[Kanturia] Ibnima und Feifric

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    Weltenbastler-Olympiade (WBO) 2021 - Startschuss
    Die diesjährige Olympiade beginnt am 25 .7.
    Das WBO-Orgatool ist hiermit initialisiert. Es mögen sich vor allem für die ersten Kategorien schnell findige Jury-Mitglieder finden.
    Wir wünschen allen viel kreativen Spaß!

    • [Kanturia] Ibnima und Feifric

      Ibnima lag ausgestreckt zwischen den Bäumen und ließ sich von der Sonne bescheinen. Sie mochte Tage wie diese, an denen nur wenige Wolken den Himmel bedeckten. Es waren freundliche Wolken, die gerne auf ein Schwätzchen verharrten, bevor sie dem Ruf eines sanften Windes folgten. Die Wolken sahen viel und wussten viel. Ibnima fragte sich, wie es wohl sei, über den Himmel zu treiben, so viel fremdes zu sehen. Doch blieb sie unten liegen. Sie konnte nicht anders und war schließlich damit zufrieden. Sie ließ leichte Wellen über ihren Körper kräuseln als Gruß an die Wolken. Und die Wolken antworteten auf ihre Art.
      Doch die Wolken berichteten nicht nur erfreuliches. Schnell wurden alle ernst, wenn das Thema auf die Menschen kam. Menschen, das bedeutete Zwang. Menschen wollten alles zwingen und was sie nicht zwingen konnten, das zerstörten sie. Ibnima verstand das nicht. Einmal hatte ein Mensch einige Jahre an ihr gelebt. Er hatte aus ihr getrunken, in ihr gebadet, doch niemals hatte er Ibnima zu etwas gezwungen. Ibnima hatte versucht mit ihm zu reden. Sie hatte ihm Botschaften in ihre Wellen geschrieben, doch er hatte sie nicht verstanden.
      Die Wolken sagten, die Menschen verstehen nur, was sie zwingen können. Und was sie nicht zwingen können, das zerstören sie. Menschen kann man nicht mögen. Ibnima hatte ihren Menschen gemocht. Seine Reste lagen noch immer auf ihrem Grund. Eines Wintertages, als er in ihr badete hatte er einfach aufgehört zu leben. Ibnima hatte ihn sanft mit Schlamm bedeckt und passte auf, dass ihm nichts geschah.

      Doch nun kamen andere Menschen. Unten, am Fuß des Fotgosar, des großen Berges, der auch Ibnima trug, mit dessen Wipfel die Wolken spielten, dort wohnten sie. Sie zerstörten den Wald. Weil sie den Wald nicht zwingen konnten, sagten die Wolken. Weil sie gefräßig waren, sagte der Wald. Niemand mochte sie. Manchmal kamen Menschen von dort zu Ibnima. Sie waren laut. Sie zerstörten, was ihnen im weg war. Sie nahmen, was sie wollten und ließen achtlos liegen, was sie nicht mehr wollten. Diese Menschen konnte Ibnima nicht mögen.

      Und noch etwas geschah. Der Fotgosar erwachte. Ob die Menschen ihn geweckt hatten wusste Ibnima nicht. Konnten die Menschen etwas so starkes wie den großen Vater Fotgosar zwingen? Doch er erwachte. Nur ein leichte Zittern bisher hatte Ibnima dieses gesagt. Lange war es her, seit der Fotgosar eingeschlafen war. Seit er seine Söhne das letzte mal in die Welt geschickt hatte. Ibnima konnte sich kaum noch daran erinnern. Und doch wusste sie, was nun geschah. Sie sagte es den Wolken. Die Wolken bestätigten es ihr. Sie sagte es dem Wald. Der Wald wusste es schon und hatte Angst. Seine Tiere flohen. Nicht nur vor den Menschen.

