[Lemna] Linye - der letzte Kontinent

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    • Und wenn Mara keine "gute" Erklärung hat und einfach sagt "Weil ISSO", dann ist auch alles in Butter. Es ist nämlich ihre Welt.

      Die Regel ist allgemeingültig. Aber natürlich wäre es toll, wenn Mara bereits eine Erklärung hätte. Wenn nicht, ist das nicht weiter schlimm.
      Selten, aber nicht auschließlich.

      Eben. Deswegen wäre es ungewöhnlich, wenn alle Uwlinyet gleich denken würden. Darum auch die Frage. :)


      Linye hat schon jetzt etwas Mitreissendes, dass in den begeisterten Antworten zu erkennen ist. Man darf trotzdem seinen stechenden Senf zu tollen Ideen geben. Als George Lucas des Lemna-Universums kann Mara natürlich mit der Kritik tun und lassen was sie will.

      Wozu ist es nötig, in Weltenthread penibel Beiträge anderer Nutzer kritisch zu ergänzen? Neulinge lernen früh genug die Regeln der Weltenkritik. Solltest du mein letztes Posting für unvollständig oder falsch halten, wäre eine PN freundlicher.
      In Foren meint man nur zu erkennen, ob etwas Geschriebenes frech, arrogant oder böse gemeint ist, ob eine Person sich missverständlich oder naiv ausdrückt...
      Wenn jemand ein Smilie mit den Augen rollen lässt, halte ich das für einen Vorwurf. In diesem Fall scheint es der Vorwurf zu sein, dass ich als Nichtlemna-bastler zu weit gehe und das Recht auf freies Basteln missachte.
      Diesen Vorwurf finde ich unüberlegt und will ihn nicht so stehen lassen. Deshalb erfolgt diese Antwort nicht per PN.
      Falls der Schein trügt und ich dieses Kerlchen--> %-) missverstanden habe, entschuldige ich mich. Aber jede weitere Diskussion sollte per PN geführt werden, denn die Uwlinyet sehen bestimmt nur ungern so viel Streit in ihrem Thread.
      Verzeiht die Störung.
    • Original von Merlin
      Selten, aber nicht auschließlich.

      Eben. Deswegen wäre es ungewöhnlich, wenn alle Uwlinyet gleich denken würden. Darum auch die Frage. :)



      Es wurde ja nie gesagt, dass alle Uwlinyet gleich denken. Mara sagte, dass sie alle an die Lehre von den sieben Seelen glauben, ggf. mit regionalen oder familiären Ausprägungen diesen Glaubens.
      So wie es eben auf der Erde zig Millionen Christen gibt, die alle an das Prinzip des Dreieinigen Gottes glauben, nur eben mit gewissen konfessionellen Besonderheiten.

      Es mag für einen säkularen Menschen des 21. Jahrhunderts auf den ersten Blick vielleicht seltsam erscheinen, aber generell, auch weltgeschichtlich betrachtet, scheint mir die Idee, dass eine ganze Kultur einer Weltsicht/einem Glauben/einer Überzeugung anhängt nicht so außergewöhnlich zu sein.

      inarian
    • @Jerron
      Für diesen Faux-pas werde ich mich selbst sogleich zur Rechenschaft ziehen.

      Als der "schnupfende Gnom aus Sachsen mit dem Bombentalent und dem schäbigen Charakter." wurde Richard Wagner von Thomas Mann charakterisiert. Ich sehe gewisse Ähnlichkeiten und bin fortan der Richard Wagner meiner Welt ("Gnom aus Sachsen mit dem... Talent fürs Echauffieren").
      @Inarian
      Stimmt, es ist denkbar, dass niemand die Lehre ablehnt. Nur verstehe ich nicht, wo sich die Götter verkrochen haben bzw. warum kein Uwlinyet je an sie glaubte.
      Denn gerade Mutterliebe liesse sich übertragen auf eine Gottheit. Ist Anthropozentrismus keine typisch (spät)menschliche Eigenschaft?
      Nicht das ich Götter unverzichtbar finde--aber auf der Erde haben sie sich selbst bei Glaubensgemeinschaften wie den Buddhisten eingeschlichen. :o
    • Das ist ein Missverständnis. Der Buddhismus hatte schon immer Götter vor der Nase, nämlich die des damaligen indischen Glaubenssystems. Dass Götter auch in der Weltanschauung des Buddhismus existieren ist überhaupt kein Problem, denn sie sind (auch prä-buddhistisch) schon ebenso den Regeln der Wiedergeburt und der Welt unterworfen wie die Menschen. Einziger 'Fehler' ist, wenn ein Buddha selbst als Gott verehrt wird.

