Magokratien

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    • Magokratien

      Jerron hat hier geäußert:
      Original von Jerron
      Und eine Diskussion darüber, warum es doch recht selten Staaten gibt, die so regiert werden (abgesehen von einem finstren Bösewicht-Magier und seinen Schergen), wäre einen eigenen Thread wert. ;)

      Wobei das "so" meint: "eine Gesellschaft, in der eine magisch begabte Elite die Herrschaft inne hat".

      Ich setze für meine Begriffsverwendung für den Anfang mal: "Magierreiche = Magokratien = Gesellschaften, in der Magier 'das Sagen haben', und zwar nicht in der Vergangenheit, sondern ganz aktuell, und nicht nur einer an der Spitze, sondern durch alle höheren hierarchischen Ränge hindurch, und in der Magie als Herrschaftsinstrument eingesetzt wird". Wer davon abweichende Begriffsbestimmungen verwendet, umreißt bitte kurz, wie er sie benutzt.

      Es scheint (mir), daß verglichen mit der Vielzahl untergegangener bzw. aus der Erzählzeit heraus früherer Magierreiche die jeweils aktuell existierenden selten sind. Ist dieser Eindruck falsch?
      Oder wenn nicht: Welche Probleme seht Ihr im Entwurf gegenwärtiger Magierreiche, die es so viel attraktiver machen, diese in die Vergangenheit zu verlegen, aber nicht in der Gegenwart zu etablieren?

    • Jerron, Heute, 16:56
      Und eine Diskussion darüber, warum es doch recht selten Staaten gibt, die so regiert werden (abgesehen von einem finstren Bösewicht-Magier und seinen Schergen), wäre einen eigenen Thread wert.


      Es ist einen eigenen Thread wert, finde ich.
      Warum fehlen auf euren Welten von Magiern beherrschte Staaten? Warum gibt es sie doch? Wenn es sie einmal gab, warum gingen sie unter?
      Der finstere Bösewicht zählt nicht.

      Oder gibt es sie doch, die Magokratien? Irgendwo versteckt auf euren unbesprochenen Kontinenten. Unmöglich? Also ich habe vier Magokratien (die untergegangen NICHT mitgezählt). Meine Magierstaaten sind oft spezialisiert. Ist das auf euren Welten auch der Fall? Teilen sich Magier die Macht?

      Und ja, ich denke wir können Theokratien als Magierstaaten gelten lassen, wenn der Klerus Magie einsetzt. Oder wäre eine straffere Definition nötig, um Wunder und Theophanien auszuschliessen?

      Bin mal gespannt auf die Antworten.

      EDIT:
      Da die Threads von Kinno und mir zusammengelegt wurden, noch ein paar kleine Bemerkungen.
      Erstens finde ich Kinnos Definition einer Magokratie sehr gut. Interessant wäre allerdings zu erfahren, in welchen nicht-magokratischen Staaten ein Magier oder eine Magierin die höchste Position bekleidet, warum und seit wann.
    • Nachdem hier schon von zwei Leuten auf meinen Befehl gehorcht wurde :lol: möchte ich die Fragestellung noch um einen Aspekt erweitern:

      Wenn es in einer Welt Magie gibt, mit der man reichlich krasse Sachen anstellen kann, warum wird diese Macht nicht (oder nur in wenigen Welten) von den magisch begabten Bewohnern der Welt benutzt, um Regierungsgewalt auszuüben? Und wenn so etwas passiert, warum ist so etwas dann meistens negativ konnotiert mit der Herrschaft eines pösen und grausamen Erzmagiers? Warum ist es völlig aus der Mode, mit einer Herrschaft der Magier auch mal einen "guten" Staat hinzukriegen? Liegt es an der Magiern oft zugeschriebenen Eigenschaft, sie seien nicht teamfähig?
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    • Eine Magokratie in dem Sinne, dass Magier die Herrschaft in einem Staat inne haben, stelle ich mir aus mehreren Gründen ganz unabhängig von der Mächtigkeit der Magie einer Welt schwierig vor. Magier sind in der Regel eine gesellschaftliche Minderheit, dazu sind sie durch ihre Fähigkeiten offenkundig anders als die anderen Leute. Dazu kommt noch, dass sie, obwohl sie nur eine kleine Elite sind, keine offenkundige Bedeutung für die Gesellschaft haben, mit der man die Herrschaft einer Magierkaste legitimieren könnte. Sie sind weder in Verwaltung und Administration ausgebildet, noch unbedingt geniale Heerführer, noch haben sie einen guten Kontakt zu höheren Mächten. Deshalb denke ich, dass es für Magier zwar leicht möglich wäre, eine Magokratie aufzubauen aber schwierig, diese auch zu halten.
    • Also mir fällt da auf Grreia Dümiäcara, das Reich der Dümiä ein.
      Die werden nämlich vom "Koalü Piä Döoche" (Rat der Zehn) regiert, welcher die einzelnen Abgeordneten der zehn Provinzen darstellt. Diese wiederum sind ausnahmslos Magier. Zudem genießen Magier in der Gesellschaft der Dümiä großes Ansehen, viele Dümische Magier sind angestellte Hofmagier bei reichen Adligen in anderen Ländern. Man sagt, die Dümiä seien zum Beruf des Magiers geboren, Gerüchten zufolge haben sie eine zusätzliche Begabung, mit deren Hilfe sie die Magie stärker entfalten bzw. unter Kontrolle halten können.

