Festlegung von Ortsnamen, die jedes Volk anders nennt - wie macht ihr das?

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    • Festlegung von Ortsnamen, die jedes Volk anders nennt - wie macht ihr das?

      Ich habe ein Problem, und zwar weiß ich nicht immer, welchen Namen ich für eine Region oder eine Stadt wählen soll, wenn ich als "Neutraler" darüber schreibe. Zum Beispiel gibt es in meiner Welt eine Großte Steppe, in der ein nomadisches Reitervolk lebt, die Matsaken. Die Matsaken nennen ihre Heimat Matsakischka. Andere Völker haben aber wieder eigene Namen für diese Steppe (z.b. Wükahali bei den benachbarten Asytern).
      Wenn ich nun aus der Sicht eines Bewohners meiner Welt schreibe, dann verwende ich natürlich den Namen, der diesem bekannt ist. Wie mache ich das aber, wenn ich nun eine Karte ö.ä. anfertigen will? Erfinde ich einen deutschen "Arbeitstitel" oder sollte ich die Grgend so nennen, wie ihre Einwohner?
    • Ich würde Name der Einwohner zuerst nutzen und dann eventuell den Namen der von anderen Nationen verwendet wird. (Wenn letzterer in deinen deinen Out-World Arbeiten öfters fällt)
      Thread Übersich Itorya, Apeiron und Acass
      <Aquilifer> wir sind doch alle Mitglieder im Worlds Club - Society for Multiuniversal Studies
    • Es kann ja auch noch mehr als einen Namen für eine Gegend geben, je nachdem, wieviele Leute/Völker/Sprachen die Gegend kennen und bezeichnen. Ist ja auch real so, daß eine englische Karte sich von einer deutschen und anderen unterscheidet. Wien und Vienna beispielsweise.

      Ich würde keinen extra Überbegriff erfinden, das verwirrt am Ende mehr, als wenn du verschiedene sprachliche Bezeichnungen nebeneinander stehen hast, weil das halt der Name von den Einheimischen ist und daneben die Bezeichnung von den Nachbarn, die ihr Land in ihrer Sprache benennen. Ich mag auch die realen Karten, auf denen die Orte in der jeweiligen Landessprache bezeichnet werden, Praha oder Firenze oder Milano... aus der Sicht eines bestimmten Einwohners kannst du immer noch dessen Begriff für die jeweilige Gegend nehmen. *fasel* Muß aber am Ende jeder selber wissen, was ihm lieber ist. ;)
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Ich habe eine große Weltkarte und benutze darauf ausschließlich die Bezeichnungen der Orte, die auch in Thyonien benutzt werden (Thyonien ist ein Reich der Menschen). Warum ich das tue? Naja, Thyonien ist das Land, welches mir persönlich am wichtigsten ist und es ist (mit inzwischen einigen Veränderungen) quasi das mittelalterliche Deutschland meiner Welt. Ich würde die Namen verwenden, die auch in dem Land, oder bei dem Volk benutzt werden, auf dem dein Hauptaugenmerk liegt.
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
    • Ich mach so was ganz unterschiedlich. Hab für diesen Fall eigentlich eine weltweit gut verbreitete Handelssprache, in der es einen eigenen Namen für alle Orte gibt... aber sauviele Orte heißen bei mir "offiziell" meist so, wie die Leute die dort leben es benannt haben.
      Also steht beispielsweise auf der Karte "Milano" und nicht "Mailand". Und so ist es für mich Milano, auch wenn ich weiß, dass das Land nebendran es wiederum "Milan" nennt.

