(MSG) Schöner Wohnen

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • (Ich hatte irgendwie auch den Faden verloren, weil wir inzwischen zwei Lösungsansätze hatten (Plotköttelchen und die Suche nach dem Schaltzentrum vs. Matrix-Geschichte... Dann mach ich mal den Anfang mit der zweiten Variante:)

    Latsi hatte sich inzwischen fröhlich trällernd in den säuberlich gepflegten Garten des Habitats begeben und hüpfte dort von Blüte zu Blüte, zufrieden mit sich und der Welt. DER Welt, denn es gab natürlich nur die eine. Auch wenn sie eine glitzernde Flatterelfe war, war sie sich doch bewusst, dass nur die Realität zählte, und sie war vollkommen glücklich mit der Aufgabe, die sie darin hatte: nämlich ein wenig Zauber und "Süüüüß"-Gefühle zu ermöglichen und das ansonsten höchst gefährliche Bedürfnis mancher Menschen nach Phantasie und diesem ganzen Schmarrn damit in geordnete Bahnen zu lenken.
    Also flatterte sie mit "Tanderadei" und "Tidelidum" von hier nach da, streute mit Glitter um sich und ließ sich ab und zu irgendwo nieder, um vorbeikommenden Bewohnern graziös zuzuwinken.
    Das letzte, was sie in ihrem Leben tat, war, sich ein besonders schönes Plätzchen in einem der kleinen Löcher zu sichern, die sich seit Neuestem in der Wand des adretten Gartenhäuschens öffneten. Die Bienen waren nicht sehr zimperlich, und sie starb sehr schnell an den drei Stacheln in ihrem zarten Elfenleib.
    I'm one of many, I speak for the rest, but I don't understand... (Genesis - Man Of Our Times)
  • Zufrieden betrachtete Jerron, was auf einem der tausend Monitore im Kontrollzentrum geschah.
    Es war ziemlich leicht gewesen, die Bienen zum Angriff zu bewegen. Er hatte ihnen einfach die Titelmelodie von Biene Maja vorgesungen.

    Die anderen Weltenbastler umzubringen würde nicht so einfach werden. Schließlich war die Heile Welt mit lauter TÜV- und Sicherheitsplaketten versehenen Gegenständen angefüllt, an denen man sich einfach nicht verletzen konnte!

    Jerron eilte aber erst mal zurück in die Halle, in der er vorher aufgewacht war und machte siach auf die Suche nach der Zigarrenkiste, in der Latsi bisher geträumt hatte.
    Er nahm ein Küchenhandtuch mit, damit die kleine Elfe auch etwas anzuziehen haben würde.
  • Irgendetwas war schief gelaufen. Eindeutig. Das Kind zog einen Flunsch und stampfte trotzig auf. Es wollte jetzt aber nicht, dass dieser Tunnel hier eine Sackgasse war. Es wollte wieder nach Hause, weg von dieser schrecklichen fuersorglichen Mutter und dem ultimativen Vater. Aber nichts passiert. Seit einer kleinen Ewigkeit war das Kind jetzt unterwegs, hatte endlich das Loch gefunden in dem das Karnickel verschwunden war und war dann recht unsanft runtergeplumpst und den sehr schraegen Gang unter irdischn weitergekullert. Boese kniff das Kind die Augen zusammen und starrte so finster ein Kind soetwas eben konnte das Ende des Tunnels vor sich an. Warum sie sehen konnte, dass der Tunnel zu Ende war, ueber soetwas dachte das Kind nicht nach, schliesslich hatte es im absoluten Dunkel geradezubesser gesehen als bei Tageslicht. Und die Wand war immernoch da.
    Das Kind wurde ernsthaft sauer und mit einem wuetendtrotzigen ' will! will! will!' huepfte es erbost wie es war im Dreieck. Und siehe da, kaum hatte es das dritte Dreieck begonnen, da schien es kurz zu schimmern und die Wand war weg. ..... Nunja.. eigentlich war eher der Boden weg und ein weiteres Loch hatte sich aufgetan. Mit einem " aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhh!" kuendigte das Kind sich an und mit einem dumpfen 'RUMMS' landete es in dem Sessel den jerron eben noch in Beschlag genommen hatte.
    Aber Jerron war ja gerade unterwegs Latsi zu holen und so war das Kind alleine in diesem seltsamen Raum. Umstaendig kletterte es in seinem schicken rosanen Kleidchen, das nun etwas erdig verdreckt war, von dem viel zu grossen Stuhl und tappte einmal durch den seltsamen Raum mit den Monitoren den es irgendwie nicht verstand. Aber was war das. Es griff nach unten und hielt ein Plotkuegelchen in der Patschehand. Aber irgendwie brachte das das Kind nicht weiter und hier war ja niemand. In einem verzweifelten Anfall von ' ihr koennt mich alle mal' trat das kaum fuenfjaehrige Kind gegen den naechstbesten Gegenstand, ein unschoenes Wort dass sie mal von Teria aufgeschnappt hatte folgte.



    iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeek
    Das Teriamobil poliert wie es war hatte keine Chance. Die Sekretaerin die gerade zur Post mit den Geschaeftsbriefen fuhr wusste kaum wie ihr geschah als ein monstroeses Schiff ploetzlich aus dem Nichts auf der Strasse auftauchte und das letzte was Teria sah war der massive Bug und das Schriftzeichen Titanic
    m vi: Dis Praisfrake was rehließd ander se Dschäneral Puplik Laizenz.
  • Der bayrische Quasi-Imker robbte auf Händen und Füßen durch das rosa angelaufene Weltenbastler-Habitat. Er hob kurz den Kopf, als er von fern das Quietschen von Bremsen und ein Krachen hörte, aber er war viel zu beschäftigt um sich darum zu kümmern.
    "Jetz grad net!" murmelte er mit zusammengebissenen Zähnen, und ging hinter einem adretten Sofa in Deckung, als eine Horde heilewelt-verbreitender Schmetterlinge vorbeiflog.
    Seine dicken Bäckchen leuchteten apfelrot vor Begeisterung. Die neue Beschäftigung als Kammerjäger begann ihm richtig Spaß zu machen! Dabei machte es überhaupt nichts aus, daß er von den Bewohnern verwirrt angestarrt wurde, die in ihrem Zustand der Verwirrung seinen bayrischen Dialekt nicht mehr zu verstehen schienen, und ständig etwas von klarem Hochdeutsch faselten.
    Eifrig hatte er alle Plotköttelchen aufgesammelt, die er finden konnte, und sie in seinen aufgeschnallten Rückentank geworfen, in dem es inzwischen verheißungsvoll brodelte und zischte.
    Und nun war er auf der Jagd nach dem Ursprung dieser Plage. Es war gar nicht so viel anders wie das Ausräuchern eines Wespennests. Und damit hatte er jede Menge Erfahrung.
    Den Weg der Schmetterlinge und der rosa Leuchtwolken zurückzuverfolgen, war eine echte Herausforderung. Schließlich stand der Kammerjäger vor der unauffälligen Tür zu einem kleinen Raum am Ende eines langen Ganges, die noch viel normaler aussah als alle anderen.
    In feinsäuberlicher rosa Schreibschrift stand da 'Abstellkammer für die Drittgarnituren lindgrün-lila gesprenkelter Plüschbettvorleger und hautverträglicher Duftseifen für die Gästequartiere. Betreten absolut nicht nötig.'
    "Hab di!" triumphierte der Kammerjäger, als ein farbenfroher Schmetterling in einer Wolke aus Rosa aus dem Schlüsselloch flatterte
    "Da schau her", murmelte er und rieb zufrieden die Hände. "Des war jo gaa net so schwer." Er zog das Netz seiner Imkerhaube tief herunter, überprüfte den Sitz seiner Handschuhe und den Zustand von Schlauch und Tank. Und dann drückte er die Türklinke hinunter.
