[Kaláte] Sprachkurs oder so: Makitáza

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 19 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • [Kaláte] Sprachkurs oder so: Makitáza

      Makitáza hat:
      ~ vier "Zeiten" (Präsens, Perfekt, Futur, Konditional)
      ~ vier Verbdeklinationen (-árry, -íty, á--ánto, -ítar)
      ~ keine Fälle im eigentlichen Sinn
      ~ ziemlich strenge Wortstellung
      ~ kein Passiv (als Ersatz gibt es ein "beliebiges Subjekt")
      ~ eine nahezu bijektive Abbildung von Schrift auf Aussprache (in der Hochsprache, die Dialekte kümmern sich da nicht drum)

      Aussprache:
      ch - ein gaaanz normales sch, Tasche oder sowas
      zc - tsch, wie in Tschechien
      z - z, wie Zufall (muss man immer anmerken, wo viele ja ein s draus machen)
      -yce, -ice - so wie das iess in giessen
      c vor a, o, u wie k, vor i, e wie ein scharfes ß
      Vokale sind sie selber, ei wie in prey (englisch, Beute).
      Betonungen sind dort, wo Akzente sind (hat ja wirklich jedes Wort einen), Suffix -Yu als eigenes Wort yú aussprechen, abgesehen davon, dass der Kehlkopf davor nicht zumachen sollte (ein Mákia würde aber sonst auch verstehen, dann hat man halt einen hörbaren Akzent).
      Ansonsten ist die Aussprache ziemlich deutsch. Die unterschiedliche Aussprache mancher Buchstaben macht nicht mal viel, zumal die Mákia ja auch viele viele Umgangssprachen und Dialekte haben.

      Satzstellung:
      Prinzipiell stehen Subjekt und Ergänzungen vor dem Prädikat, direktes Objekt danach. (Indirektes Objekt gibt es nicht, das sind dann Ergänzungen.)
      Ein schönes Revoluzzersätzchen: Sé bá atúra amódi Ayatéma. (Ich fordere laut die Freiheit.)
      ~ sé - ich
      ~ bá - Kennzeichen für ein folgendes Adverb
      ~ atúra - laut
      ~ amódi - 1.P.S. von á amodánto, fordern
      ~ Ayatéma - Freiheit
      Sé kann man weglassen, weil die Person im Verb schon drinsteckt. Wenn kein Subjekt explizit genannt ist, kann man bá auch weglassen: Atúra amódi Ayatéma.
      Wenn ein Verb kein Objekt hat und somit keine Verwechslung droht, kann auch das Subjekt hinten stehen. Vándres Térba. (Das Raumschiff fliegt.)
      ~ Térba - Raumschiff
      ~ vándres, 3.P.S. von vandríty, fliegen
      Die Übersetzung "Er/sie fliegt Raumschiff" ist ausgeschlossen, das würde anders heissen: Vándres féi Térba.
      ~ féi - für
      Pronomen durchbrechen diese Satzstellung aber. Objektpronomen stehen unmittelbar vor dem Verb beziehungsweise bei Infinitivsätzen mit á--ánto-Verben in der Verbklammer: Líc kézzi. Súbi dalaitezzáy á líc kezzánto. (Ich kenne dich. Ich bin erfreut, dich zu kennen.)
      ~ líc - Objektpronomen 2.P.S. vertraut
      ~ kézzi - 1.P.S. von á kezzánto, kennen
      ~ súbi - 1.P.S. von sérra, sein (hübsch unregelmässig)
      ~ dalaitezzáy - erfreut
      Sofern das Verb kein Objekt und keine als Objekt zu missverstehenden Ergänzungen hat, oder ein Objektpronomen vor dem Verb steht, kann es theoretisch auch vor den Ergänzungen stehen. Das wird aber nur für die Dichtung verwendet, und dort auch nur, wenn es wirklich nicht anders geht.

