Keine Nacht?

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    • Hm, das Problem in den Polarregionen ist, je weiter man rauf kommt, je länger Tag/Nacht also dauern, um so weniger Leben gibt es dort, die Ökosysteme sind wesentlich "einfacher" aufgebaut als in unseren Breiten oder gar in den Tropen. (Bilde ich mir zumindest ein)
      Das sie sich daran anpassen können scheint mir ja auch nicht das Problem zu sein, eher das es einfach weniger Vielfalt gibt, da mir gerade so gar nichts einfallen will woran sich andere Schlaf/Wachzyklen festmachen könnten. Diese müssten ja irgendwie global sein, damit sich mehrere Tiere danach richten bilde ich mir ein...
      Aber so globale Ereignisse wären vielleicht noch eine Idee, ist nur noch die Frage wie man diese regelmäßig hinbekommt...

      So, und damit hätte ich auch schon wieder eine Idee für eine neue Welt. :pfeif:



      Hm, das mit den zwei Sonnen ist ein spannender Ansatz, wenn dann das "Fenster" auch noch eine Wellenlänge blockieren würde, hätten wir wirklich was Nachtartiges. Hm...
      Behalte ich auf jeden Fall mal im Hinterkopf, auch wenn die Weltenpflanze eigentlich verschiedene Sonnen umkreisen können sollte könnte sie in dem Fall dann "einfach" um so ein System kreisen.

      Mit etwas mehr ISSO könnte man aus der zweiten Sonne auch ein schwarzes Loch machen welches dann das Licht nicht durchlässt wenn es vor der Sonne ist. Bei solchen Konstellationen werden dann aber meines Wissens Strahlungen frei gesetzt die mehr als nur ein bisschen braune Haut verursachen...
      Gar nicht zu reden davon das ich keine Ahnung habe ob der Ereignisshorizonts so einer Loches groß genug ist für eine Sonne.
      Falken haben doofe Ohren
    • Ich sag mal, die einfacheren Ökosysteme in den Polarregionen liegen an den unwirtlicheren Temperaturen, nicht an den Lichtverhältnissen. In der dunklen Zeit passiert bei den Pflanzen ja wohl ohnehin weniger, weil die die Kältezeit abwarten. :kopfkratz: Ich kann mir also schon vorstellen, daß sich eine artenreiche Fauna und Flora darauf einstellt. Vermutlich würde es verschiedene Vegetationsphasen gleichzeitig geben, wie in den Tropen: Blühen, Ruhen, Früchtetragen gleichzeitig... aber ich bin auch kein Biologe. ;)

      Oder es gibt Regenzeiten, Kältephasen, Staubwindzeiten, die eine Art Jahreszeiten bilden...

      Am besten bzgl. Biologie Yela fragen ;)
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Ich dachte immer, die geringe Artenvielfalt an den Polen hängt mit der Kälte zusammen, weniger mit dem Licht.

      Aber umgekehrt: Es gibt doch jede Menge Höhlen-Ökosysteme, die auch ohne Licht auskommen und trotzdem funktionieren. Die haben ja dann auch keine Tag/Nacht-Zyklus. Ich weiß nicht, wies da mit der Artenvielfalt bestellt ist, aber die Abwesenheit von Licht schient sie da nicht zu stören. Dazu kommt noch: Auf der Erde hat sich das Leben so entwickelt, WEIL es Tag und Nacht gibt! Wenns die nicht gibt, entwickelt sich das Leben halt so, dass sie das auch nciht brauchen! Natürlich können die Lebewesen dann einen Rhythmus haben, der eben nicht Helligkeitsabhängig ist, sondern von irgendwas anderem.

      Statt dem schwarzen Loch, könntest du auch einen großen Felsbrocken nehmen. Der würde die Sonne auch verdecken, hat aber den Vorteil, dass er keine harte Strahlung abgibt ;)

      Edit: Ich habe das hier vor Vinnis Beitrag getippt.







      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Ok, da habe ich mich vielleicht etwas ungünstig ausgedrückt: Ökosysteme wird es auf jeden Fall geben, sicher auch schön komplexe, da habe ich eigentlich keine Zweifel (schon gar nicht bei dem Konzept bei dem die Entstehung des Leben und Entwicklung schon viel früher auf ganz anderen Planeten stattgefunden hat, hier natürlich nicht stagniert aber nicht bei Null anfangen muss).
      Nur haben wir ja mehrere parallel laufende Systeme, eben Tag/Dämmerung/Nacht um einmal grob einzuteilen, die sich teils ähnliche wenn nicht identische Nischen zu unterschiedlichen Tageszeiten teilen. Das würde ich irgendwie nicht so gerne aufgeben...

