[Wey'on] Tiere

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    Vom 22.-25.11. findet das Weltenbastler-Wintertreffen in Arnolds Ferienhof in Oberlauringen (Landkreis Schweinfurt) statt. Zur verbindlichen Anmeldung geht es hier lang.

    Neulinge sind wie immer höchst erwünscht und wir freuen uns euch kennenzulernen!

    • [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Zur Zeit liegt mein Schwerpunkt an meiner Welt u. a. in der Überarbeitung bereits vorhandener Tier- und Pflanzenarten. Ich geb euch mal eine kleine Kostprobe meiner Beschreibungen (da einige sicherlich Interesse daran haben, etwas über Vey'on zu erfahren %-)). Was haltet ihr davon? Gibt's Verbesserungsvorschläge? ???

      Fadenfänger

      Typ: Aufsitzer (-pflanze)
      Ausmaße: Fäden bis zu 20 m tief, wenige cm breit und maximal 10 cm lang; Aufsitzerteil bis 10 cm hoch, etwa 20 cm Umfang (fast die Hälfte davon entfallen auf die Blätter)
      Verbreitung: Vorderostland
      Lebensraum: Häufig in Sümpfen, gelegentlich in Wäldern
      Beschreibung: An sich ist der Fadenhänger eigentlich recht unscheinbar. Wie für Aufsitzer üblich, wächst er auf einem Ast heran, um den er sich mit einigen Wurzeln klammert. Seine tiefgrünen, länglich ovalen Blätter sind mit bis zu 20 cm länge recht groß. Der Rest dieses Teils ist etwas heller gefärbt. Das auffälligste Merkmal dieser Art sind jedoch die leuchtend roten Fäden, welche bis etwa 20 m vom Ast des Trägers hinab reichen und einen süßlichen Duft verströmen. Sie mögen wie Luftwurzeln aussehen, und tatsächlich beschaffen sie einen Großteil der Nährstoffe. Sobald ein Insekt ihren Duft wahrnimmt und an der breiten, im Wind wehenden Seite landet, bleibt es an einem Sekret kleben. Sobald sich eine gewisse Menge an Beute angesammelt hat, zieht sich der Faden zusammen, bis er unter dem Aufsitzerteil ist. Dann beginnt die Verdauung, die wohl einige Tage dauert. Sobald diese abgeschlossen ist, rollt er sich wieder aus, um neue Beute zu machen. Ein einzelner Fadenfänger bilet 1 Faden aus, wenn er als junges Wesen auf einem Ast sprießt, und kann später bis zu 6 davon besitzen. Wenn allzu große Tiere hineinrennen, reißen die Fäden allein ab. So wird die Mutterpflanze nicht runtergerissen.
      Im dritten und vierten Val'ja eines Jahres bilden sie kleine weiße Blüten aus, die mit einer gelben Blüte und mehreren kurzen, tropfenhaften Blütenblätten unseren Gänseblümchen sehr ähneln. Die Blüten sitzen zu mehreren in einem Strauch. Im siebten und achten Val'ja schließlich hat sich daraus ein kleiner Ballen weißer Beeren gebildet, die bei Menschen zu Schwindel und Brechreiß führen können, wenn mehr als drei pro Tag davon gegessen werden. Vögeln hingegen macht das nichts aus. Zusammen mit ihrem Kot verteilen sie die runden, unverdaulichen schwarzen Samen im Wald. Landen diese auf einem geeignetem Ast, kann daraus ein neuer Fadenfänger erwachsen. Dessen Lebenserwartung dürfte mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte betragen.
      Nutzen: Ein Verwendungszweck ist nicht bekannt. Die im Wind dahinschwingenden Fäden sind für größere Lebewesen harmlos, können jedoch bei Kontakt mit dem Auge durch ihren Klebstoff zu einem stechendem, über mehrere Tagesachtel anhaltenden Schmerz führen und währenddessen die Seekraft beeinflussen. Einige insektenfressende Vögel nutzen die Fäden sogar, indem sie Opfer von diesen picken und sich so selbst sättigen.