      Dann gibt es da noch die von Schamanen angeführten Gesellschaften auf den Inseln des ewigen Feuers im Norden Grreias. Diese sind aber nicht wirklich als "Staat" in seiner modernen Form zu bezeichnen, sondern eher als Stammesgesellschaften. Ähnliche existieren auch auf dem Südlichen Archipel, und bei den Nomaden in Zentral-Grreia.

      Das Land Waddagogh wird außerdem von einer Magierdynastie regiert, es herrscht keine Demokratie, sondern Absolutismus. Die Bewohner haben bislang aber nichts dagegen unternommen und scheinen auch ganz zufrieden zu sein, gegenwärtig. %-)

      Und dann ist da natürlich noch die Insel Scarvinn, auf der die zurückgezogenen Scrann hausen (bzw. in einem abgeschotteten Staat leben). Auf Grreia munkelt man, sie würden auch von Magiern regiert. Was aber keineswegs bewiesen ist.
      "Unsere Welt befindet sich in einer der immer wiederkehrenden Zwischenphasen. Lange wurden die Völker geknechtet und mussten in Angst leben vor der großen Bedrohung. Es ist die Zeit des Handelns, die Zeit der Umkehrung, die Zeit des Wandels." - Aus den Aufzeichnungen des Chronisten Ktarna Jârishudt
      Zitat: Grreia - Zeit des Wandels
    • Magier sind auf Issoy keine Minderheit sondern große Mehrheit und daher sind dort alle Regierungen Magokratien auf verschiedene Weise.

      Auf der gegenüberliegenden Seite, auf Sùal ist Magie weit weniger verbreitet. Zudem sind dort im Land selbst Schutzmechanismen eingebaut, die Magokratien erschweren. Dennoch gibt es auch in Sùal eine große Magokratie, die insgesamt sogar eine der größten ist.
      Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable. / / / You're forcing your norms on everyone else: You are normal. I am a freak: I will make you freak out.

    • Was mich hier jetzt eher interessieren würde:
      Magokratie ist ja genau genommen keine Regierungsform. Es sagt einfach, dass in einer Wie auch immer gearteten Staatsführung Magier das Sagen haben. Wenn ein Bauer zum König wird, ist das ja immernoch eine Monarchie, keine Colonukratie.
      Also, welche Regierungsform hat so eine Magokratie? Vorstellbar wäre ja immernoch alles, von demokratischen Wahlen (Allerdings haben nur Magier passives Wahlrecht), über Meritokratien, Oligarchien, eine Epistokratie wäre vielleicht passend, bis hin zu Monarchie und Tyrannis.
    • Original von Der Don
      Dazu kommt noch, dass sie, obwohl sie nur eine kleine Elite sind, keine offenkundige Bedeutung für die Gesellschaft haben, mit der man die Herrschaft einer Magierkaste legitimieren könnte.

      "Ich kann was, was Du nicht kannst" - gerade, wenn darunter magische Beherrschung und welche Art auch immer von magischem Zwang fällt - dürfte genau diese "offenkundige Bedeutung" darstellen. Anders funktioniert der "böse Schwarzmagier" ja auch nicht. Gewalt legitimiert ausreichend, sei es durch die Macht der Waffen oder irgendeine andere.

      Original vonHans
      Es sagt einfach, dass in einer Wie auch immer gearteten Staatsführung Magier das Sagen haben.

