[Silaris] Einführung und Völker

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    • Klingt wirklich interessant. Die Sache mit chemische Elemente = magische Elemente ernöglicht paar interessante Dinge, denke ich, aber auch einige Probleme...

      Amanita schrieb:

      Die Lerca sind unsterblich solange ihr Fluss, ihre Baumart oder was auch immer existiert. Existiert das nicht mehr, sterben sie auch

      Was ist wenn ich das Gegenteil mache und eine neue Baumart züchte? Wobei du sagtest, Lerca können nie neu entstehen, sondern nur sterben...
      Aber trotzdem: ist dann jemand für meine neue Art "zuständig"?
      Oder was ist wenn ich alle Bäume einer best. Art ausrotte, mir aber die Samen aufhebe und sie danach pflanze?

      Amanita schrieb:

      Chemische Elemente gibt es die gleichen wie bei uns, aber ohne die künstlichen radioaktiven Elemente. Wegen der magischen Gegegebenheiten können Elemente in Silaris nicht vom Menschen verändert werden. Natürliche radioaktive Elemente haben auch keine Elementare und keine für Menschen zugängliche Magie. Das macht sie noch gefährlicher als bei uns, so dass die Leute sich bereitwillig davon fernhalten, sie sind in Silaris auch relativ selten.

      Was ist mit Isotopen?^^
      Kohlenstoff zB hat auch radioaktive Isotope. Oder Wasserstoff. Deuterium und Tritium haben sogar tatsächlich ein chemisch (etwas) anderes Verhalten wie das "normale" Wasserstoff.

      Auch: können Elementare miteinander reagieren? Sind Edelgas-Elementare weniger experiementierfreudig als andere? Sind Fluor-Elementare hyperaktive Wahnsinnige, die sofort alles mögliche ausprobieren wollen?^^

      Was macht schlussendlich ein Eisen-Elementar anders als ein Aluminium-Elementar? Bzw, was könnte ich allgemein so machen, wäre ich ein Eisenmagier? Bei den "klassischen" Elementen kann ich mir noch halbwegs was vorstellen, aber bei solchen Sachen fallen mir nur dumme Witze mit Plutonium/Titanium-Elementaren aus diversen Webcomics ein...
    • Amanita schrieb:

      In der Geschichte, die ich schreibe, geht es auch um eine Elavierin, die ihr Volk verlassen muss, weil sie eben nicht dazupasst. Von ihren magischen Fähigkeiten, aber auch vom Charakter her. Sie muss sich dann in Arunien zurechtfinden, wo sie mit der dortigen Mentalität zunächst mal überhaupt nicht klarkommt.
      Na, das klingt ja spannend! wie weit bist du denn schon mit dem Buch und wie lang soll es werden?
    • pra schrieb:

      Aber trotzdem: ist dann jemand für meine neue Art "zuständig"?

      Das wären dann wohl die Lerca der Bäume, die gekreuzt wurden. Ehrlich gesagt habe ich mir aber noch nicht überlegt, wie stark das mit den Arten jetzt ausdifferenziert ist. Beispielsweise würde ich schon sagen, dass für alle Birkenarten zum Beispiel ein Lerca verantwortlich ist.

      Oder was ist wenn ich alle Bäume einer best. Art ausrotte, mir aber die Samen aufhebe und sie danach pflanze?

      Solange im Samen ja noch Leben enthalten ist, bleibt auch das Lerca am Leben.

      Was ist mit Isotopen?^^

      Die können sie dann schon auch beherrschen, sage ich mal einfach. ;)

      Meinst du eigentlich im folgenden Text mit „Elementaren“ die Wesen dieses Namens oder die Magier mit den entsprechenden Elementen?
      Bei den Elementaren gibt es wirklich keinen großen Unterschied zwischen denen der verschiedenen (Nicht-Alkali- oder Erdalkali-) Metalle, allerdings könnten sie einem eben bei verschiedenen Dingen nützlich sein.
      Genauso ist es mit der entsprechenden Magie. In Zeiten, als Kriege noch mit dem Schwert ausgetragen wurden, waren Eisenmagier sehr begehrt, da sie ohne großen Aufwand herausragende Schwerter herstellen konnten, wenn man Glück hatte. (Oder welche, die praktischen Gegebenheiten gar nicht standhielten, weil der Magier die physikalischen Gegebenheiten nicht berücksichtigt hat, wenn man Pech hatte.)

      Edelgas-Elementare weniger experiementierfreudig als andere? Sind Fluor-Elementare hyperaktive Wahnsinnige, die sofort alles mögliche ausprobieren wollen?^^

      Ja und ja. Das trifft sowohl auf die Elementare als auch die Magier mit den entsprechenden Elementen zu. Wobei bei letzteren versucht wird, ihnen beizubringen, das etwas in Grenzen zu halten.

      Können Elementare miteinander reagieren?

      Sie können nicht zu einem neuen Elementar verschmelzen, aber die meisten leben zusammen in Verbindungen, wo sie meist auch sehr friedlich sind, solange man sie nicht aufscheucht. Allgemein ist aber beispielsweise ein Chlorelementar aus einem Salzstock auch dann deutlich friedlicher als einer, der aus vulkanischen Salzsäuredämpfen stammt.

      Ansonsten: Gibt es wirklich auch Witze mit Plutonium-Elementaren? Ich kenne bis jetzt nur die mit Titan. ;D


      Goldie schrieb:

      Na, das klingt ja spannend! wie weit bist du denn schon mit dem Buch und wie lang soll es werden?