      Ibnima wartete. Die Menschen kamen näher. Sie zerstörten den Wald an einer Seite Ibnimas. Sie bauten dort Höhlen aus totem Holz. In denen lebten sie. Ein Mensch war dabei, der sie verstehen ließ, was zwang war. Er zwang ihre Fische sich fangen zu lassen. Er zwang die Pflanzen der Menschen zu wachsen. Er zwang die Tiere des Waldes vom Dorf weg oder vor ihre Jäger. Er zwang gar die Wolken nach seinem Willen zu regnen. Die Menschen in den hölzernen Höhlen verehrten ihn. Gab es Menschen wie ihn, stark genug den Fotgosar zu zwingen? Wenn nicht, konnten sie Fotgosar zerstören, und damit Ibnima, da der große Vater Fotgosar sie ja trug? Ibnima schrie diese Angst zu Fotgosar. Der schlief. Doch er erwachte.

      Und schließlich war es so weit. Ein Tag, wie sie ihn früher gemocht hatte. Doch nun saßen Menschen in seltsamen Dingen aus Holz auf ihr, wie in Schalen. Sie zogen ihre Fische aus ihr und schlugen das Wasser. Behinderten so ihre Sprache. Sie wollte mit den Wolken reden. Doch die Menschen machten sie stumm. Fotgosar kündigte sich nicht mehr groß an. Das hatte er in den letzten Tagen getan. Die Menschen waren zu dem gerannt, der zwingen konnte. Dieser hatte die Steine in Fesseln gelegt. Ibnima hatte Angst gehabt, der Fotgosar könnte nun bezwungen sein. Doch das war er nicht. Es begann mit einem gewaltigen Ruck durch das Gestein. Ibnima war von dieser Plötzlichkeit genauso überrascht wie alle Anderen. Doch fasste sie sich schnell wieder. Und sie nutzte die Gelegenheit, die Schale der Menschen auf ihr umzudrehen. Dann kam ein Donnern vom Gipfel des Fotgosar. Viele Steine sprangen zur Seite. Um dem was folgte platz zu machen. Ibnima hatte lange nicht mehr Steine so weit springen sehen. Eine schwarze Wolke kam aus dem Gipfel des Fotgosar. Zusammen mit springenden roten Steinen. Ibnima wusste von früher, dass diese roten Steine fließen konnten. Und heiß waren. Richtig heiß. Sie erzitterte bei dem Gedanken daran. Doch nicht aus Furcht.

      Um Ibnima herum brannte alles. Sie konnte nicht erkennen, warum sich das Feuer so schnell ausbreitete. Das Feuer war in Feststimmung und sprach nicht zu ihr. Auch die hölzernen Höhlen der Menschen brannten. Die Menschen schriehen, warfen sich in Ibnima. Ibnima beachtete sie nicht. Denn nun sah sie durch den brennenden Wald oberhalb ihrer selbst etwas herankommen. Wie ein roter Wurm wälzte sich geschmolzenes Gestein den Hang hinab auf sie zu. Sie sah seine Glut, seine unaufhaltsame Kraft, alles einzuschmelzen, was in seinen Weg kam. Auch er hatte sie bemerkt, kroch auf einen Felsen zu um ihn mit seiner Hitze zu zersprengen. An ihrem Ufer verharrte er.

      "Ich bin Feifric, Sohn des Fotgosar" Warf er ihr entgegen.

      "Ich bin Ibnima" antwortete sie. Und beinahe schüchtern fügte sie hinzu: "Willst Du bei mir bleiben? Für immer?"

      Feifric besah sich die Umgebung, den brennenden Wald, die ausgelöschte Siedlung der Menschen. Er hörte die Schreie der letzten lebenden Menschen und deren mitgebrachter Tiere, roch den Geruch des Brandes. Drauf antwortete er:

      "Für immer!" und warf sich in sie. Sie umspühlte seinen heissen Körper mit ihrem Wasser und wo sie aufeinander trafen entstanden neue Geister, entflohen sich in der Welt eine Gestalt zu suchen. Um sie herum wurde das Land neu geformt doch Ibnima und Feifric verwoben sich ineinander im Spiel der Elemente.


