Sklaven(handel)

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    • Sklaven(handel)

      Sklavenhandel ?!
      Wer macht den sowas?
      Also anscheinend ist Arbeitskraft auch in Form ganzer Menschen zu erkaufen,
      wie man den Handel betreibt, welche Rechte die Versklavten haben, wie man zum Sklaven wird und welche Bedeutung es auf die Weltwirtschaft hat, wollen wir doch mal gemeinsam beleuchten.....

      Auf mehrfachen Wunsch der Mutter Oberin.... ;D
      W .oOo. L
      Das 8. Element
    • Re: Status und (zuge)Hörigkeit

      [Danke, also geb ich nochmal meinen Senf dazu]
      Arbeitskraft? Sklaven können mehr sein als das! In Ceyon ist Sklavenzucht beliebter als bei uns die Zucht von Rassepferden - naja, zumindest vergleichbar. Kämpfersklaven werden gezielt auf kräftigen Körperbau und Ausdauer gezüchtet. Als Grundlage dienen wie bei allen ittarischen Züchtungen Sangrati, die von Shukern geraubt und in den Norden verkauft wurden. Ceyon-Sklaven und dulische Kämpfer haben zudem noch einen guten Teil shukrisches und/oder dariakisches Blut. Die besten Ceyon-Kämpfer haben außerdem einen Teil Dunkelshedali-Blut; davon gibt es nicht allzuviel, da Kreuzungen aus Dunkelshedali und Belkher leider steril und die tollen Kämpfer damit nicht zur Zucht geeignet sind.
      Als angenehme Bettgesellschaft und als Diener sind Sangrati-Importe und vor allem Weiterzüchtungen aus diesen Importen beliebt. Hierbei wird Wert auf leichten Körperbau und kurze Zähne gelegt (letztere werden im Notfall auch abgeschliffen oder die Eckzähne werden entfernt).
      Die Sklaven Ittars sind rechtlich Tieren gleichgestellt und haben dementsprechend keine Rechte. Allein Haussklaven, die als solche angemeldet sind, steht eine warme Mahlzeit sowie ein trockener Schlafplatz mit Decke zu.
      Sklaventrainer halten ihr Material natürlich gut, damit es ausgeruht zu den Wettrennen etc. gehen kann; allein die Veranstalter der dubiosen und von der Regierung nur widerwillig gebilligten Kämpfe sind da weniger pingelig ("Sklaven müssen sich früh an Schmerzen gewöhnen, sonst erschrecken sie sich im Kampf, wenn sie jemand beißt"). Die Kämpfe gibt es in verschiedenen Varianten, in der beliebtesten enden sie erst mit dem Tod eines der Kämpfer. Erfolgreiche Kämpfer allerdings sind äußerst beliebt und umschwärmt (werden aber selten älter als 18).

      In Shuk gab es schon immer Sklaverei. Allerdings sagt das nichts über eine Person aus. Viele berühmte Künstler und Politiker gerade in der Antike waren Sklaven, die durch ihre Herren gefördert wurden - leider durften die Sklaven nie ihre Einkünfte aus ihren Berufen behalten, sie bekamen einen festen Monatsbetrag und mußten alle Erträge an ihre Herren abgeben. Gute Sklaven waren daher sehr gefragt.
      Andererseits gab es natürlich auch die menschliche Wegwerf-Ware, sprich: Kriegsgefangene oder ähnliche als minderwertig angesehene Sklaven. Der Preis für einen shukrischen Sklaven lag immer mindestens doppelt so hoch wie etwas für Shedali oder Sangrati.
      Sklaverei ist in Shuk ein wichtiger Teil der Kultur. Jeder freie Mensch kann sich selbst in die Sklaverei verkaufen (etwa, um Schulden bezahlen zu können) und jeder Sklave, auch die als Unfreie geborenen, kann sich freikaufen - wenn er das Geld hat. Was meistens der Knackpunkt ist, denn er muß seinem Herren den Kaufpreis plus Zinsen zurückzahlen (die zwischen 3 und 18 %, je nach Marktlage, lagen; in der Neuzeit sind es 10%, da gute Sklaven knapp geworden sind).