      Danke. ;D
      Ich habe eine erste Version, mit der ich aber nicht zufrieden bin. Deswegen wird die im Moment groß überarbeitet, dabei bin ich aber noch beim ersten Kapitel.
    • Amanita schrieb:

      Meinst du eigentlich im folgenden Text mit „Elementaren“ die Wesen dieses Namens oder die Magier mit den entsprechenden Elementen?
      Bei den Elementaren gibt es wirklich keinen großen Unterschied zwischen denen der verschiedenen (Nicht-Alkali- oder Erdalkali-) Metalle, allerdings könnten sie einem eben bei verschiedenen Dingen nützlich sein.
      Genauso ist es mit der entsprechenden Magie. In Zeiten, als Kriege noch mit dem Schwert ausgetragen wurden, waren Eisenmagier sehr begehrt, da sie ohne großen Aufwand herausragende Schwerter herstellen konnten, wenn man Glück hatte. (Oder welche, die praktischen Gegebenheiten gar nicht standhielten, weil der Magier die physikalischen Gegebenheiten nicht berücksichtigt hat, wenn man Pech hatte.)

      Ich meinte eigentlich im ganzen Post die Wesen, nicht die Magier.
      Hmm, so gesehen sollte es sehr vernünfig sein, wenn Magier verschiedener Elemente zusammenarbeiten. ZB um Stahl oder andere Legierungen herzustellen, oder generell chemische Verbindungen.
      Kann man auch ein Magier mehrerer Elemente sein? Ich könnte mir vorstellen, dass bestimmte Elemente sonst ziemlich vernachlässigt werden, bzw man Schwierigkeiten hat, den richtigen Magier zu finden, wenn man gerade ein Element für Experimente braucht. Andererseits könnte man das auch so benutzen, um Leute wie Ytterbiummagier zu seltenen und damit in bestimmten Bereichen hoch gefragten Spezialisten zu machen.


      Amanita schrieb:

      Ja und ja. Das trifft sowohl auf die Elementare als auch die Magier mit den entsprechenden Elementen zu. Wobei bei letzteren versucht wird, ihnen beizubringen, das etwas in Grenzen zu halten.

      Sie können nicht zu einem neuen Elementar verschmelzen, aber die meisten leben zusammen in Verbindungen, wo sie meist auch sehr friedlich sind, solange man sie nicht aufscheucht. Allgemein ist aber beispielsweise ein Chlorelementar aus einem Salzstock auch dann deutlich friedlicher als einer, der aus vulkanischen Salzsäuredämpfen stammt.

      Hm, das heißt, der Charakter eines Elementars hängt direkt von seiner aktuellen Reaktivität ab? Oder noch von anderen Faktoren? Was ist mit den Elementaren von Wasserstoff und Sauerstoff, wenn gerade eine Flut alles verwüstet?^^


      Amanita schrieb:

      Ansonsten: Gibt es wirklich auch Witze mit Plutonium-Elementaren? Ich kenne bis jetzt nur die mit Titan. ;D

      Der aus Order of the Stick? ;D
      Den Plutoniumelementar habe ich aus dem comic, es wurde aber schon vor langer Zeit eingestellt :-/
    • Es gibt für jeden höchstens ein Element. Das ist eine Regel, an der ich strikt festhalten will, auch um zu verhindern, dass es irgendwelche Magier mit Überkräften gibt. (Wobei das bei Sauerstoff sowieso schon ein bisschen der Fall ist.) Die seltenen und gefragten Magier gibt es wirklich. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit, bei der Entwicklung der Gabe etwas nachzuhelfen. Üblich ist das aber nur in Sarilien, wo es auch die meisten Elementarmagier gibt. Anderswo stehen sie nicht flächendeckend zur Verfügung. Deswegen müssen sie auch noch "normale" Chemie betreiben.

      Was ist mit den Elementaren von Wasserstoff und Sauerstoff, wenn gerade eine Flut alles verwüstet

      Guter Denkanstoß. ;) Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, sollte ich aber mal noch.

      Ja, der Titanium-Elementar war aus Order of the Stick. Darauf wurde ich mal in einem englischen Forum verwiesen. ;D Einen Chlorelementar hatten sie dort auch. Der sollte irgendeine "Dark Sue" umbringen. (Zumindest habe ich sie für sowa gehalten, das Ganze habe ich mir nicht angeschaut.)
    • Liebe Amanita,

      Sehr gerne würde ich in deinem Buch. Jedoch muss ich grade vorneweg sagen: ich bin eine unzuverlässige Leserin. Nich aus mangelndem Interesse, sondern weil meine kleine Zwergin zu Hause viel Zeit in Anspruch nimmt. Und bald kommen ja schon die Feiertage, und ich bin da recht eingespannt. Will heissen, ich weiss nicht, wann genau ich wie viel Zeit zum lesen haben werde. Wenn du es also verkraftest, eventuell eine Weile auf ein Feedback zu warten, dann würde ich sehr gerne in dein Buch reinlesen. :)

      Gruss,
      Goldie
    • Ich würde mich auch als Testleser anbieten.

      Durch mein tägliches Zugfahren hab ich genug Zeit zum Lesen. Gerade in letzter Zeit bin drauf gekommen das Weltentexte und Geschichten anderer Bastler eine wilkommene Abwechslung zu gekauften Romanen sind.
      Und auserwählt wurde Dafuggi, um zu herrschen auf ewig, als König der Wollratten, denn er war flauschig.
    • Gleich zwei Interessenten. *freu*
      Würdet ihr lieber Kapitel für Kapitel mitverfolgen, wie man es im Forum so macht, oder das Ganze nehmen, wenn es denn mal fertig ist? Falls es mit dem Feedback ein bisschen länger dauert, macht mir das nicht aus. Mit dem Schreiben geht es bei mir auch sehr unregelmäßig.
    • Tessmar