    Eine aggressiv nach Rosenwasser duftende Wolke aus rosa hüllte ihn ein, nahm ihm die Sicht und begann durch seine Schutzkleidung zu sickern.
    Er tat das einzige, was noch helfen konnte:
    Er begann zu sprühen.
    Die Wolke schrie. Sie waberte und wogte, doch der Nebel aus verflüssigten Plotkötteln tat seine Wirkung, und sie wich zurück.
    "Damischer Nebel, damischer!" fluchte und hustete der Bayer, und blinzelte, als er langsam sehen konnte wo er war.
    Er war im Hauptkontrollraum des Habitats gelandet.
    Hunderte von Bildschirmen leuchteten an den Wänden, und die meisten davon waren jeweils auf einen bestimmten Weltenbastler ausgerichtet. In beinahe jeder Bildschirmecke leuchtete ein rosa glühendes Blümchen. Bei einigen Bildschirmen jedoch begann das Icon heftig zu flackern, nämlich bei denen, die Plotköttelspray abbekommen hatten, oder bei denen die Weltenbastler selbst ein Plotköttelchen gefunden hatten. Bei einigen wenigen war es komplett schwarz. Die entsprechenden Bildschirme waren außerdem zweigeteilt, sie zeigten die Leichen von Jerron, Latsi, Teria und das quietschlebendige Kind (wobei das Blümchensymbol beim Kind nicht schwarz, sondern in allen Farben schillerte) und gleichzeitig ein kleines Fenster, in dem ein Fragezeichen blinkte. Hätte er Zeit gehabt, sich das genauer anzusehen, wären ihm die Worte Re-locate_Missing_subjects. Search running.... ins Auge gefallen.
    Während er sich umsah, hatte sich die rosa Wolke zu einer weiblichen Gestalt geformt, deren schick lackierte Fingernägel einen exakten Dreivierteltakt auf die Verschalung der Hauptkonsole trommelten.
    Heileweltchen war sehr ungehalten. Auf ihrer Stirn zeigte sich eine steile Falte. "Kannst du mir mal erklären, was du hier machst?" flötete sie honigsüß. Ihr vorher so zufriedenes Summen hatte einen gefährlichen Unterton angenommen. Eine Wespe kurz vor dem Stich.
    Der Jäger-Imker lächelte breit. "Jo mei. Wie schaut's denn aus?"
    Und er drehte den Tank voll auf und begann zu sprühen.
  • Was war das?
    Ein verhüllter Mann mit überhaupt nicht ordentlich rasiertem Bart hatte Heileweltchen mit etwas besprüht, das nach... igitt... Kaninchenstuhl! roch. In Heileweltchens Welt hatten es Kaninchen gefälligst zu unterlassen, solch unangenehme Gerüche von sich zu geben!
    Und als wäre das nicht schon schlimm genug, so fand Heileweltchen sich auf einmal in der Schaltzentrale der Matrix wieder. Seine Haare waren verklebt, es schwitzte und ein Fingernagel war eingerissen. Unerhört!