      Auch der Dalai Lama wird m.M.n. (und auch der Meinung von Mitstudenten und Dozenten, die viel mehr Ahnung davon haben als ich) mit 'Seine Heiligkeit' falsch angesprochen. Aber 'Seine x-te Wiedergebürtigkeit eines Erleuchteten' klingt doof...


      Aber zurück zu Lemna. Ich habe übrigens nicht vor, Holzfällerhemden zu tragen... Und wenn ich irgendwer bei Lucasfilm wäre, wäre ich Leland Chee. Heute hab ich aber viele Links zur Wookiepedia...

      Okay. Bitte verzeiht mir, wenn ich diesmal nicht auf jeden Post einzeln reagiere. Ich bedanke mich jedoch bei allen Schreibern und für alle Kommentare! Jede Form der Kritik bringt mich beim Basteln weiter!


      So auch alles rings um die Philosophie der Uwlinyet und deren Einheitlichkeit etc.. Ja, mir ist durchaus bewusst, dass eine so einheitliche Bevölkerung sehr künstlich klingt und ich selbst versuche mir das mit mehreren Fakten zu erklären.

      1. Einheitlich ist der Glaube an die Sieben Seelen, was jedoch weniger eine Religion als einfach eine Weltanschauung ist. Wie jede Einzelperson diese Lehre auslegt und wie man sich damit identifiziert ist geprägt durch das soziale Umfeld und deren Ansichten sowie persönlichen Erfahrungen.

      2. Die Uwlinyet sind sich sehr genau der Tatsache bewusst, dass das ein Modell für ihre Erfahrungen mit sich selbst und der Welt ist. Es herrscht auch kein Dogmatismus vor, jeder könnte eine andere Theorie vertreten, müsste sich aber der Kritik an derselben stellen.

      3. Die Sieben Seelen sind ein Modell, das lange gewachsen ist. Im Laufe ihrer langen kulturellen Entwicklung haben sie sich durchgesetzt. Rückverfolgbar für die Uwlinyet ist sie bis zu einem Punkt, wo es einmal sogar nur drei Seelen gab - etwas, das Yelna (Traum) und Nudun (Kreativität) in einem war, Yashwai als übergeordnetes Medium und alle anderen Zusammen als verschiedene Formen des 'Strebens'. So wie es Linien von Müttern und Kindern gibt, die sich zum Beispiel nur auf Keramik spezialisieren, gibt es aber auch solche, die sich auf den Verstand und das Gefühlsleben der Uwlinyet selbst spezialisieren. Denn nur wer sich selbst versteht, kann andere verstehen und seinen eigenen Platz in der Welt, ist der Grundgedanke dahinter. Sollten diese zum Beispiel theoretisieren, es gäbe vielleicht doch noch eine weitere Seele oder zwei der bestehende wären tatsächlich doch nur Ausprägungen von einer einzigen, so könnten sie das ebenso wie alles andere beliebig mit anderne diskutieren und wenn ihre Theorie aller Kritik stand hält und überzeugt, so gäbe es vielleicht irgendwann acht oder wieder nur drei Seelen.

