[Silaris] Einführung und Völker

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es pfeifen die Spatzen schon von den Dächern: die diesjährige Olympiade beginnt in nunmehr weniger als zwei Wochen!
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • [Silaris] Einführung und Völker

      Der Name „Welt“ trifft es für Silaris eigentlich gar nicht so wirklich, weil es sich dabei nicht um eine ganze Welt handelt, sondern nur um einen einzigen Kontinent. Den einzigen von Menschen bewohnten Kontinent auf dem Planeten.
      Die Menschen hätten auch gerne noch weitere Kontinente bereist und besiedelt, doch da hatten die Lerca ihre Einwände. Menschen, die sich mit ihren Schiffen zu weit von der Küste entfernen, werden von der Meerkönigin und ihrem Hofstaat vernichtet. Nach vielen vergeblichen Versuchen neue Länder zu entdecken, haben die Menschen eingesehen, dass sie sich mit Silaris begnügen müssen.
      Das ist eigentlich auch gut möglich, denn Silaris bietet den Menschen genügend Platz und Gelegenheit Nahrung anzubauen, zumindest theoretisch. Praktisch funktioniert das nicht immer, aus ähnlichen Gründen wie hier bei uns auf der Erde. Anders als hier stehen den Menschen aber auch in Silaris selbst nicht alle Gebieten zur Verfügung, weil sie teilweise Land der Lerca und Adaval, oder aber Land von Elementaren sind.

      Magische Geschöpfe

      Die Lerca sind die Hüter von Gewässern, Wäldern und der Luft. Eine Art von leitender Funktion haben die Meerkönigin oder auch Meermutter und der Luftkönig oder Luftvater inne. Die beiden behüten nämlich den gesamten Ozean, bzw. die Atmosphäre der Welt. Von vielen Menschen in Silaris werden sie wie Götter verehrt, persönlich begegnet ist ihnen jedoch niemand. Dies würde diese Einstellung vielleicht auch etwas ändern, denn vor allem die Luftlerca tun sich nicht gerade durch besondere Vernunft oder Weisheit hervor. Trotzdem kommen sie ihrer Aufgabe, die Atmosphäre der Welt von Störungen von außerhalb freizuhalten nach. Bei den Wasserlerca ist das etwas anders, sie zeigen teilweise durchaus Vernunft und Weitsicht, es wäre aber übertrieben zu sagen, dass dies immer der Fall wäre.
      Dies führt dazu, dass die immer wieder abgehaltenen Versammlungen der Lerca zu Auseinandersetzungen aber nie zu Ergebnissen, an die sich alle gebunden fühlen, führen. Deswegen ist es den Lerca auch bisher nicht gelungen, eine einvernehmliche Lösung für das „Menschenproblem“ zu finden. Als tierartiges Wesen, das trotzdem mit ihnen selbst vergleichbare Intelligenz sind ihnen die nämlich größtenteils höchst suspekt und ihre magischen und technischen Aktivitäten lindern diese Bedenken nicht unbedingt.
      Das hindert(e) aber vereinzelte Lerca nicht daran, mit Menschen Kinder zu zeugen. Das ist ihnen genauso möglich wie mit allen anderen Lebewesen, sie können jede Gestalt annehmen.
      Nachkommen von Menschen und Lerca können über erbliche magische Gaben verfügen, die auch über viele Generationen erhalten bleiben.
      Lerca können jedoch auch miteinander Kinder bekommen. Diese haben im Gegensatz zu ihren Eltern eine feste Gestalt, oft in Form von Monstern, manche nehmen jedoch auch menschliche Gestalt an. Sie nennen sich Adaval.

      Die Adaval sind Nachkommen der Lerca, die im Gegensatz zu diesen jedoch auf Nahrung angewiesen sind, altern und sterben. Zwar nicht so schnell wie Menschen, aber es geschieht trotzdem. Dafür sind sie jedoch anders als diese frei zu reisen und nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Die Adaval unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht von Menschen sind jedoch genau, sind jedoch genau wie die Lerca keine Wesen aus Atomen sondern aus Magie. Ohne ihren Ort kann diese Magie jedoch nicht dauerhaft existieren.
      In Silaris gibt es nur vier Völker von Adaval, die meisten leben im Meer oder auf den anderen Kontinenten. Die Adaval leben abgeschieden von den Menschen und werden durch andere Lerca-Nachkommen vor diesen beschützt.

