[Lemna] Einleitung und Selwe

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    Es pfeifen die Spatzen schon von den Dächern: die diesjährige Olympiade beginnt in nunmehr weniger als zwei Wochen!
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Original von Mara

      Inarian fasst es eigentlich recht gut, in welche Richtungen meine Gedanken gehen: die einen halten es so, andere so... So lange ich mich nicht auf eine absolute Wahrheit festpinnen lasse, kann ich auch nichts Falsches sagen.


      Deine Welt, deine Regeln! Du kannst also nie was falsches sagen. ;)

      Ich finde es gut, wenn du die Sache mit den Zorn und den Göttern nicht bis in letzte definitiv klärst. Das erhält Lemna ein wenig Mystik (und die brauchte es doch zum Überleben, oder?).

      Aber nochmal auf den Glauben an den Zorn zurückzukommen: Sie glauben, dass diese zornigen Geister sich unter Siedlungen sammeln und des Nachts aus der Erde kommen und den Menschen Übles wollen. Wie gehen sie damit um? Welche "Abwehrmaßnahmen treffen sie? Hohe Häuser, fast Wohntürme, um möglichst viel Raum ziwschen sich und den Boden zu bringen? Schlafzimmer nur unter dem Dach? Vielleicht gar Betten, die von der Decke hängen, um nur ja im Schlaf keinen Kontakt mit dem Boden zu haben?
      Oder haben sie mit der Zeit Schutz- oder Besänftigungsrituale erfunden? Talismänner? Opfer?
      BTW: Traut sich in Gegenden, wo der Glaube an den Zorn stark ist des Nachts überhaupt noch irgendwer auf die Straße?

      Fragen, über Fragen, ich weiß! ;)

      BTW: Eine Frage noch zu deinem "aktuellen" Romanplot: Du hast gesagt, dass das Staunen, was diese drei Familien den Menschen amaTheras bringen wollen, vor allem Furcht ist. Wie reagieren die denn auf die AKtionen der Ladane? Wohl kaum mit Begeisterung oder? Und kommt vielleicht mal der eine oder andere Ladane auf die Idee, das Angst auslösen ihrem ZIel nicht zwingend zuträglich ist?

      inarian
      *hat sich das ziel gesetzt, ein loch in die mara zu fragen* ;)

      Edith sagt: Das war der 400. Beitrag zum Thema. 8)
    • Viele reiche und mächtige Personen heißen Woolam... oder was meinst du?

      Die Adelsfamilie Hoota hatte sich spontan mit Mister Wong zusammengetan, um auf einem Barbecue einen halbgaren Witz zu braten. Die Woolams wären geeignetere Kandidaten für dieses Wortspiel gewesen.
      Sie glauben, dass diese zornigen Geister sich unter Siedlungen sammeln und des Nachts aus der Erde kommen und den Menschen Übles wollen. Wie gehen sie damit um? Welche "Abwehrmaßnahmen treffen sie? Hohe Häuser, fast Wohntürme, um möglichst viel Raum ziwschen sich und den Boden zu bringen? Schlafzimmer nur unter dem Dach? Vielleicht gar Betten, die von der Decke hängen, um nur ja im Schlaf keinen Kontakt mit dem Boden zu haben?

      Genau das war die Frage, die ich in dem Scherz versteckt hatte. Wenn Familie ama-Normal-Theraner Angst vor dem Zorn hat, könnte das ein gutes Argument für Hochbetten, Stelzenhäuser und eine Vorliebe für Treppen und Leitern sein.
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Agruuuh, ich habe meine Freds verwaisen lassen, als es mir nicht so gut ging, wie ich sehe.

      Erst mal eine Entschuldigung an Jerron, inarian und Merlin: das war keine Missachtung der Beiträge, sondern nur die allgemeinen Lebensumstände.


