Leihcharactere - fröhliches Weltentauschen

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    • Leihcharactere - fröhliches Weltentauschen

      Versuch Nummer 2 - warum löscht das Forum den bei einem Refresh die SEND Parameter? :(

      (Gleich vorweg, möge man mir bitte verzeihen, wenn etwas Ähnliches bereits schon mal dagewesen sein sollte, ich das Ganze aber einfach nur nicht gefunden habe. Und natürlich, falls das gesamte Konzept so grottenschlecht ist, daß es bei den meisten Lesern nur angenervtes Augenrollen hervorruft. ;))

      Ich hab die dumme Angewohnheit, mich öfters von anderen Leuten auf dumme Ideen bringen zu lassen, und aktuell ist Sol'Patis Fred zum Opfer meiner Ideenklauerei geworden.

      Die Idee, eigene Charactere an andere Welten zu "spenden" (oder auch einfach nur kurzeitig zu verleihen) hat mir einfach recht gut gefallen, zumal ich das Ganze im Kleinen auch selbst schon erleben durfte. Einige wichtige Ereignisse in meinen Welten sind eine direkte Folge von Besuchen aus anderen Welten oder Ausflügen meiner eigenen Charactere, und die meisten davon empfinde ich als wirkliche Bereicherung für meine Weltenhintergründe.

      Jetzt hätte ich mir in etwa Folgendes vorgestellt:

      Jeder Teilnehmer wirft einen (oder auch mehrere?) eigenen Character in den Topf und schreibt eine mehr oder weniger kurze Beschreibung dazu (Aussehen und Wesen), nebst einer Erklärung, wie der Character in eine solche "Gastwelt" gelangt sein könnte und einer Aussage darüber, wann/ob er den Character wieder zurückhaben möchte. ;)

      Dann wird, analog zum Wichteln, die Zuteilung der Charactere ausgelost, wobei jeder eine Stückzahl entsprechend der selbst in den Topf geworfenen Charactere zum "Bearbeiten" überreicht bekommt.

      Und ab da wird dann fröhlich mit den "Leihcharacteren" gearbeitet, ob nun in Form von Bildern, Geschichten, Gedichten oder irgendwie gearteten Hintergrundinfos. Egal, ob das Auftauchen des Characters nun weitreichende Folgen für die Welt hatte, oder eben nur eine interessante Begebenheit für den Character selbst darstellt.

      Wenn das Ganze dann noch in Zusammenarbeit mit dem "Spender" abläuft, um zu gewährleisten, daß auch alles stimmig bleibt und der Character nicht zu sehr aus seinem sonstigen Verhalten ausbricht, umso besser.

      Was hätten die Teilnehmer überhaupt davon?

      1. Neue Geschichten/Bilder/sonstige Werke für die eigenen Welt
      2. Einen neuen Aspekt zur Hintergrundgeschichte eines eigenen Characters
      3. Eine winzige Spur Verbundenheit mit mindestens zwei anderen Welten
      4. Jede Menge Texte/Bilder für uns zum genußvollen Lesen/Betrachten ;)


      Hätte denn überhaupt jemand Lust auf einen solchen interweltlichen Austausch?
    • Zunächst einmal: Danke für die Werbung :)

      Weiterhin ist wahrscheinlich offensichtlich, dass ich einer solchen Idee nicht abgeneigt wäre... Derzeit tauchen hier und da konkrete Personen auf, was wiederum bedeutet, dass ich diese auch auf Erkundungstouren schicken könnte.

      Also gern.

      ~Sol
      Anm.d.Red.: Aufgrund Unstimmigkeiten in der Darstellung auf diversen Monitoren wurde diese Signatur auf unter vier Zeilen gekürzt.
    • RE: Leihcharactere - fröhliches Weltentauschen

      Interaktion zwischen den Bastlern begrüße ich wirklich sehr. Da finde ich den Grundgedanken hier mal gar nicht so übel.

      Aber das Konzept wirft mir viele Fragen auf. Vor allem weil ich das nicht so recht verstehe.

      Wird der genaue Charakter entliehen? Beispiel: Die Führerin der Untergrundorganisation "Rotrosenklinge" aus Rath taucht plötzlich in Lhannd auf? Oder wie?
      Da müsste man ja finden, wie das im Kontext zu beiden Welten passt und ob das überhaupt möglich ist.

      Das ist doch viel zu kompliziert und wäre allgemein recht unlogisch. In sehr einzelnen Fällen vielleicht möglich, aber im großen Stil? Ich denke eher, das würde sicherlich einfach zu oft irgendwo sinntechnisch kollidieren.

      Oder leide ich grad unter einem Missverständnis?
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • @Sol'Pati: Die erste Werbung ist gratis, danach berechne ich nach Buchstaben. ;D
      Würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir ein paar Leute zusammenbekommen würden.

