Sauerstoffplaneten ohne Leben

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    Weltenbastler-Olympiade (WBO) 2021 - Startschuss
    Die diesjährige Olympiade beginnt am 25 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Sauerstoffplaneten ohne Leben

      Ich hab mir mal Gedanken gemacht wie ein Planet beschaffen sein müsste damit er für Menschen sofort besiedelbar wäre, ohne das es vorher Leben auf den Planeten gab. Im Normalfall nimmt man an das ein Planet eine Biosphäre braucht (mit Photosynthese) um höheres Leben zu ermöglichen. Vielleicht geht es auch anders.

      Am Anfang ähnelt der Planet anderen terrestrischen Planeten mit einer Ur-Atmosphäre. Sie besteht größtenteils aus Kohlendioxid und eingen geringeren Anteil Stickstoff und anderen Gasen. Es gibt ausserdem noch aussreichend Wasser auf den Planeten das Ozeane bildet. Der Planet hat in etwa Erdgröße was aber nur in soweit eine Rolle spielt das er in der Lage ist seine Atmosphäre zu halten sowie er eine erdähnliche Schwerkraft besitzt (für Menschen wichtig).
      Etwas Kohlendioxid wird in den Urozeanen in Form von Karbonaten gebunden aber auch dieser Prozess läuft bei eine existierenden Biosphäre besser ab sodass auf diese Art und Weise wohl nicht der größte Teil des Kohlendioxids beseitigt werden kann. Das Kohlendioxid wird auf andere Art und Weise in der Atmosphäre verringert. Der Planet entwickelt grosse Polkappen die bis fast zum Äquator reichen. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben entweder ist die Bahneigung des Planeten gering, die Entfernung zur Sonne größer als bei der Erde oder die Sonne ist schwächer als unsere. Oder es ist ein Meteorit eingeschlagen was eine Art "nuklearen Winter" zur Folge hatte der der Auslöser für die Bildung der Polkappen war. Auf alle Fälle ist es anden Polen sehr kalt. So kalt das Kohlendioxid sublimiert (gefriert von gasförmig zu fest bei -78,5 °C). Auf diese Art und Weise gehen grosse Mengen an Kohlendioxid aus der Atmosphäre verloren. Der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre sinkt wie auf der Erde auf unter 1 %.
      Es fehlt also nur noch der Sauerstoff. Auf dem Planeten Mars und auf dem Jupitermond Europa entstehen Sauerstoff indem UV-Licht auf Wassermoleküle fällt und diese in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Auf Europa geht der Sauerstoff aufgrund der geringen Schwerkraft verloren auf Mars wird der Sauerstoff ausserdem noch im Marsgestein in Oxiden gebunde. Bei den hier betrachteten Planeten wird weitaus mehr Sauerstoff "produziert" weniger geht aufgrund geringer Schwerkraft verloren, weil die Schwerkraft hier nicht gering ist. Auch ist die Planetoberfläche die oxidiert werden könnte geringer weil der größte Teil des Planent von Eis bedeckt ist. In der Äquatorzone des Planeten ist das Klima tropisch bis gemäßigt.

      Planeten dieser Art sind vieleicht die einzigsten die ohne "grosses Terraforming" für Menschen besiedelbar wäre. Natürlich müssten Menschen Tiere und Pflanzen auf den Planeten mitbringen.
    • Eigentlich habe ich ja von Naturwissenschaften keine Ahnung, das schonmal vorweg, um meine wilden Behauptungen legitimieren zu können ;) Außerdem ist es fünf Uhr morgens und ich bin längst Opfer der wirren Gedankengänge, die Schlaflose zu überfallen belieben.

      Allerdings stelle ich mir die Frage: Wenn auf dem Planeten Bedingungen herrschen, die denen der Erde ausgeprochen ähnlich sind, kann (oder muss) dann Leben entstehen? (Natürlich ohne äußeren Eingriff, z.B. durch den Menschen.)