      Das heißt ich benenne Orte nicht oder nur selten nach dieser Handelssprache. Ich weiß dann natürlich wie "Milano" in der Handelssprache heißen würde, aber das ist ja meist egal, weil ich ja doch "Milano" denke... %-) ;D
      Ela: "Leute, haltet mal alle die Fresse, ich muss erstmal alles lesen."
    • Ich bevorzuge das Prinzip einer vorhanden Allgemeinsprache in der dann alles bezeichnet wird. Das garantiert auftretende Problem ist natürlich, dass es entweder eine solche Sprache nicht gibt oder sie nicht alle sprechen (aus politischen, geographischen oder sonstwelchen Gründen).
      Am besten ist meiner Meinung nach wohl wirklich, wie Elatan meinte, sich eine Bezugspunkt zu suchen und die Karte aus der Sicht eines Land (oder einer Fraktion) zu bezeichnen.
    • Original von Baal-Schamim
      Wie mache ich das aber, wenn ich nun eine Karte ö.ä. anfertigen will? Erfinde ich einen deutschen "Arbeitstitel" oder sollte ich die Gegend so nennen, wie ihre Einwohner?

      Das kommt ganz darauf an, von wem diese Karte (inworld) stammt ;)
      Ist es eine Karte der Matsaken, stehen darauf matsakische Namen, ist es eine asyternische Karte, dann sind es deren Bezeichnungen ;)
      Aus IRGENDEINER Sicht muß die Karte ja angefertigt worden sein.

      Aber ich weiß natürlich, was du meinst ... wenn du eine Outworldkarte machst (bestes Beispiel: eine Weltkarte von einer Welt, wo die einzelnen Völker gar nicht die ganze Welt kennen - insofern kann sie nicht inworld sein) - aber da würde ich vielleicht auch so ähnlich wie Elatan machen ... und die Bezeichnungen in der Sprache des Volkes verwenden, die den meisten Einfluß hat, die am "wichtigsten" für dich ist.
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      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Ich mache das recht bunt gemischt, so wie es auf unserer Welt ja auch ist. Teilweise verwende ich Namen, wie sie die jeweiligen Völker selbst verwenden, teilweise gibt es Namen aus der in der jeweiligen Gegend üblichen Verkehrssprache, teilweise aus der Sprache des betreffenden Beobachters.
      Ich meine, kein Mensch von uns spricht Algonkin, trotzdem nennen wir die Inuit* mit einem Wort aus ebendieser Sprache meistens "Eskimo".
      Wichtig ist nur, daß man größtenteils konsequent bleibt, es sei denn, man hat wirklich einen längeren Text und die Muse, mehrere Begriffe parallel einzuführen.

      *und Inuit nennen sich auch nicht alle von denen.
      Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?
    • Original von Shay
      Ich mache das recht bunt gemischt, so wie es auf unserer Welt ja auch ist. Teilweise verwende ich Namen, wie sie die jeweiligen Völker selbst verwenden, teilweise gibt es Namen aus der in der jeweiligen Gegend üblichen Verkehrssprache, teilweise aus der Sprache des betreffenden Beobachters.
      Ich meine, kein Mensch von uns spricht Algonkin, trotzdem nennen wir die Inuit* mit einem Wort aus ebendieser Sprache meistens "Eskimo".
      Wichtig ist nur, daß man größtenteils konsequent bleibt, es sei denn, man hat wirklich einen längeren Text und die Muse, mehrere Begriffe parallel einzuführen.
      Genau so mache ich das auch.
    • Inis Albion:
      Meistens verwende ich den Namen, den die Einheimischen auch verwenden, also Elbisch (selbst gebastelte Sprache) für Elbenstädte, Britisch (sprich: Walisisch) für die meisten Teile des Königreichs Britannien, Angelsächsisch für Orte in England, usw. Manchmal mogele ich aber und wurschtele mir irgendwas zurecht, wenn ich nicht weiß, wie es heißen "müsste".

