"LifeGems" - abartig oder genial?

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    • "LifeGems" - abartig oder genial?

      Ich weiß nicht so recht, ob ich die Idee abartig oder genial finden soll.

      lifegem.com/secondary/whatisLG2006.aspx

      Grundidee: aus der Asche Verstorbener wird ein Diamant gepresst. Möglicherweise ist das der Methode, in der Erde vor sich hinzumodern, vorzuziehen, aber irgendwie finde ich das... seltsam.

      Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass irgendwer von uns diese Idee oder etwas Ähnliches für seine/ihre eigene Welt entweder aufgreifen oder abwandeln könnte - oder etwas Vergleichbares schon besitzt.

      Was haltet ihr davon?

      Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle, überall sonst für Tolino und als gedrucktes Buch im Buchhandel. :)
    • Gruselig. Ich will mir doch nicht einen gepressten Familienangehörigen um den Hals hängen (oder anderswohin).
      Auf solche ... Ideen können nur verrückte Weltenbastler kommen... oder Amis, wie man sieht ...
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    • Das finde ich dann doch eher sonderbar um nicht zu sagen verstörend. Aber die Idee an sich ist natürlich gut, gepresse Magierasche bringt bestimmt eine tolle Talismannfunktion mit %-)

      Allerdings ist die bezeichnung LIFE-Gems dann doch eher unpassen *hust*

      fürs protokoll: Ich stimme in der echten Welt für abartig und für weltenbastlerische Zwecke für genial :3
      ~ Legend speaks of a beast ~
      ~ Three hundred miles from it’s tip to it’s tail ~
      ~ None have seen it, yet all know it’s name ~
      ~ Like the ark of the convenant, or the holy grail ~
    • Das kenne ich schon länger. Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll - ich würde es nicht wollen (weder einen Verwandten um den Hals hängen haben oder selbst zum Diamanten werden). Allerdings ist es doch schon seit Ewigkeiten in anderen Ländern (bei uns haben wir ja Friedhofszwang für Urnen) nichts Ungewöhnliches, Urnen im Wohnzimmer stehen zu haben oder ein bisschen Asche / eine Haarlocke / whatever eines Verwandten in einem Medaillon um den Hals zu haben. Dazu sehe ich keinen großen Unterschied. :weissnicht:
    • RE: "LifeGems" - abartig oder genial?

      Eine interessante Idee, ich bin mir sicher, dass das seine Kundschaft hat, nicht nur bei den Amis.

      Da kommt mir eine Idee für einen Kriminalroman: Der/Die betrügerische Verliebte / unerwiedert angebetene wird zu einem Diamanten gepresst, um ihn/sie immer ganz nah zu haben/sich der Treue sicher sein zu können. *Gnihihi*
      ((Jaja, die Eifersucht. Süßer Wahnsinn.))
    • Original von Mara
      Man kann quasi den Brillanten im Ehering aus dem Ehepartner herstellen, ohne dass der dafür tot sein muss...

      Ach, das find ich jetzt richtig nett. Nur stellt sich mir da die Frage, wo von einem lebenden Menschen, ohne Schädigung, genügend Material herkommt. Nun, sie werden's schon wissen.
    • Sie brauchen dafür nicht viel. Sie nehmen auch von der Asche eines Toten nur einen geringen Anteil, um daraus den Kohlenstoff zu gewinnen. Die Beschreibung sagt, dass bei einem durchschnittlichen Herrenhaarschnitt schon genug bei rumkommt. Man hätte also im Todesfall eh nicht die ganze Oma an der Kette um den Hals, sondern nur ein paar Karat von ihr halt. Is ja nur logisch, wo solln die ganze Masse hin?
    • Ich stimme ja mit Danchou überein: Sowas wäre in jeder magischen Welt der Renner für Talismane.
      Ich denke in da als erstes an Seelengefäße (oder Horkruxe wie es bei HP heißt). Da man ja letzendlich in seinem eigenem Körper ist, würde das wohl weniger Probleme mit sich bringen (Abstoßungsreaktion, Nachlassen der Kräfte, was auch immer).