    Irgendetwas lief hier furchtbar schief. Zuerst verschwanden nach und nach mehr Weltenbastler aus der Heilen Welt (TM) und dann wurde es selbst aus dem Programm gekegelt - immerhin hatten die verbliebenen Bastler noch nichts von dem Verschwinden ihrer Kollegen gemerkt und machten sich noch keine Gedanken. Noch konnte man das alles wieder geradebiegen. Man musste die vermeintlich Verstorbenen nur schleunigst wieder zurück in ihre VR-Tanks verfrachten und sie einer ordentlichen Hirnwäsche unterziehen.

    Aber darum würde es sich später kümmern. Erst einmal mussten die Welten begutachtet werden. Heileweltchen kramte in seiner Handtasche, fand einen Schlüssel und richtete ihn auf einen Punkt an der Wand, an dem sich plötzlich eine Tür abzeichnete. Ein Laserstrahl tastete die makellosen blauen Augen Heilweltchens ab, nahm eine Probe seines pfefferminzfrischen Atems und ließ endlich die Tür aufgleiten. Heileweltchen schlüpfte hindurch und die Tüt glitt hinter ihm zu, hinterließ keine Spuren an der Wand.

    Da waren sie, die Welten: Ordentlich in Glasvitrinen aufbewahrt, alle schön rund und sonnenbeschienen, hin und wieder von rosa Wattewölkchen bedeckt. Heileweltchen atmete erleichtert auf. Hierher waren die Bastler also noch nicht gelangt. Keiner hatte seine Welt zurückgenommen und wieder so unordentlich verschandelt wie zu dem Zeitpunkt, bevor Heileweltchen aufgeräumt hatte. Gut.
    Und jetzt würde es sich den aufgewachten Bastlern widmen. Das sollte kein Problem werden, schließlich hatte es ja noch seine Geheimwaffe in der Handtasche. (Kurz dachte es über die paradoxe Situation nach, dass sich die Matrixschaltzentralen-Minidimension in seiner eigenen Handtasche befand, die es gerade mit sich herumtrug und beschloss dann, dieses Problem zu ignorieren) In selbiger Handtasche wühlte es also nach der Geheimwaffe, bekam sie in die Finger, wollte gerade durch die Geheimtür wieder in die Schaltzentrale zurückkehren, als es hinter der Wand Stimmen hörte...
    Wer in Heileweltchens Namen schreiben möchte, melde sich unter diesem Namen an, Passwort: perfekt
  • Derweil in der Handtaschenmatrixschaltzentrale:


    Vorsichtig linste das Kind zwischen den Fingern hindurch, aber diese komische Tante war endlich weg. Vorhin war sie reingestuermt und ganz schnell hatte das Kind seine Patschehaendchen vor die Augen gehalten. Was es nicht sah, konnte es auch nicht sehen. Ganz simple und es hatte auch funktioniert. Heileweltchen hatte pruefend durch den Raum gesehen, den es betreten hatte, doch das Kind war unsichtbar gewesen solange es die Haendchen vor den Augen hatte und nichts sah. Jetzt waberte das kleine Schemen kurz, dann nahm das Kind vorsichtig die Haende weg und wurde wieder sichtbar. Es sah sich wieder um und zu den ganzen Schaltkonsolen. Kurzerhand kletterte es wieder auf den Stuhl, weiter auf diese ganzen Konsolen um die ganzen komischen Monitore zu begucken.
    Mehrere Laempchen und Lichtchen weckten seine Aufmerksamkeit und neugierig beguckte sie das Blinken um schliesslich begeistert darauf zu patschen. Und das Bild auf einem der Monitore flackerte einen kurzen Moment lang.