      Solarpunk:
      Alles hat die heute üblichen Namen, von ein paar Umbenennungen abgesehen (z. B. heißt Wolgograd wieder Stalingrad).
      ... brought to you by the Weeping Elf
    • Grundsätzlich würde ich Shay zustimmen ;D
      Ich habe zwar (noch) keine Karten, aber ich denke ich persönlich würde es bevorzugen deutsche Namen zu benutzen, die den Ort schonmal beschreiben. Die meisten blumigen Elbennamen oder sonstwas sind ja, soweit ich weiß...ich bin aber auch kein Maßstab für irgendeine Sprache^^, auch nur beschreibende Namen. Ok, mir fallen keine Beispiele ein, aber mein Sindarin oder Quenya oder sonstwas is furchtbar mies.
      Aber wie schon gesagt wurde: Konsequenz ist wichtig würde ich meinen.
      Projekt: Mythowelt
      Schritt 1: Wir setzen "x" Stämme in verschiedenen Umgebungen aus, schauen alle generation mal vorbei und sehen nach, ob sie sich noch in menschlichen Bahnen bewegen. Unter Einbeziehung der neokonservativen Lehre.
    • Original von Baal-Schamim
      Ich habe ein Problem, und zwar weiß ich nicht immer, welchen Namen ich für eine Region oder eine Stadt wählen soll, wenn ich als "Neutraler" darüber wschreibe. Zum Beispiel gibt es in meiner Welt eine Großte Steppe, in der ein nomadisches Reitervolk lebt, die Matsaken. Die Matsaken nennen ihre Heimat Matsakischka. Andere Völker haben aber wieder eigene Namen für diese Steppe (z.b. Wükahali bei den benachbarten Asytern).
      Wenn ich nun aus der Sicht eines Bewohners meiner Welt schreibe, dann verwende ich natürlich den Namen, der diesem bekannt ist. Wie mache ich das aber, wenn ich nun eine Karte ö.ä. anfertigen will? Erfinde ich einen deutschen "Arbeitstitel" oder sollte ich die Grgend so nennen, wie ihre Einwohner?


      Ich würde sagen, wenn die Karte von einem der Matsaken gezeichnet wurde, müsste doch im regulären Falle auch der matsakische Name draufstehen.
      Eine mögliche Lösung wäre auch nur die wirklich wichtigen Orte mit zwei Sprachen zu kennzeichnen, doch ich halte das für recht unübersichtlich. Lieber ist mir dann später irgendwo ein Satz wie "In Asytern wird die Steppe auch "Wükahali" genannt." eingebaut wird, sobald sowas eben notwendig ist.
      *Cappuccino-süchtig*nachtaktiv*workaholic*
      >> RINPIX <<
    • Mal noch ein Beispiel, was ich da auf Aurhim schon so an Mischmasch verbrochen habe (ok, ein recht extremes):
      Es gibt ein Volk, das bei uns normalerweise als "Kravenikken" bezeichnet wird. Dieser Name kommt wie folgt zustande:
      - Bei den Naskyrik heißt ein Hund (als Tier) "Kravyr"
      - Im Kontakt mit ihren Nachbarn, den Thalwesc, entstand daraus das Schimpfwort "Kraven". -n ist bei den Thalwesc die typische Endung für Wörter, die Personen bezeichnen.
      - Als die Naskyrik angefangen haben, Perhenien zu bezeichnen, hatten sie für die Ureinwohner nicht viel übrig. Bald bürgerte es sich ein, von ihnen nur abfällig als "Hunde" zu sprechen. Das ist auf naskyrisch "Kravenik".
      - Etwas später kamen auch belidische Siedler nach Perhenien. Sie haben den Begriff von den Naskyrik übernommen, aber nicht gemerkt, daß das ein Plural ist. Da ich Belidisch defaultmäßig mit deutsch wiedergebe, wurde daraus dann also Kravenikke (Sg) und Kravenikken (Pl)
      Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?
    • Vielleicht solltest du jemanden festlegen, der die Karte erstellt hat. Aus irgendeinem Volk muss der Kartenzeichner schließlich kommen. Der Rest ergibt sich.
      Oder Alterantiv schnappst du dir das mächtigste, beziehungsweise einflussreichste oder auch das noch lebende älteste Volk.
    • Ich habe meine Namen hauptsächlich aus der Mythologie geklaut. Da bin ich ganz große Klasse drin, weil die Figuren und Orte meistens eh keiner kennt. :X

      Aber im allgemeinen gilt: Dämonen mögen dunkel klingende Wörter und Engel eher helleres.