      ... "und in der Magie als Herrschaftsinstrument eingesetzt wird", steht nicht umsonst in meiner Definition. Ich habe eine Weile überlegt, ob von einer Magokratie nur die Rede sein könnte, wenn bestimmte magische "Fertigkeiten" einer Person über ihren Rang entscheiden, habe mich aber dagegen entschieden.

      Um mal etwas "Praxis" einzustreuen:
      Ich bin auf zumindest zwei bekannte literarische Fälle gestoßen, in denen man von einer "jetztzeitigen" Magokratie reden könnte:
      - Der Herr der Ringe ist das eine, wenn man Valinor und Lothlorien gelten läßt. Beides sind, soweit ich es einordnen kann, Königtümer (zumindest meine ich, daß sowohl Manwe wie Celeborn als Könige bezeichnet werden). Magokratien sind sie mE insofern, als über sämtliche Hierarchieebenen hin magisch begabte Wesenheiten auch unter Nutzung ihrer besonderen Fähigkeiten Macht ausüben.
      - Harry Potter ist das andere, wenn man die Parallelgesellschaft als "eigenen Herrschaftsraum" gelten läßt, der sich mit einem anderen Herrschaftsraum überlappt. Das kann man sicher kritisch diskutieren. Man erfährt nicht sonderlich viel über die genauen Strukturen; da, wenn ich mich recht entsinne, von "Wahlen" die Rede ist und die hierarchisch höchste Position ein Ministeramt zu sein scheint, könnte es sich um ein demokratisch verfasstes System handeln. Magie dient dort als Ersatz für Technik, kommt insofern auch als Herrschaftsinstrument zum Einsatz.

      Hat noch jemand mehr Beispiele?
    • - Der Herr der Ringe ist das eine, wenn man Valinor und Lothlorien gelten läßt. Beides sind, soweit ich es einordnen kann, Königtümer (zumindest meine ich, daß sowohl Manwe wie Celeborn als Könige bezeichnet werden). Magokratien sind sie mE insofern, als über sämtliche Hierarchieebenen hin magisch begabte Wesenheiten auch unter Nutzung ihrer besonderen Fähigkeiten Macht ausüben.

      Im Großen und Ganzen kann ich kinno hier zustimmen, doch eine kleine Anmerkung hätte ich hier zu machen.
      Die magischen Fähigkeiten werden von Elben verwendet, um über ebenfalls magisch begabte Geschöpfe zu herrschen. Das ist bei Harry Potter auch der Fall, allerdings mischen sich die Zauberer in den Potter-Büchern stark in das Leben der Nichtmagier ein (Erinnerungszauber, Gespräche mit dem Muggle-Premier usw.), was man von den abgeschotteten Elben Tolkiens nicht wirklich behaupten kann.
      Die Gesellschaften sind beide -- der Definition nach -- Magokratien. Jedoch ist Magie in beiden Fällen kein Mittel der Überlegenheit, auch keine Legitimation.

      Magierstaaten, deren Bewohner alle Magier sind, müssten wir also als Sonderform festhalten. Auch diese Herrschaftsform wirft fragen auf. Wenn jeder zu Außergewöhnlichem befähigt ist, ragen dann einige hervor? Gibt es hier Spezialisierungen?
      Zudem erfordert eine Spezies aus Magiern besondere Schutzmaßnahmen für die Herrscher. Vielleicht ist die Herrscherin anonym, vielleicht ist sie durch "Antimagie" oder "Bannzauber" geschützt worden. Oder wir haben ein anarchisches Volk, oder einen status quo, den man mit Mühe (und Gedankenkontrolle) hält.

      Alle möglichen Ideen schiessen mir hier durch den Kopf. Zu meinen Magokratien will ich hier noch nichts verraten, weil zumindest Lal einen eigenen Thread bekommen soll. Wenigstens ist das hier eine gute Einstimmung. Vielleicht ziehen mir ja andere Bastler gleich oder kommen mir zuvor. Wäre jedenfalls toll, wenn die Magokratien-bastler unter uns ihre Kreationen vorstellen würden. :nick::dafuer:
    • Wie schon drüben gesagt, ich hab vier vergangene Magierreiche. Allerdings weiss ich nur über zwei davon Näheres.