    Rattatatarattatatatatatatatarattattatatatataaaa.....
    " Zugbegleiter Irmakov bitte in Wagen vierundzwanzig, Zugbegleiter Imrakov bitte in Wagen vierundzwanzig....."
    Das monotone Rattern des Zuges machte muede, die einsetzende Daemmerung tat ihr ueberiges. Das Licht im Abteil war dezent, es war gerade eine dieser manchmal erstaunlich netten Damen mit ihrem Rolli duchgegangen um kaffee und Snacks anzubieten. Dorte, die eben noch irgendwo im Habitat gesessen hatte, konnte aus dem Fenster heraus die Schweizer Alpen entdecken, bald wuerden sie Basel erreicht haben und dann war es nicht mehr weit bis sie das kleine entzueckende Chalet erreicht hatte. Jaja, war es nicht schoen endlich wieder in den Bergen zu sein, die letzten Wochen an der deutschen Nordseekueste waren doch sehr anstrengend gewesen. Soviel flaches Land, das war doch einfach unmoeglich, nur Berge waren die wahre Heimat.
    m vi: Dis Praisfrake was rehließd ander se Dschäneral Puplik Laizenz.
  • Das Reaktionsvermögen der Elfe war erstaunlich. Sie tat einen tiefen Atemzug, unregelmäßiger als bis dahin, und schlug die Augen auf - und beinahe sofort spürte sie die kalte, eklige Flüssigkeit, in der sie lag, und die Kabel, die sie festhielten, und sie begann mit dem ungebändigten Freiheitswillen, der den Elfen eigen ist, um sich zu schlagen. Bevor sie überhaupt auf den Gedanken kommen konnte, Panik zu empfinden, hatte sie sich schon von den Kabeln befreit und stand auf. Sie versuchte zu fliegen, aber ihre Flügel waren völlig verklebt.
    Die Tür öffnete sich, und Latsi griff reflexartig über ihre Schulter, um einen Pfeil aus dem Köcher zu ziehen - aber da war kein Köcher. Auch in ihrer näheren Umgebung konnte sie nichts entdecken, was sie als Waffe hätte gebrauchen können. Als sie den Blick wieder auf den Eintretenden richtete, seufzte sie erleichtert auf. Jerron! Jerron, nackt mit einer Art Lendenschurz aus blauem Fell und einem Küchenhandtuch über dem Arm. Latsi kicherte nervös und stieg aus der Zigarrenkiste mit der Flüssigkeit heraus.
    Jerron schaute an ihr vorbei. "Hier, wickel dir das um!"
    Erst da wurde ihr bewusst, dass sie auch nackt war. Schnell hüllte sie sich in das Handtuch. Es war benutzt und roch angenehm nach Schmutz.
    "Wo hast du denn das aufgetrieben, sonst ist doch alles so sauber... - Wo sind wir hier überhaupt?" fragte sie.
    "Im wahren Leben", antwortete Jerron und grinste schief, "Und in der Gewalt eines oder einer Verrückten, wie's scheint. Wir müssen versuchen, auch die anderen Weltenbastler in der Heilen Welt sterben zu lassen - das scheint mir die einzige Möglichkeit zu sein, dem Programm zu entkommen. - Aber wir sollten dabei gut aufpassen, dass dieser Jemand uns nicht überrascht und wieder ein-matrixt."
    Latsi nickte nur. Ihre Flügel waren immer noch nicht zu gebrauchen, außerdem behinderte sie das Handtuch, also kletterte sie auf Jerrons Schulter, und beide machten sich auf den Weg zurück in die Schaltzentrale.
    Sie waren gerade an der Tür angekommen, als sie Geräusche von der anderen Seite hörten. Sehr vorsichtig öffnete Jerron die Tür einen Spalt, presste sich an die Wand daneben, und Latsi streckte langsam ihren Kopf vor.
    Sie sah...
    ... das Kind! Es kniete auf einem Stuhl vor einem Monitor, auf der Dorte zu sehen war, die in einem Zugabteil saß und gerade in diesem Moment irgendwie verstört in die Kamera zu schauen schien. In einer Ecke des Bildschirms flackerte ein Blümchen.
    "Was machst du denn da?" fragte Latsi so überrascht, dass sie gar nicht an die Gefahr dachte. Jerrons Zusammenzucken kam zu spät.
    "Söööne Bilder!" jauchzte das Kind auf und kletterte vom Stuhl.
    "Bist du bescheuert?!" zischte Jerron.
    "Schuldigung", sagte Latsi kleinlaut.
    Und dann öffnete sich ihnen gegenüber eine Wand, und ein sehr politisch und auch sonst korrektes Wesen, das aber interessanterweise nach Kaninchenscheiße roch, stürmte in den Raum.
    I'm one of many, I speak for the rest, but I don't understand... (Genesis - Man Of Our Times)
  • "Ihr habt vergessen, bei Terias Aufwachen dabei zu sein" sagte Heileweltchen.
    "Macht das mal und ich komm dann auch wieder. Ich tu dann auch ganz überrascht. Wir wollen ja schließlich, dass alles seinen ordentlichen Gang geht und nicht etwa" angewidert verzog es das Näschen "noch ein Logikfehler einschleicht!"
    Wer in Heileweltchens Namen schreiben möchte, melde sich unter diesem Namen an, Passwort: perfekt
  • *hiev* *Mund-zu-Mund-Beatmung mach* ;)