      4. Niemand weiß mehr, was vorher war. Vielleicht waren die Uwlinyet weeeeit früher weniger einheitlich und hatten ganz andere Ansichten. Aber sie haben inzwischen einige Jahrtausende kontinuierlicher Entwicklung und sind bis zur Ankunft der Menschen größtenteils sicher vor allen anderen großen Katastrophen gewesen. Mehr oder wenige genau auf der anderen Seite des Planeten gelegen und dann noch am Äquator und in der tropischen Zone hatten sie nicht annähernd solche Einschnitte in ihrer Entwicklung durch den verheerenden Vulkanausbruch vor 2003 Jahren wie Bewohner anderer Kontinente. Ihre Generationenfolge ist weit länger als die von Menschen, sie leben insgesamt länger und ihre Population ist gleichbleibend eher klein. Derzeit jedoch endgültig zu klein für einen weiteren Erhalt, wenn sie nicht irgendwie gentechnologisch Wunder wirken - nämlich 732. Yulan Dain und dem König von Kivashan.


      Äh. Es gab noch mehr Gründe glaube ich, aber wo ich sie gerade erwähnt habe mache ihr hier mal bei Yulan Dain und dem König weiter. Bevor ich es vergesse: wenn es nicht annähernd überzeugend wirkt, will ich das durchaus wissen, dann bastel ich nämlich noch mehr dran rum.


      Mit Yulan Dain und dem König vin Kivashan wären wir nämlich bei der Ankunft der Menschen angelangt. Die Uwlinyet wussten durchaus, dass es andere intelligente Landwesen gab, mieden aber den Kontakt nachdem sich nach Reisen zu den anderen Kontinenten herausgestellt, hatte, dass die Menschen die Uwlinyet krank machten.

      Nicht nur in dem Sinne als dass vielleicht manche menschliche Krankheit eines anderen Kontinentes auf Uwlinyet übertragbar sein mochte - vielmehr wurden Uwlinyet, vor allem Männer, wahnsinnig.

      Der Grund ist einfach wie tragisch. Obwohl Uwlinyet und Menschen nicht in der Lage sind, Nachkommen miteinander zu zeugen, ist durch einen boshaften Zufall die Pheromonausschüttung sehr ähnlich. Nur dass menschliche Frauen alle 42 Tage einen Eisprung haben und nicht nur auf eigenen Wunsch hin in kontrollierter Umgebung.

      Die gesamte Gesellschaft der Uwlinyet mit ihren wohlgefügten Verhältnissen, Familien und Forschungen brach zusammen, als sie sich urplötzlich und unvorbereitet mit Siedlerschiffen von Nunuka auseinandersetzen mussten, deren Frauen einen konstant existenten Sexualtrieb bei den Männchen der Uwlinyet auslösten.

      Man stelle sich vor, wie es ist, wenn eine ganze Kultur urplötzlich in die Pubertät gerät. Die Uwlinyet halten die Folge meist als eine Auswirkung von Duroi und Dapal, den Seelen von Zorn und Besitzgier. Manche aber theoretisieren auch, dass die Menschen sie mit einer achten Seele, der Seele des Sexualtriebes sozusagen, infiziert haben oder eine bisher nur sehr kleine Seele zum Wachsen gebracht haben.

      Auf jeden Fall entstanden zugleich ein zuvor ungekanntes Gewaltpotential, uneingeschränktes Konkurrenzdenken und Draufgängertum. Uwlinyet vergriffen sich an Menschen, die Menschen schlugen zurück, Söhne hörten nicht auf Mütter und Schwestern oder schlugen gar in Rache für die ewige Bevormundung zurück. Alles, was die Uwlinyet in Jahrtausenden aufgebaut hatten, brach zusammen.

      Einige in den Randzonen ihres Siedlungsgebietes bekamen keine Menschen, die in Nunuka auf der Flucht vor den Pentchaka und ihren Vasallenstaaten aufgebrochen waren, an die Ufer gespült - und die Siedlungen hoch in den Bergen oder in den Begrünungszonen der Wüste auch nicht. Wer sich dort rechtzeitig absetzte, konnte das gewohnte Lebensumfeld wenigstens etwas erhalten. Die 730 regulären Überlebenden der Uwlinyet sind die Reste dieser Flüchtlinge.