      Im Miller-Experiment wurde nachgewiesen, dass unter Verhältnissen, wie sie in der irdischen Uratmosphäre galten, komplexe chemische Verbindungen entstehen können, die als Grundbausteine des Lebens betrachtet werden; u.a. Aminosäuren. Damit hat man noch nicht einen mickrigen Prokaryonten. Aber man hat das Ausgangspotenzial, und Murphy's Gesetz dürfte das übrige tun. Vielleicht mag die Wahrscheinlichkeit (die ich aufgrund mangelnder Mathekenntnisse nicht auszurechnen mir anzumaßen gedenke) dafür immer noch gering sein, aber wir sprechen hier erstens über (relativ) großflächig angelegte chemische Reaktionen, d.h. es können punktuell Einzeller-Populationen entstehen und von ihrem kleinen behüteten Ursuppentöpfchen aus die Weltherrschaft an sich reißen; und zweitens sprechen wir über einen planetaren Entstehungsprozess von Millionen von Jahren. Da kann sich Murphy's Gesetz verdammt viel Zeit lassen und wird wahrscheinlich trotzdem eintreten. Meiner Meinung nach sogar ziemlich wahrscheinlich, es sei denn, irgendeine höhere Macht hält es davon ab, aber wenn es eine höhere Macht auf dem Planeten gibt, gibt es ergo eine Art sinngerichtete Existenz, und das definiere ich mal als Leben. Vielleicht ist sie sich ihrer Existenz sogar BEWUSST... *grusel* Meiner Meinung nach wiegt die Wahrscheinlichkeit der Existenz einer höheren Macht die Wahrscheinlichkeit, dass es nie zur Verbindung mehrerer Aminosäuren zu irgendeinem Lebewesen kommt, aus. Denn es besteht ja genauso gut die Wahrscheinlichkeit, dass die höhere Macht die Verbindung der chemischen Einzelteile zu einem Lebewesen mehr oder weniger bewusst hervorruft. Es sei denn es gibt keine höhere Macht. Und ich bin mal gespannt wie du ihre Existenz widerlegen willst *hihi* ;)

      Ach ja... abgesehen davon hättest du ohne Pflanzen oder andere fotosynthethisierende Lebewesen das Problem, dass der Sauerstoff möglicherweise verbraucht ist, ehe die Menschen überhaupt eine anständige Kolonie auf dem Planeten errichtet haben, je nachdem wieviel Sauerstoff da ist und wie viele Menschen und wieviel CO² und Methan sie produzieren :)
      Diese Signatur wurde aus hygienischen Gründen zensiert.
      - BKA
    • Original von Talh
      Ach ja... abgesehen davon hättest du ohne Pflanzen oder andere fotosynthethisierende Lebewesen das Problem, dass der Sauerstoff möglicherweise verbraucht ist, ehe die Menschen überhaupt eine anständige Kolonie auf dem Planeten errichtet haben, je nachdem wieviel Sauerstoff da ist und wie viele Menschen und wieviel CO² und Methan sie produzieren :)


      Original von fluchtigerBesucher
      Planeten dieser Art sind vieleicht die einzigsten die ohne "grosses Terraforming" für Menschen besiedelbar wäre. Natürlich müssten Menschen Tiere und Pflanzen auf den Planeten mitbringen.


      ;)


      Und zu dem was du sonst noch so geschrieben hast:

      Wie du gesagt hast, hast du die Mathematik beiseite gelassen. Wenn du sie aber nicht beiseite lässt, wirst du bemerken das die Wahrscheinlichkeit gering ist das auf einen Planeten Leben entsteht. Genauso wie die Wahrscheinlichkeit gering ist, das ein Planet sich zu dem von mir beschriebenen Sauerstoffplaneten entwickelt. Beides zugleich wirst du also eher selten finden. ;)

      Grundsätzlich ging es um die Frage:
      Original von fluchtigerBesucher
      Ich hab mir mal Gedanken gemacht wie ein Planet beschaffen sein müsste damit er für Menschen sofort besiedelbar wäre, ohne das es vorher Leben auf den Planeten gab. Im Normalfall nimmt man an das ein Planet eine Biosphäre braucht (mit Photosynthese) um höheres Leben zu ermöglichen. Vielleicht geht es auch anders.
      (....)
      Planeten dieser Art sind vieleicht die einzigsten die ohne "grosses Terraforming" für Menschen besiedelbar wäre. Natürlich müssten Menschen Tiere und Pflanzen auf den Planeten mitbringen.