      Sklavenhandel stellt also im Süden der Welt ein äußerst erträgliches Geschäft dar.
    • Re: Status und (zuge)Hörigkeit

      In Ceyon ist Sklavenzucht beliebter als bei uns die Zucht von Rassepferden - naja, zumindest vergleichbar. Kämpfersklaven werden gezielt auf kräftigen Körperbau und Ausdauer gezüchtet. Als Grundlage dienen wie bei allen ittarischen Züchtungen Sangrati, die von Shukern geraubt und in den Norden verkauft wurden.
      Ein Problem sehe ich darin, daß es mit dem Züchten von intelligenten Wesen IMHO etwas schwieriger ist als bei Rassepferden, denn auch als Sklave kann man ja einfach den coitus verweigern, nicht wahr? :-X

      Als angenehme Bettgesellschaft und als Diener sind Sangrati-Importe und vor allem Weiterzüchtungen aus diesen Importen beliebt. Hierbei wird Wert auf leichten Körperbau und kurze Zähne gelegt (letztere werden im Notfall auch abgeschliffen oder die Eckzähne werden entfernt).
      Okay, Du hast es geschafft, jetzt mach' ich mir doch 'nen Kopf. :o

      Was bringt Dich auf solche - zugegebenermaßen höchst kreativen - Ideen? Ich denke, dafür gibt es auf der Erde keine Entsprechung, jedenfalls fiele mir keine ein.

      Der praktische Aspekt steht außer Frage, wer möchte schon bei der schönsten Nebensache der Welt den Fangbiß versetzt bekommen... ;D
      La locura nunca tuvo maestro / Para los que vamos a bogar sin rumbo perpetuo.
      La muerte será un adorno / Que pondré al regalo de mi vida.
      (Heroes del Silencio: Avalancha)
    • Re: Status und (zuge)Hörigkeit



      Ein Problem sehe ich darin, daß es mit dem Züchten von intelligenten Wesen IMHO etwas schwieriger ist als bei Rassepferden, denn auch als Sklave kann man ja einfach den coitus verweigern, nicht wahr? :-X

      Klar kann man das, das ist alles eine Frage der Einstellung. Seit deiner Geburt weißt du, du bist nicht mehr als ein Pferd oder ein Hund. Du weißt, du lebst, um den Wünschen deines Herren zu entsprechen. Du weißt, keiner hindert deinen Herren daran, dich auszupeitschen oder umzubringen.
      Intelligenz muß auch gefördert werden, damit sie sich entfalten kann. Wenn konsequent jegliches Denken unterdrückt wird (harte Arbeit und harte Strafen helfen da ganz ausgezeichnet), klappt das irgendwann. Wer sich dennoch weigert, bereut es halt eventuell.

      Okay, Du hast es geschafft, jetzt mach' ich mir doch 'nen Kopf. :o
      Was bringt Dich auf solche - zugegebenermaßen höchst kreativen - Ideen? Ich denke, dafür gibt es auf der Erde keine Entsprechung, jedenfalls fiele mir keine ein.
      Der praktische Aspekt steht außer Frage, wer möchte schon bei der schönsten Nebensache der Welt den Fangbiß versetzt bekommen... ;D

      Was mich darauf bringt? Die Kämpfersklaven hab ich aus dem alten Rom, nur, daß dort Gladiatoren nicht gezüchtet wurden, das war aber auch nicht so gut möglich - es handelte sich immer um Menschen gleichen Volkes.
      In Ceyon leben Ittarer, sprich alterssterbliche Menschen, ein recht junges Volk. Die Sklaven sind allesamt Belkher, also altersresistent und älter. In den Augen der Ittarer sind allein die kräftigen belkhischen Eckzähne Beleg dafür, daß diese Völker tierisch sind; soviel zur Frage, wie alles anfing.
      Mit den Shukern legt man sich nicht an - ist schließlich das mächtigste Volk der Welt. Aber an anderen Belkhern kann man seinen Überlegenheitsanspruch ausleben.
      Die Bettsklaven-Geschichte hat sich aus dem gängigen Mißbrauch der Haussklaven entwickelt; irgendwann fing man halt an, gezielt auf Aussehen zu züchten und weniger auf Brauchbarkeit im Haushalt.
    • Alles klar, das mit den als Sklaven Geborenen habe ich nicht bedacht! :)

      Stellen sich eigentlich nur eine Folgefrage: Wie sieht es mit den Nachkommen aus diesem Streichelzoo aus? Haben die dann mehr Rechte oder als Bastarde eher noch weniger?

