"Wie hältst du's mit der Religion (auf deiner Welt)?"

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen


    • Gott in der ganzen Natur, und somit überall in der Landschaft. Schnell fliessende Flüsse sind Manifestationen eines ungezügelten, wilden Gefühls, senden diese Kraft aus und symbolisieren den emotionalen Aspekt Gottes. ...Weiss einer, was ich meine...???

      ja - meine nordländer und elfen denken ähnlich... :)
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Hi ganz schön stürmisch oder? (Inseider)

      Also, hallo!
      [glow=color,strength,width]RELIGION[/glow]! :D
      Dieses Thema ist wohl nicht tot zu kriegen. Leider habe ich nicht genug Zeit mich ausgibig über diese Thema zu unterhalten!
      Fakt ist auf jeden Fall, das die Religion DER entscheidende Fakt für die Entwicklung eines Volkes ist. Daher denke, das man keine Welt ohne Religion entwerfen kann, die sich logisch entwickelt. Daher sollte sie eigentlich immer anzutreffen sein.
      Aber ich denke: Religion ist nicht gleich Gott
      Man kann auch eine Religion kreieren, die keinen Gott hat. Denn mit dem Gott kommt auch automatisch der Aspekt Gut und Böse ins Spiel. Soll der Gott gutes tun oder sein Volk tyranisieren? Dies ist immer ein Konflikt! Eine Religion kann auch als unterstüzer, als moralischer Halt für ein Volk dienen. Nichts das sie mit Tempeln verehren, sondern so eine Art zweites, zusätzliches Gesetz, an das sich ein jeder freiwillig hält. Dies geht aber nur in friedlichen Völkern! Ein kriegerisches Volk richtet sich wohl nicht an ungeschriebene Gesetze wie zum Beispiel die Nächstenliebe und "Du sollst nicht töten".
      Shit ich muss weg! Leider bin ich in den Ferien im Urlaub und kann mich nicht melden! :'( Sorry! Aber wenn ich wieder da bin, komm ich auch sofort wieder auf diese Seite!
      Bis dann,
      El~Ninjo!

    • Was heißt denn "ich glaube"?

      ich würde mal auf "credo" tippen, aber frag doch am besten velya, schliesslich hat die ja das grosse und kleine latinum! ;D
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Also, ich hab mich zwar irgendwie durch Latein durchgewuselt, aber können kann ich nichts. credo könnte aber logischerweise sein. Gebt mir'n lateinischen Text, den kann ich mit Wörterbuch übersetzen, aber selbst schreiben haben wir nicht gelernt (dabei wäre DAS etwas gewesen, das mich echt interessiert hätte!).

      Zur Diskussion: ich denke, daß ein Leben ohne Glauben möglich ist. Nicht bei Menschen wie uns, aber Fantasy- oder Sci-Fi-Welten haben ja gerade den Vorteil, daß dort andere Wesen leben können.

    • Zur Diskussion: ich denke, daß ein Leben ohne Glauben möglich ist. Nicht bei Menschen wie uns, aber Fantasy- oder Sci-Fi-Welten haben ja gerade den Vorteil, daß dort andere Wesen leben können.

      Nagut, aber auch nur, wenn diese nicht viel mit einer ähnlichen Rase wie unserer zutun haben. Orks sind glaube ich ein gutes Bsp. die denken nicht viel und leben sehr stark (zumindest bei mir) im hier und jetzt, denken nicht groß drüber nach, was morgen ist, oder was Gestern war. Ich glaube sobald ein sterbliches Volk darüber nachdenkt, woher Sie kommen und wohin sie gehen, umsomehr stellt sich die Frage WAS IST DA?! Und schwup-die-wupp fängt man an an etwas zu Glauben.

      Also wer nicht alles weiß, bzw. eine Erklärung für Dinge sucht, die er nicht weiß, besteht eine große Chance, das er anfängt an etwas (Was auch immer) zu glauben.

