(MSG) Schöner Wohnen

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  • (MSG) Schöner Wohnen

    Es war ein friedlicher, ruhiger Morgen - ok, Mittag - im Habitat der Weltenbastler. Alle schliefen (außer Doro, die bereits vor Morgengrauen aus den Federn gehüpft war, um mit Susi zu schäkern). Als Teria erwachte, gähnte und räkelte sie sich erst mal ausgiebig, bevor sie sich von der Matratze rollte. Sie zog sich irgendwelche alte Lumpen über und schlurfte, noch halb im Koma, Richtung Küche.

    Wenige Minuten später gellte ein Schrei durchs Habitat.

    "AAAAAAAAHHHH!!!!!! WIR SIND SCHON WIEDER GEHACKT WORDEN!!!!!"

    Denn alle Räume - unabhängig davon, wie sie geschnitten oder eingerichtet oder verwüstet gewesen waren - sahen jetzt so aus:

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  • Dorte wälzte sich im Schlafsack herum, aufgeweckt von Terias Schrei, und fiel prompt aus dem Bett.
    Sie setzte sich auf und zwinkerte. Seit wann gab es im Traumhabitat ein Bett?!
    Ein markerschütternder Schrei des Horros erscholl durch das Habitat, als ihre Augen wahrnahmen, was aus ihrem wunderschönen, finster-gemütlichen Chaos geworden war: Schöner Wohnen in Reinkultur.
    Schneller, als sie denken konnte, war sie auf den Füßen und rannte aus dem Traumhabitat, das nunmehr ein reiner Alptraum war, nur raus hier, Gesellschaft, und wer verdammt noch mal war dafür verantwortlich?
    Spontan ging sie die Liste mit Weltenbastlern durch, denen sie mal auf die Füße getreten war, aber es war ihr unmöglich, unter all den vielen, vielen Leuten den Schuldigen zu bestimmen. Und ziemlich schnell war auch klar, dass nicht nur das Traumhabitat so aussah.
    Endlich erreichte sie die Küche, wo sie auf eine ziemlich blasse, wütende, schockierte Teria traf und sie erstmal völlig verstört umarmte.
    "GAARKS! Was ist hier los?"
  • Neyasha lag noch in ihrem Schlafsack in der Küchenecke zusammengerollt (nach all der Zeit hier hatte sie sich immer noch nicht für ein Zimmer entscheiden können), als ein lauter Schrei sie aus dem Schlaf riss. Sie sprang auf, sah sich um und verhedderte sich vor lauter Schreck in ihrem Schlafsack. Wo am Vorabend noch angenehmes Chaos geherrscht hatte, war jetzt nichts als fürchterliche sterile Ordnung zu finden.
    Beinahe meinte Neyasha schon, sie hätte Halluzinationen, aber in der Küche stand eine schockierte Teria und eben war auch Dorte fassungslos zur Tür hereingestürzt.
    Neyasha schälte sich aus dem Schlafsack und trat neben die beiden. "Ja, das würde ich auch gern wissen, was hier los ist. Haben wir schon den 1. April, oder was?"
  • Die Küche war ein Alptraum in Zartgelb und Chrom. Teria weinte an Dortes Schulter und zeigte auf den Kühlschrank, dessen Tür offenstand. Im Kühlschrank saß nicht etwa Thrunx, das Dämonenhuhn, sondern lag etwas Nacktes, Fleischfarbenes, in eine Plastikhülle Eingeschweißtes ohne Federn.