      Für Jahreszeiten fehlt mir halt auch ein "Auslöser" außer es genügt wirklich wenn die Bewegung um die Sonne ellyptisch ist oder die Weltenpflanze da irgendwie manipuliert und die Jahreszeiten anstößt.


      Die Idee mit dem Felsbrocken hatte ich auch schon mal, ein Ringgürtel ähnlich wie "Platten" in Nivens Rinwelt, allerdings müssten die alle etwas gleich groß sein und in genau der richtigen Entfernung zwischen Pflanze und Sonne einen Ring bilden, das scheint mir recht unrealistisch, und auch wenn das Ringwesen da nachgeholfen hat kann ich mir nicht vorstellen das es genau in der Form bleibt.
      Falken haben doofe Ohren
    • Mit Dauerlicht stellst du den Pflanzen wie in den Tropen beste Bedingungen zur Verfügung. Somit solltest du auch eine sehr hohe Artenvielfalt erreichen können. Sollte sich nicht aus welchen Gründen auch immer ein ähnlicher Rhytmus bei der Tierwelteinstellen, werden einfach alle Tierarten zu jeder Zeit aktiv sein. Der eine Vogel schläft vielleicht grade, sein Bruder jedoch hat seine Schlafphase aber erst in ein paar Stunden.
      Ein großer Unterschied zu unserer Ökologie werden wohl die Verteidigungsmechanismen sein. Man kann den Räubern nicht mehr einfach aus dem Weg gehen, weil ja jederzeit der nächste Löwe um die Ecke kommen kann. Man weißja nicht wann der schläft. Dementsprechent ist die Wahl des Schlafplatztes von großer Bedeutung, oder aber man pumpt sich selber mit Gift voll um nicht gefressen zu werden.
      Soweit ich weiß haben Delfine ein ähnliches Problem. Sie haben das so gelöst, das jeweils nur eine Hirnhälfte schläft, die andere Wachsam bleibt. Frag mich nicht wie, aber es scheint zu funktionieren. Denke solche Mechanismen könnten auf deiner Welt durchaus entstehen.
      Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt (Die Ärzte)
    • Zum Thema Tag und Nacht und Schlaf. Eigentlich braucht es da keinen großen Auslöser. Wenn es immer nur Tag ist bzw. Nacht, dann schläft man einfach wenn man müde ist und wacht auf, wenn man ausgeschlafen ist. Ohne Wechsel ist das doch vollkommen belanglos zu welcher Tageszeit man aufwacht, es ist ohnehin immer einfach nur Tag. Dasselbe passiert auf der Erde, bei zu viel Schlafmangel schläft man einfach irgendwann ein.

      Und zu den Jahrezeiten: Die sind eigentlich nicht von der Bahnform abhängig, sondern von der Achsneigung des Planeten. Wenn diese starr ist und immer in eine Richtung des Raumes zeigt und eine unmerklich geringe, vernachlässigbare Drehbewegung aufweist (wie z.B bei unserer Erde), dann verändert sich im Verlaufe des Jahres der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen auf die der Sonne zugewandte Seite, mal dichter, mal mehr zerstreut, mal mehr Wärme pro m², mal weniger, wodurch die Jahreszeiten hervorgerufen werden. Fallen die Strahlen parallel zum Boden (z.B an den Polkappen und drumherum) dann kommt gar keine Strahlung an.
    • Tejaava schrieb:

      Statt dem schwarzen Loch, könntest du auch einen großen Felsbrocken nehmen. Der würde die Sonne auch verdecken, hat aber den Vorteil, dass er keine harte Strahlung abgibt ;)

      Oder einen Planeten zwischenschalten, der sich um die Sonne dreht? Und dann immer Schatten an bestimmten Stellen erzeugt...
      Bzw. eine Sonne, die heller und wieder dunkler wird, in bestimmten Intervallen.

      Mir fallen in diesem Gedankenspiel noch die Lebewesen in unserer Tiefsee ein. Da haben wir zwar das genaue Gegenteil von Licht, aber es spricht doch dafür, dass zum Besipiel Tiefseefische und andere kleine Lebewesen durchaus auch ganz ohne Tag/Nachwechsel auskommen. Und es ist kalt da. Da gibt es ja solch einen Fisch, der selbst Licht produziert. Abgesehen davon passen sich die Lebewesen diesen Umständen an und sehen irgendwann wirklich nicht mehr.
      Zudem muss man ja nicht nur über das Auge sehen können, andere Lebewesen in der Welt orientieren sich ja auch wunderbar mit anderen Sinnen.

