Sprachentutorial

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    • Ersteinmal finde ich es schön, dass du dir die Mühe gemacht hast, den Thread "durchzuarbeiten" ;)
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      Es ist auf jeden Fall sinnvoll, auch zu berücksichtigen, wie Sprachen Dinge ausdrücken können, die nicht grammatikalisiert sind. Ich würde aber nicht sagen, dass die Sprachen in dem Sinne unterschiedlich komplex ausgeprägt sind, sondern unterschiedlich mit den verschiedenen Bereichen umgehen. Ob und wie bestimmte Umstände grammatikalisiert sind und welche anderen Ausdrucksmöglichkeiten bestehen, ist immer ein Gemisch. Darauf sollten wir achten, wenn wir die einzelnen Artikel schreiben. Also immer die Frage stellen: Wie machen die Sprachen das, wenn das gerade behandelte grammatische Phänomen nicht besteht. Oft herrschen ja auch Mischformen vor, sodass es verschiedene Möglichkeiten gibt, einen Umstand auszudrücken.
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    • Ich habe mich extra versucht so auszudrücken, dass man aus meinem Text nicht herauslesen kann, Sprachen wären unterschiedlich komplex. Ich würde mich hüten, so etwas zu behaupten :)
      Ich meinte, dass bestimmte Bereiche einer Sprache manchmal mehr Kategorien aufweisen, als die selben Bereiche in einer anderen Sprache, einfach nur, weil sie anders funktioniert. (Sprich Aspekte - keine Aspekte, Evidentialität - keine Evidentialität). Trotzdem kann man in jeder Sprache alles ausdrücken.

      Wie machen die Sprachen das, wenn das gerade behandelte grammatische Phänomen nicht besteht.

      Das wird man gar nicht alles auflisten können, oder? Weil die ganze Grammatik einer Sprache doch immer sehr miteinander verwoben ist und es deshalb sehr, sehr viele verschiedene Möglichkeiten gibt.


      Was ich meinte war aber auch nicht nur der Aspekt, etwas "anders" auszudrücken, sondern mit den Vorhandenen Mitteln bestimmte Effekte im Ausdruck zu erzielen.
    • Ayeé schrieb:

      Das wird man gar nicht alles auflisten können, oder? Weil die ganze Grammatik einer Sprache doch immer sehr miteinander verwoben ist und es deshalb sehr, sehr viele verschiedene Möglichkeiten gibt.

      Wenn man es allgemein sieht, gibt es eigentlich gar nicht so viele Alternativen. Der Bereich kann lexikalisch (auf Wort- aber auch auf Phrasenebene) ausgedrückt werden oder es werden bestehende Strukturen gewählt um den gewünschten Aspekt zu beschreiben (übrigens ein schöner Hinweis auf Sprachwandel). Und dann gibt es noch eine dritte Möglichkeit, nämlich, dass sich etwas tatsächlich in einer Sprache nicht ausdrücken lässt. Das hat dann kulturelle Hintergründe, da bestimmten Völkern bestimmte Konzepte fremd sind. Einfaches Beispiel: Es gibt Sprachen, die eigene Formen für göttliche Wesen und Dinge haben, während ein Volk, das keine Götter kennt, dies auch in seiner Sprache nicht ausdrücken kann. Natürlich kann die Sprach im Zweifelsfall um entsprechende Aspekte erweitert werden, aber das ist dann eine Modifikation der ursprünglichen Sprache. Sie hat sich gewandelt.
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    • Danke für deine Erklärung und den Link mit dem bisherigen Tutorial. Mir gefällt, dass es wirklich umfangreich werden wird :)
      Das Einzige, was am Ende vielleicht unbedingt nochmal bearbeitet werden müsste, sind ein paar kleinere Rechtschreib- und Grammatiksachen in den bereits fertigen Artikeln.
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    • @ Shay: Wenn ich mir deine drei Beispielwörter für die verschiedenen Schwa-Laute laut aufsage, hört sich das für mich auch jeweils unterschiedlich an, auch wenn ich ein Schwabe aus dem falschen Bundesland bin. ;) Von daher würde ich deine Theorie sofort unterschreiben.