      Substantive:
      Ein Substantiv hat zwei Formen, Singular und Plural, die oft regelmässig sind, gelegentlich aber auch nicht.
      Bei regelmässigen Substantiven wird zur Pluralbildung der Akzent eine Silbe nach hinten geschoben: Láitan (Mutter), Laitán (Mütter).
      Vor allem Substantive, deren letzte Silbe im Singular betont ist, sind unregelmässig: Lezantó (ein Bürger), Lezánte (mehrere Bürger); Nelár (Auge), Nelára (Augen). Gelegentlich aber auch andere: Mitépat (Gruss), Mitépate (Grüsse); Lezánte (Volk), Lezántia (Völker).
      Ganz unregelmässige Pluralbildung gibt es auch, wenn auch sehr selten: Névco (Elternteil), Ládoe (Eltern); Vélis (Tag), Dáindro (Tage).
      Die Besitzmarkierung -Yu wird ohne jegliche Ausnahme bei Bedarf angehängt und ist die einzige Möglichkeit, in Makitáza einen Binnengrossbuchstaben zu kriegen: LáitanYu Mitépat (Mutters Gruss)

      Mehr auf Wunsch und nach eurem Senf.

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Prima.
      Eine bijektive Abbildung ist in der Mathematik eine eindeutige Zuordnung hin und zurück. (Wenn und nur wenn ein u dasteht, wird u gesprochen.) Die Lautzuordnung in Makitáza hat drei kleine Ausnahmen: c wird vor a, o, u , Konsonant und Wortende wie k gesprochen und die (niemals vorkommenden) Zeichenkombinationen ts und ks bzw cs würden wie z und x ausgesprochen. Alles andere hingegen ist absolut eindeutig.
      Zum "beliebigen Subjekt":
      Gehen wir mal von einem hübschen Satz im Passiv aus: Das Tier wird gefüttert.
      Da Makitáza kein Passiv kennt, müssen wir das umformulieren: x füttert das Tier.
      Was ist x? Irgendwas, irgendjemand, ganz und gar egal. Mákia machen nadí draus: Nadí táinis Ánsu.
      ~ táinis - 3.P.S. von tainárry, füttern
      ~ Ánsu - Tier
      Ich geh mal weiterformulieren und warte auf Senf im Fred.
      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • So, hab mal Tabellengewusel aus der Tabelle rausgewuselt. Oder so.

      Pronomen:
      Subjektpronomen:
      1.P.S. - sé
      2.P.S. - lí
      3.P.S. - ní (m), cú (f), dé (n)
      1.P.P. - sén
      2.P.P. - lín
      3.P.P. - dén
      Objektpronomen:
      1.P.S. - séc
      2.P.S. - líc
      3.P.S. - níc (m), cús (f), déc (n)
      1.P.P. - séni
      2.P.P. - líni
      3.P.P. - déne
      Präpositionalpronomen:
      1.P.S. - séza
      2.P.S. - líza
      3.P.S. - níza (m), cúza (f), déza (n)
      1.P.P. - séned
      2.P.P. - líned
      3.P.P. - dénza
      Possessivpronomen:
      1.P.S. - sái
      2.P.S. - léa
      3.P.S. - néa (m), cóa (f), dái (n)
      1.P.P. - sáin
      2.P.P. - lén
      3.P.P. - dáin
      Relativpronomen:
      Singular - lá
      Plural - ló
      Reflexivpronomen:
      ráe (sich selbst)
      váe (gegenseitig, nur im Plural)

      Höflichkeitsformen gibt es auch noch, da wird nämlich dem Pronomen (2.P.S. oder 2.P.P.) ein vorangestellt. Verwechslungsgefahr mit ní (er) besteht nicht.
      Die Geschlechtsunterscheidung wird nur gemacht, wenn das Geschlecht des Substantivs eindeutig ist. Passiert ein Mord, ist der Mörder erstmal Neutrum, bis man es genauer weiss. Gegenstände sind immer Neutrum, Tiere meistens auch.
      Mehr gibt's morgen. *gähn*

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Tja, ich sag dazu nichts, weil mich der grammatikalische Teil beim Sprachenbauen nicht besonders interessiert. Ich finde aber das Wort "makitáza" vom Klang her sehr hüpsch. :) Ansonsten gucke ich mich lieber noch ein bißchen auf deiner Insel um.

      Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
      Und Glitzi 9 ist fertich.
    • :) Schließe mich meiner Vorrednerin an...
      Aber mich würde ja noch interessieren: Wer oder was sind die Mákia eigentlich? Oder ist das ein Land? Weltenvorstellung allgemein bitte (oder hab ich die nur verpasst?)! :D
      Übrigens mag ich besonders das Wort dalaitezzáy. Nur so nebenbei. ;)
      I'm one of many, I speak for the rest, but I don't understand... (Genesis - Man Of Our Times)
    • Puh, das ist ganz schön schwer, das ohne Tabellen zu lesen.

      Klingt nciht schlecht, aber ein paar Fragen habe ich.
      - Du nennst den Konditional als eine Zeit, aber eigentlich ist das ein modus. Für was verwendest du den denn?
      - Werden auch Adjektive nach Geschlechtern unterschieden? (ein schönER Mann, eine schönE Frau, ein schönES Kind) Dann müßtest du auch für deine Possessivpronomen unterschiedliche Formen je nach grammatikalischem Geschlecht haben (und wo wir schon dabei sind, für die Demonstrativpronomen und die adjektivischen Fragepronomen auch - ja, ich habe am Sonntag stundenlang mit einem Lateinlehrer über Pronomen gebrütet. ;D )
      Daß bei den Reflexivpronomen nicht nach den Personen unterschieden wird, erscheint mir etwas seltsam, aber das kannst du natürlich halten wie ein Dachdecker.