      Eine völlig andere Gruppe von Wesen sind die Elementare. Sie sind Geschöpfe der zweiten Form von Magie, die es in Silaris gibt, der Magie, die in den chemischen Elementen steckt. Im Gegensatz zu den Adaval und den Menschen (meistens) sind den Elementaren Begriffe wie Moral, Gewissen oder Achtung vor dem Leben völlig fremd. Ihr „Gefühlsleben“ wird fast ausschließlich von den Eigenschaften ihres Elements bestimmt. Ein Gefühl, das bei ihnen recht häufig auftritt, ist jedoch Experimentierfreude. Manche von ihnen sind zufrieden, wenn sie in natürlichen Verbindungen ihres Elements leben, andere möchten lieber etwas anderes ausprobieren und sorgen für Landstriche mit Säureseen, Giftgasnebeln, ewig brennenden Feuern und vielem anderem mehr, was das Überleben für andere Geschöpfe dort schwierig bis unmöglich macht.
      Die Experimentierfreude der Elementare führt dazu, dass sich manche von ihnen auch gerne einem menschlichen Elementsmagier anschließen und sich sogar etwas von ihm sagen lassen.
      Elementare sind meist nicht von ihrem Element zu unterscheiden, so dass es gut möglich ist, dass man einen oder mehrere mit dem Essen hinunterschluckt, was jedoch weder für den Elementar noch für den Menschen ein Problem darstellt.
      Falls sie sich Menschen anschließen, nehmen Elementare häufig die Gestalt anderer Wesen an, sehen dabei jedoch immer aus wie aus ihrem Element gemacht.
      Elementare können weder sterben, noch sich fortpflanzen.

      Gut, ich denke, was Menschen sind, muss ich nicht beschreiben. ;) Über die verschiedenen menschlichen Völker und die der Adaval werde ich dann bei Gelegenheit noch etwas schreiben.
    • OK, deine Welt klingt ersmal interessant, besonders die Sache mit die Lerca werden für Gottgleich gehalten, sind aber eigentlich recht primitiv finde ich sehr gut, besonders, weil mir da spontan nichts vergleichbareis einfällt!^^
      Was mich etwas irritiert sind die Adaval, die ja Kinder einer Lerca-Lerca-Verbindung sind aber dennoch über die intelligenz und Weisheit, sowie die Gestallt eines Menschen zu verfügen scheinen...Wenn sie Kinder einer Lerca-Mensch-Verbindung währen währe es ja logisch, aber so verwirrt es etwas(oder ich habe es falsch verstanden ^_^).

      Deine Elementare sind auch recht interessant, obwohl ich mich wohl nicht mit einem Wesen zusammen tun würde, das aus heiterem Himmel beschließen könnte mal auszuprobieren, was passiert, wenn man mich in eine Stickstoffwolke hüllt...

      "Ohne ihren Ort kann diese Magie jedoch nicht dauerhaft existieren."
      Diesen Satz verstehe ich irgendwie nicht ganz, bedeutet das einfach nur, dass Adavale ihren magischen Körper nicht beliebieg zerstreuen und auseinander nehmen können?
      Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf, wie es mit deiner Welt weiter geht, danke!
      Sei sanft wie der Schnee, aber unerbittlich, wie der höchste Gletscher!
    • Amanita schrieb:

      Der Name „Welt“ trifft es für Silaris eigentlich gar nicht so wirklich, weil es sich dabei nicht um eine ganze Welt handelt, sondern nur um einen einzigen Kontinent. Den einzigen von Menschen bewohnten Kontinent auf dem Planeten.

      Das ist durchaus eine Welt im Sinne dieses Forums.

      Die Menschen hätten auch gerne noch weitere Kontinente bereist und besiedelt, doch da hatten die Lerca ihre Einwände. Menschen, die sich mit ihren Schiffen zu weit von der Küste entfernen, werden von der Meerkönigin und ihrem Hofstaat vernichtet. Nach vielen vergeblichen Versuchen neue Länder zu entdecken, haben die Menschen eingesehen, dass sie sich mit Silaris begnügen müssen.