      Es geht also um die Möglichkeit von Planeten ohne Leben die leicht besiedelbar wären. Denn Terraforming ist kompliziert und ein Planet mit vorhandenen Leben wirft ethische Probleme auf. Stellt es ein Risiko für irdisches Leben dar und umgekehrt. Deshalb wäre ich grundsätzlich dafür Planeten die Leben besitzen nicht zu besiedeln.
    • Original von Yoscha
      Falls es noch Fragen zu "Mars-Welten" gibt, würde ich die gerne in einem eigenen Thread machen.


      Die Grundfrage für "Sauerstoffplaneten ohne Leben" ist die wie sofort besiedelbare Planeten aussehen müssten. Ohne das diese zuvor eine Biosphäre besitzen die durch die Neuankömmlinge geschädigt werden würde und umgekehrt.

      Auf dem Mars und auch auf Eismonden entsteht ständig Sauerstoff (Wasser wird durch UV-Licht gespaltet). Nur geht dabei viel in den Weltraum verlohren aufgrund der geringen Anziehungskraft (Eismonde, Mars) oder wird im Gestein durch Oxidierung gebunden(Mars).

      Laut de.wikipedia.org/wiki/Europa_(Mond) (04.07.06) hat Europa ja sogar eine Sauerstoffatmosphäre! allerdings eine sehr dünne.

      Was wäre nun aber wenn ein Planet ausreichend gross wäre sodass er den Sauerstoff nicht verliert (an den Weltraum). Und größtenteils von Eisflächen bedeckt ist (damit nicht alles gebunden wird), sodass auch die Verluste durch Oxidierung gering sind. Natürlich würde es auch in diesen Falle eine Obergrenze der Sauerstoffmenge geben. Weil das entstehnde Ozon irgendwann die UV-Strahlung blocken würde. Es würde sich ein Gleichgewicht einstellen.
    • Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Planet irgendwo existiert, der eine sauerstoffhaltige Atmosphäre hat und auch sonst eher günstig zu besiedeln ist, und KEIN Leben aufweist, ist um viele Potenzen höher als die Wahrscheinlichkeit, irgendwo einen Planeten mit Leben zu entdecken, egal wie gut dieser zu besiedeln wäre...

      Die Parameter, in denen (zumindest unser bekanntes kohlenstoffbasiertes) Leben entstehen kann, sind einfach unglaublich eng gesteckt. Leichteste Abweichungen bezüglich der Entfernung zur Sonne, der Existenz oder Größe des Mondes, der Rotation und des Neigungswinkels etc. pp. würden das Leben auf der Erde unmöglich machen. Irgendwo hab ich auch noch ein Buch hier rumfliegen, wo das alles detaillierter aufgedröselt wird *mal suchen muss*

      Ansonsten kann ich glaub ich nicht sehr kompetente Antwort auf deine Ursprungsfrage geben *g* Dazu müsste ich wohl mehr Planetologie studieren...

      ein Planet mit vorhandenen Leben wirft ethische Probleme auf. Stellt es ein Risiko für irdisches Leben dar und umgekehrt. Deshalb wäre ich grundsätzlich dafür Planeten die Leben besitzen nicht zu besiedeln.