      Hab mal von krebsartigen Tieren gelesen, die in den Tiefen der Meere an heißen Erdspalten bis zu 80°C aushalten können, also weder Licht noch Kälte haben. Und dennoch sind die lebensfähig.
    • Ich weiss nicht ob das was bringt: Aber wenn es "biologische" Wesen auf Deiner Welt geben soll, dann liegt ein Wechsel von Ruhe- und Aktivitäts-Phasen nahe. Denn zelluläre Systeme haben immer den Wechsel von Abnutzung/Erschöpfung und Regeneration. Das muss nicht zuwingend Tag/Nacht sein, aber so ein Metabolismus kommt immer in Wellen.
    • Ich fürchte, wir sind alle zu erdgebunden um wirklich neue Ideen zu haben. Ich glaube, wenn Leben einmal einstanden ist , oder, um der jetzigen Diskussion zu folgen, das einzellige Stadium überschritten hat, immer einen Weg finden wird, selbst wenn es etwas länger braucht.

      Ich weiss nicht ob das was bringt: Aber wenn es "biologische" Wesen auf
      Deiner Welt geben soll, dann liegt ein Wechsel von Ruhe- und
      Aktivitäts-Phasen nahe. Denn zelluläre Systeme haben immer den Wechsel
      von Abnutzung/Erschöpfung und Regeneration. Das muss nicht zuwingend
      Tag/Nacht sein, aber so ein Metabolismus kommt immer in Wellen.
      Ich denke mal, die einfachste Lösung wäre, wenn ein Metabolismus immer nur einen Teil seiner Zellen zum Ausruhen schickt, der Rest arbeitet. Vielleicht gibt es dann überhaupt keinen Zyklus.

      Hast du schon mal überlegt, was in der Dämmerzone deines Planeten passiert, und was auf der Nachtseite?
    • Naja, es besteht durchaus die Möglichkeit, das zumindest Teile des Lebens von der Erde stammen. ;D

      Ein Planet als Schattenspender wäre vermutlich zu klein, das wäre dann ja ein Zyklus von sagen wir mal 4 mal im "Jahr" jeweils wenige Minuten oder so, außerdem wird es in dem System, aufgrund seiner Entstehung, vermutlich eh keine Planeten mehr geben.


      Und natürlich wird es da Leben geben können, darum geht es mir nicht, mein großes Problem ist, das durch ein Fehler der Tageszeiten, es keine Aufteilung ins Tag-, Dämmerungs- und Nachtaktive Tiere gibt, sondern eigentlich nur Tagaktive, was sie Artenvielfalt meiner Meinung nach massiv einschränken muss, da es keine Trennung mehr gibt und immer die selben Tiere aktiv sein können...

      Da meine Welten auf keinem Planeten liegen gibt es keine "dunkle" Seite oder Dämmerungszonen, aber der Hinweis mit der Neigung bringt mich auf eine Idee, eigentlich könnte sich, zumindest einige Welten, gemächlich hin und her wiegen. Je nach Neigung und Geschwindigkeit bekommt der Teil in der Mitte dann am meisten Sonne ab, die Ränder nur jeden 2. Tag/Woche/Monat/Halbjahr etc.
      Hm. :kopfkratz:
      Falken haben doofe Ohren
    • Alcarinque schrieb:

      Da meine Welten auf einem Planeten liegen gibt es keine "dunkle" Seite oder Dämmerungszonen ...

      Da meine Welt keine richtige Gravitation besitzt, sondern diese durch die Drehung entsteht (so mehr oder weniger), ist die Oberfläche der Welten dauernd der Sonne zugewand.


      1. Frage
      Den ersten Satz kapier ich nicht. :kopfkratz: Dachte die "Welt", die du beschreibst, wäre kein Planet. Gravitation imitiert durch Zentrifugalkraft à la Ringwelt von Larry Niven oder (im Kleinen) auf Babylon 5 u.ä. Weltraumstationen.

      2. Frage
      Hm, also wirklich eine Ringwelt, oder? Wäre es nämlich eine Sphäre, funktioniert an den Polen die Zentrifugalkraft nicht, Atmosphäre würde ins Vakuum entweichen, ein Unterdruck entstünde an den Polen, der wiederum die Luft aus den anderen Regionen abziehen würde ... Exitus allen Lebens. Eine Dysonsphäre würde künstliche Gravitation oder ISSO benötigen. ;)