      Falschblumenechse

      Typ: Fleischfresser
      Ausmaße: Torsobeginn nach ungefähr 5 cm, Schulterhöhe 10 bis 15 cm, Länge 20 bis 35 cm
      Verbreitung: Zwei Unterarten in Noan: Gelbfalschblumenechse im Norden; Weißfalschblumenechse im Süden
      Lebensraum: Gelegentlich Wälder
      Beschreibung: Der Name dieser Art rührt nicht von ungefähr her. Sie besitzt nämlich einen Kragen am Hals und ein innen rot gefärbtes Maul, die zusammen eine Blüte immitieren. Selbst die Zunge endet in zwei dünnen, roten Enden. Der restliche Körper färbt sich in begrenzter Weise in kurzer Zeit wie der Untergrund, kann aber nur braune bis grünliche Farben nachahmen. So bleibt dieser Teil fast unsichtbar. Die Statur ist dürr, Hals und Gließmaßen recht lang. Der Schwanz ist dünn und zum Greifen gedacht. Das Tier verbringt fast sein ganzes Leben auf den Bäumen. Wenn es Hunger bekommt, öffnet es einfach sein Maul, breitet seinen Kragen aus und hebt den Kopf. Lässt sich nun ein Kleintier im Maul nieder, um die vermeintliche Blüte nach Nektar abzusuchen, schnappt die Falle zu und der Betrüger ist um eine Mahlzeit satter. Es gibt zwei Unterarten, die sich nur gering durch die Form der Kragen und deren Farbe unterscheiden. Bei der Gelbfalschblumenechse in den Regenwäldern des Nordens ist er gelb, bei der Weißfalschblumenechse hingegen weiß (manchmal auch mit roten Streifen). Übrigens ist der Kragen fast unsichtbar, wenn er zusammengefaltet am Körper anliegt. Er wird auch als Drohung gegen Feinde oder Konkurrenten eingesetzt, wenn die Tarnung nicht mehr hilft. Fauchgeräusche kommen noch hinzu, wenn sie sich so groß wie möglich machen. Gute Futterplätze sind z. B. ein Streitgrund. Jeder Fressfeint lässt sich damit jedoch nicht abhalten.
      Paarungsbereit sind die Weibchen im dritten und Ende des siebten bis Anfang des achten Val'ja. Außerhalb dieser Zeit meiden die Geschlechter einander. Wenn sich währenddessen ein Männchen und ein Weibchen treffen und sie an ihm interessiert ist, beginnt das Vorspiel. Dazu spreizen und legen sie ihre Kragen abwechselnd ab und an und bewegen dabei den Kopf von links nach rechts. Dabei berühren sie sich nicht und stoßen kehlige Laute aus. Ungefähr nach 10 Ulwyn (1/4 Erdstunde) korpulieren sie für ungefähr dieselbe Zeitspanne. Dann trennen sie sich auch schon wieder. Sollten mehrere Männchen in Frage kommen, entscheidet sie sich für jenen Partner, der ihr am Besten gefällt. Das Weibchen nun legt seine Eier in Aufsitzer auf den Baumästen, die mit ihren Blättern Sammeltrichter besonders für Wasser bilden. Die darin befindlichen, kleinen Teiche kann das Weibchen aber nicht gebrauchen. Sie macht ein oder mehrere kleine Löcher in den Trichter, wodurch das Wasser hinausläuft, und legt dann ihre künftigen Nachkommen darin ab. Interessanterweise betreibt nur die nördliche Unterart Brutpflege, indem die Weibchen bei den bis zu 10 Eiern bleiben und sie so gut wie möglich bewachen. Ihre Verwandten tun dies nicht. Nach eineinhalb Val'ja (und somit um die 65 Tagen) schlüpfen die Kinder und müssen fortan für sich selbst sorgen. Wenigstens haben sie schon ihren Kragen und müssen nicht fürchten, von Artgenossen verspeist zu werden. Trotzdem erreicht nur ein kleiner Teil das Erwachsenenalter von eineinhalb Jahren.
      Nutzen: Den haben sie bisher nicht für die Kulturschaffenden.
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Sehr schön. :) So muss das aussehen.

      Interessant zu wissen wären bei der Echse noch die natrürlichen Feinde. (Nur kann man die oft erst angeben, wenn man sie gebastelt hat; ich kenn das ;D ).
      Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen.
      - Kurt Tucholsky über Rudolf Steiner
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Naja, man sollte vielleicht nochmal ein paar Gedanken auf den Mundgeruch der Falschblumenechse verwenden (wie kommt der zustande? Frisst die Echse wohlmöglichg die ganze Zeit Blumen?), der dürfte für die Jagt ausschlaggebend sein (ich weiß ja nicht worauf die Insekten in deiner Welt so stehen).

      Bei dem Fadenfänger würde ich noch mal am Namen drehen, für die Wissenschaft ist der ok, aber für das gemeine Volk ist der Zweck der Fäden nicht so ersichtlich, vielleicht sogar egal, so dass es eher dazu neigen würde, die Pflanze "Bordelvorhang" zu nennen oder so.
      Zudem kann ich mir vorstellen, dass so ein 20m Pflanzenpfaden für Vögel in Singvogelgröße eine erhebliche Gefahr darstellen.
      Vielleicht könnt man auch Raubinsekten oder Spinnen machen, die sich irgendwie an der Beute der Pflanzen zuschaffen machen, die irgendeinen Schutzmechanismus gegen die Klebe entwickelt haben. Oder vielleicht auch kolibrigrosse Klettervögel, hmmm...

      Das sollte jetzt kein Gemecker sein, nur so ein paar Aspekte, die mir so aufgefallen sind/ einfielen, ansonsten schonmal ein :hail: ob der Detailtiefe.
      Mein Avatar ist 100% Reinrass- äh -rechtlich, natööööörlich!
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Die Falschbumenechse find ich toll, erinnert mich an so Insekten die ich bei der Reportage The Future is wild gesehen hab, die konnten zu 4. oder so eine Blume bilden.