      Ansonsten klingt das gut. Achja, in Zukunft vielleicht zu den Beispielsätzen eine vollständige Übersetzung? Ginge das?
      Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?
    • Ich hab im Moment nicht viel Zeit, muss gleich noch für die Uni schuften.
      Konditional ist eine Art Pseudo-Zeit, die allein nicht vorkommt. Die Zeit kommt aus dem Kontext und der Konditional übernimmt sie sozusagen von den anderen Verben. Das erklär ich später genauer.
      Adjektive, Possessivpronomen und Co. werden nicht dem Geschlecht angepasst. Die Wortstellung lässt diesbezüglich ja keine Unklarheit zu. Dazu folgt natürlich später Genaueres.
      Weshalb sollten die Reflexivpronomen nach Person unterscheiden? Es bezieht sich immer aufs Subjekt des Satzes. ("Ich wasche sich." ist zwar im Deutschen falsch, aber in der Aussage trotzdem eindeutig.) Wichtiger war mir da, die Gegenseitigkeit herauszustellen, die ja im Deutschen extra betont werden muss, wenn sie denn besonders wichtig ist.
      Generell zu den Mákia: Das sind Ausserirdische, die wie Menschen aussehen, nur unter dem Kopfhaar haben sie silberne Haut, die sich auch ein bisschen über Stirn, Ohren und Nacken mustert. Sims-Skin und geknipste Sims folgen irgendwann.
      Die Mákia sind seit etwa 8000 irdischen Jahren heimatlos, weil ihr Planet wegen Supernova hops ging. Sie haben aber 37 Kolonialwelten und gut 3 Millionen Raumschiffe.
      Auf eine Weltenvorstellung könnt ihr lange warten, weil mir die Kolonialwelten Wurscht sind. Raumschiffpläne kriegt ihr aber irgendwann. Ausserdem bastel ich auch an anderen Spezies im weiten All, die meisten waren mal Menschen, die so gegen 1200 nach Christus von den Mákia auf andere Planeten gesetzt wurden.
      Zu Makitáza generell: Es gibt 22 anerkannte Sprachen bei den Mákia, aber alle der über 90 Billionen Mákia können Makitáza. Der Rest der ehemals etwa 700'000 makitischen Sprachen ist seit gut 15'000 irdischen Jahren ausgestorben und nur mehr als Vokabellisten und Grammatiktafeln in den makitischen Datenbanken vorhanden.
      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • So, ich hab mal oben genaue Übersetzungen eingebastelt.
      Aber nun mal zum Konditional.
      Ein wundervoller Filmsatz: Keró subré nádrec. (Ich dachte, du wärst tot.)
      ~ keró - 1.P.S. Vergangenheit von keríty, denken
      ~ subré - 2.P.S. Konditional von sérra, sein
      ~ nádrec - tot
      In dem Fall kopiert subré die Vergangenheit von keró. Falls sowas nicht geht, gibt es natürlich noch Schlüsselwörter für die Zeit: dann, jetzt, damals.
      Ein selten blöder Satz: Niér nénte leaniteró varás sána subrís nádrec. (Wenn er gestorben wäre, wäre er jetzt tot.)
      ~ niér - wenn, falls
      ~ nénte - damals
      ~ leaniteró - 3.P.S. Konditional von á leanitánto, sterben
      ~ varás - dann (im Sinne von "wenn, dann")
      ~ sána - jetzt
      ~ subrís - 3.P.S. Konditional von sérra, sein
      ~ nádrec - tot
      Da können die Konditionale nirgendwoher die Zeit kopieren, also stecken die Schlüsselwörter drin. Bei einer genaueren Zeitangabe können die Wörter natürlich auch fehlen.
      Jetzt geh ich Jackie Chan gucken.
      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • So, da hab ich jetzt eine Tabelle mit Pronomen angehängt.
      Hoffentlich übersichtlich.
      In Klammern stehen Zweitformen, die bestenfalls in einzelnen Dialekten vorkommen, allerdings in der Dichtung durchaus auch mal.
      Zu den Demonstrativpronomen:
      Mittelnah ist im Prinzip fern, nur eben auf jeden Fall in Sichtweite. Ferne Dinge sind nicht mehr zu sehen.
      Wird auf das Objekt der vorhergehenden Satzes verwiesen, wird die nahe Form verwendet. Wird auf eine Ergänzung verwiesen (Ergänzungen haben immer Präpositionen), wird die mittelnahe Form verwendet.
      Fragen? Anmerkungen?
      Veria
      Edit viel später: Wah? Wieso ist das Zipfile jetzt so winzig? Kann irgendwer das öffnen und es ist was anderes als ein leeres Doc drin? Zu Anfang ging es doch, schliesslich hab ich es ausprobiert.
      Dateien
      • Pronomen.zip

        (122 Byte, 85 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Hmmm, keiner gibt mehr seinen Senf dazu? Wie schade!
      Jedenfalls hab ich hier ein regelmässiges Verb mit seinen ganzen Formen.
      *idee* Ich pack das ganze einfach in Code-Tags, dann kann ich es als Tabelle machen.
      Der adjektivische Infinitiv ist ein Infinitiv mit zu vorn dran, der nicht im Nebensatz steht, z.B. sowas: Es ist zu tun.

      bewachen

      Infinitiv: kitvárry
      adjektivischer Infinitiv: kítvea

      Gegenwart

      Quellcode

      1. Singular Plural
      2. 1.P kítvi kitvárin
      3. 2.P kítve kitvárit
      4. 3.P kítvis kitváras
      5. Höflich ní kítve ní kitvárit
      6. Imperativ kítveta kitváreta
      7. Partizip kitvíl


      Vergangenheit

      Quellcode

      1. Singular Plural
      2. 1.P kitví kitvarín
      3. 2.P kitvé kitvarít
      4. 3.P kitvís kitvarás
      5. Höflich ní kitvé ní kitvarít
      6. Partizip kitvá


      Zukunft

      Quellcode

      1. Singular Plural
      2. 1.P kitváni kitvanárin
      3. 2.P kitváne kitvanárit
      4. 3.P kitvánis kitvanáras
      5. Höflich ní kitváne ní kitvanárit
      6. Imperativ kitváneta kitvanáreta


      Konditional

      Quellcode

      1. Singular Plural
      2. 1.P kitvaní kitvanarín
      3. 2.P kitvané kitvanarít
      4. 3.P kitvanís kitvanarás
      5. Höflich ní kitvané ní kitvanarít


      EDIT: Ich überlege mir gerade, in Zukunft und Konditional zumindest die Pluralformen etwas kürzer zu machen. Was meint ihr dazu?