      Da stellt sich mir doch gleich mal die Frage: Woher wissen die Menschen überhaupt von anderen Kontinenten? Oder suchen sie den Deiner Welt entsprechenden "Westweg nach Indien"?

      Landstriche mit Säureseen, Giftgasnebeln, ewig brennenden Feuern und vielem anderem mehr, was das Überleben für andere Geschöpfe dort schwierig bis unmöglich macht.

      Klingt flauschig. Wird sowas gelegentlich zu einer Gefahr für bestehende Menschensiedlungen?

      Die Experimentierfreude der Elementare führt dazu, dass sich manche von ihnen auch gerne einem menschlichen Elementsmagier anschließen und sich sogar etwas von ihm sagen lassen.

      Menschliche Magie basiert also auf der Beziehung zu diesen Elementaren?
    • Die Lerca klingen interessant. Wie leben sie im Meer bzw. in der Luft, was tun sie da? Haben sie körperliche Bedürfnisse wie Menschen / müssen sie essen / trinken /schlafen oder sonst etwas tun? Habe ich richtig verstanden, dass die Lerca unsterblich sind?

      Eine Sache verstehe ich aber nicht: Da Elementare nicht sterben können oder sich fortpflanzen, wie sind sie dereinst entstanden bzw. wie entstehen sie und warum führt das nicht zu einer Überbevölkerung?

      Da du unsterbliche Völker hast, interessiert mich, wie es um deren Gedankenwelt und Psyche aussieht. Wie alt sind sie / fühlen sie sich alt? Haben sie schon alles gesehen, wie man sprichwörtlich so gern sagt? Die Elementare scheinen sehr kreativ, wenn ihnen die Experimentierfreude in der unsterblichkeit noch Spaß macht. Oder sind sie lediglich vergesslich und haben immer wieder an den selben Experimenten Freude?
    • Danke, dass ihr so schnell geantwortet habt. Ich hatte schon Angst, dass mein Text doch zu lang geworden ist. ;)

      Diaryan, die „Primitivität“ ist vor allem bei den Luftlerca ausgeprägt, was aber nicht daran liegt, dass sie nicht die nötigen Anlagen hätten, sondern sie fühlen sich einfach so unangreifbar, dass es für sie überhaupt keinen Grund gibt weiterzudenken. Bei den anderen, die mit ihren Flüssen usw. den äußeren Einflüssen direkt ausgesetzt sind, sieht das etwas anders aus.
      Trotzdem denken auch sie nicht wie Menschen, was auch die Adaval nicht wirklich tun, aber zu Details zu ihnen werde ich irgendwann mal noch etwas mehr schreiben, das wäre aber für den ersten Beitrag wirklich zu lang geworden.


      obwohl ich mich wohl nicht mit einem Wesen zusammen tun würde, das aus heiterem Himmel beschließen könnte mal auszuprobieren, was passiert, wenn man mich in eine Stickstoffwolke hüllt...
      Wenn du ein Stickstoffmagier bist, macht dir das nichts aus. ;) Wobei es natürlich für andere in deiner Umgebung unter Umständen gefährlich werden kann.Die Sache mit dem Ort bedeutet, dass die Lerca solange existieren, wie es den Ort gibt, an den sie gebunden sind, zum Beispiel ihren Fluss. Den können sie aber auch nicht längere Zeit verlassen. Adaval können gehen, wohin sie wollen, aber dafür nicht dauerhaft existieren, weil ihnen diese Bindung fehlt.

      Hans


      Oder suchen sie den Deiner Welt entsprechenden "Westweg nach Indien"?

      So in etwa. Sie wollen einfach wissen, ob es draußen noch etwas gibt.

      Wird sowas gelegentlich zu einer Gefahr für bestehende Menschensiedlungen?

      Ja, eine meiner Städte hat sowas in ihrer Mitte. Das war aber menschliches Versagen, normalerweise werden in solchen Gegenden keine Siedlungen errichtet.


      Menschliche Magie basiert also auf der Beziehung zu diesen Elementaren?