      Ich habe ja schon von den Entführungen von Efhiri durch die Caasakaner erzählt. Dort war es so, daß sich über die Durchmischung und den Einfluß der kulturell höherentwickelten Sklaven allmählich eine schöngeistigere Zivilisation durchgesetzt hat. Nach den Gesetzen des Nomadenvolkes zählte der Status des Mischlings nach dem höhergestellten Elternteil, also nach dem Freien, womit sie auch frei wurden. Der (aus unserer Sicht leicht verkorkste) Ehrenkodex sagte nach der Geburt eines Kindes auch dem unfreien Teil der Partnerschaft die Freiheit zu.

      Die Anerkennung durch das bridanische Reich an sich ergab sich wiederrum durch den von den Göttern hineingezüchteten Pragmatismus: Caasakaner besetzten bereits vorher Posten in den militärischen Strukturen verschiedener anderer bridanischer Länder, da man dort von ihrem Mut und der sprichwörtlichen Treue profitierte. Und da sie nun auch in anderer Hinsicht hervortaten, war man caasakanischen Würdenträgern nicht abgeneigt.
      Diese Leute gelten auch als gute Partie, was zur weiteren Verbreitung von Efhiri-Genen in Bridan gesorgt hat. Offiziell wird natürlich darüber geschwiegen und für den efhirischen Hochadel ist das Thema sogar ein rotes Tuch.
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    • Alles klar, das mit den als Sklaven Geborenen habe ich nicht bedacht! :)

      Stellen sich eigentlich nur eine Folgefrage: Wie sieht es mit den Nachkommen aus diesem Streichelzoo aus? Haben die dann mehr Rechte oder als Bastarde eher noch weniger?
      Die Nachkommen werden ja gezielt produziert, damit die Sklaven a) nicht ausgehen und b) ständig verbessert werden. Rechte? Warum? Haben bei uns Welpen mehr Rechte als die Hündin, die sie geworfen hat? ;D
      Es gibt in Ceyon keine kulturell höherentwickelten Sklaven. Es ist jedem Bürger verboten, seinem Sklaven Lesen oder Schreiben beizubringen. Dafür hat man Angestellte und Diener aus dem eigenen Volk. Mischlinge gibt es nicht - erstens werden Belkher von alterssterblichen Menschen ohnehin fast nie schwanger und zweitens, falls es dazu kommt, wird das Kind wenn möglich abgetrieben und sonst bei der Geburt getötet - Rassenschande ist nicht erwünscht.

    • Es ist jedem Bürger verboten, seinem Sklaven Lesen oder Schreiben beizubringen.

      dazu fallen mir einige interssante dinge ein:
      a) manche deiner sklaven können ja anscheinend älter werden als ihre herren - sind die dann praktisch familienerbstücke?
      b) die römer hatten ja teilweise griechen als bildungssklaven... bildungssklaven halte ich für eine sehr interssante schicht der gesellschaft! sowas sehe mich vielleicht noch in der lage, einzuführen...

      bis jetzt habe ich bei noch keinem meiner beschriebenen länder sklaverei und ich frage mich auch, ob ich "simple" sklaverei einführen werde, deshalb kann ich dazu nix aus meiner eigenen welt beitragen...

      es könnte jedoch sein, dass es heute noch eine rasse gibt, die aus einem zuchtprogramm für "sklaven" übriggeblieben ist...

      was haltet ihr von diesem gedanken:
      man denk in unserer heutigen welt gibt es keine sklaven mehr - aber es gibt immernoch leute, die sich für wenig bis garkein geld zutode schufen, um uns den luxus zu ermöglichen, nur heissen sie nicht sklaven und wir bekommen sie nie zu gesicht. kann man das so sagen?
      gibt es sowas evtl. in eurer welt??
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."