      Ibnima lag ausgestreckt im Gestein und ließ sich von der Sonne bescheinen. Fotgosar hatte sich wieder schlafen gelegt. Der Wald war weg. Die Menschen waren weg. Manchmal sah sie ein paar Vögel. Sie war kleiner geworden. Angefüllt mit Asche. Einen guten Teil ihres früheren Körpers nahm nun Feifric ein. Er war kalt geworden. Kalt wie sie selbst. Doch sie war glücklich. Denn Feifric war bei ihr. Für immer.
    • JvW schrieb:

      schön poetisch - und gelungne Fremd-Perspektive!

      Danke.

      Merlin schrieb:


      Sehr schön geschrieben.

      Danke.

      (Wann und durch wen ist diese Geschichte in-world zum ersten Mal erzählt worden?)

      Das ist auf Kanturia geschehen. Auf der Insel Athalis.
      Kanturia hat eine sehr lebhafte Geisterwelt. Auch wenn die Menschen davon nichts wissen (wollen).
    • Hallo,

      ich kann mich den anderen nur anschließen. Eine schöne Geschichte. Wie du weißt, habe ich ja auch ein gewisses Faible für Naturgeister. ;)
      Ansonsten kann ich JvW auch rechtgeben, du bringst die Perspektive eines nichtmenschlichen Wesens wirklich gut rüber und es gibt jetzt nichts, worüber ich "gestolpert" wäre, weil es irgendwie nicht passt.
      Spannend wäre natürlich auch, ob es irgendwelche Menschen gibt, die die Kommunikationsversuche der Naturgeister doch verstehen, auch wenn es der an der Quelle nicht geschafft hat. ;)
      Die Namen der beiden finde ich auch sehr schön, so dass mich die Überschrift auch gleich zu der Geschichte gelockt habe, obwohl ich über die Welt Kanturia bisher noch nicht so gut informiert bin.
      Mich würde auch interessieren, wer diese Geschichte erzählt, und wem und zu welchem Anlass.

      Viele Grüße
      Amanita
    • Amanita schrieb:

      ich kann mich den anderen nur anschließen. Eine schöne Geschichte.

      Freut mich, wenn's gefällt.

      Spannend wäre natürlich auch, ob es irgendwelche Menschen gibt, die die Kommunikationsversuche der Naturgeister doch verstehen, auch wenn es der an der Quelle nicht geschafft hat. ;)

      Höchstens sehr vereinzelt. Die übliche Schamanenausbildung umfasst Kommunikation mit beschworenen Geistern. Nicht jedoch direkt mit deren Erscheinungsformen. Höchstens ein Paar Auguren versuchen, da was rauszulesen. Vielleicht gibt es ein paar sehr erfahrene spezialisierte Schamanen, aber wie gesagt, höchstens vereinzelt.
      (Wie viele "höchstens" waren das jetzt in den paar Sätzen? Ich schreib's trotzdem nicht mehr um.)

      obwohl ich über die Welt Kanturia bisher noch nicht so gut informiert bin.

      Kann ich nicht verübeln. Erstmal prinzipiell nicht. Bei Kanturia habe ich außerdem den ersten Post so formuliert, dass vielleicht der Eine oder die Andere nicht mehr weiterliest. Müsste ich vielleicht mal umformulieren. Nach den paar Jahren ist das Geschriebene nun nicht mehr ganz verständlich.

      Mich würde auch interessieren, wer diese Geschichte erzählt, und wem und zu welchem Anlass.

      Ich erzähl es euch zum Zwecke der Erbauung und Weltanschauung.
      Die Idee hatte ich, als irgendwo jemand über die Sonnenuntergangsromantik lästerte. Da kam mir eine Idee, von zwei Gestalten, die des Nächtens über den romantischen Lichtern einer brennenden Stadt sitzen, den schreienden Einwohnern lauschen und sich dabei ganz schrecklich gern haben. Nun ja, ganz so ist es ja dann doch nicht geworden.