      Wie steht es eigentlich mit Ich glaube also bin ich ? Das ist auch ein Thema, worüber viele nachdenken....
      W .oOo. L
      Das 8. Element
    • Äh - Usul, mit den Orks wäre ich verdammt vorsichtig, das hängt nämlich davon ab, WELCHE Orks du meinst!
      Die Menschen unserer Erde müssen einfach an irgendwas glauben, sonst werden sie irre/depressiv/was weiß ich. Aber ich halte es für denkbar, daß andere Menschenwesen an nichts glauben (dafür aber ein ziemlich armes Leben führen, denn für mich gehört Glaube an etwas und damit verbundene Hoffnung und Enttäuschung einfach zum Leben dazu).
    • Ok, wer wissen will, was es in Lhaal für göttliche Oberbosse gibt, der kann das ab sofort auf meiner Homepage nachlesen. Ich habe dort wirklich in EINIGER Ausführlichkeit sämtliche bekannten Götter und gottähnliche Wesen beschrieben und einen neuen Vortrag seiner höchstmagisterlichen Spektabilität gibts auch wieder *zu Keykeeper zwinker* ;)
    • Zu dem Thema melde ich mich dann auch mal zu Wort. (Erst kürzlich auf diese Seite gestoßen *g*)
      Daher erst einmal hallo an alle.

      Also auf Aralon, gibt es 2 eigentliche Hauptgötter. Das wären Ratun und Sirina, auch die göttlichen Geschwister genannt.
      Während die Elfen und Zwerge monothoistisch, ihren jeweiligen Schöpfer anbeten (Zwerge=Ratun ; Elfen = Sirina) so glauben die Menschen, die von beiden Göttern geschaffen wurden, zwar an die Götter, beten sie aber nicht an.
      Die Götter greifen nämlich nur dann in die Geschicke der Welt ein, wenn die Existenz eines der großen 4 Völker (Menschen, Elfen, Zwerge und Drachen) auf dem Spiel steht.
      Stattdessen verfolgen die Menschen als Ziel die "Reinheit der Seele" zu erlangen. Das geschieht über die 4 Grundprinzipien, die da wären:
      (Nach wichtigkeit geordnet)

      1. Hoffnung (Grün, Leben)
      2. Liebe (Rot, Feuer)
      3. Angst (Schwarz, Schatten)
      4. Treue (Blau, Wasser)

      Die Menschen versuchen nun diese Prinzipien in ihrem Leben vollständig umzusetzen, was natürlich alles andere als einfach ist.
      Die Tempel dieser Konzepte, sind daher auch nicht Stätten des Gebetes sondern Stätten der Meditation.
      Wie stark dies den Weg in die Gesellschaft gefunden hat, hängt natürlich auch vom Reich ab.
      Zum Beispiel sind im alten Kaiserreich, Hochzeiten zwischen Adligen und Bauern verpönnt, während in Draranien, dies akzeptiert wird, wenn die Hochzeit aus Liebe geschieht.
      Es gibt auch Hochzeiten aus rein politischen oder anderen zweckmäßigen Motiven. In diesen Ehen, ist es aber durchaus akzeptiert, wenn die Partner sich eine Geliebte/Geliebten nehmen. Das verletzt zwar die Treue, aber da diese unter der Liebe steht ist dies durchaus akzeptiert.
      ------------
      Alle Tempel werden (soweit das finanzell möglich ist) aus weißen Marmor gefertigt, der als Symbol der Reinheit steht. Neben dem großen Saal mit Altar, wo Rituale, wie die Eheschließung, abgehalten werden, gibt es in den Tempeln kleine Nischen und Räume, wo sich die Menschen zur Meditation niederlassen.
      Die Gestaltung des Tempels ist natürlich abhängig welchem Konzept er gewidmet ist.
      In den Tempeln der Hoffnung sind die meisten Säulen von Immergrün umwachsen. Immergrün ist eine Efeuartige Pflanze, die wie der Name schon sagt, nie ihre kräftige grüne Farbe verliert.
      Im Tempel der Liebe dagegen bestimmen Kohlebecken und Fackeln das Aussehen.
      Der Tempel der Angst ist so konstruiert, das die Meditationsnischen und der Altar, immer im Schatten liegen, egal wie die Sonne steht.
      Der Tempel der Treue letztendlich gleicht eher einem Badehaus als einem Tempel. Viele Wasserkanäle und Becken dienen der Reinigung der Seele.

      Naja viel weiter bin ich bisher noch nicht, da die Religion das ist an dem ich gerade arbeite.
    • @magicmagor: wie ist das denn mit dem prinzip der angst? warum steht das über der treue und in wiefern muss ein mensch das umsetzen, damit er reinheit erlangt? meditieren und angst stehen für mich irgendwie im widerspruch...
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Angst als erreichbares Prinzip besteht darin, daß der Mensch seine Angst als einen Teil von sich akzeptieren muss und sich nicht von ihr kontrollieren lassen darf.
      Daß heißt, wenn ein Mensch in eine Gefahrensituation kommt und Angst verspürt, muß er trotz der Angst klar denken und Handeln können. Gleichzeitig darf er die Angst aber auch nicht "abschalten", weil sie ein Teil von ihm ist, der eine Daseinsberechtigung hat.
      Dazu ist nunmal ein besonders starker Wille vonnöten, den man über Meditation erreicht.

