[Laharia] Kleinkram -- Neu: Das Haus für geistig Verletzte und Bedrohte

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 19 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • Nachfragen ist ja okay.

      Nochmal zurück zum Alter der Jugendlichen. Das variiert tatsächlich je nach Art. Während Niatva diesbezüglich sehr menschenähnlich sind, entwickeln sich Ditaya schneller. Man muss auch bedenken, dass es auch "Mischlinge" gibt und die Arten sich zudem ineinander verwandeln können, aber dabei ihr biologisches Alter behalten. Wenn eine definitiv erwachsene Kaeriyi von zehn Jahren sich in Niatva verwandelt, dann sieht sie nicht wie zehn aus, sondern wie zwanzig, weil sie eben ihrer Art entsprechend erwachsen ist. Aber auch, wenn sie verwandelt ist, gibt sie die schnellere Alterung noch in gewissem Ausmass an ihre Kinder weiter. Solche Unwägbarkeiten jeweils einzeln zu berücksichtigen ist allerdings nicht die Art der Bürokratie, da wird einfach etwas breiter definiert und passt schon.
      Bzw. passt auch nicht, denn ein gerade geschlechtsreifer Kaeriyi ist SIEBEN, und wenn der sich verwandelt, sieht er aus wie vierzehn und kriegt trotzdem kein Kuvert.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • @Veria ich will mich auch nochmal entschuldigen, ich glaube, ich bin da etwas zu aufbrausend gewesen. :( Ich habe selbst schließlich gemeint, dass ich Aufklärung und sowas total wichtig finde und eigentlich ist es auch mega gut, dass du das in deiner Welt auch einbaust und zeigst: "Schaut, das ist bei mir so.", weil das auch zeigt, wie unterschiedlich Welten und darauf übertragbar Kulturen usw. sind. Ich hab gestern halt nochmal richtig drüber nachgedacht und dachte mir dann auch, dass meine Reaktion fast schon wie von einem Nazi-AfDler sein musste, die immer gegen "frühkindliche Sexualisierung" motzen (den Begriff finde ich eh total fragwürdig). Sorry, ja? :-/
    • Kleinkraaaam!!!

      Heute haben wir: Valekische Lebensmittelversorgung (Hätte ich auch beim Slowbasteln Dezember 2017 bringen können.)

      Valeka hat Landwirtschaft verschiedener Art. Es gibt Sammelfelder, Äcker, Sammelwälder, Gärten, Reviere, Tierhöfe und Blumentöpfe. Abgesehen von Blumentöpfen und Gärten sind das alles rechtliche Bezeichnungen, die ich hiermit etwas näher aufschlüssle:

      Äcker sind Landstriche, auf denen gesät/gepflanzt und geerntet wird. Die Pflanze wächst innerhalb einer kurzen Zeit (meistens ein Jahr) vom Keimling zur Erntereife und wird danach, ausgenommen das, was bei der Ernte weggenommen wird, meistens untergepflügt, manchmal anderswo kompostiert.

      Sammelfelder sind Landstriche, auf denen Pflanzen wachsen, von denen man in mehr oder weniger regelmässigen Abständen was ernten kann, aber die nachher weiterwachsen.

      Sammelwälder sind wie Sammelfelder, nur im bzw. als Unterholz eines Waldes. Das sind meistens Pflanzen, die in praller Sonne eingehen würden.

      Reviere sind Landstriche, in denen bestimmte Tiere in grosser Zahl leben, zumeist in Herden. Wenn die Tiere nicht von sich aus territorientreu sind, sind solche Landstriche manchmal eingezäunt, meistens verlässt man sich aber dann auch drauf, dass diese Landstriche ein passendes Habitat sind und dann halt eine andere Herde kommt.

      Tierhöfe sind Nachtställe mit Fütterung und Auslauf, meistens eingezäunt, aber nicht immer.


      So. Was wächst denn da so und welche Tiere leben da?