      @ Jerron: Ich lasse die Frage einfach offen, ob die Wackelpudding-Escher-Bienen noch 'real' oder nur eine Theorie sind. Ich mag sie selber doch zu gerne, um sie abzuschaffen.


      @ inarian und Merlin: Japp, die Angst vor Dingen aus dem Boden führt auf jeden Fall zu einigen der Phänomene. Auf jeden Fall bauen sie nach oben strebend und wer ganz oben ist, ist auch in der sozialen Ordnung ganz oben.


      @inarian: Die amaTheraner finden das, was die Ladane machen, alles andere als lustig. Aber die Ladane nehmen das als ihre 'Bürde' - sollen die sie doch hassen, so lange sie wieder an Wunder glauben.



      So und jetzt, da Damo meinte was ich bastle, solle ich vorstellen:

      amaTheranisch.



      Da hat sich in letzter Zeit ne Menge getan. Ich wollte es nicht gerade in die 'lauter neue Sprachen' Phase des Forums werfen, aber inzwischen kann man mir nicht mehr ganz Trittbrettfahrerei vorwerfen, zumal sich manch einer vielleicht auch noch an WBTs erinnerte, wo ich dran gewerkelt habe und Sätze wie 'Wenn Dorte nichts isst, fällt sie gleich um' bastelte. amaTheranisch gibt es also schon eine Weile.


      Einführend sei gesagt, dass das amaTheranische (inzwischen) seinen ganzen Fokus vom Denken her auf die Handlungen richtet. Das Augenmerk gilt den Prädikaten und ein amaTheraner spricht und schreibt in erster Linie von Handlungen und erst in zweiter Linie von denen, die handeln, behandelt werden oder in die Handlung einbezogen werden.

      Das spiegelt sich u.a. darin wieder, dass den amaTheranern nur drei 'Fälle' bekannt sind. Ausgangspunkt einer Handlung, Ziel einer Handlung und Begleitumstand einer Handlung. Ausgangspunkt ist dabei 'nackt' und unflektiert, die anderen beiden werden durch eine Flektion angezeigt.

      z.B.:

      Der Fluss macht xy 'ledath xy'

      A macht xy auf den Fluss 'A xy ledaig'

      A macht xy mit dem Fluss 'A xy ledug'


      Dann gibt es noch 'Doppelfunktionen'. Ein Zielpunkt einer Handlung kann leichzeitig Ausgangspunkt einer zweiten Handlung sein.


      amaThera dawaspura Toyantawakba obrahacsa Therak.

      amaThera-Ausgangspunkt sein-wollen Nachfolgestaat-Ziel-Ausgangspunkt-2 haben-Vergangenheit-Handlungsumkehr Thera-Ziel

      amaThera will der Nachfolgerstaat des Thera von vor dem Zorn sein.


      Das 'akba' ist in dem Fall die Markierung, dass Toyantawa Zielort der Handlung eins ist (sein wollen) und gleichzeitig Ausgangspunkt der Handlung Nr. 2 (gehabt werden von).


      Was die Verben da machen ist etwas kompliziert und das würde ich mir lieber erst noch aufheben, da ich auch hier schon eine Menge Fragen habe.


      Klingt eine Sprache so machbar, mit diesen reduzierten Fällen? Wäre es sinnig, die Bedeutung der Handlung noch durch eine geänderte Satzstellung hervorzuheben? Bisher habe ich SVO bzw. OVS (mit einer Markierung am Verb, dass die Rollen der Substantive getauscht werden), aber könnte man auch das Verb voranstellen, ohne dass die Übersicht im Satz verloren geht? Oder hebt es das Verb gerade hervor, dass es immer Bindegliedposition hat, in der es die Funktion der anderen Satzglieder anzeigt?


      Und ansonsten natürlich alle Fragen immer man stellen ^^.