      Ich weiß nicht ob die dinger wirklich als Schmuck taugen: Die DInger sind Sau klein, also müsste man schon seine ganze Verwandschaft umbringen (oder die ganze Oma umwandeln) um da irgendwas vorzeigbares zu kriegen.
      Als absolut unpraktikabel.
      Thread Übersich Itorya, Apeiron und Acass
      <Aquilifer> wir sind doch alle Mitglieder im Worlds Club - Society for Multiuniversal Studies
    • Original von Mara
      Man hätte also im Todesfall eh nicht die ganze Oma an der Kette um den Hals, sondern nur ein paar Karat von ihr


      Grandioses Zitat xD

      Mh man könnte sich ja auch ne ganze Kollektion zulegen wenn man alles verwerten würde. Und der Handwerker Vater wird zu nem Satz Bits für den Schrauberkasten... argh, ist das makaber xD

      Edit: Da bekommt das Wort Familienjuwel ne ganz andere Qualität %-)
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    • Ich glaube ich hatte das damals irgendwo in Jamura eingebaut, aber die Welt gibts ja nicht mehr ^^

      Für mich persönlich wäre das wohl nichts ... ich mag irgendwie die Vorstellung das man (ob jetzt als Asche oder Modder) in anderen Lebewesen weiterlebt. Ob ein ästhetischer Stein damit jetzt zu vergleichen ist ... naja ich glaube ich ziehe die Würmer vor XD

      Das mit dem Ehering aus den Haaren find ich jetzt aber wirklich spassig. Schade das ich mir auch noch vorgenommen hab nie zu heiraten, jetzt müsste ich nen anderen Vorwand finden das auszuprobieren. ;)
    • Ach, das wurde vor kurzem in einem Vorabendkrimi verwurstet - da wurde der Vater langsam mit längst verbotenem Kunstdünger vergiftet und dann aus seiner Asche Diamanten gepresst, damit das nicht rauskommen konnte.

      Naja, merkwürdig ist das schon - aber was tut man nicht alles, um "unsterblich" zu werden und irgendwie, IRGENDWIE dem Tod zu entgehen... Hat mE viel damit zu tun, denn angeblich ist ja ein Diamant unvergänglich...
      Ob man das in der eigenen Welt brauchen kann? Kommt vermutlich drauf an, wie kompliziert die Technik ist, die man dazu braucht. Für SciFi-Welten mit ewig im All rumfliegenden Schiffen könnte das doch praktisch sein, da braucht man keinen Friedhof, die Toten nehmen keinen Platz weg und es sieht auch noch hübsch aus... ;)
      I'm one of many, I speak for the rest, but I don't understand... (Genesis - Man Of Our Times)
    • Original von Zeromaru
      Ich weiß nicht ob die dinger wirklich als Schmuck taugen: Die DInger sind Sau klein, also müsste man schon seine ganze Verwandschaft umbringen (oder die ganze Oma umwandeln) um da irgendwas vorzeigbares zu kriegen.
      Als absolut unpraktikabel.


      Nein. Im Gegenteil. Ein Drittel des Menschen ist Kohlenstoff, grob gesagt (hab ich mich mal gelesen). So, wenn man jetzt aus der Asche eines ganzen Verstorbenen Kohlenstoff extrahiert, ist das trotz aller Verluste auf dem Weg dahin immer noch ein bisschen viel. Ich persönlich möchte kein Pfund Diamant an der Hand tragen, zumal die in der Größe auch gar nicht angeboten werden. Aber die Größen, die sie anbieten - aus nur einem Teil der Asche natürlich hergestellt - sind durchaus tauglich für Schmuck von der Größe her, werden durch Beimengungen auch auf Wunsch als fancies eingefärbt und geschliffen, damit man sie fassen kann.