      Hey, das war gar keine so schreckliche oder abwägige Idee! ;)

      @Snapshot:
      Das werden wohl u. a. die in Gruppen lebenden ... sein, die mit einer intelligenten Spezies eng verwandt sind (Crüan für die Wissenden).

      @brotkopp:

      Naja, man sollte vielleicht nochmal ein paar Gedanken auf den Mundgeruch der Falschblumenechse verwenden (wie kommt der zustande? Frisst die Echse wohlmöglichg die ganze Zeit Blumen?), der dürfte für die Jagt ausschlaggebend sein (ich weiß ja nicht worauf die Insekten in deiner Welt so stehen).

      Interessanter Aspekt. Natürlich kann ich jetzt anmerken, dass Insekten auf der Erde auch nicht immer Attrappen ' erschnuppern' (z. B. gewisse Gottesanbeterinnen) - aber schließlich gibt's FBEn hier nicht. Allzusehr stinken wird sie aber eher nicht.

      Bei dem Fadenfänger würde ich noch mal am Namen drehen, für die Wissenschaft ist der ok, aber für das gemeine Volk ist der Zweck der Fäden nicht so ersichtlich, vielleicht sogar egal, so dass es eher dazu neigen würde, die Pflanze "Bordelvorhang" zu nennen oder so.

      Keine Ahnung, ob bei mir Rotlicht auch was mit Bordellen zu tun haben wird. Außerdem können die das ja sehen! Dafür sind keine komplexen Messungen oder Berechnungen von Nöten! :P

      Zudem kann ich mir vorstellen, dass so ein 20m Pflanzenpfaden für Vögel in Singvogelgröße eine erhebliche Gefahr darstellen.
      Vielleicht könnt man auch Raubinsekten oder Spinnen machen, die sich irgendwie an der Beute der Pflanzen zuschaffen machen, die irgendeinen Schutzmechanismus gegen die Klebe entwickelt haben. Oder vielleicht auch kolibrigrosse Klettervögel, hmmm...

      Ich hab ja schon die Vögel erwähnt, die sich Insekten vom Faden schnappen. Außerdem gibt's nur eine Art Fadenfänger in einem Teil der Welt. Von einer einzigen derartigen Pflanze könnten wohl kaum mehrere Arten und die Pflanze selbst leben - schließlich überleben Schmarotzer nur so lange, wie es ihre Opfer auch gibt. Aber eine Art überlege ich mir vielleicht. :idee:

      Besteht eigentlich Interesse an weiteren Kostproben? ???
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Interessanter Aspekt. Natürlich kann ich jetzt anmerken, dass Insekten auf der Erde auch nicht immer Attrappen ' erschnuppern' (z. B. gewisse Gottesanbeterinnen) - aber schließlich gibt's FBEn hier nicht. Allzusehr stinken wird sie aber eher nicht.

      Naja. Blumen müssen nicht immer hüpsch duften. Es gibt auch eine ganze Reihe Pflanzen, die den betörenden Duft von Aas oder Fäkalien verströmen und damit Insekten anlocken, die auf so etwas stehen.
      Also kann die Echse auch ruhig tierischsch aus dem Maul stinken, solange es eine Insektenart gibt, die diesen Geruch toll findet ;)
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Eben, ich hab ja keine Ahnung, auf was die Insekten in dem Wald so Bock haben, oder welche Insekten das sind, ich glaub (nichts Genaues weiß ich nicht, ah, nein, bitte nicht festnageln!) halt nur, dass Geruch bei Insekten eine Wichtige Rolle spielt, und man sich darüber ein paar Gedanken machen kann.

      @Fadenfänger.Name:
      Mir ist der Name nur halt ein bisschen zu funktionell, wenn das eine SF-Welt ist, oder nur Gelehrte von dieser Pflanze wissen (weil der Wald nicht besiedelt ist, oder weil sie zu hoch hängt...), ist das in meinen Augen voll in Ordnung. Wenn allerdings Bauernvolk hinzukommt, sollten Pflanzen generell mindestens 3 verschiedene Bezeichnungen haben ;D

      @Vögel:
      Wahrscheinlich gibt es ein Haufen bessere Orte um Klettervögel einzubauen, zum beispiel in Gumbien...
      *vor sich hinmurmelnd schnell mal Notiz mach: "Affenersatz aus Vögeln basteln"*

      Besteht eigentlich Interesse an weiteren Kostproben?