      Ich glaube allerdings, dass der Mensch, falls er überhaupt irgendwann mal einen anderen Planeten erreicht (was ich nicht glaube), nicht die große Auswahl haben wird, und dass er versuchen wird, JEDEN Planeten, wenn er ihn denn erreicht, zu besiedeln ;)

      Das Buch "Andymon" beschreibt diesen Sachverhalt ziemlich toll ... die Ressourcen sind einfach viel zu beschränkt und zu knapp kalkuliert, als dass man ein Generationenschiff zu einem anderen Planeten schickt, dieses dann nach 132 Jahren ankommt, und die Besatzung dann meint: "Och nö, da leben ja Tiere drauf, wir müssen zum nächsten Planeten fliegen, den wir erst mal finden müssen, und das wird dann leider auch noch mal 177 Jahre dauern ... Aber ihr habt ja sicher Verständnis dafür"

      ;)
      Es ist völlig unrealistisch, dass Planeten, die Leben beinhalten, nicht zu besiedeln. Eine andere Sache wäre es, wenn es sich um intelligentes Leben handelt. Aber selbst da schätze ich den Menschen so ein, dass er es versuchen wird, sofern diese fremde Rasse ihm nicht völlig überlegen ist...
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      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Mh... gehen wir mal davon aus, dass tatsächlich ein Planet wie von fluchtigerBesucher beschrieben besiedelt wird, so ist "Terraforming" im eigentlichen Sinne ja gar nicht meht nötig. Was man tut, ist die entsprechende Flora und Fauna einzuführen.
      Jede Art, die unter den gegebenden Umweltbedingungen existieren und sich fortpflanzen kann, KÖNNTE sich explosionsartig vermehren (muss natürlich nicht) , es ist ja keinerlei Konkurenz da. Aus diesem Grund muss mann natürlich extrem aufpassen, was man so einschleppt.... ein paar Graspollen von der Erde unter einer Stiefelsohle, von einer Art, die man eigentlich nicht haben wollte.... und schon hat man den Salat*. Man möchte ja eine möglichest besiedlungsfreudige Umwelt schaffen, keine irdische.

      Zunächst müsste man erstmal den Boden durch entsprechende Mikroorganismen vorbereiten. Für mehr Sauerstoff vielleicht einige Cyanobakterien. Dann die ersten Pflanzen.
      Hmm... für den Anfang würden sich bei dem recht kalten und rauen Klima, dass du beschreibst Algen für geeignet halten. Oder noch besser wären Flechten. Durch die Pilz/Alge-Symbiose stecken die einiges weg. Dann nach und nach Gräser und ähnliches. Zusammen mit ein Paar nützlichen Insekten, Ameisen z.B.. Diese aber bitte zusammen mit sich schnell vermehrenden Raubinsekten, sonst ist bald von den Gräsern nichts mehr übrig....

      Okay, irgendwie ist das schon Terraforming im eigentlichen Sinne ;)

      Auf jeden Fall eine ungeheuer komplexe und riskannte Angelegenheit, man versucht schließlich, ein komplettes Ökosystem aufzubauen.

      Die Sache scheint machbar, aber die wichtigsten Einwohner der neuen Kolonie dürften erstmal für einige Jahre ein paar fähige Biologen aller coleur sein.

      __________

      * im wahrsten Sinne des Wortes
      Everybody loves my baby, but my baby ain't doesn't not no love nobody but me.
    • Genauso ist es, Tabs.
      Die planetaren Bedingungen mögen zwar kein Terraforming nötig machen, aber wenn es nicht mal Mikroorganismen gibt, wird das mit dem Tiere-und-Pflanzen-mitbringen verdammt schwierig. Man stelle sich nur das Beispiel unserer Darmflora (und der aller halbwegs höheren Lebewesen) vor - sie funktioniert nur durch ein komplexes Zusammenspiel vieler Mikroorganismen. Unser Ökosysstem ist gigantisch verknüpftes System, wo so ziemlich alles mit allem verzahnt ist. Ich glaube ja, dass es unmöglich ist, das irdische Ökosystem auf einem anderen Planeten "einzuführen".

      Es wäre wohl vielmehr eher so, dass man tatsächlich zunächst versucht, Mikroorganismen u.ä. zu verbreiten und sich dann erst allmählich Stück für Stück an höher entwickelte Lebewesen wagt, wobei es wohl ziemlich dem Zufall überlassen ist, was sich wo wie durchsetzt. Das Ergebnis wird ein völlig anderes wie auf der Erde sein, und die Terraformer müssten in dieser Hinsicht auch einfach eine ausreichende Flexibilität mitbringen.