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Dumdidum.
      Ich hab mir gestern was zum übersetzen gesucht.
      Gefunden hab ich das da:

      Heinrich Heine
      Die Heimkehr XXXV

      Ich rief den Teufel und er kam,
      Und ich sah ihn mit Verwundrung an.
      Er ist nicht häßlich und ist nicht lahm,
      Er ist ein lieber, scharmanter Mann,
      Ein Mann in seinen besten Jahren,
      Verbindlich und höflich und welterfahren.
      Er ist ein gescheuter Diplomat,
      Und spricht recht schön über Kirch und Staat.
      Blaß ist er etwas, doch ist es kein Wunder,
      Sanskrit und Hegel studiert er jetzunder.
      Sein Lieblingspoet ist noch immer Fouqué.
      Doch will er nicht mehr mit Kritik sich befassen,
      Die hat er jetzt gänzlich überlassen
      Der teuren Großmutter Hekate.
      Er lobte mein juristisches Streben,
      Hat früher sich auch damit abgegeben.
      Er sagte, meine Freundschaft sei
      Ihm nicht zu teuer, und nickte dabei,
      Und frug: ob wir uns früher nicht
      Schon einmal gesehn beim spanschen Gesandten?
      Und als ich recht besah sein Gesicht,
      Fand ich in ihm einen alten Bekannten.

      Und das hab ich also übersetzt. Bei der Gelegenheit etliche Vokabeln erfunden und mir die Verbdeklination halbwegs eingehämmert.
      Raus kam das:

      Kostás féi Ámbue

      Keidí Alté zí kostó
      Zí có Zéncat níc nacartés
      Kés méi amaxú méi krévo
      Kés Náut pyáxam ziatéva Náut yóy Xía dáya témi setizíl nógrand nacodáni ná azé perél
      Kés Veliántu zutái
      Né Onirái zí Nemáti témi kátas pléplis
      Kés lévin krána síri ní kés váid zyá méi kés Zéniz
      Sána tíbis Sanskrit zí Hegel
      Scálos né níza mazcá úbra kés Fouqué
      Nícho á féi Opróya méi dáno umitánto fágres
      Féi Laláitan áupra Hekate abéta keczó zyá
      colés sái FatómaYu Cámia
      Adím féi zyá vágil umitó
      Vidís sái Telívora méi ró áupra sérra trílu valeís chelís nirám vagíl có TérreaYu Nemáti HipánaYu Veliántu váe meyáva bavirámach
      Zí yóy nepsáte cartravíl néa Préstei ná níza tidís Yokéte vagiláru

      Teilweise sind mehrere Verse auf eine Zeile zusammengezogen, weil es in der makitischen Poesie Satzende bedeutet, wenn ein Zeilenumbruch kommt.
      Hier mal genau aufgeschlüsselt: (Fett ist Makitáza, normal die wörtliche Rückübersetzung, kursiv der Ursprungstext; die Zahlen in Klammern unterscheiden gleichlautende deutsche Verbformen.)

      Kostás féi Ámbue
      Ankunft für Heimat
      Heimkehr

      Keidí Alté zí kostó
      Rief(1) Dämon und kam(3)
      Ich rief den Teufel, und er kam

      Zí có Zéncat níc nacartés
      Und mit Verwunderung ihn ansah(1).
      Und ich sah ihn mit Verwundrung an.