      Wenn ich solche Sachen sage wie "ich würde aber...", "man sollte dann doch..." ist das alles höchst unverbindlich und nicht als Ablehnung deiner Arbeit gemeint, lediglich der Ausstoß dessen, was mir beim Lesen so durch den Kopf geht. Auch wenn du darauf nicht eingehst, finde ich deine Schöpfungen gut, also in diesem Sinne: ja :)
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    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora


      @Fadenfänger.Name:
      Mir ist der Name nur halt ein bisschen zu funktionell, wenn das eine SF-Welt ist, oder nur Gelehrte von dieser Pflanze wissen (weil der Wald nicht besiedelt ist, oder weil sie zu hoch hängt...), ist das in meinen Augen voll in Ordnung. Wenn allerdings Bauernvolk hinzukommt, sollten Pflanzen generell mindestens 3 verschiedene Bezeichnungen haben ;D

      Sofern du nur zusätzliche Namen meinst: Spinnrad heißt auch nur Spinnrad, und Wind-/Wassermühle sind auch ziemlich direkt beschreibende Namen! Von einem Zweitnamen dafür hab ich noch nie was gehört! :P

      Wenn ich solche Sachen sage wie "ich würde aber...", "man sollte dann doch..." ist das alles höchst unverbindlich und nicht als Ablehnung deiner Arbeit gemeint, lediglich der Ausstoß dessen, was mir beim Lesen so durch den Kopf geht. Auch wenn du darauf nicht eingehst, finde ich deine Schöpfungen gut, also in diesem Sinne: ja :)

      ICH VERSTEHE DIESES FORUM ALS EINEN ORT KONSTRUKTIVER KRITIK! Daher sind es genau derartige Verbesserungsvorschläge und Anmerkungen, die ich mir erhoffe, wenn ich meine Sachen hier präsentiere. Ich kann die Forumsmitglieder einfach nicht verstehen, die eine Geschichte oder ähnliches hier posten und dabei schreiben " bitte keine Kritik"! Das finde ich sowas von Unlogisch. Also, bevor noch fünf weitere sich für ihre Kritik entschuldigen: immer schön höflich bleiben, dann geht es schon.
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    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Jetzt gibt's wieder ein wenig mehr Tiere und Pflanzen, und zwar wieder eine Pflanze und ein Tier:

      Blattschnapper

      Typ: Aufsitzer
      Ausmaße: bis zu 15 cm hoch (Fangblatt, Attrappe bis 5), Durchmesser maximal 10 cm
      Verbreitung: Weltweit verschiedene Unterarten
      Lebensraum: Gelegentlich in Sümpfen, selten in Wäldern
      Beschreibung: Ein Blattschnapper besteht aus einem Wurzelgeflecht, dass sich um den Ast eines Baumes erstreckt, einem einzelnem Blatt und einer falschen weißen Blüte. Das einzige Blatt befindet sich seitlich an bzw. über der Blütenattrappe. Sobald sich ein Insekt auf dieser niederlässt, umschließt das Blatt sein Opfer blitzartig und beginnt im Anschluss daran mit der Verdauung. Da Blatt und Attrappe mit dünnen, klebrigen Härchen besetzt sind, kann das Opfer nicht entkommen. Für gewöhnlich bilden die Unterarten eine mit hellorangen oder strahlend blauen, einige cm langen herzförmige Blättern versehene gelbe oder rote Blüte im Frühjahr auf der Astunterseite ihres Trägerbaums. Ein halbes Jahr später hat sich daraus eine kleine, gelbe Schote von gerader Form entwickelt, die von baumbewohnenden Tieren gefressen und über deren Ausscheidungen die vier bis zwölf darin befindlichen Samen verteilt werden. Die Blattschnapper können etwa zwei Jahrzehnte lang gedeihen - wenn sie nicht gefressen oder von Konkurrenten (wie Pilzen) verdrängt werden.
      Nutzen: Die Schoten haben einen bittersalzigen Geschmack und sind demzufolge nicht sehr gefragt. Andere Verwendungsarten gibt es bisher nicht.