      Und es würde weitaus länger als ein paar Jahre dauern, glaube ich.
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      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
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    • Wenn man sich die Erdgeschichte anschaut, könnte es ein Planet im Stadium des Kambrium sein. Bei den Pflanzen gibt es nur sowas wie Algen, Wassertiere gibt es eine ganze Reihe. Das Land ist vollkommen unbesiedelt.

      Eine Stufe weiter ist das Ordovizium. Es gibt einfache Landpflanzen, aber immer noch keine Tiere an Land. In so einer Welt würden dann zwar wohl die eingeführten höheren Pflanzen und Tiere, die eingesessenen ziemlich ausrotten, aber zumindest sollten die Grundbedingungen für eine schnelle Besiedelung gegeben sein.
      Es könnte natürlich auch sein, daß sich die Bedingungen geringfügig von der Erde unterscheiden, so daß sich eingeführte Lebewesen erstmal anpassen müssen, was dann die Rettung der einheimischen Arten sein könnte.

      Zumindest die Erde war in Kambrium und Ordovizium übrigens nicht kalt sondern eher recht warm.
      Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?
    • Original von Gomeck
      Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Planet irgendwo existiert, der eine sauerstoffhaltige Atmosphäre hat und auch sonst eher günstig zu besiedeln ist, und KEIN Leben aufweist, ist um viele Potenzen höher als die Wahrscheinlichkeit, irgendwo einen Planeten mit Leben zu entdecken, egal wie gut dieser zu besiedeln wäre...


      Davon geh ich auch mal aus. Und finde dies Zukunftsaussichten auch garnicht so schlecht. ;)

      Original von Gomeck
      ein Planet mit vorhandenen Leben wirft ethische Probleme auf. Stellt es ein Risiko für irdisches Leben dar und umgekehrt. Deshalb wäre ich grundsätzlich dafür Planeten die Leben besitzen nicht zu besiedeln.

      Ich glaube allerdings, dass der Mensch, falls er überhaupt irgendwann mal einen anderen Planeten erreicht (was ich nicht glaube), nicht die große Auswahl haben wird, und dass er versuchen wird, JEDEN Planeten, wenn er ihn denn erreicht, zu besiedeln ;)


      Gut ich hab erstmal die ethischen Probleme als erste genannt weil die ja auch in einen entsprechenden Gesetz bestimmt als erste genannt werden würden. ;)
      Gut auch die ethischen Probleme sind ein Grund. Aber was einen dann wirklich zu denken geben sollte sind die biologischen bezogen auf die eigene Biosphäre. Ich meine damit die menschliche Biosphäre also mehr als im herkömmlichen Sinne damit gemeint ist (sonst beschränkt auf Leben auf Erde). Es gibt ja die Theorie das alle grossen Krankheiten (AIDS usw.) per Meteorit aus dem Weltall kommen. Zwar würde ich dem nicht zustimmen. Allerdings würde ein Planet mit einer Biosphäre schon ein grosses Risiko darstellen.

      Original von Tabor
      Mh... gehen wir mal davon aus, dass tatsächlich ein Planet wie von fluchtigerBesucher beschrieben besiedelt wird, so ist "Terraforming" im eigentlichen Sinne ja gar nicht meht nötig. Was man tut, ist die entsprechende Flora und Fauna einzuführen.
      Jede Art, die unter den gegebenden Umweltbedingungen existieren und sich fortpflanzen kann, KÖNNTE sich explosionsartig vermehren (muss natürlich nicht) , es ist ja keinerlei Konkurenz da. Aus diesem Grund muss mann natürlich extrem aufpassen, was man so einschleppt.... ein paar Graspollen von der Erde unter einer Stiefelsohle, von einer Art, die man eigentlich nicht haben wollte.... und schon hat man den Salat*. Man möchte ja eine möglichest besiedlungsfreudige Umwelt schaffen, keine irdische.

      Zunächst müsste man erstmal den Boden durch entsprechende Mikroorganismen vorbereiten. Für mehr Sauerstoff vielleicht einige Cyanobakterien. Dann die ersten Pflanzen.