      Kés méi amaxú méi krévo
      Ist nicht hässlich nicht lahm
      Er ist nicht häßlich und ist nicht lahm,

      Kés Náut pyáxam ziatéva Náut yóy Xía dáya témi setizíl nógrand nacodáni ná azé perél
      Ist Mann lieb charmant Mann in Zeit meist gut lebend entgegenkommend höflich in viel erfahren
      Er ist ein lieber, charmanter Mann, / Ein Mann in seinen besten Jahren, / Verbindlich und höflich und welterfahren.

      Kés Veliántu zutái
      Ist Diplomat zurückhaltend
      Er ist ein gescheuter Diplomat,

      Né Onirái zí Nemáti témi kátas pléplis
      Von Religion und Gemeinschaft gut recht spricht
      Und spricht recht schön über Kirch und Staat.

      Kés lévin krána síri ní kés váid zyá méi kés Zéniz
      Ist bisschen blass was er ist doch dies nicht ist Wunder
      Blaß ist er etwas, doch ist es kein Wunder,

      Sána tíbis Sanskrit zí Hegel
      Jetzt lernt Sanskrit und Hegel
      Sanskrit und Hegel studiert er jetzunder.

      Scálos né níza mazcá úbra kés Fouqué
      Dichter von er bevorzugt noch-immer ist Fouqué
      Sein Lieblingspoet ist noch immer Fouqué.

      Nícho á féi Opróya méi dáno umitánto fágres
      Aber () für Kritik nicht mehr beschäftigen will(3)
      Doch will er nicht mehr mit Kritik sich befassen,

      Féi Laláitan áupra Hekate abéta keczó zyá
      Für Grossmutter teuer Hekate ganz überliess(3) dies
      Die hat er jetzt gänzlich überlassen / Der teuren Großmutter Hekate.

      colés sái FatómaYu Cámia
      lobte(3) mein Recht-von Neugier
      Er lobte mein juristisches Streben,

      Adím féi zyá vágil umitó
      Auch für dies einst beschäftigte(3)
      Hat früher sich auch damit abgegeben.

      Vidís sái Telívora méi ró áupra sérra trílu valeís chelís nirám vagíl có TérreaYu Nemáti HipánaYu Veliántu váe meyáva bavirámach
      Sagte(3) mein Freundschaft nicht zu teuer sein dabei nickte(3) fragte(3) ob einst bei Terra-von Gemeinschaft Spanien-von Diplomat gegenseitig nicht-schon gesehen(4)
      Er sagte, meine Freundschaft sei / Ihm nicht zu teuer, und nickte dabei, / Und frug: ob wir uns früher nicht / Schon einmal gesehn beim spanschen Gesandten?

      Zí yóy nepsáte cartravíl néa Préstei ná níza tidís Yokéte vagiláru
      Und in wirklich sehend sein Gesicht in ihm erkannte(3) Bekannter einstig
      Und als ich recht besah sein Gesicht, / Fand ich in ihm einen alten Bekannten.


      So, geschafft.
      Und als nächstes übersetz ich einen wissenschaftlichen Text. Irgendwann.

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Wow! *beeindruckt schau* Der Tolqen staunt! Ich hab mir das Heinrich Heine Gedicht gerade ausgedruckt und werd in meinem 14 Tägigen Südengland Urlaub ab Morgen mal versuchen das zu übersetzen.
      Ich weiß aus eigener Erfahrung dass es nichts besseres gibt als Gedichte etc zu übersetzen, weil man gezwungen wird neue Wörter zu erfinden, und gleichzeitig hat man Dokumente in seiner Sprache.
      Mein Rat an alle die erfolglos herumdümpeln: ÜBERSETZEN.

      Aila!
    • Vorgehensweise:
      1. Man bastle eine Sprache.
      2. Man sei irgendwann schrecklich unzufrieden.
      3. Man grüble nach einer Lösung.

      Ich habe beschlossen, das Buchstabenmapping der Zischlaute zu ändern. Im Vergleich zu z und x kommt ps in Makitáza auch nicht seltener vor, also hat es einen eigenen Buchstaben verdient. Ausserdem vereinheitliche ich das Aussehen der ganzen sch-Kombikonsonanten. Alle als k gesprochenen c werden bei der Gelegenheit in k geändert, die anderen in ss.