      Sicaue war eine verkappte Räterepublik, in der mit der Zeit durch Beherrschungsmagie die von der jeweiligen Kaste gewählten Kastenvertreter nur mehr die Vertreter der Magierkaste ins Hauptgremium wählten, plus mal ein paar einzelne andere als Alibi. Der "Fehler" sass also durchaus auch im System und nicht nur bei den machtgierigen Magiern. Bei soviel Machtgier musste das Land auch kräftig expandieren, was alle Kasten ganz schön auslaugte, inklusive der unteren Ränge der Magierkaste. Nur die Lavque machten sich eine richtig schöne Zeit.

      Anassita hingegen war eine Wahlmonarchie, in der die Magierakademie den neuen Suzvaitu, Volksmagier, wählte. Im Gegensatz zu Sicaue sind sich bei Anassita die Historiker einig, dass es dem Volk wirklich gut ging.

      Die anderen sind mir bisher nicht näher bekannt.

      Aber: Ich hab aktuell auch eine Magokratie, nämlich Mischann-ato. Das ist eine sehr schöne Demokratie, in der es einfach Usus ist, mit Parteibeitritt (es gibt neun Parteien) ein Magiestudium zu beginnen. Irgendwo festgelegt ist das aber nicht, es ist nur einfach so. Und wer auf dem Wahlzettel kein "Miga" vor dem Namen stehen hat, wird nur sehr selten gewählt, also ist ein Abschluss schon fast ein Muss, um etwas zu sagen zu haben. Aber aktuell ist der Präsident ein Hexer, wenn auch öffentlich bekannt recht fähig, was wohl für viele Wähler ein imaginäres "Miga" auf dem Wahlzettel war.

      Veria
      Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
      - Armin Maiwald
    • Original von Kinno Katana
      "Ich kann was, was Du nicht kannst" - gerade, wenn darunter magische Beherrschung und welche Art auch immer von magischem Zwang fällt - dürfte genau diese "offenkundige Bedeutung" darstellen. Anders funktioniert der "böse Schwarzmagier" ja auch nicht. Gewalt legitimiert ausreichend, sei es durch die Macht der Waffen oder irgendeine andere.


      Da hast du Recht, allerdings müsste das voraus setzen, dass Magie in der jeweiligen Welt so mächtig ist, dass es mit ihrer Hilfe möglich ist, mit ihrer Hilfe die Bevölkerungsmehrheit in Schach zu halten.
    • Warum setzen Magier ihre Kraft nicht fürs Regieren ein?
      Weil es die meiste Zeit ihres Lebens beansprucht, diese Magie überhaupt zu kapieren und zu beherrschen, davon abgesehen dass Magier dann acuh noch so ein Ego ob ihrer Kraft entwickeln, dass sie garnicht über ihren Tellerrand gucken, um diese Magie auch herrisch einzusetzen. Dafür ist immer ein Mensch nötig, der DIESEN Ehrgeiz hat und Menschen zu Manipulieren weiß. Am Ehesten könnte das ein Telepath meiner Welt, aber der hat bisher noch genug damit zu tun, die neue Magier-Akademie unter Kontrolle zu bringen. Und das kann dauern... *muharhar, stichelt ihn noch etwas weiter*

      Ich merke, wie klein meine Welt in Gegensatz zu euren ganzen anderen Planeten ist. In meinen zwei Zeitaltern gab und gibt es keine Magokratie im Sinne von "Magier an der Spitze des Staates".
      Zwar waren in Bagudo öfter Magier an der Spitze, jedoch nur als Einzelpersonen und nicht als Magier(siehe oben: Entweder Magie ODER Regieren). Einzige Ausnahme bildet der/die Rija, quasi der König/die Königin, weil diese auf den Gott des Todes zurück gehen und als solche kleine Fähigkeiten haben wie Tote sehen, Seelen weiterschicken, Verwesung und überhaupt sterben aufzuhalten(Tote ins Leben zurück holen soll auch möglich sein, wird aber aus verständlichen Gründen nicht gelehrt und praktiziert).
      Dann gab es einen Umbruch und die ganze Magie verschwand(oder gab es immer noch Magier? Das gäbe ein bisschen Verfolgungspepp in der Historie*grübel*)
      Nach 2000 Jahren(wahrscheinlich) brach mit dem Nichtsterben auch die Magie wieder los. Und weiter als 15 Jahre später bin ich nicht, daher haben die meist jungen Magier noch keinen wirklichen Status. Wenn sie nicht arg misshandelt werden und es in die Magier-Akademie schaffen, haben sie genug damit zu tun, erstmal sich selbst zu organisierenu nd sich der Forschung zu widmen. Natürlich müssen die Magier in der neuen Weltordnung noch integriert werden, aber das werden lange und zähe Verhandlungen und viel Integrationsarbeit seitens der Bevölkerung nötig.
      Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt @_@