      Das die Angst über der Treue steht bedeutet, daß man die Treue verletzen kann wenn man dadurch das Prinzip der Angst erfüllt.
      Vielleicht ändert sich die Reinfolge auch noch, bin ja lange noch nicht fertig *g*, aber die Treue ist ein recht schwaches Prinzip.
      Zum Erlangen der vollkommenen Reinheit muß man natürlich alle Prinzipien 100%ig erfüllen, was aber so gut wie kein Mensch schafft.
    • Angst als erreichbares Prinzip besteht darin, daß der Mensch seine Angst als einen Teil von sich akzeptieren muss und sich nicht von ihr kontrollieren lassen darf.

      aha, also muss der mensch die angst ueberwinden... man koennte also das prinzip auch... mut oder sowas nennen, oder besser selbstbeherrschung?


      Das die Angst über der Treue steht bedeutet, daß man die Treue verletzen kann wenn man dadurch das Prinzip der Angst erfüllt.

      wenn ich also angst davor hab, die treue gegenueber jemandem zu verletzen, dann berechtigt mich gerade das dazu, die treue zu brechen? *G*


      Vielleicht ändert sich die Reinfolge auch noch, bin ja lange noch nicht fertig *g*, aber die Treue ist ein recht schwaches Prinzip.

      interessante sache, aber denk mal darueber nach, was dadurch fuer konsequenzen fuer die gesellschaft entstehen, die nach dieser religion lebt...
      wenn ein versprechen oder ein schwur, der ja zu treue gehoert, auf alle moeglichen weisen, die auf den drei anderen prinzipien beruhen, gebrochen werden koennen, was heisst dann noch ein versprechen? doch auch nicht mehr als "ok, ich machs wenns mir grad in den kram passt"...
      was ist mit vertraegen? "och noe, ich muss mich net an den vertrag halten, weil ich hatte die hoffnung dass ich nen besseren vertrag bekomme?"

      warum besteht ueberhaupt bei diesen... ich nenn sie mal tugenden... eine reihenfolge? wer sagt denn, was wichtiger ist als das andere? und kommt man sich als priester der treue net irgendwo verarscht vor, wenn man staendig rituale der treue abhaelt und einem die anderen priester dann erzaehlen kommen "nhmmnaja, ich annulier jetzt mal das was du da gemacht hast"?
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Ich habe mal wieder über Gott und die Welten gegrübelt und es sind mir ein paar Fragen gekommen, vielleicht regt das des einen oder anderen Fantasie an...

      - Wie definieren die Völker eurer Welt Gott/die Götter?
      - In loser Verbindung dazu: Wie begründen sie ihren Glauben, was macht sie als Gläubige aus?
      - Woher stammt ihr Wissen/Glaube über/an eine Existenz eines Gottwesens (oder eines ganzen Pantheons derselben)?
      - ...gibt es Verbote und Pflichten, die die Religion vorschreibt? (z.B. koscheres Essen)
      - Wie sieht es mit Gottesdiensten aus, wie werden sie gefeiert und wo - wenn sie gefeiert werden? Werden Opfer gebracht - was für welche? Gibt es sonst ähnliche Rituale?
      - Ein Gott für alles oder eine Unterteilung z.B. nach Berufsgruppen? (Ein Götterchen für die Schmiede, eines für Winzer, eines für paranoide Informatiker...)
      - Haben die Gottheiten eine Art Geschichte oder sind sie einfach nur da? (Vgl. Edda, Sagen über röm-griech. Götter)
      - Wie weit greifen Götter aktiv in das Leben und die Weltengeschichte ein? Wie sehr bestimmen sie das Leben des Einzelnen?
      - Investiturstreit - gibt es eine Trennung von Kirche und Staat? Wie viel Macht hat die Religion?
      - Wo zieht ihr die Grenze zwischen göttlichen Ritualen und Magie - oder ist Magie Bestandteil der Religion?
      - In was sehen die Leute ein Gottwesen (ist es z.B. in heiligen Tieren dargestellt)? Haben die Götter eurer Welt Attribute (z.B. Schirm und Wasserkrug für den Gott des Regens...?)
      - Warum habt ihr euch auf Mono-/Polytheismus in eurer Welt festgelegt?
      - Wer vermittelt das Wissen über Gott, feiert die Gottesdienste, bringt Opfer u. dergleichen? (z.B. ein Guru, Priester, Mönchskaste ...?)
      - aus vielleicht aktuellem Anlass: Wie stehen eure wahren Religionsanhänger zu Krieg und Gewalt, auch: zur Inquisition? Ist alles Friede, Freude, Eierkuchen oder werden grausame Kreuzzüge á la "Deo vult" geführt?