      P.S.: Ich bin nur Philologin, keine Linguistin, also nicht erhängen, wenn ich absolut Offensichtliches falsch gemacht oder nachgefragt habe.
    • Har!
      Endlich was wo ich mal wieder einsteien kann.
      Also eine eigene Sprache basteln, hm?
      Du bist doch irre! ^^
      Ich finde es höchst erstaunlich, wie sich in einem Kopf so viel Ideen sammel und ordnen lassen können. :] Großes Lob. Wieder.

      Mir ist eine Sache zur Sprache durch den Kopf gegangen. Auch nur zu den ersten, einfachen Sätzen. Das liegt an der Uhrzeit...

      Du meintest, die Sprache ist auch im Aufbau sehr auf die eigentliche Handlung und sekundär erst auf die Handelnden/Involvierten fixiert.

      Warum heißt der der Satz dann bei Dir (mal primitiv gesprochen) "Der Fluss macht fließen" ?
      Du hast hier das Subjekt vorne, das Prädikat an dritter Stelle und eine Art Hilfsverb an zweiter Stelle um beide Satzglieder zu verbinden.

      Wäre es aber handlungsorientiert, wäre doch ein Aufbau, wie "Fließen macht der Fluss" "richtiger", oder? Also auf die deutsche Sprache projeziert dann ein passiver Satz, der durch die Stellung auf die Handlung fixiert.

      Wäre das nicht Logischer? Der Fokus - also hier die eigentliche Handlung liegt vorn. Die Protagonisten sind sekundär...

      Nur mal so eine Idee von mir.

      Beste Grüße!
      ..."Inspektor" Abberline :]

      EDIT:

      Also die Beispiele von mir nochmal in amaTheranisch:

      - Der Fluss macht xy:
      "xy ledath" (anstelle von "ledath yx")

      - A macht xy auf den Fluss
      "xy A ledaig" (anstelle von "A xy ledaig")

      - A macht xy mit dem Fluss
      "xy A legud" (anstelle von "A xy ledug")

      Und um das mal in ein Schemata zu questschen:
      Der Aufbau eines Satzes:

      Handlung/Verb - Handelnder - Bezugsperson/Objekt

      Ich würde Dir auch vorschlagen, dass Du Groß-Und Kleinschreibung einführst, damit eine Handlung vom Handelnden besser unterschieden werden kann. NAtürlich wäre es hier "richtiger" die Handlung, also das Verb, groß zu schreiben, um es noch mehr zu zentralisieren. Aber ich denke DAS wäre dann wirklich verwirrend. ;D
      In jedem Falle könnte dann aber die Regel, ein Wort am Anfang eines Satzes groß zu schreiben, wegfallen.
      So hätten wir dann "<xy> <A> Legud." für "<A> mach <xy> mit Fluss."

      Alles nur Vorschläge. Mach es, wie Du denkst - Du bist das kreativere Hirn hier. ^^
      Die Lücken, die wir hinterlassen, ersetzen uns vollständig.
    • Danke für den Beitrag ^^. Ich war eigentlich schon überzeugt, das nur noch im Stillen zu Basteln...

      ... Ledath xy heißt nicht Ledath-Hiflsverb-Handlung, das habe ich etwas sehr missverständlich ausgedrückt.

      Der Satz wäre 'Ledath yilashalasai' (der Fluss fließt schon ewig und auch weiterhin in alle Zukunft). Das amaTheranische kenne (derzeit *hüstel*) keine Hilfsverben, alle Varianten von Tempus und Modus werden durch Flektion des Verbes angezeigt. Man hätte also nur Handelnden und die Handlung an sich, keinen grammatischen Zusatzklüngel.


      Die Anregung, die Handlung nach vorne zu stellen, finde ich persönlich auch sehr gut (Großschreibung hadert daran, dass das amaTheranische Alphabet nur einen Satz Buchstaben kennt und keine großen oder kleinen Lettern besitzt), einzig ein Einwand käme und der hat mit einer Sondereigenheit der amaTheranischen Verben zu tun.


