Charakterklassen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Vom 22.-25.11. findet das Weltenbastler-Wintertreffen in Arnolds Ferienhof in Oberlauringen (Landkreis Schweinfurt) statt. Zur verbindlichen Anmeldung geht es hier lang.

    Neulinge sind wie immer höchst erwünscht und wir freuen uns euch kennenzulernen!

    • Bei mir gibt es keine Charakterklassen. Finde Rollenspielsysteme, wo man recht frei seine Charaktere zusammenbauen kann, spannender...

      Aber wahrscheinlich bastel ich ein paar Beispielcharaktere als Archetypen, damit man eine grobe Orientierung hat, z. B. Diebe, Nanomagier, Techniker, Karawanenführer, entflohene Sklaven, Wilde aus den Dschungeln...

      Was meinst mit "Spezialklassen"?
      Sowas wie die Kadami-Kriegerinnen der Sahfila (siehe hier)?

      Verstehe das nicht... ...in einem freien Charakterbausystem kann man theoretisch alles Spielen, solange der Spielleiter oder Mitspieler kein Veto einlegen.

      Yvo
    • Bei Gaia gibt es keine Klassen, keine Berufe und so'n Zeug. Alles definiert sich durch die Fertigkeiten des Charakters. Allerdings gibt es schon gewisse "Klassen" oder "Berufe" wie z.B. Inquisitor oder Knight Paladine, aber dafür braucht man nicht unbedingt gewisse Voraussetzungen oder so was. Das Ganze kann dann zum Beispiel im Spiel direkt "erlernt" werden, wenn zum Beispiel ein Char beschließt sich den Knight Paladines anzuschließen oder so.
      "Barbarism is the true nature of mankind. Civilisation is unnatural!" - Conan
      "Das ist KEIN Müll! Das ist MEINE WELT!" - Rilli
      Gaia | Cimorra | Brainfarts
      Deviant Art | Logan's Fantastische Welten

    • In RuneMaster gibts Berufe - die du auch mischen kannst, solange das logisch bleibt. Beeinflusst dann auch das Startalter des Chars, denn jeder Beruf bringt eine Lehrzeit mit sich.

      In Per Aspera hingegen wird völlig frei gebaut.

      Übrigens: Das hat mit WELT nix zu tun, sondern mit SYSTEM ... ;)
      "Wenn die Zunge schneiden könnte wie das Schwert,
      wären die Toten ohne Zahl." - Filipo Vadi "De Arte gladiatoria dimicandi"
      RuneMaster-Das Dark Fantasy Rollenspiel
      Playlist
    • Keine Klassen. Und meine Systeme gehören jeweils zu der Welt, um meine Magieauswüchse entsprechend umsetzen zu können, also ist es ein Welt-System sozusagen...

      Was der Charakter ist definiert sich über seine Hintergrundgeschichte. Nur eben wenn es zur Magie kommt, kriegt man je nach Herkunft Sonderdingsis. Aber man wählt dann nicht die Charakterklasse an, sondern man macht einen Charakter nach einem Punktesystem und kauft sich dann zum Beispiel 'offener und exklusiver Zauberkreis Damilish', weil man einen Damilish bei Galtara spielt. Aber alles andere kann bunt gewürfelt sein. Es ist also eher ein 'aus Kästen bedienen' System mit freier Punkteeinteilung. Charakterklassen finde ich.. einschränkend.
    • Äh, nein. Eine KLASSE ist ein System-Konstrukt.
      Ein BERUF kann weltspezifisch sein.

      Und das Vorhandensein einer Klasse ist wiederum nur eine System-Welt-Integration. d20 machts vor. ;)
      "Wenn die Zunge schneiden könnte wie das Schwert,
      wären die Toten ohne Zahl." - Filipo Vadi "De Arte gladiatoria dimicandi"
      RuneMaster-Das Dark Fantasy Rollenspiel
      Playlist
    • In keinem von mir erdachten System gibt es sowas wie Charakterklassen, höchstens Archetypen oder Berufsschablonen, die einem Wege aufzeigen können, wie man einen Charakter mit einer bestimmten Ausrichtung gestalten kann.