      Ergebnis:

      x - ks gesprochen, bleibt
      z - ts gesprochen, bleibt
      ps - ps gesprochen, wird zu q. Zugegeben gewöhnungsbedürftig, aber an ein spanisches j gewöhnt man sich ja auch.
      kch - ksch gesprochen, wird zu xh
      zc - tsch gesprochen, wird zu zh
      pch - psch gesprochen, wird zu qh
      ch - sch gesprochen, wird zu sh (was ich zwar vermeiden wollte, um es nicht ans Englische erinnern zu lassen, aber die Buchstabenkombination ist nun mal tatsächlich praktisch perfekt dafür geeignet und die einzig logische, wenn ich an xh, zh und qh denke)

      Das c ist somit aus Makitáza eliminiert, hingegen kommt der bisher unbenutzte Buchstabe q dazu.

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Pluralbildung

      Die rein regelmässige Pluralbildung sieht so aus, dass der Akzent eine Silbe nach hinten geschoben wird. All jene Wörter, bei denen schon die Singularform den Akzent auf der letzten Silbe haben, werden natürlich unregelmässig in den Plural gesetzt, aber sie sind nicht die einzigen.

      Die unregelmässigen Pluralformen lassen sich in vier Gruppen einteilen.
      1. importierte Formen:
      Das Wort entstammt einer anderen Sprache und hat ihre Pluralform behalten oder noch nicht vollständig an die makitische Pluralregel angepasst.
      Beispiel:
      Dánod, Danótya - Beerdigung, aus dem Assidre-Anteianischen
      2. Endvokalveränderung:
      Früher war die Änderung von finalem e zu ia eine häufige und regelmässige Möglichkeit der Pluralbildung. Inzwischen sind diese Formen recht selten geworden und haben sich praktisch nur mehr bei endbetonten oder häufig genutzten Wörtern gehalten. Andere Endvokale (o nach g oder k) rühren von einem noch früheren Makitáza her.
      Beispiele:
      Lezánte, Lezántia - Volk
      Lák, Lágo - Hose
      3. Stammlautveränderung:
      Ebenfalls ein Relikt aus einem früheren Makitáza, hat sich diese Form der Pluralbildung erstaunlich gehalten. Sie gilt als eine der grössten Schwierigkeiten der makitischen Sprache und wird seltener. Im Gegensatz zu dieser Entwicklung verwenden einige Dialekte die Stammlautveränderung nun auch bei Wörtern, die bisher einen regelmässigen Plural hatten.
      Beispiele (Stammlaut ist fett):
      Kál, Kéla - Ding (in Kombination mit Endvokalveränderung)
      Kuéste, Kust - Kind
      4. zum Auswendiglernen
      Viele dieser Formen lassen sich zwar auch auf alte Pluralregeln zurückführen, so etwa der Plural durch verschwindenden Stammlaut (Serúm, Sermé - Ohr, salopp). Allerdings sind es für jede Regel so wenige Wörter, dass man besser die Wörter selbst lernt, ähnlich wie bei den importierten Formen, die ja meist auch gewissen Regeln anderer Sprachen gehorchen.

      Wortbildung

      Neues Grammatikfeature: Wir machen aus Substantiven Verben, aus Adjektiven Substantive und vieles mehr.