    Gleichzeitig stieß etwas - oder mehr jemand Jerron von hinten an, so dass er vollends in die Schaltzentrale stolperte und Latsi ihm von der Schulter rutschte.
    "Aua!" quiekte sie empört, als sie am Boden aufkam. Die Flügel taten immer noch nicht das, was sie sollten. Und jetzt war ihr natürlich das schmuddelige Handtuch entglitten und sie saß nackt auf dem Boden und rieb sich das Steißbein.
    Dieser Anblick schien Heileweltchen in einen Schockzustand zu versetzen, es stand mit einem seltsamen Gegenstand in der Hand da und rührte sich für einen Augenblick nicht von der Stelle.
    Als Latsi die Augen hob, sah sie, wer da so plötzlich von hinten herangekommen war: Teria! Wie eine Furie stürmte sie in den Raum, auf Heileweltchen zu.
    'High Noon', dachte Latsi, zog das Handtuch zu sich heran und versuchte, ihre Flügel vom Gel zu befreien.
    I'm one of many, I speak for the rest, but I don't understand... (Genesis - Man Of Our Times)
  • "WAS HAST DU MIT MEINEM MOBIL GEMACHT?? !!!!" brüllte Teria Heileweltchen an und merkte erst dann, daß sie es offenbar in vollem Lauf umgerannt hatte. Sie blieb stehen und drehte sich um. Das - was immer es auch war - rappelte sich gerade vom Boden auf. Es ähnelte entfernt einem sehr ordentlich und korrekt gekleideten Menschen, der nach Kaninchenscheiße roch und gerade von einer Nilpferdherde (oder einer wütenden Teria, was auf dasselbe hinauslief) niedergetrampelt worden war. Es ordnete seine Kleider und entdeckte einen Schmutzfleck an der Jacke. Während es noch völlig entgeistert darauf starrte, bemerkte Teria Latsi, Jerron und das Kind und wußte plötzlich, was hier so fürchterlich schiefgelaufen war. Keiner von ihnen hatte einen PLAN! Jeder war einfach nur völlig PLANlos durch die Gegend gerannt - da konnte ja nichts bei herumkommen. Teria nutzt Heileweltchens momentane geistige Lähmung, zog rasch einen Stift und einen Zettel aus der Tasche und schrieb mehrmals das Wort PLAN darauf. Dann zerriß sie den Zettel in vier Teile, faltete sie zusammen und warf sie den anderen zu. Und da jetzt alle einen PLAN hatten, begriffen sie auch sogleich, was zu tun war. Jerron und Teria stürmten vorwärts und warfen Heileweltchen mit vereinten Kräften auf den Boden. Latsi rannte in die Küche und kam mit mehreren grauenhaft scharfen Messern und Beilen zurück. Das Kind jauchzte bei diesem Anblick auf, haute aber weiter wild auf sämtlichen erreichbaren Tasten herum, bis die Schaltzentrale zusammenbrach und der gesamte Strom im Habitat ausfiel.

    Im düster roten Schein der Notbeleuchtung sah man, wie Latsi, Teria und Jerron die scharfkantigen Mordwerkzeuge untereinander aufteilten und sich mit teuflischem Grinsen Heileweltchen zuwandten.

    "Nein", jammerte es. "Das könnt ihr nicht machen! Das - das würde mir meine weiße Bluse verderben!"