      Inworld bin ich mir nicht sicher, ob außer den Beteiligten überhaupt jemand die Geschichte kennt.
    • Schöne Geschichte. Wie muss ich mir denn Kinder von Lava und Wasser vorstellen? Normale Geister?
      " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
      Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.
    • Tolle Geschichte! Ich finde, das Ende, also die Liebesgeschichte, hätte es gar nicht unbedingt gebraucht.

      Hans schrieb:

      Inworld bin ich mir nicht sicher, ob außer den Beteiligten überhaupt jemand die Geschichte kennt.
      Also, als ich die Geschichte gelesen habe, kam mir der Gedanke, dass dies eine Sage eines Naturvolkes, eine Geschichte von Ureinwohnern sei, die seit Jahrhunderten mündlich weitergegeben wird.
    • Entschuldigt bitte die verzögerte Antwort.

      Wanderer schrieb:

      Wie muss ich mir denn Kinder von Lava und Wasser vorstellen? Normale Geister?

      Zunächst mal ungebundene normale Geister. Die Geisterentwicklung ist noch nicht ausgearbeitet. Momentan stelle ich sie mir etwa als Geisterlarven vor, die später mal eine (Natur?)erscheinung übernehmen und dadurch zu "vollwertigen" Geistern werden. Das jedoch ohne Gewähr, es kann sich noch radikal ändern.

      Ich will die Geschichte nochmal ziemlich überarbeiten. Weniger "Menschen sind doof", mehr zwischengeistliches, damit die Liebesgeschichte am Ende nicht so aufgesetzt daherkommt. Die Vereinigung der Beiden bei brennenden Menschen und Menschenwerk muss allerdings bleiben.
    • Bemerkenswerte Erzählperspektive, auf jeden Fall! Gefällt mir auch stilistisch ausgesprochen gut. Ich bin grad ein wenig überrascht, da ich auf deinen Hinweis den Kanturia-Fred hervorgestöbert und mir das als Welten-Intro durchgelesen hatte: Wie passt denn dieser Erzählstil zum Schwert & Titten-Leitmotiv? ;D Der Text hier würde jede ernsthafte Fantasywelt schmücken, aber Klischees kann ich hier eigentlich keine entdecken?

      Erinnert mich übrigens irgendwie an Stein und Flöte von Hans Bemmann. Wenn ich mich recht erinnere, wird der Protagonist da irgendwann in eine Art Ziege verwandelt und streunt über zig Seiten als Tier (inklusive tierischer Empfindungen) durch den Wald. Auch eine sehr gekonnte Erzählperspektive.

      Und: Ist der nordische Klang der Namen von Vater und Sohn Vulkan beabsichtigt?
      "Aye, horsemen for companions,
      Before the merchants and the clerk
      Breathed on the world with timid breath.
      Sing on: somewhere at some new moon,
      We'll learn that sleeping is not death,
      Hearing the whole earth change its tune"
    • Falayon schrieb:

      Wie passt denn dieser Erzählstil zum Schwert & Titten-Leitmotiv? ;D

      Ich könnte jetzt was von Seebusen erzählen und der länglichen Form des Lavastromes, die symbolisch für ein Schwert steht, aber das würde nicht passen. Ehrlich gesagt, es ist Hintergrund. Eine Deviation vom normalen Weltgefüge. Sowas macht eine Welt halt spannend. Kann ja nicht jeder Berg Tittenförmig sein.

      Klischees kann ich hier eigentlich keine entdecken?

      Ich bin nicht gut im Umgang mit Klischees. Die Dinger zerbrechen mir immer.
      Fürs Prägereiwesen bin ich damit wohl unbegabt.

      Und: Ist der nordische Klang der Namen von Vater und Sohn Vulkan beabsichtigt?

      Die nordische Assoziation kommt mir sehr gelegen. Ich habe nicht primär nach einem nordischen Klang gesucht, war mir dessen jedoch nach der Namensfindung durchaus bewusst.
    • So schön kann Geologie sein :lol:

      Feine Sache, besonders das Bild, daß die Menschen den See mit ihrer Fischerei und Bootsfahrt stumm machen. Wirklich nette Allegorie.

