[Laharia] Kleinkram -- Neu: Herrscher von Valeka

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    Die WBO hat begonnen!
    Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und Spaß!

    Für alle, die noch keine so große Erfahrung mit der WBO haben: eine Anmeldung für kommende Disziplinen ist immer noch möglich. Also schnuppert ruhig mal rein.
    Das WBO-Orgatool findet ihr hier!

    • Original von Mara
      Was hat die Fantasy eigentlich immer gegen Knöpfe?
      ;D
      Ich bin am Grübeln, woraus sich dieses komplizierte System mit den Gletschern entwickelt haben könnte... Hast du da selber schon Ahnung?
      Inzwischen, ja.
      Es entstand aus fürchterlicher Angeberei, wie auch das irre Rockvolumen.

      Das entwickelte sich etwa so:

      Man nimmt eine Stoffbahn her, etwa so breit, wie die Beine hoch sind. Dann schneidet man sie zu Trapezen - je mehr Stoff man sich leisten konnte, umso weniger rechteckig waren die. Die näht man dann so zusammen, dass die schmalen Enden oben sind. Das war der Rock, der es in so mancher Zeit modisch bedingt zu merkwürdigen Zipfeln brachte, die auf den Boden hingen und eine passable Stolperfalle ergaben, aber was tut man nicht für die Mode? Praktischer ist es allemal, unten überstehenden Stoff abzuschneiden oder (Angeberei! Ich brauch nicht mal die Reste für irgendwas!) aussen hochzunähen.

      Beim Oberkörper funktionierte das mit dem Trapez auch, nur konnte man mit der Trapezgrösse nicht angeben, da es eben um die Brust passen musste. Da die Ärmel nicht fix angenäht waren, konnte man bei denen angeben.
      Also gab es weiiiiite Ärmel, was im Winter aber mitunter reichlich kühl wurde, wenn die Ärmel mal wieder von den Armen davonwallten und den Wind in voller Intensität bis zu den Achselhöhlen liessen.
      Da machte man die Ärmel besser wieder enger - und liess den teuren Stoff angeberisch dem Kleid entlang runterfliessen.

      Falsche Gletscher hab ich noch keine gesichtet, muss den Damen wohl mal unter den Rock gucken und schauen, ob es echte oder falsche sind.


      Ich bin ein elender Herumhüpfer, an einem Thema dran und dann drängt sich was ganz anderes in den Vordergrund.
      Also:

      Die Ehe


      Die Ehe ist die Vollendung des einsamen Lebens, schrieb einst ein sicauischer Dichter. Wir wissen auch warum, denn seine Gemahlin starb noch am Tag der Hochzeit.
      In Sicaue war die Ehe unlösbar, so merkwürdig das uns erscheint, nicht einmal durch den Tod. So war der arme Dichter tatsächlich einsam bis zu seinem Tode und konnte nichts dagegen tun. Nichts Ehrenhaftes jedenfalls, und über Besuche seiner Person in blauroten Höfen, wie Bordelle damals genannt wurden, ist nichts bekannt.

      Niemals sonst war das Band so stark, selbst die bis zum Akt selbst reglementierende Kultur in Nendalas verband die Eheleute nur bis zum Tod - und nicht ausschliesslich. Dass einflussreiche Männer dreissig oder mehr Gemahlinnen hatten macht so gut wie jeder Maler irgendwann zum Thema eines Bildes, doch selten erfährt man, dass auch diese Frauen weitere Gemahle hatten, mitunter diese Männer wieder weitere Gemahlinnen, und noch weiter.
      Nicht selten war ein Hof streng hierarchisch verheiratet und verband jeden Bewohner des Hofes vom Herrn bis zum niedersten Diener. Wer mag sich da wundern, dass sich die meisten männlichen Ahnenlinien in Nendalas verlieren? Dass sowohl nendalische Kultur als auch nendalisches Recht sich auf diese stützten mutet da sehr seltsam an.

      Viel weniger Ehen führen da die Dini, und das schon solange man zurückforschen kann in derselben Form. Der Mann heiratet soviel er mag und trennt sich, wenn es ihm nicht mehr gefällt, die Frau nimmt mit ihm alleine vorlieb und sieht keinen anderen an. Entgegen der sich aufdrängenden Annahme hatten aber keineswegs Männer alleine etwas zu sagen. Immer gab es auch Sippen, manchmal sogar Stämme, die den weiblichen Ahnenlinien folgten und von Frauen geführt wurden, auch noch heute.