    Keine Sorge", sagte Jerron. "Die waschen wir nachher."

    ...

    (Die nun folgende Szene wurde aus Jugendschutzgründen zensiert)

    ...

    Das Kind drückte weiter auf Knöpfe und Tasten, aber nichts tat sich mehr. Stattdessen öffnete sich eine Tür, und Dorte steckte den Kopf herein. "Wo seid ihr denn alle? Was macht - IGITT! Was ist DAS denn??!"

    "Och, nichts", sagte Teria und wischte das Messer ab. "Was macht das Habitat?"

    "Was schon? Sieht aus wie ein Schweinestall, überall herrscht Chaos und Verwirrung wie immer. Wieso, war was Besonderes?"

    Sie bekam keine Antwort. Jerron, Latsi, Teria und das Kind hatten einander bei den Händen gefaßt und tanzten einen wilden Jubelreigen um das, was von Heileweltchen übriggeblieben war. Und anschließend gingen sie alle was essen.

    ENDE

    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 8 ist fertich.
  • Original von Teria
    Ok so? ;D


    Sehr schön gemacht. Ihr habt es nicht nur geschafft, mich zu Hackfleisch zu verarbeiten, sondern auch die Kontrollzentrale kaputt zu machen.
    Das bedeutet, dass alle anderen Weltenbastler außer Teria, Latsi, Jerron, dem Kind und Dorte jetzt bis in alle Ewigkeit in der Schöner-Wohnen-Matrix eingesperrt sind und ihr habt keine Möglichkeit, ihnen über die Konsole garstige tödliche Unfälle anzutun, um sie aus der Matrix herauszuholen.
    Obwohl ich jetzt tot bin, bleibt mein Werk doch größtenteils bestehen.

    Und wieder einmal hat das Gute gesiegt!

    MUHAHAHAHAHAHA!!!!
    Wer in Heileweltchens Namen schreiben möchte, melde sich unter diesem Namen an, Passwort: perfekt
  • Maul jetzt, du bist tot ;D Und dadurch, daß deine Existenz ein Ende gefunden hat, hat sich die Heilewelt-Matrix auch in Nichts aufgelöst. Beweis mir das Gegenteil, wo du doch momentan schon durch die Eingeweide diverser entlaufenen Katzen und anderem Welten-Getier wanderst und dort von Bakterien in Einzelteile zerlegt wirst ... ;)
    Æýansmottír-Blog - Mysterion-Blog - Deviant - Mysterion - Æýansmottír (provisorisch) - Bloubbuji

    Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
    The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
  • Genau, du liegst da Völlig Valsch. Indem wir die Kontrollzentrale ausgeschaltet und den Strom kaputtgemacht haben, haben wir auch die Illusion, die du über das ganze Habitat gelegt hattest, zerstört, und alles ist wieder wie vorher! Nix mit "Das Gute hat gesiegt" - LANG LEBE DAS CHAOS!!!!

    ;D

    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 8 ist fertich.
  • Original von Heileweltchen
    Ihr habt es nicht nur geschafft, mich zu Hackfleisch zu verarbeiten, sondern auch die Kontrollzentrale kaputt zu machen.
    Das bedeutet, dass alle anderen Weltenbastler außer Teria, Latsi, Jerron, dem Kind und Dorte jetzt bis in alle Ewigkeit in der Schöner-Wohnen-Matrix eingesperrt sind und ihr habt keine Möglichkeit, ihnen über die Konsole garstige tödliche Unfälle anzutun, um sie aus der Matrix herauszuholen.


    Wieso, ich hänge auch nicht in der Matrix, hab doch die ganze Zeit über mit Susi geschmust... ;)
    Unvermindertes Susi-Glück! ;D

    I'm in love, I'm in love
    I'm in love with a strict machine

    http://doroc.jimdo.com
  • Benutzer online 1

    1 Besucher