      Nummer 731, Yulan Dain, war ursprünglich ein Yashriwet aus einer Wasserkraft-Ingenieurs-Familie. Als Yashriwet hatte er sich dem Mitgefühl verschrieben. Ich weiß noch nicht genau, wie insgesamt die Wirren nach der Ankunft der Menschen abliefen etc. (und kann da noch jede Menge Hilfe und Ideen gebrauchtn *hüstel hüstel*), aber in all dem Chaos war irgendwann Yulan Dain derjenige, der die Staudämme in den Bergen über den ersten menschlichen Siedlungen und einigen Resten seines Volkes öffnete in dem verzweifelten Versuch, alles einfach hinfortzuspülen.


      Mittlerweile bereut er die Tat - speziell als Yashriwet - und findet sich damit ab, dass die meisten der 'normal gebliebenen' Uwlinyet seiner Tat mit Unverständnis und einer gewissen Abscheu gegenüberstehen. Als Zeichen seiner derartigen Trennung vom Rest seines Volkes hat er versucht, die Verzierungen an seinem Körper zu entfernen. Wie genau das Endergebnis aussieht, weiß ich noch nicht, aber es dürfte nicht allzu schön sein.


      Der König von Kivashan ist ursprünglich ein Sohn einer Keramiker-Mutter gewesen. Nach der Begegnung mit den Menschen gehörte er zu den wenigen, die propagieren, die veränderten Zustände einfach zu akzeptieren. Er ahmte mit ein paar ihm Zustimmenden unter anderem die Waffen der Menschen nach - jedoch in gänzlich anderen Materialien, daher z.B. die Keramikwaffen. Von seinem Uwlinyet-Gefolge existiert inzwischen niemand mehr (öh... Streitigkeiten?? Mal drüber nachdenken...) aber er hat sich an die Spitze eines noch sehr jungen Menschenstaats gebracht und lebt ziemlich chaotisch aber wohl nicht schlecht mit einem unnötig großen Harem...
      Iä Iä.
    • Das ist ein Missverständnis. Der Buddhismus hatte schon immer Götter vor der Nase, nämlich die des damaligen indischen Glaubenssystems. Dass Götter auch in der Weltanschauung des Buddhismus existieren ist überhaupt kein Problem, denn sie sind (auch prä-buddhistisch) schon ebenso den Regeln der Wiedergeburt und der Welt unterworfen wie die Menschen. Einziger 'Fehler' ist, wenn ein Buddha selbst als Gott verehrt wird.

      Genau das meinte ich mit "eingeschlichen". Die Vedische Religion hatte die Götter und die buddhistische Religion hatte nichts einzuwenden.

      Hihi und vom Rest bin ich restlos begeistert. :)
      Der Yulan Dain ohne Verzierungen muss wirklich gräuslich zugerichtet sein, aber vielleicht kann man ihn trotzdem mal sehen.
      Bei 732 Leuten zweifle ich deutlich weniger daran, dass kein Uwlinyet an Götter glaubt. Als Glaubens-Theorie gibt die Sieben-Seelen-Lehre mehr her... es wäre interessant, wenn einige Menschen sie übernehmen würden. Vielleicht im Staat des Königs von Kivashan?
    • Schade, dass die Uwlinyet fast schon ausgestorben sind. Kastration bringt da keine Lösung?
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Rofl... ne an Kastration hat glaube ich noch keiner gedacht. Also ich nicht. Öh... Wah. Nein. Ich hoffe gerade, dass zum Beispiel Yulan Dain nicht auf die Idee gekommen ist. Irgendwie löst der Gedanke vage Panik aus, nachdem ich gerade Seitenweise den Brief von Sima Qian an Ren An übersetzt habe, indem er eigentlich nur sagt "Kastrat sein ist grässlich!!" (Sima Qian hat das erste wirklich umfassende Geschichtswerk der chinesischen Schreiberei verfasst und ja, er war Kastrat, weil er im falschen Moment dem Kaiser gegenüber den Mund aufgemacht hat und er das Pech hatte, unter Wudi - dem kriegerischen Kaiser - zu leben und nicht unter weniger hochkochenden Kollegen. Und nicht rechtzeitig Selbstmord beging und sich nicht freikaufen konnte und auch nicht die Todesstrafe wollte, weil er ja noch sein Geschichtswerk für seinen Vater vollenden musste.. hach....)

