Was gibt es nicht auf eurer Welt?

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    Die diesjährige Olympiade beginnt am 19 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • WeepingElf schrieb:

      Drittens will ich Geschichten erzählen, die davon handeln, was wir tun können, um im Frieden miteinander und mit der Natur zu leben, und da würde Magie alles kaputt machen. Würde da irgendwas mit Magie laufen, wäre sofort der Einwand da, "Aber das geht in Wirklichkeit gar nicht!", und das will ich vermeiden. Was meine Figuren tun, sollen auch wirkliche Menschen tun können, und wirkliche Menschen können nun mal nicht zaubern! (Das ist ja auch der Grund, neben der historischen Plausibilität, weshalb meine Elben ganz normale Menschen sind.)
      Da möchte ich weiter differenzieren, da ich nicht finde, dass Magie an sich das kaputt oder unmöglich macht. Identifikation mit Charakteren gibt es auch in der Magiewelten, Frodo ist so ein 'Jedermann' und kein Zauberer oder Auserwählter. Und Magie ist, wie Jundurg schrieb, nur ein kleines Puzzleteil. In der Zombieapokalypse ist egal, ob das ein Virus oder ein magischer Fluch ist, die Geschichte oder das Verhalten der Charaktere ändert das kaum. Ob am Ende ein Wissenschaftler das Gegemnittel findet oder ein Priester den heiligen Talisman zusammensetzt, ist ein wirklich marginaler Unterschied für die Geschichte. Vielleicht ist der Unterschied ein bisschen größer für Setting-Fans, die eine Ästhetik der anderen vorziehen und bei der einen Version eher mitfiebern als bei der anderen.

      WeepingElf schrieb:

      Magie (oder andere Plot Devices wie z. B. überlichtschnelle Raumschiffe oder Zeitreisen)
      Genau! Viel wichtiger ist, wie sehr sich die Fantastik von unserer Realität entfernt, wie auch aus dem eingeklammerten Kommentaren deutlich wird. Das hört sich für mich an, als möchtest du eine Identifikation mit den Figuren durch ein Realitätsnahes Setting erleichtern. Und da stimme ich dir zu: Das funktioniert sehr gut, wenn weniger Text darauf verwendet werden muss die Welt zu erklären und man stattdessen tiefer in Charakter, Konflikte und Botschaft einsteigen kann. Aber da wird nicht speziell Magie vermieden, alles realitätsferne wie unmenschliche Elben oder Zombieapokalypsen wird genauso vermieden. Z.B. finde ich Indiana Jones als Magiewelt realitätsnäher als Zombiewelten, einfach weil der globale Zusammenbruch von Zivilisation einen größeren Einfluss auf mich hat als ein Zauberdings in einer verschütteten Pyramide auf einem anderen Kontinent. Man kann noch andere Magien finden, die einen eher sanften Abdruck auf unserem Realitätsverständnis hinterlassen, dann sind wir aber bei der Frage "Welchen Zweck hat diese Magie für den Plot der Geschichte?". Abgesehen davon, dass Setting-Fans eine mystischere oder offensichtlichere Ästhetik der anderen vorziehen, würde das auch den relativen Anteil von Charakter/Konflikt/Botschafts-Text für die zusätzliche Welterklärung reduzieren. Also ja, mit dem Ziel finde ich sinnvoll auch Magie zu vermeiden :) , aber nicht Magie an sich, sondern als Teilmenge von realitätsfernen Inhalten allgemein.

      WeepingElf schrieb:

      Außerdem kann es bei mir keine Magie geben, weil der Elbenpfad von einem verborgenen Volk in unserer Welt erzählt und der Globale Frühling in der nahen Zukunft unserer Welt spielt, und soweit bekannt, gibt es bei uns eben keine Magie. Wollte ich Magie haben, müsste ich das irgendwie "dicht" bekommen, so dass das keine Auswirkungen auf den bekannten Geschichtsablauf hat (warum wurde in den beiden Weltkriegen etwa keine Magie eingesetzt?), und das klappt einfach nicht (ich habe es versucht, es geht wirklich nicht!).
      Ein paar Ansätze zu Magie ohne Auswirkungen auf den Geschichtsverlauf: Einmal Indiana Jones & Co., wo die größeren Geschichtsauswirkungen in die Antike verlagert sind. Und in der Gegenwart könnte man auch sowas wie "Sturmgötter" in den Regenwolken entdecken oder Ra's Sonnenschiff im Weltall, die anstelle unserer phsysikalischen Erklärung eine magische liefern. Ggf. fokussiert man sich hier auf Lücken in unserem Realitätsverständnis. Also, auch außerhalb der bekannten Ästhetik von Zauberern mit Gesten und Sprüchen ist Magie möglich. Wenn die Gegenwart davon unbeeinflusst bleiben soll, bringt das auf Kosten der Botschaft aber eben nur eine Ästhetik mit, was sich vermutlich eher nicht lohnt.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • @Jundurg: Ja, was ich mache, ist schon sehr speziell. Ich habe noch nichts Vergleichbares irgendwo gesehen, gehört oder gelesen. Und es hat ziemlich wenig mit dem zu tun, was die meisten hier machen. Ich gebe auch ehrlich zu, dass mich die meisten Welten hier eher wenig interessieren, weil sie nichts mit den Dingen zu tun haben, die mich umtreiben. Und die meisten jener Leute, die sich mit den gleichen Dingen befassen, tun das auf ganz andere Weise als ich, nämlich indem sie entweder staubtrockene Sachbücher schreiben, die Seite für Seite die längst wohlbekannte Misere durchkauen und dann (wenn überhaupt) im letzten Kapitel, wo der Leser das Buch schon längst frustriert zugeklappt hat, Lösungsvorschläge präsentieren, die meistens so unkonkret wie oberlehrerhaft sind. Gut gemeint, aber es kommt nicht an, da wundert es niemandem, dass die Leute lieber Kochbücher kaufen. Oder indem sie Endzeitgeschichten schreiben, in denen ein außer Kontrolle geratener Klimawandel oder eine sonstige ökologische Katastrophe die Zivilisation zusammenbrechen lässt, so dass wieder "Raum für Helden" ist. Das ist kein Engagement für eine bessere Welt, sondern Katastrophenpornographie.

      @Eru: Natürlich muss man da differenzieren. Nicht jede Magie ist so potent, dass sie die Weltgeschichte entscheidend mitgestaltet. Und der Reiz etwa des Herrn der Ringe liegt gerade darin, dass Frodo und Sam eben nicht über mächtige Zauber oder sonstige Machtmittel verfügen - was ihre Rettung durch die Riesenadler um so mehr zu einem dramaturgischen Schwachpunkt, einem klassischen Deus ex machina macht. Wie ich schon gestern geschrieben habe, ging es mir auch nur darum, dass in meinen Projekten keine Magie existiert, weil ich sie in diesen Projekten für kontraproduktiv und fehl am Platze halte.
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    • WeepingElf schrieb:

      Oder indem sie Endzeitgeschichten schreiben, in denen ein außer Kontrolle geratener Klimawandel oder eine sonstige ökologische Katastrophe die Zivilisation zusammenbrechen lässt, so dass wieder "Raum für Helden" ist. Das ist kein Engagement für eine bessere Welt, sondern Katastrophenpornographie.
      Da stimme ich dir total zu. Dieser Trend nervt mich auch und ich würde mir mehr optimistischere Science Fiction wünschen. Wenn jemals etwas zu deinem Globalen Frühling als Buch veröffentlicht oder verfilmt wird, könntest du dich sofort zu den Lesern bzw. Zuschauern zählen.
      Der These "Welten mit Magie sind grundsätzlich doof" und so las sich dein erster Beitrag ein bisschen, widerspreche ich in dieser Grundsätzlichkeit aber vehement, allerdings sehe ich es auch so, dass es schwierig ist, in einer Welt mit Magie Lösungsvorschläge für reale Probleme zu machen, denn irgendwelche Parameter werden dadurch dann ja doch immer verändert. Metaphorisch geht das schon eher.
    • Welten mit Magie sind nicht grundsätzlich doof! Das wollte ich gar nicht sagen, auch wenn das vielleicht so herüber gekommen ist - ich bedaure das zutiefst! Es ist nur so, dass in dem Nischengenre, in dem ich mich bewege, für Magie kein Platz ist. Genauso wenig wie für Zeitmaschinen, überlichtschnelle Raumschiffe, Zombieseuchen und eine ganze Menge andere Dinge. Aber das sind eben Konventionen dieses Genres, in anderen Genres gelten andere.
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    • Auf dem Elbenpfad gibt es Atlantis: die alte elbische Hochkultur ist ein Kandidat dafür (wenn man Platons Bechreibung der Insel Atlantis mit der realen Geographie Großbritanniens vergleicht, findet man einiges an Übereinstimmungen - mehr als mit jedem anderen Ort auf der Erde - wenngleich Großbritannien natürlich nicht im Meer versunken ist, aber so große Inseln versinken nicht einfach so, und eine Katastrophe, die groß genug gewesen wäre, um eine Insel mit mehreren hundert Kilometern Durchmesser vom Antlitz der Erde zu tilgen, hätte globale Auswirkungen gehabt, und die Geologen wären längst darauf gestoßen - sind sie aber nicht), und einer der Beinamen des Elbenlandes (nicht der offizielle Name) lautet Atlantha, was in der altalbischen Sprache 'Gesicht der Welt' oder 'Vorderseite der Welt' bedeutet.