      Gut, gehen wir von einem Ringwelt-Lebewesen aus, kilometerhohe Wälle an den Seiten um die Atmosphäre am seitlichen Entweichen zu hindern. Temperatur muss kein Problem sein, da das Ringwesen selbst das Bedürfnis hat seine Temperatur zu regulieren, z.B. indem es überschüssige Hitze auf seiner dunklen Außenseite abstrahlt. Sollte man als Bewohner sich nach unten graben können, gäbe es den lustigen Effekt, dass es drunten immer kühler würde, anstatt wärmer wie auf der Erde. Cool.
      Du möchtest Jahreszeiten? Hm, entweder hat der Stern einen pulsierenden Rhythmus, wobei ein Intervall über Monate abläuft, oder aber das Ringwesen dehnt sich selbst rhythmisch aus und wieder zusammen. Oder aber es gibt auf der dunklen Außenseite mal mehr, mal weniger Energie ab, so dass auf der Innenseite des Ringes dadurch auch jahreszeitähnliche Temperaturschwankungen möglich wären.
      Bliebe noch der evtl. Wunsch nach Tag und Nacht. Planeten wurden schon aus gutem Grund verworfen, schwarze Löcher aus noch besseren Gründen ebenfalls. Doch wenn das ein riesiges Schlangenring-Welten-Pflanzen-Ding ist, dass als Organismus z.B. seine Temperatur selbst reguliert (und damit ggf. den auf ihm lebenden Bewohnern seinen eigenen Rythmus aufdrückt, ... hm .... dann könnte es auch über Blätter oder Äquivalentes verfügen. Diese könnten dann Bereiche der Ringwelt immer mal wieder in Schatten tauchen. Von außen gesehen könnte das so wirken, als würde es sich selbst Luft zufächern auf der heißen Innenseite (geht natürlich nicht im Vakuum), doch es könnte mit zur Temperaturkontrolle des Wesens dienen. Blätter nach außen spreizen = mehr Energie aufnehmen - et vice versa. Als Nebenprodukt käme somit Tag und Nacht heraus. Und da die "Blätter" sich nicht schlagartig bewegen, gäbe es Zonen mit viel Licht in der Mitte des Rings und weniger Licht am Rande.

      Irgend wie drängt sich mir die Idee zweier umeinander windender oder schmiegender Schlangen mit Blättern auf. Oder ein Schlangenweltwesen und eine Pflanze. Die Eine könnte die andere mit ihren Blättern vom Sonnenlicht abdecken, die Abstände zwischen den Blättern müssten jedoch relativ regelmäßig zueinander sein. Wenn nun beide Wesen in entgegengesetzte Richtung um das Zentralgestirn rotieren und es um die 365 Zwischenräume gäbe ... die Blätter könnten vom einen Ende des Wesens zum Anderen zunehmend bzw. abnehmend in ihrer Breite variieren, womit die Tage und Nächte entsprechend länger/kürzer würden ... es bestimmte besondere Feste gibt, wenn z.B. das Loch in Blatt 43 einmal im Jahr als besonderes astronomisches Vorkommnis über die Welt wandert ... die Tage ohne Nacht kommen, wenn man am blattfreien Knotenpunkt zwischen Kopf und Schwanz vorbeikommt ...

      :o Oh-oh, das bringt mich auf Ideen, die ich fast selbst verwenden könnte - sollte es so gewaltige Kreaturen in Damokles je geben - doch das bezweifle ich. ;D


      Edit sagt: Fand hier gerade einen Thread hier mit z.T. ähnlichen Aspekten: [Physik] Dyson-Sphäre
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Meine Welten und Geschichten
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Alcarinque schrieb:

      Nur haben wir ja mehrere parallel laufende Systeme, eben Tag/Dämmerung/Nacht um einmal grob einzuteilen, die sich teils ähnliche wenn nicht identische Nischen zu unterschiedlichen Tageszeiten teilen. Das würde ich irgendwie nicht so gerne aufgeben...

      Zum einen: du kannst nicht das eine eine nicht mehr wollen, das damit verbundene aber behalten wollen. Also kannst du natürlich schon, es ist deine Schöpfung, aber es wäre nicht sehr konsequent. Das Faszinierende an einer fremden Idee von Ökosystem ist eben die Fremdartigkeit, und was sich in aller Konsequenz daraus entwickelt.

