[Tharis] Der Eisbaum (Pflanzenbeschreibung)

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  • [Tharis] Der Eisbaum (Pflanzenbeschreibung)

    De Sonne scheint, und ich hock noch immer hier und bin mit meiner Eiswüste beschäftigt, ich muss bekloppt sein ....

    Rune

    ______________________

    Der Eisbaum

    In der Eiswüste Andarions findet man diese Gewächse in abgelegenen Regionen. Von der Statur ähneln Eisbäume einer Eiche und erreichen eine Größe von etwa zehn Metern. Stamm und Äste des Eisbaumes sind von der Struktur und Oberfläche her der Eiche ähnlich, haben jedoch die Farbe von Schnee. Die Blätter des Eisbaumes sehen aus, als hätte sie jemand aus Glas geformt und sind trotz ihrer zumeist grazilen Form sehr hart. Sie sind etwas mehr als eine Männerhandfläche groß und durchsichtig. In ihrem Inneren verlaufen feine Äderchen in verschiedenen Blautönen, die für die Versorgung der Blätter sorgen.
    Der Eisbaum trägt seine Blätter ganzjährig, erst wenn er stirbt, wirft er all seine Blätter ab.
    In der Eiswüste wird das Holz des Eisbaumes zum Hausbau verwendet. Dazu begeben sich die Holzäller auf lange Reisen zu den entlegenden Hainen und fällen bis zu vier Bäume je Wanderung. Mehr als vier Bäume zu fällen gilt in der Eiswüste als Verbrechen gegen die Natur und die Götter. Legenden und Geschichten berichten von Gruppen, die nach habgieriger Fällung mehrerer Bäume einen qualvollen und langsamen Tod erlitten. Wissenschaftler vermuten jedoch, das eine höhere Konzentration des austretenden Saftes zu einer Vergiftung führt.
    Die gefällten Bäume geben einen klaren bis hellblauen sirupartigen Saft ab, der von den Holzfällern sorgfältig aufgefangen und später als Klebematerial um Beispiel für Fensterdichtungen verwendet wird. Nach der Saftentnahme werden die Bäume mithilfe von Nutztieren abtransportiert. Etwa drei Tage nach der Fällung ändern die Adern, die Stamm und Äste durchlaufen, ihre Farbe von blau in einen hellen Grauton. Ab diesem Zeitpunkt verliert das Holz auch seine klebrige Konsistenz und kann verarbeitet werden.
    Die Blätter des Eisbaumes werden nach der Fällung eingesammelt und ebenfalls einige Tage eingelagert, bis sich die Adern von blau zu grau färben. Danach werden die harten Blätter zu Schmuckstücken oder ähnlichem verarbeitet und als Eiskristall bezeichnet.
  • cool! :D
    ich mag solche Pflanzen und Bäume ...
    diese Eisbäume hören sich für mich einem sehr begehrten Baumaterial an, dass man theoretisch ja auch exportieren könnte - das Holz muss ja extrem widerstandsfähig sein, oder?
    und so oft wird die Bevölkerung der Eiswüste ja auch keine neuen Häuser bauen müssen, so dass eine Fällung auch mal ins Ausland gebracht werden könnte
    oder ist das auch gegen die Götter?
    oder ist der Zyklus der Fällung so lang, dass das nicht hinhaut?!

    allerdings frag ich mich wozu die Blätter gut sind
    wenn sie so durchsichtig sind, können sie ihre gewöhnliche Funktion ja nicht erfüllen, oder?
    abgesehen davon: egal! ich find die Idee als Schmuckstücke ziemlich cool!
    wobei ich die Blätter lang nicht so hart machen würde, sondern schon eher zerbrechlich
    ich stell mir das als ein cooles Schauspiel vor, wenn ein Sturm durch einen solchen Hain fegt und die Blätter mit sanftem Klirren zerbrechen
    das glitzert dann anschließend in der Sonne sicherlich herrlich :aww:

    mehr! ich will mehr Bäume und Pflanzen sehen! :dafuer:
    [20-02-2007] Update auf Anra'sari: die Geschichtsschreibungen der Perelemen und der Tel'sahr sind online
    [26-04-2009] Inspirationsweltchen: die Blattfeen
  • Nein, die Blätter des Baumes zerbrechen nicht. Sie verbleiben bis zum Tod des Baumes an ihrem Platz. Erst wenn der Baum in das Reich der Toten übergeht, fallen sie herunter und hinterlassen einen Teppich aus Glitzer. Die Funktion, die Energie der Sonne zu nutzen, erfüllen sie trotzdem. Das wird durch eine besondere Oberflächenstruktur ermöglicht. Ausserdem benötigt ein Eisbaum weniger Energie, da die Nährstoffe in seinem Inneren durch den dickflüssigen Sirup langsamer weitertransportiert werden.