      ...eine geistreiche Nacht wünsche ich euch dann noch...
      Diese Signatur wurde aus hygienischen Gründen zensiert.
      - BKA
    • hab jetzt noch nicht den vollstaendigen Thread gelesen, aber zu dieser Prinzipien und Seelenreinigungssache mit der Reihenfolge fällt mir noch ein Vorschlag ein:

      Die Prioritäten werden politisch festgelegt! Es ist ja nichts besonderes, das sich irgendwelche Seelenmakler mit weltlicher Macht beschäftigen, also stell mal ein paar Scheiterhaufen in deine Geschichte :diablo:

      nochwas in eigener Sache, falls mal wieder jemand ne Grundlage für ne Unterwasserreligion sucht: Meeresströmungen (so als göttliche Mächte) sind da meines Erachtens sehr gut geeignet, werde ich auf jeden Fall für die Frunen verwenden.
      Mein Avatar ist 100% Reinrass- äh -rechtlich, natööööörlich!
    • - Wie definieren die Völker eurer Welt Gott/die Götter?

      Je nach Wissensstand udn Sicht der Dinge als Lehrer, Erzieher und Beschützer; als Intriganten, Seilzieher und Betrüger. Häufig alles gleichzeitig.

      - In loser Verbindung dazu: Wie begründen sie ihren Glauben, was macht sie als Gläubige aus?

      Glauben ist auf Chatarc etwas Individuelles. Man muß seinen Glauben oder Unglauben nicht rechtfertigen.

      - Woher stammt ihr Wissen/Glaube über/an eine Existenz eines Gottwesens (oder eines ganzen Pantheons derselben)?

      Irgendwie hat man versucht, Erklärungen für bestimmte Ereignisse zu finden, die vom Üblichen abweichen: Zwei stehen unter einem Baum und der Blitz schlägt ein. Einer wird verletzt , der Andere nicht ... Wie kommt das? - Klarer Fall, Etwas hat ihn beschützt, und das muß dann ein relativ personalisierter Schutzgeist gewesen sein.

      Tja, und eines schönen Tages (Die Efhiri turnen durch's Geäst, die Bridaniin mampfen gerade eine Wiese ab und die Amesha machen eine Flugschau ...) stehen einige Geister persönlich auf der Matte. Nun ja, zumindest behaupten sie das und haben auch entsprechende Showeinlagen in petto. Und weil ihre Vorschläge ("Hört mal, Kinners, wir geben euch jetzt ein paar Regeln, damit ihr besser miteinander klarkommt ...") ganz vernünftig klingen, akzeptiert man das Ganze und fühlt sich mächtig bestätigt.

      - ...gibt es Verbote und Pflichten, die die Religion vorschreibt? (z.B. koscheres Essen)

      Die Priesterschaft legt sich selbst gewisse reinigende Pflichten und Gebote auf.

      - Wie sieht es mit Gottesdiensten aus, wie werden sie gefeiert und wo - wenn sie gefeiert werden? Werden Opfer gebracht - was für welche? Gibt es sonst ähnliche Rituale?

      Es ist bei allen Völkern üblich, den Haus- und Schutzgeistern kleine Geschenke zu machen. Die Efhiri legen Speisen aus, und vermeinen anhand des Tieres, daß sich darüber hermacht, den Geist zu erkennen, der das Geschenk annimmt.

      Die Bridaniin tun das Selbe, indem sie für Personen oder Institutionen spenden, von denen sie glauben, daß sie einem bestimmten Geist gefällig sind. Das macht einen nicht unwesentlichen Teil des sozialen Netzes aus: Wenn ich Tangfischer bin und helfe, einen z.B. durch Krankheit oder Unfall arbeitsunfähigen Berufskollegen zu unterstützen, muß das zumindest ein paar der etlichen Dutzend Wasser-, Luft-, Tier- und Pflanzengeister gefällig sein, mit denen sich Tangfischer identifizieren.

      Ein Gott für alles oder eine Unterteilung z.B. nach Berufsgruppen? (Ein Götterchen für die Schmiede, eines für Winzer, eines für paranoide Informatiker...)