      @Julianne: Grundvoraussetzung wäre natürlich, daß die teilnehmenden Welten die Möglichkeit von Weltenreisen bieten. So wie im verlinkten Fred Lyrillies' Risse in der Bannhülle, die den Durchschreitenden quasi überall hin katapultieren können.

      Beziehungsweise, selbst wenn solche Reisen in der entsprechenden Welt noch nicht vorgekommen sind, muß das ja noch nicht automatisch heißen, daß diese nicht möglich wären - vor allem durch äußere Einflüsse.

      Entsprechend der Vorgaben der Welt müßte sich der Eigentümer des Characters eben überlegen, warum dieser plötzlich in einer ihm vollkommen fremden Welt auftaucht. Auch hier können sich ja schon beide Bastler genau abstimmen, was zwischen dem Verschwinden in der Ursprungswelt und dem Auftauchen in der Gastwelt passiert ist, um diese Reise nahtlos in beide Welten einzupassen.

      Bei einigen Welten dürfte sich das recht einfach gestalten (wenn es ohnehin schon Möglichkeiten gibt, in andere Welten zu wechseln - zB dämonische Fähigkeiten, Magie oder auch schlicht Portale), während sich für andere sicherlich auch schlüssige Erklärungen finden (ein schiefgelaufenes Experiment reißt ein Loch ins Raumzeitgefüge, eine Gottheit will den Character loswerden, oder auch schlicht die erste Entdeckung einer solchen Reisemöglichkeit).



      Ich versuch's mal an einem Beispiel festzumachen:

      Horst hat in seiner Welt einen Hubertus Hurtig, seines Zeichens Magier an der Akademie der Gemeingefährlichen Künste. Idealerweise ein Character, der schon in der ein oder anderen Geschichte vorgekommen ist, oder von dem Horst zumindest eine recht gute Vorstellung hat. Das hätte auch ein Held aus grauer Vorzeit sein können, oder ein unbedeutender Straßenjunge, der vielleicht Protagonist einer Geschichte war. Horst aber hat seinen Hubertus gewählt.

      Er wirft Hubertus also in den Charactertopf, mit einer kurzen Beschreibung:

      Name: Hubertus "Huhu" Hurtig
      Stichworte: Mensch, Magier, Kauz, Dozent an der Akademie der Gemeingefährlichen Künste
      Aussehen: Huhu ist groß und mager, trägt einen langen, grauen Rauschebart und wallende, dunkelblaue Roben, die von silbernen Sternen überzogen sind. Er hat eine leichte Knubbelnase, eisblaue Augen und eine Warze unter dem rechten Auge.
      Persönlichkeit: Er ist ein gemütlicher, alter Mann, der beruflich aber auch des Öfteren seine kauzigen Momente hat. Er ist zerstreut, aber dennoch brillant.
      Grund für seine Reise: Sein Aufenthalt in einer fremden Welt war eigentlich nur ein Zufall - sein Kreuz plagte ihn, weshalb er einen Zauber entwickeln wollte, der ihn die 183 Stufen seines Turmgemachs im Bruchteil einer Sekunde zurücklegen lassen sollte. Dank einer Fehlberechnung landete er allerdings nicht am andere Ende der Treppe, sondern in einer Welt, die ganz eindeutig nicht mehr die seine war...
      Bitte um Rückgabe: Ich hätte ihn bitte gerne wieder zurück. So ein bis zwei Jährchen darf er meinetwegen schon dortbleiben, aber ich hätte ihn bitte gerne zurück, bevor er zu verwesen beginnt!

      Nach der Auslosung landet Hubertus nun in der Welt von Henrietta. Henrietta beschreibt in einer ihrer Hintergrundinfos seltsame Dimensionsportale am Grunde von Seen, also entschließen sich Horst und Henrietta, den armen Hubertus bei seinem fehlgeschlagenen Experiment in einem der Tunnel auftauchen zu lassen, die zwischen Henrietta's Portalen verlaufen. Unser Magier wird kräftig durchgeschüttelt und flutscht durch eines der Portale in den Sonnenthal-See zu Sahrbach, wo er in letzter Sekunde von einem Fischer an Land gezogen wird.

      Ab nun ist Henrietta dran, sich zu überlegen, welche Abenteuer der kauzige Magier in ihrer Welt erlebt. Wird er die Welt nachhaltig verändern? Oder ist er nur ein stiller Beobachter, der jede Menge fremdartiges Wissen mit nachhause bringen wird?

      @Yambwi: Och, wir würden sie auch unbeschadet wieder zurückbringen. Größtenteils zumindest... ;D
      *muß gleich mal zu dem Fred rüberwuseln*
    • Also, wenn ich das richtig verstanden hab, dann geht's beim WCAP (kein Wunder, daß man bei der Suche nichts findet, wenn ihr alles so abkürzt ;D) darum Charactere für eine fremde Welt zu erstellen.