      Klassen sind dabei eindeutig Regelkonstrukte, die mir der Welt nichts zu tun haben. Auch ein Paladin definiert sich darüber, dass er bestimmte Dinge kann oder nicht kann und dass er einer Gruppe von Leuten angehört, die eine ähnliche Vergangenheit haben. Aber auch da gibt es horrende Unterschiede... ein Paladin kann auch über Fertigkeiten und Zauber/Gebete/was auch immer definiert werden, und nicht nur über eine Klasse...

      Charakterklassen selbst sind sicherlich abhängig vom Hintergrund. Eine Klasse macht keinen Sinn, wenn sie in der Welt nicht vorkommt... Magier auf magiefreien Welten zum Beispiel...
    • Archetypen, das war das Wort das ich gesucht habe.

      Wenn man ein Rollenspiel gestaltet braucht man etwa vage Richtlinien was man spielen kann. Ich hab meist folgende grobe Einteilungen.


      Kampf:

      Nahkampf
      Fernkampf
      Spezial (?)
      Kombikampf


      Support:

      Rescherche
      Gelehrter
      Heiler
      Graue Eminenz
      Demagoge
      Techniker/Handwerker


      Magie:

      Hermetischer Magier
      Alchemist
      Runenmeister
      Zauberer
      etc.
    • Bei Darc werden sechs sogenannte Berufungen verwendet, welche keine InWorld-Berufe darstellen, sondern dass, wozu der Herr nzw. Darcan den Charakter "berufen" hat.
      Diese Berufungen sind aber quasi schon sowas wie Klassen - der Drescher ist beispielsweise die aerdische Version eines Standardkriegers. Doch die Berufung ist eigentlich nur zur Ermittlung der Fertigkeitenkosten & Co wichtig - so kann ein Drescher "billiger" Nahkampf lernen als beispielsweise ein Wisser usw.

      "Berufe" in diesem Sinne gibt es aber trotzdem, allerdings haben die kaum regelrelevante Bedeutung:
      Zu Beginn der Charaktererschaffung wählt der Spieler aus rund 100 Werdegängen (sowas wie Schablonen) aus, was er denn so vor seiner Abenteurerkarriere alles schon gemacht hat.
      Manche Werdegänge sind nicht für jeden Gesellschaftsschicht zulässig oder erfordern bestimtme Fertigkeiten & Co - beispielsweise kann man nicht Staublaurer gewesen sein, ohne das Skill Wildniskunde zu besitzen usw.

      Manche Werdegänge sind gar nur über Umwege zu erreichen (Beispiel aus meinen EdT-Storys: Der Charakter Hagen Heilehand war vor seiner Abenteuererlaufbahn ein Leibflicker - eine Art billiger Siffarzt. Erst durch diesen Werdegang konnte der Charakter einen bestimmten Wert in Leibflickerei erreichen, den er brauchte, um den Folgewerdegang Medikus überhaupt nehmen zu können - wie gesagt alles VOR dem ersten Spiel).

      Hintergrund der optionalen Werdegänge ist es, dem Darc-Charakter ein Vorleben zu geben (und ein paar Skills und Ausrüstungsgegenstände, die er aus dieser Zeit noch BESITZT), auf den späteren Charakterbuild hat die ganze Sache aber keinen Einfluß, es geht nur um den Hintergrund.

      Hier mal ein Beispiel:

    • An Archetypen / Beispielcharakteren hab ich mir bisher folgendes gedacht:


      Xorn Kadamor, abtrüniger Soldat der Thrall
      Yoya Calfiki, Gladiatorin der Thraka
      Qin Skena, Nanomagierin der Sahfila
      Kinji Kayamaki, Diebin aus der Gilde Schwarzen Wolke
      Reno Caldamis, Pirat aus Giacomo
      Difune Kadasim, Wüstenläufer (Karawanenwache) der Kahdafi
      Balrak, Stammeskrieger der Jad (=Dschungelbewohner)
      Largo Rhamadon, Techniker aus dem Golan-Sektor
      Kani Yaris, Nano-Heilerin aus dem Voltan-Sektor
      Tenja Sydhos, Jägerin aus der Gegend um Shiyu
      Kayo Tayanim, Apolyth Xians aus dem Katala Kult
      Skorp Thurkastor, Gangmitglied aus dem Karakas-Sektor
      Lillis Thrallatarpos, Informationshändlerin der Pythris
      Cella Lavara, Rebellin der Yavanischen Befreiungsarmee aus Vasca

      Ist eigentlich schon ziemlich viel... ...mehr als 13 Beispiele sollte ich nicht machen. Vielleicht schmeiße ich noch den einen oder anderen raus um wichtigere Beispiele reinzunehmen, z. B. eine Kayami-Kriegerin der Sahfila, einen Kanalisationsjäger, Computerspezialisten, Blutballspieler... ...mal schauen.
    • Bei mir gibt es verschiedene Berufe, die sich vor allem dadurch auswirken, dass die zu Beginn verfuegbaren Talentpunkte in den einzelnen Unterbereichen vom Beruf abhaengen. D.h., ein Krieger kann bei der Charaktererschaffung mehr in Waffentalente investieren, ein Pfadfinder mehr in Naturtalente, usw.

      Anschlieszend ist es jedem Spieler freigestellt, wie er seinen Charkter entwickelt. Wenn z.B. ein Bauer zu einer Kampfmaschine umgebaut werden soll: Bitte schoen - solange es glaubwuerdig ausgespielt wird.

      Eine Einschraenkung gibt es allerdings noch, naemlich Sonderfaehigkeiten, die in solche fuer Kaempferberufe und solche fuer handwerkliche Berufe aufgeteilt sind.
      All is fair in love and roleplaying
    • RE: Charakterklassen?

      Hallo!

      Original von Aristagon
      Hi, mich würd mal interessieren was ausschalggebend dafür ist was man in eurer RPG-Welt spielen kann. Ist es eher komplett frei, gibt es alternativ dazu einige spezial-klassen? oder gibt es nur bestimmt Chraraklassen? Und wenn, was sind die kriterien dafür?


      Ich verwende grundsätzlich keine Charakterklassen - das sind künstliche Regelkonstrukte, die dem Rollenspiel und der Charakterentwicklung im Wege stehen. Worauf ich aber Wert lege, ist, dass die Charaktergeschichte plausibel ist vor dem Hintergrund der Welt.
      ... brought to you by the Weeping Elf
    • Natürlich ist das eines der ganz schwierigen Themen.

      Dazu mehrere ziemlich entgegengesetzte Erfahrungen:

      In einem völlig freigestellten Spiel, das ich einmal mit einer Truppe Freunden begonnen habe, fühlten sich die Spieler durch die freie Entscheidbarkeit eingeschüchtert. Sie wollten Regeln, Vorgaben, Festlegungen. Das kann an der Zusammensetzung der Gruppe liegen, aber ich fand es verdammt schade, weil es hier hauptsächlich um Interaktionen und Ideen ging, die eine Story, deren Ende völlig offen war, voranbringen sollten. Fazit: Eines meiner totgeborenen Kinder.

      In "gängigen" Systemen fühlen sich die Spieler oft genug gemaßregelt, weshalb ich als SL jederzeit bereit war, Abwandlungen und Sonderformen einzubauen, sobald es irgendwie begründet war, um den Spaß und die eigene Vorstellung zu erhalten. Inzwischen gibt es solche Arabesken auch mehr oder weniger offiziell (ich denke da bloß an die Prestige-Klassen bei D&D, die mir den Spielspaß als Selbstspieler - lang ists her - gerettet haben).