      Die Paradebeispiele, das heisst, die gibt es in der jeweiligen Kategorie am Häufigsten, sind folgende:
      ~ Goldsamen-Äcker. Ich muss leider zugeben, dass ich noch immer nicht weiss, wie die Pflanze aussieht. Die Funktion des Goldsamen ist allerdings eindeutig die des Weizen.
      ~ Palvima-Sammelfelder. Die Palvima-Pflanzen brauchen drei Jahre, bis sie tragen, und werden 15 bis 20 Jahre alt. Sie stehen in Reih und Glied auf ihren Feldern, immer eine Reihe ein Jahr älter als die vorige. Auf den meisten Palvima-Sammelfeldern wird im 14-jährigen Abstand (also jedes Jahr jede 14. Reihe) neu gepflanzt. Die Früchte sind würzig-salzig und man macht Saucen und Säfte draus und legt sie sauer ein, selten wird sie auch mal einfach gekocht. Man kann sie zwar unverarbeitet und roh auch essen, aber da sind sie zäh-holzig und kein besonderes Vergnügen.
      ~ Kuros-Sammelwälder. Kuros ist ein wild wucherndes krautiges Zeug, das allerdings leider nicht besonders viel Sonne verträgt. Gesammelt werden Speicherwurzeln und Kraut, wobei man einfach die Hälfte von all dem Gewucher mitnimmt, das kommt im nächsten Jahr wieder, sofern man dafür sorgt, dass nicht in der Zwischenzeit was anderes den Waldboden zuwuchert. Man muss aber unbedingt aufpassen, dass man keine Beeren oder Stockwurzeln mitnimmt - die Beeren sind giftig, die Stockwurzeln wahrhaftig eklig. (So eklig, dass man Stockwurzelextrakt (ein paar Stockwurzeln werden doch gelegentlich mitgenommen) in Zeug reintut, das man nicht essen oder trinken soll, beispielsweise Reinigungsmittel.)
      ~ Kityat-Tierhöfe. Kityat sehen fast aus wie Wallabys. Sie sind süss, sie sind kinderlieb, sie sind genügsam, sie legen Eier und fallen nach der Eiablage tot um. Kityat-Tierhöfe sind meistens auch ein bisschen Streichelzoos. Nach der Eiablage werden die toten Kityat eingesammelt, kranke Tiere aussortiert und die gesund verstorbenen ausgenommen und als Schnitzel o.ä. verkauft. Die Eier werden in ein Bruthaus gebracht, damit sie nicht von wilden Tieren geholt werden (was in der freien Wildbahn etwa zwei Dritteln passieren würde).
      ~ Grovoran-Reviere. Grovorane sind keine Herdentiere, sondern leben in Familienverbänden zusammen. Sie sind allerdings sehr territorientreu. Mit jedem Familienverband zieht jemand mit (der ist auch als Familienmitglied von den Grovoranen akzeptiert) und zapft den Tieren alle paar Tage so einen Achtelliter bis Viertelliter Blut ab. Grovorane haben zur Thermoregulation ein Sonnensegel auf dem Rücken, da führt ein Blutgefäss drunter entlang, und wenn der Grovoran vom Familienmitglied vor dem Ofen hinter den Ohren gekrault wird, dann wird das Segel voll durchblutet und wenn man dann geübt grad hinter dem Nacken eine Hohlnadel einsticht, kommt das Blut und der Grovoran merkt im Idealfall nicht mal was davon. Grovorane sehen übrigens, abgesehen vom Rückensegel, wie watschelnde Nilpferde mit spitzer Schnauze aus und sind so gross wie ein Büffel.

      Ein valekisches Mittagessen könnte also beispielsweise sein:
      Kityat-Geschnetzeltes auf frittiertem Kuroskraut, dazu rote Goldsamenknödel in Palvima-Sauce.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • (Wie viel Blut man da jeweils abzapfen kann, muss ich noch mal durchrechnen. Vermutlich wird's mehr, die Tiere gewöhnen sich ja auch von klein auf an regelmässigen Blutverlust.)

      So, jetzt sehen wir uns mal an, wie die Landwirtschaft von der Arbeit her abläuft. Ich hab nämlich in Valeka noch keinen Traktor gesehen. Ja, es gibt die Wägen, die von Pamaki gezogen werden, aber das sind nur Wägen, gearbeitet werden muss anderweitig.
      Landwirtschaft ist in Valeka nämlich Gemeinschaftsarbeit.