      Im Gegensatz zu Sicaue, Nendalas und Dini erscheinen Ehen der Neval geradezu simpel. Sie finden sich, leben zusammen und trennen sich mitunter auch einfach wieder, wenngleich das Ideal der Ehe bis zum Tode hält. Noch simpler ist es bei den Keraie. Die Geschlechtslosigkeit der Omiang, die einen grossen Teil der Keraie ausmachen, hat sich auf die Sichtweise der Geschlechter ausgewirkt: Die Ehe gibt es für alle Paare, völlig unabhängig vom Geschlecht.
      Ein Kevalia würde entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenngleich auch in Valeca nicht wenige Omiang leben.

      So gilt von Rechts wegen in Valeca eine Ehe nur zwischen Paaren, die Kinder zeugen können, und leicht löst sich eine Ehe plötzlich auf, wenn sich ein Omiang-Ehepaar verwandelt und der Zufall ihnen dasselbe Geschlecht gibt.
      Offiziell wohlgemerkt, denn nach der nächsten Verwandlung ist die Zeugungsfähigkeit meist wieder gegeben und man muss es den Behörden ja nicht sagen.


      ;D
      Senf? Würstchen hab ich.


      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Heh, ich glaube ich hab das verstanden mit dem kuriosen Schnitt der Kleider, der zur dramatischen Stoffmenge führte... find ich gut, vorindustriell ist textiles Gewerbe gleich eine ganze Menge teurer...


      Zu den Ehen: wuah! Kein Wunder, dass da mancher auch inworld die Übersicht verliert. Mir gefallen vor allem die, die alles miteinander verheiraten (wie muss man sich denn so ein Bild vorstellen *bg*) und die, die unbesehen des Geschlechtes verheiraten. Naja, wenn ein guter Teil der Bevölkerin ohnehin das Geschlecht immer mal wieder wechselt... putzig.

      Gefällt. Kann nix benörgeln, insofern diesmal süßer Senf. *mjam*
    • Original von Mara
      Zu den Ehen: wuah! Kein Wunder, dass da mancher auch inworld die Übersicht verliert. Mir gefallen vor allem die, die alles miteinander verheiraten (wie muss man sich denn so ein Bild vorstellen *bg*)
      Die Bilder der Maler oder die Struktur des ehelichen Hauses?
      Gemalt wurden jedenfalls gerne recht freizügige Szenen, denn wenn man nackte Frauen mit dem Etikett Historie versieht kommt keiner mit der moralischen Keule.
      Die Struktur ist eigentlich recht einfach. Der Herr des Hauses steht an der Spitze, eine Ebene darunter seine Frauen, noch eine Ebene darunter deren Männer. Bis auf den Hausherrn hat somit jede und jeder einen übergeordneten Partner und theoretisch beliebig viele untergeordnete Partner. Aber jeder muss seine untergeordneten Partner ernähren (und somit eigentlich auch deren Partner), zumindest zu Anfang. Wenn das Geld ausgeht, gehen die Untergeordneten sonstwo arbeiten.
      Deshalb ist der Hausherr der einzige, der sich mitunter seiner Kinder sicher sein kann: Er kappt seiner Lieblingsfrau das Geld, ihre anderen Männer müssen ausziehen und anderswo arbeiten, und er kann alleine ran.
      und die, die unbesehen des Geschlechtes verheiraten. Naja, wenn ein guter Teil der Bevölkerin ohnehin das Geschlecht immer mal wieder wechselt... putzig.
      Wechseln, nicht von Natur aus. Die Omiang haben keine Geschlechtseigenschaft, die ist bei ihren erblichen Eigenschaften einfach nicht dabei. Biologisch sind sie dabei Zwitter.
      Wenn sie sich in eine andere Art verwandeln, ändern sich die erblichen Eigenschaften und eine Geschlechtseigenschaft kommt dazu - irgendeine. Bei Rückverwandlung ist sie dann wieder weg.

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Original von Veria
      [Dini:] Der Mann heiratet soviel er mag und trennt sich, wenn es ihm nicht mehr gefällt, die Frau nimmt mit ihm alleine vorlieb und sieht keinen anderen an. Entgegen der sich aufdrängenden Annahme hatten aber keineswegs Männer alleine etwas zu sagen. Immer gab es auch Sippen, manchmal sogar Stämme, die den weiblichen Ahnenlinien folgten und von Frauen geführt wurden, auch noch heute.