      In der einzigen Welt, die ich selbst bisher halbwegs ausgebaut habe, sind 156 Klassen drin, von denen auch noch jeweils 3 gekoppelt werden dürfen. Bisher deckt das alle Bedürfnisse ab, zumal die Fähigkeiten nicht von vornherein feststanden und von den Spielern ausgebaut worden sind. Damit bin ich nicht wirklich glücklich, aber es funktioniert einstweilen. Das Angebot, völlig ohne Ring (also Klasse - durchaus mit einigen Vorteilen) zu spielen, hat bisher niemand angenommen, obwohl es im Regelwerk vorgesehen ist.

      Die Vorschläge, den Charakter frei zu entwickeln, finde ich persönlich besser (wie z.B. in den Computerspielen der LoL-Reihe teilweise vorgesehen), aber ich hatte damit bisher noch keinen Erfolg. Aber ich hoffe und bastle weiter.
    • Ich denke, das "frei" ist eine Frage der Sichtweise. Ich finde es am geeignetsten, wenn man ein System hat, das prinzipiell "frei" ist, um dann Leitfäden zu kreieren, anhand denen man Beispiele geben kann. Ein typischer Magier, ein typischer Krieger, usw. Das kann man jeweils leicht unter Berufsschablonen zusammenfassen, die dann als Anleitung dienen. Shadowrun spielt damit, im Grunde hat auch DSA immer damit gespielt, obwohl es hier ein wenig strikter gehandhabt wurde und wird.

      Damit kommt man um eine enorme Vielfalt an Charakterklassen herum, und erspart sich die ganze Arbeit, indem man einige Schablonen entwirft, die beispielhaft wirken sollen.
    • Also ich hoffe ich werde nicht missverstanden^__^

      Bei Mir ist grad ne Gruppe auseinandergesplittet weil sich die Spieler bei mir beschwert haben, dass sie eigenständige Charaktere Entwickeln müssen, dass es zuviel Rollenspiel und Storytelling drin gab. Sie wollten nur Kämpfe Kämpfe ..usw. Ich meine wir haben uns etwa 3 Stunden von 6 in einer Stadtaufgehalten in der sie Informationen erlangen sollten und das war denen auch zuviel... ich versteh das nicht. Berufwahl und Hintergrund geschichte waren völlig frei zu wählen. Womit die Spieler total überfordert waren.

      Generell ist bei mir eine Liste Möglicher Berufe und Archetypen da, aus der man den beruf frei interpretieren kann. Nur leider übervordere ich meine Spieler immer damit..... Und es waren spieler die schon seit 20 JAhren spielen.
    • @Aristagon: Die Frage ist, ob das jetzt wirklich ein Problem der Charakterklassen war...
      In solchen fällen hilft meistens: Den Mitspielern ein Tabletop empfehlen und sich neue Mitspieler suchen... ;)

      Charakterklassen oder Archetypen können meiner Meinung nach das Rollenspiel verbessern, grade auch für Anfänger. Zeichnen lernt man ja auch, indem man erstmal was abzeichnet, dann was abzeichnet mit leichten Veränderungen und dann erst sich vor ein leeres Blatt Papier setzt...

      Außerdem sind Archtypen grade bei selbstgemachten Rollenspielen, wo es vielleicht nicht sooo viele Bilder gibt und die Spieler sich noch nicht 100 Seiten über die Hintergrundwelt durchgelesen haben, wichtig als Orientierung: Was kann ich machen? Was muss ich im Rollenspiel tun? Was ist überhaupt möglich?

      @Mer und Aristagon: Hattet ihr mehrere Archetypen/Beispielcharaktere?
    • dass sie eigenständige Charaktere Entwickeln müssen, dass es zuviel Rollenspiel und Storytelling drin gab.

      WoW-Spieler? ;D
      Wenn nicht: Dort finden sie, was sie suchen. Am Tisch werden sie leider auch mit einem Tabletop überfordert sein. CMGs könnten auch noch gehen.

      Aber mit solchen Leuten würd ich auch nicht spielen WOLLEN ...
      "Wenn die Zunge schneiden könnte wie das Schwert,
      wären die Toten ohne Zahl." - Filipo Vadi "De Arte gladiatoria dimicandi"
      RuneMaster-Das Dark Fantasy Rollenspiel
      Playlist