      Nehmen wir mal als Beispiel ein Palvima-Sammelfeld. Die Pflanzen wachsen genau in Gitteranordnung. Wenn das Feld jetzt 1000 mal 1400 Pflanzen gross ist, dann braucht man 1000 Leute, die sich in einer Reihe aufstellen und sich für die Neupflanzung quer durch das Feld arbeiten. Dann gibt es noch zwei-dreitausend weitere Leute, die ihnen die Jungpflanzen bringen und die ausgerissenen alten Pflanzen mitnehmen.
      Den Ablauf dieser Neupflanzung kann man sich jetzt allerdings nicht als Akkordarbeit vorstellen, keineswegs. Die Leute tratschen, singen, feiern, machen Schnapspausen, und so weiter, und da sind noch viel mehr Leute, die nicht arbeiten, aber für die Verpflegung und die musikalische Untermalung sorgen. Die Neupflanzung ist also mehr eine riesige Party als Arbeit. Die Leute werden auch nicht dafür bezahlt.

      Nehmen wir als anderes Beispiel auch ein Palvima-Sammelfeld, allerdings zur Erntezeit. Da sind sicher über zehntausend Leute, die durch das Feld wuseln und die Früchte ernten, ständig laufen welche mit vollen Körben zurück und mit leeren wieder hin. Es gibt Musiker, es gibt Verpflegung, und am Schluss nimmt jeder für sich einen Korb mit heim, es ist noch genug für den Verkauf da. Und am Abend gibt es eine Wahnsinnsfete mit den ersten Saftpressungen und Verkostungen.

      Macht der Landwirt da jetzt also Profit mit der Arbeitsleistung von Freiwilligen? Eher nicht. Übers Jahr fallen Arbeit und Material an, und das muss er allein bzw. mit bezahlter Hilfe stemmen, ganz zu schweigen von der Landpacht. Das begrenzt übrigens auch die Grösse eines Feldes: Der Landwirt hat ja keinen Traktor, er muss sein Feld von Hand düngen oder jäten/sprühen. Die valekische Landwirtschaft ist daher sehr kleinteilig, so riesige Felder wie wir sie bei uns kennen, gibt es dort gar nicht.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Neuer Kleinkram: In den allermeisten valekischen Städten gibt es ein "Haus für geistig Verletzte und Bedrohte", sinnverwandt mit irdischen Frauenhäusern.

      Aufgaben solcher Häuser:
      1. Betroffene aus der bedrohlichen/verletzenden Umgebung rausholen.
      2. Heimat für Betroffene, die zwar raus sind, aber nicht alleine klar kommen.
      3. Täter vor Gericht bringen.
      4. Heilen und Selbstvertrauen aufbauen.
      5. Selbstverteidigung lehren.

      Thematisch passend dazu die Information, dass Verbrechen, die Leute in solche Häuser bringen, in drei Kategorien vorkommen: verbale Gewalt und körperliche Gewalt. Und Valeker ziehen da eine harte Grenze.
      Dabei wird verbale Gewalt keineswegs verharmlost, im Besonderen weil da die ganzen Zwangsverbrechen drin sind mit "Wenn du nicht XY tust, dann ...", wo XY im Extremfall nichtmal unangenehm sein muss, es reicht völlig, dass man es eben nicht will und durch eine Drohung dazu gezwungen wird.
      Drei Kategorien, sagte ich. Die dritte ist sehr selten, aber so ziemlich der Archetyp des Bösen: Willensbruch. Der Täter dreht magisch am Willen des Opfers, bis selbiges nicht mehr gezwungen werden muss, sondern alles freiwillig macht, und sogar gern, vermutlich. Bei Brechen oder Aufheben des Zaubers knackst dann oft die Psyche des Opfers, wenn beispielsweise, öh, ihr kennt Disneys Aladdin? Also wenn Dschafar Jasmine zur liebenden Ehefrau gezaubert hätte, beispielsweise, und dann bricht der Zauber und ... buäh, ja, buäh. So.

      Und ja, hier hakt es mit den Bezeichnungen dieser Verbrechenskategorien, weil die Grenzen irdisch (mit Absicht, vermute ich) nicht so scharf gezogen sind (und ich mich fürchte, dass mir Verharmlosung unterstellt wird, wenn ich die falsche Bezeichnung für die falsche Kategorie hernehme). Uff. Weltenbasteln ist schon nicht einfach.
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Relevant für Personen, denen in solchen Häusern geholfen wird, sind im besonderen Verbrechen der folgenden Gruppen (jeweils in absteigender Schwere):
      Wille: Willensbruch, Zwang, Nötigung, Drohung
      Freiheit: Gefangennahme, Fesselung, Diskriminierung, Festhalten
      Körper: Verletzung, Verletzenlassen, Gefährdung, Verwahrlosung

      In der Gruppe Freiheit ist all das, was einem Opfer, naja, die Freiheit nimmt. Der Staat ist hier als Täter ein bisschen ausgenommen, weil der natürlich sehr wohl Verbrecher einsperren darf und so, und bei Gefahrenlage dürfen das auch Bürger, wie bei uns ja auch.