      Bsp:
      Marduk, wäre allein vom Klang dämonisch.
      Hellen, eher ein engelischer.

      Zu "dunklen" Lauten würden gehören:
      Q, W, R, T, Z, U, O, P, J, K, Y, X, C, V, M

      Zu "hellen" Lauten:
      E, I, A, S, D, F, G, H, B, N, L
    • Dieser Beitrag enthält Informationen über die LBW. Da ich die Namen in dieser Welt aus der Sprache ableiten will, und die Sprache noch nicht weit genug gebastelt ist, sind bisher für alle Namen Platzhalter verwendet. Diese Platzhalter werden, sobald möglich, durch die echten Namen ersetzt.

      °'°'°'°'°'°'°'°'°'°'

      Baal-Schamim schrieb:

      Ich habe ein Problem, und zwar weiß ich nicht immer, welchen Namen ich für eine Region oder eine Stadt wählen soll, wenn ich als "Neutraler" darüber schreibe. Zum Beispiel gibt es in meiner Welt eine Großte Steppe, in der ein nomadisches Reitervolk lebt, die Matsaken. Die Matsaken nennen ihre Heimat Matsakischka. Andere Völker haben aber wieder eigene Namen für diese Steppe (z.b. Wükahali bei den benachbarten Asytern).
      Wenn ich nun aus der Sicht eines Bewohners meiner Welt schreibe, dann verwende ich natürlich den Namen, der diesem bekannt ist. Wie mache ich das aber, wenn ich nun eine Karte ö.ä. anfertigen will? Erfinde ich einen deutschen "Arbeitstitel" oder sollte ich die Grgend so nennen, wie ihre Einwohner?
      Bei allgemeinen Karten schreib ich die Namen in der Landessprache, speziefischer kann auch die Sprache des Kartographen verwendet werden. Arbeitstitel würde ich so behandeln wie die Platzhalter, die ich jetzt schon verwende.

      Elatan schrieb:

      Ich habe eine große Weltkarte und benutze darauf ausschließlich die Bezeichnungen der Orte, die auch in Thyonien benutzt werden (Thyonien ist ein Reich der Menschen). Warum ich das tue? Naja, Thyonien ist das Land, welches mir persönlich am wichtigsten ist
      Aus dem gleichen Grund werde ich, sobald ich die Welt weit genug ausgebastelt habe, wahrscheinlich meistens die Amtssprache von Lyz.
    • Eine gute Frage (und ein hübsch alter Thread)!
      Auf Æýansmottir habe ich das Problem auch, da ich hier mehrere Spezies habe, die unterschiedliche Sprachen sprechen. Nun ist es allerdings so, dass die Úrænam in der Bevölkerungszahl die dominierende Spezies sind und die großen Städte auch tatsächlich hauptsächlich von ihnen bewohnt werden, und gleichzeitig ihre Sprache auch die ist, die ich am meisten ausgearbeitet habe. Deshalb ist es tatsächlich nur logisch, wenn auf Karten und in Beschreibungen die Städtenamen verwenden werden, die die Úrænam benutzen.


      Die Städtenamen und andere geografische Bezeichnungen habe ich eh aus dem Deutschen übersetzt, sprich ich habe mir zunächst deutsche Namen überlegt (gerne auch aus meinem Umfeld geklaut) und diese ins Úræische übersetzt.


      Worüber ich mir nicht so wirklich im Klaren bin, ist, ob áKedaja für die Úræ-Städte eigene Namen haben oder doch die Úræ-Namen verwenden. Ich vermute letzteres, genauso wie Úrænam áKedaja-Städte mit deren Namen benennen.

      Wobei ich gerade überlege, ob die áKedaja, die ja eine sehr weiche, kehlige Sprache haben, vermutlich Probleme mit der harten úræischen Aussprache haben. Vielleicht schleifen sie doch die ursprünglichen Städtenamen etwas zurecht, da könnte ich mir mal Gedanken zu machen! :D Vielleicht so, dass beide Spezies es noch verstehen, was der andere meint...
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      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.