      Borchenfresser oder Zweifarbenfletscher

      Ausmaße: Torsobeginn nach ungefähr 30 cm vorne und 20 cm hinten, Schulterhöhe etwa 0,9 bis 1,2 m, Hauer etwa 5 cm lang, Körperlänge 1,1 bis 1,4 m
      Verbreitung: Von der Westküste Mittellands im Westen bis zu den Ebenen nördlich der Südländer Höhen, den Nordbergen Ostlands und Gin Jas'on im Nordosten, nicht in Vorderostland und südland
      Lebensraum: Gelegentlich Hochgebirge, Grasland und Wälder, selten Sümpfe (in Mittelland südlich der Wasserscheide und nördlich der Weißen Wüste je eine Stufe seltener)
      Beschreibung: Diese vierbeinigen Jäger haben eine ledrige, rotbraune Haut mit bräunlichen Flecken. Der Körper ist stämmig und kurz, die Schnauze länglich und flach und ein Schwanz nicht vorhanden. Aus dieser ragen zwei nach oben gerichtete Hauer heraus, mit denen sie ihrer Beute schwere Wunden zufügen können. Außerdem können diese leicht steckenbleiben, wonach sich jedoch ein neuer Hauer aus dem Mund bohrt. Im Zahnfleisch haben sie immer einige davon auf Lager. Das restliche Gebiss kann mühelos Knochen knacken. Im Gesicht der Männchen ist die Haut besonders wulstig. Auch an den Extremitäten finden sich Waffen in Form scharfer Krallen an den drei Zehen, mit denen sie schnelle Schläge ausführen können. Ihre Vorderbeine sind etwa eineinhalb mal so hoch wie die Hinterbeine. Sie jagen fast nur aus dem Hinterhalt, weil sie für längere Verfolgungsjagden zu langsam sind, leben einzelgängerisch und verteidigen ihre Reviere energisch gegen Artgenossen. Daher sind viele Gesichter gerade von älteren Tieren von Narben übersäht, die von Hauern ihrer Gegner hinterlassen wurden. Echte Revierkämpfe kommen allerdings nur in Notzeiten häufig vor. Ihr Territorium markieren sie durch Urinspuren an Bäumen und Felsen, an denen sie auch ihre Hauer und den restlichen Körper reiben (meist bevor sie ihre Markierung setzen). Dies dient der Reinigung und gab ihnen ihren erstgenannten Namen. Der Andere bezieht sich darauf, dass sie als Drohgebärde gegen Artgenossen und Feinde ihre Zähne fletschen.
      Beim Nahrungserwerb fügen sie für gewöhnlich dem Opfer eine oder mehrere schwere Wunden zu und folgen dann der Blutspur. Einige jedoch können entkommen, während andere nicht dem Zweifarbenfletscher, sondern anderen Raubtieren in die Klauen fallen. Zum Festhalten der Beute sind die Hauer ungeeignet, da sie ja leicht steckenbleiben. Den direkten Halsbiss wenden sie nicht an und Kulturschaffende werden nur selten angegriffen. Ab und an fressen sie auch Aas. Zum Schlafen graben sie sich kleine Höhlen, in die sie mit dem Hinterteil zuerst hineingehen. Sie brauchen wohl relativ große Mengen Flüssigkeit, weshalb sie auch mehrmals pro Tag trinken.
      Von der Mitte bis zum Ende des Frühyl/Ende des vierten bis Anfang des fünften Val'ja ist Paarungszeit. Dann geben sie kurz ihr Einzelgängertum auf. Die Männchen kommen dann in die Reviere der gleichgroßen Weibchen und kämpfen um diese. Dabei fügen sie sich oft schwere Verletzungen mit ihren Hauern zu. Ihre ledrige Haut schützt sie zum Glück ein wenig. Der Sieger bringt dem Weibchen dann ein Präsent in Form einer Mahlzeit. Dann paaren sie sich einige Tage lang immer wieder. Das folgende halbe Jahr bleiben die Partner zusammen, um ihre nach 90 Tagen in einer Erdhöhle geborenen Jungen (bis zu fünf pro Wurf) großzuziehen. Sie verteidigen ihren Nachwuchs hartnäckig. Trotzdem kommt nur ein kleiner Teil davon durch und erreicht mit zwei das Erwachsenenalter. Doch schon mit eineinhalb Jahren müssen sie das mütterliche Revier (genau wie ihr Vater) verlassen, um fortan allein durchzukommen.
      Einige Gelehrte sind der Ansicht, dass die Fletscher am Aussterben sind und von Drymeren und ihren Verwandten allmählich verdrängt werden. Diese Behauptung lässt sich jedoch bisher nicht beweisen. Ebenso wenig ist es erwiesen/widerlegt, dass sie zu einer Tierfamilie gehören, von der die meisten Arten durch Drymeren und dergleichen schon ausgestorben sind.
      Nutzen: Die Haut dieser Tiere ist wertvoll und kann pro Exemplar leicht mal 30 bis 40 Silberlinge einbringen. Daraus wird ein sehr gutes Leder gefertigt. Die Hauer finden sich als Schmuck (abgeschliffen) bei den Morlochs und anderen Völkern. Für eine echte Waffe sind sie zu zerbrechlich.
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      <ot>
      ICH VERSTEHE DIESES FORUM ALS EINEN ORT KONSTRUKTIVER KRITIK! (...)
      Also, bevor noch fünf weitere sich für ihre Kritik entschuldigen: immer schön höflich bleiben, dann geht es schon.
      Seh ich ein, ist ne Macke von mir, bitte tritt mich, wenn ich wieder damit anfange. :peitsch:
      </ot>

      Idee:
      Zu "Aufsitzer (-pflanze)" fällt mir da gerade ein, man könnte auch ein "Aufsitzer (-tier)" machen. Gibt es sowas schon? Wäre dann wohl sowas wie eine "Landanemone"...

      Frage:
      Die Blüten des Blattschnapper auf der Unterseite sind dann aber auf ganz konventionelle Befruchtung über Insekten angewiesen?

      Frage:
      Borchenfresser kann sich ein Erdenbewohner also wie eine Mischung aus Warzenschwein und Hyäne (und Pitbull?) vorstellen?

      EDIT:
      Die Drymeren kommen hoffentlich auch bald :)
      Mein Avatar ist 100% Reinrass- äh -rechtlich, natööööörlich!
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Genau das habe ich mich auch schon gefragt. Mehr noch - müßte nicht, der natürlichen Selektion folgend, der Geschmack eher angenehm sein (z.B. süsslich), wenn er über Umwege für die erflgreiche Fortpflanzung zuständig ist ?