    • dazu fallen mir einige interssante dinge ein:
      a) manche deiner sklaven können ja anscheinend älter werden als ihre herren - sind die dann praktisch familienerbstücke?
      Na, aber sicher! Die Königsfamilie hat beispielsweise einen Haussklaven namens Njaltschik, der ist seit Generationen in der Familie und wohl das treueste, was man finden kann!
      b) die römer hatten ja teilweise griechen als bildungssklaven... bildungssklaven halte ich für eine sehr interssante schicht der gesellschaft! sowas sehe mich vielleicht noch in der lage, einzuführen...
      Gibt es in Ceyon nicht, Bildund wird nicht allzu groß geschrieben. In Shuk sorgen die Priester für eine anständige Bildund der adligen und gutbürgerlichen Jugend.

      was haltet ihr von diesem gedanken:
      man denk in unserer heutigen welt gibt es keine sklaven mehr - aber es gibt immernoch leute, die sich für wenig bis garkein geld zutode schufen, um uns den luxus zu ermöglichen, nur heissen sie nicht sklaven und wir bekommen sie nie zu gesicht. kann man das so sagen?
      gibt es sowas evtl. in eurer welt??

      Also, erstmal gibt es sehr wohl noch Sklaverei in unserer Welt...
      Aber davon abgesehen, sicher, Armut gibt es in meiner Welt und reiche Großgrundbesitzer ebenfalls. Solche Leute sind aber in meinen Augen auch Sklaven, die haben ja meistens auch keine Wahl, ob sie sich z.B. in Minen oder auf Feldern zu Tode ackern wollen oder nicht, weil sie hoffen, irgendwie doch mit dem bißchen Geld klarzukommen.
    • Mischlinge gibt es nicht - erstens werden Belkher von alterssterblichen Menschen ohnehin fast nie schwanger und zweitens, falls es dazu kommt, wird das Kind wenn möglich abgetrieben und sonst bei der Geburt getötet - Rassenschande ist nicht erwünscht.
      Scheinen ja ein nettes Völkchen zu sein... Die Bindung zwischen den Belkhervölkern ist aber demnach nicht sehr hoch? Ich meine, wenn diese in Ittar als Sklaven legitim sind, weil man sie aufgrund bestimmter Merkmale als Tiere einordnet, kann ich mir vorstellen, daß die Shuker als Großmacht darüber not amused sind, auch wenn sie selbst nicht als Sklavenquelle in Betracht kommen und keine geschwisterlichen Gefühle für anderer Belkher hegen. Da sind doch eigentlich Spannungen vorprogrammiert?

      Die Versklavung von Efhiri war beispielsweise nur möglich, weil der dortige Zusammenhalt recht merkwürdig ist: Zwar würde durch die geistige Bindung kein Efhiri einem anderen bewußt schaden, aber andererseits hat sich durch diese Nähe eine starke Haltung dahingehend herausgebildet, sich nicht in die Angelegenheiten eines anderen Clans einzumischen. Der einzelne Clan wiederum war nicht stark genug, um es mit den Caasakanern aufzunehmen, damit waren Befreiungsaktionen eher der Nacht-und-Nebel-Ausnahmefall.

      Bei den Amesha wurde an der Südostgrenze Bridans schon viel früher Ähnliches versucht, schließlich hätte dieses Volk aufgrund der Körperkraft ideale Arbeiter abgegeben, teilweise war man anfangs auch geneigt, sie für Tiere zu halten, da man ihre Sprache a) nicht verstand und b) diese teilweise nicht einmal hören konnte und c) über ihre Kultur nichts wußte, da man sie nur als Jäger in Erscheinung treten sah.
      Nun war man zwar in der Lage, mit einigem Aufwand vereinzelte Jagdgruppen von Amesha abzufangen, aber das Problem lag darin, daß der völkische Zusammenhalt hier viel stärker ist. Auch wenn man den Weggefangenen nicht leiden konnte (was nicht selten der Fall war), verstand es sich doch als Ehrensache, mit allen kampffähigen Mitgliedern eines Stammes (ab 50 aufwärts) loszuziehen. Aufgrund der Konsequenz der Amesha in solchen Dingen (feste Gebäude stören das Landschaftsbild und sind zu demontieren), hatte sich das Thema schnell erledigt, der Schaden überwog den Nutzen bei weitem.