      Die Tessmari sind ursprünglich einer der acht sarilischen Stämme. Ihr Gebiet ist allerdings durch ein (bis jetzt noch namenloses) Gebirge vom sarilischen Kernland getrennt. Außerdem sind dorthin die meisten Überlebenden des Völkermords an den Dergom geflohen. Trotz der totalen Niederlage ihres Volkes gelang es den Nachfahren der Dergom noch Spuren ihrer Kultur in zu bewahren. Dazu zählt unter anderem ein Interesse an Privateigentum, welches bei den Sarilern nicht in vergleichbarer Form vorhanden ist, und teilweise auch die im anderen Thread erwähnten Traditionen zur Prostitution.
      Auch Ladivir-Blut ist in Tessmar sehr weit verbreitet, teilweise durch freiwillig aus dem Süden dorthin gezogene Menschen, teilweise auch durch Verschleppte. Deswegen (und auch wegen der großen kulturellen Unterschiede) werden die Tessmari von den anderen Sarilern nicht als „echte Sariler“ empfunden.
      Ihre Sprache ist jedoch auch Sarilisch, allerdings mit neuen Ausdrücken und Lehnwörtern und einer teilweise anderen Schreibweise.
      Die Namensvergabe funktioniert in Tessmar wie in Sarilien. Männer und Frauen tragen einen Namen und verbunden durch die Silbe sira/siru mit dem Namen der Mutter bzw. des Vaters. Ist der Vater eines Jungen nicht bekannt, heißt er siru Rijèna, was so viel bedeutet wie „aus dem Wald.“ Eine solche Abstammung bringt in Sarilien und Tessmar kein mit anderen Gesellschaften vergleichbares Stigma mit sich, trotzdem bemühen sich die meisten sarilischen und tessmarischen Kinder herauszufinden, wer ihr Vater ist.

      Geschichte:
      Die Tessmari lebten schon früh sesshafter als andere sarilische Stämme, wobei es allerdings auch bei ihnen üblich war, dass Jugendliche ihr Talent im Kampf beweisen mussten. Dabei ging es vor allem um Überfälle auf die benachbarten Ladivir, bei denen wertvolle Güter, aber auch hübsche junge Frauen geraubt wurden. Im Norden von Arunien und Ruaris gibt es auch einige Ladivir-stämmige Menschen mit tessmarischen Vorfahren. Die Ladivir unternahmen auch immer wieder selbst Raubzüge ins tessmarische Land, wodurch die Grenzen aber nie in großem Rahmen verschoben wurden.
      Das änderte sich, als die Ladivir Teil der beiden mächtigen Nationen Arunien sowie Ruaris wurden. Zunächst waren die Arunier diejenigen, die eine Armee nach Tessmar schickten und zumindest die größeren Städte und Siedlungen unter ihre Kontrolle brachten. Sie versuchten dasselbe mit dem restlichen Sarilien, wobei sie jedoch kläglich scheiterten. Bei den Sarilern ist dieser Krieg in dem angeblich die Lerca auf sarilischer Seite gekämpft haben, Stoff für Legenden.
      Die Arunier bemühten sich, die Tessmari zu „zivilisieren“ und ihnen nahezubringen in großem Stil Handel zu treiben. Nachdem dies zu ihrer mehr oder weniger großen Zufriedenheit funktioniert hatte, verließen sie Tessmar wieder, da es dort keine zu dieser Zeit zugänglichen Rohstoffe gab, und das Land für die Arunier auch sonst eher uninteressant war. Als Arbeitskräfte waren die Tessmari nicht übermäßig gut geeignet, weil sie sich schwer damit taten, ein System zu akzeptieren, in dem sie für wenig Lohn arbeiten sollten, damit andere reich wurden.

      Die folgenden Jahre werden vielerorts als Blütezeit von Tessmar empfunden. Die Städte vergrößerten sich, neue Städte entstanden und die Bevölkerung wuchs an. Im benachbarten Ruaris wurde dieser Machtgewinn Tessmars mit gewissem Misstrauen betrachtet. Unter der Regierung Lamkis wurde schließlich beschlossen, dass ungefähr ein Drittel des tessmarischen Territoriums Ruaris einverleibt werden sollte, um eine Pufferzone zwischen den beiden Ländern zu bilden. Die dortige tessmarische Bevölkerung sollte halbiert werden, zusätzlich wurden Ruarier dort angesiedelt. Die Tessmari wurden unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit in Minen, Steinbrüchen und Fabriken herangezogen, teilweise auch einfach ermordet.
      Nach dem Arunisch-Ruarischen-Krieg, der von Arunien angeblich vor allem aus diesem Grund begonnen worden war, wurde Tessmar wieder unabhängig. Zu Kriegsende rächten sich die Tessmari mit Massakern und Gewalttaten gegen die dort lebenden Ruarier, die Überlebenden flohen zurück nach Ruaris.

      Tessmar heute:
      Seit dem Krieg steht Tessmar wieder verstärkt unter arunischem Einfluss. Das Land wird demokratisch regiert, allerdings hält sich die Kontrolle der Regierung über das Land n Grenzen. Die wenigen Gesetze, die es überhaupt gibt, werden auf Bestechung auch häufig ignoriert, oder zu Gunsten des Wohlhabenderen ausgelegt.