      Wäre ein sich selbst kastriert habender Charakter nicht ein wenig SEHR krank? Ich meine, Selbstverstümmelung ist schon ihbäh, aber... äh...


      @ Verbreitung des Glaubenssystems: Kivashan kennt durchaus Duroi und Dapal, denn ihr König ist offiziell ein Yashduroi und Yashdapal. In meinen bisher grob anskizzierten Gedanken wird in Kivashan daraus eine Art Gottheit namens Duroi-Dapal, der für das aggressive Schaffen und Verteidigen von Besitz steht.

      Oder ist die Lösung zu simpel? Ich stoße mich ein bisschen an dem 'sie verstehen was falsch und machen draus nen Gott'-Prinzip, aber im Grunde kenne ich die Wandlung oder Austauschbarkeit von Existenzen im Menschen zu Gottheiten auch in x Iterationen aus dem Daoismus und naja...
      Iä Iä.
    • Wie willst du sonst mit dieser " Raserei" umgehen? Drogen? Ich mein, du machst dir so viel Mühe für ein Volk, dass fast schon hopps gegangen ist?
      Wie finden die menschlichen Siedler eigentlich das Aussterben der Uwlinyet? Die haben ja wohl mehr Erfahrung, wie dieser eher wüste Kontinent fruchtbar gemacht werden kann.
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Anhand des Beispiels vom Buddhismus erklärt klingt das Prinzip mit den Seelen wirklich viel logischer! Beim Durchlesen sind mir ein paar interessante Sachen in den Kopf gekommen ...

      Zwar passt das nicht in die restlichen Details, die du schon erwähnt hast, aber eine Erklärung wäre, dass die Uwlinyet eine kollektives Gedächtnis haben, das sie praktisch alles wissen (und auch alles glauben?) lässt, was ihre Vorfahren schon herausgefunden haben. So ähnlich wie es von den Neandertalern geglaubt wird - und warum sie auch aussterben mussten. Dadurch ist es schon einmal viel schwieriger, etwas anderes zu glauben bzw. etwas neues zu erfinden als die zig Generationen vor einem.

      Für Yulan Dain schlage ich Verbrennungen oder Verätzungen vor ... sieht extrem unappetitlich aus, war sicher extrem schmerzhaft, kann sich aber selbst zugefügt werden, wenn man erst mal anfängt ... Dass er in Masochismus abgerutscht ist, ist ja logisch, oder?

      der Seele des Sexualtriebes sozusagen


      Das klingt doch mal spannend (á la Freud und Co). ;D

      Was kommt denn als Nächstes? Geografie, Kultur, vielleicht wieder Kleidungsskizzen (was eben gezeichnet werden kann)? Gibt es nur die Uwlinyet auf diesem Kontinent, oder sind irgendwo ein paar Menschen übrig geblieben?
    • Upsa! Äh, danke für die Beiträge... Naja besser spät bemerken als nie.


      @ Wanderer: Ich finde erstens so viel Mühe ist das nicht, zweitens zählt für mich bei Bastelschwerpunkten nicht, wie wichtig etwas zum beliebigen Jetzt-Zeitpunkt (Jahr 2003 der amaTheranischen Zeitrechnung wie ich irgendwann mal herausfand) ist, sondern ob ich es persönlich interessant finde. Da schneiden fast ausgestorbene Nichtganzmenschen doch im objektiven Blick immer noch besser ab als die Geschichte des Knopfes, der ähnlich viel Arbeit gewidmet wurde ^^.

      Die Menschen sind denke ich recht froh, kaum Uwlinyet mehr als Konkurrenz zu haben. Die Auswirkungen des 'Wahnsinns' waren für keine der beiden Seiten schön. Kivashan hat sich mit seinem Herrscher arrangiert, soweit so nicht wirklich gut.

      Derzeit ist auch keine Knappheit an fruchtbarem Land vorhanden. Die Begrünung des Kontinentes war schließlich eher Fleißarbeit als notwendig, als die Uwlinyet das Projekt betrieben hatten. Die fruchtbaren Küstenstreifen im Norden reichen Kivashan derzeit als Land. Dennoch mag manch ein Mensch etwas besorgt die Berge hinauf blicken, wo keiner so genau weiß, in welchem Zustand die alten Staudämme und Wasserleitsystem derzeit sind... und leider ist ihr König Keramiker und nicht Wasserbauingenieur.