      Jedes Verb hat einen 'Richtungsanzeiger'. Steht ein Verb in seiner 'normalen' Form heißt das, dass was davor steht Handelnder ist und das, was danach steht, Objekt.

      Öh... *Beispiel aus Hirn kram*.


      Ikancsinye ebrahacs Poomeuk. (Ikacsinye besitzt mitm Kind.... Besitz wird mit dem 'Instrumental' angegeben - eine Eigenheit die irgendwie entstanden ist und ich mags. Ich glaube es kam auf bei der Übersetzung von 'Da ist ein Magier!!', woraus 'Da wirds gleich ganz sicher mit nem Magier haben' wurde...)


      Handelnder-Handlung-Begleitumstand.


      Man kann das aber umdrehen:

      Pooma obrahacs Ikacsinyeuk.

      Die Wandlung des eingehenden e's in ein o zeigt eine 'Umkehr' der Handlung an, also: 'Kind wird gehabt mit Ikacsinye'.

      Das Ganze hat dann auch einen anderen Beigeschmack - der Fokus liegt im Denken zwar immer auf der Handlung (etwas wird zugeordnet/besessen von etwas anderem), aber steht Ikacsinye vorne, so ist es eher eine Klatschinformation (die Ikacsinye, ja, die hat jetzt ein Kind gekriegt, die Schlampe...) - im zweiten Fall geht es eher um das Kind und Ikacsinye ist nur die Begleitinformation (Ah, ja, das Kind da - ach die ist die Kleine von Ikacsinye glaub ich ...)

      So gibt es ganz verschiedenste Abstufungen z.B. zu sagen 'Da ist ein Kind'.


      Uruu ebrahacs Poomeuk. (Guck doch mal DA DRÜBEN! Da ist ein Kind. Da drüben halt und nicht hier.)

      Ebrahacs Poomeuk. (Da isn Kind. - Normalerweise wird ein fehlender unbestimmter Handelnder durch ein einzelnes 'e' angezeigt, aber wenn das folgende Verb auch mit e beginnt, fällt es weg.)

      Pooma obrahacs uruyeuk. (Ein KIND ist da drüben.)

      Pooma obrahacs. (Es ist ein Kind! - Und kein Hund eben.)

      Pooma obra. (Ein Kind ist da. - amaTheraner kürzen gerne alles ab. Und obwohl es sehr lange und elaborate Suffixe gibt, die über Tempi und Modi Auskunft geben können, werden häufig genutzte Verben sogar auf nur zwei Silben abgekürzt und dabei wird auch schon mal der Stamm mit beschnitten, der in diesem Fall (e)braha wäre. Pooma obra ist übrigens eine sehr höfliche und zurückhaltende Art, sich anzukündigen, wenn man Höhergestellte besucht. Man sagt dann schüchtern 'ein Kind ist da' und meint damit 'Ich bin zu Besuch gekommen, aber dir gegenüber bin ich nur ein Kind und ich bin auch nur da und warte, ob ich irgendwas anderes als nur da sein tun darf'. )


      So. Langer Rede kurzer Sinn: ich mag die Möglichkeit, die 'Richtung' der Verben umzudrehen bzw. die Position und den Fall von Handelndem und Behandeltem zu tauschen und durch eine Verbflektion anzuzeigen, dass hier eine Umkehr oder von mir aus der 'Passiv' steht. Jetzt wirkt das aber vor allem (für mich) schlüssig, wenn die beiden Positionen von Handelndem und Behandeltem das Verb einklammern und durch dieses Verbunden werden und die Flektion des Verbes sagt, in welche Richtung. Käme das auch als schlüssig rüber, wenn man Handelnder und Behandeltes hinter der Verb stellen würde?

      Also 'Ebrahacs Ikacsinye Poomeuk' und 'Obrahacs Pooma Ikacsinyeuk'?


      Oh und wenn wir schon dabei sind: klingt die ganze Sache mit den Verben bis hier hin noch sinnig?


      LG Mara