      Im heutigen Tessmar gibt es eine kleine, sehr wohlhabende Oberschicht, die in großen Luxus lebt, und sich stark vom restlichen Volk abschottet, eine relativ kleine Mittelschicht, die sich am stärksten bemüht, die demokratischen Strukturen zu stärken und eine große Unterschicht aus armen Arbeitern, Bauern, Arbeitslosen und inoffiziell Beschäftigten. Theoretisch spielt die Abstammung keine Rolle, aber praktisch ist der gesellschaftliche Aufstieg nur für drei Gruppen von Tessmari möglich: Elementarmagier, Soldaten und Prostituierte. Die Elementarmagier-Ausbildung ist auch in Tessmar recht gut organisiert und alle Kinder und Jugendlichen mit der Gabe werden in den Schulen aufgenommen und sogar aktiv von den anderen aufgesucht. Die Armee ist der Regierung sehr wichtig, und wird deswegen stark gefördert, über die Prostituierten habe ich mich im anderen Thread schon ausgelassen.
      Anders als beispielsweise die Elavier akzeptieren die Angehörigen der tessmarischen Unterschicht ihre Situation aber nicht bereitwillig, viele ziehen es vor, illegalen Betätigungen nachzugehen, die tessmarischen Großstädte sind die gefährlichsten von ganz Silaris. Dies liegt jedoch nicht nur an den Angehörigen der Unterschicht, auch viele Reiche schrecken nicht davor zurück, Konkurrenten mittels Mord aus dem Weg zu räumen bzw. räumen zu lassen. Viele von ihnen bereichern sich rücksichtslos auf Kosten der anderen und der Umwelt.

      Ein völlig anderes Modell leben bis heute die Bewohner der entlegenen Dörfer, ihre Lebensweise erinnert stärker an das kommunitäre sarilische Modell und wird auch von Ausländern mit ähnlichen sozialen Vorstellungen unterstützt, allerdings leben viele dieser Dorfbewohner in bitterer Armut.

      In der tessmarischen Gesellschaft gibt es verschiedene Fraktionen, die teilweise auch durch Parteien vertreten werden. Der Wunsch nach einer sozialistischen Gesellschaft ist besonders bei den ärmeren Schichten recht weit verbreitet. Die entsprechende Partei hätte bereits mehrmals die Chance gehabt, an die Macht zu kommen, allerdings wurde dies von der Oberschicht mithilfe der Arunier unterbunden.
      Eine weitere Fraktion wünscht sich, dass sich die Tessmari als achter Stamm wieder mit den Sarilern vereinen und ihr politisches System übernehmen, um endlich Sicherheit zu schaffen, dies wird auch von vielen Sarilern angestrebt.
      Einige Tessmari empfinden auch großen Hass auf die Arunier und/oder die Ruarier, die sie für ihr Elend verantwortlich machen.

      Im Ausland ist Tessmar vermutlich das Land, das das geringste Ansehen genießt, gleichzeitig aber gerne genutzt wird, um Dinge zu tun, die im Heimatland nicht möglich wären. In Tessmar kann man praktisch alles kaufen und findet für jeden Gefallen jemanden, der bereit ist, ihn zu tun.
      Bei Aruniern und Ruariern ist die Vorstellung immer noch weit verbreitet, dass Tessmari (und Sariler) eine minderwertige Rasse von Menschen sind, die einfach nicht dazu in der Lage sind, sich selbst zu verwalten und ein zivilisiertes Leben zu führen. Für die Sariler selbst ist Tessmar das Beispiel für das, was passiert, wenn man sich mit den oben genannten einlässt. Sie gelten als der gefallene Stamm, weil sie es im Gegensatz zu den Sarilern nicht geschafft haben, Widerstand zu leisten und ihre Kultur zu bewahren. Gegenüber von Arunien-Freunden in Sarilien wird Tessmar gerne als abschreckendes Beispiel herangezogen.
    • Erstmal, ich fands spannend zu lesen.
      Die Geschichtsabsätze erwecken in mir aber das dringende Bedürfnis nach einer Landkarte. Ich möchte die ganzen Namen, die ich da lese, irgendwo räumlich einordnen.
      Vielleicht kannst du eine Skizze machen, oder so?

      Was für mich beim Lesen ziemlich ungeklärt blieb, ist die Lebensweise der Tessmari. Du sprichst am Anfang von Stämmen, das erweckt Assoziationen an Nomaden, was ich bisher von Silaris las klang aber eher modern angehaucht. Ist dazwischen einfach soviel Zeit vergangen?
      (Ok, ich seh grad, dass ich da was überlesen hatte... Die Frage bleibt, wann sich denn die Entwicklung getan hat, und auf welchen Stand sie heute sind.)
      In welchem Zeitraum spielt sich die Geschichtsschreibung ab?

      Und wie war das mit dem Völkermord? ;)
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • "Das Stiefkind Silaris"

      Hallo Amanita,

      Tessmar finde ich super. Ich musste nach dem Lesen noch eine Weil darüber nachdenken und fand, dass es die ideale Brutstätte für eine mafiaartige Struktur oder eine geheime Gruppierung wie die Assassine wäre? Hast du zufällig an sowas auch schon gedacht?
      Dahinter würden natürlich die Überlebenden Dergomer stecken, die in dieser Form endlich Rache nehmen könnten für ihr jetztiges Schattendasein. Es würden natürlich auch Hassmotive gegen Arunien und Ruaris mit hineinspielen können.
      Letztlich fände ich es auch nur logisch. Wer Wind säht wird Sturm ernten und das hat jetzt nichts mit den Lerca zu tun ;) .

      Vielleicht ist die Zeit für einen Nemesis für die beiden Völker aber auch noch nicht reif!

      Wieviele Flüchtlinge Dergoms gab es eigentlich die den Genozid überlebt haben?

      Wovon ich nichts gelesen habe ich ob Tessmar irgendetwas eigenes geschaffen hat. Sie scheinen durch ihren ganzen Einflüsse ihre einstmals eigene Identität verloren zu haben und an dessen Stelle ist jetzt dieses eklektische Bild entstanden wo sich wohl einzig die wohlhabende Oberschicht wohlfüllt und selbst diese muss unzufrieden mit der arunischen Vormundschaft gegenwärtig sein, oder?