      @ Kira: Woher hast die du Information mit dem kollektiven Gedächtnis der Neanderthaler? Das klingt - entschuldigung - eher nach einer wilden Vermutung, die cool ausschau, aber keine Basis hat. Die Ur- und Frühgeschichte in MS beschäftigt sich da zwar praktisch gar nicht mit (wir haben nur einen Gastdozenten fürs Paläolithikum) aber ich denke wenn das in wissenschaftlichen Kreisen kursieren würde, wäre es einem irgendwann erzählt worden... oder vielleicht auch nicht... egal, wäre ja vom Wahrheitsgehalt nur dahingehend interessant, wo man mehr über das Ganze nachlesen kann, um es zu verwursten.

      Allerdings werde ich das glaube hier nicht so machen. Ausreichend Aufzeichnungen und eine Analphabetenquote von Uwlinyet über 14 von Null rettet das Wissen. Dass das Glaubenssystem gleich bleiben muss, ist ja überhaupt nicht die Frage. Die Uwlinyet passen ja ihre Sicht der Welt an das an, was sie neu 'entdecken' - über die Welt und über die Vorgänge in ihnen selber.

      Was Yulan Dain angeht: nachdem erste Farbzeichnungen der Uwlinyet farbige Tätowierungen haben, dürfte er sich tatsächlich Verätzungen zugefügt haben, um diese zu entfernen. Er ist kein Masochist an sich, er zieht keinen irgendwie gearteten Lustgewinn aus den selbst zugefügten Schmerzen und sobald die Zeichen seiner Zugehörigkeit zu den Uwlinyet weg waren, hat er auch mit dem Unsinn aufgehört. Ich denke er hat wirklich Probleme im Oberstübchen - aber noch genau weiß ich nicht so recht, welche. Mal schauen was beim drüber Schlafen so draus wird im Rahmen der Uwlinyet-Psychologie.


      Was als nächstes kommt... äh... keine Ahnung? Ich könnte mal versuchen, heimlich im Institut die Zeichnungen einzuscannen.
      Iä Iä.
    • Original von Mara
      @ Kira: Woher hast die du Information mit dem kollektiven Gedächtnis der Neanderthaler? Das klingt - entschuldigung - eher nach einer wilden Vermutung, die cool ausschau, aber keine Basis hat.

      Ich glaube, diese Info stammt aus den Ayla-Büchern. :lol:

      :fluecht:
    • Kann ich bestätigen, kommt tatsächlich aus den Ayla-Büchern. Ist aber meiner Meinung nach auch tatsächlich eine Vermutung und wahrscheinlich auch nicht nachprüfbar. Das einzige, was wirklich bestätigt ist und auch nur entfernt in diese Richtung geht, wäre der angeborene Instinkt mancher Tiere, aber das reicht wohl nicht aus, um wirklich detailliertes Wissen zu überliefern.







      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Hallo, Mara. Ich finde diese Überlegungen sehr interessant. Das Volk ist cool. Hört sich indianisch an. Und wie lautet eigentlich der Singular von Uwlyniet?
      Wieviel ungefähr leben die Uwlyniet länger als normale Menschen?
      können die Uwlyniet einfach nicht lieben oder ist ihnen das einfach nicht wichtig? Wie ist es dazu gekommen dass sie nie Liebe erfahren haben?
    • Hola! Erstmal danke für das Lob und die Fragen! *verneig*


      Ich weiß nicht ob die Uwlinyet indianisch sind weil ich - ehrlich gesagt - ziemlich wenig Ahnung von Indianern habe...

      Wie dem auch sei: Ich schätze derzeit, dass der Durschnitts-Uwlinyet (Einzahl wie Mehrzahl) um die 150 wird.