      Jedes Wesen, dass zu seinem Privatvergnügen ein Universum schafft ist ein egomanischer Irrer -
      Ergo: Der Schöpfer ist ein egomanischer Irrer. - Landon W. Rabern

      Schöpfer sind keine Götter. Schöpfer erschaffen welten, und das ist schwer. Götter wurden von Menschen erschaffen, und das erklärt eine Menge. - Terry Pratchett, Heiße Hüpfer
    • Original von Koboldkind
      Weil es die meiste Zeit ihres Lebens beansprucht, diese Magie überhaupt zu kapieren und zu beherrschen, davon abgesehen dass Magier dann acuh noch so ein Ego ob ihrer Kraft entwickeln, dass sie garnicht über ihren Tellerrand gucken, um diese Magie auch herrisch einzusetzen. Dafür ist immer ein Mensch nötig, der DIESEN Ehrgeiz hat und Menschen zu Manipulieren weiß.

      Wie lange man braucht, um Magie zu "beherrschen", dürfte fiktionsspezifisch unterschiedlich sein - und gilt im Übrigen für alle anderen "Handwerksbereiche" genauso. Auch um ein erfahrener, erfolgreicher Händler zu werden, braucht es Zeit, und trotzdem haben reiche Kaufleute gerne auch in der Politik mitgemischt, wenn ich mich nicht irre. Über das nötige "Ego" verfügen erfahrungsgemäß genug Menschen... warum nicht auch Magier? Wenn nur 3% aller Magier hinreichend schnell hinreichend fähig geworden sind und hinreichend egoistisch, um die Macht für sich zu reklamieren, würde das für die höheren hierarchischen Ränge vermutlich deutlich genug sein, eher mehr als genug.
    • Original von Kinno Katana
      Wie lange man braucht, um Magie zu "beherrschen", dürfte fiktionsspezifisch unterschiedlich sein -

      Völlig richtig. Und Koboldkind hat eben festgelegt, dass es auf ihrer Welt zu lange dauert.
      Hier in Allerwelt ist es sinnbefreit, solche Aussagen auf andere Fiktionen ausweiten zu wollen.
    • Original von Kinno Katana
      Wie lange man braucht, um Magie zu "beherrschen", dürfte fiktionsspezifisch unterschiedlich sein - und gilt im Übrigen für alle anderen "Handwerksbereiche" genauso. Auch um ein erfahrener, erfolgreicher Händler zu werden, braucht es Zeit, und trotzdem haben reiche Kaufleute gerne auch in der Politik mitgemischt, wenn ich mich nicht irre. Über das nötige "Ego" verfügen erfahrungsgemäß genug Menschen... warum nicht auch Magier? Wenn nur 3% aller Magier hinreichend schnell hinreichend fähig geworden sind und hinreichend egoistisch, um die Macht für sich zu reklamieren, würde das für die höheren hierarchischen Ränge vermutlich deutlich genug sein, eher mehr als genug.

      Hm. Stimmt.
      Danke Hans^^
      Kinno, du hast recht, dass Magie quasi wie jedes andere Handwerk im ca. ersten Lebensdrittel gelernt werden kann. Ich denke bzw. definiere Magie hängt aber noch mehr am Geist des Menschen.
      Ehm, vielleicht kriege ich es so deutlicher erklärt:
      Ein Mensch lernt, ein Mensch zu sein, mit seiner Umwelt zu agieren und sich selbst wahrzunehmen, Stichwort Persönlichkeitsentwicklung. Das ganze braucht eine Weile, ist mit 20 meistens abgeschlossen, aber wie immer gibt es Früh- und Spätentwickler(und ein paar blinde Nasen, die Dumm und glücklich durchs Leben gehen -.-)
      Magie stecke ich in dieselbe Sparte. Da hilft es natürlich, wenn der Magier in jungen Jahren anfängt zu lernen, die Schule besucht und nach sieben Jahren theoretisch fertig ist. Dann das Studium und schließlich die Arbeit. Also so mit etwa 30 Jahren ist der Magier bereit, sich auf das Regieren zu konzentrieren. Bis dahin hat sich auch das Ego stabilisiert(hat Ausmaße bis zum nächsten Tisch oder nächsten Berg entwickelt) und er ist bereit, auf das Volk losgelassen zu werden.
      Ich denke, das kann man als ziemlich allgemeingültig so stehen lassen, oder? Für Magier wie Mensch, wenn sie regierend ins Licht treten, dann sind sie meist "ausgewachsen".
      Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt @_@