      In der Gruppe Körper ist all das, was man dann medizinisch behandeln muss oder (Gefährdung) potentiell müsste. Bei Verwahrlosung wären das meistens Mangelernährungen oder Parasiten. Verletzenlassen ist ein passives Verbrechen, wo man einfach nicht hilft, wo man gefahrlos könnte. Auch hier ist der Staat ein bisschen ausgenommen, weil z.B. Stadtwachen halt schon mal Leute verletzen müssen, um Schlimmeres zu verhindern.

      In der Gruppe Wille ist all das, was dem Opfer den freien Willen nimmt. Der Unterschied zwischen den einzelnen Verbrechen ist wie folgt: Eine Drohung rein verbal, bei einer Nötigung wurde schon klargestellt, dass die Drohung wahrgemacht werden kann, und beim Zwang haben wir dann ein Messer am Hals oder eine Tablette im Getränk. Willensbruch ist klar definiert: Anwendung eines Seelenzaubers.
      Entsprechend ist die Drohung so etwas wie ein "Einstiegsverbrechen", denn sowie sie mal wahrgemacht wurde, sind wortgleiche weitere Äusserungen Nötigungen.
      Wenn man mit Sachen "droht", die selbst kein Verbrechen sind, ist die "Drohung" auch kein Verbrechen - man nehme nur "Sei brav, sonst gibt es keinen Nachtisch!"
      Hier gibt es eine gewisse Lücke, die ich noch irgendwie stopfen will. Wenn ein Verbrecher damit erpresst wird, dass jemand ihn bei der Wache verpfeift, und dieser Verbrecher deswegen Sachen macht, die er eigentlich nicht will ... oder fällt das automatisch unter Nötigung, weil angenommen wird, dass die Drohung wahrgemacht werden kann, weil das ja legal wäre? Ich überleg noch.

      So. Was es nicht gibt, ist eine Verbrechensgruppe "Geschlecht". Das wird dann aufgeschlüsselt in Teilverbrechen, die man den obigen Gruppen (oder ggf. noch weiteren, es gibt noch ein paar) zuordnen kann. Ein "Date Rape" wäre dann Zwang und eventuell etwas aus der Gruppe Körper, je nach medizinischen Folgen.
      Und da sind wir bei meinem Hauptproblem, denn ich will natürlich nicht, dass jemand meint, ich verharmlose Vergewaltigungen. Aber der valekische Gesetzgeber meint eben, dass der Zwang (oder welches Mittel zum Ziel der Täter sonst anwendet) das eigentliche Verbrechen ist, denn unerzwungener Sex ist ja was Schönes. Entsprechend ist dem valekischen Gesetzbuch egal, wozu man da gezwungen wird. Sobald man zu etwas gezwungen wird, was man nicht will, ist es Zwang, basta.
      Kann mir da jemand helfen, das Problem zu lösen?

      Und ja, der Staat darf wieder in gewissem Rahmen zwingen, aber eben nur in diesem Rahmen, und der ist ziemlich klein. Die Wache würde beispielsweise bei Gelegenheit einem gesuchten Axtmörder eine Schlaftablette ins Getränk werfen, weil das für Umstehende sicherer ist als wenn man da kämpfen anfangen würde.
      Eltern dürfen übrigens nichts aus der Wille-Gruppe, überhaupt nicht. Ein normaler Erziehungsrahmen beinhaltet aber in geringem Ausmass das Festhalten. Wenn die Eltern das brüllende Kind mit Schraubstockgriff am Süssigkeitenregal vorbeiziehen, ist das im Prinzip ein Verbrechen, aber im Erziehungsrahmen. Wenn der Nachbar einen mit Schraubstockgriff an demselben Süssigkeitenregal vorbeizieht, ist das ein Verbrechen und die Wache wird gerufen.
      (Ein bisschen Fesselung bei der Kindererziehung eventuell ... ich selber war ja ein Leinenkind. Oder Anschnallgurt, aber man darf das Kind natürlich nicht einfach grundlos angeschnallt lassen.)