      Mir würde es hingegen mehr darum gehen, ein kleines Stückchen einer fremden Welt (eben einen bereits bestehenden Character) in die eigene zu integrieren. Zeitlich begrenzt oder für immer, jedenfalls wird dieser fremde Character erstmal ein Teil der eigenen Welt und somit auch in Geschichten und Hintergrund eingebaut.

      Bzw, auf der andere Seite kann der Besitzer des Characters nach dessen Rückkehr (wenn gewünscht) seine Erfahrungen aus der fremden Welt zurück nachhause nehmen.
    • Hm... irgendwie ist das genial. Da überlegte ich, wie ich die Verkehrten Gärten einsetzen könnte - und da bietet sich tatsächlich ein Beispiel an. :)

      Ich überlege es mir mal. Mein Problem ist ja eher, das ich noch nicht fertig mit Ardanija bin und daher Referenzmaterial fehlt. Allerdings bin ich auch überfordert... prototypische Seiten mit zuvielen Links verwirren mich nur =(

      Bin mal interessiert - so halbwegs. Denn für jede einzelne Welt die sich anbieten würde, müsste man theoretisch überlegen: Warum dahin? Was für Lehren kann man von solch einem Orte ziehen?
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • An sich eine nette Idee. Aber ich könnte nur bestimmte Arten von Charakteren aufnehmen - auf Kilkhian ist es generell schlecht, und in meine Erde mit Unterirdischen passen keine zu exotischen Figuren. Von daher glaub ich nicht, dass das bei mir funktionieren würde, weil die Integration extrem schwierig wäre. :( Ich bin wohl im Gegensatz zu meinen Vorrednern zu fertig mit meinen Welten, um externe Einflüsse einbauen zu können - vielleicht gibt's ja aber noch mittige ;)
    • Also, nicht fertig ausgearbeitete Welten dürften eigentlich kein Problem darstellen - wenn sich da im Zuge einer Weltenwechselgeschichte ein bißchen mehr von der eigenen Welt herauskristallisiert, kann das ja eigentlich nur von Vorteil sein. Und gerade Vito's Idee, gleich gemeinsam mit dem Character die eigene Welt zu entdecken, klingt recht spannend.

      (Das Gute ist ja, daß man in seiner eigenen Welt schreibt, also nicht vorhandene Daten einfach mal hinzubasteln kann, wenn diese gebraucht werden.)

      Dorte's Einwurf ist da schon eher problematisch, obwohl ich denke, daß sich da auch etwas machen läßt. Wir könnten beispielsweise vor der Auslosung nochmal kurz alle Charactere durchgehen, und jeder könnte anmerken, welche davon überhaupt nicht in sein Konzept passen würden. Das würde dann bei der Auslosung einfach berücksichtigt werden - macht die Organisation zwar komplizierter, aber dafür könnten wir dann auch schon sehr weit entwickelte Welten miteinbeziehen.

      Gleiches gilt dann auch für die SciFi <--> Fantasy Problematik. Es gibt sicherlich einige Welten, die eine Mischung gut vertragen könnten (ein Raumschiff, das auf einem weniger weit entwickelten Planeten landet ist ja genauso gut denkbar, wie ein Magier, der in eine hochentwickelte Zivilisation plopp). Bei wem das nicht zutrifft, der merkt das bei der Vorauswahl der Charactere einfach an, und wir sorgen dafür, daß jeder nur für seine Welt passende Reisende abbekommt.

      Wieviel Auswirkungen die Reise für die eigenen Welt (oder auf der anderen Seite den eigenen Character) hat, kann ja auch jeder selbst bestimmen. Wenn die Hintergrundgeschichte schon sehr weit ausgearbeitet ist, und einfach kein Platz für weltbewegende Ereignisse - dann hat die Reise eben einen relativ geringen Einfluß auf das Weltgeschehen. Vielleicht lebt der Reisende nur eine zeitlang in einem abgeschiedenen Dorf friedlich mit den Einwohnern zusammen, hinterläßt dabei nicht wirklich viele Spuren - sondern eben nur eine hübsche, kleine Geschichte (oder auch nur ein Bild - wie der Reisende mit den Einwohnern um ein Feuer herum sitzt und redet?) und jede Menge Eindrücke, die derjenige mit nachhause nehmen kann.

      Bei weniger weit entwickelten Welten wären eben die Möglichkeiten etwas weiter gestreut. Vom friedlich-am-Feuer-sitzen, über einen 80-seitigen Heldenepos bis hin zu Sol'Patis Weltschöpfungsgeschichte. ;D

      Freut mich auf jeden Fall, daß doch so ein reges Interesse herrscht, egal ob ihr selbst mitmachen wollt oder "nur" mitschreibt und nachher hoffentlich die zahlreichen Werke genießt. :)