      Eine der beiden Formen menschlicher Magie basiert auf den Elementen, sie wird durch eine Partnerschaft mit einem Elementar gestärkt. Die andere Variante tritt bei den Lerca-Mischlingen auf.

      Saavedro
      Die Lerca sind unsterblich solange ihr Fluss, ihre Baumart oder was auch immer existiert. Existiert das nicht mehr, sterben sie auch. Sie brauchen keine Nahrung im eigentlichen Sinn, müssen aber etwas von ihrem Ort in sich aufnehmen, so dass Luft-Lerca atmen, Wasserlerca trinken und Waldlerca essen müssen.
      Für die Luftlerca sind Alter und Tod ähnlich wie für die Elementare überhaupt kein Thema, die anderen fühlen sich aber durchaus manchmal alt, den Waldlerca ist auch bewusst, dass sie unter Umständen sterben können, weil sie das bei anderen ihrer Art schon gesehen haben. Die Flusslerca haben oft diese Einstellung, dass sie schon so viel am Ufer ihres Flusses haben passieren sehen können, und versuchen manchmal auch weise Ratschläge zu geben. Beide Gruppen, Wasserlerca und Waldlerca interessieren sich wesentlich mehr für das, was um sie herum geschieht als die Luftlerca und versuchen auch direkt darauf Einfluss zu nehmen. Unter anderem, indem sie sich „auserwählte“ Menschen aussuchen, oder Menschen unterstützen, die ihren Vorstellungen entsprechend handeln, manchmal auch einfach mit ein bisschen Hochwasser zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

      Die Elementare sind aus der in den Elementen enthaltenen Magie entstanden. Es gibt nur eine bestimmte Anzahl und es werden nicht mehr oder weniger. Was nicht heißt, dass es nicht Leute gibt, die das als Überbevölkerung empfinden. ;)
      Sie fühlen sich nicht alt, weil Zeit genau wie die Begriffe Leben und Tod für sie überhaupt keine Bedeutung haben. Sie können wie du schreibst sehr kreativ und vergesslich sein, sind aber durchaus auch mal zufrieden damit, mehrere Jahrhunderte nur irgendwo im Salz herumzusitzen. Falls dann aber jemand an dem Salz etwas verändert, werden sie geweckt, was recht unangenehme Folgen haben kann. Für die ganz gelangweilten unter ihnen bietet der Umgang mit Menschen auch immer wieder neue Erlebnisse, weil ja keine zwei Menschen gleich sind.
    • Amanita schrieb:

      Eine Art von leitender Funktion haben die Meerkönigin oder auch Meermutter und der Luftkönig oder Luftvater inne.
      Fühlen sich die Waldlercas nicht etwas ausgeschlossen?


      Amanita schrieb:

      Lerca können jedoch auch miteinander Kinder bekommen. Diese haben im Gegensatz zu ihren Eltern eine feste Gestalt, oft in Form von Monstern, manche nehmen jedoch auch menschliche Gestalt an. Sie nennen sich Adaval.
      Geschieht die Fortpflanzung nur innerhalb des gleichen Elements (also Waldlerca und Waldlerca) oder können auch Lercas verschiedener Elemente Kinder haben?


      Amanita schrieb:

      ...die in den chemischen Elementen steckt.
      Wie viele Elemente gibt es denn?
    • Fühlen sich die Waldlercas nicht etwas ausgeschlossen?


      Sie sind tatsächlich stellenweise ein bisschen außen vor. Teilweise fühlen sie sich auch schon fast wie eine andere Art, weil sie eben auch wesentlich leichter sterben können als die anderen.
      Das führt auch dazu, dass sie diejenigen sind, die am ehesten mit Menschen Kinder bekommen, oder teilweise sogar eine relativ lang andauernde Verbindung mit einem Menschen eingehen, zumindest vor der Industrialisierung. Inzwischen ist so etwas etwas die absolute Ausnahme.

      Stimmt, das hätte ich noch erwähnen sollen. Adaval sind immer die Nachkommen von Lerca mit verschiedenen "Elementen", bei den gleichen kommt eher so etwas wie Nymphen heraus, die bei Vater oder Mutter bleiben und die unterstützen.