      Hier ein eindeutiges Schema zu erstellen, dürfte unmöglich sein. Geister sind Orten, Situationen, Personen, Pflanzen, Tieren, Wetterbedingungen, Tageszeiten etc. zugeordnet. Ein Bauer fühlt sich Erdgeistern ebenso verbunden wie den Geist der Morgenfrische, die Geister der Pflanzen, die er anbaut, der Tiere, die er hütet und die seine Saat nicht (oder gerade) schädigen. Und dann sind sie noch zeitlich anders angelagert, weil für ein trächtiges Nutztier schon wieder ganz andere Geister zuständig sind als sonst. Und dann hat es noch etwas damit zu tun, aus welcher Gegend der Gläubige kommt. Der Geister-Pantheon ist eine metaphysische Staatsbürgerliste.

      Haben die Gottheiten eine Art Geschichte oder sind sie einfach nur da? (Vgl. Edda, Sagen über röm-griech. Götter)

      Die Geister gibt es im Glauben der Wesen so lange, wie die Dinge, mit denen sie verbunden sind. Also ewig, da Start- und Endzeitpunkt nicht erkennbar sind.

      Wie weit greifen Götter aktiv in das Leben und die Weltengeschichte ein? Wie sehr bestimmen sie das Leben des Einzelnen?

      Die Geister gibt es aus meiner weltenbastlerischen Perspektive heraus nicht wirklich. Anders die Wesen, die den Sterblichen persönlich erschienen sind: Diese sind absolut real, und lenken die Entwicklung der Massen, indem sie bestimmte Einzelpersonen und deren Einfluß fördern, oder den Einfluß Anderer schwächen.

      - Investiturstreit - gibt es eine Trennung von Kirche und Staat? Wie viel Macht hat die Religion?

      Die Entscheidungen trifft die weltliche Macht, wobei allerdings religiöse Gefühle ebenso berücksichtigt werden müssen, wie gerne auf den Rat der Priesterschaft zurückgegriffen wird.

      - Wo zieht ihr die Grenze zwischen göttlichen Ritualen und Magie - oder ist Magie Bestandteil der Religion?

      Magie kommt aus der Person, genau wie Klugheit, physische Kraft und Geschicklichkeit. Ein Lugaai mit ihm wohlgesonnenen Geistern wird natürlich viel erfolgreicher sein ... Und sei es deshalb, weil seine Selbstsicherheit durch den Glauben steigt. ;)

      - In was sehen die Leute ein Gottwesen (ist es z.B. in heiligen Tieren dargestellt)? Haben die Götter eurer Welt Attribute (z.B. Schirm und Wasserkrug für den Gott des Regens...?)

      Die Efhiri ordnen den Geister bestimmte Tiere zu, die als ihre träger funktionieren. Deshalb erlegen sie keine Tiere, die sich atypisch verhalten, weil sie glauben, daß sie gerade als Bote für einen Geist fungieren.

      - aus vielleicht aktuellem Anlass: Wie stehen eure wahren Religionsanhänger zu Krieg und Gewalt, auch: zur Inquisition? Ist alles Friede, Freude, Eierkuchen oder werden grausame Kreuzzüge á la "Deo vult" geführt?

      Zwar gibt es Armeen und Heere, aber im Kampf ist immer noch Jeder mit sich, seinem Gegner und den eigenen Geistern allein. Da der Glaube nicht institutionalisiert ist, wäre es sehr schwer zu erklären, warum "Gott mit uns" und nicht mit "den Anderen" ist. Die Wahrscheinlichkeit, daß sich die Geister eines Kämpfers der Gegenseite mit den eigenen zumindestest partiell überscheiden, ist sehr hoch. Daher gilt: Die Geister unterstützen den, der sich selbst ins Zeug legt.

      Wichtig ist dabei auch, daß man Unterscheidungen von Richtig und Falsch nicht auf die Geister ablegt. Geister unterstützen ihren Jünger, unabhängig von seiner Position.
      La locura nunca tuvo maestro / Para los que vamos a bogar sin rumbo perpetuo.
      La muerte será un adorno / Que pondré al regalo de mi vida.
      (Heroes del Silencio: Avalancha)
    • - Wie definieren die Völker eurer Welt Gott/die Götter?