      Bei Dir, Velya, scheint es aber viel komplizierter zu sein, weil es dort fast ausnahmslos um die Differenzen von Großreichen geht und einzelne Handlungen die komplette Politik betreffen, nicht um einzelne "Zwischenfälle", die lokal gelöst werden könnten. Habe ich das in etwa richtig erfaßt? :)
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    • Scheinen ja ein nettes Völkchen zu sein... Die Bindung zwischen den Belkhervölkern ist aber demnach nicht sehr hoch? Ich meine, wenn diese in Ittar als Sklaven legitim sind, weil man sie aufgrund bestimmter Merkmale als Tiere einordnet, kann ich mir vorstellen, daß die Shuker als Großmacht darüber not amused sind, auch wenn sie selbst nicht als Sklavenquelle in Betracht kommen und keine geschwisterlichen Gefühle für anderer Belkher hegen. Da sind doch eigentlich Spannungen vorprogrammiert?
      Die Shuker und Sangrati sind zwar beides Belkhervölker, stehen sich aber nicht sehr nah. Die Sangrati entstanden aus einer vermischung von ehemaligen Sklaven der Shuker, nämlich Rothaar-Shedali, mit dem Belkhervolk der Jeshtw. Von daher haben die Shuker absolut kein Problem damit, Sangrati als Sklaven nach Norden zu verkaufen, auch wenn die Ittarer aus shukrischer Sicht bloß ein minderwertiges Volk sind... gleich und gleich arbeitet halt gerne zusammen. Ittarer und Shuker sind sich ähnlicher, als sie gerne sein würden.


      Bei Dir, Velya, scheint es aber viel komplizierter zu sein, weil es dort fast ausnahmslos um die Differenzen von Großreichen geht und einzelne Handlungen die komplette Politik betreffen, nicht um einzelne "Zwischenfälle", die lokal gelöst werden könnten. Habe ich das in etwa richtig erfaßt? :)
      Genau, und dazu über Jahrtausende gewachsen. :)
      Deine Amesha- und Efhiri-Situation finde ich aber auch ziemlich spannend!
    • [Beziehungen der Belkher-Völker]
      Genau, und dazu über Jahrtausende gewachsen. :)
      Deine Amesha- und Efhiri-Situation finde ich aber auch ziemlich spannend!
      *seufz* Leider ist das alles noch nicht ganz so ausgefeilt wie bei Dir... Ich muß da ein bißchen mehr Druck beim Glossar machen, damit die Details endlich in Zusammenhang kommen. :)
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    • Hm - wie ist das mit dem Sklavenhandel in meiner Welt?
      Ja, es gibt Sklavenhandel, vor allem bei den primitiveren, kriegerischen Völkern, während die friedlichen Völker ohnehin auf moralisch / intellektuell höheren Sphären wandeln, und so etwas nicht nötig haben...
      In den fortschrittlichen Zivilisationen wird der Sklavenhandel bis in die Neuzeit abgeschafft, zum Teil werden sogar Anstellungen wie „Diener“ verboten, aber diese Bewegung hielt nicht lange an, weil die Reichen sich darauf einigten, dass Achtung der Allgemeinheit zwar was feines ist, aber bedient werden auch was für sich hat...
      Wenn es jedoch Sklaven gibt, dann meist aus einem ausgebeuteten Volk, oder Gefangene aus einer Schlacht. Auch kommt es vor, das Gefangene auf Schiffen verschleppt werden, auf einsame Inseln. Meist sind das Frauen, die sich dann von betrunkenen Matrosen allerhand bieten lassen müssen. Matrosen investieren auf dann und wann ihr gesamtes Gehalt, um sich eine „Sklavin“ zu halten.
      Rechtschreibfehler gratis & zum mitnehmen!
    • In Shirapia auf Paigea gibt es ein Nord- Süd- Gefälle. Im Süen ist Sklaverei Gang und Gäbe, wie auf Terra in der Antike. Im Nordosten kennt man die Schuldsklaverei, bei welcher der Betreffende nur solange Sklave ist, bis er seine Schuld abgearbeitet hat.