      Ansonsten: Meeeehhhhrrrr! ;D

      P.S. Ich möchte auch endlich wie viele Vorschreiber auch schon eine KARTE!!!!! Jeder hier wird gerne auch etwas unästhetisches verkraften. :thumbup:

      Grüße wie sie nur ein Aurum- oder Goldelementarmagier überbringen würde [IMG:wcf/images/smilies/verliebt.gif]
      Kairos
      „Bedeuten sie uns Gefahr?“
      „Potenziell!“

      „Jede Art hat Schwächen. Sie werden offenbart.“
      „So sei es!“
    • Jundurg, danke für deinen Beitrag und die interessanten Fragen.

      In welchem Zeitraum spielt sich die Geschichtsschreibung ab?

      Seit dem Völkermord an den Dergom sind ungefähr 1000 Jahre vergangen. Wirklich von Sarilien getrennt ist Tessmar allerdings erst seit ca. 300 Jahren. Auch Sarilien ist erst seitdem ein richtiger Staat, vorher wurde die ganze Gegend von Stämmen bewohnt, die zwar ähnliche Sprachen gesprochen haben und sich auch von der Kultur her ähnlich waren, aber doch auch unterschiedlich gelebt haben.
      Die Tessmari waren da einer der sesshafteren dieser Stämme, unter anderem durch den Einfluss der Dergom. Sie hatten außerdem auch vor Gründung des eigenen Staates schon relativ viel mit den südlichen Nachbarn, den Ladivir zu tun. Die hatten aus sarilischer Sicht etwas mehr Respekt verdient, als die Elavier, an die die restlichen Stämme angrenzen.
      Später wurde Tessmar dann aber von den Aruniern kolonialisiert, während sich die restlichen Sariler gegen entsprechende Versuche erfolgreich zur Wehr gesetzt haben und das auch bis heute noch tun.

      Und wie war das mit dem Völkermord?

      Hinter dem Völkermord steckte ein sarilischer Eroberer (die Arunier und Ruarier sind daran unschuldig, sie gab es damals als Länder noch gar nicht.)
      Fajan war ein mächtiger Elementarmagier und eine überzeugende Führungspersönlichkeit. Ihm ist es gelungen, mit seinem Stamm große Teile von Sarilien und später auch von Elavien zu erobern. (Sein Ende hat er schließlich durch Madori, seinen Sohn mit einer Elavierin gefunden, was im dortigen Madoriga-Epos detailliert dargestellt wird.)
      Die Dergom haben ihm relativ lange Widerstand geleistet und wurden dann vernichtet. Fajan war auch als Alchimist sehr fähig und hat auf diesem Weg mit seinen entsprechend begabten Unterstützern einige Massenvernichtungswaffen zuwege gebracht, deren genauere Funktion jetzt einen hier eher unpassenden Abstecher ins Magiesystem verursachen wurde.
      Jedenfalls haben die einen nicht unerheblichen Beitrag zum Untergang des Dergomreiches geleistet, Hunger, Seuchen, soziale Unruhen und „gewöhnliche“ Mordkommandos haben aber auch das Ihre getan. (Die Sariler hatten schon lange großen Hass auf die Dergom gehegt, die sie teilweise auch versklavt haben und waren da gerne bereit mitzuhelfen.) Viel ist von den Dergom nicht übriggeblieben und diejenigen, die überlebt haben, waren fast ausschließlich Frauen, die von den Eroberern verschleppt wurden und teilweise noch sehr junge Kinder. Diese Frauen haben aber durchaus ihr Erbe an ihre Kinder weitervermittelt, wenn sie dazu die Möglichkeit bekamen und das war bei den Tessmari wesentlich mehr der Fall als bei den anderen.

      Kairos, danke für deinen netten Beitrag.

      Mafiaartige Strukturen gibt es in Tessmar durchaus, allerdings beschränken sie sich noch weitgehend auf das eigene Land. Wie oben geschildert gibt es für die Nachkommen der Dergom keinen Grund auf die Arunier und Ruarier Hass zu empfinden, mit denen ist Tessmar erst später aneinandergeraten.
      Trotzdem brodelt dort durchaus einiges Gefährliches.

      Sie scheinen durch ihren ganzen Einflüsse ihre einstmals eigene Identität verloren zu haben und an dessen Stelle ist jetzt dieses eklektische Bild entstanden wo sich wohl einzig die wohlhabende Oberschicht wohlfüllt und selbst diese muss unzufrieden mit der arunischen Vormundschaft gegenwärtig sein, oder?

      Ja, so ist es. Tessmar ist eigentlich überhaupt kein Staat mit einem richtig ausgeprägten Nationalbewusstsein, sondern verschiedene Fraktionen fühlen sich verschiedenen Gruppen zugehörig, also Sariler, Dergom oder auch der Gruppe, zu der sie gerade gehören. Am Gemeinwesen krankt es dort oft und dafür übernehmen kleinere Gruppen teilweise diese Aufgaben für ihre Mitglieder, wie die im anderen Thread beschriebene Prostituiertengilde.

      Ansonsten hoffe ich, dass der Beitrag zu den Dergom oben vielleicht auch noch ein paar Fragen von dir beantwortet.


      Nachdem das von euch beiden angemerkt wurde, noch kurz etwas zum Thema Karte. Ich habe da für mich selber schon was gemacht, aber ich weiß einfach, dass es den hier gestellten Ansprüchen in keinster Weise genügen kann.
      Und ehrlich gesagt habe ich weder die Fähigkeiten noch die Zeit, mich hinzusetzen und genau auszurechnen, wie groß die Stadtpunkte und wie breit die Flusslinien sein dürfen, damit das dann alles geographisch korrekt ist, und spätestens bei den Landschaften scheitere ich dann sowieso.
      Was ich vielleicht mal machen könnte, wäre eine „politische“ Karte mit den Ländergrenzen. ;)
    • Ich wollte mich mal zu den Lercas äußern.

