[Hörspielprojekt] Skriptideen

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    • [Hörspielprojekt] Skriptideen

      Wenn jemandem über die Feiertage langweilig ist ;D , könnte er/sie ja schonmal Gedanken wälzen, was denn unser erstes Testhörspiel werden soll, bzw. auch, was wir generell machen wollen, wenn das erste klappt. Es sollten natürlich möglichst in irgendeiner Form Weltenhörspiele werden.

      Ich fände ja eine Vertonung der Märchenvariationen (im Weltliteraturforum) eine coole Sache, weil die Texte dort allesamt noch neu sind und somit dem aktuellen Bastelstand der Welten entsprechen. Dabei hängt das natürlich davon ab, wer dort alles seine Geschichte der Hörspielbearbeitung überantworten würde, dies beinhaltet ja immerhin unter anderem das Schreiben eines Skripts durch unser Skript-Team - und das Skript wird sich stark vom Ursprungstext unterscheiden. Sonst wären die nämlich arg kurz und außerdem eher Hörbücher mit kurzen Dialog-Einsprenkeln. ;) Das könnte sich ja jeder mal gemütlich durch den Kopf gehen lassen.

      Für die Märchen spricht, dass es relativ kurze und übersichtliche Geschichten sind, die auch als Hörspiel kurz bleiben. Ich glaube nicht, dass wir uns in absehbarer Zeit an einstündigen Werken versuchen sollten...

      Alternativ wäre eine Art Weltenwechsler- oder auch Zoomquilthörspiel denkbar, wo jede Welt eine kurze Folge (10-15 Minuten oder so) bekommt und eine noch zu erfindende Hauptfigur dort etwas erlebt. Der Nachteil dort ist glaub ich, dass es ungleich aufwändiger ist, weil man einen übergreifenden Plot für die Serie bräuchte, während die Märchen Einzelfolgen wären.

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    • Hallo,

      zwar möchte ich mich nicht irgendwie vordrängeln, aber vielleicht hätte ich eine Art Story, die als Hörspiel geeignet ist, sie besteht nämlich auch so schon zum größten Teil aus einem Dialog.
      Das wäre mein WBO-Text zur "lokalen Persönlichkeit", darin geht es um das etwas tragikomische Schicksal eines Handwerkers, von dem eine Mutter ihrer Tochter vor dem Schlafengehen erzählt (aber es ist dennoch nicht bloß ein Monolog).

      Mögliche Nachteile/Probleme:
      1. es werden 2 weibliche Stimmen benötigt (und Sprecherinnen scheinen bis jetzt ja noch "Mangelware" zu sein), eine davon von einem Kind (vom Klang her ca. 6-10 Jahre) - aber vielleicht kann ja jemand seine Stimme entsprechend gut verstellen?
      2. die "Tochterrolle" könnte etwas anspruchsvoll sein, da (in der bisherigen Version) viele unterschiedliche Emotionen vorkommen (quengelig, erschrocken, weinend/verzweifelt, lachend, fröhlich...)
      3. die Story ist nicht wirklich sonderlich spannend, aber wenigstens etwas witzig (hoffe ich; gab bei 3 Teilnehmern in der WBO-Disziplin immerhin Silber, aber das sagt ja nichts über die Story ansich)
      4. so um das Ende des 1. Drittels herum werden bisher einige visuelle Effekte geschildert, die vermutlich nur schwer in den Dialog umgebaut werden können (ohne künstlich zu wirken), für die Story aber nicht ganz unwichtig sind, da wäre dann wohl ein Erzähler nötig
      5. Mutter und Tochter sind eigentlich Kobold- oder Gnom-ähnliche Wesen; ich weiß nicht, ob man das irgendwie "an der Stimme erkennbar" machen könnte, zumindest sollten es aber keine Alt-Stimmlagen sein (naja, das Kind ja sowieso nicht ;) )
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        Vermutliche Vorteile/positive Punkte:
        1. besteht wie gesagt schon jetzt zu 80-90% aus einem Dialog
        2. einschließlich einigen Sätzen evtl. am Anfang und etwa in der Mitte für einen Erzähler sind nur 3 Stimmen nötig, der Rest an Erzähl-Abschnitten sollte durch Geräusche usw. darstellbar oder in den Dialog einbaubar sein
        3. die Länge schätze ich mal grob so um 10-12 Minuten, vielleicht auch weniger
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          Bei Interesse kann ich gerne mal den bisherigen Text zur Begutachtung provisorisch bei mir online stellen (oder auch jemandem die RTF-Datei schicken), ich weiß aber nicht, ob ich dieses Jahr noch dazu komme ( %-) das klingt ja, als ob das ewig dauern würde ;) ).
          Ich habe zwar keine Erfahrung mit Hörspielen, aber ich kann auch gerne versuchen, den Text hörspieltauglicher umzuschreiben, das eigentliche Script-Team hätte dann (mit etwas Glück) nur noch die Feinheiten zu bearbeiten...
      "... das Rindvieh, das blöde" - Prof. Harald Lesch am 09.12.2016 über einen gewissen D. Trump :lol:

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    • Da das mit den Frauenrollen wirklich ein Problem ist, wäre es glaub ich für einen ersten Testlauf besser, ein männerlastiges Hörspiel zu machen. Bei maximal drei Sprecherinnen und zwei weiblichen Hauptrollen wird mir etwas flau, zumal ich nicht hauptrollentauglich spreche und immer mal jemand wegen Stress oder schlimmen Erkältungen oder sonstwas ausfallen kann... Ich würde daher Moordraches Vorschlag zurückstellen, bis wir wissen, wer im Endeffekt wirklich alles beim Projekt ist und ob wir dafür passende Sprecher finden.
      Für den Testlauf hielte ich es für günstiger, wenn wir das Hörspiel auf die Sprecher schneidern würden. Irgendein kurzes Dings, von mir aus aus dem Weltenbastler-Habitat oder so. Einfach etwas, womit alle Beteiligten die Abläufe üben können.
    • Die beiden nötigen weiblichen Stimmen sehe ich momentan leider auch als größtes Problem - allerdings hab ich meinen Vorschlag auch gar nicht als ersten Testlauf gedacht, dafür halte ich den Text und die Rollenverteilung auch für eher ungeeignet. Sorry, falls das anders rübergekommen ist... :-[

      Und irgendwie hatte ich auch ein wenig gehofft, mein Vorschlag könnte vielleicht noch die eine oder andere Sprecherin ermutigen, sich hier zu beteiligen... naja, war wohl doch zu optimistisch gedacht... %-)
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    • Bisher verliefen alle gemeinsamen Weltenbauprojekte irgendwann im Sande. Und ich würde auch gerne bald loslegen und nicht erst zig Diskussionen über Genre, Setting und Details führen. ;) Weltenbauprojekte in allen Ehren, aber damit wäre unser kleines Projekt glaube ich hoffnungslos überladen. Wenn es denn mal eine gemeinsam erstellte Welt gibt, können wir dafür an Hörspiele denken, aber bis dahin...
      Zudem liegt für mich der Reiz des Projektes darin, dass man eben mal die hier bekannten Welten bearbeiten kann - Verfilmungen können wir vergessen, bei den meisten wird es auch nie zur Buchveröffentlichung kommen, aber ein nettes Amatuerhörspiel ist doch auch schon mal was!

      Ich tüftele daher wohl erstmal für das erste Testhörspiel an einem Rotkäppchenskript (von den Märchenvariationen in der Weltliteratur), aber wenn jemand anderes von den Schreibern eine Idee hat und diese schreiben möchte: macht ruhig! Wir haben schon ganz schön viele Sprecher und die sollen auch alle was zu tun kriegen. ;) Es spricht ja auch nichts dagegen, dass zwei Skripte parallel vertont werden, finde ich.
    • Wichtig ist meiner Meinung nach, dass bei der Erstellung des Scripts daran gedacht wird, dass der Hörer die Welt, in der es spielt in der Regel nicht kennt. Es ist also nötig, alle Aspekte der Welt, die für das Verständnis der Geschichte erforderlich sind, rein akustisch darzustellen, sei es über Beschreibungen eines Erzählers, über Dialoge oder nur über Geräusche. Abhängig davon, wie viele weltinterne, dem Hörer unbekannte Begriffe vorkommen, können die Beschreibungen ziemlich langwierig werden, oder auch unzureichend, um dem Hörer wirklich eine Vorstellung dessen zu vermitteln, wie genau dieses Ding/Wesen/etc. aussehen soll.

      Ich bin weiß Gott kein Experte für Hörspiele, genau genommen höre ich mir privat niemals welche an... nach kurzer Zeit schweifen meine Gedanken nämlich stets ab und das Gesprochene verschwimmt zu einer Art Hintergrundrauschen, jedenfalls nehme ich es nicht mehr bewusst war und verliere den Faden. Daher weiß ich auch nicht wirklich, was ein gutes Hörspielskript ausmacht, und wie solche Probleme gewöhnlich gelöst werden. Dennoch halte ich es für sehr wichtig, die Hörer nicht mit allzu vielen weltenspezifischen Begriffen zu überfordern.
    • Das mit den Hörspielen ist ja im Grunde genau so wie mit einem Buch. In beiden Fällen muss man die Geschichte schrittweise aufbauen und eine Sache nach der anderen erzählen.
      Natürlich sollte man nicht davon ausgehen, dass der Hörer über alles schon Bescheid weiß. Und man braucht ihm ja auch nicht die ganze Welt, sondern nur das erklären, was für die Geschichte im Moment eben wichtig ist.