      Oder stehen die Tiere auf salziges, durstigmachendes Gemüs ? ;D  ;)
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      naja, das Zeug wächst ja doch eher häufiger in Sümpfen (wenn überhaupt), die Tiere dort sollten keine Probleme mit Durst haben, vielmehr schon mit Salz, insofern denk ich mal dass die Schote auf vielen Speiseplänen ein gerngesehener Gast ist.
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    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora


      Idee:
      Zu "Aufsitzer (-pflanze)" fällt mir da gerade ein, man könnte auch ein "Aufsitzer (-tier)" machen. Gibt es sowas schon? Wäre dann wohl sowas wie eine "Landanemone"...

      Aufsitzerpflanze heißt einfach nur, dass sie auf den Ästen von Bäumen wächst. So wie Epiphyten und (einige) Orchideen.

      Frage:
      Die Blüten des Blattschnapper auf der Unterseite sind dann aber auf ganz konventionelle Befruchtung über Insekten angewiesen?

      Entweder Insekten oder irgendwas anderes. Daran hatte ich gar nicht gedacht.

      Frage:
      Borchenfresser kann sich ein Erdenbewohner also wie eine Mischung aus Warzenschwein und Hyäne (und Pitbull?) vorstellen?

      Ja, aber mit einer krokodilähnlichen Schnauze und ohne Fell. Die gehören nämlich zu den Warmechsen, einer anderen Wirbeltiergruppe.

      EDIT:
      Die Drymeren kommen hoffentlich auch bald :)

      Die gibt's schon :). Erst vor 'ner Woche oder so hab ich sie überarbeitet.

      Also der Blattschnapper schmeckt nicht, aber trotzdem pflanzt er sich per Gefressenwerden fort ? :hmm:

      Jedenfalls schmeckt er den intelligenten Völkern (darunter Menschen) nicht so gut. Im Bezug auf andere Tierarten ist wohl ein Vergleich mit einem Supermarkt treffend: unter dem unzähligem Süßkram kann etwas nichtsüßes für einige attraktiver sein. Außerdem ist es gut möglich, dass zu dieser Jahreszeit nur diese Schnapper reif sind. Vielleicht variiert der Geschmack aber auch je nach (Unter-) Art.

      Äh... Wie sieht bitte eine falsche Blüte aus und was ist Sinn und Zweck von dem Teil? Die Blüte wird im späteren Text gar nicht mehr erwähnt.

      Nunja, das wird wohl je nach Art etwas unterschiedlich sein. Ihr Sinn liegt jedenfalls darin, Beutetiere anzulocken. Mal überlegen ... Spontan ausgedacht könnte sie auch eine Art Sprungfeder haben, die beim Landen der Beute ausgelöst wird und diese an das Fangblatt schleudert. Die Blüte wird sonst wohl recht einfach sein. Mal überlegen ...
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Re: [Vey'on] Eine Kostprobe von Fauna und Flora

      Eure bisherigen Anregungen gefallen mir schon ganz gut. 8) Daher gibt's nun wieder zwei neue Arten zum Bestaunen und Kritisieren.