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  • Auch Kiki trat - oder vielmehr: schwebte - jetzt in die Kueche, und die gruen-leuchtenden Augen blickten besorgt unter der Kapuze hervor. Langsam schwebte sie auf die schluchzende Teria zu und legte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter.
    "Teria... Ich muss dir was sagen... Irgendwer hat nicht nur das Habitat, sondern auch dein Mobil "verschoenert"..."
    Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
    The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
    A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
    She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
  • Neyasha betrachtete die Blumen in der Küche mit fassungslosem Entsetzen und kam zu dem Entschluss, dass das mehr als ein einfacher Scherz sein musste. Als Kiki dann auch noch die Schreckensnachricht vom Teriamobil überbrachte wurde ihr klar, dass die Lage sehr ernst war. Besorgt folgte sie Teria nach draußen und wappnete sich vor dem grausigen Anblick, der sie erwarten würde.
  • Dorte folgte den anderen nicht. Wozu auch? Es war völlig klar, was geschehen war: irgendjemand trieb grausamen Spielchen mit den Gefühlen der Weltenbastler.
    "Ich habe hier das Monopol auf Grausamkeit", knirschte sie. Ihr wütendes Gesicht verzog sich langsam zu einem sadistischen Grinsen. Sie trat an den funkelnagelneuen Messerblock der eklig-schönen Küche und nahm sich das größte Messer.
    "Soll nur kommen", brummelte sie, "ich werde ihm oder ihr schon freundlich erklären, dass man sowas mit uns nicht machen kann!"
    Mit dem Fleischmesser in der Hand setzte sie sich an den Küchentisch und wartete auf weitere Weltenbastler. Ein Schlachtplan musste her!
  • Jerron tappte mit verquollenen Augen ins Badezimmer. Es war alles so hell, igitt! Das grelle Licht stach ihm schmerzhaft durch die Augen direkt ins Gehirn. Und dabei hatte er doch gestern abend nur einen ganz kleinen Schlummertrunk in seinem Weinkeller gefunden und vor der Vergessenheit gerettet. Vor lauter Helligkeit gar nicht in der Lage, irgendetwas zu erkennen wunderte er sich nicht schlecht, als er plötzlich ausrutschte und sich auf den Allerwertesten setzte. Kalter glatter Stein machte sich unter seinem Hintern bemerkbar. Mühsam versuchte er, sich aufzurichten, rutschte mehrmals auf den spiegelblank gewienerten Badezimmerfliesen aus, hielt sich mühsam am Waschbecken fest und stieß dadurch ein Glas Wasser um, neben dem zwei Aspirintapletten drapiert waren. Aprilfrischer Bergfrühlingsduft drang ihm in die Nase. Ihm wurde schlecht.
    Ein Blick in den Spiegel offenbarte noch mehr Grausamkeiten: Anscheinend hatte ihm jemand im Schlaf die Augenbrauen gezupft und ihm die Haare geschnitten. Die Spitzen sogar blondiert! Verzweifelt fuhr er sich mit den auf rätselhafte Weise manikürten Fingernägeln durch die jetzt seidig glänzenden und geschmeidigen Haare. Das konnte doch nicht sein! Er mußte sich dringend übergeben, schlitterte zum Klo, versenkte seinen Kopf in der Schüssel und wurde von seichter Kaufhausmusik umschmeichelt. Ein fichtannadelaroma verströmender Duftstein hing in der Toilette.
    Nein, in so etwas konnte er sich nicht übergeben.

    Wutentbrannt stürzte er zu seiner Kristallkugel, um den Geschehnissen der letzten Nacht auf den Grund zu gehen. Doch was war das? Jemand hatte die Kugel geputzt! Sie blitzte und glänzte dermaßen vor lauter Sauberkeit, daß keine einzige Vision mehr diese ekelhafte Sauberkeit durchdringen konnte.