      Früher gabs mal mehrere verschiedene Religionen, von denen aber heute nur noch drei bekannt sind.
      Die eine Religion glaubte an 4 Götter: Ran, seine beiden Söhne Relik und Garb (der "böse Gott", später So n'gru genannt) und seine Tochter Darya. Garb begehrte Darya und erschuf ihretwillen die Menschen, doch sie waren böse und als er sah, dass Darya ihn nicht beachtete, machte er sie noch mächtiger und böser. Ralik verbannte ihn dann auf die Erde. Was danach geschah, wird in der Geschichte von Rout und No r'fara erzählt, die noch in Arbeit ist ^^.
      Die zweite glaubte an einen einzigen Gott, ÿs. Er hatte zwar Helfer (Die Nuluy ("die Mächtigen") und die Vailuy ("Die Hohen")), doch diese waren ihm untergeordnet, können also nicht als Götter betrachtet werden. Unter diesen gab es einen, der Macht erlangte (indem er einige der Vailuy und auch Menschen und Tenêt (die Wassermenschen) verführte) und sich ÿs widersetzte. Nicht umsonst erhielt er später, als sich das Volk das diese Religion besass im Süden niederliess, den Namen "Sawgru" (< So n'gru). Der frühere Name ist unbekannt.
      Die dritte hingegen glaubte an sehr viele Götter. Der oberste war Hrantor. Sein Sohn (*name grad vergessen hab*) widersetzte sich ihm und tötete seine Frau (*ebenfalls Name vergessen*)... und die gleiche Geschichte geschah, wie in den anderen Religionen erzählt (dies ist kein Zufall, wie man in meinem ersten Beitrag im Bösewichts-Thread (oder wie der heisst XD) nachlesen kann!).
      Heute bleibt davon nur noch die zweite, das ÿssat, übrig... Die meisten Menschen glauben daran, der Rest sucht sich so in etwa seinen eigenen Glauben zusammen.
      - In loser Verbindung dazu: Wie begründen sie ihren Glauben, was macht sie als Gläubige aus?

      Früher wurde ihre Religion ganz einfach durch ihre Volkszugehörigkeit definiert und wurde dementsprechend auch nicht diskutiert. Die Dugcurten glaubten eben an ÿs und an nichts anderes.
      Heute hingegen ist es einem prinzipiell egal, wie andere denken also braucht man auch keine Rechtfertigung für seinen Glauben.
      - Woher stammt ihr Wissen/Glaube über/an eine Existenz eines Gottwesens (oder eines ganzen Pantheons derselben)?

      Teilweise hat ein gewisser Jemand "nachgeholfen" (auch nachzulesen im Bösewichts-Thread), teilweise ergab sich das auch einfach so. Manchmal ergab sich das auch aus Beobachtungen: Die Siltal bemerkten einen Schatten, der sich im Süden niederliess und schlussfolgerten: So n'gru!
      - ...gibt es Verbote und Pflichten, die die Religion vorschreibt? (z.B. koscheres Essen)

      *noch keine Ahnung hab*
      - Wie sieht es mit Gottesdiensten aus, wie werden sie gefeiert und wo - wenn sie gefeiert werden? Werden Opfer gebracht - was für welche? Gibt es sonst ähnliche Rituale?

      s.o.
      Ein Gott für alles oder eine Unterteilung z.B. nach Berufsgruppen? (Ein Götterchen für die Schmiede, eines für Winzer, eines für paranoide Informatiker...)

      In der einen Religion ist eigentlich Ran der Erschaffer der Welt, doch dieser ist tot und deshalb fällt die Herrschaft Relik, dem Gott der Zeit zu. Darya ist Reliks Frau und übernimmt die Rolle als Göttin der Weisheit. Garb hingegen geht wegen seinem Verrat "leer" aus.
      In der anderen Religion hingegen, ist ÿs der alleinige Gott über alles. Allerdings übernehmen die 3 Nuluy (darunter Sawgru) sozusagen "Teilbereiche" der Welt (nicht im räumlichen Sinne; muss noch ausgearbeitet werden). Dies erklärt auch Sawgrus Macht: er hat Macht über Dinge, über die sonst nur ÿs Macht hat.
      Die dritte Religion hingegen ist eher so aufgebaut, wie die röm. + gr. Mythologie. Es gibt den Obergott (Hrantor), der eine Funktion übernimmt (hier die Herrschaft über die materiellen Dinge). Seine Kinder übernehmen dann meist Teilbereiche seiner Macht (zB Wasser, Feuer, etc.), während seine Geschwister sich zB um die Weisheit kümmern, etc.
      Haben die Gottheiten eine Art Geschichte oder sind sie einfach nur da? (Vgl. Edda, Sagen über röm-griech. Götter)