      kensen468 schrieb:


      Ein anderer Aspekt, der zwar eher zur Kultur als zur Sprache gehört, aber letztere dennoch beeinflusst: mathematische Systeme, Kalendarien, etc. Ist dazu etwas geplant? Ich habe beispielsweise mehrer sprachen, die in anderen Systemen als dem dezimalen rechnen, was dementsprechenden Einfluss auf die Zahl- und Zählwörter hat (beispielsweise "Einer" von 1 bis 12 und zusammengesetzte Zahlen dementsprechend immer von 13-24, 25-36, etc.). Ggf. könnte ich mich dieserThematik auch noch annehmen.


      Definitiv braucht man dann andere Zahlwörter (was einen als Bastler ganz schön irre werden lassen kann). Hier ist mein Beispiel, ein Neunersystem.

      Tolle Sache, was ihr da gemeinsam entstehen lässt! Ich bin ja nur Laie, kann also mit Begriffen aus dem höheren linguistischen Vokabular oft nichts anfangen (z. B. mit Wörtern wie "Klassifikator"), aber vielleicht kann ich das ein oder andere Beispiel beitragen.

      Wo wir gerade schon bei den Klassifikatoren sind: Im Japanischen gibt es für unterschiedliche Dinge verschiedene Zählweisen, z. B. eine für Menschen, eine allgemein für Sachen, aber dann auch speziellere für Sachen (ich erinnere mich z. B. an eine für größere, flache Dinge wie ein Blatt Papier, eine für kleine, runde Dinge usw., Genaueres müsste ich erst nachschauen).

      Thema Sein und Haben: Dazu habe ich beim Verb jetzt nichts gefunden, aber man könnte z. B. bringen, dass diese Wörter nicht unbedingt erforderlich sind und man entsprechende Sachverhalte auch anders ausdrücken kann. Beispiel: Im Hebräischen gibt es im Präsens keine Wörter für Sein und Haben (im Futur und in der Vergangenheit hingegen schon), man behilft sich etwa so:

      Sein: Wird einfach weggelassen.
      Bsp.: ha-etz gadol = der Baum ist groß (ha = bestimmter Artikel; etz = Baum; gadol = groß (m)). Will man hingegen sagen "der große Baum", muss man den bestimmten Artikel auch vor das Adjektiv packen, das heißt dann ha-etz ha-gadol. Wiki-Abschnitt dazu

      Haben: Man umschreibt das mit Formulierungen wie "bei mir gibt es (nicht) X". Wiki hat das schön mit Beispielen.

      Weitergehend fällt mir zum Thema "sein" noch die mögliche Unterscheidung zwischen belebten und unbelebten Subjekten ein. Die Japaner machen das z. B. beim Wort für "sich befinden", da gibt es zwei unterschiedliche für belebte und unbelebte Subjekte ("Die Katze ist unter dem Tisch": tsukue no shita ni neko ga imasu; "das Buch ist unter dem Tisch" = tsukue no shita ni hon ga arimasu, wobei das Wort am Schluss das Verb ist).

      Überhaupt fände ich noch etwas zur Wortstellung gut (und den Konsequenzen daraus, z. B. ob Adjektive bei Wortstellung soundso tendenziell vor- oder nachgestellt werden). Und noch zu vielen anderen Themen. ;) Man kann ja auch Sprachenfan sein, wenn man nicht vom Fach ist.
    • Boah, das hier habe ich ja noch garnicht gesehen!

      Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, worum es sich bei diesem Projekt genau handelt bzw. ob es überhaupt noch lebt, aber ich würde da sehr gerne auch mitmachen, wenn das geht! Ist das hier der einzige Ort, wo das Projekt besprochen wird, oder müsste ich da woanders hin? Sprachen basteln ist einer meiner Lieblingsbereiche beim Weltenbasteln!
      Ich glaube, für eine französische Hure ist Elatan ein bisschen zu provinziell.

      Kann man eigentlich mit Fäkalien töpfern? -- Tö.