      Grasspollen stellt eigentlich kein grosses Problem dar. Aber du meinst bestimmt Sporen von Sporenpflanzen. Im wesentlichen würde eine Besiedlung eines Planeten der eine Sauerstoffatmosphäre hat aber kein Leben, in etwa so aussehen das der Planet erstmal mit Sporenpflanzen (Farne,Moose) und Algen besiedelt wird. Und am Anfang erst um die ersten Siedlungen die ersten Samenpflanzen gepflanzt werden. Grundsätzlich geh ich sowieso davon aus das die Verkehrsverbindungen nie wirklich gut im Weltall sein werden. Und deshalb grundsätzlich eine Kolonie erstmal klein anfängt. Würde aus Sicht einer Kosten-Nutzen-Rechnung sonst auch keinen Sinn machen.

      Was ich nicht dazugeschrieben habe ist das die Planeten eine geringe Achsenneigung haben sollen (die Venus soll ja auch nur 1% haben). Deshalb sind die Polaren und gemäßigten Gebiete komplett vereist. Ja sogar Kohlendioxid bildet Trockeneis aus (in den polaren Gebieten). Wärent es am Äquator relativ warm ist.

      Im wesentlichen also Planeten die hoffentlich die Anziehungskraft der Erde haben. Von den ursprünglichen Wasser und Atmosphärenverhältnissen irgendwo zwischen Erde und Mars liegen (in deren Entstehungszustand). Und eine ähnlich geringe Achsenneigung wie die Venus aufweisen.

      Wobei natürlich durchaus auch andere Szenarien denkbar sind.

      Original von Shay
      Wenn man sich die Erdgeschichte anschaut, könnte es ein Planet im Stadium des Kambrium sein. Bei den Pflanzen gibt es nur sowas wie Algen, Wassertiere gibt es eine ganze Reihe. Das Land ist vollkommen unbesiedelt.

      Eine Stufe weiter ist das Ordovizium. Es gibt einfache Landpflanzen, aber immer noch keine Tiere an Land. In so einer Welt würden dann zwar wohl die eingeführten höheren Pflanzen und Tiere, die eingesessenen ziemlich ausrotten, aber zumindest sollten die Grundbedingungen für eine schnelle Besiedelung gegeben sein.
      Es könnte natürlich auch sein, daß sich die Bedingungen geringfügig von der Erde unterscheiden, so daß sich eingeführte Lebewesen erstmal anpassen müssen, was dann die Rettung der einheimischen Arten sein könnte.

      Zumindest die Erde war in Kambrium und Ordovizium übrigens nicht kalt sondern eher recht warm.


      Wie gesagt ich hatte nicht allzuviel darüber geschrieben wie ich es mir genau vorstelle (mein Fehler). Am Äquator muss es nicht zwangsläufig kalt sein. Und die Bedrohung des irdischen Lebens durch vorhandene Mikroorganismen bleibt auch bei einen Ordovizium-Szenario bestehen.
    • Sauerstoff kann eine Biosphäre vortäuschen wo keine ist:

      Search for alien life more complicated than thought, scientists say

      Feng Tian, a professor at Tsinghua University, and his U.S. and Argentine colleagues have shown that the atmosphere of a hypothetical habitable planet around such a star could build up significant levels of oxygen -- one possible "signature" of alien life -- even in the absence of any such life.
    • fluchtigerBesucher schrieb:

      Ein Artikel in dem beschrieben wird wie sich Sauerstoff auf einen Planeten ohne Leben, und damit ohne Photosynthese, aus Kohlendioxid durch Bestrahlung (im Experiment mit UV-Licht) bilden kann.
      In dem Artikel war Kohlendioxid die Quelle für den Sauerstoff.

