Monotheismus

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 21.7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Mir gehts eigentlich nur darum, das Bild des "von der Kirche beherrschten", finsteren Mittelalters etwas gerade zu hängen. Die frühe Neuzeit war nämlich im Vergleich viieeel finsterer.

      Friedrich wurde 2 mal exkommuniziert - er führte sogar seinen Kreuzzug in diesem Zustand. Außerdem unterstand er es sich, mit den Muslimen zu VERHANDELN! Pfui! ;)
      Dennoch war er das "Staunen der Welt" - oder der Antichrist, je nach Sichtweise.
      Dir Kirche besaß bei weitem nicht die Macht, die sie in späteren Zeiten anhäufen sollte. Das ewige Gerangel zwischen Kaiser und Papst verhinderte die effektive Macht der Kirche.

      Toleranz kommt im katholischen Kanon nicht vor - insofern sollte man den Menschen des Mittelalters auch nicht mit modernen Maßstäben messen - DAS meinte ich. Im Vergleich zu späteren Jahren lebte der mittelalterliche Mensch zwar religiös aber durchaus nicht immer unter dem Joch der Kirche. Das weltliche Joch war meist schlimmer.
      Auch der Respekt gegenüber der Kirche dürfte sich in Grenzen gehalten haben, wenn man bedenkt, dass einige Städte den herrschenden Bischof einfach aus der Stadt warfen und seine Truppen vertrieben. ;)
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      wären die Toten ohne Zahl." - Filipo Vadi "De Arte gladiatoria dimicandi"
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    • Die Erde als empirisches Beispiel für euer Meinung ist sehr mager und außerdem nicht theoretisch unterstuzt mit weiteren Beispiele. Vielleicht gehört dieser Thread woanders?
      Und wenn nicht: vielleicht lohnt es sich, eine Gedanken daran zu verschwenden mit ein "Was wäre, wenn...?" Christentum ist nicht das Alpha und Omega der religiösen Welt, weil zufällig das Westen, bzw. unsere Heimat Chirstlich ist. im Mittelalter zB war die Arabische Muslim Welt am weitesten fortgeschritten - warum gibt es keine phantastischen Welten wo es identisch ist?

      Zurück zum Anlass:

      Wo liegen die Vor- und Nachteile?

      Je nach der Glaubiger es haben will

      Wie zeigt sich Gott?

      Gibt es nicht, IMHO.

      von Mitgliedern anderer Religionen?

      Es gibt nicht einen Wahrheit oder Ideal, sondern mehreren. Polytheismus ist tolerant, Monotheismus nicht, weil es nur 1 Beispiel, 1 Idee, 1 Wahrheit gibt. Monotheismus erlaubt es nicht, über die Grenzen zu blicken. Das Atheismus hat das gleiche Vorteil als das Polytheismus.

      Gitb es eigentlich außer Judentum, Christentum und Islam noch andere (kleinere?) monotheistische Religionen?

      Katholismus hat seine Heiligen und ist daher nicht ganz Monotheistisch. Odinismus hat neben der einziger Gott die andere Götter. Laut die Antroposofen ist Baldr der einziger Gott, aber der hat auch seine Mit-Götter. Die meisten Ur-Religionen sind aner Dualistisch: Gott und Gottin
      Es ist doch Deine Schuld, dass Deine Welt ist, wie sie ist. :P
      Aquilifer: die Weltenbastler: Wir zerstören deutsches Kulturgut seit 1999
    • @Althalus: Mir ist schon klar, dass das Mittelalter vermutlich nicht so lief wie in Robin Hood - Prince of the Thieves dargestellt ;)
      Aber die katholische Kirche war im MA und auch spaeter kein Haufen Unschuldslaemmer. Das zeigt sich imho schon daran, welche Wichtigkeit und Macht als Institution sie erlangt hat. Zu sowas kommt man imho nicht durch "Liebsein". Und es gab auch im Mittelalter Sekten die verfolgt wurden, und gerade durch das morgenlaendische Schisma und die Gegenpaepste wird ja klar, dass hier einige "die einzig richtige Wahrheit vor Gott" gefunden hatten und darueber bzw. ueber die damit verbunde Macht handfeste Streiterein vom Zaun brachen. Wenn es aber nur eine Wahrheit fuer die jeweiligen Kirchenoberen gibt, dann besteht fuer diese kein grosser Wunsch nach einer Forschung, die evtl. andere Ergebnisse herausbringt.
      Ob es dabei um Wahrheit oder um Macht geht, ist fuer die Forschung an sich einerlei. Es ist ziemlich egal, ob Galilei nicht geglaubt wird, weil die Kirchenoberen glauben, dass er Unrecht hat, oder weil es ihre Autoritaet untergraben wuerde, wenn sie zugaeben, er haette recht. Die Ergebnisse seiner Forschung sind dennoch unerwuenscht.