      In Ysior, meiner Projektwelt, unterscheidet man Schuldsklaven und Geborene Sklaven.
      Schuldsklaven müssen ihr Vergehen abarbeiten um die Freiheit wieder zu erlangen, Geborene Sklaven haben diese Möglichkeit nicht.
      Unvermindertes Susi-Glück! ;D

      I'm in love, I'm in love
      I'm in love with a strict machine

      http://doroc.jimdo.com
    • Im Imperium wurde die Sklaverei de Jure durch Imperator Caesar XYZ im Jahre XXX ab urbe condatiam abgeschaft (in der Timeline schon eingetragen - ich bin jetzt nur zu faul um nachzugucken).
      Als der selbe Imperator alle Einwohner der zu diesem Zeitpunkt zum Imperium gehörenden Gebiete zu Bürgern Roms erklärte, waren damit von Rechtswegen alle Einwohner gleichgestellt.
      Nun mussten zwangsläufig bezahlte Arbeiter den Diener machen und die dreckigen Arbeiten übernehmen.
      Doch auch die ärmsten der Armen liesen sich im Vergleich zu kostenloser Sklavenarbeit ziemlich gut bezahlen.
      Es kam was kommen musste: Eine Einwanderungswelle von Gastarbeitern aus ärmeren Gegenständen begann, die bereit waren für weit niedrigere Löhne zu arbeiten.
      Da nur Menschen Bürger des Imperiums werden konnten, deren Eltern ebenfalls Bürger waren und diese Menschen praktisch einen Staat im Staat bildeten, entstand über die Jahunderte eine breite Unterschicht, die von Bildung und öffentlichem Leben weitestgehend ausgeschlossen war und praktisch die Rolle einnahm, die früher die Sklaven erfüllt hatten.

      Diese Unterschicht besteht auch noch heute, zur Zeit der Res Publica Nova.
      Die Nicht-Bürger, welche teilweise schon seit Generationen im Imperium Leben, haben (fast) keine politischen Rechte, fallen durch die Maschen des Sozialsystems (das überraschent gut funktioniert - zumindest für Bürger) und müssen für die jedem Bürger kostenlos zustehende Bildung oft bezahlen.
      Sie bilden eine Subkultur und leben oft in eigenen Slumähnlichen Vorstädten.
      Da für sie kein Mindestlohn gilt und auch die Gesetzeshüter sehr nachlässig sind wenn es um die Rechte von Nichtbürgern geht, werden sie oft für anstrengende und gefährliche Arbeiten herangezogen, sind also praktisch moderne Sklaven,wenn auch rechtlich gesehen frei.
      Mit dem Untergang des Caesarenreichs und der Gründung der Republik hat sich für sie nichts verändert (und bei der allgemeinen Arroganz in Volk und Senat und bei dem Glauben "einfach etwas besseres zu sein" wird sich daran auch kaum etwas ändern)
      Everybody loves my baby, but my baby ain't doesn't not no love nobody but me.
    • Da ich bisher nur über die absolute Frühgeschichte (Entstehungsgeschichte) meiner
      Welt wirklich konkrete Vorstellungen und geschriebenes habe, kann ich
      über die "Gegenwart" (also die Zeit, die ich hauptsächlich beschreiben möchte),
      noch nicht viel sagen.
      Aber KeyKeeper's Idee der "übriggebliebenen aus einem Zuchtprogramm"
      beschreibt die Situation meiner Drachen ganz gut. Die wurden nämlich von
      den ersten nichtgöttlichen Wesen als Sklaven geschaffen.
      Doch die Götter hatten ihren "Kindern" genau das verboten, nämlich selbst
      Leben zu schaffen und so zu sehr in die Schöpfung einzugreifen.
      Als die Götter dann von den Drachen erfuhren, kam es zum Krieg in dem
      beide Seiten ziemlich geschwächt, aber keine völlig vernichtet wurde.
      Schließlich gewannen doch die Götter und die einstmals mächtigen "Kinder"
      der Götter degenerierten zu den Vorfahrender heute existierenden Rassen,
      die die Erinnerung an die Frühgeschichte mehr oder weniger komplett verloren haben.
      Über die Drachen hatten (und haben) die Götter aber nur sehr wenig Macht,
      denn die wurden nicht von ihnen geschaffen, und so behielten die einen
      Großteil ihrer Macht und ihres Gedächtnisses und sie sind sich ihrer alten
      und neuen Rolle in der Welt bewusst. Die "Sklaven" sind sich allerdings uneins,
      ob sie sich gegen ihre "Schöpfer und Herren" erheben sollen, oder ihnen weiter
      helfen sollten, wo sie können.
      Und so gibt es zwei Gruppen unter den Drachen, eine sterblichenfreundliche*
      und eine weniger sterblichenfreundliche* Fraktion.
      Von alledem kriegen die einstigen Herren nur wenig mit, die Existenz von
      Drachen ist sogar umstritten.