      In der einen Religion gab es einfach zu Beginn Ran und als er die Welt erschaffen hatte, erschuf er seine drei Kinder und verstarb.
      In der zweiten hingegen entstanden zuerst die Nuluy. Dann bündelten sie ihre Macht und ÿs erwachte, der dann auch gleich zum Gott wurde.
      In der dritten gab es hingegen zuerst das Chaos. Aus diesem formten sich nach und nach Myriaden von Göttern und der grosse Götterkrieg brach aus. Der Sieger dieses Kriegs war Hrantor und er wurde zum Obergott erklärt, jedoch blieben von den anfänglich so vielen Göttern zum Schluss nur noch wenige übrig.
      Wie weit greifen Götter aktiv in das Leben und die Weltengeschichte ein? Wie sehr bestimmen sie das Leben des Einzelnen?

      Ab und zu geschieht irgendein seltsames Ereignis, eine Sonnenfinsternis zB, dann wird dies meistens einer Gottheit bzw. anderen Macht (hier wohl Sawgru/So n'gru/Hrantors Sohn) zugeschrieben. Auch ein besonders schöner Tag kann zum Beispiel als ein Segen (der) Gottes/Götter erkannt werden.
      In Wirklichkeit sieht es natürlich anders aus, nachzulesen wieder im Bösewichts-Thread.
      - Investiturstreit - gibt es eine Trennung von Kirche und Staat? Wie viel Macht hat die Religion?

      wird noch ausgearbeitet, grundsätzlich denke ich aber, dass heute die Kirche eigentlich kaum mehr Einfluss hat, während es früher ganz anders ausgesehen haben mag.
      - Wo zieht ihr die Grenze zwischen göttlichen Ritualen und Magie - oder ist Magie Bestandteil der Religion?

      Nein, diese Dinge haben nichts miteinander zu tun. Magie (eine Gabe, die eher wenige besitzen) ist im Prinzip einfach nur eine Form von Macht.
      - In was sehen die Leute ein Gottwesen (ist es z.B. in heiligen Tieren dargestellt)? Haben die Götter eurer Welt Attribute (z.B. Schirm und Wasserkrug für den Gott des Regens...?)

      Die erste Religion hat keine Gottesbilder.
      Die zweite verehrt hingegen die Sonne als ein Abbild von ÿs (nicht umsonst heisst ÿs manchmal auch "Die goldene Sonne").
      Die dritte.... wird noch ausgearbeitet... (hey, wir sind schliesslich bei den WeltenBASTLERN!)
      - aus vielleicht aktuellem Anlass: Wie stehen eure wahren Religionsanhänger zu Krieg und Gewalt, auch: zur Inquisition? Ist alles Friede, Freude, Eierkuchen oder werden grausame Kreuzzüge á la "Deo vult" geführt?

      Keine der Religionen ist wirklich eine Friedensreligion. Krieg ist wennschon eher aus ethischen Gründen zu vermeiden, die nicht von Religion zu Religion sondern eher von Gegend zu Gegend bzw. Person zu Person variieren. Krieg kann vorkommen, kommt auch öfters vor, und da sagt keine Religion was dagegen, solange ein "guter" Grund dafür besteht (Verteidigung, zB). Dasselbe gilt eigentlich auch für Gewalt.
      Zur Inquisition:
      Einst gab es im Nordkontinenten viele verschiedene Stämme und viele Religionen. König Rykos aber besiegte sie alle und alle ergaben sich und machten sich die Religion und Kultur seines Volkes zu Eigen. Es gab jedoch einen Stamm, der der Dugcurten, der die Religion nicht annehmen wollte, denn sie glaubten sehr stark an ÿs. Es gab einen Krieg und schliesslich wurden sie vertrieben.
      Als sie viele Zeit später im Südkontinenten ihr Reich aufbauten, begannen auch sie langsam ihre Religion als die einzig wahre zu erachten und einige der Könige wollten den Siltal, die später aus dem Süden zu ihnen stiessen, diese Religion aufzwingen.
      Die Siltal hingegen hatten eigentlich nie irgendwelche Inquisitionsgedanken.
    • Hey, in dem Thread wurde ja mal richtig frei diskutiert ohne das gleich die Topic-Keule kam...egal.

      In meinem Universum sind menschlicherseits noch zwei Klassiker unterwegs: JHWH und Allah, neben einigen Minderheiten.