      Graubaum

      Ausmaße: Höhe bis 20 m, Stammdurchmesser maximal 200 cm
      Verbreitung: Vorderostland nördlich der Morinsümpfe am Oberlauf des Sumpfflusses bis zu den Feuerhöhen
      Lebensraum: Sehr häufig im Grauwald, sehr selten in Wäldern südlich, westlich und östlich davon
      Beschreibung: Der Name der Art rührt von ihren fleischigen Blättern her, die sich im Herbst von blaugrün nach grau verfärben, im achten Val'ja abfallen und im zweiten neu wachsen. Auch sonst macht der Baum einen seltsamen Eindruck: die oval-länglichen Blätter werden bis 30 cm lang, 10 cm breit und sitzen direkt am massigen Stamm. Äste bildet er nicht. An der Spitze verzweigt sich der Stamm lediglich in mehrere meterlange, runde Enden, die oft im Winkel von 90 ° zum Stamm wachsen. An ihnen sitzen besonders viele Blätter, und das gerade an der Innenseite. Dort bedecken sie fast die ganze Oberfläche; weiter unten hingegen sind sie weniger zahlreich und dicht. Das Holz ist dunkelbraun und schuppig. Unter den eng zusammen sitzenden, harten Schuppen (an denen leicht mal ein Messer abbrechen kann) findet sich das besche, weichere Innere.
      Im siebten Val'ja färben sich einige Blätter heller und sondern kleine, gelbe Sporen ab. Anscheinend erfolgt die Befruchtung, wenn sie mit dem Wind zu einem anderen Graubaum gelangen. Ein Val'ja später fallen die besonderen Blätter wie die Gewöhnlich ab - jedoch nehmen Erstere jeweils eine Schuppe mit sich. Am Boden schlagen sie aus. Aus ihnen entsteht unter günstigen Bedingungen ein neuer Baum. Dies mag ein Grund sein, warum diese Art nur in einem so begrenztem Gebiet vorkommt. Ein Anderer mag darin zu sehen sein, dass sie zum Wachstum wahrscheinlich seltenen Bodentyp bevorzugt, der das Gebiet des Grauwaldes ausmacht. Ohne diesen Boden muss sie mit anderen, besseren Konkurrenten zurechtkommen. Zudem wächst so ein Graubaum nur recht langsam: 1 Meter in 5 Jahren ist ungefähr der Schnitt. Dafür gedeihen sie anscheinend mehrere Jahrhunderte unter guten Bedingungen. Dazu gehört auch eine hohe Luftfeuchtigkeit.
      Nutzen: Die dunkelbraunen, tiefreichenden Wurzeln wandeln das im Grauwald vorkommende, ätzende Wasser um - solange sie leben. Einige reichen sogar an die Oberfläche. Als Endprodukt ihrer Tätigkeit entstehen Wasser und ein reizendes Mittel, dass von den Zwergumal zur Reinigung ihrer Güter genutzt wird. Sie verkaufen es (oft heimlich) hauptsächlich als Heilmittel für gutes Geld. Tatsächlich scheint eine geringe Menge des Pulvers in warmen Wasser heilend zu wirken gegen viele Beschwerden. Sie fällen zu dessen Gewinnung dazu meist einzelne Bäume, da in deren innerem Holz größere Mengen des weißen Pulvers in kleinen Blasen vorzufinden sind. Holz und Wurzeln sind auch recht widerstandsfähig (besonders gegen ätzende Mittel) und werden daher von den kleveren Waldbewohnern für ihre Rüstungen verwendet. Dabei sind dünne Flechtrüstungen aus den feineren Wurzeln beliebter und dementsprechend teurer, da die Schuppen selbst ein hohes Gewicht aufweisen.

      Nadelechse (Südländisch Tilaran)

      Typ: Fleischfresser
      Ausmaße: Torsobeginn nach ungefähr 15 cm, Schulterhöhe etwa 40 bis 60 cm, Länge um die 1,2 m (Weibchen: 1,35 m lang)
      Verbreitung: Südland bis zum Maîkil
      Lebensraum: Gelegentlich Grasland und Wüsten, selten Gebirge
      Beschreibung: Diese fleischfressenden Echsen haben eine graue Haut mit gelben Schlangenlinien an den Körperseiten und stellen für gewöhnlich keine Gefahr für einen Wanderer da, der einen gesunden Abstand um sie einhält. Wenn jemand aber aus dem Hinterhalt von einer wütenden Nadelechse überrascht wird oder unbedingt gegen diese kämpfen will, wird sie zur Verteidigung nicht nur ihre scharfen Krallen und ihr scharfes Gebiss, sondern auch ihre Nadeln einsetzen. Diese sitzen in einer kleine Kammer in der Nase zwischen den gewöhnlichen Nasenlöchern und werden auf den Gegner (oder eine Jagdbeute) abgefeuert. An sich ist jede der einige cm langen, schwarzen Nadeln zwar schmerzhaft, aber relativ harmlos. Wenn aber durch sie eine Hautverletzung verursacht wird, sorgt eine an ihr befindliche Substanz (vermutlich Speichel) dafür, dass sich die Wunde viel langsamer schließt und vielleicht auch gar nicht verheilt, wenn sie nicht behandelt wird. Dadurch kann dieses langsame und wenig ausdauernde Tier so manches Opfer einholen, das ihm sonst entkommen würde. Ein Biss hat dieselbe Wirkung, während die Krallen ' nur' scharf sind. Die Reichweite der ' Geschosse' liegt bei etwa 20 Metern unter günstigen Bedingungen. Aus dem Hinterhalt greift die Echse jedoch zumeist aus einer geringeren Entfernung an. Da die Art nicht klettern kann, empfiehlt sich im Fall der Fälle eine Flucht auf den nächsten Baum - sofern denn einer in der recht baumlosen Heimat dieser Großechse zu finden ist. Übrigens fauchen sie hell, wenn sie miteinander um Beute oder Kadaver kämpfen oder sich verteidigen. Außerhalb der Paarung meiden sich die Tiere.
      Während der Paarungszeit im Frühsyl/der zweiten Hälfte des vierten Val'ja färben sich die Schlangenlinien fast schon leuchtend hell gelb. Um das oft größere Weibchen von sich zu überzeugen, bringt ihr das Männchen ein Beutetier, sobald dieses paarungsbereit ist. Nach dessen Verzehr kommt es dann zum etwa 1/3 Tagesachtel (eine Erdstunde) dauerndem Akt. Danach war's das, und das Männchen zieht seiner Wege. Sofern mehrere Männchen um ein Weibchen konkurrieren, versuchen sie, sich gegenseitig mit Imponiergehabe zu beeindrucken. Dadurch wirt ein Großteil der Konkurrenten verjagt. Gelingt dies nicht, dann kommt es zum Kampf. Ziel dabei ist, den Gegner auf den Rücken zu zwingen. Bissverletzungen und Krallenkratzer können die Folgen sein; ihre Nadeln setzen sie dafür aber nicht ein. Einige Tage nach der Paarung legen die Weibchen im lockerem Erdreich (am besten in der Nähe von Felsen) ihre gut 20 Eier ab und überlassen dann den Nachwuchs sich selbst. Gegen Ende des Endsommers/zu Beginn des achten Val'ja schlüpfen die Miniechsen dann aus ihren 5 bis 7 cm langen, ovalen Eiern. Da ihre ausgewachsenen Artgenossen nicht einmal ihre Nachkommen verschonen, fliehen sie in Felsspalten oder ähnliche Zufluchtsorte und ernähren sich zunächst von Insekten. Das dritte Nasenloch und die darin befindlichen Nadeln entwickeln sich etwa nach einem halben Jahr. Nach schätzungsweise eineinhalb Jahren können sie sich verteidigen, und ein weiteres Jahr später sind sie ausgewachsen. Dann brauchen sie kaum noch Fressfeinde zu fürchten und können wohl 20 Jahre alt werden.
      Nutzen: Die Haut der Echsen ist nur mäßig für Leder geeignet. Ihr Speichel wird von zwielichtigen Gestalten manchmal genutzt, um damit Lebensmittel zu vergiften. Häufiger streichen Leute damit ihre (Stich- und Schnitt-) Waffen ein. In ganz Mittelland ist jeglicher Handel oder Besitz dieses Mittels ohne besondere Erlaubnis durch einen Fürsten (und erstrecht die Benutzung) illegal, im Soreyschen Städtebund und dem Hochumalreich ist sie nur anerkannten Magiern für Forschungen erlaubt. Doch auch hier ist jegliche sonstige Benutzung illegal und strafbar. Anderswo wird die Substanz kaum zu haben sein, und selbst in Südland sollte ein Kaufwilliger entweder Jäger sein oder entsprechende Kontakte kennen bzw. finden. Ein kleines Fläschchen (30 ml, reicht mit Wasser verdünnt oder ohne für einige Anwendungen) kostet je nachdem zwischen 5 und 30 Silberlinge.
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • [Wey'on] Flugviecher