      *Als die Götter ihre "Kinder" bestraften, nahmen sie ihnen auch die Unsterblichkeit.
    • Auf Swyrtr gibt es keinen Sklavenhandel. Mangels größer angelegtem Handel.
      Die meisten Regionen hier sind zu klein und zu kaputt, um eine etablierte Sklaverei zu haben. Was die Leute nicht hindert, auf Faustrecht und Unterdrückung zu setzen.
      Einige Beispiele für "echte" Sklaverei: Katheste nahm bei ihrer Ankunft in Ticaftis drei Sklaven. Diese werden nun von der restlichen Bevölkerung beneidet aus dem einfachen Grund, dass sie zu keiner Zeit des Jahres hungern.
      Der seltsame Magier der Magierinsel sieht die Bewohner dort als seinen Besitz an. Mit einer Einschränkung: "Wem's nicht passt, der kann ja gehen. Ich halt keinen auf. Proviant für ein paar Tage gibt's gratis dazu." Was er nicht bedenkt: Auf Swyrtr ist weggehen von einem halbwegs sicheren Ort für die allermeisten Menschen ein sicheres Todesurteil.
      Mindestens eine Bewohnerin dort ist allerdings als Sklavin geboren und besteht auch darauf, weiterhin Sklavin zu sein. Die Freiheit macht ihr angst. Manche Menschen sind halt komisch.

      Für Drankan und Kanturia gibt es weniger zu sagen. Sklaven und Sklavenhandel existieren dort. Auf Kanturia regional in sehr unterschiedlicher Ausprägung. Nach üblichem Schema: Männer für Feldarbeit, Bergbau, Bau, etc. Frauen eher für Arbeiten im Haus. Natürlich ist diese Aufteilung nicht fest, sondern gilt nur so im allgemeinen.
      Sowohl auf Kanturia als auch auf Drankan gibt es Regionen, die keine Sklaverei kennen. Aus unterschiedlichen Gründen. Meist fehlt dabei die kulturelle Organisation, unwillige Arbeiter sicher zu beaufsichtigen.
    • Ich bin nicht so der Sklaven-Fan, deswegen kenne ich auf meiner Welt nur ein einziges Volk, welches überhaupt Sklaven besitzt.
      Die Samtwor, ein Wüstenvolk, haben ihre ganzen Holzvorräte dafür verschwendet um Schiffe für die Eroberung der Insel Sur zu bauen. Als sie feststellten, dass die Surer nur auf einer relativ kleinen Insel leben, erkannte man erst, welchen Fehler man begangen hatte.
      Mittlerweile leben auf Sur nur noch sehr wenige Menschen. Die Surer als Volk gibt es nur noch kaum und leben meist als Sklaven. Sich frei kaufen geht nicht, man ist ein Besitz auf Lebenszeit. Das beste, was einem passieren kann, ist abzuhauen, unbemerkt irgendwo ein neues Leben anzufangen und sich möglichst schnell mit einer samtworischen Frau zu vermählen. Das ist so ziemlich die einzige Möglichkeit, sich der Sklaverei zu befreien
      Dieses Zitat braucht in meine Welt noch einen Platz: Spuck mir in die Suppe und ich schlage dir den Kopf ab

      In Ermangelung an geschlechtlichen Optionen, zogen meine Eltern mich als Jungen auf :lol:
    • Sklaven habe ich in beiden Welten.

      In Kaláte handelt es sich um eine richtige kriminelle illegale Sklaverei, die Leute werden - meist von weniger entwickelten Planeten wie z.B. der Erde - entführt und in den Minen ausgebeutet, zur Prostitution gezwungen oder auch in der Waffenproduktion verschlissen (da ist giftiges Zeug in den Fabriken). Gehandelt wird mit denen eher weniger. Höchstens dass sie innerhalb der Organisation umsortiert werden, hinausverkauft werden sie äusserst selten, aber es kommt vor.

