch seine Schwester konnten ihn dazu überreden die Türen zu seinen Gemächern zu öffnen und gewaltsam wollte sich keiner Zutritt verschaffen. Dafür schienen hinter den Türen zu viele Gegenstände durch die Luft zu fliegen und zerbrochen zu werden.
    Erst als die Geräusche verstummten und man auch Ostars Stimme nicht mehr hörte, die zuvor noch klagend um Vergebung gebeten hatte, brach man die Türen auf.
    Zu spät wie sich herausstellte, denn Ostar hatte sich im Wahn selbst das Leben genommen.
    Deniva brach vor ihrem toten Bruder zusammen und weinte bittere Tränen. Erst der Ruf eines Vogels brachte sie wieder in die Realität zurück. Durch ihren, von Tränen verschleierten Blick, erkannte sie den weißen Rabenvogel wieder. Sie flehte das Tier an, die Seele ihres Bruders an sich zu nehmen und einen ihrer Nachfahren zu übergeben, doch dieser weigerte sich stumm. Nur die Seelen der weiblichen Königsmitglieder nahm er an sich, um sie einst weiter zu geben.
    Als Deniva dies schließlich erkannte, gab sie dem Raben wieder frei. Sie wusste, dass sie ihn wieder sehen würde. Eines fernen Tages, wenn es für sie Zeit war zu gehen.


    Seitdem nun die Frauen des ryondarischen Königsgeschlechst
    die Wahrheit über den rotäugigen Rabenvogel erkannt haben,
    schmückt er das Wappen der Könige.
    Doch das Wissen um seine wahre Bedeutung,
    tragen immer noch nur sie in ihren Herzen.

    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 8 ist fertich.
  • Original von Hans
    Ein Wervogel. Der ist natyrlich gleich zu mir rybergeflogen:

    5sl.org/~bretscher/wervogel.jpg

    Damit ist wohl entschieden, dass sich die Drankanier auch teilweise verwandeln können.


    Das sieht aus wie ein ziemlich cooler Corax. ;D

    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 8 ist fertich.
  • Ich hatte ihn mal - hab Dutzende Versionen ausprobiert, aber keine vertrug sich mit meinem PLÖDEN 2000 Professional. Und auf irgendeiner CD gabs dann plötzlich eine funktionable Version... *weiterwühl* aber danke für den Link, den probier ich gleich aus.

    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 8 ist fertich.
  • everengine.de/wichteln/fryie112/schlacht.htm

    Ich möchte mich herzlich bei meinem Wichtel bedanken. Ausser, dass ich mir vielleicht die Freiheit nehme, den Namen Rélcur ein wenig anzupassen, ist der Text perfekt - da hat jemand meinen Text über Airr aufmerksam gelesen und das find ich toll =). Und beim zweitletzten Satz musste ich lachen, das ist ein Charakterzug Lekors, den ich nie so bedacht hatte, aber der ganz gut zu ihm passt. Danke lieber Wichtel, auch wenn ich nicht dahinterkomme, wer du bist.

    EDIT: Oh, Text, ok:

    Die Schlacht bei der Rélcur-Brücke

    Die Rélcur-Brücke befindet sich im malerischen Grenzgebiet zwischen Airr und Ampre. Und auch wenn der Fluß Rélcur, nachdem die Brücke benannt ist, an dieser Stelle eindeutig im ampreschen Territorium fließt so liegt die Grenze doch mit nicht mal einer halben Tagesreise kaum einen Sternwurf entfernt. An dieser Brücke nun sollte sich die erste größere Schlacht beider Reiche in deren letztem Krieg abspielen. In den Tagen nachdem die Kriegserklärung in diesem Recht entlegenem Teil der Welt eingetroffen war kam es vereinzelt zu Scharmützeln zwischen den hier stationierten Einheiten. In dessen Verlauf hatten die zahlenmäßig überlegenen airrschen Truppen bereits den schmalen Geländestreifen zwischen Grenze und Fluß erobert, den Rélcur überqueren trauten sie sich jedoch ohne ausdrücklichen Befehl des Taìnnors nicht. Und so wurde die, fast nur noch symbolische, Garnison auf der Brücke von den Soldaten Airrs vorerst auch nicht behelligt. In den folgenden Tagen trafen zuerst auf amprescher Seite Verstärkungen ein, da deren Kernland auf Grund der geringeren Größe ihres Reiches ja weitaus näher lag. So kam es zeitweise sogar dazu daß deren Truppen in der Überzahl waren. Da man jedoch noch darauf hoffte, daß es den Unterhändlern (die allerdings inzwischen auf Befehl Lekors gemeuchelt worden waren) gelingen könnte einen Waffenstillstand zu vereinbaren bevor es zu größeren Kampfhandlungen käme verzichtete man auf eine Rückeroberung des Landes und befestigte stattdessen seine Stellungen hinter dem Fluß als natürlicher Grenze. In diesem Zuge wurde auch die Rélcur-Brücke selber wieder stärker besetzt. Auf airrscher Seite hingegen traf schon nach nur zwei Woche ein großer Teil des kaiserlichen Heeres ein. Dies hört sich nach einer enormen Leistung an, dabei sollte jedoch nicht verschwiegen werden daß dies nur durch fast tägliche Gewaltmärsche gelang in denen die Kräfte der Truppen schon aufgezehrt wurden bevor sie in Kampfhandlungen verwickelt worden waren. Ein Generalleutnant, der Lekor geraten hatte daß auch ein langsamerer Aufmarsch genügen würde war schon in der Hauptstadt einhauptet worden. Denn der Taìnnor wollte einen schnellen Sieg über den Feind. Und so stand er nun persönlich an der Spitze seines Heeres vor der Brücke die ihm den Einmarsch nach Ampre ermöglichen würde. Entgegen den Ratschlägen seiner noch lebenden Generäle den Soldaten zumindest noch eine Nacht Rast zu gönnen beschloß er noch am Nachmittag des Eintreffens anzugreifen. Bei den Beratungen ließ übrigens noch ein weiterer Offizier, der besonders energisch auf eine Ruhepause gepocht hatte, sein Leben. Lekor ließ nun seine Truppen zwei Meilen flußaufwärts von der Brücke aufmarschieren. Denn er hatte nicht etwa vor die Brücke direkt zu erobern, nein, er hatte viel zu sehr Angst vor Fallen die die ampreschen Truppen aufgestellt haben könnten und die er in seiner Paranoia überall sah, stattdessen sollte sie den Fluß schwimmend durchqueren und dann den Feind von hinten angreifen. Wäre dies aufgrund der starken Strömung für ein ausgeruhtes Heer vielleicht möglich gewesen so war dies für die ausgezehrten kaiserlichen Soldaten eine sehr harte Prüfung ihrer Loyalität dem Kaiser gegenüber. Zudem mußte sie noch einen Großteil ihrer Ausrüstung, insbesondere ihre Rüstungen zurücklassen um nicht vollends zu ertrinken. Lekor persönlich blieb hingegen auf der Ostseite des Ufers um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Nachdem es den Truppen nun gelungen war den Fluß zu überqueren fanden sie sich nun auf dem anderen Ufer wieder: ermattet, unterkühlt und ungepanzert. Die ampreschen Soldaten, die die Aktion ziemlich ungläubig verfolgt hatten empfingen sie nun mit Pfeilen und Bolzen. Doch die airrschen Truppen blieben standhaft und rückten gegen die Brücke vor, so wie es ihre Befehle vorsahen. Den Bogenschütze die sich im nahegelenen Wald verschanzt hatten durften sie sich jedoch nicht erwehren da es ihnen auf kaiserlichen Befehl ausdrücklich verboten war weiter ins Landesinnere vorzustoßen , stattdessen sollten sie auf jeden Fall zuerst die Brücke erobern um dem Taìnnor einen würdevolleren Einzug zu ermöglichen. Und so marschierten sie unter ständigem Pfeilhageln auf die Brücke zu. Die auf der Brücke stationierten Soldaten, die übrigens keine Fallen aufgestellt hatten da sie dies als unehrenhaft empfanden, sahen sich nun einer gut zwanzigfachen Übermacht gegenüber. Und auch wenn sie im folgenden bis auf den letzten Mann niedergemetzelt wurden (ein Befehl Lekors lautet keine Gefangenen zu machen) so fügten sie den erschöpften Truppen des Taìnnor weitaus schwerer Verluste zu, fast jeder Soldat Ampres nahm zwei oder drei Feinde mit in den Tod. Nun da die Rélcur-Brücke erobert war erbat sich der kommandierende General die Erlaubnis des Kaisers gegen die Bogenschützen vorzugehen die noch immer auf seine Soldaten schossen. Doch Lekor hatte schon vor gut einer Stunde das Schlachtfeld verlassen da ihm langweilig geworden war und vergnügte sich stattdessen mit seinen Konkubinen. Und so blieb den Airrschen Truppen nichts anderes übrig als auf die Dunkelheit zu erwarten in der der Pfeilhagel dann langsam nachließ...
  • meine Wichtelei hab ich wohl Telejano zu verdanken :D
    das ist jetzt zumindest der einzige, dessen Musikalität mir bekannt ist :)
    so oder so! ich mag es! :aww:
    :festknuddel:
    [20-02-2007] Update auf Anra'sari: die Geschichtsschreibungen der Perelemen und der Tel'sahr sind online
    [26-04-2009] Inspirationsweltchen: die Blattfeen
  • Ich find meine CD nicht, und beim Herunterladen von Acrobat kriege ich bloß die übliche Fehlermeldung: "Diese Version wird nicht unterstützt". :-[ Was mach ich jetzt? Kann man mein Wichtelgeschenk in irgendwas Lesbares umwandeln? rtf? doc? txt? htm? Bittebitte?

    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 8 ist fertich.