      Jedes Wesen, dass zu seinem Privatvergnügen ein Universum schafft ist ein egomanischer Irrer -
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      Schöpfer sind keine Götter. Schöpfer erschaffen welten, und das ist schwer. Götter wurden von Menschen erschaffen, und das erklärt eine Menge. - Terry Pratchett, Heiße Hüpfer
    • Original von Kinno Katana
      Davon ausgehend wird es mit der "Allgemeingültigkeit" spätestens da mE in jedem Fall ausgesprochen schwierig.

      Die Allgemeingültigkeit bezog sich auf die Persönlichkeitsentwicklung.

      Davon abgesehen ist es mein Eindruck, dass in der Fantasy die Magie zwar ein Handwerk ist, aber die Macht dahinter eher durch den geistigen Horizont, die Konzentration und die seelische Verfassung bestimmt wird.
      Ich wollte erst anführen, dass man in sieben Jahren ein Schreinermeister ist und selbst dann noch vieles Lernen kann. So verhält es sich mit den Magiern ja irgendwie auch. Es verhält sich so. Hm, vielleicht wenn die Magie eine Mischung aus Handwerk und Geisteswissenschaft ist?
      Ach, ich lasse es jetzt. Ich sollte solche Beiträge schreiben, wenn ich wirklich konzentriert bin. Sorry :-/
      Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt @_@

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    • Nun, bei mir sieht es folgendermaßen aus:
      Es gibt exakt zwei Reiche und ein Volk, die von einem Magier regiert werden:

      Celdaev von dem Erzdruiden,
      Der Rauchende Berg vom Runenhexer und
      das Volk der Hochelben (Elben haben bei mir keine festen Reiche sondern leben einfach in Städten und Wäldern, die locker verbündet sind)

      Bei diesen Reichen/ diesem Volk gibt es folgende Gründe:

      Celdaev: Die Tatsache, dass Celdaev vom Erzdruiden regiert wir, liegt in der Tradition dieses Landes begründet: Einst wurden auch sie von einem König regiert, doch irgendwann bemerkten die Celdaevarim, dass die Anwendung der Naturmagie der Druiden große positive Einflüsse auf Verstand und Geist hatte. So wählte der Rat unter Fichte und Tanne den ersten Erzdruiden, und sein Sohn wird der nächste.

      Der Rauchende Berg: Der Runenhexer ist mehrere zehntausend Jahre alt, und unglaublich mächtig. Er hat einige treue Vasallen, doch seine Herrschaft beruht auf Unterdrückung und Despotie: Er gebietet über unzählige Sklaven, die von besagten treuen Vasallen gepeitscht werden, und obwohl der Runenhexer und seine Diener den Sklaven mehr als 1:10000 unterlegen sind, kann er sie trotzdem in seinen Bann zwingen...durch seine unglaubliche Macht. Warum erobert er dann nicht die Welt? Nun, das weiß niemand so genau, nicht einmal die Ratsmagier des Imperiums (die nur über die Magier des Imperiums herrschen, nicht über das Imperium), doch Gerüchte, die von einem gewissen Thordin Trugvaldsson, einem Runenmeister- Aspiranten, in die Welt gestreut wurden besagen, der Runenmeister hat größeres vor, als Ylvarion zu unterjochen oder es zu zerstören...doch was könnte das schon sein? Also werden diese Gerüchte vermutlich nicht über harmloses Zwergengebrummel, im Suff in den Bart gemurmelt, hinausgehen...

      Die Hochelben: Die Hochelben sind das Magiebegabteste Volk, jeder von ihnen beherrscht zumindest die Grundlagen der arkanen Kunst. Daher ist das Hauptkriterium der gesellschaftlichen Unterscheidung, die magischen Fertigkeiten des Hochelbs...und ihre Herrscher sind wie Sturmwolken, die auf Winden reitend übers Schlachtfeld fegen und Blitze in die Reihen des Feindes versenken, sowie Hoffnung und Licht in die Herzen ihrer (natürlich ebenfalls magiebegabten) Krieger bringen.

      Alles klar?