      Das Problem ist imho das - zumindest im Christentum auftretende: Ein Gott, eine Wahrheit, keine andere Sichtweise. Wenn dann noch jemand glaubt, die Wahrheit schon gefunden zu haben, ist fuer ihn alle weitere Forschung unnoetig. Gleichzeitig ist jemand, der eine hohe Wahrheit kennt meist angesehen, weil er den Leuten die Welt erklaeren kann. Also streben viele Maechtige nach der Durchsetzung ihrer Wahrheit.
      Waere es aber in einer monotheistischen Religion anerkannt, dass die Wahrheit noch nicht erkannt wurde, aber herausgefunden werden soll, dann wuerde sich wohl eine religioese Wissenschaft herausbilden, die versucht, die Wahrheit zu ergruenden. Hm... Kabbalismus koennte man evtl. als sowas sehen :)

      Original von Yaghish
      Die Erde als empirisches Beispiel für euer Meinung ist sehr mager und außerdem nicht theoretisch unterstuzt mit weiteren Beispiele.

      Die Erde ist aber das einzige, was wirklich real existiert und woran wir uns alle orientieren koennen. Weitere reale Welten stehen zumindest mir leider nicht zur Verfuegung, also geht "empririsch" nur mit der Erde. ;)
      Und wie man etwas theoretisch mit Beispielen unterstuetzen kann, verstehe ich nicht. Beispiele haben es an sich, dass sie nicht theoretisch, sondern praktisch-real sind.

      Vielleicht gehört dieser Thread woanders?

      Wenn du das denkst, sag mir, wohin - ich seh im Moment kein besseres Board dafuer.


      Und wenn nicht: vielleicht lohnt es sich, eine Gedanken daran zu verschwenden mit ein "Was wäre, wenn...?" Christentum ist nicht das Alpha und Omega der religiösen Welt, weil zufällig das Westen, bzw. unsere Heimat Chirstlich ist.

      Das stimmt - zumindest bei mir ist es aber so, dass ich im Laufe meiner Schulkarriere und meines sonstigen Lebens durchaus mehr Wissen ueber das Christentum angesammelt habe, als ueber den Islam. Also tu ich mich leichter, darueber zu argumentieren.

      im Mittelalter zB war die Arabische Muslim Welt am weitesten fortgeschritten - warum gibt es keine phantastischen Welten wo es identisch ist?

      Du meinst eine 1001-Nacht-Kultur, die kulturell sehr weit entwickelt ist in einer Fantasywelt?
      *schultern zuck* Was ist mit den Tulamiden in Aventurien? Natuerlich entsprechen sie einem Klischee-Abklatsch, aber das ist ja bei den "europaeischen" Voelkern in Aventurien auch nicht anders.


      Wo liegen die Vor- und Nachteile?

      Je nach der Glaubiger es haben will

      Ich suche nach Vor- und Nachteilen fuer den Fortschritt. Zumindest technischer Fortschritt laesst sich einigermassen bestimmen und haengt nicht subjektiv von der Einstellung eines Glaeubigen ab.


      Gitb es eigentlich außer Judentum, Christentum und Islam noch andere (kleinere?) monotheistische Religionen?

      Katholismus hat seine Heiligen und ist daher nicht ganz Monotheistisch.

      Tja, aber dennoch sind alle Heiligen primaer Mittler zwischen Menschen und Gott und Gott definitiv untergeordnet. Insofern ist schon noch dieser Gott fuer die "oberste Wahrheit" zustaendig...
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Forschung und Monotheismus stehen nicht im Widerspruch zueinander. Das beste Beispiel dafür ist der Mönch Gregor Mendel, der de facto die Genetik entwickelt hatte.

      Original von KeyKeeper
      Es ist ziemlich egal, ob Galilei nicht geglaubt wird, weil die Kirchenoberen glauben, dass er Unrecht hat, oder weil es ihre Autoritaet untergraben wuerde, wenn sie zugaeben, er haette recht. Die Ergebnisse seiner Forschung sind dennoch unerwuenscht.

      Jain.
      Das kopernikanische Weltbild wurde als mathematische Berechnungsweise sehr wohl akzeptiert. Und Galileo war auch lange Zeit innerhalb der Kirche hoch angesehen.
      Das der werte Herr später in Ungnade fiel, ist also nur bedingt der Kirche als Ganzes anzulasten. - Immerhin existierte das kopernikanische Weltbild schon lange, ohne dass die Kirche einschritt.

      Weitere reale Welten stehen zumindest mir leider nicht zur Verfuegung, also geht "empririsch" nur mit der Erde. ;)

      Empirisch gibt es sicherlich nur die irdischen Religionen.
      Aber es gibt ja auch die sogenannten Gedankenexperimente. (Die typischen "Was wäre, wenn...?" Fragen.)