    Die Blätter muss man sich wie Edelsteine (Diamanten) vostellen, daher auch die harte Struktur. Auf Andarion sind Schmuckstücke geschliffen aus Eiskristall sehr begehrt und auch auf den anderen Kontinenten schmückt man sich gern damit.
    Das Holz wird nur sehr selten exportiert, da die Beschaffung sehr anstrengend ist. Die Haine befinden sich mehrere Tagesreisen oberhalb von DaBeren. Das Holz den ganzen Weg hinab nach Siebenwind zu den Häfen zu transportieren, ist ein Aufwand, den die Eiswüstenbewohner nicht eingehen wollen.
    Von der Widerstandsfähigkeit ist Eisbaumholz etwas stärker als normales Holz. Es hat jedoch gegenüber normalem Holz den großen Vorteil, das es der Kälte besser wiedersteht und wird deshalb in der Eiswüste dem normalen Holz vorgezogen. Sonst könnte man ja einfach normales Holz nehmen.

    Grüße
    Rune
  • mh! wenn die Blätter NIEMALS abfallen, solange der Baum lebt, dann müssen die ja eine seltsame Wachstumsstruktur haben
    der ganze Baum wächst, aber die Blätter bleiben nach dem ersten Auswachsen gleich
    wobei es wahrscheinlich ewig dauert bis sich die Blätter überhaupt erst einmal gebildet haben ... Edelsteine entstehen ja auch nicht von heute auf morgen!

    ab wann dürfen denn die Bäume denn dann gefällt werden?
    die Haine müssen ja riesig sein, dass sich das ausgeht!
    [20-02-2007] Update auf Anra'sari: die Geschichtsschreibungen der Perelemen und der Tel'sahr sind online
    [26-04-2009] Inspirationsweltchen: die Blattfeen
  • Herjee, immer diese Naturwissenschaften ^^

    Ja, sie haben eine seltsame Wachstumsstruktur. Oder hast du schonmal einen weißen Baum mit blauem Lebenssaft gesehen? ;D

    Die Blätter wachsen mit dem Baum zusammen, bis sie die Größe einer Männerhand erreichen, dann hören sie auf zu wachsen.
    Da aber der Baum noch eine ganze Weile weiter wächst, entstehen immer neue, junge Blätter, die ebenfalls wachsen, bis sie die entsprechende Größe erreichen.
    Die Eisbäume, die in den verborgenen Hainen stehen, sind einige hundert Jahre alt, ähnlich wie Eichen eben. Die brauchen ja auch ewig, bis aus denen mal ein richtiger Baum wird :)
    Aber warum müssen die riesig sein, damit sich das ausgeht?

    Grüßle
    Rune
  • is versuch mal die Fragen zu stellen, die versuchen diese Logik zu klären:
    Wie oft müssen Häuser neu gebaut und somit Holz gefällt werden?
    Das dürfte in einer Generation doch durchaus öfter vorkommen oder?
    Das bedeutet pro Generation und Anzahl der Bevölkerung x Bäume. (ja ich bin teilweise Mathematikerin ;))

    Und wie alt muss ein Baum sein, dass er gefällt werden kann/darf?
    Doch sicherlich mindestens 50 oder 100 Jahre ... das heißt es braucht an die zwei/drei menschliche Generationen bis ein Baum gefällt werden kann.
    Das bedeutet: während ein Baum heranwächst, werden 2x bis 3x (oder sogar noch mehr) Bäume gefällt.
    Das hört sich für mich nicht gerade nach einer gesunden Population an ... es sei denn die Bäume wachsen extrem schnell oder sind in ausreichender Anzahl vorhanden, so dass sich die Haine wieder erholen können.
    [20-02-2007] Update auf Anra'sari: die Geschichtsschreibungen der Perelemen und der Tel'sahr sind online
    [26-04-2009] Inspirationsweltchen: die Blattfeen
  • *seufz*

    Also. Aus einem Baum kann man etwa ein halbes Haus bauen.
    Je Fällung werden bis zu 4 Bäume gefällt. Könnte man also aus diesen 4 Bäumen zwei komplette Häuser bauen.
    Da in den Eiswüstenstädten nicht sehr viele Leute siedeln, rechne mal mit einem neuen Haus im Jahr und diversen Reperaturen.
    Rechne also damit, das die Fäller 2 Bäume pro Jahr schlagen und verarbeiten.
    Wären in 10 Jahren 20 Bäume und in 100 Jahren 200 Bäume.
    Ein Hain hat ca. 300-400 ausgewachsene Bäume und eine große Anzahl Zöglinge, die noch zu klein zum Fällen sind. In 100 Jahren sind einige dieser Zöglinge groß genug um gefällt zu werden, und so gleicht sich das immer wieder aus.