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies kein großes Problem darstellen wird.

      Gruß
      ELF
    • Ich halte es da auch eher mit ELF - ich will keine Weltvorstellung machen, sondern ein Hörspiel ;)
      Hörspiele sind eher mit Filmen verwandt als mit Büchern, denn beide wirken direkter und vertragen keine langen Erklärungen oder Beschreibungen. Denkt mal an den allerersten StarWars-Film, der spielt in einer Galaxis, von der man außer einem Wüstenplaneten, einem Waldplaneten und dem Todesstern und schicken Weltraumschlachten eigentlich nichts sieht... Reicht aber völlig.
      Nicht anders bei den mir bekannten Hörspielen, da wird auch nicht viel erklärt. Nehmen wir mal "Abseits der Wege" (weil es Fantasy ist), da treffen wir Unliche, Knorpelgnomen, Motzblattern und Faiyen - ohne dass jetzt großartig lange erklärt wird, was das eigentlich für Wesen (oder im Fall der Motzblatter Pflanze) sind. Man merkt's an ihren Dialogen (allein die Stimme sagt so viel) oder an kurzen Sätzen oder Halbsätzen, lang beschrieben wird nicht. Darin liegt in meinen Augen sogar die Stärke dieser Reihe. Ich mag keine Hörspiele (oder Filme oder Bücher), die alles ausbuchstabieren.

      Was ein gutes Hörspielskript ausmacht... in erster Linie gute Dialoge. Ein gutes Hörspiel hat für mich knackige, flüssige Dialoge und so wenig Erzähltext wie möglich (aber so viel wie nötig). Wann immer man dem Hörer durch Dialoge das Setting oder die Ereignisse vermitteln kann, sollte man das tun und den Erzähler immer nur dort einsetzen, wo der Hörer sonst was verpassen könnte oder wo die Figuren nicht die gewünschte Atmosphäre rüberbringen können. Und manchmal können Soundeffekte mehr als die Sprecher...

      Ich habe übrigens ein Skript angefangen, und zwar nach Sturmfängers Rotkäppchenvariante. Wie lange ich brauche, weiß ich nicht.
      Und wie gesagt, wenn ein Schreiber parallel ein anderes Skript schreiben möchte: nur zu! :)
      Wenn meins roh fertig und von Sturmi abgesegnet ist, brauche ich auch auf jeden Fall noch wen, der mal drübergeht und blöde Stellen findet. Aber das dauert noch.
    • Gut, wie gesagt kenne ich mich mit Hörspielen nicht so sehr aus, aber obwohl ich mir eigentlich niemals welche anhöre, reizt mich die Selbsterstellung eines solchen durchaus. Da ich aber keine Ahnung vom Hörspielskripten habe, und das Projekt ja auch auf mehrere Episoden ausgelegt ist, werde ich wohl erst mal das erste Skript abwarten und vorrangig als Sprecher tätig sein. Wenn ich dann ein Gefühl dafür entwickelt habe, werde ich sicherlich auch mal was eigenes versuchen.
    • Hörspiele sind eher mit Filmen verwandt als mit Büchern, denn beide wirken direkter und vertragen keine langen Erklärungen oder Beschreibungen.


      Ach ja, stimmt. "Hörspiel - Film" ist eigentlich ein besserer Vergleich. Ehrlich gesagt, mir war bis jetzt der Unterschied zwischen Hörspiel und Hörbuch nicht wirklich bewusst. :P

      Aber trotzdem. Lange Erzähltexte können vermieden werden. Man muss ja nicht immer die ganze Umgebung bis ins kleinste Detail erklären.
      Statt "Es war dunkel, die Blätter der Bäume flüsterten im kalten Wind und in der Ferne schrie eine Eule" reicht doch "Es war dunkel im Wald" und ein paar Soundeffekte.
      Und das Gleiche gilt für alles andere. Man kann Texte ausschmücken oder man kann kurz und bündig die wichtigsten Fakten rüberbringen. Letztendlich kommt es sowieso ganz auf die Situation und die Geschichte an, was gebraucht wird.