      Was die Liebe angeht: Uwlinyet kennen die Liebe zwischen Müttern und Kindern und Geschwistern - aber die Liebe zu einem auch sexuellen Partner gibt es einfach nicht. Sie sind dazu nicht fähig, sie verlieben sich nicht, da wird auch nicht mehr draus... Sie geraten nur gezielt in Paarungslust und wenn das vorbei ist, ist es auch vorbei. Weder biologisch noch kulturell sehen sie eine Notwendigkeit zu partnerschaftlicher Liebe und gemeinsamem Leben. Es funktioniert für sie ohne und daher existiert nicht mal eine Idee dieses Umstandes in ihren länglichen Köpfchen.
      Iä Iä.
    • Nur um mal kurz zu zeigen, wie mein Tag mit Lemna verlief...
      Ich kam von der Berufsschule ins Internat, machte meinen Laptop an und dachte mir, während ich das Internet startete, "Hey... Du könntest mal wieder bei den Weltenbastlern reinschauen. Mal schauen, was es neues zu den Wegen bei Lemna gibt."
      Promt wurde ich von diesem Volk völlig erschlagen. Nach ca. einer Stunde des Lesens (ich bin etwas unkonzentriert nach über 8 Stunden Berufsschule und musste einige Abschnitte erneut lesen) war ich am Ende der ersten Seite angekommen.
      Dann rauchte mir der Kopf und ich habe es aufgegeben, die restlichen 2 Seiten zu lesen... Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht all zu übel, Mara :]

      Ich muss Dir ein riesen Kompliment zu diesem Volk aussprechen. Schon beim Lesen des ersten Beitrages entstand vor mir eine lebendige Spezies in viele, Facetten. Es hat mich nahezu umgehauen.

      Wie muss ich mir die Zivilisation der Uwlinyet vorstellen?
      Du meintest zum einen, sie seien schon recht hoch entwickelt; haben sehr fortschrittliche Technologien und wollten demnächst ins All.
      Andererseits sind sie aber auch offenbar ein recht naturverbundenes Volk. Ein bisschen Schamanismus, ein bisschen Buddhismus.. was sich wiederum ein bisschen zu dem Volk aus "Avatar" in meinem Kopf entwicklt.
      Wie kann ich mir das denken? Große, weite Stadte und Siedlungen mit beeindruckenden, technologisch ausgeklügelten Bauten oder eher Zelte? (Bildlich gesprochen ;) )

      Falls dazu schon was kam, entschuldigt mich - ich werde die anderen Seiten noch nachholen. :]

      Beste Grüße!
      "Inspektor" Abberline ^^

      PS: Ich wäre ja für Brüste gewesen... ;D
      PPS: Tolles Avatar-Bild, Mara :]
      Die Lücken, die wir hinterlassen, ersetzen uns vollständig.
    • Was die Liebe angeht: Uwlinyet kennen die Liebe zwischen Müttern und Kindern und Geschwistern - aber die Liebe zu einem auch sexuellen Partner gibt es einfach nicht. Sie sind dazu nicht fähig, sie verlieben sich nicht, da wird auch nicht mehr draus... Sie geraten nur gezielt in Paarungslust und wenn das vorbei ist, ist es auch vorbei. Weder biologisch noch kulturell sehen sie eine Notwendigkeit zu partnerschaftlicher Liebe und gemeinsamem Leben. Es funktioniert für sie ohne und daher existiert nicht mal eine Idee dieses Umstandes in ihren länglichen Köpfchen.


      Und was ist wenn alle Familienmitglieder eines Uwlinyet versterben? Lebt er dann bis an sein Lebensende mutterseelen allein, ohne Bindungen (Kinder mal ausgenommen)?
    • Aloha! Erst mal ein Riesendanke für das Monsterkompliment, Inspektor! Und ein Danke Vito, den fleißigen Fragensteller. *verneig*


      Was die Siedlungsweise der Uwlinyet angeht kriege ich da kein einheitliches Bild hin und habe daher beschlossen, dass sie ein Credo haben: es muss zur Umgebung passen und möglichst keine Energie bei möglichst bequemem Lebensstil brauchen.