      Zum anderen: Ich glaube nicht, dass die Artenvielfalt sich erheblich reduzieren würde. Die Tiere, die auf der Erde sich den identischen Lebensraum teilen und nur deshalb gleichzeitig existieren können, weil sie verschiedene Aktivitätszyklen haben, sind glaube ich gar nicht so viele. Und gäbe es eben keine einheitlichen Ruhezeiten für bestimmte Tiere, dann würden Sie eben auf andere Art und Weise ihren Häschern entkommen. Sei es, dass sie wie die erwähnten Delphine eben nie wirklich schlafen, wie andere Tiere Mikroschlafphasen haben, die nur kurz andauern, sei es, dass sie in Gruppen leben und sich Wachablösungen leisten, oder dass sie sich eben auch in Ruhephasen wehrhaft geben, indem sie stachlig, giftig oder schwer erreichbar sind. Es gibt soviele Möglichkeiten, die sich durch diese neu geschaffenen Bedingungen ergeben, dass es für mich total spannend wäre, sich ein entsprechendes Ökosystem zu überlegen.

      An konkreten Beispielen kann man eh immer besser herumüberlegen. Mäuse sind i.d.R. nachtaktiv. Erhöht das tatsächlich ihre Überlebensfähigkeit? Ihre Fressfeinde sind entweder ebenfalls in der Nacht unterwegs (Eulen etc.), oder sie buddeln sie mit feinem Geruchssinn tagsüber aus ihren Bauen ... Das Gegenmittel der Mäuse: hohe Fruchtbarkeit, viele Kinder. Das würde auch bei einem ewigen Tag nicht anders sein.
      Gäbe es dann aber keine Eulen mehr, also Jäger der Nacht? Naja, Eulen jagen mitunter auch tagsüber, sie müssten vielleicht andere Jagdmethode anwenden, z.B. Tiefflug, um später erkannt zu werden. Überleben könnten sie trotzdem, denke ich.

      Vielleicht kannst du aber auch mal konkrete Beispiele nennen, bei denen du denkst, dass die Artenvielfalt eingeschränkt würde.
      Æýansmottír-Blog - Mysterion-Blog - Deviant - Mysterion - Æýansmottír (provisorisch) - Bloubbuji

      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Ein Planet , der der Sonne immer dieselbe Seite zeigt, so dass eine immer im Licht und die andere im Dunkeln ist, das kenne ich. Es gibt Sterne die man als rote Zwerge bezeichnet. Um bei diesen Stern überhaupt Leben zu haben, müsste der Planet so nahe am Stern sein , so dass es zu dieser Situation kommt. Allerdings ist die Tagseite viel zu heiß und die Nachtseite viel zu kalt. Leben wäre nur in der Dämmerungszone möglich. Infos gibt es , such bei Google unter Roter zwerg.
    • Danke fürs Ausgraben Nordland, da habe ich doch tatsächlich nicht mitbekommen das mir geantwortet wurde. :-/

      Das mit dem Planet weiter oben war ein Vertipper, ich meinte das meine Welt eben kein Planet sei.

      @Nemedon:
      Zu 1: Genau, Nivens Ringwelt war meine ursprüngliche Inspiration. Ursprünglich wollte ich da einfach einen Asteroidengürtel "zusammentackern" und fertig. Landete aber dann bei einem entsprechend großen Wesen, bzw mehreren.

      Womit ich dann eh bei 2. bin: Das Leben findet in den "Früchten" des Wesens statt, welche auf einer Seite transparent sind und der Sonne zugeneigt.
      Das Wesen selbst besteht aus mehreren Individuen die ineinandergeschlungen einen kompletten Ring ergeben.
      Blätter habe ich mir auch schon in verschiedenen Variationen überlegt, so ein wild wedelndes Blattzeugs scheint mir dann aber doch etwas zu nervös und unfreiwillig komisch zu sein, diese werden am ehesten für den Antrieb sorgen (in dem sie ggf. den Sonnenwind nutzen, aber das ist noch nicht ausgearbeitet).

      Ich sollte mich da wirklich wieder mal dran setzen und versuchen das mal zumindest mehr oder weniger gut zu zeichnen...

      @Gomeck:
      Klar, ein Ökosystem ohne Nacht hat ganz klar seinen eigenen Reiz und da werde ich auch (ab und zu :ugly:) dran bleiben.

      Das Problem z.B. bei Eulen sehe ich darin, da sie einfach eine "Nische" besetzen. Tagaktive Greifvögel gibt es ja auch zuhauf. Zuviele Raubtiere die von den selben Beutetieren leben können nicht gleichzeitig nebeneinander existieren wenn es kein festen Tageszeiten in der Form gibt.

      Aber ja, da war ich etwas zu drauf fixiert das es dann nur noch das "mittagsaktive" Leben unserer Welt gibt, was vermutlich eher unwahrscheinlich ist, wenn immer Mittag ist müssen sich die Lebenwesen teilweise einfach anders verhalten.
      Einige Tieren werden dran glauben müssen, andere kommen dazu. Da sollte ich mich mal wieder um mein Dreibeine kümmern...
      Falken haben doofe Ohren