      Ein ähnliches Konzept schwebte mir selber vor, die lercas scheinen ja mit ihrem Land verbunden zu sein, wenn ich es richtig herausgelesen habe. Ich hoffe ich stelle keine bereits beantwortete Frage: Die Lercas sterben, wenn ihr Ort stirbt. Werden dann mit der Geburt neuer Orte, neue Lercas geboren? Oder habe ich das Konzept falsch aufgegriffen. Wenn ja, sind die Lercas eine Art Wächter?

      Was mich auch noch interessiert ist folgendes: Hätten die Menschen eine Möglichkeit jemals über das Meer zu reisen? Weil sich eine Lerca in einen Menschen verliebt, oder sie einfach nicht aufgepasst haben. Oder sie haben Flugmaschinen entwickelt? Gibt es soetwas?

      Und was hat es mit den Kindern der Lercas auf sich? Wie entstehen sie denn eigentlich, schließlich brauchen die Lercas keine Fortpflanzungsorgane, wenn sie unsterblich sind. Welchen nutzen haben sie, wofür sind sie da?

      Ansonsten verzeih, aber die Menschenvölker habe ich noch nicht gelesen, das hole ich ein anderes mal nach...

      ​​
      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Hallo Vys,

      es tut mir leid, dass mir dein Kommentar irgendwie durch die Lappen gegangen ist. Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte. ??? Ich hoffe, die Antwort interessiert dich (oder jemand anderen) immer noch.

      Bei der Entstehung neuer Orte (oder Baumarten) werden tatsächlich neue Lerca geboren, wobei geboren in diesem Fall nicht das richtige Wort ist. Da sind sie dann wirklich eine Art Wächter.
      Es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass einzelne Menschen übers Meer reisen können, im großen Stil ist das aber nicht möglich. Eine Entdeckungsreise zu den anderen Teilen meiner Welt, über die ich noch gar nichts weiß, hätte aber auch mal was für sich. ;)

      Die Kinder der Lerca sollen sie unterstützen und sind weniger ortsgebunden als die Lerca selbst. Ganz genau habe ich mir über die biologischen Details noch keine Gedanken gemacht, weil ich sie mir ja als Wesen vorstelle, die jederzeit ihre Gestalt ändern können.
    • Gerade habe ich mal wieder Zeit und Bastellaune, deswegen die Vorstellung eines weiteren Volkes.

      Avechain

      Die Avechai leben zwischen dem nördlichen Gebirge und der Salzwüste, im Westen reicht ihr Land bis an die Küste des Ozeans.
      Avechain liegt in einer sehr trockenen und warmen Region von Silaris. Regen fällt nur im Winter, die meiste Zeit des Jahres über sind die Avechai auf das Wasser der zahlreichen Flüsse angewiesen, die im nördlichen Gebirge entspringen und in den Ozean oder das Salzmeer münden, bis auf den Dalin im äußersten Osten des Landes, der die Grenze zu Elavien bildet.

      Die Avechai glauben an einen Gott, der ihr Volk auserwählt hat und es vor den anderen beschützt. Sie haben ihre eigene heilige Schrift, die von Schriftgelehrten ausgelegt wird und umfangreiche Vorschriften enthält (die vielleicht bei Gelegenheit noch genauer nachgereicht werden.)
      Unter anderem sind die Avechai zur Endogamie anhalten.

      Auch Magie ist ihnen grundsätzlich verboten, allerdings interpretieren die Avechai diese Passagen so, dass Elementarmagie nicht unter dieses Verbot fällt, wenn der Mensch gewisse Grenzen nicht überschreitet. Mithilfe der Elementarmagie großflächige Zerstörung anzurichten ist für sie eine große Sünde.
      Die Avechai haben allerdings keine grundsätzlichen Hemmungen gegen den Einsatz von Elementarmagie im Kampf. Dabei geht es jedoch um gezielte Angriffe, die einen Feind ausschalten, ohne darüber hinaus viel Schaden anzurichten. Ein berühmt-berüchtiges Beispiel hierfür sind Natrium- und Kaliummagier, die das Herz ihres Gegners zum Stillstand bringen. Avechain ist nach Sarilien das Land mit dem zweithöchsten Anteil von Elementarmagiern an der Gesamtbevölkerung, was nicht zuletzt mit der Nähe des Salzmeers zusammenhängt. Ihre Fähigkeit, Salz aus dem Boden bzw. dem Wasser zu entfernen ist im sehr trockenen Avechain überaus nützlich.

      Avechain gehört zu den Hauptexporteuren von Oliven und Zitrusfrüchten sowie von verschiedenen Salzen. Ansonsten ist das Land jedoch relativ rohstoffarm und auf Handel mit anderen Ländern, heutzutage vor allem Arunien und Ruaris angewiesen.
      Bei internationalen Bildungsvergleichen landet Avechain vor allem in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaft immer wieder auf den vorderen Plätzen. Einige Avechai und auch einzelne auswärtige Kommentatoren halten die Angehörigen dieses Volkes für durchschnittlich intelligenter als andere.

      Die Tatsache, dass fast alle Flüsse in Avechain in Sarilien entspringen führt dazu, dass die Sariler dazu in der Lage sind, den Avechai das Wasser abzugraben bzw. dieses zu vergiften. Im größeren Umfang geschah dies bisher einmal vor ungefähr 1000 Jahren im Rahmen des Eroberungsfeldzugs von Fajan, der keine elementarmagisch begabten Völker, die sich ihm nicht unterwerfen dulden wollte. Während es ihm gelang, die Dergom fast vollständig auszulöschen, versagte der Versuch, mit den Avechai dasselbe zu tun. Das ganze Volk einschließlich der Frauen verteidigte sein Land erfolgreich und zwang Fajan schließlich zum Rückzug, was in Avechain bis heute großen Stolz hervorruft und zu verschiedenen Gelegenheiten gefeiert wird. Während dieses Krieges verließen zahlreiche Avechai, hauptsächlich solche, die nicht zum Kämpfen in der Lage waren, das Land, da ihre Versorgung schwierig war. Außerdem wollten die Avechai garantieren, dass ihr Volk auch bei einer Niederlage überleben würde. Diese wurden von den Elaviern angegriffen, aber schließlich im Süden von den Ruariern und Aruniern aufgenommen, wo sie sich niederließen. Im Arunisch-Ruarischen Krieg, in dem Avechain mit Arunien verbündet war, wanderten diese fast komplett nach Arunien.