      Substantivierung
      1. Adjektive:
      Um aus Adjektiven Substantive zu machen, bedient man sich zweier Substantive, die soviel wie Person beziehungsweise Ding bedeuten, jedoch so hochgradig abstrakt sind, dass ihre Bedeutungen vom Sprecher nicht wahrgenommen werden.
      Pái, Pád - Person
      Kál, Kéla - Ding
      Viele Sprecher empfinden diese Worte trotz ihrer unübersehbar substantivischen Eigenschaften (Grossschreibung, Possessivierung mit -Yu) eher als Partikel, welche dann an ein Adjektiv angekoppelt werden können.
      káme - neugierig
      káme Pád / Pád káme - neugierige Leute (Pád nachzustellen ist eigentlich nur bei einer Possessivierung korrekt, es wird aber generell immer häufiger verwendet.)
      Hieraus entwickelte sich das Wort Kámpai, das inzwischen sogar einen regelmässigen Plural (Kampái) entgegen dem ererbten (Kámpad) vorweisen kann.
      (Ohne ein berühmtes Zitat, das ich einmal als Signatur hatte*, wäre es wohl eher Paikáme oder ähnliches geworden).
      Solche Substantivierungen lassen sich an einem pai, pa oder auch pe am Anfang oder Ende des Wortes erkennen. Gelegentlich bleibt auch nur das P übrig. Viele bilden den Plural ähnlich wie Pái.
      tárga - dunkel
      tárga Kál / Kál tárga - etwas Dunkles (auch hier ist Kál nachzustellen nur bei einer Possessivierung korrekt, aber es wird dennoch getan)
      Daraus wurde das Wort Kaltárga, dessen Plural Keltárga lautet, also die Stammvokaländerung von Kál beinhaltet. Gelegentlich, vor allem bei Kindern, hört man aber inzwischen auch Kaltargá.
      2. Verben:
      Um aus Verben Substantive zu machen, wird das Verb einfach auf den Stamm verkürzt. Eine eventuelle Reduplikation findet statt, bei schwer auszusprechenden Stämmen wird ein Vokal angehängt, üblicherweise ein a, denn das kann nicht mit einer Verbform verwechselt werden.
      Níty => Nín (laufen, Läufer)
      Der Stamm ist n, der Reduplikationsvokal ist i.
      Plárry => Plépla (sprechen, Sprecher)
      Der Stamm ist pl, der Reduplikationsvokal ist e, hier wird auch ein Vokal angehängt.

      Wie man Adjektive und Verben macht, muss ich aber noch genauer überlegen.

      Veria

      * Naiténes kés káme PádYu Ainágis. - Wissen ist der Neugierigen Lohn und Strafe. (Maté Derreóra Soxáya Umástes, makitische Wissenschaftlerin)
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Sieht auf jeden Fall schon mal sehr gut aus.

      Natürlich fehlt noch einiges an ausarbeitung und mit der Lesbarkeit (wie schon erwähnt) hapert's noch etwas. Vieleicht solltest Du ein gängiges Dictionary zu Rate ziehen (die kleinformatigen von Langenscheid zu Reisezwecken sollten sich zu Musterzwecken ganz gut eignen). Wenn Du das Ganze dann noch in ein Leserfreundliches Format bringst, PDF zum Beispiel, macht's sicher richtig was her.
    • Na, in diesen lustigen Englisch/Deutsch/Kanji/Kiswahili-Übersetzungsbüchlein für unterwegs sind gemeinhin auch grammatikalische Grundregeln, Hilfen zur Aussprache und all so'n Zeug enthalten. Und zwar sinnvoll und leicht verdaulich angeordnet.

      Nichts gegen Deine Aufgliederung, ist aber noch ein wenig schwer überschaubar. Für mich zumindest...
    • Das ist mit Verlaub auch nicht für Urlauber auf makitischen Planeten gedacht, schliesslich kann selbst ich auf Makitáza noch nicht mal ein Frühstück bestellen.
      Ausserdem bastel ich nicht die Urlaubergrammatik sondern auf einen Satz stets ein Detail bis in tiefste Tiefen. Im Langenscheidtbüchlein für Englisch steht schliesslich auch nichts über Mittelenglisch oder gar Altenglisch drin. Hier nenne ich aber Eigenschaften des alten Makitáza ebenso und auch andere Grammatiktheorie kommt durchaus vor.
      Aber dir zuliebe baue ich gern ein paar Absätze ein, damit es übersichtlicher wird. PDF gibt's bei mir aber keine.
      Und Ausarbeitung ... ich glaube, kaum ein Aspekt einer Welt ist jemals vollständig ausgearbeitet, oder?
      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.