      Chemische Elemente gibt es die gleichen wie bei uns, aber ohne die künstlichen radioaktiven Elemente. Wegen der magischen Gegegebenheiten können Elemente in Silaris nicht vom Menschen verändert werden. Natürliche radioaktive Elemente haben auch keine Elementare und keine für Menschen zugängliche Magie. Das macht sie noch gefährlicher als bei uns, so dass die Leute sich bereitwillig davon fernhalten, sie sind in Silaris auch relativ selten.
    • Die Lerca hören sich wirklich interessant an.

      Da die Lerca an ihren Ort gebunden sind, entstehen da oft Probleme mit den Menschen wegen Waldrodung, Bergbau, Dämmen usw?

      Oder auch zwischen den Lerca und den Elementaren? Ich kann mir vorstellen das einige Waldlerca ganz schön angepisst wären wenn ihnen ein Elementar den Wald abfackelt. :lol:
      Und auserwählt wurde Dafuggi, um zu herrschen auf ewig, als König der Wollratten, denn er war flauschig.
    • OK, damit währe das ja geklärt^^

      Die
      Sache mit dem Ort bedeutet, dass die Lerca solange existieren, wie es
      den Ort gibt, an den sie gebunden sind, zum Beispiel ihren Fluss.
      Was passiert eigentlich, wenn immer mehr Lerca sterben, schließlich gehen aus Lera-Lerca-Verbindungen ja keine neuen Lerca hervor, bedeutet das, dass die Lerca nach und nach aussterben?
      Sei sanft wie der Schnee, aber unerbittlich, wie der höchste Gletscher!
    • Von Natur, die sich wehrt habe ich schon des öfteren gelesen. Mit den Lerca (äh, Lercas oder Lercern?) ist das aber viel besser erklärt.

      Was ist, wenn ein Damm gebaut wird, und ein Wald überflutet werden soll? Sind die Wasserlerca dafür und die Waldlerca dagegen?
    • Was passiert eigentlich, wenn immer mehr Lerca sterben, schließlich gehen aus Lera-Lerca-Verbindungen ja keine neuen Lerca hervor, bedeutet das, dass die Lerca nach und nach aussterben
      Falls es soweit kommen sollte, dass es irgendwann keine Pflanzen und keine Flüsse, Seen usw. mehr gibt, wird es auch keine Lerca mehr geben. Die Lerca, die gestorben sind, sind aber wirklich unwiderbringlich verloren, Erben oder ähnliches gibt es nicht.

      Von Natur, die sich wehrt habe ich schon des öfteren gelesen. Mit den Lerca (äh, Lercas oder Lercern?) ist das aber viel besser erklärt.

      Danke. Das Ganze wird auch gar nicht der Hauptfokus sein sondern nur ein Aspekt der Geschichte. Die Idee kommt aber ursprünglich daher, dass ich mir als Kind den Klimawandel als Rache von solchen Wesen vorgestellt habe. :D Inzwischen habe ich sie aber in meine erfundene Welt versetzt.
      Lerca heißen übrigens auch im Plural so. ;)

      Was ist, wenn ein Damm gebaut wird, und ein Wald überflutet werden soll? Sind die Wasserlerca dafür und die Waldlerca dagegen?

      Beide absolut dagegen. Je nach Toleranzschwelle der betroffenen Lerca besteht auch die Gefahr, dass die Verantwortlichen diesen Projektvorschlag nicht überleben werden. Armeen, die auf die Idee kommen, im Krieg Flüsse zu vergiften, gehen selten siegreich nach Hause und wer es mit dem Abholzen von Wäldern übertreibt, wird damit rechnen müssen, dass die Waldlerca die Gegner unterstützen.
    • Amanita schrieb:

      Was passiert eigentlich, wenn immer mehr Lerca sterben, schließlich gehen aus Lera-Lerca-Verbindungen ja keine neuen Lerca hervor, bedeutet das, dass die Lerca nach und nach aussterben
      Falls es soweit kommen sollte, dass es irgendwann keine Pflanzen und keine Flüsse, Seen usw. mehr gibt, wird es auch keine Lerca mehr geben. Die Lerca, die gestorben sind, sind aber wirklich unwiderbringlich verloren, Erben oder ähnliches gibt es nicht.