      Wegen dieses Ereignisses misstrauen die Avechai den Sarilern bis heute. Diese haben dafür kein Verständnis. Ereignisse, die so lang zurückliegen, spielen für sie keine große Rolle. Außerdem ist Fajan für sie sowieso kein Sariler sondern Elavier. (Lange Geschichte.) Ihrer Meinung nach ist Avechain einfach ein Vasallenstaat der Arunier, der versucht, ihnen in deren Namen das Leben schwerzumachen. Die Angst vor den vergifteten Flüssen verstehen die Sariler auch nicht, da so etwas für sie eine absolute Freveltat wäre und überhaupt nicht in Erwägung gezogen wird.
      Trotzdem gibt es große Ähnlichkeiten zwischen Sarilern und Avechai, zum Beispiel bei der Rolle der Frau und der Bedeutung der Elementarmagie. Die Rolle der Alkalimetallmagier in Avechain ist mit der in Sarilien identisch, während die Situation in Arunien völlig anders ist. Die ruarische Elementarmagiehistorikerin Dagny Srokis arbeitete dies als erste wissenschaftlich auf und erntete dafür sowohl in Sarilien als auch in Avechain Empörung.

      Auch das Verhältnis zwischen Avechain und seinen anderen Nachbarstaaten ist angespannt. Mit Elavien kommt es immer wieder zu Scharmützeln um die Wassernutzung am Dalin, wobei die Elementarmagie strikt ablehnenden Elavier den Avechai mit sehr großem Misstrauen begegnen. Umgekehrt werden sie für gewaltbereite und unzivilisierte Horden gehalten.
      Die Grenze zu Meraka liegt mitten in der Salzwüste und wird nur von Grenzsoldaten mit entsprechenden Elementen bewacht. Auch dort kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, die teilweise angesichts der vielen Elementare in dieser Gegend mit sehr eindrucksvollen elementarmagischen Schlachten einhergehen. Zeugen (oder unbeteiligte Opfer) gibt es dort aber in der Regel nicht.
      Um sich zu verteidigen hat Avechain sowohl eine gut ausgebildete Armee als auch einen überaus aktiven Geheimdienst, dessen Angehörige dieselben Elemente für dieselben Zwecke verwenden wie die sarilische Geheimpolizei.
    • Dieser Thread ist schon etwas älter, aber zumindest die Informationen zu den Avechai stimmen noch. Die Sache mit der Endogamie habe ich im Thread zur Sexualität ganz vergessen, also betrachtet das noch als Ergänzung.
      Hier folgen jetzt die Infos zu den beiden Ländern, die ich dort zum ersten Mal im Forum erwähnt habe, Tayek und Dageyra.

      Tayek ist ein Wüstenstaat in Nord-Silaris zwischen Meraka, Elavien und der Salzwüste, hinter der sich dann Avechain befindet. Anders als Meraka, das Öl und Metalle besitzt und durch deren Verkauf zu Reichtum gelangt ist, verfügt Tayek über keinerlei Rohstoffe bis auf das Salz der Salzwüste, mit dem jedoch die Avechai wesentlich effektiver Geschäfte machen.
      Folglich ist das Land extrem arm und der Rest von Silaris hat zudem kaum Interesse an Tayek. Vor der Industrialisierung haben tayekische Truppen manchmal die Nachbarländer Elavien und Meraka überfallen, um Güter zu erbeuten, doch inzwischen sind sie technologisch so unterlegen, dass solche Versuche von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. Aus dieser Zeit stammen jedoch die einzigen Metallwaffen, die es in Tayek gibt und die von den Familien, die sie besitzen als wertvolle Schätze gehütet werden.
      Das Leben in Tayek ist hart und beschwerlich. Die Männer ziehen mit ihren Kamelen und Ziegen auf der Suche nach Weidemöglichkeiten durch die Wüste, während die Frauen versuchen mit den spärlichen Wasservorkommen in den Oasendörfen etwas Nahrung anzubauen.
      Magie ist für die Tayek schon länger tabu als bekannt ist, dass diese mit den Elementen in Verbindung steht. Dies hängt damit zusammen, dass in früheren Zeiten angebliche und tatsächliche Magier einen erheblichen Beitrag zur Unterdrückung der Bevölkerung im Auftrag tyrannischer Herrscher geleistet haben. Außerdem gehen die Tayek davon aus, dass die Ausbreitung der Wüste und die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen nur durch schwarze Magie verursacht worden sein kann.
      Magier werden in Tayek mit Verbannung in die Salzwüste bestraft, was aus tayekischer Sicht einem Todesurteil entspricht, aber nicht verlangt, dass sich die Scharfrichter bei der Verrichtung ihrer Arbeit durch unkontrollierte Magie in Gefahr begeben. In Wirklichkeit ist es allerdings so, dass Wasserstoff-und Sauerstoffmagier, die dazu in der Lage sind Wasser unter dem Wüstensand zu finden nicht als solche betrachtet werden, sondern hohes Ansehen genießen, genau wie Kohlenstoff-Stickstoff-und Phosphormagier, die die Fruchtbarkeit des Bodens verbessern können und Eisenmagier, die die alten, erbeuteten Waffen und Werkzeuge in Schusss halten können.
      Die meisten verurteilten Magier sind überhaupt keine, die einzige Ausnahme stellen Alkalimetall-und Halogenmagier dar, deren Gaben durch die starke Übergangskrankheit meist auffallen. Diese sind aber dazu in der Lage die Salzwüste lebend zu durchqueren, da sie auch das dort stellenweise vorhandene, sehr salzhaltige Wasser trinken können und wandern teilweise auch mithilfe der Elementare nach Meraka oder Avechain, wo sie Asyl erhalten, was jedoch von den dortigen Regierungen geheimgehalten wird.
      Die meisten Mächtigen von Silaris interessieren sich für das arme Tayek nicht. Die dort vorherrschende strikte Ablehnung der Elementarmagie schürt jedoch den Hass fanatischer Elementarmagier. In moderner Zeit ist es Uriena sira Brisera mit ihrer Terrororganisation LANAL, deren Zukunftspläne das Testen neuer chemischer Waffen in Tayek beinhalten, da es sich ihrer Meinung nach bei den Tayek um ein wertloses Volk handelt, das keinerlei Verbündete hat, die eine solche Tat rächen würden.
    • Ich mag, dass sie Magie ablehnen, aber gleichzeitig unbemerkt doch wieder ihre eigenen Magier*innen haben. :)