      Wie passt'n das zusammen? Wenn nicht grade alle diejenigen Frauen mit Einfluss glückliche Ehen führen, tät ich zumindest ab und an Bestrebungen von ihnen erwarten, die Eheschließungsgepflogenheiten ein bisschen zu ändern. Oder ist das so ein Tabu, dass sie dadurch ihre Position gefährden würden und lieber die Klappe halten?
      Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen.
      - Kurt Tucholsky über Rudolf Steiner
    • Weder, noch.
      Rein vom Eheschliessungsrecht her, kann die Frau kaum nein sagen. Das Kämpferrecht hingegen bietet ihr genug Möglichkeiten, den Mann frühzeitig zu vertreiben. Und wenn sie in der Sippe oder im Stamm gar noch ordentlich Macht hat, weiss auch ein Ehemann, dass er trotz uneingeschränkter Macht nach Eherecht kuschen sollte, wenn er nicht nach Sippenrecht auf den Deckel bekommen will.
      Die einzelnen Rechtsregelungen widersprechen sich da teilweise und dann wird halt die zur Anwendung gebracht, die den Mächtigen passt.
      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Au Mann, wenn ich heiraten will, sollte ich ne Landkarte dabei haben :zitter:. Nette Beschreibungen, aber unsereiner verliert den Überblick. Trotzdem klingt alles plausibel, vor allem die Ideen mit den ungeschlechtlichen Omiang und ihrem Einfluss auf die Eheregelungen.
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Es wird die Regelung angewandt die dem Mächtigen passt, bedeutet das dass es keine Hierarchie unter den Regeln gibt auf die sich ein Unterlegener im Ernstfall berufen kann?
      ~ Legend speaks of a beast ~
      ~ Three hundred miles from it’s tip to it’s tail ~
      ~ None have seen it, yet all know it’s name ~
      ~ Like the ark of the convenant, or the holy grail ~
    • Äh ja, weissnicht. Vielleicht. Glaub schon. Aber obs gegen die Mächtigen hilft?

      Kommen wir zu aktueller Politik und Sprache.
      Man nehme einen Kaiser, vertreibe ihn aus dem Palast und setze einen Marcoovafürsten stattdessen hinein. Dann lasse man die Suppe brodeln, bis Protestplakate auftauchen.

      Hier habe ich eines:


      !Atalanliyai!


      !Dairanatvikebunaibai!

      !Zivetaokebunyelaulau!

      !Zivataotaipativelandou!

      !Dairanatvigoeluenlovai!


      !Zivadairantigoabarou!


      !Atalantodaikai!



      Und übersetzt:


      Der Kaiser lebt!


      Der tyrannische Fürst hat gelogen!

      Ihr alle wurdet belogen!

      Erinnert euch alle an die Vergangenheit!

      Der tyrannische Fürst darf nicht herrschen!


      Gehorcht dem Fürsten nicht!


      Der Kaiser wird zurückkehren!



      Daran sieht man einiges. Zum Beispiel, dass der valekische Kaisertitel Atalan lautet. Aber auch, dass die valekische Sprache alles zu einer Wurst zusammenhängt. Und die Tatsache, dass valekische Satzwörter ihre Satzzeichen wenn dann auf beiden Seiten bekommen.

      Ich darf mal !Zivataotaipativelandou! herauspicken und analysieren:
      Zivatao (von ziva) - ihr alle
      taipati (von taipa) - Vergangenheit
      velandou (von veland) - erinnert euch

      Viel mehr von der Sprache weiss ich noch nicht. Man kann jedenfalls das Pronomen am Anfang gerne weglassen, aber für den Schwung in einem Flugblatt muss es natürlich sein, zumal tao eine Verstärkung ist, die man so im Verb eher nicht unterbringen kann. Glaube ich.


      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Ich denke, hier kann man ohne viel weltenrelevantes Vorwissen hereinplatzen?

      Die Sprache sieht seltsam gespiegelt aus ... Die Leute müssen ihren Kaiser sehr gemocht haben. Was mir eingefallen ist - die Wörter könnten ja einen (mehr oder weniger komplizierten) Bezug zueinander haben, wenn sie schon so eng zusammenstehen (oder so %-)).
    • Original von Kira
      Ich denke, hier kann man ohne viel weltenrelevantes Vorwissen hereinplatzen?
      Aber immer gerne doch!
      Die Sprache sieht seltsam gespiegelt aus ... Die Leute müssen ihren Kaiser sehr gemocht haben. Was mir eingefallen ist - die Wörter könnten ja einen (mehr oder weniger komplizierten) Bezug zueinander haben, wenn sie schon so eng zusammenstehen (oder so %-)).
      Gespiegelt? Meinst du die Wortstellung oder etwas anderes?
      Jedenfalls haben die Wörter einen Bezug zueinander, nicht nur dadurch, dass sie nach einem festen Schema aneinandergebaut wurden, sondern auch dadurch, dass es offenbar Regeln gibt, dass Wörter mit einem bestimmten Klang nicht bei Wörtern mit einem anderen bestimmten Klang stehen dürfen. Vielleicht fast ein bisschen wie mit festen Fügungen, wo ja heiligs Blechle normal klingt, aber heiligs Autole weniger. Mal sehn.
      Und ja, die Leute mögen ihren Kaiser. Er lebt ja tatsächlich noch.
      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Aha, haben also einen Bezug. Ist ja schon mal ein Anfang für eine Sprache, über die man nicht viel mehr weiß.