      Freilich stimmt nicht alles, so hat es etwa keinen Krieg der Elben gegen die versammelten Kulturen des östlichen Mittelmeerraums gegeben (hier handelt es sich wohl um eine Erinnerung an die Invasionen der Seevölker, die wir aus ägyptischen Chroniken kennen), und im Meer versunken ist die Insel auch nicht (das war wohl Santorin). Die Atlantis-Geschichte ist meiner Meinung nach etwas, das Platon aus verschiedenen zu seiner Zeit im Umlauf befindlichen Sagen von untergegangenen Kulturen zusammengebastelt hat, um die imperialistische Politik der damaligen athenischen Regierung zu kritisieren.
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    • WeepingElf schrieb:

      Auf dem Elbenpfad gibt es Atlantis: die alte elbische Hochkultur ist ein Kandidat dafür (wenn man Platons Bechreibung der Insel Atlantis mit der realen Geographie Großbritanniens vergleicht, findet man einiges an Übereinstimmungen - mehr als mit jedem anderen Ort auf der Erde - wenngleich Großbritannien natürlich nicht im Meer versunken ist, aber so große Inseln versinken nicht einfach so, und eine Katastrophe, die groß genug gewesen wäre, um eine Insel mit mehreren hundert Kilometern Durchmesser vom Antlitz der Erde zu tilgen, hätte globale Auswirkungen gehabt, und die Geologen wären längst darauf gestoßen - sind sie aber nicht), und einer der Beinamen des Elbenlandes (nicht der offizielle Name) lautet Atlantha, was in der altalbischen Sprache 'Gesicht der Welt' oder 'Vorderseite der Welt' bedeutet.

      Freilich stimmt nicht alles, so hat es etwa keinen Krieg der Elben gegen die versammelten Kulturen des östlichen Mittelmeerraums gegeben (hier handelt es sich wohl um eine Erinnerung an die Invasionen der Seevölker, die wir aus ägyptischen Chroniken kennen), und im Meer versunken ist die Insel auch nicht (das war wohl Santorin). Die Atlantis-Geschichte ist meiner Meinung nach etwas, das Platon aus verschiedenen zu seiner Zeit im Umlauf befindlichen Sagen von untergegangenen Kulturen zusammengebastelt hat, um die imperialistische Politik der damaligen athenischen Regierung zu kritisieren.
      Das Meer zwischen dem kontinetalen Festland und der Insel lag mal trocken. Evtl. Sind die Erinnerungen daran die Inspiration an einen Untergang Atlantis...

      ​​
      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Vyserhad schrieb:

      WeepingElf schrieb:

      Auf dem Elbenpfad gibt es Atlantis: die alte elbische Hochkultur ist ein Kandidat dafür (wenn man Platons Bechreibung der Insel Atlantis mit der realen Geographie Großbritanniens vergleicht, findet man einiges an Übereinstimmungen - mehr als mit jedem anderen Ort auf der Erde - wenngleich Großbritannien natürlich nicht im Meer versunken ist, aber so große Inseln versinken nicht einfach so, und eine Katastrophe, die groß genug gewesen wäre, um eine Insel mit mehreren hundert Kilometern Durchmesser vom Antlitz der Erde zu tilgen, hätte globale Auswirkungen gehabt, und die Geologen wären längst darauf gestoßen - sind sie aber nicht), und einer der Beinamen des Elbenlandes (nicht der offizielle Name) lautet Atlantha, was in der altalbischen Sprache 'Gesicht der Welt' oder 'Vorderseite der Welt' bedeutet.

      Freilich stimmt nicht alles, so hat es etwa keinen Krieg der Elben gegen die versammelten Kulturen des östlichen Mittelmeerraums gegeben (hier handelt es sich wohl um eine Erinnerung an die Invasionen der Seevölker, die wir aus ägyptischen Chroniken kennen), und im Meer versunken ist die Insel auch nicht (das war wohl Santorin). Die Atlantis-Geschichte ist meiner Meinung nach etwas, das Platon aus verschiedenen zu seiner Zeit im Umlauf befindlichen Sagen von untergegangenen Kulturen zusammengebastelt hat, um die imperialistische Politik der damaligen athenischen Regierung zu kritisieren.
      Das Meer zwischen dem kontinetalen Festland und der Insel lag mal trocken. Evtl. Sind die Erinnerungen daran die Inspiration an einen Untergang Atlantis.
      Aber nicht zu der Zeit der altalbischen Zivilisation! Die blühte um 600 v. Chr., da war Großbritannien schon längst eine Insel. Zwar ging Atlantis nach Plato etwa um 9600 v. Chr. unter, aber das kann nicht sein, weil es so früh noch nirgends auf der Welt städtische Hochkulturen gab. Da ging gerade die Eiszeit zu Ende, und die Menschen im "Fruchtbaren Halbmond" fingen erst an, den Ackerbau zu erfinden.
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