    Jerron kleidete sich in den adrett bereitgelegten seidenen Morgenmantel mit buntgetupftem Einstecktuch und stürzte in die Küche des WB-Habitats.
    "Lakyr", rief er wutentbrannt. "Du hast doch wohl nicht etwa deine Putzfrau ins Habitat gelassen! Und Kiki, seit wann haben deine Kutten Bügelfalten und Nadelstreifen?"
  • "Hey, was macht ihr denn so einen Lärm, so früh am Morgen" rief Heinrich und trat aus dem Wald hervor. Dabei machte er aber den Fehler, sich in Terias Weg zu stellen. Mit einem Mal saß er auf dem Boden und sah Teria zu ihrem Mobil rennen.
    Wütend sah Heinrich Teria nach, stand dann auf und betrat das Habitat. Sogleich war der Ärger vergessen. Alle Farbe wich aus seinem Gesicht und seine Kinnlade kippte nach unten.
    "Was ist denn hier passiert?"
    -10,5 23 ∑ π
  • Quietschend tollte das Kind an Jerrons Zimmertuer vorbei, wedelte jauchzend mit den resten des "schoener wohnen"heftes herum, das kleidchen voller farbkleckser und saftflecken.
    Verdutzt sah es hoch als die Teria an ihm vorbei raste und huepfte weiter in die Kueche um der dorte voller elan jubelnd ans bein zu fallen mit einem " is so soooooooeeeeehn wordn!"
    m vi: Dis Praisfrake was rehließd ander se Dschäneral Puplik Laizenz.
  • Auf halbem Weg nach draußen kam Neyasha Heinrich entgegen. Sie sah Teria nach und kam zu dem Entschluss, sie alleine mit ihrem armen Mobil zu lassen. Sie drehte sich um und folgte Heinrich wieder ins Habitat.
    Inzwischen standen in der Küche bereits mehrere hilflose Weltenbastler herum, was zumindest den unerträglichen Eindruck eines "Schöner Wohnen"-Prospekts ein wenig minderte.
    Sprachlos starrte Neyasha Jerron im seidenen Morgenmantel an und allmählich bekam sie es mit der Angst zu tun. Was, wenn die unerträgliche Ordnung sich auch in den Welten verbreitete?
  • Gomeck döste noch so vor sich hin, halb wach, halb schlafend, als von weit draußen Schreie ertönten. Er schreckte hoch und schrie ebenfalls, da er sich seinen Kopf an dem Deckenbalken in seiner Baumhaus-Koje angeschlagen hatte.

    Zähneknirschend brummelte er etwas über seine eigene Unfähigkeit, und warum dieser Balken genau hier sein mußte und nicht in einem Paralleluniversum, atmete dann tief durch und schwang sich behende durch den Vorhang, um die Strickleiter hinabzuklettern.
    In dem Moment, als er merkte, daß er normalerweise keinen seidenen Vorhang vor seinem Bett hatte, prellte er sich schon derbe das Knie an einem neumodischen Kommödchen, das genau neben dem französischen, flachen Bett stand, neben dem er jetzt fluchend und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden lag.

    Langsam wich dem verkniffenen Blick (seine Augen versuchten noch, mit der nächtlichen Drecksarbeit des Sandmanns fertig zu werden) ein ungläubiges Staunen. Rote Tücher umrahmten das niedrige Bett mit einem Baldachin, die Wände waren mit pfirsichfarbene Tapeten bedeckt, und verteilt in dem Zimmer, in dem plötzlich viel zu viel Platz und Leerstellen waren, standen ziemlich dämliche, weil völlig sinnlose Dekorationsgegenstände und Accessoires, die vor allem eines waren: dekorativ, daß es in den Augen weh tat.

    Gomeck erhob sich mühsam und humpelte zur Tür, da er von draußen immer mehr Geräusche äußerst wütender Terias hörte, als ihm noch ein Schreckensschrei entfuhr: dort, wo eigentlich hinter einem Maschendrahtzaun in einer Dimensionsfalte ein gewaltiger Urwald begann, zog sich ein schick weiß gestrichener Gartenzaun. Und dahinter: Reihen von sorgsam geschnittenen Hecken, Alleen mit kleinen Bäumen, deren Blätterpracht in die Form von kitschigen Tierfiguren gestutzt wurde, und dazwischen sauber angelegte Teiche, mit kleinen Springbrunnen in der Mitte, die definitiv zuviel kleine, nackte Engelchen aufwiesen, die in hohem Bogen Wasserstrahle in die Gewässer pinkelten.