      Wie ist das jetzt, wenn durch geologische Aktivität ein Fluss in eine andere Richtung fließt, die Zuflüsse des Unterlaufes aber das alte Bett beibehalten? Teilt sich dann der zugehörige Lerca auf, oder gibt es dann einen Fluss ohne Lerca?
      Was ist, wenn sich aus ähnlichen Gründen zwei Flüsse, Seen, etc. vereinen?
    • Falls es soweit kommen sollte, dass es irgendwann keine Pflanzen und
      keine Flüsse, Seen usw. mehr gibt, wird es auch keine Lerca mehr geben.
      Die Lerca, die gestorben sind, sind aber wirklich unwiderbringlich
      verloren, Erben oder ähnliches gibt es nicht.
      Aber wenn ein neuer Wald ensteht entstehen ja keine neuen Lerca, und wenn irgendwann alle alten Wälder verschwunden(= zuständieger Lerca tot), oder durch neue ersetzt wurden gibt es zwar noch Wälder, aber keine entsprechende Lerca mehr, oder?
      Sei sanft wie der Schnee, aber unerbittlich, wie der höchste Gletscher!
    • Was mich auch interessieren würde: Gibt es noch andere Rassen als die von dir genannten, oder sind das alle, die auf dem Kontinent leben?

      Mich erinnert die Sache mit den Meereslerca (v.a. ihre Einstellung gegenüber Menschen und die Fortpflanzung) irgendwie an ein Buch, das ich mal gelesen habe... das war aber so schlecht geschrieben, dass ich nicht mehr als drei Kapitel geschafft hab ^^. Mit anderen Worten: Ich hab zwar schon von ähnlichen Sachen gelesen, aber besonders beeindruckend war's nicht, also Bahn frei für bessere Sachen in die Richtung ;)
    • Mit falschen Uniformen und Waffen lassen sich die Lerca manchmal täuschen, manchmal nicht. Kommt darauf an wie geschickt man es anstellt.
      Wenn sich ein Gewässer aufteilt, ist der Lerca danach für beide zuständig, wenn sich zwei vereinen, müssen die beiden es partnerschaftlich verwalten.
      Mit den Wäldern habe ich mich glaube ich missverständlich ausgedrückt. Die Waldlerca sind nicht an spezielle Orte gebunden, sondern an Baumarten. Sie leben aber in aller Regel in abgeschiedenen Wäldern, wo es besonders viele von diesen Bäumen gibt, können aber überall existieren, wo es überhaupt solche Bäume gibt.

      Die drei genannten und die Menschen sind die einzige „intelligenten“ Rassen in Silaris, wobei man das Wort „intelligent“ im Fall der Elementare wirklich in Anführungszeichen setzen muss.


      Menschen

      Besonders in den alchimistisch geprägten Kulturen werden die menschlichen Bewohner von Silaris gerne in „Acht Rassen“ unterteilt, denen dann auch teilweise noch verschiedene Positionen zugeordnet werden, bei denen sich, wen wundert’s die zuteilenden Kulturen auf den vorteilhaftesten wiederfindet.
      Objektiv betrachtet, ist das aber Unsinn. Wenn man die Bewohner von Silaris nach biologischen Kriterien in Rassen unterteilen möchte, kommt man höchstens auf vier, geht man nach den ethnischen Gruppen, sind es deutlich mehr.
      Deswegen werde ich darauf nicht weiter eingehen, sondern mich auf die Länder konzentrieren, von denen es zur Zeit tatsächlich acht gibt. Um Missverständnissen vorzubeugen sollte ich vielleicht noch anmerken, dass die Welt inzwischen auf einem technischen Niveau ist, das mit unserem vergleichbar ist, jedenfalls in vielen Punkten.
      Heute fange ich mit den ersten an, die Reihenfolge ist alphabetisch.

      Arunien
      Dieses Land kommt nicht nur im Alphabet an erster Stelle, sondern ist auch der wirtschaftlich und militärisch mächtigste Staat von Silaris.
      In Arunien leben verschiedene ethnische Gruppen, die sich äußerlich teilweise stark unterscheiden, trotzdem gibt es zwar Klischees und Vorurteile, aber keinen echten Rassismus. Eine Ausnahme stellen die später hinzugekommenen elonischen Flüchtlinge dar. Sie lehnen die arunische Kultur teilweise ab, und sind schlecht integriert, während ihnen auf der anderen Seite viele Arunier mit Vorurteilen begegnen und ihre (aus propagandistischen Gründen erfolgte) Aufnahme bereuen.