    Hoffe, das ist jetzt einigermaßen verständlich, ich bin eigentlich nich so der Fan von wisenschaftlichen Abhandlungen über langweiligen Baumwuchs. Es ist einfach immer genug Bestand vorhanden, und wenn der Bestand zurückginge, zb. aufgrund eines Naturereignisses, dann würde halt weniger Holz von dort verwendet.
    So einfach.

    Grüße
    Rune
  • ich wollte dich mit meinen Fragen ja nicht langweilen, aber wenn du etwas postest, dann musst du halt mit Fragen rechnen ;D
    als notorische welten-perfektionistin will ich halt immer ALLES wissen

    ein einfaches "wow cool! was für eine tolle Idee" wirste von mir in den seltensten Fällen lesen ... das würde absoluten Kniefall meinerseits bedeuten ...
    und ich seh ehrlich gesagt keinen Sinn darin nur das hier zu erwarten ...

    abgesehen davon wollte ich dir keine langweilige Wachstumsbeschreibung entlocken, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass wenn man schon extra Pflanzen und Tiere beschreibt, auch das etwas mehr durchdenken kann (von müssen is keine Rede)
    und ja! deine Bäume werden wohl ausreichen
    [20-02-2007] Update auf Anra'sari: die Geschichtsschreibungen der Perelemen und der Tel'sahr sind online
    [26-04-2009] Inspirationsweltchen: die Blattfeen
  • ;D danke.

    Bin auch sehr dankbar für deine Fragen, und konnte sie hoffentlich auch alle beantworten.

    Aber ich bin prinzipiell jemand, der bei solchen Dingen wie Pflanzen oder Tieren eben nicht 100% perfekt sein will, immerhin dient Tharis als Grundlage für ein Schreibrollenspiel und da darf ruhig etwas Spielraum für die Fantasie der Mitspieler bleiben.

    Was ja nicht heißt, das ich mir nicht trotzdem ausreichend Gedanken dazu gemacht habe :)))

    Liebe Grüße
    Rune
  • Oh, die Fragen, die ich stellen wollte sind schon alle beantworten. (Wenn man zu spät kommt, muss man damit rechnen). :kopfwand:
    Die Eisbäume gefallen mir so sehr, dass ich einfach nicht glauben kann, wie man so eine schöne Pflanze fällen kann. Der Hain muss ja ein bezaubender Anblick sein. Hab sie auch andere Feinde außer Holzfäller? Irgendwelche Raupen, große Pflanzenfresser (denke gerade an so etwas wie eine nordische Giraffe, die es irgendwie schafft die Blätter zu zerkauen) oder irgendwelche Holzparasiten? (Jetzt hab ich ja doch noch eine Frage gehabt). :)
  • Sehr schoen find ich das :) Der Eisbaum und all das Drumherum gefallen mir wirklich ganz ausgezeichnet :thumbup:
    Bilder ??? (*mehr sehen will*)

    Original von dat Ly
    ich stell mir das als ein cooles Schauspiel vor, wenn ein Sturm durch einen solchen Hain fegt und die Blätter mit sanftem Klirren zerbrechen
    das glitzert dann anschließend in der Sonne sicherlich herrlich :aww:


    Auch wenn sie zu hart sind, um zu zerbrechen, reicht doch allein schon das Klirren, um reichlich Stoff fuer diverse fantastische Geschichten zu liefern :D

    Holzfaeller 1: Es zieht ein Sturm auf.
    Holzfaeller 2: Der Wald und der Sturm sind zwei Liebende. Hoerst du das. Der wald singt, um seine Geliebte zu begruessen.
    (*melancholisch rumspinn :freak:*)
  • Bilder gibts leider noch nicht. Ich bin noch zu sehr mit den Beschreibungen beschäftigt ...

    Natürliche Feinde hat der Eisbaum nicht, wie auch in einer so kargen Gegend. Gelegentlich streift mal ein Eistiger oder ein Eispferd durch den Hain, aber niemand frisst den Baum oder seine Blätter.

    *melancholie an* so etwas ähnliches hatte ich mir vorgestellt, ja ......*melancholie aus*

    Rune
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