      Da sie kaum Sorgen mit Überpopulation und zuwenig Land haben, werden Siedlunsplätze mit größerem Bedacht angelegt als wir das vielleicht gewöhnt sind, vor allem wird nicht gebaut, wo es Probleme gibt, die man nicht lösen MUSS wenn man woanders baut.
      Ein Idealer Uwlinyet-Siedlungsplatz ist vor Stürmen geschützt, hat eine aufstaubare Wasserquelle, günstige Verkehrslage zu anderen Siedlungen, möglichst einen für Schallspiegel geeigneten hohen Punkt und ist tektonisch sicher.

      Die ehemalige Stadt Waya-Koro Lhanash-ti (Sonne und Fels verbinden sich im Kuss (von Mutter an Kind), kurz auch Lhanis, der Kuss genannt) zum Beispiel lag am Südhang einer der Bergketten, die irgendwann in das trockene Hochplateauherz Linyes übergehen. Mist, das ließ sich ähnlich wie eine Beschreibung Aithwas aber ich schweife ab.

      Durch die allgemeine Lage war die Stadt dort vor der Hauptwetterrichtung, aus der mal ein größerer Sturm anrollt (Westen... vermutlich falsch klimatechnisch aber ansonsten wird der Kuss halt versetzt) geschützt, mehrere Quellen an den Berghängen wurden aufgestaut und sämtliche kaum höher als zweistöckigen Gebäude der Stadt erhielten fließend Wasser durch den mithilfe des Höhenunterschieds aufgebauten Druck. Die Familien, die sich dem Wasserbau verschrieben haben, sind ja auch nicht blöd, wäre jemals einer ihrer Dämme gebrochen hätte es alles östlich vom Kuss weggespült, aber nicht die Stadt selber.

      Eine Nachtbeleuchtung dürfte man jedoch wohl nicht erwarten - ich überlege ein bisschen hin und her mit Spiegelsystemen, die bestimmte Bereiche durch Bündelung des geringen Lichtes in der Nacht (Lemna hat keinen Mond sondern Ringe, meistens leuchtet also immer was am Horizont vor sich hin) erhellen, aber auf jeden Fall gibt es phosphoreszierende Materialien, mit denen wichtige Wege etc. markiert sind und erkennbar bleiben.

      Uwlinyet bauen gerne mit natürlichem Lehm als Oberflächenmaterial, meist stellt Holz dabei die Grundsubstanz. Die Häuser legen Wert auf eine gute Durchlüftung und obwohl manche Uwlinyetfamilien großartige Glashandwerker sind sieht man kaum Glasfenster. Uwlinyet mögen Luft, die durchs Haus zieht, und schließen schlicht Fensterläden gegen Unwetter und nutzen überdachte Veranden als angenehme, trockene aber umwindete Aufenthaltsorte. Da sie aber ein durchgehend warmes Klima haben - kein Frieren.

      Für Forschungseinrichtungen jedoch greifen Uwlinyet auf andere Baumethoden zurück. Gerne in Fels verankert wird Licht mit Spiegelsystemen durch Schächte geleitet, Kunststoffe und Keramik liefern Eigenschaften für allen möglichen Schnickschnack, Energie wird über Sonnenkraftwerke dafür gewonnen usw..


      Äh... Fazit ist: Uwlinyet Siedlungen sehen aus wie eine Mischung aus CERN und supersauberen HighTech-Hippies.


      Derzeit liegen die meisten dieser Städte brach und der König von Kivashan will auch nicht, dass seine Schäfchen da reinwandern. Die letzten Uwlinyet leben in nicht ganz so idealen kleinen Siedlungen am Rande des Hochplateaus, wo noch Wüstengärtenprojekte überleben.



      Betreffs der Verwaisung eines Uwlinyet: Ein Weibchen kann einfach für sich eine Familie sein. Ein Männchen kann adoptiert werden. Tatsächlich ist ja nichts schlimmer für Uwlinyet als ein solcher Verlust der ganzen Familie und jeder fühlt sich berufen, einem so armen Wesen zur Hilfe zu eilen. Da wird emotional, aber sachlich diskutiert zu wem er denn am besten passt und zuweilen sogar der Waise selber gefragt... Hauptsache er kommt wieder wo unter.
      Iä Iä.