      Ich erinnere mich an irgend eine SciFi-Geschichte, wo traditionell die Toten zu Kunstdiamanten gepresst wurden und der Ahnenschrein dann vollhing mit faustgroßen Klunkern. Wenn man also die ganze Verwandschaft verdiamantet ist das eher ein ZU GROSSER Stein als dass er von einer Einzelperson zu klein wäre. Steht übrigens auch alles auf der Seite... (mir war langweilig und irgendwie ist es schon faszinierend... überlege, es für Seelenschiff zu klauen...)
    • Es gibt bestimmt genügend Sagen, in denen Menschen zu Stein wurden (oder zu Salz, wie in der Bibel Lots Frau während der Zerstörung Sodoms und Gomorrhas). Das war aber eher unfreiwillig und wenig schmuckvoll.

      In verschiedenen Zeremonien wird heute auch noch das Blut Heiliger herumgetragen und Gläubigen präsentiert. Vielleicht ehren manche Volksgruppen die Schädel Verstorbener in Familienschreinen im Haus? Da kann man sich das sicher gut auch als Talisman vorstellen, der böse Geister abwenden soll. Vielleicht hat sich gar eine ganze Religion einer Totenverehrung verschrieben, die Verstorbene zu Diamanten zaubert, die das jeweilige Familienoberhaupt oder die Ältesten der Familie dann in langen Ketten um den Hals tragen (und um Rat und Beistand bitten)?


      Deutlich abartig sind dann aber Geschichten über Lampenschirme und Handschuhe aus Menschenhaut, die in Verbindung mit dem Dritten Reich umhergeistern (ich weiß nicht, obs stimmt- denkbar ist es aber). Hier zeigt sich keine Totenverehrung, sondern eine kaltblütige höhnische Missachtung der Menschenwürde und die Einordnung in "wertvolles" und "unwertvolles" Leben. Wer wirklich bestialische, bösartige und/oder skrupellose Nekromanten oder Tyrannen sucht, wird da in der Realität also leider auch fündig.
    • Ganz ehrlich: ich bin nicht ganz sicher, wo da das Problem liegen sollte.

      Ich kann mir vorstellen, dass sowas für einige Leute ne ganze Menge Wert sein kann und ich spreche nicht von den Karat, sondern davon, dass so ein Stein sicher um einiges länger hält als Asche in einer Urne oder auch ein Grabstein. Kann natürlich sein, dass ich mich irre, habe keine Ahnung von der Haltbarkeit von solchen Teilen.

      Natürlich hat das was von einem Totenkult, aber das gilt auch für Grabsteine, Urnen und was es nicht noch gibt.
      Weltraumschlangen! :fluecht:
    • Wie ich oben geschrieben habe: ich weiß ja selbst nicht, was ich davon halten soll. Klar ist es ästhetischer und haltbarer, als in der Gegend herumzumodern. Andererseits finde ich, dass der Tod nicht ästhetisch und haltbar sein muss. Irgendwann sollte man doch einfach mal Abschied nehmen können.

      Und vom weltenbastlerisch/kulturellen Standpunkt aus finde ich die Idee hochinteressant.

      Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle, überall sonst für Tolino und als gedrucktes Buch im Buchhandel. :)
    • Original von Teria
      Wie ich oben geschrieben habe: ich weiß ja selbst nicht, was ich davon halten soll. Klar ist es ästhetischer und haltbarer, als in der Gegend herumzumodern. Andererseits finde ich, dass der Tod nicht ästhetisch und haltbar sein muss. Irgendwann sollte man doch einfach mal Abschied nehmen können.

      Auf jeden Fall - aber ist halt die Frage, ob das verhindert, dass man Abschied nimmt. Ich mein: Wenn man ansonsten ne Urne oder ein Bild vom Verstorbenen die ganze Zeit aufm Kaminsims stehen hat oder ne Haarlocke von ihm oder jedes halbe Jahr Blumen aufs Grab legt... das sind ja alles Gesten der Erinnerung. Dann ists um den Diamanten auch schon wurscht. Da find dich den Diamanten doch deutlich aesthetischer als diverse Heiligenreliquien...
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."