      Wenn ich unbedingt etwas kritisieren wollte, so nur das: der Konjunktiv ist dein Freund. :dozier:

      Ich stell's mir ganz schön stressig vor, in so einer Welt zu leben. Muß ja ein Mördergequassel im Geisterreich sein, wenn da jeder Fels 'ne Seele hat, die sich mitteilen will ;D
    • Faszinierende und ungewöhnliche Geschichte!
      Ich hab eine ganze Weile gebraucht, bis ich kapiert habe, wer Ibnima ist - ich finde, du hast die Erfahrungswelt dieses Naturgeists gut rübergebracht. Nur eine Frage: Ist sie eigentlich ein See oder ein Fluss? Ich vermute mal, ein See, vom Gefühl her ...
    • Ich finde deine Geschichte auch sehr schön. Sowohl stilistisch als auch inhaltlich.


      Mir gefällt die Erzählperspektive und auch solche Verben, die in normalen Erzählungen von Menschen nicht vorkommen, wie zum beispiel kräuseln. Das kann eben nur ein Gewässer. :thumbup:

      Und dein Blick auf Menschen ist auch sehr treffend. Zugegeben, etwas pessimistisch, denn eigentlich sind Menschen ja ganz nett. Und so. Ich kenne zumindest ein paar liebenswerte Exemplare. Aber natürlich ist die Sicht der Natur auch richtig. Irgendwie schade, finde ich.

      Und ja, die Liebesgeschichte wirkt tatsächlich etwas aufgesetzt, aber du hattest ja angekündigt, dass noch was kommt. ;)
      Was uns nicht umbringt, macht uns hart. Was uns umbringt, macht uns tot.
      - Terry Pratchett
    • Weiter mit der überfälligen Antwortrunde.

      Rabenschwinge schrieb:

      Nur eine Frage: Ist sie eigentlich ein See oder ein Fluss? Ich vermute mal, ein See, vom Gefühl her ...

      Ich dachte an einen See. Bin jedoch nicht fanatisch, wenn andere Interpretationen kommen.

      Herr Littelmann schrieb:

      Und ja, die Liebesgeschichte wirkt tatsächlich etwas aufgesetzt, aber du hattest ja angekündigt, dass noch was kommt. ;)

      Das was noch kommt muss ich leider immer weiter zurück stellen. Halt also bitte nicht die Luft an.
    • Ja eine wirklich sehr gelungene und mal andere Art was zu schreiben!

      Das Wort zwingen spielt ja eine große Rolle bei der Geschichte. Es wird ja immer und immer wieder benutzt und auch an Stellen, an denen "wir" es vielleicht nicht wirklich verwenden würden.
      Ist es einfach nur die Ansicht Ibnimas, quasi "normale" Menschen, wie wir sie sind, zu empfinden oder es hat es noch mehr mit diesem zwingen auf sich?
    • Das Wort "zwingen" hängt hier mit der kanturischen Magie zusammen. Der Mensch selbst hat keinerlei magische Fähigkeiten. Er muss Geistwesen dazu bringen, zu tun was er will. In Ibnimas Erfahrungswelt ist hierbei die Entscheidungsfreiheit stark eingeschränkt, was sie mit dem Wort "zwingen" belegt.
    • Was ich auch noch interessant finden würde, wäre eine andere Geschichte aus der Sicht des Fotgosar.
      Quasi als kleine Gegenüberstellung wie dieser den Eingriff der Menschen im Gegensatz zu einem "einfachen" Naturgeist empfindet.

      Wie er dann als "Gottheit" oder als "Oberstes Alles" auf die Eindringlinge reagiert oder mit ihnen umzugehen versucht. Das ist zwar schon z.T. in der jetztigen Geschichte beschrieben, aber trotzdem fände ich es interessant.