      Gespiegelt ... ist das Gesamtbild. Zeichen - Buchstabenwurst (sieht man flüchtig nicht viele Unterschiede) - Zeichen. Ich finde sogar, dass das wirklich schick aussieht.
    • Das zieht sich zwar erst ein paar Tage und muss sich noch entwickeln, aber auch wenn die Gruppe noch klein ist, angesehen scheint sie schon zu sein. Jedenfalls hat sich noch keiner mir gegenüber geäussert, er fände die Atanliyai-Rufer irgendwie nicht so toll, abgesehen halt von Selcai und Konsorten, gegen die es ja gerichtet ist.
      Ob der Kaiser selbst involviert ist, muss sich auch noch zeigen. Jedenfalls trägt er aber nicht persönlich Plakate durch die Strassen.
      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Nee, ne? Wurde inspiriert. Beschwert euch bei Carbeck.

      1.
      Die valekische Sprache musste als Musenopfer herhalten und kann jetzt einige ganz nette Dinge.

      Ich habe die Verbformensuffixe mal überarbeitet und geordnet. Zwischen zwei Tempus-Modus-Suffixen, die nicht aneinanderpassen, kommt jetzt ein Füllvokal, nicht eine weitere Reduplikation des Personen-Suffix.

      Paradebeispiel: kebunaibai kebunoipasboi (Er/sie hat bisher immer gelogen, wenn ich gekonnt hätte, ich auch.)
      Besteht aus: kebun (lügen), ai (3. Person Singular, verwandelbar), oi (ich), b (vergangen und immer wieder, bis jetzt), p (Unmöglichkeit), s (Parallelität) - und a als Füllvokal, früher war da auch oi drin, aber das verschleisst halt.

      Ich habe ein Suffix für "Weisst du eh" gefunden.
      Also: Atalanliyai (Der Kaiser lebt), aber Atalanliyaifai (Du weisst, dass der Kaiser lebt), oder noch schlimmer Atalanliyaifavai (Du weisst womöglich, dass der Kaiser lebt)

      2.
      Das Protestplakat wurde überarbeitet.

      !Atalanliyai!

      !Dairanatvikebunaibai!
      !Zivetaokebunhvamiyaubau!
      !Zivataotaipativelandou!
      !Dairanatvigoeluenlovai!

      !Dairantigoabarou!

      !Atalanmiyoraikai!


      Am meisten hat sich Zivetaokebunhvamiyaubau geändert. hva macht kebun (lügen) zu einem Partizip passiv, und dann hängt man noch miy (sein) dran und die Suffixe au (ihr vielen) und b (vergangen und immer wieder, bis jetzt). Fertig ist der Satz "Ihr alle wurdet belogen".

      Ich bastel mal dann weiter.

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Mich würde jetzt mal interessieren, welche Laute unserer Sprache und welche Buchstaben in der valekischen Sprache eine Entsprechung haben.
      Auf den ersten Blick wirkt die Protestschrift ja sehr homogen, was Buchstaben angeht. ;)

      Den Thread finde ich übrigens sehr schön. *Mir mehr Posts hier wünsche* :D
      +Pandora muss jetzt gleich die virtuelle Welt verlassen
      <+Yllar_bastelt> virtuelle welt *umschau* das is nich echt?!
      <+Eld> doch - alles wird gut, ylli
      <+Yllar_bastelt> hui.. gut
    • Valekisch hat genug Buchstaben, um jedem valekischen Phonem (und noch ein paar anderen) einen zu geben. Das wurde aber nicht immer schon so gemacht, denn bis vor etwa 150 Jahren hatte Valekisch keine reine Buchstabenschrift, sondern eine Schrift, die die Grammatik funktional notierte und den Wörtern nur Konsonanten zugestand, es sei denn, es waren zwei sonst gleichlautende zu unterscheiden.
      Atalanliyai wäre damals in etwa TLN(vereinfachtes Kaiserwappen)LY(Einzahl)(Verwandelbar) geschrieben worden, im Gegensatz zu Tulunoliyai, TLN(stilisierte Graubeere)LY(Einzahl)(Verwandelbar), weil man den Kaiser nicht mit dem Marmelademacher gleichsetzen wollte.
      Die Vokale wurden aber nicht damals plötzlich neu erfunden, denn für Fremdwörter, deren Aussprache sonst unklar wäre, und besonders für fremde Namen, wurden immer schon Vokale verwendet.