      Heute kam mir eine gute Idee, um auf meiner Welt Vögel durch eigenständige Flugwesen zu ersetzen. Diese besitzen zwei Flügel, zwei runde Augen, am Kopf ein paar " Tentakel" vor dem Mund zum fangen und greifen - und dann? Es gibt verschiedene Familien. Die einen haben nach meiner Planung zwei kurze Beinchen und einen zweiendigen Schwanz, die andern haben keine Beinchen und bewegen sich auf den Schwanzenden oder Schlangenartig fort; zum Abheben katapultieren sie sich mit dem Schwanz in die Höhe. Die Andere besitzt keinen Schwanz und nur Beinchen, sieht also vogelartig aus.
      Und jetzt die Frage: welche Variante gefällt euch am Besten? Welche wäre für ein intelligentes Volk (oder auch zwei) am besten geeignet? Welche mögt ihr überhaupt nicht und sollte ganz rausfliegen? Sonstige Ideen/Vorschläge (z. B. für Augen, Art der Flügel etc.)? ???
      Falls einem auffallen sollte, dass die beinlose Variante anscheinend andere Flügel hat, dem sei gesagt, dass ich nur vergessen habe, vorhin die Flügel mit Fineliner nachzuziehen.
      Bilder
      • flugviecher.jpg

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      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Die Idee Vögel zu ersetzen, find ich super. Und die Wesen gefallen mir ausgezeichnet, vor die Idee mit dem den Tentakeln statt Schnäbel. :thumbup:
      Mir persönlich gefällt am besten das oberste Wesen, das ohne Beine, aber das ist Geschmackssache. Für ein intelligentes Volk find ich am besten die unterste Version, die mit dem langen Schwanz und den Beinen. Die könnten eventuell ihre Beine zum Greifen benutzen und sich dabei auf ihren Schwanz abstützen. Gefallen tun mir aber alle.
      :)
    • Ich finde auch alle nett. :thumbup: Und mir gefällt die Idee mit dem Schwanz auch besonders gut, das muss klasse aussehen, wenn die sich in die Luft katapultieren... :D
      Frage noch: haben die Federn oder sowas, oder sind das Flughäute (so siehts aus)? Wie sind die dann sonst "außenrum", also haben die Fell oder Schuppen oder sind sie nackt?

      Hm - intelligentes Volk... ist die Frage, was Du mit denen vorhast. Wenn sie Kulturschaffende sein sollen, müssten sie eigentlich irgendwie eine Möglichkeit haben, Werkzeuge zu benutzen, denk ich mal. Achso, dazu haben sie ja die Tentakeln. Ansonsten wüsste ich nicht, warum sich eine davon nicht für ein intelligentes Volk eignen würde...
      I'm one of many, I speak for the rest, but I don't understand... (Genesis - Man Of Our Times)