      In diesem Artikel wird beschrieben wie eine Mischung aus Kohlendioxid, Wasser, Ammoniak und Methan, Plasma und UV-Strahlung ausgesetzt werden. Wie beim oben von Talh erwähnten Miller-Expertiment entstehen dabei organische Verbindungen und - Sauerstoff.
    • Die Grenzen der Bewohnbarkeit

      Original von fluchtigerBesucher
      Ich hab mir mal Gedanken gemacht wie ein Planet beschaffen sein müsste damit er für Menschen sofort besiedelbar wäre, ohne das es vorher Leben auf den Planeten gab. Im Normalfall nimmt man an das ein Planet eine Biosphäre braucht (mit Photosynthese) um höheres Leben zu ermöglichen. Vielleicht geht es auch anders.
      (....)
      Planeten dieser Art sind vieleicht die einzigsten die ohne "grosses Terraforming" für Menschen besiedelbar wäre. Natürlich müssten Menschen Tiere und Pflanzen auf den Planeten mitbringen.

      Um mal deutlich zu machen wieviel notwendig ist damit Menschen oder gar nur Pflanzen auf einen Planeten leben können: de.wikipedia.org/wiki/Terraforming#Die_Grenzen_der_Bewohnbarkeit
    • Vielleicht müssen wir uns die Vorstellung, jemals andere Planeten zu besiedeln, abschminken. (Das wäre auch eine Erklärung für das "Fermi-Paradoxon": Die Aliens sind noch nicht hier, weil sie schon vor langer Zeit festgestellt haben, dass die Besiedlung fremder Planeten nicht möglich ist, und derartige Versuche gar nicht erst unternehmen.) Wie hier schon gesagt, braucht man für einen bewohnbaren Planeten viel mehr als nur eine sauerstoffhaltige Atmosphäre, nämlich eine komplette Biosphäre, die zur irdischen kompatibel ist.

      Und da liegt der Knackpunkt. Wir wissen nicht, wie chemisch vielfältig planetare Biosphären sind; aber man kann fast davon ausgehen, dass da eine gewisse Schwankungsbreite besteht und die meisten planetaren Biosphären nicht zur unsrigen kompatibel sind. Das würde bedeuten: wir könnten die dortigen Pflanzen und Tiere nicht essen, und auch der Anbau von von der Erde mitgebrachten Feldfrüchten dürfte schiefgehen, weil die in dem fremdartigen Boden nicht gedeihen.

      Bleibt also nur noch, einen ansonsten geeigneten Planeten ohne Biosphäre zu terraformen, und da weiß auch niemand, ob das funktioniert. Planetare Biosphären sind dermaßen komplex, dass man sie wahrscheinlich nicht künstlich aufbauen kann.
      ... brought to you by the Weeping Elf
    • WeepingElf schrieb:

      Vielleicht müssen wir uns die Vorstellung, jemals andere Planeten zu besiedeln, abschminken. (Das wäre auch eine Erklärung für das "Fermi-Paradoxon": Die Aliens sind noch nicht hier, weil sie schon vor langer Zeit festgestellt haben, dass die Besiedlung fremder Planeten nicht möglich ist, und derartige Versuche gar nicht erst unternehmen.) Wie hier schon gesagt, braucht man für einen bewohnbaren Planeten viel mehr als nur eine sauerstoffhaltige Atmosphäre, nämlich eine komplette Biosphäre, die zur irdischen kompatibel ist.

      Also eigentlich geht es in diesem Thread darum wie es auch ohne "komplette Biosphäre, die zur irdischen kompatibel ist" geht. ;)
    • Es gibt ja ein gewisses Spektrum dessen, was für Menschen (!) eine lebensfreundliche Umgebung darstellt und die Ursache, warum sich dort trotzdem kein (höheres) Leben entwickelt hat, können vielfältig sein.
      Nehmen wir mal an, wir hätten einen Zwilling der Erde. Alles ist so gelaufen wie bei uns, nur hat meinetwegen die dortige Sonne einen Zyklus, der die Planetenoberfläche alle Jubeljahre mit Strahlung bombardiert und die meisten (ggf. nur tierischen) Zellen abtötet. Das wäre etwas, mit dem menschliche Siedler umgehen könnten, indem sie die Sonnenaktivität beobachten und Schutzräume für die Bevölkerung schaffen.