      Arunien ist eine Demokratie, in der es allerdings keine Parteien gibt. Das Volk wählt regionale Vertreter, aus denen sich das Parlament zusammensetzt. Damit soll erreicht werden, dass die Menschen ihre Kandidaten tatsächlich kennen und einschätzen können. In einer weiteren Wahl wird der Präsident direkt vom Volk gewählt.
      Neben dem Parlament gibt es noch ein weiteres für die Gesetzgebung wichtiges Gremium, den Wirtschaftsrat. Dieser ist mit Vertretern der wichtigsten Unternehmen aller Branchen besetzt, die Gesetze vorschlagen und ablehnen können. Dieses System ist umstritten, weil es nicht demokratisch ist. In der Theorie wird davon ausgegangen, dass die durch ihr Können zu ihren Positionen gekommenen Wirtschaftsvertreter wichtige Fragen besser einschätzen können als die Laien aus Politik und Bevölkerung und ihre Teilnahme deswegen dem Gemeinwohl dient. Die Entscheidungen und Vorschläge im Wirtschaftsrat werden ausnahmslos öffentlich zugänglich gemacht, damit die Bevölkerung ihre Kaufentscheidungen auch davon abhängig machen kann.
      Die arunische Armee ist dem Präsidenten unterstellt, das Parlament kann bei Kriegseinsätzen jedoch eine Abstimmung verlangen und den Krieg auch ablehnen. In diesem Punkt hat der Wirtschaftsrat kein Mitspracherecht.

      Die arunischen Bürger haben sehr viele Freiheiten, der Staat mischt sich nur relativ wenig in das alltägliche Leben ein, was auch so gewünscht wird. Im Fall von Verbrechen darf jedoch in diese Freiheiten eingegriffen werden, wenn die Freiheit der anderen zu stark beeinträchtigt wird.

      Verbrecher werden grundsätzlich nicht länger als fünf Jahre eingesperrt, es besteht die Grundregel, dass jeder eine zweite Chance verdient hat, nutzt er die jedoch nicht, verliert er Rechte, oder bei schweren Verbrechen sogar sein Leben. Es gibt in Arunien die Todesstrafe für rückfällig gewordene Mörder und nicht therapierbare Triebtäter.
      Auch im Umgang mit jugendlichen Straftätern sind die arunischen Gesetze recht streng. Sie werden bei schwereren Vergehen schnell aus ihren Familien genommen und in Ausbildungslager gebracht, die dazu dienen, den Jugendlichen Disziplin beizubringen, aber auch herauszufinden, für welche Aufgaben sie geeignet sein könnten.

      Im heutigen Arunien sind Männer und Frauen formal gleichgestellt, Machtpositionen werden jedoch trotzdem häufiger von Männern besetzt, gesetzlich sind Frauen jedoch keinen Einschränkungen unterworfen.
      Dasselbe gilt im sexuellen Bereich für alles, was von Erwachsenen im Einvernehmen ausgeführt wird, die verbreiteten Moralvorstellungen halten jedoch weiterhin die monogame Ehe mit Kindern für das zu bevorzugende Modell, darin unterscheiden sich die arunischen Moralvorstellungen nicht wesentlich von unseren.