      Gruß
      ELF
    • Du kannst sogar einfach Windrauschen in den Bäumen nehmen und ein gemurmeltes "Scheiße, ist das dunkel hier", dann hast du bei Bedarf auch gleich "die zwei Männer gingen ängstlich durch den sturmgepeitschten Nachtwald" ;) Solche Sachen meine ich, die kriegt man ohne Erzähler oft besser hin, weil der Hörer immer näher am Dialog als am Erzähltext ist und man damit mehr als nur Info rüberbringen kann.

      Wie schon irgendwo mal erwähnt: wer sich da tiefer mit beschäftigen will, sollte sich mal neuvertonung.de angucken - was die da auf die Beine stellen, ist echt beeindruckend! Und die drei ? ? ? sind skripttechnisch bei einigen Folgen den Originalen überlegen ;D
    • Na wenn ich das richtig sehe, ist hier jeder aufgefordert was hinzu zu denken...?

      Falls nicht, könnt ihr mich getrost ignorieren xD

      Etwas frei zu erfinden ist relativ schwer, wenn man keine einzige Angabe zu einem Thema hat. Ich hab mir gedacht, man könnte da ja die Sprecher fragen was für Rollen sie gerne sprechen. Ich zum beispiel mag übertrieben gesprochene, sarkastische, gelangweilte, klugscheisserrollen...

      Wenn man jetzt jeden möglichen Sprecher dazu befragt, und auch nach bevorzugten Welten, Genres, usw... ergibt sich daraus schon ein ziemlich dichtes Netze. Vielleicht sollte man (oder ich machs selbst, ich muss ja nicht allen anderen die Arbeit zu schieben *g*) dazu mal 'n neuen Thread machen?

      Morgen mach ich sowas, jetzt wird's wohl keiner mehr wahrnehmen, is schon zu spät für solche aktivitäten...

      Dann, bis morgen!
    • Original von Chris
      Etwas frei zu erfinden ist relativ schwer, wenn man keine einzige Angabe zu einem Thema hat.

      Na, was machen denn Autoren und Geschichtenerzähler seit Jahrtausenden? ;) Sie erfinden Geschichten. Nichts anderes ist hier gefordert.

      Ich hab mir gedacht, man könnte da ja die Sprecher fragen was für Rollen sie gerne sprechen. Ich zum beispiel mag übertrieben gesprochene, sarkastische, gelangweilte, klugscheisserrollen...

      Wenn man jetzt jeden möglichen Sprecher dazu befragt, und auch nach bevorzugten Welten, Genres, usw... ergibt sich daraus schon ein ziemlich dichtes Netze. Vielleicht sollte man (oder ich machs selbst, ich muss ja nicht allen anderen die Arbeit zu schieben *g*) dazu mal 'n neuen Thread machen?

      An sich eine gute Idee, andererseits muss ich als Schreiber zugeben, dass es mir äußerst schwerfallen wird, beim Kampf mit Plot, Figuren und Tempo auch noch im Kopf zu behalten, dass Person X gerne klugscheißerisch sprechen will und Person Y unbeding nur Sci-Fi-Rollen spricht und Person Z was in Welt Q sprechen möchte... ;)

      Wie das zu lösen sein wird, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Vielleicht werde ich die Rohfassung des Skripts einfach online stellen und jeder kann sich bewerben, oder ich schreibe meine Wunschsprecher für bestimmte Rollen dazu und die sagen dann, ob sie's machen wollen? Keine Ahnung. Aber ich weiß genau, dass ich es nicht schaffen werde, jedem seine Traumrolle auf den Leib zu schneidern. Vor allem, weil für ganz viele sowieso nur Nebenrollen abfallen werden - es kann halt nicht jeder im selben Hörspiel Hauptfigur sein...
      *etwas ratlos*
    • Hast ja recht Dorte. Für die meisten würd's wahrscheinlich nichts nützen, zu wissen wer was machen will. Ich dachte , dass es vielleicht Leute gibt, die umbedingt mal eine bestimmte Rolle spielen wollen. Aber ich hab eins übersehen, der eigentliche Spass dabei ist ja auch, dass man mal was ganz anderes "sein" kann, als man ist, oder sein will...

      Na, was machen denn Autoren und Geschichtenerzähler seit Jahrtausenden? Sie erfinden Geschichten. Nichts anderes ist hier gefordert.
      Stimmt auch wieder, irgendwie war ich gestern mit meinen Gedanken nicht ganz bei mir *g*

      Gut, aber was mach ich jetzt mit dem reichlich sinnlosen Fred denn ich heut morgen gemacht hab? Daraus einen Brainstorming-fred zu machen ist auch nicht so sinnvoll.