      Die Jarepatitava glauben an nichts...die vormenschlichen Völker hatten unterschiedliche Religionen, Kodran vermutlich sowas patriarchalisches wie Christentum, Islam &amp; Judentum. Die Hasvativa hatten eher heidnische Religionen, in denen der Brauch eine grössere Rolle spielte als ein Dogma.

      Geplant ist noch eine Spätphase meines Universums, in der die Jarepatitava so mächtig geworden sind, dass sie von den Menschen als Götter verehrt werden - die Menschheit hat ihre Zivilisation verloren und lebt in einfachen Verhältnissen, unter der Fürsorge der Jarepatitava. Weiss aber nicht, ob und wie ich die je realisiere.
    • Ich habe die Religionen noch nicht für alle meine Völker definiert. Es dauert ziemlich lange finde ich, aber wat tut man nicht alles. ;D


      - In loser Verbindung dazu: Wie begründen sie ihren Glauben, was macht sie als Gläubige aus?
      - Woher stammt ihr Wissen/Glaube über/an eine Existenz eines Gottwesens (oder eines ganzen Pantheons derselben)?


      Bei zwei der Religionen baut sich der Glaube auf die Daseinsfrage auf. Die ewige Frage nach dem 'Was bin ich? Und 'wo' komme ich her?' So ungefähr zumindest. Die Lysier und die Toganer glauben, daß der Kern ihres Seins die Seele ist. Diese von den Göttern bzw. dem Gott erschaffen wurde.

      Die Beiden Hauptgötter der Lysier sind Kalvos und Elonoa. Ihre Götterkinder sind verschiedene Elemente bzw. Eigenschaften untertan. Die Göttin Elonoa hat ihren Kindern die 'weiblichen' Elemente und Eigenschaften unterstellt, während Kalvos den Seinen die 'männlichen' unterstellt hat. Es gibt tempel und Schreine für Elonoa und Kalvos. Aber keine für ihre Götterkinder. Die sind sozusagenin den Templen integriert. ^^

      Die Toganer glauben nur an den einen Gott. Sie nennen ihn 'Der Eine der alle Seelen war'. Langer Name ich weiß. Aber in ihrer Sprache ist das nur ein Wort. *gg* Und in ihrer Religion mußte der Gott erstmal sterben, damit die Menschen überhaut ein Bewußtsein hatten ^^ Und dann gibts da noch den Wächter. Der wurde vom Gott beauftragt die Menschen zu überwachen, damit sie sich an die Regeln halten und nicht vom Pfad abweichen, bla. Ich glaube es ist eine sehr strenge Religion und die ist auch nicht sehr tolerant.
      Ich denke die Lysier sind in dieser Hinsicht etwas flexibler.

      - ...gibt es Verbote und Pflichten, die die Religion vorschreibt? (z.B. koscheres Essen)


      Ich denke die Toganer haben einige Verbote, aber die habe ich noch nicht definiert.

      - Wie sieht es mit Gottesdiensten aus, wie werden sie gefeiert und wo - wenn sie gefeiert werden? Werden Opfer gebracht - was für welche? Gibt es sonst ähnliche Rituale?


      Die Lysier haben das Blaugrasfest (eine Grasart, die - naja einige Nebenwirkungen hat ^^ mehr dazu im Pflanzen und Tiere-Thread). Das ist ein Fruchtbarkeitsfest bei dem Die Vereinigung von Elonoa und Kalvos gefeiert wird. Im Grunde nur eine Entschuldigung, damit sie auch offiziell saufen dürfen. *fg*

      Und die Toganer haben das Nezu'ter, das Fest des Lebens. Das findet Mitte des Jahres statt. Und da wird ein Tag und eine Nacht lang Zeremonien und Gesänge abgehalten und nebenbei auch gefeiert. ;)

      - gibt es eine Trennung von Kirche und Staat? Wie viel Macht hat die Religion?


      Bei den Toganern ist der König gleichzeitig der oberste Religionsführer - der Hohepriester.
      Bei den Lysiern sind Kirche und Staat (und teilweise Militär) getrennt.

      - Wo zieht ihr die Grenze zwischen göttlichen Ritualen und Magie - oder ist Magie Bestandteil der Religion?

      Magie wird von der lysischen Kirche verleugnet. Die gibts einfach nicht - basta! Und wer behauptet welche zu haben wird ganz schnell zum Schweigen gebracht.

      Bei den Toganern hab ich das noch nicht ausgeklügelt, aber die sind immer so streng die haben die Magie bestimmt auch verboten. ;D

      So mehr kann ich jetzt erstmal nich..*puh* aber ich schreib später nochmal was ^^