      Fanatische Elementarmagier - meine erste Assoziation war, dass die ja kaum einen Grund haben, ein abgelegenes unbedeutendes Land zu hassen, lohnt sich quasi nicht. Aber vermutlich kommen dort ja immer mal wieder ausgestoßene Halogenmagier an, und die werden wenig gutes über ihre Heimat berichten?

      Du beschreibst die grobe Position der Länder - hast du die geographische Information so weit, dass ich mir eine grobe Skizze von Silaris malen könnte? Ich würd einfach gern auf einen Blick sehen, was neben was liegt...
      Nights are deep when days are long. / / / Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
      »Aus den Nacken waren Kehlköpfe geworden.« (2019)
    • Dageyra
      Dieses Land gehört zwar zu Silaris, ist aber das einzige, das getrennt vom Rest auf einer Insel nördlich von Elavien und Meraka liegt. Dagyera hat ein sehr warmes Klima und viele Regionen sind sehr furchtbar, sodass dort eine Vielzahl von Früchten, Knollen, Getreidearten und Hülsenfrüchten angebaut werden kann.
      Die Bewohner von Dageyra haben von allen Bewohnern von Silaris die dunkelste Hautfarbe, wodurch sie als Reisende in anderen Teilen von Silaris schnell zu erkennen sind. Anders als die Tayek, die sich Reisen meistens nicht leisten können und wenn doch wegen der moralischen Verderbtheit der anderen darauf verzichten, reisen die Dageyraner recht viel und verbringen teilweise auch Zeit zum Studium im Ausland, nicht zuletzt um ihre zahlreichen Handelsbeziehungen zu pflegen.
      Neben den landwirtschaftlichen Produkten verfügt Dageyra nämlich auch noch über Kohle, Öl und zahlreiche Metalle, darunter auch Seltenerdmetalle und weitere Metalle, die in den Periodensystemen des restlichen Silaris nicht zu finden sind und die bei uns beispielsweise Thorium, Uran und Plutonium genannt werden. Dageyra hat mehr Magier für die f-Block-Elemente als das gesamte restliche Silaris zusammen und überhaupt ist die Elementarmagie hier sehr weit verbreitet und geschätzt.
      Nach dageyranischer Überzeugung ist es allerdings tabu "lebensfeindliche" Elemente oder Verbindungen zu nutzen, oder im zweiten Fall gar gezielt zu synthetisieren. "Lebensfeindlich" ist hierbei alles, was giftig ist und (soweit die Dagyeraner wissen) nicht von Lebewesen genutzt oder synthetisiert wird. Blausäure darf also verwendet werden, weil sie in Pflanzen vorkommt, Arsen-oder Quecksilberverbindungen aber nicht. Genauso tabu sind künstliche Pestizide oder auch Medikamente, allerdings liefern die dageyranischen Regenwälder so viele Naturstoffe mit verschiedensten Wirkungen, dass diese Einschränkungen dort viel weniger ins Gewicht fallen, als sie dies anderswo täten. Leichte Modifikationen sind auch erlaubt...
      Trotz dieser Einstellung werden Magier "lebensfeindlicher" Elemente jedoch nicht abgelehnt, sondern als als Vermittler zwischen diesen und den Menschen sowie als deren Wächter respektiert.
      Die Dageyraner halten die Elementarmagiesysteme von "Kontinental-Silaris" jedenfalls für korrumpiert und möchten nichts damit zu tun haben, ein Chemiestudium im Ausland ist für Dageyraner auch nicht erlaubt, wenn sie in ihr Land zurückkehren wollen. Die einzige internationale Vereinigung von Elementarmagiern, an der sie sich beteiligen ist die Gesellschaft für die ethische Verwendung von Chemie und Elementarmagie, die sich seit Ende des Arunisch-Ruarischen Krieges dafür einsetzt, dass Chemiewaffen wieder in ganz Silaris von allen Staaten geächtet werden. Dafür setzen sich die Dageyraner entschieden ein und stellen sich auch gerne als Kontrolleure bereit.

      Der Reichtum von Dageyra hat bei anderen Völkern immer wieder Begehrlichkeiten geweckt, aber dank der Insellage und der Verteidigungslinien durch spezielle ausgebildete Wasserstoff-und Sauerstoffmagier, die das Meer für sich nutzen können, konnten alle Eroberungsversuche an der Südküste gestoppt werden und inzwischen ist in ganz Silaris weitgehend akzeptiert, dass man sich mit Dageyra besser friedlich einigen sollte, wenn man Interesse an den dortigen Handelswaren hat.