      Über meine Welt Lacerta:
      Die Welt Lacerta -- Das Reich Fálorej
    • Ganz einfach, das WB-Contao gabs damals noch nicht. ;) Und Typo3 ist ja "zu aufwändig".
      Einwände hab ich dagegen keine.
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    • Veria schrieb:

      Ganz einfach, das WB-Contao gabs damals noch nicht. Und Typo3 ist ja "zu aufwändig".
      Einwände hab ich dagegen keine.

      das dürfte so nicht gewesen sein ... das WB-Contao dürfte es zu dem Zeitpunkt bereits gegeben haben, aber du warst einfach zu schnell ... ihr wart damals so heiß drauf, dass ich gar nicht mehr mitkam ;)
      wie immer wurde mit heißen Nadeln gestrickt und dann plätschert es erst mal aus ... wäre ja schön, wenn die Nadeln wieder klickern würden *g*
      was das übertragen auf dem WB-Webspace geht ... ich werd mich bei dir melden Veria, wenn ich mal wieder nen Plan habe *verwirrt durch die WB-Hallen renn*
      [20-02-2007] Update auf Anra'sari: die Geschichtsschreibungen der Perelemen und der Tel'sahr sind online
      [26-04-2009] Inspirationsweltchen: die Blattfeen
    • Ach, so ein Mediawiki war schnell eingerichtet. Aber ich bezweifle auch, dass es nicht jetzt genauso plätschern würde, wenn es schon auf dem WB-Webspace gestartet hätte. Der ist nämlich leider auch kein Garant.
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    • Früher oder später werde ich mich auch mit Sprachen beschäftigen müssen... also gebt bisschen Gas!!! xD

      Spass bei Seite. Mein linguistisches Wissen ist ziemlich beschränkt, nämlich auf dass was ich während dem Sprachunterricht in der Schule aufgeschnappt habe. Und auch das ist schon ziemlich eingerostet... Ich habe mich mal an Mark Rosenfelders Sprachbaukasten probiert, habe aber ziemlich schnell wieder aufgegeben, nachdem ich jeden Fachbegriff nachschlagen musste(und als Folge davon nochmals 5 Fachbegriffe nachschlagen um den Wiki-Eintrag zum Fachbegriff zu verstehen).
      Daher: Gibt es irgend ein Werk das ihr mir empfehlen könnte, das sich möglichst einsteigerfreundlich mit Sprachen und deren Funktionsweise auseinandersetzt? Dabei muss es noch nicht davon handeln, eine eigene Sprache zu erfinden. Lediglich wie Sprachen funktionieren. Und am liebsten wäre mir ein grosses Kapitel über Phonetik und Laute... obwohl ich mir da schon ziemlich sicher bin, dass ich das nie kapieren werde. ^^
    • "Werk" klingt sehr nach "Buch". War das auch so gemeint? Also in meinem ersten Semester wurde uns dieses Buch empfohlen, um die Grundlagen von Phonetik und Phonologie zu lernen. Das Buch ist nicht schlecht, aber ich gehe davon aus, dass eigentlich nur die ersten paar Kapitel für Dich interessant wären.

      Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Du eine bessere Einführung in die Linguistik finden wirst als der von Dir bereits erwähnte Sprachbaukasten von Mark Rosenfelder. Ich finde er macht das eigentlich sehr verständlich für Anfänger. Das dazugehörige "Werk" wäre dann das hier.

      Ansonsten könntest Du es allerhöchstens hiermit probieren. :diablo:

      EDIT: Wenn Du Dich eigentlich bloß für IPA interessierst, könnte dieser Link für Dich interessant sein.
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    • Um dich im Wiki zu registrieren musst du Veria anschreiben. Wir hatten da ein gewisses Problem mit Spam und deshalb ist es leider nicht mehr offen. Im Prinzip sind so ziemlich alle Punkte noch offen. Wenn du angemeldet bist, kannst du auch gleich im Gemeinschaftsportal eintragen, was du schreiben willst, damit da nicht zwei Leute das Gleiche beackern ;)
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