      Auf Laharia haben die marcoovischen Südstämme Sklaven. Gehandelt wird mit denen aber überhaupt nicht, sie gehören dem ganzen Stamm und an einen anderen Stamm (oder eine ausländische Einzelperson, da weiss ich einen Fall) kann man sie höchstens verschenken. Diese Sklaven werden auch nicht derart unter aller Sau behandelt wie die illegalen Sklaven in Kaláte, sondern haben gewisse (wenige) Rechte.
      Die Nachbarn im Osten haben auch Sklaven. In Tuibe kann man nämlich für manche Verbrechen zur Sklaverei verurteilt werden. Aber auch dann wird man nicht verkauft, das geht einfach nicht, man gehört dem tuibischen Staat (bzw. formal dem König) und der muss die Bürger auch dann noch beschützen.

      Sowohl bei den Sklaven in Kaláte als auch bei denen der Marcoova sind Kinder erwünscht - das spart Raubzüge. In Tuibe sind Kinder der Sklaven prinzipiell frei, sie haben ja nichts angestellt.

      Veria
      Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
      - Armin Maiwald
    • In 2a und 2b ist Sklaverei (und Sklavenhandel) größtenteils historisch. Die rassistisch begründete Sklaverei des frühen Pentagonischen Reiches, die Kindersklaven der Sonnenstaaten, die Leibeigenen des Kristallreiches, diverse Modelle von Schuldsklaverei und versklavten Kriegsgefangenen in antiken Staaten.

      Wenn man erst einmal in den Weltraum aufbricht, ist es natürlich leicht, sich irgendwo eine neue Gesellschaft nach eigenen Regeln aufzubauen. So gab es in der alackanischen Kolonie Nalik (2a) Schuldsklaverei, die sich zu einer Gesellschaftsschicht von Sklaven entwickelte. Beides verstößt gegen alackanisches Gesetz aber anfänglich waren Reisen und Kommunikation zwischen den Planeten schwierig und inzwischen hat sich Nalik schon lange für unabhängig erklärt.

      Im Reich der Alonkatzen (2b) gibt es immer noch die Möglichkeit, sich freiwillig zum Besitz einer anderen Person zu erklären. Inzwischen gibt es auch die Möglichkeit, sich daraus wieder zu befreien (auch wenn man dazu Fehlverhalten des "Besitzers" oder Zwang bei der Erklärung nachweisen muss) und diese Sklaven haben immer noch Rechte. Beides war früher nicht der Fall.

      Im Sphinx-Reich auf X (2b) gibt es noch Sklaverei nach antikem Vorbild und einige Bienenvölker auf X halten ebenfalls Sklaven, manche davon durch Bienengift in einer zombieähnlichen Form. Die Verhältnisse für Sklaven verbessern sich aber im Imperium der Sphinx stetig und immer mehr Bienenvölker hören auf, neue Sklaven zu fangen oder zu kaufen (die Zombifizierung lässt sich aber leider nicht rückgängig machen). Im Fall der Sphinx ist das sozialen Veränderungen und Protestbewegungen im Inneren zu verdanken, bei den Bienen ist es eher Druck durch Handelspartner von außen.

      Die Finsterelfen (2b) halten heute noch Sklaven, sowohl Kriegsgefangene als auch die heimischen Kobolde oder verschuldete Finsterelfen. Aber sie haben nur ein sehr kleines Einflussgebiet, daher sind davon vergleichsweise wenige betroffen und die meisten Nachbarländer unterstützen fliehende Sklaven.

      Illegale Sklaverei kommt natürlich immer wieder vor, vom privaten Unterdrücken von Partnern oder Kindern bis zum organisierten Handel mit intelligenten Wesen. Von ungewöhnlicheren Methoden einmal abgesehen.

      Und schließlich gibt es Sklaverei im Jenseits. In manchen Höllen sind die Seelen der Verstorbenen Besitz der natürlichen Höllenbewohner. Zwar sind Seelenpakte in den Ländern der Lebenden weitestgehend untersagt, verhindern lassen sie sich aber nicht und die Höllen lassen sich auch nicht reinreden oder irgendwie unter Druck setzen.