      Auf dem anderen Ende braucht eine anpassungsfähige Spezies nicht viel, um eine Welt zu besiedeln. Ob das allerdings attraktiv ist, hängt hingegen davon ab, wie die Optionen aussehen. Ein glücklichen Erdenbewohner bekommt man nicht auf einen Planeten, der außer einer Sauerstoffhülle, Wasser und halbwegs stabilem Klima nichts zu bieten hat. Hingegen wird sich ein Mensch, der seit Jahren in einer Blechdose unterwegs ist, eher mit Bedingungen arrangieren, die etwas mehr Einsatz erfordern, damit man in der neuen Heimat dort existieren, geschweige denn leben kann.

      Was man als technisierte Spezies minimal braucht, sind Wasser und natürliche Energiequellen in Reichweite des neuen Habitats und die Abwesenheit nicht abwendbarer lebensfeindlicher Faktoren. Wenn ich ein nahezu fertiges Habitat habe, für das ich nur einen soliden Untergrund mit dort vorhandenen Ressourcen benötige, kann man eine ganze Menge Welten "sofort" besiedeln.
      Wenn es hingegen darum geht, dort Menschen mit einfachem Werkzeug und ein paar Säcken Saatgut abzusetzen, brauche ich eine zweite Erde.
      La locura nunca tuvo maestro / Para los que vamos a bogar sin rumbo perpetuo.
      La muerte será un adorno / Que pondré al regalo de mi vida.
      (Heroes del Silencio: Avalancha)
    • WeepingElf schrieb:

      fluchtigerBesucher schrieb:

      Also eigentlich geht es in diesem Thread darum wie es auch ohne "komplette Biosphäre, die zur irdischen kompatibel ist" geht.
      Schon klar, sorry für mein Abschweifen.

      Weiter oben hatte ich angedeutet das es, wenn man Leben auf einen Planeten auf dem bereits Leben existiert bringt, für beide Seiten gefährlich wird. Umso ähnlicher (kompatibler) man sich ist, desto gefährlicher wird es.

      Yerho schrieb:

      Wenn es hingegen darum geht, dort Menschen mit einfachem Werkzeug und ein paar Säcken Saatgut abzusetzen, brauche ich eine zweite Erde.

      Es geht um eine geplante Besiedlung eines anderen Planeten. Eine Besiedlung aufgrund einer Strandung hat natürlich auch seinen Reiz, aber darum geht es hier nicht und selbst dann würde man die Technik die man schon hat auch nicht wegwerfen, selbst Robinson Crusoe hat noch Gegenstände aus dem Schiffswrack geborgen. ;)

      Wenn Sauerstoff in ausreichender Menge in der Atmosphäre bereits vorhanden ist, kann aber sehr viel Zeit gespart werden. Wenn man irdische Sauerstoffmengen mittels Pflanzen, Cyanobakterien, ... erzeugen will braucht man dafür geologische Zeiträume.
    • fluchtigerBesucher schrieb:

      Es geht um eine geplante Besiedlung eines anderen Planeten. Eine Besiedlung aufgrund einer Strandung hat natürlich auch seinen Reiz, aber darum geht es hier nicht
      Meinte ich auch gar nicht. Mir ging es darum, mit welcher Ausrüstung man die Besiedlung starten kann.

      Auch die Besiedlung einer an sich lebensfeindlichen Welt ist machbar, wenn man auf dieser ohnehin künstliche Habitate errichten bzw. gleich mit selbigen dort landen möchte. Die Welt muss dann lediglich verwertbare Rohstoffe bieten.

      Hat man hingegen tatsächlich nur Pioniergeist, die eigene Arbeitskraft und ein paar grundlegende Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung, muss die Welt bereits grundlegend bewohnbar sein, bevor man dort den ersten Spatenstich setzt. Das kann natürlich auch eine Robinsonade sein, ich dachte aber eher an Siedler ohne viel bzw. hochtechnisiertes Ausgangsmaterial.
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      (Heroes del Silencio: Avalancha)
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