      Was es in der trinallischen Schrift (die mehr Phoneme darstellen kann, als das Valekische hat) nicht gibt sind das Ü und das CH, ansonsten könnte das Deutsche auch gut damit geschrieben werden - nimmt man halt ein UI wie in Duisburg und ein KH oder so. Ein Valeker würde sich auch noch am Ö verhaspeln, aber schreiben könnte er es.

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Ich find die lange Wurst der Worte klasse :lol:
      *auszusprechen versuch*
      *nicht bei carbeck beschwer*
      Hm, wäre mal Zeit wieder einen der zahlreichen, verstaubten Sprachenthreads zu beleben, für den Fall dass hier gerade ein carbeckinfiziertes Sprachbastelfieber auftritt ;D
      We are born naked, wet and hungry. Then things get worse.
    • Neue Baustelle:

      Namen, spezifisch jene von Frauen im Vergleich zu denen der Männer

      Es gibt auf der Insel einige verschiedene Varianten. Die Einfachste ist jene, die in Lavien, dem Zweikönigreich, Kalarien und Tuibe (abzüglich der Stämme) praktiziert wird: Ehename, will heissen, die Eheleute entscheiden sich für einen der beiden Namen und dann heisst auch die Jugend so. Wessen Name da durchschlägt ist nicht festgelegt und reine Geschmackssache.

      Die Stämme machen es insofern komplizierter, dass der Name davon abhängt, zu welcher Sippe man gehört. Üblicherweise ist die Sippe über die männliche Linie vererbt, aber es gibt auch Sippen, die über Frauen vererbt werden oder auch welche, die über jede Aufnahme in die Sippe einzeln entscheiden. Wer zur Sippe gehört, trägt den Namen, ganz einfach. Sippenfreie (Stammesfreie auch) tragen entsprechend nach Stämmerecht keinen Namen, wenngleich nach anderem Namensrecht meist sehr wohl, besonders die Noi-Sklaven, die ja auf lavische Art mit Namen umgehen.

      Dann haben wir da noch die Demer, die die Vaterlinie und die Mutterlinie gleichermassen bewahren, indem ein Kind den ersten Nachnamen des Vaters und den zweiten der Mutter bekommt. Namensänderungen gibt es da idealerweise überhaupt nicht, wenngleich im Fall, dass ein Kuckuckskind entdeckt wird, sofort der Vatername ersetzt wird und das auch bei allen weiteren betroffen Nachfahren. Das gab schon Kettenreaktionen, wenn irgendein historisches Tagebuch von vor 300 Jahren gefunden wurde oder dergleichen.
      Wenn zwei gleiche Namen aufeinandertreffen würden, ist das Kinderzeugen verboten, heiraten hingegen darf man.

      In Valeka (abzüglich der Demer und der südöstlichen Hügelländer) gibt es Ehenamen/Wahlnamen, die eine Variation der normalen Erbnamen sind. Ehenamen werden nachgestellt, Wahlnamen (die bei Adoptionen auftreten) vorangestellt. So kann ein Valeker zwei Namen (Wahlname Erbname) und eine Valekerin drei Namen (Wahlname Erbname Ehename) haben.

      In Varisaland (plus einen Teil der valekischen Hügellande) gibt es verschiedene Namensformen nach slawischem/griechischem Muster. Je nach Region wird die Endung -(y)annie oder -(y)aria angehängt. In ländlichen Regionen eher die auf a, also den Genitiv/Possessiv (Besitz), in Städten eher die auf e, den Adessiv (nahe bei). Zusätzlich gibt es da auch noch die Endung -(u)enai, den Derivativ (Herkunft), der für minderjährige (ursprünglich alle unverheiratete) Kinder benutzt wird.

      Feen und Schmetterlingsfeen sowie mirantische Santen machen es sich einfach: Sie haben keine Nachnamen.



      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.