      Jedenfalls, ich rotiere ein bisschen mit all dem. Bitte helft mir!
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Veria schrieb:

      Sobald man zu etwas gezwungen wird, was man nicht will, ist es Zwang, basta.
      Kann mir da jemand helfen, das Problem zu lösen?
      Naja, ich würde mal von den Folgen ausgehen. Der Grund, warum es als Verharmlosung rüberkommen kann, ist ja weniger die Einordnung in Kategorien, als dass vllt das Ausmaß des Schadens übersehen wird? Ne schwere Traumatisierung fürs Leben ist ja im Prinzip ne ärgere Verletzung als sagen wir mal ein Beinbruch, der nach einer gewissen Zeit restlos verheilt ist. (Natürlich ist es aber wiederum traumatisierend, wenn einem jemand ein Bein bricht, aber das mein ich hier nicht.) Den Aspekt des Traumas könnte deine Kategorie "Willen" zwar abdecken, es steht aber halt ned explizit da, weil nicht auf den Schaden fokussiert wird sondern auf die Art der Tat... Vllt ne Kategorie dauerhafte psychische Verletzung?
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Im Gesetzbuch steht unter 12.11 drin: Gleichartige Verbrechen verlangen gleichartige Strafen.

      Daraus lässt sich schliessen, dass man für einen Treppenschubs gleich verurteilt wird, egal, wie viele Beine sich das Opfer bricht. Man muss für eine schärfere Strafe nachweisen, dass der Täter z.B. das Opfer umbringen wollte (Mord) oder das zumindest in Kauf nahm (Totschlag) oder eben verletzen wollte (Verletzung), im Affekt ist es erstmal "nur" eine Gefährdung. Die Strafe wird nicht höher, wenn das Opfer sich jetzt vielleicht auf Lebenszeit keine Treppe mehr hoch traut.

      Hm. In der Gruppe Körper hab ich ja die Gefährdung drin. Im Prinzip ist implizit in jedem Verbrechen aus der Gruppe Willen eine geistige Gefährdung drin. Eigentlich kann ich mir nur ein hochhypothetisches Willensverbrechen ohne Gefährdung vorstellen, wenn nämlich jemand einen Willenszauber mit definierten Aspekten explizit verlangt und dann bei Aufhebung halt nicht davon traumatisiert ist.
      Oder vielleicht ist da eine ähnliche Abstufung wie beim Treppensturz nötig. Geistige Gefährdung, wenn das Willensverbrechen im Affekt passiert, geistige Verletzung, wenn man die Traumatisierung in Kauf nimmt, und ... Geistschlag (?), wenn der Täter aktiv auf eine Traumatisierung zielt. Hmm. Aber das ist alles wiederum völlig davon unabhängig, ob das Opfer im Leben nicht mehr froh wird oder aufsteht, mit den Schultern zuckt und weggeht.

      *kopfkratz*
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Veria schrieb:

      geistige Verletzung, wenn man die Traumatisierung in Kauf nimmt
      Passt doch.
      Die Herleitung über Schaden macht halt Sinn, aber es muss dann ja nicht das Gesetz über Schaden definiert sein.
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Nochmal zu der Sache mit dem Drohen:
      Könntest du statt über die Legalität des Angedrohten über die Mündigkeit des Bedrohten gehen? Dann wäre "iss auf, sonst gibt es keinen Nachtisch." erlaubt, weil das Kind noch unmündig ist und nicht, weil das vorenthalten von Nachtisch legal ist. Das würde das "tu dies, sonst verpfeif ich dich bei der polizei" gegenüber einem Kriminellen schonmal lösen.
      "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“
    • Das Problem ist der Rattenschwanz, der kommt, wenn man Unmündigen ungestraft drohen kann. Gerade Unmündige nehmen eine Drohung durchaus gern mal für bare Münze - oder sind Drohungen mit Illegalem bei Unmündigen sofort Nötigungen, weil der Gesetzgeber annimmt, dass der Unmündige das abkauft?

      Alternativ bringe ich etwas ein wie ein "wichtiges persönliches Interesse", gegen das die Drohung gerichtet sein muss. Verpfiffenwerden ist naturgemäss entgegen dem Interesse eines Kriminellen. *grübel*
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.