      Wissenschaft genießt in Arunien einen sehr hohen Stellenwert, allerdings schwingt dabei anders als in manchen anderen Ländern immer der Gedanke mit, dass die Forschung auch irgendeinen Nutzen bringen sollte. Es gibt in Arunien mehrere bedeutende Universitäten, die wichtigste ist in Ergalla. Dort werden nicht nur gewöhnliche Studenten sondern auch die jungen Elementsmagier ausgebildet.
      Elementsmagie ist für die Arunier eindeutig die wichtigere Magieform, zudem ist sie das Gebiet, wo den Bürgern nicht mehr die gewohnten Freiheiten gewöhnt werden. Jeder arunische Elementsmagier muss zwangsweise Mitglied im Alchimistenzirkel, einer alten und traditionsbewussten Einrichtung werden. Dies ist nachvollziehbar, weil Elementsmagier sehr mächtig werden können und es sinnvoll ist, ihren Umgang mit ihren Gaben zu kontrollieren, im modernen Arunien stößt der Alchimistenzirkel mit seinen verstaubten Traditionen und Überzeugungen jedoch auf recht viel Ablehnung.
      Eine emanzipierte junge Natriummagierin ist zum Beispiel nicht begeistert, wenn sie folgendes hört:
      Genau wie das Weib kein vollständiger Mensch ist, ist das Alkalimetall kein vollständiges Metall. Allein kann es nicht existieren, sondern nur in Verbindung mit einem anderen Element, wie das Weib nicht ohne Mann sein kann. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass das Alkalimetall das Element des Weibes ist.

      Solche Überzeugungen werden von der Mehrheit der Zirkelmitglieder zwar nicht mehr geteilt, aber sie existieren immer noch. Auf jeden Fall hat die Mehrheit des Zirkels aber große Bedenken gegen eine Abschaffung der Organisation, weil die letzten Versuche in diese Richtung vielen immer noch in unangenehmer Erinnerung sind.

      Lercamagie wird in Arunien nicht zentral gelehrt, meistens bemühen sich die jungen Leute mit der Gabe selbst darum, oder finden einen Mentor.
      Eine Ausnahme ist die Gabe, die die Kontrolle über Geist und Körper anderer Menschen ermöglicht. Arunier mit dieser Gabe müssen sich beim Militär ausbilden und registrieren lassen, die meisten von ihnen bleiben dann auch dort oder beim Geheimdienst.

      Gut, soviel zu Arunien. Mal wieder ein langer Text, danke, wenn ihr es trotzdem gelesen habt. Wie ihr vielleicht gemerkt habt, ist Arunien eines der Länder im Zentrum meiner Geschichte.
    • Amanita schrieb:

      Genau wie das Weib kein vollständiger Mensch ist, ist das Alkalimetall kein vollständiges Metall. Allein kann es nicht existieren, sondern nur in Verbindung mit einem anderen Element, wie das Weib nicht ohne Mann sein kann. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass das Alkalimetall das Element des Weibes ist.

      Gib es zu, du hast dort mal ein Austauschsemester gemacht und dich mit verstaubten Ansichten rumgeärgert. :lol:

      Veria
      Wer das liest, ist auch nicht schlauer als vorher.
    • Die Tatsache, dass diese Welt so nah an der Moderne orientiert ist (und das es Natriummagie gibt) ist echt klasse. :)

      Aus welchem Grund gibt es Flüchtlinge in Arunien? Gibt es anderswo Hungersnöte oder Kriege? Religiöse Verfolgung? Was ist da los?
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Aus welchem Grund gibt es Flüchtlinge in Arunien? Gibt es anderswo Hungersnöte oder Kriege? Religiöse Verfolgung? Was ist da los?

      In dem Land, das im Moment keinen Namen hat, heute Abend bin ich noch nicht fündig geworden, gibt es öfter Hungersnöte. Deswegen wird aber normalerweise niemand nach Arunien gelassen, die Flüchtlinge stammen aus einem Krieg. Sie haben in einer Provinz des Nachbarlandes Sarilien gelebt, bis der dortige Diktator auf die Idee gekommen ist, dass er seine innenpolitischen Probleme elegant lösen kann, indem er sein Volk gegen sie aufhetzt und sie vertreiben bzw. vernichten lässt.
      Das Ganze wurde zu einem schmutzigen Krieg, was durch das militärische Eingreifen der Arunier nicht unbedingt besser geworden ist. Am Ende haben sie es aber nicht geschafft, dass sarilische Regime wirklich zu stürzen und konnten die Flüchtlinge deswegen nicht wie geplant zurückschicken.
    • Klingt nach einer interessanten Welt.

      Eine Frage zu den Lerca hab ich aber noch: warum haben sie etwas dagegen dass die Menschen auf den Meeren herumschippern?
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

      INDEX DER THREADS ZU LHANND