    Gomeck bekam Atemnot, und ein heiseres Gurgeln entrang sich seiner Kehle, als er das Schlimmste, was er sich in dieser Szenerie noch vorstellen konnte, zwischen sauber drapierten Zierpflanzen entdeckte: einen Gartenzwerg, der rotbemützt eine kleine Schubkarre schob, in dem ein offensichtlich glückliches Ton-Entchen saß.

    "AAAAAAAHHHHHH!!!!"

    Gomeck rannte schluchzend und über die ungewohnten und außerdem zu langen Beinkleider seines Seidenpyjamas stolpernd zum Ausgang, wo er in Teria hineinrannte, zur Seite geschleudert wurde und zu seinen bisherigen Bläsuren noch eine lädierte Schulter hinzugefügt wurde. Er fühlte sich ein wenig, als ob er in die Bahn eines Kometen gekommen wäre - und ähnlich unbeeindruckt zog der Komet namens Teria weiter seine Bahn den breiten Flur hinunter, der mit sauberem roten Teppich ausgelegt war.
    Æýansmottír-Blog - Mysterion-Blog - Deviant - Mysterion - Æýansmottír (provisorisch) - Bloubbuji

    Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
    The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
  • Teria merkte überhaupt nicht, daß sie einen Weltenbastler nach dem anderen über den Haufen rannte, beiseitefegte oder plattwalzte. Sie stürmte nach draußen und sah ihr heiliges Mobil.

    Es war nicht länger ein kirschroter, grau überzogener, verrosteter Polo Fox. Es war ein kirschroter, blitzblank polierter und lackierter Polo Fox mit rosa Blümchen. Die Sitze waren mit Stoff in lustigem Kuhmuster überzogen, und am Rückspiegel baumelte ein niedliches japanisches Dingsbums mit riesigen Kulleraugen.

    "Hey", sagte Teria, "das sieht ja cool au-"

    Weiter kam sie nicht, da sie kotzen mußte.

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    Und nun zurück zu unserer Geschichte, gesponsort von Stricklinx.de!
  • Wenige Minuten später saß Teria am Tisch in der Küche, in der einen Hand eine blaßgelb/blaue, geschmackvoll gemusterte Kaffetasse, in der anderen eine Axt, und sann auf Mord, während aus allen Richtungen neue Schreckensmeldungen kamen.

    "Mein Computer ist nur noch eine Attrappe aus Plastik!"

    "Mein Fernseher und meine Musikanlage auch!"

    "Unsere Badegrotte hat sich in einen hypermodernen gekachelten Swimmingpool verwandelt! Und unser geniales Wasserröhrensystem ist weg!"

    "Da kommt LICHT durch die Fenster!! AAAARGH!"

    "ALLE Bücher sind verklebt oder falsch eingebunden, und die Sprache ist TSCHECHISCH!!!!"

    Auf der Suche nach jemandem, den sie ermorden und grauenhaft verstümmeln konnte, schweifte Terias Blick durch die Küche und blieb an dem kind hängen, das fröhlich mit Schere, Klebstoff und einem zerfledderten bunten Heft herumspielte.

    "Sag mal, kind", begann sie SEHR langsam, "was machst du da eigentlich?"

