Hermaphroditische Gesellschaft

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    • Falls es menschenähnliche Wesen sind würde ich sagen, dass dadurch zwar oberflächlich eine ausgeglichenere Gesellschaft entstehen würde, darunter allerdings sähe das ganze noch um einiges schlimmer aus als in unserer modernen irdischen;
      vermutlich würden die Menschen die Wesen nach anderen Aspekten teilen (was ja auch schon Vorposter geschrieben haben), allerdings glaube ich nicht, dass dies mithilfe von Tests geschehen würde sondern stattdessen ein anderes naturgegebenes Kriterium ausgewählt werden würde (z.B. Augenfarbe, Haarfarbe o.ä., auch wenn das vllt. keine optimalen Beispiele sind)
      In einer menschlichen Gesellschaft muss es benachteiligte geben, in gewisser Weise erfordert das das System; und je besser man das auf Anhieb erkennen kann wer benachteiligt ist und wer nicht, desto besser.

      Falls sie nicht menschenähnlich sind...
      nun, dann sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Mach es besser als hier oder schlimmer, deine Entscheidung^^
    • Linkshänder als Adel würden mir so richtig in den Kram passen... :diablo:

      Solche Tests könnten durchaus stattfinden. Auch wenn es ein traditionelles Ritual ist und vielleicht weit entfernt von dem, was Europäer als Prüfung sehen. Eine Art Initiation wäre auch bei Nichtmenschen drin, wenn der Körper sich in einem bestimmten Alter (Pubertät) verändert (sexualisiert).

      Soll jetzt aber keine Schranke sein. Es geht nur darum, dass in vielen Menschengesellschaften die Rollen von Mann, Frau und eventuellen Zusatzgeschlechtern erst nach der Kindheit verteilt werden. Geschlechtsstände oder -kasten sind eher selten und vor allem in einer Zwittergesellschaft unwahrscheinlich.
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Ich hoffe, ich habe bei meinem Schnelldurchgang nicht übersehen, dass jemand schon auf das Buch hingewiesen hat:

      Ursula LeGuin

      The Left Hand of Darkness (1969) (deutsch: Winterplanet und neu aufgelegt als Die linke Hand der Dunkelheit) - Hugo Award und Nebula Award

      Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Ursula_K._Le_Guin

      amazon.de/Winterplanet-6542-40…oks&qid=1264016176&sr=8-5

      Eine Rezension:

      Auf Winter, einem Planeten mit extremen Wetterbedingungen ( vergleichbar in etwa mit Grönland ), versucht ein Abgesandter der Ökumene die dortigen Menschen von den Vorteilen einer Handelsbeziehung zu überzeugen. Er wird dabei mit der einzigartigen Geschlechterdisposition dieser Menschen konfrontiert. Sie können in einer bestimmten Zeit mal eine Frau sein, mal ein Mann sein. Während der anderen anderen Zeit sind sie lediglich keins, von beiden. Dieses Verhältnis schlägt sich auf jede Art menschlicher Kommunikation nieder und bestimmt den Lebensablauf und Einstellung dieser Menschen. Ein tief bewegender und emotionaler Roman einer vom Humanismus und Taoismus geprägten Autorin. Einer der besten SF - Romane die ich je gelesen habe. Hoch empfehlenswert.

      Es ist schon lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe, es war toll, sehr empfehlenswert!

      Noch einige Links zu dem Buch:

      Der König ist schwanger:
      guardian.co.uk/books/2004/jan/…syandhorror.ursulakleguin

      Ursula LeGuins Webseite: ursulakleguin.com/
    • Dabei fällt mir ein, gibt es nicht eine Art von Rifffischen, bei denen jeweils ein Männchen einen ganzen Harem hat. Und wenn das Männchen stirbt, wechselt das stärkste Weibchen einfach sein Geschlecht und nimmt seinen Platz als neuer Pascha ein. Das sind allerdings dann wohl keine echten Hermaphroditen mehr, weil die Wahl relativ dauerhaft zu sein scheint.







      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Man müsste eben ein sinnvolles System haben, um auszuwählen, wer das Geschlecht wechseln darf. Und ob das überhaupt willentlich zu steuern wäre, oder ob es eben einfach passiert, wenn der Bedarf besteht. Dann kann es natürlich zwischen mehreren vorhandenen Kandidaten auch zu einem Wettstreit kommen. Ob und wie gewaltätig so etwas werden kann, müsste man eben an der sonstigen Kultur festmachen. Vielleicht sind sie ein sehr friedliches Volk, aber sobald der alte Pascha stirbt, gibt es regelrechte Gladiatoren kämpfe, um den nächsten auszuwählen?







      ~ Der Ort für jene, denen unsere Welt nicht genügt ~
    • Wobei halt immer zu bedenken wäre, daß das ultimative Ziel der Fortpflanzung ja die Erhöhung der Population ist, als bei der Auswahl des nächsten Alpha's nicht zu viele Opfer auftreten dürfen (wobei das bei "denkenden" Wesen immer so eine Sache ist - die tun nicht immer das, was die Natur eigentlich von ihnen wollte).

      Wäre auf jeden Fall ein sehr interessantes Konzept für eine nichtmenschliche Rasse.