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  • Auch Dorte bedachte das Chaf mit einem skeptischen Blick, wobei ihre Hand noch immer das Fleischmesser umklammerte wie einen Rettungsring.
    "Auf Nesekyan", wisperte sie, "haben die Regale in shukischen Häusern jetzt Namen. Bilhi. Thorve. Jhonas. Das sind verbelshte Ikea-Namen! Die Lage ist ernst! Wenn du etwas damit zu tun hast, Kind, dann raus damit, und bring es wieder in Ordnung, bevor es in der Kantine des Runden Tempels Fleischbällchen und Fischklopse gibt!"
  • Veria rollte sich einmal von links nach rechts und warf die Decke aus dem Bett. Wieso fühlte sich das so komisch an? Aber das war kein Grund, die Augen zu öffnen, es war ja noch nicht mal Mittag.
    Auf ihrer Bastlerinsel war es aber erst Mittag, wenn sie es wollte, das war doch klar.
    Aber was war das? Dieser Duft nach Rosen? Vielleicht doch die Augen öffnen? Nein, es war doch noch nicht mal Mittag!
    Und das? Der sanfte Luftzug, der irgendeinen Stoff über Verias Arm streifen liess?
    Augen auf.
    "Was ...?"
    Panisch sprang Veria auf und spielte Karussell. Das Ziegelhaus hatte Fenster, drei Stück sogar! Zartweisse Vorhänge! Eine Türe aus Hellholz mit polierter Klinke! In der Mitte des Zimmers, das erstaunlich gross war, stand ein Tisch mit einem Tischtuch in der ominösen Farbe apricot (Veria begann zu würgen) mit Rosen drauf (Veria wandte sich zu ihrer Badewanne, die leider nicht da war).
    "Verdammt ..."
    Schnell ein Anti-Übelkeits-Zauberelixier verschnabuliert (die Zaubertränke standen alle fein säuberlich sortiert in einer äusserst hübschen Küchenecke, die eigentlich nicht da sein sollte) und durch die schreckliche Hellholztüre gestürmt.
    Schon der nächste Schock.
    Schwächelnd griff Veria nach dem Teleporter, der um einen Rosenstrauch drapiert war.
    "Irgendwer hat meine Bastlerinsel in eine Mallorca-Kopie verwandelt!" schrie sie, dann klappte sie auf dem Boden der Weltenbastlerküche zusammen.
    Don't diagnose and drive.

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  • Verias Worte bestätigten Neyashas schlimmsten Verdacht. Rasch schuf sie ein Weltentor mitten in der Küche und verschwand Richtung Acarneya.
    Schon nach wenigen Minuten in einer Anatca-Höhle wurde ihr das wahre Ausmaß dieses Unglücks klar: Der Höhlenboden war mit flauschigen Teppichen aus rosa Plüsch ausgelegt, an den Wänden hingen Ann Geddes-Bilder und die einzelnen Wohnbereiche der Anatca wurden durch klimpernde Perlenvorhänge von der Haupthöhle abgetrennt. Von der Höhlendecke hingen Windspiele, die ebenso unerträglich klingelten wie die Perlenvorhänge und in einer Ecke stapelten sich Bücher über Feng Shui.
    Vor dem Brunnen standen einige Anatca in Batikkleidern und diskutierten über die richtige Pflege von Usambaraveilchen.
    Neyasha konnte den Anblick nicht länger ertragen. Sie stürzte sich durch das Weltentor zurück und baute sich neben Dorte drohend vor dem Kind auf. "Sag bloß, du hast etwas damit zu tun! Na los, rück schon raus mit der Sprache! Was soll das hier?"
  • Veria setzte sich ächzend auf. Verdammte Prellungen.
    "Verdammt ... Laharia ..."
    Veria schlug sich den Kopf an einem zitronengelben Küchenkasten und ächzte lauter. Sie tat es Neyasha gleich und erschuf in der Küche ein Dimensionsportal direkt in die valekische Hauptstadt. Allerdings schloss sie es gleich wieder, als sie sah, dass die Villen an der ersten Querstrasse allesamt pastellfarben waren und die Bewohner schrecklich adrett gekleidet herumspazieren. Aber die so verschandelten Personen schienen die Katastrophe selbst nicht zu bemerken.
    "Die schön knalligen Farben!" jammerte Veria: "Alle weg!" Sie hatte sogar einen Marcoova in beige gesehen, was für ein Desaster, und seine Haare waren, noch schlimmer, BLOND.
    Da fiel ihr Blick auf ihre eigenen Klamotten, der weisse Rock war gestärkt und die eigentlich dunkelrote Weste war zartrosa.
    Das war zuviel. Sie begann zu schluchzen.
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